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Handreichung

Fachtagung der AGABY 2018 - Arbeitsgruppen AG 2


"Integration mit Augenmaß"
Integration im Landkreis Dachau – ein Best-Practice-Beispiel

Unsere Gemeinschaften brauchen das bürgerschaftliche Engagement! Vor allem im ländlichen Raum „funktionieren“ viele Bereiche nur, weil Menschen freiwillig aktiv werden.
Beim Projekt „Integration mit Augenmaß“ (IMA) engagieren sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, um die Integration im Landkreis Dachau voranzubringen.

Navid Ahmad - Mitglied im IMA-Kernteam
Aferdita Pfeifer – Integrationsbeauftragte des Landkreises Dachau
Martina Tschirge – Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement
Michaela Wintermayr-Greck – IMA Projektmitarbeiterin

Bericht AG 2

Im Rahmen der Arbeitsgruppe gibt es einen Input der Referent*innen zum Projekt „Integration mit Augenmaß“ (IMA) im Landkreis Dachau. Die vielfältigen Aktivitäten und Angebote werden vorgestellt.

--> Präsentation (pdf)

Anschließend tauschen sich die Teilnehmer*innen in Kleingruppen zu bestimmten Fragestellungen aus.

Aktivitäten des Projekts „Integration mit Augenmaß“ (IMA) im Landkreis Dachau:

1. Jahr ,,Entwicklungsjahr‘‘:  
Es wurden verschiedene „Hilfsmittel“ entwickelt, um Geflüchteten praktische Hilfe im Alltag und Unterstützung bei der Integration zu geben, z.B.:

  • Integrations-Navigator und Integrations-App: Die Teilnehmer*innen erhalten für den erfolgreichen Abschluss von Kursen im Bereich Integration Punkte, die sie dann an verschiedenen Orten einlösen können;
  • Integrationshilfe: Website mit Einleitungen in mehreren Sprachen zum Anhören (z.B. Wie bediene ich Automaten?)
  • Spiele (Mathe, Alphabet, Heimat..)
  • Bücher (z.B. Kochbücher in verschiedenen Sprachen)

Kommunaler Dialog!

  • Newsletter
  • Magazin am Ende des Quartals, die den örtlichen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, die selbst entscheiden, was sie davon nutzen wollen;
  • Landesweite Aktivitäten, z.B. gemeinsame Malaktionen: Viele Organisationen nutzen Bilder für Ausstellungen;

Im Rahmen von IMA wurde eine Fülle an Projekten vor Ort entwickelt, z.B.:

  • Sport, Musik, Tanz (Jam Gruppe, Kirchenfest, Kochabend, Näh- u. Handarbeitsgruppen, Triatlon, Integrationscup (Fußball), Frauencafé, Gartenprojekt, Spieleabend, Repair-Café;
  • Kulturdolmetscher (=Projekt von Caritas: Ausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund, um Geflüchtete zum Arzt begleiten zu können);
  • Videos zur Wissensvermittlung: Religiöse Feiertage, Ehrenamt, Feuerwehr;
  • Integrations-Flashmob (= Bei Festival Licht einschalten für Integration);

Kurs-Angebote

  • Mieter-Führerschein (Was soll ich wissen, wenn ich mieten will?)
  • Telefon-Paten (Ehrenamtliche, die 1x die Woche mit Patenkind telefonieren)
  • Integrationsbegleiter*innen in den Betrieben

Aktuelle Projekte

  • Imkern
  • Solarkoffer (Kurs zum Bauen von Solaranlagen)
  • Eine-Welt-Wettbewerb mit A6-Robotic

Im weiteren Verlauf der AG arbeiteten die Teilnehmer*innen in zwei Kleingruppen zur Frage:
Wie, wo und wann erreicht man Menschen?
Eine der Kleingruppen beschäftigte sich mit allen Zielgruppen, die anderen insbesondere mit der wichtigen Zielgruppe Frauen.

--> Wichtige Ergebnisse:

Die Vernetzung spielt im Bereich Integration eine ganz entscheidende Rolle. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Vernetzung der Angebote von Behörden, Ämtern und öffentlichen Institutionen und den Projekten, die von Ehrenamtlichen angeboten werden.

Je besser die Zusammenarbeit und die Vernetzung, umso besser funktioniert auch die Integration!
Es ist davon auszugehen, dass diese Schlussfolgerung gleichermaßen für die Integrationsarbeit in den Städten wie im ländlichen Raum zutrifft.

Bericht zu AG 2: Jessika Jonack, Praktikantin der AGABY