Rassistische Diskriminierung ist in deutschen Behörden leider häufig und alltäglich. Das belegt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Ludwig Šimek, Antidiskriminierungsberater der AGABY, ist über die Ergebnisse der Studie nicht verwundert. Hat er von Ratsuchenden doch regelmäßig von ihren diskriminierenden Erfahrungen in Behörden erzählt bekommen.
Inzwischen sind jedoch die Beratungsangebote stark reduziert. Sindy Winkler, eine der Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierung Bayern, weist darauf hin, dass Bayern weder über ausreichende Beratung für Betroffene von Diskriminierung noch über eine Landesantidiskriminierungsstelle verfügt. Der Freistaat ist bisher nicht bereit, Beratungsstellen zu finanzieren.
Mitra Sharifi, AGABY-Vorsitzende und ebenfalls LAG-Sprecherin, fordert von der Bayerischen Staatsregierung: “Neben der Finanzierung würde ich mir wünschen, dass die Politik mal in sich geht und sich fragt, welche Bedeutung das Thema hat: Was macht das mit einem Menschen, wenn er aufgrund seiner Hauptfarbe anders behandelt wird?”
Zur Studie “Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland”
