Grundlagenseminar mit dem Migranten- und Integrationsbeirat Bamberg

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Hintergrund
Der Auftaktworkshop zum Projekt gemeinsam engagiert zeigte die große Nachfrage und dringende Notwendigkeit von Einführungskursen in die ehrenamtliche Arbeit der Integrations-, Migranten- und Ausländerbeiräte. Gerade für neu gewählte Beiräte galt es, ein Fortbildungsprogramm modellhaft zu entwickeln, durchzuführen sowie zu dokumentieren und auszuwerten.
Als Referent/innen konnten Silvia Klein, Trainerin und Michael Greißel, Diplom-Supervisor gewonnen werden.

Das Projekt beauftragte den Supervisor und Trainer für interkulturelle Kompetenz, Michael Greißel, ein Konzept dafür zu erstellen. Auf dieser Grundlage wurde am 1. und 2. März 2008 der erste Einführungsworkshop modellhaft für Mitglieder des Migranten- und Integrationsbeirates der Stadt Bamberg durchgeführt.

--> Ablauf (pdf, 37,7 KB)

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Inhalte

Aufgaben eines Integrations-, Migranten- und Ausländerbeirates

  1. Zweck des Migrations- und Integrationsbeirates (MIB) der Stadt Bamberg ist es, die Lebensverhältnisse der Migrantenbevölkerung in Bamberg zu verbessern, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Integrationsprozesse zwischen der Migrantenbevölkerung und der deutschen Bevölkerung zu fördern und zwischen den Kulturen zu vermitteln.
  2. Interessenvertretung der gesamten Migrantenbevölkerung gegenüber dem Stadtrat, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Der MIB berät den Stadtrat und die Verwaltung in allen Angelegenheiten, die die Migrant/innen betreffen. Dazu kann er Anträge stellen und Empfehlungen abgeben.
  3. Der Beirat beschäftigt sich mit allen Themen, die die Migrant/innen allgemein betreffen (keine Einzelfallbehandlung in den Sitzungen). Selbstverständlich können sich die einzelnen Mitglieder persönlich für Hilfesuchende bei den Ämtern einsetzen.
  4. Die Themen sind in der Regel für alle Migrant/innen oder Gruppen von Bedeutung: Zuwanderungsgesetz, Staatsangehörigkeitsgesetz (Einbürgerung), interkulturelle Erziehung in Kindergarten und Schule, Integration durch Förderung der Sprachkompetenz, Dialog zwischen Kulturen und Religionen, etc.

    These: Alle Aufgaben sind nur zu bewältigen, wenn jedes Mitglied über Nationalitätengrenzen hinweg arbeitet und offen für die Belange aller MigrantInnen und ethnischen Minderheiten ist.

    These: Der MIB arbeitet politisch überparteilich. Für die Erreichung seiner Ziele ist eine breite Mehrheit im Stadtrat nötig. Deswegen muss ein konstruktiver Dialog und eine gute Zusammenarbeit mit den Fraktionen und der Verwaltung gepflegt werden.

    Dazu richtet der MIB Arbeitsgruppen ein und arbeitet nach Möglichkeit in verschiedenen Gremien mit.
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Sitzungen effektiv vorbereiten und moderieren

  • Termin, Raum, Bewirtung, Technik klären;
  • Ziele festlegen (z.B. wenn Beschlüsse XY gefasst werden und über Sachverhalt Z informiert wird, dann muss dies im Protokoll auch ersichtlich sein!);
  • Themen und Materialien sammeln und aufbereiten;
  • Anträge der Mitglieder oder des Vorstandes sammeln und aufbereiten.

Einladung und Tagesordnung

Die Einladung ist die Visitenkarte der Sitzung, sie soll die Teilnehmer/innen vorbereiten und motivieren.
Bitte beachten Sie dabei folgende Punkte:

Die Sitzungsleitung in klassischen Sitzungen

Der/die Sitzungsleiter/in

Diskussionen in Sitzungen

Die Aufgabe der Sitzungsleitung ist es, jeden neuen TOP einzuleiten.

Chancen:

Welche Spielregeln sichern den erfolgreichen Verlauf einer Sitzung?

Wichtig: die Spielregeln sollen zu Beginn einer Wahlperiode einvernehmlich vereinbart werden!

Informelle Funktion von Sitzungen

Werden in der Regel nicht genannt!