21. Anmeldebestätigung  
Vielen Dank für Ihre Anmeldung! Sie haben von uns eine E-Mail mit Ihren Anmeldedaten erhalten. Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. zurück zu Veranstaltungen
22.  
Integrationsbeirat Memmingen Marktplatz 16 87700 Memmingen lukas.krupinski@memmingen.de 08331 - 850 487 08331 850 444 https://www.memmingen.de/buergerservice/virtuelles-rathaus/rathaus/dienstleistung/show/auslaenderbeirat.html
23.  
Beirat für Vielfalt und Offene Gesellschaft Kaufbeuren Bürgerstr. 2 87600 Kaufbeuren info@kaufbeuren-aktiv.de +49 8341 437 427 +49 8341 4378427 https://www.kaufbeuren-aktiv.de/integration/beirat-fuer-vielfalt-und-offene-gesellschaft/kurzinfo.html
24. Fachtagungen Dokumentation  
26. Juni 2021 Bei der Landesintegrationsfachtagung 2021 mit rund 85 Teilnehmenden stand die Sichtbarmachung von Diversität und (ehrenamtlichen) Integrationsakteure im Mittelpunkt. Viele Menschen mit und ohne Migrationshintergrund leisten seit Jahrzehnten haupt- und ehrenamtlich als integrationspolitische Akteure immens wichtige Arbeit. Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte gehören zu ihnen und setzen sich in den Städten und Landkreisen Bayerns für die politische und soziale Teilhabe von Neuzugewanderten und Integrationsprozesse der gesamten Gesellschaft ein. Dennoch sind sie und ihr vielfältiges Engagement in der Öffentlichkeit viel zu wenig sichtbar. Deshalb stand unsere Landesintegrationsfachtagung unter dem Motto „Diversität sichtbarer machen – Integrationsbeiräte stärken!“ Die Fachtagung startete mit einem digitalen Begrüßungscafé. Die Teilnehmer*innen stellten sich in Kleingruppen vor und tauschten sich aus. In der ersten Podiumsdiskussion ging es um die Frage "Warum sind Integrationsbeiräte wichtig?!". Sehr erfolgreich gelang es den fünf Podiumsgästen, die immens wichtige Arbeit der Integrationsbeiräte in den bayerischen Kommunen sichtbar zu machen. Sie beleuchteten aber auch, wo die Expertise der Integrationsakteure noch zu wenig beachtet wird und ihre demokratische Struktur noch ausbaufährig ist. 26./ 27. Juni 2020 Die Landesintegrationsfachtagung der AGABY 2020 fand inmitten der schwierigen Situation der Corona Pandemie und deshalb erstmals komplett digital statt. Dennoch standen Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt und wurden beteiligungsorientiert mit digitalen Tools gestaltet. Die rund 80 Teilnehmenden aus den Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräten Bayerns, der Integrationsarbeit und aus Politik und Verwaltung der Kommunen und der Landesebene erarbeiteten gemeinsame Perspektiven für ein solidarisches Miteinander und Forderungen für eine zukunftsfähige Integrationspolitik in Bayern. Auf dem Programm standen ein Fachvortrag, ein Impuls der Vorsitzenden, Diskussionsforen mit allen Teilnehmenden und der Dialog mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Ausführliche Dokumentation 30. März 2019 In ganz Bayern arbeiten zahlreiche Akteure mit großem Engagement daran, die Integration und damit ein gleichberechtigtes und demokratisches Miteinander in einer inklusiven Gesellschaft voranzubringen. Diese Vernetzung aus migrantischer Perspektive voranzubringen ist Auftrag und Anspruch von AGABY.   Fachvortrag: "Warum ist der soziale Aufstieg für Einwandererkinder so schwer – und wie wir es ändern können" Dr. des. Christine Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften Barcamp Integration: Zwei Workshop-Sessions zu einer Vielfalt an Themen rund um Integrationspolitik und -praxis in Stadt und Land Tagungflyer mit Programm Der Landesintegrationsfachtag wurde in Kooperation mit der Stadt Bamberg und mit dem Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg organisiert und durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration finanziell unterstützt. 21. April 2018 Eine erfolgreiche Integrationspolitik braucht aktive Mitgestaltung. Wie kann die Partizipation aller Akteure gelingen und wie können Integrationsstrukturen insbesondere in ländlichen Räumen gefördert werden? Bei der Fachtagung standen Themen im Mittelpunkt, die gerade im Vorfeld der Bayrischen Landtagswahl im Oktober 2018 hoch aktuell sind.   Fachvorträge: „Zuwanderung in ländliche Räume: aktuelle Prozesse und Potenziale“ Dr. Stefan Kordel, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg "Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen“ Dr. Kay Ruge, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages Arbeitsgruppen: AG 1: Wie? Wo? Mit wem? Funktioniert Integration im Landkreis? AG 2: "Integration mit Augemaß" Integration im Landkreis Dachau - ein Best-Practice-Beispiel AG 3: Kleiner Fünf Bayern Radikale Höflichkeit gegen Rassismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus AG 4: Interkulturelle Arbeit mit und für Geflüchtete Refugees Nürnberg „you are here“ AG 5: "Was das gesprochene Wort nicht erreichen kann" Fluchterfahrungen künstlerisch aufarbeiten AG 6: Der Beitrag interreligiöser Sprachfähigkeit in der kommunalen Arbeit Tagungsflyer mit Programm Die Fachtagung wurde in Kooperation mit der Stadt Kempten und dem Integrationsbeirat der Stadt Kempten organisiert und durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration finanziell unterstützt. 1. April 2017 Gerade im Jahr der Bundestagswahl geht es um die brennenden Fragen: Wie kann einer Spaltung der Gesellschaft und dem wachsenden Rassismus entgegen gewirkt werden? Wie können Integration und inklusives Zusammenleben in den Städten und im ländlichen Raum in Bayern gefördert werden?   Podiumsdiskussion zu den Themen Integration im ländlichen Raum, Rassismus und soziale Teilhabe mit: Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr (CSU) Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen (SPD) Christine Kamm, MdL, Sprecherin für Europapolitik, Asylpolitik und Integration (Bündnis 90/ Die Grünen) Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL, Sprecher für Flüchtlinge und Vertriebene, Entwicklungspolitik und Integration (Freie Wähler) Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin und Referentin für Soziales, Integration, Inklusion und Demografischen Wandel der Stadt Erlangen (FDP) Stephan Doll, Vorsitzender des DGB Mittelfranken Moderation: Michael Kasperowitsch, Nürnberger Nachrichten Arbeitsgruppen: AG 1 – Social Media für die Integrations- und Beiratsarbeit AG 2 – Chancen für den Arbeitsmarkt-Einstieg AG 3 – Beiräte im ländlichen Raum AG 4 – Fit werden gegen Rassismus und Nationalismus AG 5 – Kollegialer Austausch zur Bildungsarbeit AG 6 – Kommunale Strukturen erfolgreicher Integration AG 7 - Sprache als Schlüssel zur Integration?! Tagungsflyer mit Programm Die Fachtagung wurde in Kooperation mit der Stadt Erlangen und dem Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen organisiert und durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration finanziell unterstützt. Fachtagungen Archiv AGABY führt jährlich eine bayernweite Fachtagung im Themenbereich Integration durch. An den Veranstaltungen mit Podiumsdiskussionen, Fachvorträgen und Workshops nehmen regelmäßig rund 150 integrationspolitische Akteure aus den Beiräten Bayerns, der Politik und Verwaltung sowie der breiten Gesellschaft teil.
25. Agaby_Flyer_2015_Lay04_RZ.pdf  
KOMMUNALES WAHLRECHT FÜR ALLE! Fordern Sie gemeinsam mit uns das kommunale Wahlrecht für ALLE. Unterzeichnen Sie die Kampagne als Organisation oder Einzelperson online: www.demokratie.agaby.de DEMOKRATIE BRAUCHT JEDE STIMME! KOMMUNALES WAHLRECHT FÜR ALLE! Eine Kampagne der AGABY, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns in Kooperation mit: ■ Wirken Sie mit, dass sich Kommunen in Bayern für die Einführung des kommunalen Wahlrechts für Drittstaatsangehörige aussprechen! ■ Wirken Sie auf überregional tätige Mitglieder aller Parteien und die Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis ein, sich für dieses Anliegen stark zu machen! ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ Machen Sie bei der Postkarten-Aktion mit! ■ ■ Beteiligen Sie sich an der Kampagne mit einer Spende auf folgendes Konto: AGABY, Sparkasse Nürnberg IBAN: DE21 7605 0101 0006 1347 12 BIC: SSKN DE 77xxx ■ ■ ■ ■ ■ ■ Foto: Chandra Moennsad So können Sie sich an der Postkartenaktion beteiligen: Bitte unterzeichnen Sie die Postkarte mit Ihrem Namen oder mit Ihrer Organisation. Bitte geben Sie die Postkarte bei Ihrem Integrationsbeirat ab oder senden Sie diese an die AGABYGeschäftsstelle. AGABY sammelt die Postkarten und leitet diese an die politischen Entscheidungsträger_innen auf der Bundes- und Landesebene weiter. Sie können die Anzahl der Postkarten und Unterzeichner_innen der Kampagne mitverfolgen: www.demokratie.agaby.de www.facebook.com/demokratie.agaby ■ ■ ■ Integrationsbeirat Augsburg Migranten- und Integrationsbeirat Bamberg Ausländer- und Integrationsbeirat Erlangen Integrationsbeirat Fürth Integrationsbeirat Kempten Integrationsbeirat Landkreis Lindau Ausländerbeirat München Integrationsrat Nürnberg Ausländer- und Integrationsbeirat Würzburg BJR Bayerischer Jugendring Bund der Alevitischen Jugend in Bayern e.V. DGB Bayern DGB Jugend Bayern Evangelische Jugend in Bayern GEW Bayern Interkultureller Rat in Deutschland e.V. IN VIA Bayern e.V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Migrantinnen Netzwerk Bayern e.V. Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. Paritätischer Wohlfahrtsverband , Landesverband Bayern e.V. ver.di Bayern VIA Bayern - Verband für interkulturelle Arbeit e.V. Wir bedanken uns auch bei den zahlreichen Einzelpersonen für deren Unterstützung. Impressum Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns e. V. Gostenhofer Hauptstr. 63 · 90443 Nürnberg Tel: 0911 – 92 31 89 90 · Fax: 0911 – 92 31 89 92 E-Mail: demokratie@agaby.de Internet: www.demokratie.agaby.de Facebook: www.facebook.com/demokratie.agaby GESTALTUNG: TIMO REGER, NÜRNBERG Wie Sie uns unterstützen können KOMMUNALES WAHLRECHT FÜR ALLE! WWW.DEMOKRATIE.AGABY.DE WWW.FACEBOOK.COM/DEMOKRATIE.AGABY Hierfür wollen wir die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung aufmerksam machen und alle Bürger_innen mit und ohne Migrationshintergrund dafür gewinnen. Foto: Kerstin Groh „Integration funktioniert in den Betrieben. Alle Beschäftigten, gleich welcher Nationalität, haben die gleichen Rechte, einen Betriebsrat zu wählen. Diese Gleichheit im Betrieb muss erst recht in den Kommunen gelten. Deshalb setze ich mich für das kommunale Wahlrecht ein.“ Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern Foto: Chandra Moennsad „Das kommunale Wahlrecht für alle Migranten, die hier leben, wäre ein ganz wichtiges Signal für die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Integrationsbemühungen. Integration heißt auch politische Teilhabe!“ Lütfiye Yaver, Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirats Erlangen AGABY e.V. Geschäftsstelle Gostenhofer Hauptstraße 63 90443 Nürnberg Es ist mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft unvereinbar, dass Menschen, die seit Jahren in diesem Land leben und alle ihnen möglichen staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen, bei Kommunalwahlen zu einer Zuschauerrolle verurteilt werden. Würde es nach dem alten US-amerikanischen Slogan „No taxation without representation“ (Keine Steuer ohne politische Repräsentanz) gehen, müssten auch Drittstaatsangehörige längst das Wahlrecht haben. In Deutschland sind Drittstaater bei den meisten Bürgerpflichten, nicht aber den Bürgerrechten mit dem Wahlvolk gleichgestellt. Wer Steuern zahlt, sollte auch mitbestimmen dürfen, wofür diese ausgegeben werden! Wir wollen die Partizipation von Migrant_innen und damit die Demokratie stärken! Die Forderung, das Wahlrecht an die deutsche Staatsbürgerschaft zu binden, ist bereits durch die Einführung des kommunalen Wahlrechts für EU-Bürger_ innen überholt. Zudem ist in Deutschland der Weg zur vollen Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung noch immer mit hohen Hürden (Aufenthaltsdauer, Kosten, Sicherung des Lebensunterhalts, Einbürgerungstest) und der Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft verbunden. Darüber hinaus braucht es in unserer von Mobilität und Globalisierung geprägten Gesellschaft eine fortschrittliche Lösung. Auch wer für eine gewisse Zeit seinen Lebensmittelpunkt in einer Kommune hat, soll sich an den politischen Entscheidungsprozessen beteiligen können. ICH FORDERE DAS KOMMUNALE WAHLRECHT FÜR DRITTSTAATSANGEHÖRIGE! In 15 von 28 EU-Ländern haben auch Drittstaatsangehörige das kommunale Wahlrecht. Unser Ziel ist es, dass alle Einwohner_innen über die Politik ihrer Kommune mitbestimmen. Kommunales Wahlrecht auch ohne Einbürgerung! Demokratie bedeutet, dass alle Einwohner_innen über die Politik in ihrer Kommune mitbestimmen können! Dabei lebt von den insgesamt 7,2 Millionen Menschen ohne deutschen Pass fast die Hälfte länger als 15 Jahre in Deutschland! Diese Ungleichbehandlung muss ein Ende haben! Integration setzt voraus, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitwirken zu können. Insbesondere die Entscheidungen kommunaler Parlamente haben direkte Auswirkungen auf die Situation aller Einwohner_innen vor Ort. Deshalb darf in Städten, Gemeinden und Landkreisen nicht länger ein Teil der Bürgerschaft von der politischen Willensbildung durch Wahlen ausgeschlossen sein. Name / Organisation: 4,6 Millionen Einwohner_innen mit einem anderen Pass aus Nicht-EU-Staaten, sogenannte Drittstaatsangehörige, sind von diesem demokratischen Recht ausgeschlossen. Weg mit dem Dreiklassenwahlrecht! Im Zuge des Vertrags von Maastricht (1992) erhielten EU-Staatsangehörige die Unionsbürgerschaft und damit das kommunale Wahlrecht. In 15 von 28 EU-Ländern haben auch Drittstaatsangehörige das aktive Wahlrecht. In 11 EU-Ländern dürfen Drittstaater in ihrer Kommune sowohl wählen als auch gewählt werden. Der Europarat und das Europäische Parlament setzen sich seit langem dafür ein, bei Wahlen auf kommunaler Ebene allen rechtmäßig in einem Land lebenden Menschen das aktive und passive Wahlrecht einzuräumen. Adresse: Bei den Kommunalwahlen in Deutschland haben außer den deutschen Staatsangehörigen bisher nur die Bürger_innen der Europäischen Union aktives und passives Wahlrecht. In Deutschland gibt es jedoch ein „Dreiklassenwahlrecht“: Deutsche Staatsbürger_innen haben vollständiges Wahlrecht, EU-Staatsangehörige haben Kommunalwahlrecht, Drittstaatsangehörige sind ohne Wahlrecht. In mehr als der Hälfte der EU-Länder eine Selbstverständlichkeit! Eine Kampagne der AGABY, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns www.demokratie.agaby.de www.facebook.com/demokratie.agaby Die Ausgangslage Die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft ist es, die gesamte Bevölkerung in die politischen Entscheidungen einzubeziehen. Unterschrift: KOMMUNALES WAHLRECHT – AUCH FÜR DRITTSTAATSANGEHÖRIGE!
26. Nuernberger_Nachrichten_20181005_14_0.pdf  
Nürnberger Nachrichten - 05/10/2018 Seite 14 B Verkleinert auf 58% (Anpassung auf Papiergröße) MIGRANTEN ZUR LANDTAGSWAHL Seite : 14 Freitag, 5. Oktober 2018 Der verstellte Blick Migranten sind nicht Auslöser sozialer Probleme Im Wahlkampf wird viel über Migranten gesprochen, hier äußern sie sich selbst über den Landtagswahlkampf 2018. Wir haben Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (Agaby) - sie hat ihren Sitz in Nürnberg — gebeten, ihre Einschätzungen abzugeben. Als „Mutter aller politischen Probleme“ hat der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Migration bezeichnet. Das ist eine grobe Fehleinschätzung und verkennt den Zusammenhang sozialpolitischer Themen, die alle angehen. NÜRNBERG — Der Anteil der Passausländer liegt in Großstädten wie Nürnberg bei weit über 20 Prozent. 40 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Themen wie Armut, Sozialleistungen, Bildungschancen oder Teilhabe betreffen in Bayern aber nicht nur sie, sondern LANDTAGSWAHL auch zum Beispiel Alleinerziehende. Bayern rühmt sich, das reichste Bundesland zu sein, und trotzdem lebt deutlich mehr als jeder zehnte Bürger unter der Armutsgrenze. Viele der sozialpolitischen Herausforderungen und Versäumnisse der Vergangenheit wurden durch Menschen mit Einwanderungsgeschichte sichtbarer gemacht. Sie sind aber nicht die Schuldigen und Auslöser, sondern Leidtragende dieser tiefgreifenden oft strukturellen Probleme. Zum Wohlstand in Bayern haben auch Menschen mit Migrationshintergrund beigetragen. Die Armutsquote liegt in Bayern laut amtlicher Statistik bei rund 14,9 Prozent. Bei Menschen mit Migrationshintergrund ist die Armutsquote mehr als doppelt so hoch. Ebenso stark von Armut betroffen sind Erwerbslose (53,4 Prozent) und Alleinerziehende (43,3 Prozent). Die Armutsgefährdungsquote von Kindern liegt in Bayern bei 16,5 Prozent. Die Gründe für Armut der zugewanderten Menschen sind vielfältig und reichen von fehlender beruflicher Qualifikation, Nicht-Anerkennung von ausländischen Qualifikationen, Beschäftigung in prekären Arbeitsverhältnissen und im Niedriglohnsektor, migrationsbedingten Brüchen in der Erwerbsbiografie über sprachliche Barrieren bis hin zu Mechanismen rassistischer Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sehen Migration längst als Chance, um bestehende wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. „Der Personalmangel ist besonders drastisch in erzieherischen und sozialen Berufen. Von heute 12 000 steigt der Fachkräftemangel hier auf 66 000 im Jahr 2030. Jede vierte Stelle ist dann unbesetzt“, unterstreicht Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages. Gerade in diesen Berufsgruppen wirken bürokratische Schwierigkeiten und Unbeweglichkeiten bei der Anerkennung bereits erworbener Qualifikationen nicht nur bei Zuwanderern aus dem Ausland als Bremsklotz, sondern sogar bei Bewerbern aus anderen Bundesländern. Da lohnt sich ein Blick auf die junge Generation, auch weil sich 60 Prozent der Geflüchteten im Ausbildungsalter befinden. Laut DGB Bayern blieben im Freistaat allein in diesem Jahr rund 32 000 Lehrstellen unbesetzt. Diese Lücke könnten junge Flüchtlinge unter bestimmten Bedingungen schließen — mit anschließender Weiter- Hier haben Migranten Stimmrecht: Die Delegierten der Agaby-Vollversammlung im vergangenen Jahr in Erlangen geben ihr Votum ab. Fotos (6): Chandra Moennsad/Agaby beschäftigung. Die Praxis zeigt, dass vor allem die Staatsregierung und die Ausländerbehörden diesen Weg häufig versperren. „Wir wollen, dass alle Menschen im reichen Bayern eine berufliche Perspektive haben und das geht nur durch Bildung, Bildung und noch mal Bildung“, betont Matthias Jena, der bayerische DGB-Chef. Und Stefan Kastner, zuständig für den Bereich Berufsausbildung bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken, stellt fest: „Die Vollzugshinweise der bayerischen Staatsregierung werden in den einzelnen Regierungsbezirken und Ausländerämtern unterschiedlich angewandt.“ Neben dem Arbeitsmarkt gehört das Thema Bildung zu den großen Fra- gen. In Bayern ist der Faktor soziale Herkunft immer noch entscheidend für den Erfolg. Für das Schulsystem ist das bis heute eine große Herausforderung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erinnerte kürzlich erneut daran, dass an Grund-, Mittel- und Förderschulen, und zum Teil auch an Berufsschulen, Lehrkräfte in einem geradezu dramatischen Ausmaß fehlen. Zudem geht es bei den großen sozialpolitischen Themen um bezahlbaren Wohnraum. Im Freistaat wird es für viele Menschen immer schwerer, ein erschwingliches Dach über dem Kopf zu finden — und das nicht erst seit dem vermehrten Zuzug von Menschen mit Fluchthintergrund. Unter den Top 30 der deutschen Kommunen mit den höchsten Wohnkostensteigerungen der vergangenen Jahre liegen 26 im Freistaat. Kommunale Spitzenverbände, Wohnungsbaugesellschaften und der Mieterbund sind sich einig, dass eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft dazu beitragen kann, in defizitären Märkten zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Diese Themen sind im bayerischen Wahlkampf oft zu kurz gekommen. Nutzen würde es nicht nur Migranten, wenn diese Herausforderungen politisch stärker angenommen würden. RÉKA LÖRINCZ, Agaby-Geschäftsführerin Demokratie braucht jede Stimme Sitzverteilung CSU 25 % SPD 26,40 % LINKE 25,60 % GRÜNE 15,70 % FDP 1,20 % AFD 0,70 % Ein Plädoyer gegen das Dreiklassenwahlrecht in Deutschland 598 Sitze Sonstige Parteien insgesamt 5,40 % Quelle: Agaby Keine Angst, oder nicht zu früh gefreut, je nach Sicht auf diese Ergebnisse: Sie sind nur ein Gedankenspiel. So sähe die Zusammensetzung des Landtags aus, wenn Migrantinnen und Migranten ohne Wahlrecht ihr Stimme abgeben dürften. Die Prozentzahlen dieser symbolischen Wahl basieren auf 1882 Zweitstimmen, die im vergangenen Jahr in 44 Wahllokalen des bundesweiten Bündnisses „Hier lebe ich. Hier wähle ich“ abgegeben wurden. Eine Studie der CSU-nahen Hanns-SeidelStiftung von 2017 belegt, dass Migranten stark zur politischen Mitte tendieren und sich als „umweltbewusst“ und „sozial“ einzustufen. Dimitrios Krikelis,Vorsitzender des Integrationsrates Nürnberg: Die Demokratie ist aus dem Lot. Politik, Gesellschaft und Medien haben es in den vergangenen Jahren kaum geschafft, die Anwesenheit von Menschen mit Migrationsgeschichte als Normalität und Bereicherung anzusehen. Die Migrations- und Integrationspolitik wurde meist auf die Flüchtlingszuwanderung reduziert, dabei wurden zu oft Metaphern von Naturkatastrophen wie Flut, Welle oder Dammbruch verwendet. Doch viele Menschen mit Migrationsgeschichte leben schon seit Jahrzehnten in Bayern, sei es als Ausländer, Eingebürgerte oder Aussiedler. Integration, Partizipation und das friedliche Zusammenleben der Menschen sind Aufgaben für alle Menschen, nicht nur für Migrantinnen und Migranten. Es sind noch enorme Anstrengungen zu unternehmen, um Gerechtigkeit und Chancengleichheit für alle Menschen zu erreichen. Lütfiye Yaver-Bozkurt, Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirates Erlangen: Dürfen wir, Ausländer-, Integrations- oder Migrationsbeiräte überhaupt etwas erwarten? In Bayern sind Beiräte freiwillige Institutionen der einzelnen Kommunen, die für sich den Vorteil erkannt haben, alle Menschen zumindest in Teilbereichen am Demokratieprozess teilhaben zu lassen. Auch in dieser Wahlperiode werden die Integrationsbeiräte in Bayern nicht in der Gemeindeordnung verankert. Stattdessen werden Anker-Zentren errichtet, die keiner haben will. Einmal mehr sind Migranten und Flüchtlinge an allem schuld, ein Phänomen, das sich regelmäßig wiederholt. Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien wie die AfD sind auf einmal erfolgreich und andere Parteien springen auf diesen Zug auf. Wir erwarten Teilhabe auf gleicher Augenhöhe ohne Diskriminierung und ohne Ausgrenzung. Copyright (c) 2018 Verlag Nuernberger Presse, Ausgabe 05/10/2018 Oktober 5, 2018 12:21 pm (GMT -2:00) An der Landtagswahl in Bayern dürfen zwölf Prozent der Bevölkerung nicht teilnehmen. Auf der kommunalen Ebene können mittlerweile wenigstens EU-Staatsbürger wählen, während sogenannte Drittstaatsangehörige bei keiner Wahl mitentscheiden dürfen. Dabei handelt es sich nicht um Touristen, sondern um Menschen, die mehrheitlich seit Jahren oder gar Jahrzehnten hier leben, arbeiten und sich bürgerschaftlich engagieren. Argumentiert wird, dass das Wahlrecht an die Staatsangehörigkeit gebunden sei. Aber ist das noch zeitgemäß? Entspricht das den Anforderungen einer modernen Demokratie in einer globalisierten Welt, in der Mo- bilität und Migration zum Wesen moderner Gesellschaften gehören? Wie sollen Menschen für Demokratie und demokratische Werte gewonnen werden, wenn ihnen die Möglichkeit verwehrt wird, teilzuhaben und Demokratie aktiv mitzugestalten? DER KOMMENTAR Ein dauerhafter Ausschluss eines Teils der Bevölkerung bedeutet ein erhebliches Demokratiedefizit, das nicht ohne Folgen für den Zusammenhalt der Gesellschaft bleiben kann. Es ist Zeit, die Demokratie zeitgemäß weiterzuentwickeln, in- Xhavit Mustafa, Vorsitzender des Integrationsbeirats Bayreuth: Ich befürchte, dass die bayerische Landtagswahl zu einem für uns schlechten Ergebnis führen wird. Es ist davon auszugehen, dass die AfD den Einzug in den Landtag schafft. Das wird die Situation für uns Migrantinnen und Migranten noch schwieriger gestalten. Umso wichtiger ist es allerdings, das Engagement nicht aufzugeben. Im Gegenteil: Wir sollten es noch erhöhen und gemeinsam daran arbeiten, die Integration voranzubringen. Dabei ist die Rolle der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte enorm wichtig, gerade was die Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung angeht. Weder im Wahlkampf noch im zukünftigen Landesparlament Bayerns darf Rassismus toleriert werden. Wir fordern alle demokratischen Parteien dazu auf, sich aktiv gegen Rassismus und für Menschenwürde einzusetzen. Roberto Mandosi, Vorsitzender des Migrationsbeirates Rothenburg: Meine Erwartung ist, dass zukünftig mehr Unterstützung bereitgestellt wird für Migranten, die nach Bayern kommen. Diese Zuwanderer werden angesichts unbesetzter Lehr- und Arbeitsstellen dringend benötigt und sollten die Chance erhalten, unser aller Wohlstand mit zu sichern. Zudem ist es wichtig, den Wohnungsbau voranzutreiben, mehr Sprachförderung anzubieten und mehr Personal für Kindergärten und Schulen zu gewährleisten, um die Integration der Kinder mit Migrationsgeschichte zu verbessern. Das Personal in Ämtern und Behörden sollte intensiver auf die Bedürfnisse der Zuwanderer vorbereitet werden und Weiterbildung erhalten. Erstanlaufstellen für Migranten und Migrationsberatungsstellen sollten ausgebaut werden. Im gesamten Bereich der Integrationshilfen sollte die Wirtschaft mehr in die Pflicht genommen werden. dem allen, die dauerhaft hier leben, das Wahlrecht gewährt wird. Der Europarat empfiehlt eine Gleichstellung nach acht Jahren Aufenthalt in Deutschland. Ein erster Schritt hin zu mehr Demokratie und Partizipation wäre es, für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit zumindest das kommunale Wahlrecht einzuführen. Deutschland, das so stolz auf seine demokratische Vorreiterrolle in der EU ist, sollte diesen Schritt schnellstmöglich wagen. 15 andere EU-Staaten haben ihn bereits vollzogen. Das wäre ein gelungener Anfang auf dem Weg zu mehr Demokratie. MITRA SHARIFI-NEYSTANAK, Agaby-Vorsitzende Villy Wiegel, Vorsitzende des Integrationsbeirats Ansbach: Bisher wird über Migranten, aber auch über Flüchtlinge oft sehr pauschal geurteilt. Es werden dabei mehr negative als positive Einschätzungen und Erwartungen geäußert. Dies führt meines Erachtens zur Verstärkung von Vorurteilen, das löst Ängste aus und sorgt in vielen Fällen für Isolation. Das alles zusammen erschwert die Integration enorm. Ich wünsche mir daher, dass die Einzelschicksale sowie der Integrationswille jedes Einzelnen stärker berücksichtigt werden. Auch sollten die durch die Flüchtlinge und andere Migranten positiven Möglichkeiten, etwa bei der Besetzung der derzeit vielen freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt, mehr in den Vordergrund gerückt werden. Insgesamt sollten wir uns vorurteilsfreier begegnen und die Chancen nutzen, voneinander zu lernen. Aus Fremden könnten auf diesem Weg schnell Freunde werden. Powered by TECNAVIA
27. Interview_Hamado_Dipama_final.pdf  
Interview mit Hamado Dipama - Referent für Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit der AGABY – Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns Bayerisches Bündnis für Toleranz – Frage 1: In Deutschland denkt man bei Rassisten an Nazis und Rechtspopulisten. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd entflammte auch hier eine heftige Rassismus-Debatte. Sehen Sie Rassismus als US-amerikanisches oder als globales oder als ein Problem der nördlichen Halbkugel an? Antwort Hamado Dipama: Ja, es ist in der Tat ein Problem, mit dem wir in Deutschland konfrontiert sind, dass Rassismus als Problem einer Randgruppe verortet wird. Die grausame NS-Vergangenheit des Landes spielt dabei sicherlich eine große Rolle. Die Nazis waren und sind Rassisten – klar! Aber das heißt noch lange nicht, dass, wer kein Nazi ist, automatisch kein Rassist wäre. Mit dieser Fehlannahme müssen wir uns auseinandersetzen. Rassismus ist keine Erfindung des Nationalsozialismus, sondern Rassismus war die grundlegende Ideologie des Nationalsozialismus und das NS-Regime hat diesen Rassismus weiter gesteigert und ausgebaut. Rassismus ist eng mit den Systemen der Sklaverei (arabische Sklaverei & europäische Sklaverei) und des Kolonialismus verbunden und wurde als ideologisches Konzept (europäisches Rassenkonzept) Ende des 14. /Anfang des 15. Jahrhunderts entwickelt. Es ist nachgewiesen, dass der Nationalsozialismus das Rassenkonzept benutzt hat, um die Shoah auszuüben. Konzentrationslager gab es schon in der Kolonialzeit in Afrika (Namibia). Hier ist ganz klar eine Kontinuität festzustellen. Leider haben wir diese schmerzhafte Geschichte immer noch nicht umfassend aufgearbeitet. Der Tod von George Floyd ist ein Tod zu viel und die Reaktion von den Betroffenen und Unterstützer*innen war und ist notwendig, um das Schweigen zu brechen. Die darauffolgende Rassismus-Debatte, die auch hier in Deutschland angekommen ist, zeigt, dass Rassismus eine globale Herausforderung ist. Schwarze Menschen und POC („People of Colour“) leben in den USA unter Bedingungen, die sehr schwer auszuhalten sind und immer wieder tödliche Folgen haben. Ihre Situation stellt sich nicht besser in Europa dar: wir haben allein in Deutschland auch eine lange Liste, von durch Rassismus getöteten Schwarze Menschen und POCs, u.a. durch Polizeigewalt. Auch in den arabischen Ländern und Afrika ist die Lebenssituation Schwarzer Menschen sehr schwierig. Bayerisches Bündnis für Toleranz – Frage 2: Wie wirkt sich Alltagsrassismus etwa auf das Leben Schwarzer Menschen aus? Und wie kann jede/r einzelne reagieren, wenn er/sie rassistische Übergriffe beobachtet? Welche Tipps haben Sie? Antwort Hamado Dipama: Rassismus stellt eine Struktur dar, in der Weiße Menschen gegenüber Nicht-Weißen Menschen in vielen Gesellschaftsbereichen privilegiert sind und womit sich Schwarze und POC tagtäglich auseinandersetzen müssen. Geschäftsführung: Martin Becher Evangelisches Bildungs- und Tagungszentrum Markgrafenstr. 34 95680 Bad Alexandersbad Tel: 09232/9939-23 Fax: 09232/9939-99 becher@ebz-alexandersbad.de www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de -1- Hier möchte ich unterstreichen, dass sich Alltagsrassismus auf den institutionellen und strukturellen Rassismus stützt. Alltagsrassismus wäre gar nicht so wirkmächtig, wenn er nicht auf einer rassistischen Struktur aufbauen könnte. Wir sind z. B. mit rassistischen Polizeikontrollen konfrontiert. Es wird ein Generalverdacht bezüglich etlicher möglicher Delikte aufgestellt, und zwar nur aufgrund unserer Hautfarbe bzw. des äußeren Erscheinungsbildes. Es ist aber klar, dass Menschen nicht auf Grund ihrer Hautfarbe und ihrer äußeren Erscheinungsform straffällig werden. Wir haben nicht die gleichen Chancen wie eine Weiße Person. Das gilt für den Arbeitsmarkt, das Berufsleben, den Wohnungsmarkt, das Bildungssystem, aber auch für den Freizeitbereich und die Konsummöglichkeiten. Doch diese rassistische Benachteiligung Schwarzer Menschen in allen Lebensbereichen wird als „normal“ wahrgenommen. Wir werden sehr oft ohne Konsequenzen diskriminiert und zwar bewusst oder unbewusst. Viele von uns ertragen es meistens aus Hilflosigkeit oder es ist Teil ihrer Überlebensstrategie, diesen Rassismus so lange zu verharmlosen, bis er tödlich enden kann. Ich darf hier erwähnen, dass trotz dieser oben genannten Situation von Schwarzen Menschen der Begriff „Anti-Schwarzer Rassismus“ erst im Jahr 2018 in einem offiziellen Dokument in Deutschland auftauchte. Dies erfolgte auf Druck von Betroffenen im Zuge der Erstellung des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus - NAP. Ich sehe die aktuelle Rassismus-Debatte als Chance, endlich die miserable Situation Schwarzer Menschen und POC ernst zu nehmen. Endlich wird in unserer Gesellschaft mehr Engagement gegen Rassismus gezeigt. Bisher gab es in unserer Gesellschaft zu wenige Menschen, die sich solidarisch mit von Rassismus Betroffenen zeigten. Rassismus ist ein gefährliches Virus mit unzähligen Opfern und vergiftet unsere Gesellschaft. Um dieses Virus einzudämmen ist die Zivilcourage aller gefragt. Bayerisches Bündnis für Toleranz – Frage 3: Was wünschen Sie sich von der Politik und der Gesellschaft? Welche Regelungen und Institutionen brauchen wir, um Rassismus systematisch zu entgegenzutreten? Antwort Hamado Dipama: Ich habe eine lange Liste von Wünschen, genauer gesagt: Forderungen. Da wir Schwarze Menschen und POC auch ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben. Von der Politik wünsche ich mir, dass die Zunahme von Rassismus und rassistischer Gewalt ernst genommen, konsequent bekämpft und Präventionsmaßnahmen entwickelt werden. Außerdem muss dringend die Studie zu Rassismus bei der Polizei, aber auch bei den anderen Sicherheitsbehörden, durchgeführt werden, um die Situation besser beurteilen und entsprechend handeln zu können. Die Ablehnung einer solchen Studie würde nur weiter bestätigen, dass institutioneller Rassismus ein ernsthaftes Problem darstellt. Geschäftsführung: Martin Becher Evangelisches Bildungs- und Tagungszentrum Markgrafenstr. 34 95680 Bad Alexandersbad Tel: 09232/9939-23 Fax: 09232/9939-99 becher@ebz-alexandersbad.de www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de -2- Außerdem muss § 22 Abs. 1 a BPolG1, welcher dem „Racial Profiling“ Tür und Tor öffnet und meiner Ansicht nach einen Verstoß gegen § 3 Abs.3 des Grundgesetzes darstellt, geändert werden. Ich begrüße den Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus NAP, doch dieser muss unbedingt auch auf Länderebene umgesetzt werden. Diesbezüglich sind in Bayern unbedingt ein Landesantidiskriminierungsgesetz und eine Landeskoordinierungsstelle der Antidiskriminierungsarbeit notwendig. Bisher können Menschen, die von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind, in ganz Bayern nur in fünf Kommunen eine professionelle Beratung erhalten. Dies zeigt die mangelnde ortsnahe Unterstützung von Betroffenen. Aufgrund des fehlenden Angebotes müssen die meisten Betroffenen ihre erlittenen Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen alleine mit sich herumtragen. Die existierenden Möglichkeiten der Gesetzgebung, nämlich das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz AGG, bleibt ein zahnloser Tiger. Es ist wichtig, dass jede*r sich im eigenen Lebensumfeld gegen Rassismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit positioniert. Eine solche Positionierung Weißer Personen muss jedoch mit einem Hinterfragen des eigenen Handelns und der eigenen Privilegien einhergehen. Diese beiden wichtigen Ansätze können aber stattfinden, wenn endlich erkannt wird, dass wir in einer Gesellschaft leben, die ein Rassismus-Problem hat. Dieses Bewusstsein ist leider noch nicht vorhanden. Bad Alexandersbad/ Ouagadougou (Burkina Faso) 14.07.2020 1 Bundespolizeigesetz § 22 Abs. 1 a BPolG: Zur Verhinderung oder Unterbindung unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet kann die Bundespolizei in Zügen und auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes (§ 3), soweit auf Grund von Lageerkenntnissen oder grenzpolizeilicher Erfahrung anzunehmen ist, daß diese zur unerlaubten Einreise genutzt werden, sowie in einer dem Luftverkehr dienenden Anlage oder Einrichtung eines Verkehrsflughafens (§ 4) mit grenzüberschreitendem Verkehr jede Person kurzzeitig anhalten, befragen und verlangen, daß mitgeführte Ausweispapiere oder Grenzübertrittspapiere zur Prüfung ausgehändigt werden, sowie mitgeführte Sachen in Augenschein nehmen. Geschäftsführung: Martin Becher Evangelisches Bildungs- und Tagungszentrum Markgrafenstr. 34 95680 Bad Alexandersbad Tel: 09232/9939-23 Fax: 09232/9939-99 becher@ebz-alexandersbad.de www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de -3-
28. Tagungsflyer_2017_web.pdf  
VERANSTALTER Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos. Die schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail ist erforderlich. Bitte melden Sie sich spätestens bis RATHAUS ERLANGEN Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns MITTWOCH, 22. MÄRZ 2017 ANFAHRT Rathausplatz 1, 91052 Erlangen mit allen Angaben aus dem Anmeldeformular an. im Rahmen des Projekts „Stadt. Land. Kreis. Integration! Förderung der integrationspolitischen Strukturen im ländlichen Raum“. Mit dem Zug bis Erlangen Hauptbahnhof, zu Fuß über den Bahnhofplatz, die Calvinstraße entlang, rechts abbiegen in die Hauptstraße, geradeaus in die Nürnberger Straße, nach dem Einkaufszentrum links, zum Eingang des Rathauses Erlangen (moderner Neubau): ca. 1 km, 12 Min. E-Mail: anmeldung@agaby.de Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! AGABY Oder mit dem Bus bis Haltestelle Neuer Markt (zahlreiche Buslinien, z.B. 253, 281, 290, 295, 253) anschließend 200 Meter Fußweg bis Rathaus Erlangen (moderner Neubau). KONTAKT AGABY Geschäftsstelle Gostenhofer Hauptstr. 63 90443 Nürnberg PARKMÖGLICHKEIT: Contipark Parkhaus (Schuhstraße 42, 91052 Erlangen) oder Großparkplatz Erlangen beim Bahnhof (Parkplatzstraße, 91054 Erlangen) beide kostenpflichtig. ße HBF STADT LAND KREIS INTEGRATION! fstraße ahnho Güterb ße hstra Schu e rstraß berge Nürn H P Rathaus Simona Koch, www.gestaltgebung.eu e tstraß Haup raße Parkplatzst Internet: www.agaby.de Facebook: www.facebook.com/agabyev Internet Projekt: www.agaby.de/projekte/stadt-land-kreis-integration stra Calvin Henkestraße Bitte ausreichend frankieren AGABY Geschäftsstelle Gostenhofer Hauptstr. 63 90443 Nürnberg P S Tel.: 0911 – 92 31 89 90 E-Mail: anmeldung@agaby.de STADT TAGUNGSORT LAND ANMELDUNG Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Fachtagung der AGABY Samstag, 1. April 2017 im Rathaus Erlangen FACHTAGUNG Aktuell beschäftigen uns zwei gegenläufige Entwicklungen: Bei der Aufnahme von geflüchteten Menschen zeigen Engagierte eine großartige Hilfsbereitschaft. Diese gilt es zu bewahren und zu fördern. Zugleich stellt uns alle die Zunahme rassistischer und populistischer Tendenzen vor Herausforderungen. Wir müssen die Instrumente für die Integration neu justieren und neue Strategien entwickeln. Die Förderung von Integration im ländlichen Raum gewinnt als Handlungsfeld an Bedeutung. Die Erfahrungen der größeren Städte und Gemeinden können hier genutzt werden. Sie müssen jedoch auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden und es gilt, bei Bedarf passende Konzepte auszuarbeiten. Die Gründung neuer Integrationsbeiräte auch in den Landkreisen zeigt, dass in Zukunft die Kompetenz der Migrantenvertretungen, der partizipative Ansatz und das bürgerschaftliche Engagement unverzichtbar bleiben. Unser diesjähriger Tagungsort, die Stadt Erlangen, bietet mit einer langen Tradition erfolgreicher Integrationspolitik den idealen Rahmen für diese Fachtagung. Gerade im Jahr der Bundestagswahl wollen wir gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern die brennenden Fragen diskutieren: Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um einer Spaltung der Gesellschaft und dem wachsenden Rassismus entgegenzuwirken? Wie kann Integration im Sinne eines inklusiven Zusammenlebens in den Städten und im ländlichen Raum in Bayern gefördert werden? Am Nachmittag werden diese und weitere Themen in praxisbezogenen Workshops vertieft. Wir freuen uns auf einen lebendigen und fruchtbaren kollegialen Austausch mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren mit und ohne Migrationshintergrund aus „Stadt, Land und Kreis“. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie im Internet www.agaby.de/projekte/stadt-land-kreis-integration PROGRAMM Ab 09.30 Anmeldung / Begrüßungskaffee 10.00 Eröffnung Lütfiye Yaver, Vorsitzende des Ausländer- und Integrationsbeirats der Stadt Erlangen Grußworte Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen Mitra Sharifi Neystanak, Vorsitzende der AGABY 10.30 – 12.30 „Integration – Stadt. Land. Kreis.“ Podiumsdiskussion mit Beteiligung des Publikums Es diskutieren: Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, (CSU) Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen (SPD) Christine Kamm, MdL, Sprecherin für Europapolitik, Asylpolitik und Integration (Bündnis 90/ Die Grünen) Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL, Sprecher für Flüchtlinge und Vertriebene, Entwicklungspolitik und Integration (Freie Wähler) Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin und Referentin für Soziales, Integration, Inklusion und Demografischen Wandel der Stadt Erlangen (FDP) Stephan Doll, Vorsitzender des DGB Mittelfranken Moderation: Michael Kasperowitsch, Nürnberger Nachrichten 12.30 Mittagessen 14.00 Arbeitsgruppen (siehe rechts) 16.30 Berichte aus den Arbeitsgruppen 17.00 Ende der Fachtagung zwischendurch Kaffeepause Tagungsmoderation: Réka Lörincz, Geschäftsführerin und Projektleiterin der AGABY ARBEITSGRUPPEN 1) SOCIAL MEDIA FÜR DIE INTEGRATIONS- UND BEIRATSARBEIT 2) CHANCEN FÜR DEN ARBEITSMARKT-EINSTIEG Johannes Kirschner, Freier Berater für soziale Medien und alternative Lehr- und Lernformen ANMELDUNG Ich melde mich hiermit für die Fachtagung an: O Frau O Herr Vorname Yuliya Jabbari, Projektkoordinatorin und Team des Projektes „Beruflich anerkannt?! – Talentscouts für Flüchtlinge“ Institution Amil Sharifov, Sozialreferat der Stadt Erlangen / Übergeordnete Koordination der Flüchtlingsarbeit Funktion 3) Adresse BEIRÄTE IM LÄNDLICHEN RAUM Nachname Integrationsbeirat des Landkreises Lindau (Bodensee) Paolo Mura, Vorsitzender Heidi Spieler, Geschäftsführerin 4) FIT WERDEN GEGEN RASSISMUS UND NATIONALISMUS 5) KOLLEGIALER AUSTAUSCH ZUR BILDUNGSARBEIT Hamado Dipama, Vorsitzender des Netzwerkes Rassismusund Diskriminierungsfreies Bayern e.V. Lajos Fischer, AGABY, Integrationsbeirat der Stadt Kempten und Haus International Kempten und Inputs zu interkulturellen Projekten und Integrationsprogrammen 6) KOMMUNALE STRUKTUREN ERFOLGREICHER INTEGRATION E-Mail Besondere Bedürfnisse Der Veranstaltungsort hat einen Aufzug und eine Rollstuhl-gerechte Toilette. Sollten Sie eine Induktionsanlage benötigen, dann kontaktieren Sie uns bitte. Foto- und Videoaufnahmen Die Veranstaltung wird im Internet bzw. im Rahmen von pressetechnischen Berichterstattungen veröffentlicht. Mit Ihrer Teilnahme geben Sie zugleich Ihre Einwilligung, dass (bewegte) Bilder von Ihnen im Internet und/oder im Rahmen von Berichterstattungen veröffentlicht werden dürfen. Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen: Silvia Klein, Leiterin und Koordinationsstelle Integration Till Fichtner, Antidiskriminierungsbeauftragter Die Arbeitsgruppen finden parallel statt. Datum, Unterschrift
29. AGABY_Fachtagung_2018.pdf  
Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte melden Sie sich spätestens bis: Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns im Rahmen des Projekts „Stadt. Land. Kreis. Integration! Förderung der integrationspolitischen Strukturen im ländlichen Raum“. FREITAG, 13. APRIL 2018 MIT DEM ONLINE-FORMULAR AN. AGABY www.agaby.de/fachtagungen/2018 KONTAKT AGABY Geschäftsstelle Gostenhofer Hauptstr. 63 90443 Nürnberg Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Tel.: 0911 – 92 31 89 90 E-Mail: anmeldung@agaby.de TAGUNGSORT Internet: www.agaby.de Facebook: www.facebook.com/agabyev KORNHAUS KEMPTEN Großer Kornhausplatz 1, 87439 Kempten (Allgäu) Internet Projekt: www.agaby.de/projekte/stadt-land-kreis-integration Mit dem Zug bis Kempten Hauptbahnhof; mit dem Bus (Linie 6 direkt und alle Linien von Bussteig A1 Richtung Innenstadt) bis Haltestelle ZUM/Zentrum. Zu Fuß auf Albert-Wehr-Platz nach Westen, rechts abbiegen auf Königstr., nach 220m links abbiegen auf Residenzplatz, geradeaus auf Hildegardplatz, nach 140m links abbiegen auf Stiftsplatz, nach 40m rechts abbiegen auf Großer Kornhausplatz. 550 m, 10 Min. PARKMÖGLICHKEIT: Parkplätze: P2 „Pfeilergraben“, P16 „Rottachstraße Ost“ und P17 „Illerdamm“, alle in Laufnähe und kostenpflichtig. Simona Koch, www.gestaltgebung.eu ANFAHRT Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. STADT VERANSTALTER LAND ANMELDUNG STADT LAND KREIS PARTIZIPATION Fachtagung der AGABY Samstag, 21. April 2018 im Kornhaus Kempten FACHTAGUNG Eine erfolgreiche Integrationspolitik braucht aktive Mitgestaltung. Wie kann die Partizipation aller Akteure gelingen und wie können Integrationsstrukturen insbesondere in ländlichen Räumen gefördert werden? Die Förderung von Integration im ländlichen Raum gewinnt als Handlungsfeld an Bedeutung. Hier sollten die Erfahrungen der größeren Städte genutzt und auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden. Wir wollen in einem Stadt-Land-Dialog die Strategien für erfolgreiche Integration weiterentwickeln. Die Gründung neuer Integrationsbeiräte auch in den Landkreisen zeigt, dass die Kompetenz der Migrantenvertretungen, der partizipative Ansatz und das bürgerschaftliche Engagement in der Zukunft weiterhin unverzichtbar bleiben. PROGRAMM Ab 10.00 Anmeldung / Begrüßungskaffee 10.30 Thomas Kiechle, Oberbürgermeister der Stadt Kempten Dr. Kay Ruge, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages Mitra Sharifi Neystanak, Vorsitzende der AGABY 11.00 Am Nachmittag bieten wir Workshops zu einer Bandbreite von Themen an: Integrationsprojekte in Landkreisen, interkulturelle Arbeit mit Geflüchteten, interreligiöse Kompetenzen, Rassismus mit „radikaler Höflichkeit“ entgegenwirken. Sie können sich von kreativen Methoden inspirieren lassen. Unser diesjähriger Gastgeber, die Stadt Kempten, bietet den idealen Rahmen, um die Themen Partizipation und Integrationspolitik zu beleuchten. Kempten engagiert sich seit Jahrzehnten im Bereich Interkultur mit einem vielfältigen Angebot und ist mit der ländlichen Umgebung vorzüglich vernetzt. Wir freuen uns auf spannende Erkenntnisse und einen anregenden kollegialen Austausch mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren mit und ohne Migrationshintergrund aus „Stadt. Land und Kreis“. www.agaby.de/fachtagungen/2018 Fachvorträge und Diskussion „Zuwanderung in ländliche Räume: aktuelle Prozesse und Potenziale“ Dr. Stefan Kordel, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geographie, FAU Erlangen-Nürnberg Diese Herausforderungen werden bei der Fachtagung „Stadt. Land. Kreis. PARTIZIPATION!“ im Mittelpunkt stehen. Ein Thema, das gerade im Vorfeld der Bayrischen Landtagswahl im Oktober 2018 hoch aktuell ist. Am Vormittag werden die Veränderungen in den ländlichen Räumen durch die Zuwanderung beleuchtet und die Herausforderungen für die Integrationspolitik diskutiert. Zudem stellen sich beispielhafte Projekte der Integrationsund Flüchtlingsarbeit vor. Grußworte „Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen“ Dr. Kay Ruge, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages 12.30 Vorstellung der Arbeitsgruppen 13.00 Mittagessen 14.00 Arbeitsgruppen (siehe rechts) zwischendurch Kaffeepause 17.00 Ende der Fachtagung WÄHREND DES GESAMTEN TAGES: Mobile Beratung zum Thema Arbeitsmarktintegration durch die Mitarbeiter_innen des AGABY-MigraNetProjektes „Beruflich anerkannt?! Talentscouts für Flüchtlinge“. Tagungsmoderation: Réka Lörincz, Geschäftsführerin und Projektleiterin der AGABY ARBEITSGRUPPEN WO? MIT WEM? 1 ) WIE? FUNKTIONIERT INTEGRATION IM LANDKREIS? Akteurs- und Bedarfsanalyse im Landkreis in der Praxis Korbinian Frey, Politikwissenschaftler Sebastian Hemmer, Soziologe und Politikberater 2) INTEGRATION MIT AUGENMASS Integration im Landkreis Dachau ein Best-Practice Beispiel Martina Tschirge, Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement, Landkreis Dachau Michaela Wintermayr-Greck, Projektmitarbeiterin „Integration mit Augenmaß“ 3) KLEINER FÜNF BAYERN Radikale Höflichkeit gegen Rassismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus Hamado Dipama, Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. Veronika Kopf und Ulrich Berger, Kleiner Fünf Nordrhein-Westfalen Tobias Großmann, Kleiner Fünf Baden-Württemberg POLITISCHE UND INTERKULTURELLE ) 4 ARBEIT MIT UND FÜR GEFLÜCHTETE Refugees Nürnberg „you are here“ Sassan Gordan, Vorsitzender Refugees Nürnberg “you are here” DAS GESPROCHENE WORT 5 ) WAS NICHT ERREICHEN KANN Fluchterfahrungen künstlerisch aufarbeiten Hassan Ali Djan, Autor Jo Jasper, Singer Songwriter BEITRAG INTERRELIGIÖSER 6 ) DER SPRACHFÄHIGKEIT IN DER KOMMUNALEN ARBEIT Erdogan Karakaya, Islamwissenschaftler
30. AGABY_Landesfachtagung2019_web.pdf  
VERANSTALTER ANMELDUNG ANFAHRT Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns im Rahmen des Projekts „Stadt – Land – Kreis – Vernetzt: Förderung der Vernetzung integrationspolitischer Akteure und Strukturen Die Teilnahme am Landesintegrationsfachtag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich: Mit dem Zug bis Bamberg Bahnhof dann mit dem Bus Linie 931 vom Bamberg Bahnhof/Ludwigstr. bis Haltestelle Universität Bamberg (2 Haltestellen) oder Bus Linie 963 vom Bamberg Bahnhof/Vorplatz bis Feldkirchenstraße (nonstop). Oder 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Bamberg über die Zollnerstraße bis zur Feldkirchenstraße. unter: anmeldung@agaby.de Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! AGABY Geschäftsstelle Sandstraße 7 90443 Nürnberg PARKMÖGLICHKEITEN: gn Bahnhof Bamberg VIELFALT VERNETZT IN STADT-LAND-KREIS ße itz Landesintegrationsfachtag der AGABY e Simona Koch, www.gestaltgebung.eu ra st Re aß str uß M mm ig da dw Lu en 70 A urt ng inf tu e ch hw Ri /Sc th eu yr Ba We id Zo e traß rs llne e LANDESINTEGRATIONSFACHTAG Universität Bamberg Feldkirchenstr. 21 raß M nst e m em r rfe o lsd e rch Uni-Parkplatz neben dem Universitätsgebäude steht zur Verfügung. Zusätzlich sind öffentliche Parkplätze in der Feldkirchenstraße und in der Parallelstraße „Am Heidelsteig“ zu finden. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration gefördert. In Kooperation mit: 73 A g n tu rg ch be Ri ürn r. N St Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften Feldkirchenstraße 21, 96052 Bamberg dki Internet: www.agaby.de Facebook: www.facebook.com/agabyev UNIVERSITÄT BAMBERG Fel Tel.: 0911 – 92 31 89 90 E-Mail: anmeldung@agaby.de TAGUNGSORT ße KONTAKT ldstra AGABY Luitpo im ländlichen Raum“ BIS 15. MÄRZ 2019 Samstag, 30. März 2019 in Bamberg LANDESINTEGRATIONSFACHTAG In ganz Bayern arbeiten zahlreiche Akteure mit großem Engagement daran, die Integration und damit ein gleichberechtigtes und demokratisches Miteinander in einer inklusiven Gesellschaft voranzubringen. Erfolgreiche Integrationspolitik braucht eine fundierte sozialpolitische Grundlage. Dazu gehören generationenübergreifende Konzepte, finanzielle Ressourcen sowie die Möglichkeit zur Partizipation für alle Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund und in den Städten gleichermaßen wie in den Landkreisen. Es gilt, die Akteure wie auch die Inhalte und Strukturen zu vernetzen, um voneinander lernen und erfolgreicher arbeiten zu können. Diese Vernetzung aus migrantischer Perspektive voranzubringen ist Auftrag und Anspruch von AGABY. Den akademisch-wissenschaftlichen Rahmen dafür setzen wir mit dem Veranstaltungsort an der Universität Bamberg sowie mit der Vorstellung einer aktuellen Studie in unserem Vormittagsprogramm. In der anschließenden Diskussion sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die kommunale Integrationsarbeit für Haupt- und Ehrenamtliche abgeleitet werden. Am Nachmittag bieten wir mit dem „BarCamp Integration“ Lern-, Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten an. Wir haben bereits ein vielseitiges Themenangebot vorbereitet, das noch ergänzt und erweitert werden kann und soll. So haben alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Inhalte selbst anzubieten und eine Session zu gestalten. Der diesjährige Landesintegrationsfachtag der AGABY findet im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration geförderten Projektes „Stadt-Land-Kreis-Vernetzt!“ statt. Für die Gastgeberschaft und die Kooperation bedanken wir uns beim Amt für Inklusion und dem Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg sowie der Universität Bamberg. www.agaby.de/fachtagungen/2019 PROGRAMM BARCAMP INTEGRATION BarCamp ist eine partizipative und abwechslungsreiche Methode mit viel Austauschmöglichkeit. Ein BarCamp lebt von den Menschen, die zusammenkommen und den Tag gestalten. Deshalb passt es so gut zu uns. Mit Natalie Keller, Bildungsreferentin Ab 10.00 Anmeldung / Begrüßungskaffee 10.30 Grußworte Prof. Dr. rer. nat. Guido Wirtz, Vizepräsident für Technologie und Innovation, Universität Bamberg • Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg • Gudrun Brendel-Fischer Mdl, Integrationsbeauftrage der Bayerischen Staatsregierung • Mitra Sharifi Neystanak, Vorsitzende der AGABY 11.00 Fachvortrag und Diskussion Warum ist der soziale Aufstieg für Einwandererkinder so schwer – und wie wir es ändern können Dr. des. Christine Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften 12.30 Mittagessen 13.30 BARCAMP INTEGRATION Zwei Workshop-Sessions zu einer Vielfalt an Themen rund um Integrationspolitik und -praxis in Stadt und Land 13.30–14.00 Session-Planung 14.00-15.00 Session 1 15.00-15.30 Kaffeepause 15.30-16.30 Session 2 16.30-17.00 Schlussplenum 17.00 Ende der Veranstaltung Tagungsmoderation: Réka Lörincz, Projektleiterin der AGABY • Alle Personen, die am BarCamp teilnehmen, sind Integrationsexperten und können eine Session anbieten. Genauso gut ist es möglich, einfach nur zu diskutieren oder zuzuhören. Eine Session dauert eine Stunde und kann ganz individuell gestaltet werden. Denkbar sind Vorträge, Workshops, Räume für Erfahrungsaustausch, gemeinsame Aktionsplanung oder was auch immer Ihnen und Euch einfällt. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. • • Es können auch mehrere Personen gemeinsam eine Session anbieten. Beim BarCamp wird bei den Sessionplanungen darüber demokratisch abgestimmt, welche Sessions stattfinden. Die Sessions können spontan am Tag des BarCamps entstehen oder vorab bei uns gemeldet werden (anmeldung @agaby.de). Interkulturelle GÄRTEN EINFACHE UND VERSTÄNDLICHE SPRACHE in der Integrationsarbeit Förderung SCHULISCHER INTEGRATION im ländlichen Raum SOZIOKULTURELLE TEILHABE: Integration in Sportvereinen und Kulturprojekten MASTERPLAN ASYL UND ANKER-ZENTREN: Anspruch und Realität in Bamberg WERTE-DIALOG als philosophisches Speed-Dating Beratung der Kommunen zum Thema ISLAM Zusammenarbeit mit ELTERN INTERNATIONALER HERKUNFT FINANZIERUNG von interkulturellen Projekten (z.B. Gemeindedolmetscher, Bildungslotsen) THEMENANGEBOT VORAB Erfahrungsaustausch für INTEGRATIONSLOTS*INNEN Anerkennung AUSLÄNDISCHER ABSCHLÜSSE HYGIENELOTSEN: Zusammen gesünder werden MIGRANTINNEN in die Kommunalpolitik Vernetzung und Stärkung von MIGRANTENORGANISATIONEN auf kommunaler Ebene Kommunale ANTIDISKRIMINIERUNGSARBEIT
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