31. Doku_Fachtagung_2020.pdf  
Landesintegrationsfachtagung der PARTIZIPATION mstag Sa Freitag / 26. / 272. 0 JUNI 20 in STADT-LAND-KREIS digital DOKUMENTATION Die Landesintegrationsfachtagung der AGABY 2020 fand inmitten der schwierigen Situation der Corona Pandemie und deshalb erstmals komplett digital statt. Dennoch standen Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt und wurden beteiligungsorientiert mit digitalen Tools gestaltet. Die rund 80 Teilnehmenden aus den Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräten Bayerns, der Integrationsarbeit und aus Politik und Verwaltung der Kommunen und der Landesebene erarbeiteten gemeinsame Perspektiven für ein solidarisches Miteinander und Forderungen für eine zukunftsfähige Integrationspolitik in Bayern. Auf dem Programm standen ein Fachvortrag, ein Impuls der Vorsitzenden, Diskussionsforen mit allen Teilnehmenden und der Dialog mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Réka Lörincz, Geschäftsführerin und Projektleiterin der AGABY führte durch die Tagung. Gleich zu Beginn informierte sie über die Partizipationsmöglichkeiten im virtuellen Format. Alle Teilnehmenden waren dazu aufgerufen, sich bei kurzen Umfragen, den Diskussion in Kleingruppen, im direkten Austausch mit dem Innenminister sowie in Plenumsrunden zu beteiligen. „Wir informieren uns …“ lautete das Motto den Fachvortrag zum Thema „Migrantenorganisationen als Partner von Politik und Zivilgesellschaft“ am Freitag. Nils Friedrichs, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) stellte die Zwischenergebnisse der aktuellen Studie zum Thema vor. Als ein Ergebnis zeigt die Studie, dass Migrantenorganisationen (MOs) bei der Vernetzung mit Organisationen der Mehrheitsgesellschaft noch immer Hürden zu überwinden haben. Weiter wurde deutlich, dass MOs aufgrund ihrer guten Vernetzung mit migrantischen in Zeiten von Corona wichtige Unterstützung leisten, also systemrelevant sind. „Ich hoffe, dass die Gesellschaft nicht vergisst, wie sehr wir Migration brauchen, und wie wichtig es ist, dass die Arbeitsbedingungen gut sind und die Wertschätzung nachhaltig ist“, betonte die Vorsitzende der AGABY, Mitra Sharifi im Hinblick auf die Corona-Pandemie. In ihrem Input fasste sie den Arbeitsauftrag für den Samstag zusammen: „Wir wollen uns über die aktuellen brennenden Themen austauschen und formulieren, was es braucht, um die Integrationspolitik im Sinne eines gleichberechtigten und friedlichen Miteinander in Bayern zu stärken.“ Für diesen Austausch boten vier Diskussionsforen Gelegenheit. Die Teilnehmenden erarbeiteten jeweils drei zentrale Forderungen für eine zukunftsweisende Integrationspolitik in Bayern. 1) DEMOKRATISCHE VERTRETUNG VON MIGRANT*INNEN IN BAYERN • Forderung: AGABY als Dachorganisation der Beiräte Bayerns soll als ihre demokratische Vertretung auf der Landesebene anerkannt, institutionell verankert und in die Gestaltung der Integrationspolitik beratend eingebunden werden. • Forderung: Die kommunalen Ausländer-, Migranten-und Integrationsbeiräte sollten in der Bayerischen Gemeinde-und Landkreisordnung verankert werden. Einheitliche Wahlordnung, Struktur, Satzung für Kommunen und Lk. Ab 5000 Einwohnern Pflicht. Nächstes Ziel - Kommunales Wahlrecht für alle. • Forderung: Interkulturelle Kompetenzen in den Verwaltungen vonKommunen und Landkreisen voranbringen, interkulturelle Öffnung vorantreiben und in allen Parteien einfordern. 2) DIVERSITÄTSGESTALTUNG • Einführung und Institutionalisierung einer Diversitätsstelle an Unis und Behörden (z. B. Stadt Erlangen, Landkreis Kehlheim: Büro für Chancengleichheit • Kultur- und diversitätssensible Überarbeitung von Lehrplänen und -materialien in Kitas und Schulen • Wahlrecht für alle 3) RASSISMUS UND RECHTSEXTREMISMUS • Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Rassismus (NAP): • Gründung einer Landesantidiskriminierungsstelle • Landesantidiskriminierungsgesetz • Antidiskriminierung und Diversity in der bay. Behördenstruktur etablieren (Schulungen, usw.) – insbesondere Sensibilisierung der Sicherheitskräfte/Polizei – welche Konkreten Maßnahmen gibt es? • Antidiskriminierung im gesamten Bildungsbereich implementieren, Auseinandersetzung mit kolonialer Vergangenheit 4) CORONA UND DIE FOLGEN • Belegung in den Geflüchteten-Unterkünften und AnKerzentren entzerren, individuelle Unterbringung für besonders gefährdete Personen ermöglichen. • Keine Kürzungen im Integrationsbereich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage, Einsparungen der Kommunen sollen durch Hilfen des Landes Bayern ausgeglichen werden, sowohl in den Städten wie ländlichen Räumen. • Wlan und technische Ausstattung für alle schulpflichtigen Kinder, insbesondere auch in den Flüchtlings-Unterkünften, um Homeschooling zu ermöglichen. Anschließend stand der Dialog mit Joachim Herrmann, dem Bayerischen Staatsminister des In- nern, für Sport und Integration auf dem Programm. Der Innenminister hob die hervorragende Arbeit der AGABY im Bereich hervor und nahm ausführlich Stellung zu den einzelnen Forderungen. Eine gesetzliche Verankerung der Integrationsbeiräte sowie ein Wahlrecht für Bürger*innen ohne deutschen Pass, beides langjährige Forderungen der AGABY, lehnte er ab. Er unterstrich die große Wichtigkeit der Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus, ohne jedoch auf konkrete Schritte einzugehen. Die Befürchtungen von Kürzungen im Integrationsbereich lehnte der Innenminister entschieden ab. Insgesamt verlief die Landesintegrationsfachtagung 2020, die unter den starken Eindrücken und der unsicheren Situation der Corona-Pandemie stattfand, sehr lebendig. Die Mitglieder der Integrationsbeiräte Bayerns wie auch anderen integrationspolitischen Akteure tauschten sich intensiv über die aktuellen Herausforderungen aus, wie z.B. die interkulturelle Öffnung, die soziale Abfederung der Pandemiefolgen, die Unterstützung von Diskriminierungs- und Rassismus-Betroffenen. Sie entwickelten Lösungsansätze und traten mit konkreten Forderungen traten sie in Dialog mit der Politik auf der bayerischen Landesebene und Die Landesintegrationsfachtagung wurde im Rahmen des Projektes „StadtLand-Kreis-Vernetzt: Förderung der Vernetzung integrationspolitischer Akteure und Strukturen im ländlichen Raum“ mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration finanziell unterstützt. Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migrantenund Integrationsbeiräte Bayerns
32. Konzept_Seminar_Vorlage_2020.pdf  
Grundlagenseminar der Beiratsarbeit Termin: Uhrzeit: Veranstaltungsort: Gastgeber: Integrationsbeirat der Stadt/Landkreis … Referentin: Elizabeth Rossiter AGABY-Geschäftsstelle: PROGRAMM Uhrzeit Programm ab 09.30 Uhr Ankommen mit Kaffee und Tee 10:00 – 10:10 Uhr Begrüßung durch den Beirat und AGABY 10.10 – 10.30 Uhr Vorstellungsrunde und Kennenlernen 10.30 – 12.00 Uhr Inputreferat Rolle, Struktur, Rechte, Pflichten und Aufgaben eines Integrationsbeirates Arbeitsstrukturen (Sitzungskultur, interne Werkzeuge etc.) Methoden Referent/in Elizabeth Rossiter Vortrag (mit PPPPräsentation) Elizabeth Rossiter Fragen Antworten Elizabeth Rossiter Politische Werkzeuge, Gremienarbeit und Lobbyarbeit AGABY 12.00 – 12.30 Uhr Nachfragen und Diskussion 12.30 – 13.30 Uhr Mittagessen 13.30 – 15.45 Uhr Klausur – Zukunftsplanung für das Jahr XXXX Ziele, Prioritäten und Hauptthemen dazwischen Kaffeepause Plenum, Pinnwände, Clustern 15.45 – 16.45 Uhr Aufgaben und Aufgabenverteilung, Gründung von Arbeitsgruppen Konkrete Vereinbarungen Plenum und Arbeitsgruppen 16:45 – 17:00 Uhr Feedback, Auswertung und Abschluss Elizabeth Rossiter Elizabeth Rossiter
33. Tagung_Integration_Musterprogramm.pdf  
Integration partizipativ gestalten eine Fachveranstaltung in der Stadt/ im Landkreis Termin: Uhrzeit: 16.00 - 20.00 Uhr Ort: Veranstalter: Landratsamt XYZ/ Stadt XYZ/ Organisation XYZ Programm 15.30-16.00 Uhr Ankommen 16.00-16.15 Uhr Grußworte XYZ von Stadt/ Landratsamt Mitra Sharifi-Neystanak, Vorsitzende der AGABY 16.15-16.30 Uhr Einführung in das Programm XYZ von Referat/ Stadt/ Organisation Geschäftsführerin AGABY 16.30-17.00 Uhr „Wie? Wo? Mit wem funktioniert Integration?“ Akteure und Integrationsmaßnahmen in ländlichen Regionen Bayerns 17.00-17.30 Uhr Diskussion 17.30-18.00 Uhr Kaffeepause 18.00-20.00 Uhr BarCamp Integration in Stadt/ im Landkreis Moderation: Geschäftsführerin AGABY 18.00-18.15 Uhr Einführung in die Methode 18.15-19.00 Uhr Session 1 19.00-19.45 Uhr Session 2 19.45-20.00 Uhr Abschlussplenum, Zusammentragen der Ergebnisse
34. Vorstandsbericht_VV_AGABY_2019.pdf  
Vorstandsbericht 2019 Aktivitäten der AGABY im Jahr 2018 mit Ausblick auf Anfang 2019 Mitgliedschaft  Derzeit 30 Mitglieder  Davon 4 Landkreise und 26 Städte  Ein Antrag auf Mitgliedschaft steht zur Abstimmung Politik – Landesebene  Regelmäßige Sitzungen der Enquete-Kommission (Vertretung durch Mitra Sharifi, Vorsitzende, als Expertin ständiges Mitglied der Kommission) im ersten Halbjahr 2018. Ergebnisse der Enquete-Kommission wurden im Juli 2018 veröffentlicht. Inwieweit die Ergebnisse umgesetzt werden, kann noch nicht eingeschätzt werden. Eine gemeinsame Pressekonferenz mit Prof. Dr. Petra Brendel und Arif Tasdelen, Vorsitzender der Enquete-Kommission ist in Planung.  Konsultationen mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu unterschiedlichen integrationspolitischen Themen.  Fachgespräche mit den Landtagsfraktionen: CSU, Freie Wähler, SPD, Bündnis 90 / Die Grünen.  Seit 21. März 2018 für Integration zuständiges Ministerium: Innenministerium und damit zuständiger Minister Herr Staatsminister Herrmann. Im vergangenen Jahr gab es zwei hochrangige Gespräche mit dem Staatsminister über die Anerkennung und strukturelle Verankerung der kommunalen Integrationsbeiräte und der AGABY sowie über aktuelle integrationspolitische Themen.  Konsultation mit den für Integrationspolitik zuständigen Abteilungsleitern des Innenministeriums.  Einbindung in die Planung und Durchführung der Integrationskonferenz des Innenministers (bis jetzt wurden zwei Themen behandelt: Arbeitsmarktintegration und Sport).  Weitere Intensivierung der Pressearbeit und erhöhtes Interesse der Medien vor allem an folgenden Themen: Landtagswahl, Forderungskatalog, Themenseite der NN aus migrantischer Perspektive, Jubiläum der AGABY, Arbeitsmarktintegration, ausgelaufenes AGABY-MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt?! Talentscouts für Flüchtlinge“. 1  Vorträge und Beteiligung an Veranstaltungen einzelner Beiräte.  Podiumsteilnahme, Vorträge und Workshops bei zahlreichen bayern- und bundesweiten Konferenzen und in Fachforen.  Weitere Unterstützung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI) bei der Stabilisierung neuer Strukturen. Gremienarbeit, strategische Partnerschaften und Kooperationen (exemplarischer Auswahl in alphabethischer Reihenfolge, ohne Anspruch auf Vollständigkeit)  NEU! Wertebündnis Bayern  Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, Kampagne „Wer Demokratie WÄHLT keine Rassisten“ (lief zu den Landtagswahlen in 2018 und weiter Europawahl 2019 und Kommunalwahl 2020)  Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen (Kampagne 2018 „Demokratie – finde ich gut!“)  Bayerischer Integrationsrat – Mitra Sharifi, Lajos Fischer  Bayerischer Flüchtlingsrat - kontinuierliche Mitarbeit Hamado Dipama  Bayerischer Jugendring: Kommission Integration – Nesrin Gül  Beirat Integration und Mobilität des Goethe Instituts - Mitra Sharifi  Beirat Petra-Kelly-Stiftung – Mitra Sharifi  Bundesweites Bündnis Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich!“  Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates (BZI) – seit 1. Juli 2017 Vorsitzender: Lajos Fischer  Enquete-Kommission „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“ (Bayerischer Landtag) – Mitra Sharifi  Forum Bildungspolitik Bayern: Manifest „Haltung zählt“ – Mitra Sharifi, Lajos Fischer  Islamforum Bayern – Mitra Sharifi, Hamdo Dipama  Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE) - Réka Lörincz  Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern – Hamado Dipama, Mitra Sharifi, Ludwig Simek  Migrantinnen Netzwerk – Mitra Sharifi, Lütfiye Yaver, Ayfer Rethschulte  Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) – Nesrin Gül  Bayerischer Rundfunkrat – Hamado Dipama: „Diversity Beirat“  Verdi-Migrationskonferenz – Mitra Sharifi 2 Finanzielle Situation und Büro der AGABY Eine institutionelle Anerkennung und Förderung auf Landesebene ist weiterhin zwingend notwendig und bleibt Hauptforderung von AGABY. Für die Finanzierung der AGABY-Arbeit stellt die Projektförderung weiterhin die einzige Möglichkeit dar. Eigenmittel stammen fast ausschließlich aus den symbolischen Mitgliedsbeiträgen und aus kleinen Spenden, die eins zu eins als Eigenbeteiligung in die Projektförderungen einfließen müssen (Siehe Finanzbericht). Perspektivisches Ziel ist, neben einer institutionellen Förderung, die Finanzierungsquellen und die Laufzeiten der Projekte zu diversifizieren, um mehr Planungssicherheit und Unabhängigkeit zu erreichen. Dazu werden im Jahr 2019 mehrere Klausurtagungen (Organisationentwicklung) und Beratungstermine (juristisch, vereinsrechtlich) stattfinden. Im August 2018 ist die AGABY-Landesgeschäftsstelle innerhalb Nürnbergs umgezogen, um ausreichende und nach den gesetzlichen Vorschriften geeignete Arbeitsplätze einrichten zu können. Darüber hinaus verfügt die AGABYGeschäftsstelle jetzt über einen kleinen Besprechungsraum (für Sitzungen und kleine Workshops bis max. 15 Personen). Die Geschäftsstelle befindet sich weiterhin zentral (10 Minuten zu Fuß oder eine Haltestelle mit der U-Bahn vom Hauptbahnhof). Projekte in 2018 Projekt „Stadt.Land.Kreis. Integration!“ Projektlaufzeit: 01.01.2017-15.12.2018 Gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration Weiterhin großes Interesse an der Gründung neuer kommunaler Beiräte, insbesondere in Landkreisen und Reformen in bestehenden Beiräten. AGABY hat auch in 2018 zahlreiche Akteure in Kommunen und insbesondere Landkreisen (Beiratsmitglieder, Integrationsbeauftragte, Politiker*innen, Bürger*innen) zu den Themen Beiratsgründung, Reformen und Beiratsarbeit beraten und unterstützt: Gespräche vor Ort, Teilnahme an Veranstaltungen, Vorträge, Durchführung von Workshops vor Ort und bei der Fachtagung. AGABY unterstützt weiterhin die Gründung neuer Beiräte und die Reformen in bestehenden Beiräten mit Beratungen, Seminaren und im Rahmen der Fachtagung.  In 2018 wurde kein neuer Beirat gegründet.  Planungen für die Beiratsgründung: Freising, Herzogenaurach (evtl. Landkreis Erlangen-Höchstadt), (Landkreis) Pfaffenhofen, Landkreis Roth, Landkreis Bamberg, Landkreis Haßberge, Landkreis Tirschenreuth, Stadt Passau, Landkreis Rhön-Grabfeld. 3  Großes Interesse an regionaler Vernetzung und Austausch.  Schwerpunkt-Themen: regionale Vernetzung, politische Arbeit, Beiratsarbeit in Landkreisen  Regionale Netzwerktreffen finden seit Sommer 2017 statt. Bei Interesse bitte bei der Geschäftsstelle melden.  Seminare: Auch 2018 gab es große Nachfrage nach den Seminarangeboten, insbesondere fanden in-house Schulungen sowie regionale und landesweite Weiterbildungen und halbtägige Fachtagungen statt. AGABY wird das Seminarangebot weiter diversifizieren.  Seminarangebot siehe in den Tagungsunterlagen und auf der Homepage. Projekt „Beruflich anerkannt!?“ und „Talentscouts für Flüchtlinge“ Projektlaufzeit: 01.01.2015/01.03.2016 – 31.12.2018 Trägerschaft: AGABY Teilprojekt von MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ Gefördert durch: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit Ziel des Projektes war es, einen qualifikationsadäquaten Arbeitsmarktzugang für Migrant*innen und Geflüchtete zu erreichen. In der Projektlaufzeit von 2015-2018 wurden Info-Veranstaltungen zum Anerkennungsgesetz für Migrantenorganisationen mit insgesamt über 1700 Teilnehmer*innen durchgeführt. Das mobile Beraterteam der 4 Talentscouts in 5 Regierungsbezirken hat in der Projektlaufzeit von 3 Jahren (2016-2018) insgesamt 1300 Personen in 2700 Beratungsgesprächen begleitet. Die Beratungen beinhalteten nicht nur die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Zeugnisse, sondern auch Laufbahnberatung und Kompetenzfeststellungsverfahren. Obwohl das modellhafte Projekt lokal, regional, bundesweit und auch international auf Anerkennung stieß, wurde dem Projektträger AGABY im August 2018 mitgeteilt, dass die Förderung des Beratungsangebots beendet wird. Anschließend hat AGABY auf drei Ebenen intensive Lobbyarbeit gestartet (Förderprogramm, Politik, Presse). Es gab Gespräche mit den politischen Entscheidungsträgern auf höchster Ebene (Oberbürgermeister*innen) und mit der Verwaltung, um gemeinsam eine Möglichkeit der Fortführung zu erzielen. In Schweinfurt hat auf Initiative von Ayfer Rethschulte, Stadtratsmitglied und Vorstandsmitglied in AGABY, der Stadtrat einen Beschluss verabschiedet und damit die Weiterführung des Angebots gesichert. In Kempten wird dank des Einsatzes von Lajos Fischer, Geschäftsführer des Hauses International in Kempten und Vorstandsmitglied der AGABY, beim Haus International das Angebot weiter fortgeführt. In Regensburg wird über die weitere Finanzierung im ersten Halbjahr 2019 im Rahmen der Haushaltsverhandlungen entschieden. Parallel dazu wurde das Auslaufen des wichtigen Beratungsangebots von großem Medieninteresse begleitet. 4 Als Konklusion kann man feststellen, dass AGABY das Projekt zwar als Träger „verloren“ hat, aber dennoch mit Lobbykraft für die Verstetigung des Angebots vor Ort an 70% der Standorte sorgen konnte. Das Teilprojekt Info-Veranstaltungen für Migrantenorganisationen zum Anerkennungsgesetz kann im Rahmen des zukünftigen Projektes „MigrAktiv“ der AGABY (2019-2020) fortgesetzt werden.  Projektsteckbrief „MigrAktiv“ siehe in den Tagungsunterlagen und auf der Homepage. Projekt „Migrantinnen in die Kommunalpolitik” Projektlaufzeit: 04-12/2018 Trägerschaft: Otto-Benecke-Stiftung - AGABY Gefördert durch: Bundeszentrale für Politische Bildung „Migrantinnen in die Kommunalpolitik“ ist ein Modellprojekt der Otto-BeneckeStiftung, gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung. Das Modellprojekt läuft in nur 5 Bundesländern und AGABY wurde explizit dafür angefragt, das Projekt in Bayern durchzuführen. Das Projekt eröffnet zugewanderten Frauen mit speziellen Seminaren und einer intensiven Vernetzung bessere Möglichkeiten, sich in der Kommunalpolitik aktiv zu beteiligen und auf die Gestaltung der politischen Entwicklungen vor Ort Einfluss zu nehmen. In Bayern wurde die erste Phase des Projektes mit einer geschl0ssenen Gruppe von 15 Frauen im Rahmen von 6 Seminareinheiten durchgeführt. Das Projekt fand breite Unterstützung durch Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung und ein großes bayernweites Medieninteresse. Pilotprojekt „Mapping and stakeholder analysis of the integration landscapes in rural districts in Bavaria“ Projektlaufzeit: 11/2017 – 02/2018 Trägerschaft: AGABY Gefördert durch: OSIFE – Open Society Initiave for Europe Im Rahmen des Pilotprojekts wurde in zwei ausgewählten bayerischen Landkreisen eine Akteurs- und Bedarfsanalyse durchgeführt und die Studie „Wie? Wo? Mit wem funktioniert Integration?“ erarbeitet. Das Pilotprojekt legte den Grundstein für eine umfassendere Förderung durch OSIFE in 2019. 5 Akquise und Neukonzeption neuer Projekte für 2019 In 2018 wurden intensive Vorbereitungen für neue Projekte getroffen: Akquise, Antragstellung, inhaltliche Neukonzeption, Personalakquise und –auswahl. Stadt – Land – Kreis – Vernetzt: Förderung der Vernetzung integrationspolitischer Akteure und Strukturen im ländlichen Raum Projektlaufzeit: 15.12.2018 - 31.12.2019 Gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration Projektinhalte: Fortführung der integrationspolitischen Arbeit in ländlichen Räumen mit Schwerpunkt auf Vernetzung der Akteure MigrAktiv: Aktivierung der interkulturellen Zivilgesellschaft: Arbeitsmarktintegration, Antirassismus und Professionalisierung von Migrantenorganisationen Projektlaufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2020 Trägerschaft: AGABY Teilprojekt von MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ Gefördert durch: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit Projektinhalte: siehe extra Projektsteckbrief Organisationsförderung Projektlaufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2019 Gefördert durch: Open Society Initiative for Europe Projektinhalte: Organisationsentwicklung der haupt- und ehrenamtlichen Strukturen der AGABY als Dachorganisation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „Migrantinnen in die Kommunalpolitik” Projektlaufzeit: 04 - 12/2019 Trägerschaft: Otto-Benecke-Stiftung - AGABY Gefördert durch: Bundeszentrale für Politische Bildung Projektinhalte: Vertiefungsmodule für Empowerment und Professionalisierung von Frauen in ihrem kommunalpolitischen Engagement 6 Sonstige Aktivitäten Jubiläum (AGABY 25) Am 27. Oktober 2018 feierten die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns mit einem großartigen Festakt das 25-jährige Bestehen ihrer Dachorganisation AGABY. Die Veranstaltung fand in einem symbolisch sehr wichtigen Rahmen im Bayerischen Landtag statt. 200 Gäste, darunter Vertreter*innen aller kommunaler Integrationsbeiräte, Gründungsväter und –mütter der AGABY, politische Prominenz, Vertreter*innen der Landtagsfraktionen sowie wichtige Kooperationspartner und Wegbegleiter aus allen gesellschaftlichen Bereichen, haben an diesem Nachmittag AGABY gewürdigt. Das Jubiläum wurde von einem großen Medieninteresse begleitet (Printmedien lokal und bayernweit, zahlreiche Radiobeiträge – BR2, BR5).  Video Kampagnen anlässlich der bayerischen Landtagswahl Im Vorfeld der Landtagswahl konnte zwar keine eigene antirassistische Kampagne mehr entwickelt werden, dennoch wurden Beiräte mit Materialien und Ideen für Aktionen vor Ort versorgt. Einzelne Beiräte haben Materialien der folgenden Kampagnen und auch die landespolitischen Forderungen für die Öffentlichkeitsarbeit vor den Landtagswahlen aktiv genutzt:  Die Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich!“ wurde in 2018 von einzelnen Beiräten punktuell vor Ort weitergeführt bzw. weiterhin als Aktionsformat eingesetzt. Eine Fortsetzung in dieser offenen Form ist auch für 2020 zur Kommunalwahl geplant, wozu auch extra Projektmittel akquiriert werden sollen.  Die Kampagne „Wer Demokratie WÄHLT keine Rassisten“ der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurde von Beiräten bayernweit eingesetzt. 7  DemokratieBus in Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz  Die Kampagne von „Kleiner5“ Gemeinsame Aktion am 21. März 2019 „STOP Rassismus! Zusammenhalt statt Spaltung!“ Auch im Jahr 2019 waren die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns am Internationalen Tag gegen Rassismus, dem 21. März, sehr präsent. AGABY und das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. hatten zu Aktivitäten aufgerufen, einen gemeinsamen Slogan und ein Transparent entworfen und jedem Beirat ein Transparent zugesandt. 23 Integrationsbeiräte bayernweit haben unterschiedliche kreative und lautstarke Aktionen vor Ort organisiert und mit dem Einsatz des Transparents für den Wiedererkennungseffekt gesorgt. Die lokalen Medien berichteten sowohl in Presseartikeln als auch in mehreren Fernsehbeiträgen über die vielfältigen Aktivitäten.  Fotopräsentation 8
35. Vorstandsbericht_VV_AGABY_2018_Webversion.pdf  
Vorstandsbericht 2018 Aktivitäten der AGABY im Jahr 2017 AGABY wächst weiter: Im Jahr 2017 sind drei neue Beiräte der AGABY beigetreten, aktuell hat AGABY 29 Mitglieder. Ein weiterer Beirat hat in diesem Jahr die Mitgliedschaft beantragt. AGABY könnte also im Jahr 2018 die Anzahl von 30 Mitgliedsbeiräten erreichen. Politik – Landesebene  über das ganze Jahr hinweg regelmäßige Sitzungen der Enquete-Kommission (Vertretung durch Mitra Sharifi, Vorsitzende, die als Expertin ständiges Mitglied der Kommission ist). Ergebnisse der Enquete-Kommission werden vor der Sommerpause veröffentlicht. (Zum Thema Rassismus und Diskriminierung nahm unser stellv. Vorsitzender Hamado Dipama als „Experte“ an der Anhörung teil).  Konsultationen mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu unterschiedlichen integrationspolitischen Themen;  Konsultation mit den für Integrationspolitik zuständigen Abteilungsleitern des Sozialministeriums;  zahlreiche Pressemitteilungen (exemplarisch): gegen Abschiebungen nach Afghanistan, „Zukunftschancen nicht verbauen!“ für Ausbildungsduldung und Familiennachzug, zum Internationalen Tag gegen Rassismus, zur Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich“; und Organisierung einer Pressekonferenz zum AGABY-MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt?! Talentscouts für Flüchtlinge“;  Podiumsteilnahme, Vorträge und Workshops bei zahlreichen bayern- und bundesweiten Konferenzen und in Fachforen, insbesondere bei kommunalen Integrationskonferenzen, der Veranstaltung „Teilhabe als Menschenrecht“ im Bayerischen Landtag, dem Wunsiedler Forum sowie der bayernweiten Bürgerkonferenzen „Bayern 2030“ in Bamberg und der Jubiläumsfeier in Augsburg des Freistaats Bayern;  Unterstützung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI) beim Aufbau neuer Strukturen: Sicherung der strukturellen Förderung, Aufbau einer Bundesgeschäftsstelle und Auswahl einer Bundesgeschäftsführerin;  Selbstverpflichtungserklärung: „Wir dulden keinen Rassismus und keine Diskriminierung – erst recht nicht in den eigenen Reihen!“ 1 Gremienarbeit, strategische Partnerschaften und Kooperationen (exemplarischer Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit)  Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, zentrale Kampagne 2017-2018: „Wer Demokratie wählt keine Rassisten“ (läuft bis zu den Landtagswahlen 2018)  Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen (Kampagne 2018 „Demokratie – finde ich gut!“)  Bayerischer Integrationsrat – Mitra Sharifi, Lajos Fischer  Bayerischer Flüchtlingsrat: gemeinsame Presseerklärungen und Unterstützung des Appells an die Bayerische Staatsregierung „Integration statt Abschiebung“ - kontinuierliche Mitarbeit Hamado Dipama;  Bayerischer Jugendring: Kommission Integration – Nesrin Gül  Beirat Integration und Mobilität des Goethe Instituts - Mitra Sharifi  Beirat Petra- Kelly-Stiftung – Mitra Sharifi  Bundesweites Bündnis Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich!“ im Vorfeld der Bundestagswahl 2017  Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates (BZI) – seit 1. Juli 2017 Vorsitzender: Lajos Fischer  Enquete-Kommission „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“ (Bayerischer Landtag) – Mitra Sharifi  Forum Bildungspolitik Bayern: Manifest „Haltung zählt“ – Mitra Sharifi, Lajos Fischer  Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE) - Réka Lörincz  Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern: Kooperationspartner der Aktion am 21.03.2018 mit dem Motto „Lauter sein gegen Rassismus - NEIN zu Rassisten im Bayerischen Landtag und überall“, gemeinsamer Offener Brief an die Stadt Regensburg „Förderung und Etablierung von kommunalen Anti-Diskriminierungsstellen“ – Hamado Dipama, Mitra Sharifi, Ludwig Simek  Migrantinnen Netzwerk – Mitra Sharifi, Lütfiye Yaver, Ayfer Rethschulte  Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) – Nesrin Gül  Rundfunkrat des BR – Hamado Dipama 2 Finanzielle Situation der AGABY Eine institutionelle Anerkennung und Förderung auf Landesebene ist weiterhin zwingend notwendig und bleibt Hauptforderung von AGABY. Für die Finanzierung der AGABY-Arbeit stellt die Projektförderung weiterhin die einzige Möglichkeit dar. Eigenmittel stammen fast ausschließlich aus den symbolischen Mitgliedsbeiträgen und aus kleinen Spenden, die eins zu eins als Eigenbeteiligung in die Projektförderungen einfließen müssen. (Siehe Finanzbericht) Perspektivisches Ziel von AGABY ist es, die Finanzierungsquellen und die Laufzeiten der Projekte zu diversifizieren, um mehr Planungssicherheit und Unabhängigkeit zu erreichen. Es gibt Überlegungen, die rechtlichen Strukturen neu aufzustellen (Verein vs. gGmbH). Aktuelle Projekte: „Stadt.Land.Kreis. Integration!“ bis 12/2018 mit finanzieller Förderung des Bayerischen Sozialministeriums. Zum Projekt beim StMAS kann AGABY den notwendigen Eigenanteil von 10% weiterhin nicht leisten. Für 2017 konnte ein Eigenanteil von 5,3% ausgehandelt werden, den wir schrittweise jährlich aufstocken müssen. MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt!? und Talentscouts für Flüchtlinge“ bis 12/2018 im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. AGABY strebt an, diese Projekte ab Januar 2019 – evtl. mit einer Veränderung der Schwerpunkte – erneut zu beantragen und die Förderung zu verlängern. Kurzzeit-Projekte:  Akteurs- und Bedarfsanalyse in zwei Landkreisen, Pilotprojekt von vier Monaten, gefördert von OSIFE (Open Society Initiative for Europe).  Finanzielle Unterstützung für die Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich“ in Nürnberg durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“. 3 Projekte Projekt „Stadt.Land.Kreis. Integration!“ 1) Entwicklungen in der kommunalen Integrationslandschaft Bayerns Großes Interesse an der Gründung neuer kommunaler Beiräte, insbesondere in Landkreisen und Reformen in bestehenden Beiräten. AGABY hat auch im letzten Jahr zahlreiche Akteure in Kommunen und insbesondere Landkreisen (Beiratsmitglieder, Integrationsbeauftragte, Politiker*innen, Bürger*innen) zu den Themen Beiratsgründung, Reformen und Beiratsarbeit beraten und unterstützt: Gespräche vor Ort, Teilnahme an Veranstaltungen, Vorträge, Durchführung von Workshops vor Ort und bei der Fachtagung. AGABY unterstützt weiterhin die Gründung neuer Beiräte und die Reformen in bestehenden Beiräten mit Beratungen, Seminaren und im Rahmen der Fachtagung;  in 2017 wurde folgender Beirat gegründet: Asyl- und Integrationsbeirat im Landkreis Dachau  Planungen für die Beiratsgründung: Freising, Herzogenaurach (evtl. Landkreis Erlangen-Höchstadt), (Landkreis) Pfaffenhofen, Landkreis Roth, Landkreis Bamberg, Landkreis Haßberge, Landkreis Tirschenreuth, Stadt Passau, Landkreis Rhön-Grabfeld  Großes Interesse an regionaler Vernetzung und Austausch  Schwerpunkt-Themen: regionale Vernetzung, politische Arbeit, Beiratsarbeit in Landkreisen  Regionale Netzwerktreffen finden seit Sommer 2017 statt. Bei Interesse, bitte bei der Geschäftsstelle melden. 2) Seminare von AGABY Weiterhin große Nachfrage nach den Seminaren von AGABY. Die Seminare wurden und werden inhaltlich und organisatorisch vom kommunalen Beirat und der AGABY-Geschäftsstelle gemeinsam vorbereitet. Der kommunale Beirat und AGABY ko-finanzieren die Seminare. Wir bitten um Verständnis, dass die Seminare kostenpflichtig gebucht werden müssen. AGABY bot und bietet für die Beiräte Seminare zu folgenden Themen an: Grundlagen der Beiratsarbeit, Jahresplanung des Beirats, Beiratswahlen (Werben für Kandidat_innen und Mobilisierung für Wähler_innen), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Antirassismus-Seminar (in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.), Politische Partizipation – kommunales Wahlrecht; Neu: Grundlagenseminar für Landkreise, regionale Vernetzungstreffen Ein großer Erfolg war das bayernweite Seminar Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Dieses Seminar wurde 2017 neu konzipiert und erstmals durchgeführt. 4 MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt!?“ und „Talentscouts für Flüchtlinge“ Ziel des Projektes ist es, einen qualifikationsadäquaten Arbeitsmarktzugang für Migrant_innen und Geflüchtete zu erreichen. Im Jahr 2017 wurden Info-Veranstaltungen zum Anerkennungsgesetz für Migrantenorganisationen mit 339 Teilnehmer*innen durchgeführt. Die Talentscouts unterstützten insgesamt 853 Personen (teils mehrere Beratungstermine pro Person) und berieten sie zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Zeugnissen, zum Kompetenzfeststellungsverfahren usw. Die lokale, regionale, bundesweite und inzwischen auch internationale Vernetzung zum Thema Arbeitsmarktintegration wurde fortgesetzt. Ein großes Ereignis waren die Teilnahme und ein Workshop bei der International Metropolis Conference in Den Haag. Im Weiteren befinden sich 2 des insgesamt 5-köpfigen Talentscout-Teams in der Arbeitsgruppe der Migrantenselbstorganisationen im IQ Netzwerk in Berlin. Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde ausgebaut und gemeinsam mit der MigraNet-Koordination im Dezember 2017 eine Pressekonferenz durchgeführt. Diese war ein großer Erfolg, zahlreiche Artikel, Hörfunk- und ein Fernsehbeitrag wurden über das Projekt veröffentlicht.  Videopräsentationen: BR Frankenschau „Talentscouts helfen Geflüchteten Arbeit zu finden“ vom 14.12.2017 Das Projekt „Beruflich anerkannt?! Talentscouts für Flüchtlinge“ ist ein Teilprojekt von MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Projekt Akteurs- und Bedarfsanalyse in zwei Landkreisen Das Forschungsprojekt (11/2017-2/2018) wurde von OSIFE (Open Society Initiative for Europe) finanziell unterstützt. Für die Recherche und Analyse der Integrationsstrukturen wurden exemplarisch die Landkreise Haßberge und Miesbach ausgewählt. Als Ergebnis wurde ein Bericht zum Thema „Wie? Wo? Mit wem funktioniert Integration? Studie zu Akteuren und Integrationsmaßnahmen in ländlichen Regionen Bayerns“ erstellt. Zudem wurde ein Faltblatt-Flyer entwickelt, der die Methode veranschaulicht und die weitere Beratungsarbeit der AGABY erleichtern soll. 5 Kampagnen Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich!“ Mit enormem Engagement führten die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns ergänzend zur offiziellen Bundestagswahl im September 2017 eine Wahlkampagne durch. In sieben Städten Bayerns (München, Nürnberg, Erlangen, Bamberg, Kempten, Lindau, Rothenburg o. d. Tauber) gab es symbolische Wahllokale und Veranstaltungen. Die Kampagne „Hier lebe ich, hier wähle ich!“ fand bundesweit statt und wurde in Bayern von AGABY koordiniert. Die Forderung nach Einführung des kommunalen Wahlrechts erfuhr durch die bundesweite Vernetzung einen Motivationsschub, eine große öffentliche Aufmerksamkeit und ein beeindruckendes Presse-Echo (Presseartikel, Radio- und Fernsehbeiträge, WDR-Live-Diskussionsrunde). Der Pressespiegel umfasst 30 Seiten. Die Kampagne im Vorfeld der Bundestagswahl kann eine gute Vorlage für eine Kampagne zur bayerischen Landtagswahl im Oktober 2018 und für die Kommunalwahlen in 2020 sein. Gemeinsame Aktion am 21. März 2018 „Lauter sein gegen Rassismus – NEIN zu Rassisten im Bayerischen Landtag und überall“ Auch im Jahr 2018 waren die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns am Internationalen Tag gegen Rassismus, dem 21. März, sehr präsent. AGABY und das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. hatten zu Aktivitäten aufgerufen, jedoch keinen Aktionsplan vorbereitet. 16 Beiräte und ihre Kooperationspartner organisierten vor Ort ihre Aktion im öffentlichen Raum und beteiligten sich am Programm der Wochen gegen Rassismus. Die Medien berichteten sowohl in Presseartikeln als auch in mehreren Fernsehbeiträgen über die vielfältigen Aktivitäten.  Fotopräsentation auf der Website der AGABY 6
36. Vorstandsbericht_VV_AGABY_2017_Aktivitaeten2016.pdf  
Vorstandsbericht 2017 Aktivitäten der AGABY im Jahr 2016 AGABY wächst: Im Jahr 2016 sind neue Beiräte der AGABY beigetreten, insg. hat AGABY im Jahr 2016 den Stand von 26 Mitgliedern erreicht. Weitere 3 Beiräte haben in diesem Jahr die Mitgliedschaft beantragt. Im kommenden Jahr wird AGABY 25 Jahre alt. Vorstand und Geschäftsstelle planen eine Jubiläumsfeier zu organisieren. Politik – Landesebene - über das ganze Jahr hinweg hat uns das „Bayerische Integrationsgesetz“ intensiv beschäftigt (Stellungnahme, Verbands- und Expertenanhörungen, Pressemitteilungen, Infoveranstaltungen, zentrale Kundgebungen in München und Nürnberg und viele dezentrale, Anhörungen im Landtag, regelmäßige Sitzungen der Enquete-Kommission) - Konsultationen mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu unterschiedlichen Themen - Konsultation mit den für Integrationspolitik zuständigen Abteilungsleitern des Sozialministeriums - zahlreiche Pressemitteilungen (exemplarisch): Gegen die Abschaffung der Ausbildungsduldung, Gegen Abschiebungen nach Afghanistan, CSU Klausurpapier zum Thema Zuwanderung, Deutsch als Zweitsprache, Schulpflicht in der ARE - Positionspapier mit DGB, Evang. Kirche, Katholischer Kirche zum Thema „Flucht.Asyl.Menschenwürde“ - Podiumsteilnahme, Vorträge und Workshops bei zahlreichen bayern- und bundesweiten Konferenzen und in Fachforen Gremienarbeit, strategische Partnerschaften und Kooperationen - Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg - Bayerischer Integrationsrat - Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat - Bayerisches Bündnis gegen das Integrations(verhinderungs)gesetz: gemeinsame Pressekonferenzen, Kundgebungen und bayernweite Bündisarbeit - Bayerischer Flüchtlingsrat: Unterzeichnung und Unterstützung der Kampagne "Gemeint sind wir alle - Hier ist kein Platz für Nazis und Rassismus!", mehrere gemeinsame Presseerklärungen - Bayerischer Jugendring: Kommission Integration - Forum Bildungspolitik Bayern: Manifest „Haltung zählt“ - DGB: gemeinsame Kundgebung am 26.11.2016 in Nürnberg mit dem Motto "Heimat auf Bayerisch? Für ein solidarisches Miteinander und gegen das geplante bayerische Integrations(verhinderungs)gesetz" - Enquete-Kommission „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“ (Bayerischer Landtag) - Gewerkschaften und Kirchen: gemeinsame Veranstaltung am 20.06.2016 in Nürnberg „Mia san Mia - Integration geht anders!“ mit DGB Mittelfranken in Kooperation mit ver.di Mittelfranken, GEW Bezirk Mittelfranken, AGABY, CPH - Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE): Unterstützung des Projektes „Integrationslotsen“ - Migrantinnen Netzwerk - Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern: Kooperationspartner der Aktion am 21.03.2017 mit dem Motto „Rassismus ade! Vielfalt olé“, gemeinsame Presseerklärungen und Stellungnahmen Neue Gremien ab Mai 2017: - Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) - Rundfunkrat des BR Finanzielle Situation der AGABY - Für die Finanzierung der AGABY-Arbeit stellt die Projektförderung weiterhin die einzige Möglichkeit dar. Aktuell laufen zwei Projekte: „Stadt.Land.Kreis. Integration!“ bis 12/2018 mit finanzieller Förderung des Sozialministeriums und das MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt!? und Talentscouts für Flüchtlinge“ bis 12/2018 im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ) des Bundesministeriums Arbeit und Soziales. - Kleiner, aber trotzdem großer Erfolg, dass die Projektförderung beim StMAS ab diesem Jahr an den Doppelhaushalt gebunden ist. Dadurch haben wir eine Planungssicherheit für 2 Jahre (statt bisher 1 Jahr). Im MigraNet Projekt haben wir immer eine Projektlaufzeit von 3 Jahren. - Ein Kooperationsprojekt mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. ist in Planung. - Zum Projekt beim StMAS kann AGABY den notwendigen Eigenanteil von 10% weiterhin nicht leisten. Für 2017 konnte ein Eigenanteil von 5,3% ausgehandelt werden, den wir schrittweise jährlich aufstocken müssen. - AGABY hat außer den Mitgliedsbeiträgen und Spenden keine Eigenmittel (siehe Finanzbericht) - eine institutionelle Förderung wäre weiterhin zwingend notwendig Projekte Entwicklungen in der kommunalen Integrationslandschaft Bayerns Großes Interesse an der Gründung neuer kommunaler Beiräte und Veränderungen in bestehenden Beiräte. - AGABY unterstützt weiterhin die Gründung neuer Beiräte und die Reformen in bestehenden Beiräten mit Beratungen, Seminaren und im Rahmen der Fachtagung. - im letzten Jahr wurden folgende Beiräte gegründet: Bayreuth, Neu-Ulm - Beiratsplanungen: Freising, Herzogenaurach (evtl. Landkreis Erlangen-Höchstadt), (Landkreis) Pfaffenhofen, Landkreis Roth, Landkreis Bamberg, Landkreis Haßberge, Landkreis Tirschenreuth, Stadt Passau - Beiratswahlen in vielen Beiräten: München, Nürnberg, Fürth, Landkreis Lindau, in Augsburg wurden die Wahlen leider abgeschafft und ein neuer Beirat berufen - Großes Interesse an regionalen Vernetzung und Austausch - Schwerpunkt-Themen: regionale Vernetzung, politische Arbeit, Beiratsarbeit in Landkreisen  so haben wir auch unser neues Projekt ausgerichtet. Regionale Netzwerktreffen finden ab Sommer 2017 statt. Bei Interesse, bitte bei der Geschäftsstelle melden. Erweiterung des Online-Handbuchs um Kapitel zur Arbeitsmarktintegration Als Ergebnis des Projektes „Kommunale Integrationslandschaften. Modelle partizipativer Strukturen in Bayern“ in der Projektphase 2016 wurde das Online-Handbuch „Erfolgreich arbeiten im Integrationsbeirat“ um das Kapitel „Handlungsfeld Arbeitsmarktintegration“ ergänzt. Download: http://www.handbuch.agaby.de/index.php?id=90 Dank an alle Beiräte und Akteure der Arbeitsmarktintegration, die hier Unterstützung geleistet haben! Weitere Ergänzungen des Online-Handbuchs mit aktuellen Handlungsfeldern sind geplant. Seminare von AGABY Weiterhin große Nachfrage nach den Seminaren von AGABY. Die Seminare wurden und werden inhaltlich und organisatorisch vom kommunalen Beirat und der AGABY-Geschäftsstelle gemeinsam vorbereitet. Der kommunale Beirat und AGABY ko-finanzieren die Seminare. Wir bitten um Verständnis, dass die Seminare kostenpflichtig gebucht werden müssen. AGABY bot und bietet für die Beiräte Seminare zu folgenden Themen an: Grundlagen der Beiratsarbeit, Jahresplanung des Beirats, Beiratswahlen (Werben für Kandidat_innen und Mobilisierung für Wähler_innen), Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Antirassismus-Seminar (in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.), Politische Partizipation – kommunales Wahlrecht; Neu: Grundlagenseminar für Landkreise, regionale Vernetzungstreffen MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt!?“ und „Talentscouts für Flüchtlinge“ Bisheriges Projekt wurde um Talentscouts für Flüchtlinge erweitert und weiter ausgebaut. Projektleiterin und Referentin: Yuliya Jabbari Team mit 4 mobilen Berater_innen: - Souzan Nicholson an den Standorten Bamberg und Bayreuth für den Regierungsbezirk Oberfranken - Ahu Yildirim am Standort Würzburg für den Regierungsbezirk Unterfranken, mit Nebenstandort Schweinfurt - Sami Ibrahim am Standort Kempten für den Regierungsbezirk Schwaben - Ludwig Simek am Standort Regensburg für die Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern, mit Nebenstandorten Straubing und Landshut Großes Interesse an Info-Veranstaltungen; die lokalen Netzwerke und die Kontakte zu Multiplikator_innen wurden weiter ausgebaut; die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte vor Ort spielten wichtige Rolle bei der Erreichung der Zielgruppe. Insgesamt wurden Info-Veranstaltungen mit 775 Teilnehmer_innen durchgeführt und 485 Ratsuchende von den Talentscouts unterstützt (in der Regel mehrere Beratungstermine pro Person). Die Projektmitarbeiter_innen nahmen an Podien zum Thema Arbeitsmarktintegration teil und führten Workshops auf Veranstaltungen durch; zunehmend nahmen Integrationskurse das Angebot des Projektes wahr. Kampagnen Kampagne Kommunales Wahlrecht Neustart der Kampagne seit Herbst 2015 wurde von den Beiräten und weiteren Organisationen gut unterstützt. Aktuell in Planung: - eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen der kommunalen Beiräte in Kooperation mit AGABY und der Hans-Seidel-Stiftung zum Thema politische Partizipation und Wahlrecht (Anlass: die Studie der HSS: „Politische Partizipation der Migranten in Bayern“) - bundesweite Aktion: symbolische Wahlen am 24. September 2017 (am Wahlsonntag) für alle Menschen, die nicht wählen dürfen. Als Auftakt der Interkulturellen Wochen. Konzept ähnlich zu 21. März. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Beiräte mitmachen würden. AGABY unterstützt gerne. - eine Diskussionsveranstaltung, sobald die Kommunalwahlen näher rücken (2020) und die Aktualität des Themas wieder zunimmt. Gemeinsame Aktion am 21. März – „Rassismus ade! Vielfalt olé“ Es ist großartig, dass bereits im dritten Jahr die traditionellen Aktionen der Integrationsbeiräte Bayerns am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfanden. Eine wachsende Zahl, 17 Beiräte haben vor Ort Aktionen durchgeführt. Durch die Kooperation mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. und gemeinsame Pressearbeit und den Widererkennungseffekt der Aktion haben wir ein großes öffentliches und mediales Interesse erreichen können. Sehr gute und breite Berichterstattung bayernweit. Wir freuen uns auf Rückmeldungen zur Aktion! Teilen Sie uns mit, wo und welche Unterstützung Sie noch bräuchten und auch, welche Ideen und Vorschläge Sie für die Aktion im kommenden Jahr haben.
37. Vorstandsbericht_VV_AGABY_2016_Aktivitaeten_2015.pdf  
Vorstandsbericht 2016 Aktivitäten der AGABY im Jahr 2015 Politik – Landesebene - Pressemitteilung: „AGABY warnt vor Rassismus innerhalb der Bevölkerung mit Migrationserfahrung“ - Stellungnahme des AGABY Vorstandes: Solidarität mit geflüchteten Menschen und die Rolle der Beiräte - Schwerpunkt: Bayerisches Integrationsgesetz (Verbandsanhörung bis 6. April, Resolution der VV zum Gesetzentwurf der Bayerischen Staatsregierung) Gremienarbeit, strategische Partnerschaften und Kooperationen - Bündnis für Toleranz – Wunsiedler Forum (Mitra Sharifi war Hauptinputgeberin) - Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat - Bayerischer Flüchtlingsrat (mehrere gemeinsame Presseerklärungen und Demonstrationen) - Bayerischer Jugendring - BLLV – Bildungsforum - Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE): Unterstützung des Projektes „Integrationslotsen“ - Migrantinnen Netzwerk - DGB: 2 gemeinsame Veranstaltungen zu den Themen „Pegida“ und „Flucht.Asyl.Menschenwürde.“ - Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg - Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern: Entwicklung eines Workshops zum Thema Rassismus; Kooperationspartner „LAUTER sein gegen Rassismus“ am 21.3.2016 Entwicklungen in der kommunalen Integrationslandschaft Bayerns Großes Interesse an der Gründung neuer kommunaler Beiräte und Veränderungen in bestehenden Beiräte. - AGABY unterstützt weiterhin die Gründung neuer Beiräte und die Reformen in bestehenden Beiräten mit Beratungen, Seminaren und im Rahmen der Fachtagung - im letzten Jahr wurden folgende Beiräte gegründet: Karlstadt, Rothenburg - eine Neugründung / Reform: Landkreis Sonthofen - Beiratsplanungen: Bayreuth, Freising, Herzogenaurach (evtl. Landkreis Erlangen-Höchstadt), (Landkreis) Pfaffenhofen, Landkreis Roth, Landkreis Bamberg, Landkreis Tirschenreuth, Stadt Passau - Großes Interesse an Vernetzung und Austausch der schon bestehenden Beiräte (Fachtagung) - Schwerpunkt-Themen: Wahlmodelle, Wahlordnungen (in Schwabach und Nürnberg wurde gewählt, im Landkreis Lindau und in Fürth stehen Wahlen im Jahr 2016 bevor, in Augsburg und München in 2017) Seminare von AGABY Seit der letzten Vollversammlung fanden insgesamt 6 Seminare statt: - Karlstadt, Landshut, Nürnberg, Lindau, Kempten - bayernweites Seminar zum Thema Beiratswahlen (in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung) Die Seminare wurden und werden inhaltlich und organisatorisch vom kommunalen Beirat und der AGABYGeschäftsstelle gemeinsam vorbereitet. AGABY bot und bietet für die Beiräte Seminare zu folgenden Themen: Grundlagen der Beiratsarbeit, Jahresplanung des Beirats, Beiratswahlen (Werben für Kandidat_innen und Mobilisierung für Wähler_innen), Presse und Öffentlichkeitsarbeit NEU im Angebot: Antirassismus Seminar (in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.) In Planung: Seminar für hauptamtliche MitarbeiterInnen der Geschäftsstellen der Beiräte (s.a. Infoblatt „Seminarangebote AGABY“) Kampagnen Clubklagen gegen Rassismus Tests von Diskotheken in München zeigten deutlich deren rassistische Einlasspolitik. Da zunächst keine Verbesserung zu erreichen war, klagte Hamado Dipama gegen die Diskos. Dabei zeigte sich, dass das AGG als Mittel gegen Rassismus im Alltag und in Institutionen nur begrenzt weiter hilft. Prozesse verliefen teils erfolgreich. Interesse für das Problem und Sensibilisierung konnten erreicht werden. Gute Medienberichterstattung. Kampagne Kommunales Wahlrecht Neustart der Kampagne im Herbst 2015 wurde von den Beiräten und weiteren Organisationen gut unterstützt. Bisherige Aktivitäten: - Aktualisierung von Flyer mit Postkarte, Plakat und Internetseite - Organisationleitfaden für Beiräte zur Durchführung von Aktionen - Facebook-Seite und Fotoaktion - zahlreiche inhaltliche bundesweite Kooperationen (Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz, Citizens für Europe, Neue Deutsche Organisationen) Geplant ist eine Diskussionsveranstaltung, wenn die Kommunalwahlen näher rücken (2020) und die Aktualität des Themas wieder zunimmt Gemeinsame Aktion am 21. März – LAUTER sein gegen Rassismus Die zweite Aktion zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März – Damit haben die Beiräte Bayerns und AGABY eine Tradition begründet, die jährlich fortgesetzt werden soll. Die LAUTER-Aktion war mit der Beteiligung von 14 Kommunen Bayerns und über 3000 Menschen sehr erfolgreich. Bunte Züge, fröhliche Veranstaltungen mit Musik (Ode an die Freude), Tanz auf der Straße, Demozüge. Sehr gute und breite Berichterstattung bayernweit. Aus den lokalen Filmen wurde ein Kurzfilm zusammengestellt: https://youtu.be/pQgYupXQvaU Finanzielle Situation der AGABY - AGABY-Arbeit wird weiterhin durch Projektförderung finanziert: Aktuelles Projekt „Kommunale Integrationslandschaften“ bis 12/2016, anschließend muss ein neues Projekt beantragt werden - Notwendigen Eigenanteil von 10% kann AGABY nicht leisten - AGABY hat außer den Mitgliedsbeiträgen keine Eigenmittel - eine institutionelle Förderung wäre weiterhin zwingend notwendig  Danke für die Unterstützung der Beiräte durch den Brief an Herrn Seehofer!! - ein gemeinsamer Brief an Herrn Seehofer wurde in der VV 2015 verabschiedet, von Vertreter_innen aller Beiräte unterschrieben und an Herrn Seehofer verschickt - zusätzlich haben viele Beiräte eigene Briefe verschickt - Antwort-Schreiben der Bayerischen Staatskanzlei und des Sozialministeriums deuten leider nicht auf eine Verbesserung der Situation hin: …Förderrichtlinien lassen keine institutionelle Förderung zu … - viele Beiräte haben den Brief auch selbst an Herrn Seehofer gerichtet (mit Unterschrift Oberbürgermeister/in bzw. alle Beiratsmitglieder) Empfehlungskatalog zur Integrationspolitik und Beiratsarbeit Als Ergebnis des Projektes „Kommunale Integrationslandschaften. Modelle partizipativer Strukturen in Bayern“ in der Projektphase 2015 wurden ein Empfehlungskatalog und ein ausführlicher Projektbericht erstellt. Download: http://agaby.de/Publikationen.600.0.html Dank an alle Beiräte und Akteure der Integrationsarbeit, die sich beteiligt haben! MigraNet-Projekt „Beruflich anerkannt!?“ und „Talentscouts für Flüchtlinge“ Bisheriges Projekt wurde um Talentscouts für Flüchtlinge erweitert Yuliya Gorbunova ist weiterhin Referentin + neue Funktion: Projektleiterin Michaela Baetz macht weiterhin Finanzverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit (Teilzeit) Neue Mitarbeiterin für Verwaltung und Finanzen (Teilzeit): Svetlana Lavrova Neues Beratungsteam: 4 mobile BeraterInnen: - Souzan Nicholson an den Standorten Bamberg und Bayreuth für den Regierungsbezirk Oberfranken - Ahu Yildirim am Standort Würzburg für den Regierungsbezirk Unterfranken - Angelika Czajor am Standort Kempten für den Regierungsbezirk Schwaben - Ludwig Simek am Standort Regensburg für die Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern
38. Vorstandsbericht_VV_AGABY_2015.pdf  
Vorstandsbericht 2015 Neue Aufstellung der Geschäftsstelle: - seit Oktober 2014 neue Geschäftsführerin und Projektkoordinatorin: Réka Lörincz. - Michaela Baetz unterstützt als Projektmitarbeiterin (Teilzeit) beide Großprojekte von AGABY und generell die Arbeit der Geschäftsstelle. - ab Oktober ist auch Yuliya Gorbunova mit ihrem Projekt „Beruflich anerkannt“ (Teilzeit) in die Geschäftsstelle eingezogen und unterstützt zusätzlich auch dort die Arbeit. Projekte der AGABY „Empowerment & Partizipation“ endete im Mai 2014: Ergebnis war u. a. das Online-Handbuch Neues Projekt ab Juni: Kommunale Integrationslandschaften Dieses Projekt läuft bis Ende 2015, Ergebnis werden Handlungsempfehlungen zur erfolgreichen Integrationsarbeit sein, die AGABY herausgibt. Laufendes Projekt: MigraNet „Beruflich anerkannt?!“ (verlängert um 3 Jahre) Gremienarbeit, strategische Partnerschaften und Kooperationen - Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Bayerischer Integrationsbeauftragter Martin Neumeyer und Bayerischer Integrationsrat - seit Anfang 2014 Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen – Kooperation bei RESPEKT Aktion, Wunsiedler Forum - BZI – 21.03.2015 in Bonn, neu im BZI-Vorstand aus Bayern: Lajos Fischer; AGABY-Antrag an BZI über Aufenthaltsgebühren und Sicherheitsbefragung (Antrag und Gebührentabelle in der Tagungsmappe) - in Bündnissen gegen Rassismus und Rechtsextremismus - Migrantinnennetzwerk, Mitwirkung im Vorstand, Kooperation mit Integrationsbeirat Ingolstadt und Migrantenund Integrationsbeirat Bamberg - Bayerischer Flüchtlingsrat (mehrere gemeinsame Presseerklärungen und Demonstrationen) - Strategischer Partner: DGB Bayern – Kooperation Kommunales Wahlrecht und Pegida Veranstaltung in Nbg - Gründung des Netzwerkes Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern Politik – Landesebene - Integrationskonferenz in November 2014 im StMAS: u.a. Diskussion über die Präambel für das Dokument „Zukunft Integration“ (befindet sich noch im Verfahren!!) - Kontakte Landtagsfraktionen - Vorstellung der Studie „Integration ist auch Ländersache“ (FES+SPD) - Tagungen und Konsultationen mit BAMF und Polizei AGABY unterstützt weiterhin - die Gründung neuer Beiräte (Gespräche laufen derzeit mit Bayreuth und Pfaffenhofen) - die Vernetzung und Austausch der schon bestehenden Beiräte (Seminare und Fachtagung) - die Fortbildung und Beratung von Beiräten (z.B. zum Thema Wahlordnung) Seminare von AGABY AGABY bietet für die Beiräte weiterhin Seminare zu unterschiedlichen Themen an: Grundlagenseminare, Jahresplanung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Antidiskriminierungsseminar und andere thematische Seminare Seit der letzten Vollversammlung fanden insgesamt 4 Seminare statt: Würzburg, Ingolstadt, Lindau, Bamberg In diesem Jahr ist der Zahl der Seminaranfragen viel höher und das Themenspektrum ist viel breiter geworden. Derzeit haben wir schon 3 weitere Seminaranfragen für dieses Jahr. Deshalb bitten wir um Geduld, wenn sich die Organisation etwas verzögert. Neue Kooperation in diesem Bereich mit Friedrich Ebert Stiftung. - Am 27. Juni organisieren wir für alle Beiräte Bayerns ein Seminar zu Beiratswahlen. - Kamen viele Anfragen zum Thema, es stehen im Jahr 2016 in vielen Kommunen Bayerns Beiratswahlen an - Die Einladung ist in den Tagungsmappen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Kampagnen Clubklagen Kampagne - Am 25.11.2014 hat das Amtsgericht München das erste positive Urteil mit Schmerzensgeld zu Gunsten von Herrn Dipama verkündet. Insgesamt hat Hamado Dipama zwei Verfahren gewonnen. - Inzwischen sind drei Verfahren mit einem Vergleich zu Ende gegangen, in welchen die Betreiber sich verpflichteten, dass niemand aufgrund seiner Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit diskriminiert werden dürfe. Zwei Betreiber gehen sogar konkreter vor und planen, gemeinsam mit dem Kläger und dem Ausländerbeirat durch Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung zu agieren. -AGG bietet neue Chancen bei Klagen! - Eine der sechs Klagen wurde unverständlicherweise abgewiesen. Hiergegen hat der Kläger bereits beim Landgericht München Berufung eingelegt. (Ein Poster zum Überblick steht im Foyer.) RESPEKT-Aktion – 21. März 2015 War ein Experiment, sehr erfolgreich, Danke fürs Mitmachen. Die Aktion fand in Kooperation mit dem Bayerischen Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen und den Beiräten vor Ort statt. (Details siehe Mappe) Kampagne Kommunales Wahlrecht - Danke für die bisherige Unterstützung der Beiräte (bisher insg. 6 Beiräte). Ein Konzept für einen Neustart der Kiampagne wurde erarbeitet, die weitere Planungen bei der VV 2015 Finanzielle Situation der AGABY hier nur allgemein als Hintergrund zum TOP 7 – Brief an Seehofer - AGABY-Arbeit weiterhin als Projektförderung (befristet bis Ende 2015) - Eigenanteil von 10% - AGABY hat außer den Mitgliedsbeiträgen keine Eigenmittel - eine institutionelle Förderung ist zwingend notwendig Ideen für die Akquirierung von Eigenmitteln (bisher ohne Erfolg) - Spendenbriefe – allg. siehe in den Tagungsmappen, und gezielt (Bayr. Sparkassenpräsident) - Bußgelder – intensive Kontakte zu Richter fehlen - Stiftungen, Privatspender usw. Gespräche, stattgefunden und noch geplant - mit Sozialministerium (StMAS hat vorerst eine institutionelle Förderung abgelehnt, weitere Gespräche sind geplant) - Herr Neumeyer, Integrationsbeauftragter - Herr Unterländer, MdL (CSU), Vorsitzender des Sozialausschusses - Herr Maly, Bayerischer Städtetagspräsident - Frau Stamm, Landtagspräsidentin Vorstand und Geschäftsstelle würden sich freuen, wenn die Beiräte bei der Akquirierung von Eigenmitteln konkret, oder durch Kontakte, Ideen usw. Unterstützung leisten könnte.
39. Kooperationen  
Kooperationsprojekte AGABY ist ist bei der Realisierung von Projekten ein wichtiger Kooperationspartner für andere Organisationen. Wir bringen die Perspektive der Migrant*innen ein und vernetzen uns mit den lokalen Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräten Bayerns. Erfolgreiche Integration auf europäischer Ebene „Successful Migrant Integration in Regions“ heißt das dreijährige Projekt im Rahmen des Erasmus + Programms, bei dem AGABY einer der Kooperationspartner ist. Im Mittelpunkt stehen die Unterstützung und Entwicklung von Innovationen im Bereich Integration. Die Organisation Association for Migration and Integration (SIMI) in Tschechien hat das Projekt initiiert, neben AGABY sind die slowakische Organisation Liga za l'udské práva (Human Rights League) und die belgische Stadt Mechelen beteiligt. In den nächsten drei Jahren werden sich die vier Projektpartner fachlich über Integrationspolitik austauschen und gemeinsam Veranstaltungen durchführen. Einmischen Das Projekt "Einmischen" des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE) hat zum Ziel, die demokratische Haltung und das politisches Engagement von jungen Menschen zu stärken. AGABY ist mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ), der Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Bayern (lagfa) und weiteren Organisationen Kooperationspartner. AGABY wird seine Expertise zu den Themen "Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit" einbringen und Schulklassen bei ihren Engagement-Projekten unterstützen. Artikel zum Projekt in Zeitschrift des Bayerischen Realschullehrerverbands
40. Integrationskonzept_Nuernberg_2015.pdf  
Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe der Stadt Nürnberg Von den 500.000 Einwohnern/innen Nürnbergs sind rund 17 Prozent Ausländer/innen aus mehr als 150 Ländern. Rechnet man Spätaussiedler/innen, Eingebürgerte und ihre Kinder dazu, hat rund ein Drittel der Bevölkerung einen sogenannten Migrationshintergrund. chend zur „Chefsache“ erklärt hat, begann eine neue Phase kommunaler Integrationspolitik in Nürnberg. Integration wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft und von allen Referaten und Dienststellen berücksichtigt werden muss. Kommunale Integrationspolitik hat in Nürnberg eine lange Tradition: Auf Verwaltungsebene wird die referatsübergreifende „Koordinierungsgruppe Integration“ ins Leben gerufen, in der Vertreter/innen aller Geschäftsbereiche der Stadt Nürnberg vertreten sind. Sie sorgt für gegenseitige Information und übergreifende Planung. Ihre inhaltliche Arbeit wird vom „Kuratorium für Integration und Menschenrechte“ beratend begleitet, in dem alle maßgeblich gesellschaftlichen Kräfte vertreten sind. Daneben wird speziell der Kontakt zu Migrantenorganisationen gepflegt. Auf Stadtratsebene beschäftigt sich die „Kommission für Integration“ mit allen einschlägigen Fragestellungen, die zuvor in den genannten Gremien behandelt wurden. Sie löst die frühere Ausländerkommission ab. Bereits 1973 richtet Nürnberg als eine der ersten Städte in Deutschland einen Ausländerbeirat ein. Entgegen dem Beispiel anderer Städte, wird dieser in Nürnberg gewählt und nicht ernannt. Schon in den 1980er Jahren wurden Menschen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungserfahrung in Nürnberg auch unter Kompetenz- und Potenzial-, nicht nur unter Defizitaspekten betrachtet. Integration wurde und wird im Rahmen eines breit angelegten Projektes als zweiseitiger, dynamischer und flexibler Prozess definiert. Früh entstanden Stadtteilarbeitskreise als lokale Netzwerke und Basis für dienststellen- und trägerübergreifende Zusammenarbeit und Abstimmung. Der Stadtrat verabschiedete 2004 einstimmig die Leitlinien für das Nürnberger Integrationsprogramm, das 2002 das „Ausländerprogramm“ ablöste und seitdem sukzessive fortgeschrieben wird. 1984 wird der Aussiedlerbeirat eingerichtet und das erste „Ausländerprogramm der Stadt Nürnberg“ durch den Stadtrat verabschiedet. Im Mai 2010 wurde der „Rat für Integration und Zuwanderung“, in dem die bisherigen Gremien „Ausländerbeirat“ und „Aussiedlerbeirat“ zusammengeführt sind, gewählt. Die Behandlung seiner Anliegen erfolgt sowohl in der Koordinierungsgruppe Integration als auch in der gemeinsamen Kommission für Integration. Mit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly im Jahr 2002, der das Thema Integration als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben sieht und es dementspre- ORGANISATION DER NÜRNBERGER INTEGRATIONSPOLITIK Stadtrat Beratung hm en nsInformatio austausch Berichte e na äg ng hl sc llu Referate und Dienststellen Stimmberechtigt: Mitglieder des Stadtrates Beratend: Mitglieder des Rats für Integration und Zuwanderung r Vo Ste Empfehlungen Kuratorium für Integration und Menschenrechte Kommission für Integration Stellungnahmen Rat für Integration und Zuwanderung Begleitung der Nürnberger Integrationspolitik Beschlüsse Koordinierungsgruppe Integration referatsübergreifend zusammengesetzt berufen aus Verbänden, Kammern, Hochschulen u.s.w. POLITIKEBENE VERWALTUNGSEBENE Informat ionsaustausc h Referate und Dienststellen Grafik: Herbert Kulzer, Stadtgrafik Nürnberg Berufung Oberbürgermeister www.integration.nuernberg.de www.nuernberg-interkultur.de Integrationsprogramm der Stadt Nürnberg Die verwaltungsinterne „Koordinierungsgruppe Integration" hat Ende 2004 den ersten Teil des neuen Integrationsprogramms fertiggestellt, in dem die Rahmenbedingungen und Leitlinien der kommunalen Integrationspolitik der Stadt Nürnberg bestimmt werden. Neben den Leitlinien enthält der erste Teil des Integrationsprogramms einen Rückblick auf die Nürnberger Integrationspolitik der letzten Jahrzehnte, eine Bestimmung der Zielgruppen, die in dem Programm berücksichtigt werden sollen, eine Analyse der Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen und eine ausführliche Situationsbeschreibung mit umfangreichen Auswertungen statistischer Daten. Das Integrationsprogramm und somit die kommunale Integrationsarbeit in Nürnberg umfasst folgende Handlungsfelder: • • • • • • • Die Vorlage wurde am 7. Oktober 2004 in der Kommission für Integration des Nürnberger Stadtrats vorgestellt und sowohl von den Stadtratsfraktionen als auch vom damaligen Ausländerbeirat und Aussiedlerbeirat als wichtige Grundlage für die weiteren integrationspolitischen Überlegungen begrüßt. Das Programm wird derzeit für die jeweiligen Handlungsbereiche fortgeschrieben. Bildung, Ausbildung, Sprachförderung Interkulturelle Öffnung Seniorinnen und Senioren Gesundheit Sport Kultur Internationalität, Chancen für die deutschen Metropolregionen • Ethnische Ökonomie • Menschenrechte, inklusive Antidiskriminierung und Flüchtlinge Außerdem arbeitet die Koordinierungsgruppe Integration, teilweise in themenbezogenen Arbeitsgruppen, zu weiteren Themenfeldern, wie u.a. gesellschaftliche Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement, Frauen und Gender, interreligiöser Dialog und Armut. Zudem wird im Integrationsprogramm der Bezug zum Nationalen Integrationsplan dargestellt, der am 12. Juli 2007 vom Bund vorgestellt wurde. Die einzelnen Kapitel des Integrationsprogramm finden Sie unter: www.integration.nuernberg.de Leitlinien des Integrationsprogramms der Stadt Nürnberg Mit 68 : 1 Stimmen vom Stadtrat am 24.11.2004 beschlossen Seit dem Beginn der städtischen Zivilisation vor fast fünf Jahrtausenden ist die kulturelle Vielfalt der Städte, die Weiterentwicklung der Kultur durch die Integration von Menschen, die andere kulturelle Kontexte mit sich bringen, wesentlicher Motor der gesellschaftlichen Entwicklung. Die Einlösung des Ziels einer Solidargesellschaft zeigt sich gerade auch daran, wie mit Menschen umgegangen wird, die noch keine lange und kontinuierliche Verwurzelung in einer Stadt haben. Je offener eine Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern umgeht, desto innovativer wird sie sich im globalisierten Kontext zeigen können. Eine Stadt lebt von der positiven Spannung, die die verschiedenen Kulturen mit sich bringen. Nürnberg hat vor dem Hintergrund seiner Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und der daraus abgeleiteten Selbstverpflichtung als „Stadt der Menschenrechte“ unmittelbaren Anlass, das Thema Menschenrechte auch im Alltag der Stadt umzusetzen – insbesondere auch im Hinblick auf die Würde von Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund. Auf der Basis des allgemeinen Leitbilds der Stadt Nürnberg gibt sich die Stadt deshalb in Weiterentwicklung ihrer bisher formulierten integrationspolitischen Ziele folgende Leitlinien für ihre künftige kommunale Integrationspolitik: 1. Integration als zentrales Thema der Kommunalpolitik Die Integration aller Menschen mit Migrationshintergrund ist für die Stadt Nürnberg eine ihrer zentralen kommnalpolitischen Aufgaben. Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Abstammung soll auch weiterhin das Selbstverständnis unserer Stadt prägen. 6. Integration als wechselseitiger Prozess Integration ist keine einseitige Eingliederungsleistung der Menschen mit Migrationshintergrund, sondern verlangt allen in der Stadt lebenden Menschen Annäherungsprozesse ab. Die Stadt Nürnberg fördert durch geeignete Maßnahmen gegenseitige Akzeptanz und Toleranz sowie den interkulturellen Dialog. 2. Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe Integrationspolitik wird dabei als Querschnittsaufgabe begriffen, die nachhaltig alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft und von allen Referaten und Dienststellen der Stadt sowie den städtischen Unternehmen bei ihrer Arbeit berücksichtigt werden muss. 7. Wertschätzung kultureller Vielfalt Wo das Zusammenleben Probleme und Konflikte mit interkulturellen Ursachen oder Folgen schafft, bemüht sich die Stadt offensiv um Lösungen. Gleichzeitig sieht sie in der kulturellen Vielfalt der Stadtbevölkerung ein zukunftsweisendes positives Entwicklungspotential für unsere Stadt. 3. Orientierung an der Lebenslage Sie orientiert sich dabei nicht an ethnischen Merkmalen oder an der Staatsangehörigkeit, sondern an der Lebenslage der Menschen. Sie bezieht deshalb alle Menschen mit Migrationshintergrund ein, die auf längere Zeit hier ihren Lebensmittelpunkt haben – ob mit oder ohne deutschen Pass, ob „Ausländer/innen“ oder „Aussiedler/innen“. 8. Gleichberechtigte Teilhabe Die in Nürnberg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sollen gleichberechtigt an allen städtischen Angeboten und Leistungen teilhaben können. Die Stadt Nürnberg sieht sich in all ihren Planungen und Maßnahmen einer interkulturellen Orientierung verpflichtet. Die bestehenden Angebote und Einrichtungen sollen dazu, wo nötig, zielgruppengerecht verändert und ergänzt werden. Die Vielschichtigkeit der Migrantenbevölkerung ist dabei zu berücksichtigen. 4. Angebote unabhängig der Aufenthaltsdauer Angebote der Integrationspolitik richten sich dabei nicht nur an Neu-Zuwanderer, sondern grundsätzlich auch an Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits hier leben. 5. „4-Säulen-Prinzip“ der Integration Die kommunale Integrationspolitik lässt sich wie die bundespolitische Integrationspolitik vom „4 Säulen-Prinzip“ der Integration (sprachliche Integration, gesellschaftliche Integration, berufliche Integration, soziale Beratung und Betreuung) leiten. Sprachförderung ist dabei ein wesentliches und notwendiges, aber kein ausreichendes Handlungsfeld der Integrationspolitik. 9. Interkulturelle Öffnung und Kompetenz Die Stadt Nürnberg strebt in ihrer Verwaltung und in den städtischen Unternehmen eine verstärkte Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund an und will damit auch eine Vorbildfunktion als Arbeitgeber/innen übernehmen. Die Mehrsprachigkeit und die Kenntnisse anderer Sprachen und Kulturen sind bei Bewerbungen als wichtige Zusatzqualifikationen anzusehen. Generell wird interkulturelle Kompetenz als wichtige Schlüsselqualifikation städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachtet. 10. Breite Beteiligung am Integrationsprozess Die Stadt Nürnberg ist bestrebt, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen aktiv in den Integrationsprozess einzubeziehen. Dabei soll auch bürgerschaftliches Engagement im Bereich integrativer Maßnahmen gefördert werden. 11. Unterstützung nicht-städtischer Akteure Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützt die Stadt Nürnberg Verbände, Vereine und Initiativen bei integrativen und interkulturellen Maßnahmen und Aktivitäten. Dabei wird eine verstärkte Vernetzung der unterschiedlichen Angebote verschiedener Anbieter angestrebt und seitens der Stadt unterstützt. 14. Verknüpfung der Querschnittsthemen Die Verknüpfung der Integrationspolitik mit anderen Querschnittsaufgaben der Kommunalpolitik ist sicherzustellen. 15. Zusammenarbeit mit Land und Bund Die Stadt Nürnberg setzt sich in den Gremien der kommunalen Spitzenverbände gegenüber Land und Bund für die politische und soziale Gleichstellung aller Menschen mit Migrationshintergrund ein. Außerdem sucht die Stadt die enge Zusammenarbeit mit dem in Nürnberg ansässigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Foto: Peter Roggenthin 12. Menschenrechte als Maßstab Allen Formen von Rassismus und Diskriminierung tritt die Stadt Nürnberg mit Entschiedenheit entgegen. Im Rahmen der geltenden Gesetze und individuellen Rechte garantiert sie allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Wahrung ihrer religiösen und kulturellen Orientierungen. 13. Öffentlichkeitsarbeit Eine offensive Öffentlichkeitspolitik ist wichtiger Bestandteil kommunaler Integrationspolitik. Impressum: Herausgeberin: Stadt Nürnberg Kontakt: Amt für Kultur und Freizeit, Koordination Integrationsprogramm, Sandra Bröring, Telefon: 0911 231-4674, sandra.broering@stadt.nuernberg.de Weitere Informationen: www.integration.nuernberg.de, www.nuernberg-interkultur.de Gestaltung: Herbert Kulzer, Stadtgrafik Nürnberg Druck: WfB Nürnberg gGmbH Mai 2011 / 500 Weitere Informationsmaterialien zur Integrationspolitik in Nürnberg sind derzeit in Vorbereitung. Bitte nutzen Sie auch die im Internet unter www.integration.nuernberg.de bereitgestellten Informationen. www.integration.nuernberg.de www.nuernberg-interkultur.de
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