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Handreichung

Fachtagung der AGABY - Arbeitsgruppen - AG 1


Wie? Wo? Mit Wem? funktioniert Integration im Landkreis?
Akteurs- und Bedarfsanalyse im Landkreis in der Praxis


Landkreise und ländliche Räume stehen oft vor großen Herausforderungen, Integrationsprozesse zu gestalten. Oft müssen die politischen und zivilgesellschaftlichen Strukturen zur Unterstützung erst auf- und ausgebaut werden. Eine Akteurs- und Bedarfsanalyse kann helfen, die Potentiale von Landkreisen zu erkennen und die nächsten Schritte einzuleiten.

Korbinian Frey, Politikwissenschaftler
Sebastian Hemmer, Soziologe und Politikberater

Bericht AG 1

Die Arbeitsgruppe hatte fünf Teile: Vorstellungsrunde, Input: Akteurs- und Bedarfsanalyse, Praxischeck: Durchführbarkeit, World Café: Herausforderungen und Chancen der Integrationsarbeit, Transfercheck: Was wollen wir umsetzen?

Die Referenten erläuterten in ihrem Input, wie eine Akteurs- und Bedarfsanalyse für die Integrationsarbeit in Landkreisen eingesetzt werden kann.

Folgende Herausforderungen für die Integrationspolitik in den Landkreisen wurden als besonders wichtig herausgearbeitet:

  • Partizipation von Migranten*innen
  • Auf- und Ausbau der Verwaltungsstruktur zum Thema Integration


Folgende Fragen und Themen wurden behandelt und teils kontrovers diskutiert:

Wofür ist eine Akteurs- und Bedarfsnanalyse eigentlich ganz grundsätzlich nützlich?!
-> Die Analyse hilft dabei:

  • die Ausgangssituation in einem Landkreis zu erfassen;
  • die Situation mit anderen Landkreisen zu vergleichen;
  • zu erarbeiten, wie Integrationsstrukturen verbessert werden können und was dafür gebraucht wird;

Welche Ergebnisse bringt eine Akteurs- und Bedarfsanalyse?!
-> Die Analyse macht Akteure und Strukturen der Integration sichtbar, dient der Verbesserung von Vernetzung und Kooperation in den Landkreisen und zielt darauf, die Einbindung von Migrantengruppen zu fördern.

Welche Akteure sind am wichtigsten?!

  • Verwaltungsebene
    Struktur des Landratsamtes (Wo ist Integration angesiedelt?)
    Integrationsbeauftragte/r? – auch dezentral in Gemeinden!
  • Partizipative Strukturen von und für Migrant*innen
    Integrationsbeirat? Runde Tische? Art der Zusammensetzung?
    Migrant*innenselbstorganisationen im Landkreis  
  • Bürgerschaftliche Strukturen
    Vereine, Helferkreise, Ehrenamtskoordination, Religionsgemeinschaften
    Treffpunkte und Anlaufstellen, z.B. Kulturzentren, Sprachcafés

Ist die Akteurs- und Bedarfsanalyse praxisorientiert?!
-> Die Durchführung einer solchen Analyse erfordert wissenschaftliche Methoden und ist aufwändig. Die Studie kann jedoch als „Anleitung“ für eigene Erhebungen dienen und bietet darüber hinaus eine wichtige Grundlage für das Verständnis und Wissen von Integrationsstrukturen und –prozessen insbesondere in den Landkreisen.

Bericht zu AG 1: Sami Ibrahim, Mitarbeiter der AGABY