1. Kampf_gegen_Rassismus_Ansprechen__Aussprechen__Mitsprechen_Sonntagsblatt_-_360_Grad_evangelisch.pdf  
Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen | Sonn... 1 von 4 https://www.sonntagsblatt.de/Cigdem-deniz-rassismus-aschaffenburg (/) 6. April 2021 An�diskriminierungsarbeit in Bayern Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen Von Ju�a Olschewski (/autor/ju�a-olschewski) Black Lives Ma�er, Hanau, Halle - das Thema Rassismus ist aktueller denn je. Wie es im alltäglichen Miteinander und in der Gesellscha� wirkt und wie man sich dagegen stellt, lernen jetzt 30 Mitglieder von Integra�onsbeiräten bei einem neuen Kurs. Wir stellen das Projekt An�diskriminierungsarbeit in Bayern vor. © epd-bild/Khrystyna Jalowa Eric Mbarga, pädagogischer Leiter des Projekts in Nürnberg. Cigdem Deniz hat es ausprobiert. Sie hat sich einen langen Rock angezogen und ein Kopftuch umgebunden. "Die Menschen haben anders auf mich reagiert", sagt die Vorsitzende des Ascha�enburger Vereins "Migranten für Migranten". Andere sprachen auf einmal sehr laut mit ihr, hat die Heilpraktikerin im Bereich Psychotherapie festgestellt, die derzeit ein Fernstudium in Soziologie belegt. Immer noch sei für viele das Kopftuch Symbol dafür, dass eine Frau kein Studium und keinen Beruf habe und von ihrem Mann unterdrückt werde, sagt Deniz. "Ich bin stark, mich kann man nicht so leicht verletzen, andere, die die Sprache nicht beherrschen, schon". Deniz hat durch ihren Verein und die Mitarbeit im Ascha�enburger Integrationsrat reichlich Erfahrung im Kampf gegen Diskriminierung. Jetzt nimmt sie an einem Kurs der 12.05.2021, 12:41 Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen | Sonn... 2 von 4 https://www.sonntagsblatt.de/Cigdem-deniz-rassismus-aschaffenburg Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY) teil, wird eine "Sprecherin gegen Diskriminierung". Projekt: "Ak�v(ierend)e An�diskriminierungsarbeit in Bayern" Verlagsangebot "Wir alle haben Vorurteile und denken in Schubladen", sagt Naoufel Hafsa, der ebenfalls "Sprecher gegen Diskriminierung" werden will. Der Würzburger Integrationsrat mit Wurzeln in Tunesien, Frankreich und Deutschland, will solche Gedankenprozesse verstehen und Mitmenschen dafür sensibilisieren, dass alle gleichwertig sind, sagt er. 30 erste Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen seit diesem Jahr im Projekt "Aktiv(ierend)e Antidiskriminierungsarbeit in Bayern". Alle sind ehrenamtliche Mitglieder in 18 der 33 () Integrationsbeiräte in bayerischen Städten und Landkreisen. "Integrationsbeiräte sind das Modellbeispiel für die diverse Gesellschaft", stellt Mitra Shari� Neystanak, die Vorsitzende der AGABY, fest. Und sie seien oft Anlaufstelle für Menschen, die diskriminiert wurden. Drei der späteren Antidiskriminierungs-Sprecherinnen und -sprecher hätten keinen Migrationshintergrund, 27 haben ausländische Wurzeln, sagt der pädagogische Leiter der Ausbildung, Eric Mbarga, "wir setzen auf die unterschiedlichen Perspektiven". Nicht jeder Migrant habe Diskriminierungserfahrung, andere wiederum hätten Diskriminierung auch als Frau erfahren. Cigdem Deniz: Diskriminierung im Alltag "Woher kommst du wirklich?" Es ist sind solche, oft kleine, oft nicht böse gemeinte Fragen oder Verhaltensmuster, die Menschen mit anderer Hautfarbe oder nicht-deutschem Namen das Gefühl geben, dass sie nicht dazu gehören, erklärt Mitra Shari�. "Gerade zugewanderte Menschen machen im Alltag Ausgrenzungs-, Diskriminierungs- oder Gewalterfahrungen," betont sie. Die Zahl der Beratungsfälle bei fünf kommunalen Antidiskriminierungsstellen steigt jedes Jahr. Die erste kommunale Anlaufstelle für solche Fragen in Nürnberg verzeichnete 129 12.05.2021, 12:41 Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen | Sonn... 3 von 4 https://www.sonntagsblatt.de/Cigdem-deniz-rassismus-aschaffenburg Anfragen im Jahr 2011, mittlerweile seien es jährlich etwa 220 Fälle, sagt die Beauftragte für Diskriminierungsfragen, Christine Burmann. Der Blick in ihre Statistik zeigt, Benachteiligung erlebten die Betro�enen zum Beispiel bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, im Freizeitbereich, aber auch im Umgang mit Behörden und Ämtern. "Vielerorts werden Menschen mit diesen Erfahrungen alleingelassen, weil keine Anlaufstellen vor Ort da sind", erklärt Shari�. Es seien deshalb Menschen nötig, "die gedankenlose bewusste und unbewusste diskriminierende Verhaltensweisen und Strukturen sichtbar machen, und Betro�ene unterstützen". Sie sollen auch "Diskriminierungen oder rassistische Tendenzen sichtbar machen oder in bestimmten Fällen auch dagegen einschreiten". Argumenta�onsstrategien trainieren "Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen" - so lauten die Slogans für die drei Module, in die sich die Schulung gliedert, erklärt Eric Mbarga, pädagogischer Leiter des Projekts. Die Teilnehmenden lernen beispielsweise rechtliche Grundlagen und Argumentationsstrategien kennen und erarbeiten sich, wie sie politische Arbeit gegen Diskriminierung e�ektiver mitgestalten können. Mbarga ist überzeugt, dass der Kurs ein Beitrag zur Verteidigung der Demokratie für alle ist. "Es schwächt eine Gesellschaft, wenn sich historisch betrachtet schwächere Mitglieder einer Gesellschaft nicht angenommen und als Teil dieser fühlen." "Viele Menschen, die Angri�e erleben, fühlen sich machtlos, haben Angst und wissen nicht wie sie sich zur Wehr setzen oder politisch etwas verändern können", sagt Shari�. Seit Jahren fordere daher AGABY von der Politik langfristige Strukturen gegen Rassismus und rechtsextreme Gewalt. Es müsse eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene gescha�en werden. Große Bedeutung von Anlaufstellen "Ohne Anlaufstellen bleiben viele Betro�ene in einer Art Opferrolle stecken", sagt sie. Die jetzt begonnen Ausbildung, im Rahmen des Programms "Demokratie leben" und vom bayerischen Innenministerium �nanziell unterstützt, könne das nicht ersetzen. "Wir fangen jetzt mit unseren Leuten an, aber wir sehen überall den Bedarf für Antidiskriminierungsstellen", sagt die Bamberger Universitätslektorin. Diskriminierung und Rassismus seien Themen, die nachhaltig bearbeitet werden müssten, fügt Shari� an, "um die Menschen gegen dieses Gift zu immunisieren". Es sei "mindestens so gefährlich wie Corona". 12.05.2021, 12:41 Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen | Sonn... 4 von 4 https://www.sonntagsblatt.de/Cigdem-deniz-rassismus-aschaffenburg Ju�a Olschewski (/autor/ju�a-olschewski) Redakteurin Nürnberg (/autor/ju�a-olschewski) 12.05.2021, 12:41
2.  
Integrationsbeirat Burghausen Berchtesgardner Str. 5 84489 Burghausen ib-burghausen@web.de 08677 985333 https://www.burghausen.de/unsere-stadt/soziale-stadt/integrationsbeirat.html
3. Politische Teilhabe  
politische Teilhabe Die Möglichkeit zur Mitgestaltung und Mitsprache sehen wir als notwendige Voraussetzung für ein demokratisches und gleichberechtigtes Zusammenleben. AGABY vertritt als bayerische Dachorganisation die Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte in Bayern und fördert den Dialog mit staatlichen Institutionen, Parteien, gesellschaftlichen Organisationen sowie der Öffentlichkeit auf Landesebene. Um die Möglichkeiten der politischen Partizipation von Migrant*innen zu erweitern, fordern wir die gesetzliche Verankerung der kommunalen Integrationsbeiräte und der AGABY als bayerische Dachorganisation. Auch das Wahlrecht für ALLE gehört zu unseren wichtigen Forderungen. Wir sind in Gremien und politischen Bündnissen vertreten und arbeiten mit Kooperationspartnern. Kampagne Kommunales Wahlrecht Wir wollen die Partizipation von Migrant*innen und damit die Demokratie stärken. Die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft ist es, die gesamte Bevölkerung in die politischen Entscheidungen einzubeziehen. In Deutschland gibt es jedoch ein "Dreiklassenwahlrecht": Deutsche Staatsbürger*innen haben vollständiges Wahlrecht, EU-Staatsangehörige haben Kommunalwahlrecht, Drittstaatsangehörige sind ohne Wahlrecht. AGABY setzt sich dafür ein, als ersten Schritt ein Wahlrecht für ALLE auf der kommunalen Ebene einzuführen. Mit symbolischen Wahlen machen wir die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung aufmerksam und versuchen alle Bürger*innen mit und ohne Migrationshintergrund dafür zu gewinnen. Unser Ziel ist es, dass alle Einwohner*innen über die Politik ihrer Kommune mitbestimmen. Kampagne "Demokratie braucht jede Stimme" und Hintergrund-Infos Flyer "Demokratie braucht jede Stimme" Interview zur Kapagne von Radio Z mit Mitra Sharifi, Vorsitzende der AGABY.
4. Wer wir sind  
Nov. 1993 Gründung AGABY 11 kommunale Ausländerbeiräte gründen am 27.11.1993 in Fürth ihre Dachorganisation auf bayerischer Landesebene. Das waren die Beiräte Augsburg, Erlangen, Fürth, München, Neu-Ulm, Nürnberg, Schwabach, Sonthofen, Zirndorf sowie Landkreis Lindau und Landkreis Starnberg. Juni 2007 Förderung durch Freistaat Bayern Mit dem Start des Projektes "Gemeinsam engagiert für eine gemeinsame Zukunft" erhält AGABY erstmals finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern (damals Sozialministerium) sowie das BAMF.  Die Finanzierung ist jedoch bis heute eine kontinuierliche Herausforderung. Mai 1998 Gründung BZI Gemeinsam mit anderen Landesausländerbeiräten gründet AGABY die Dachorganisation Bundesausländerbeirat, heute Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, BZI. Wichtige Forderungen waren damals die Verbesserung des Staatsangehörigkeitsgesetzes (inzwischen reformiert) und das Wahlrecht für alle (Thema bis heute). Juli 2008 Forderungen zur Landtagswahl mit DGB Im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl veröffentlicht AGABY gemeinsam mit dem DGB die "Wahlplattform Integration durch Partizipation". Themen sind Bildung und beruflichen Ausbildung, interkulturelle Öffnung der Verwaltungsräte und kommunales Wahlrecht für Alle. Sept. 2009 Arbeitsmarktintegration Mit dem Start des Projektes "Beruflich anerkannt?!" wird AGABY in  einem neuen Schwerpunkt, der Arbeitsmarktintegration, aktiv. Im Mittelpunkt stand die Information zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Seitdem führt AGABY kontinuierlich Projekte in Kooperation mit dem IMigraNet-IQ-Netzwerk Bayern durch.  Nov. 2009 Wahlrecht für ALLE Im Herbst 2009 startet die Kampagne "Kommunales Wahlrecht für alle  - Demokratie braucht jede Stimme". Im Januar 2010 veranstaltet AGABY ein prominent besetztes Podium, u.a. mit Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Die bayerischen Parteivorsitzenden von FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen ein Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger unterstützen. ->Pressemitteilung Sept. 2012 Auszeichnung Mitra Sharifi Neystanak, Vorsitzende der AGABY, wird für ihr großes Engagement für die soziale und gesellschaftliche Integration mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere soziale Verdienste ausgezeichnet. Juni 2013 Gründung Migrantinnen-Netzwerk Bayern Über 100 Frauen mit Migrationsgeschichte aus ganz Bayern gründen am 22. Juni 2013 im DGB-Haus in München das Migrantinnen-Netzwerk Bayern - den bundesweit ersten Zusammenschluss von Migrantinnen auf Landesebene. Die Gründung wurde maßgeblich durch AGABY initiiert und organisiert. Okt. 2013 Bündnis für Toleranz AGABY wird Mitglied beim „Bayerischen Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“. Seitdem beteiligen wir uns an Kampagnen des Bündnisses gegen rechtsextreme, antisemitische und rassistische Einstellungen, Haltungen und Handlungen und gemeinsamen Veranstaltungen wie dem EuropaTalk oder dem Europabus. Juni 2014 Online Handbuch AGABY veröffentlicht das Online-Handbuch "Erfolgreich arbeiten im Integrationsbeirat. Materialien, Tipps & Hilfen". Damit erhalten engagierte Migrant*innen sowie die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung alle wichtigen Informationen zur Arbeit der Integrationsbeiräte im Online-Format. März 2015 Tag gegen Rassismus Erstmals führen die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte in ganz Bayern Aktionen zum 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus durch. Das Motto der AGABY in 2015 lautet "Für Respekt stehen". Seitdem findet jedes Jahr zum 21. März eine öffentlichkeitswirksame bayernweite Aktion mit aktuellem Motto statt. März 2015 Gründung NRDB Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand auf Initiative der AGABY die Gründungs-Versammlung des Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. statt. Das NRDB will Rassismus in Bayern sichtbar machen und bekämpfen und von Rassismus Betroffene unterstützen.  Feb. 2016 Talentscouts für Flüchtlinge AGABY startet das MigraNet-IQ-Projekt „Talentscouts für Flüchtlinge“, um Geflüchtete bei der beruflichen Integration in Deutschland zu unterstützen. Die Talentscouts bieten an vier Standorten in Bayern mobile Beratung an. Im Dez. 2018 endet leider die Förderung und damit das Projekt. Nov. 2016 Protest gegen Integrationsgesetz Im Bündnis mit Gewerkschaften, Kirchen und anderen Migrantenorganisationen protestiert AGABY am 26.11.2016 mit einer bayernweiten Kundgebung vor dem Heimatministerium in Nürnberg gegen die Verabschiedung des "Bayerischen Integrationsgesetzes". "Das Gesetz integriert nicht, sondern es grenzt aus", unterstreicht Mitra Sharifi, Vorsitzende der AGABY. Flyer​​​​​​​ April 2017 Podium Integrationspolitik Ein prominent besetztes Podium diskutiert auf der Fachtagung in Erlangen über das Thema Integrationspolitik.  Themen sind die Aufnahme von Geflüchteten, der Umgang mit zunehmendem Rassismus und Populismus sowie die Förderung von Integration im ländlichen Raum.   April 2017 Selbstverpflichtungs-erklärung Die Delegierten der AGABY verabschieden auf der Vollversammlung am 2. April 2017 in Erlangen die Selbstverpflichtungserklärung „Wir dulden keinen Rassismus und keine Diskriminierung – erst recht nicht in den eigenen Reihen“. Mai 2017 Rundfunk- und Medienrat AGABY erhält einen Sitz im Medienrat (seit 2017) und im Rundfunkrat des BR (seit 2018). Nach langjähriger Lobbyarbeit sind jetzt die Perspektiven der Menschen mit Migrationsgeschichte in diesen wichtigen Gremien vertreten. AGABY sorgt für mehr Diversität in der bayerischen Medienlandschaft. Sommer 2017 "Hier lebe ich, hier wähle ich!" Im Vorfeld der Bundestagswahl im September 2017 führt AGABY mit einem bundesweiten Bündnis eine Kampagne für mehr Partizipation und Demokratie in Deutschland durch. Unter dem Motto "Hier lebe ich, hier wähle ich!" setzen sich die Integrationsbeiräte Bayerns in ihren Kommunen mit Infoständen, Aktionen und Plakaten für ein Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass ein. Pressemitteilung bundesweite Kampagne​​​​​​​ Juli 2018 Enquete-Kommission Integration Im Juli 2016 wird Mitra Sharifi, Vorsitzende der AGABY, als Expertin in die Enquete-Kommission "Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben" berufen.  Am 11. Juli 2018 präsentiert die Kommission ihren Schlussbericht, darin auch die kritische Stellungnahme von Mitra Sharifi (S. 27). Okt. 2018 Wertebündnis AGABY wird in das Wertebündnis Bayern - Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aufgenommen und vertritt seitdem in diesem Gremium die Perspektive der Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Integrationsbeiräte beteiligen sich aktiv an der Langen Nacht der Demokratie. Okt. 2018 25-jähriges Jubiläum Mit einem großartigen Festakt feierten die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns das 25-jährige Bestehen ihrer Dachorganisation AGABY. Die Jubiläumsfeier fand am 27.10.2018 mit über 200 Teilnehmenden im Senatssaal des Bayerischen Landtags statt. Jubiläums-Video (filmische Umsetzung: Benedikt Scheerer films) Jubiläumsrede Mitra Sharifi, Vorsitzende (pdf) Feb. 2019 Aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung Wir starten den neuen Schwerpunkt "Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit" im Projekt MigrAktiv (seit 2/2019) und das neue Projekte "Aktv(ierende) Antidiskriminierungsarbeit in Bayern" (2/2020). So stärken und professionalisieren wir unser Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung und bauen unsere Aktivitäten für strukturelle Verbesserungen und für Betroffene aus. März 2019 Positionspapier "Null Toleranz" Die Delegierten der AGABY verabschieden auf der Vollversammlung in Bamberg das Positionspapier "Null Toleranz im Umgang mit rassistischen Parteien". Damit verpflichten sich die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns darauf, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung in den eigenen Reihen und in Politik und Gesellschaft zu bekämpfen. Wer wir sind Wir sind der Dachverband der Integrationsbeiräte im Freistaat Bayern. Unser Name 'AGABY' steht für „Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns“. -> alle Mitglieder Wir vernetzen und unterstützen die kommunalen Beiräte bei ihrer Aufgabe, die Interessen der Migrant*innen in der Kommunalpolitik vor Ort zu vertreten. Dabei sind Ausländer-, Migranten- oder Integrationsbeiräte ehrenamtlich arbeitende Gremien, die von der migrantischer Bevölkerung in den Städten und Kreisen demokratisch gewählt werden. Jeder Beirat kann bei uns Mitglied werden und die Zahl wächst, weil immer mehr Integrationsbeiräte in den Städten und Landkreisen Bayerns gegründet werden. Wir beraten die Kommunen und die Landespolitik bei den Prozessen für eine partizipative Integrationspolitik, um ein gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Miteinander zu erreichen. Unsere Geschichte Veranstaltung 1 - Nov. 2018 Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine.
5.  
Integrationsbeirat Bayreuth Schlossgalerie Kanalstraße 3 95444 Bayreuth jugendamt@stadt.bayreuth.de 0921 251119 https://www.bayreuth.de/rathaus-buergerservice/leben-in-bayreuth/mitbuerger-mit-migrationshintergrund/integrationsbeirat/
6. Unsere Mitglieder  
Unsere Mitglieder
7. Pressespiegel_21._Maerz_2021.pdf  
Pressespiegel 21. März 2021 und Internationale Wochen gegen Rassismus 2021 (Auswahl) Regensburg TV Aktuell: Filmbeitrag zur Kundgebung gegen Rassismus in Regensburg https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/kundgebung-gegen-rassismus-in-regensburg-tva-journal-vom-22-maerz-2021/ Mittelbayerische Zeitung: Artikel zur Plakataktion in Internationalen Wochen gegen Rassismus in Regensburg https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/bi-asyl-erinnert-an-politischverfolgte-21179-art1988253.html https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/plakate-fuer-terror-opfererneut-zerstoert-21179-art1989217.html Landshut Niederbayern TV: Filmbeitrag zur Veranstaltung: Online-Konferenz zur Umbenennung von Straßen mit Bezug auf die Kolonial-und Nationalsozialismus-Geschichte in Landshut https://landshut.niederbayerntv.de/mediathek/video/online-konferenz-zur-umbenennung-vonstrassen-mit-bezug-auf-die-kolonial-und-nationalsozialismus-geschichte-in-landshut/ all-in.de "Rassismus tötet" - Mahnwache gegen Rassismus am Spitalplatz in Sonthofen https://www.all-in.de/sonthofen/c-lokales/mahnwache-gegen-rassismus-am-spitalplatz-in-sonthofen_a5109027 Fränkischer Tag „Starke Stimmen gegen Ausgrenzung“ https://www.fraenkischertag.de/lokales/bamberg/stimmen-gegen-ausgrenzung-und-fuer-toleranzart-26005 AGABY Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns Landesgeschäftsstelle | Sandstraße 7 | 90443 Nürnberg | Tel. 0911 92 31 89 90 | presse@agaby.de | www.agaby.de
8. AGABY in Presse und Medien  
April 2021 Das Nürnberger Spielzeugmuseum setzt sich mit den eigenen Objekten auseinander. Denn auch Spielzeug kann rassistische Stereotype transportieren. Die Erkenntnisse werden in einer kritischen Ausstellung gezeigt. Eric Mbarga, Referent für Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit der AGABY, hat das Spielzeugmuseum mit seiner Expertise unterstützt. Zum Beitrag von Franken Fernsehen April 2021 Teilnehmer*innen schildern ihre Motivation, an der Schulung zur "Sprecher*in gegen Diskriminierung" teilzunehmen und berichten über eigene Rassismuserfahrungen. Der Projektleiter und die Vorsitzende der AGABY erläutern die Zielsetzung. Ausführlicher Artikel mit dem Titel "Kampf gegen Rassismus: Ansprechen, Aussprechen, Mitsprechen" im Sonntagsblatt. Zum Artikel Artikel als pdf 5. Oktober 2018 Die Nürnberger Nachrichten und AGABY gestalten in Kooperation ein Medienrpojekt zum Thema "Migranten zur Landtagswahl". Der Artikel erhält den Titel "Der verstellte Blick. Migranten sind nicht Auslöser sozialer Probleme". Unter dem Motto "Demokratie braucht jede Stimme" plädiert Mitra Sharifi, die Vorsitzende der AGABY, für die Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts in Deutschland. Die Vorsitzenden von fünf bayerischen Integrationsbeiräten geben ihre Einschätzung zur Landtagswahl ab. Gesamter Artikel April 2021 In dem Podcast der Petry-Kelly-Stiftung mit dem Titel "Die Farbe der Nation" geht es um Wahlrecht und politische Beteiligung in Sachsen-Anhalt und Bayern. Wie wird man als Migrant*in politisch aktiver? Was sind genau Migrationsbeiräte in Bayern und welche anderen Strukturen gibt es in anderen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt? Und: gibt es einen Unterschied zwischen den Parteien, wenn es um die Migrationsgeschichte ihrer Kandidat*innen geht? Dabei wird klar, wie wichtig Aufklärungsarbeit und politische Bildung innerhalb der Parteien und innerhalb der migrantischen Communities sind. Radiosendung mit Mika von LAMSA, dem Dachverband der Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt und Mitra Sharifi (Vorsitzende) und Natalie Keller (pädagogische Mitarbeiterin) von AGABY, Dachverband der Integrationsbeiräte Bayerns. Zum Podcast Juli 2020 Das "Bündnis für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde schützen" befragt in der Reihe "3 Fragen an" Hamado Dipama, Referent für Antidiskriminierungs-und Antirassismusarbeit der AGABY. "Von der Politik wünsche ich mir, dass die Zunahme von Rassismus und rassistischer Gewalt ernst genommen, konsequent bekämpft und Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Dringend braucht es die Studie zu Rassismus bei der Polizei. Die Ablehnung der Studie bestätigt nur, dass institutioneller Rassismus ein ernsthaftes Problem darstellt." Gesamtes Interview März 2021 Das Integrationsmagazin „Diverseco“ im Landkreis Pfaffenhofen hat mit Hamado Dipama, Referent für Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit der AGABY und Vorsitzender des Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern ein ausführliches Interview geführt. Es geht um Rassismus, dessen Geschichte und Erscheinungsformen, wie Betroffene sich wehren können und wie Unterstützung aussehen kann. Magazin Diverseco Februar 2021 Eine Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene und mehr kommunale Anlaufstellen für Betroffene von Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung - das fordert Hamado Dipama, Referent für Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit der AGABY im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Auch Christine Burmann, Leiterin der Nürnberger Antidiskriminierungsstelle und Tessa Ganserer, Landtagsabgeordnete der Grünen fordern bessere Strukturen. Doch das Bayerische Sozialministerium lehnt eine Landesantidiskriminierungsstelle ab. Beitrag des BR Juni 2020 Mitra Sharifi, die Vorsitzende der AGABY, schreibt in ihrem Statement zum Thema "Werte in der Krise" inmitten der Corona-Pandemie: "Das Aufflammen von Nationalismus und der Betonung von nationalen Interessen bedroht einen wichtigen Wert, der für AGABY besonders bedeutsam ist: Alle Menschen sind gleich, jedes Menschenleben ist von gleichem Wert, unhabhängig von der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Hautfarbe, Religion, Alter, seiner Behinderung oder Sexualität und sexueller Orientierung." Gesamtes Statement Link zum Digitalmagazin des Wertebündnis AGABY in Presse und Medien
9. Presse  
KONTAKT: Telefon: 0911 923 189 90 agaby[at]agaby.de Pressemitteilungen
10. Rede-21._Maerz_2021-AGABY.pdf  
Es gilt das gesprochene Wort Rede zur gemeinsamen bayernweiten Aktion der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2021 Vorschlag für eine Rede vor Ort (Der Text kann gerne an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden) Liebe Mitglieder des Integrationsbeirats [der Stadt/des Landkreises ergänzen], liebe Kooperationspartner, liebe Bürger*innen, ich darf Sie und euch ganz herzlich zu unserer Aktion am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus begrüßen. Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville (Südafrika) in Reaktion auf ein rassistisches Gesetz des Apartheid-Regimes blutig niedergeschlagen. Dies hat 69 Menschen das Leben gekostet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ ausgerufen „Rassismus und Nationalismus kommen mir nicht in die Tüte“ lautet das Motto der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns und des Netzwerkes Rassismusund Diskriminierungsfreies Bayern in diesem Jahr. Auch das bundesweite Motto „Solidarität. Grenzenlos“ passt gut zu unserem Ansatz, Nationalismus abzulehnen. Rassismus und Nationalismus sind Ursache von Ausgrenzung, Spaltung und Menschenrechtsverletzungen. Rassismus und Nationalismus sind weltweit die grausame Ursache von Kriegen, Massakern und Morden. Rassismus tötet. 1 Es gilt das gesprochene Wort Rassismus hat in den letzten Jahren eine blutige Spur hinterlassen. Ob Minneapolis, Halle oder Hanau - es sind Menschen aus rassistischen und menschenverachtenden Motiven ermordet worden. Halle hat wieder einmal das hässliche und mörderische Gesicht von Antisemitismus gezeigt. In Hanau sind Menschen ermordet worden, denen aus rassistischen Gründen die Zugehörigkeit zu unserer Gesellschaft abgesprochen wurde, weil sie eine Migrationsgeschichte hatten, sie wurden zu „Fremden“ gemacht, obwohl sie Hanauerinnen und Hanauer waren. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde ermordet, weil er sich für die Aufnahme von Geflüchteten und damit gegen Rassisten positionierte. Terroranschläge wie in Hanau und Halle oder zuvor die Mordserie des NSU sind die Spitze des Eisbergs. Darunter liegt völkisches, nationalistisches und rechtes Gedankengut. Und dieses Gedankengut wirkt auch in der PandemieSituation. Rechte verbreiten antisemitische Verschwörungsideologien und schüren Hass und versuchen die Demokratie zu destabilisieren. Die weltweiten Black Lives Matter-Proteste nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Geoge Floyd in Minnesota, haben auch in Deutschland das Thema Rassismus bei der Polizei, aber auch die alltäglichen Rassismuserfahrungen Schwarzer Menschen auf die Tagesordnung gesetzt. Deutschland ist nicht die USA, aber auch hier berichten Betroffene von Racial ProfilingMethoden und anderen Formen rassistischer Diskriminierung durch die Polizei. Dass Bundesinnenminister Seehofer eine entsprechende Studie verhindert hat, ist ein Bärendienst an der deutschen Polizei, die damit die Chance verpasst, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Denn wir brauchen eine rassismusfreie und rassismuskritische Polizei in einer 2 Es gilt das gesprochene Wort Demokratie, die sich zunehmend gegen Rassisten und Demokratiefeinde wehren muss und zum Schutz aller Bürger*innen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, Religion oder Hautfarbe verpflichtet ist. Erfreulicherweise erkennt die Politik langsam Rassismus als eine Gefahr und die Bundeskanzlerin gibt zu, dass wir ein Rassismusproblem in Deutschland haben. Das können wir nur bestätigen! Wir haben ein Rassismusproblem – und zwar nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft, bei den alten und neuen Nazis und Populisten, sondern in der Mitte der Gesellschaft und im ganz normalen Alltag. Menschen werden beleidigt, weil sie Kippa oder Kopftuch tragen. Menschen finden keinen Job oder keine Wohnung, weil sie einen ausländischen Namen haben oder Deutsch mit Akzent sprechen. Menschen werden ständig von der Polizei kontrolliert, weil sie Schwarz sind oder als Araber, Türken oder Geflüchtete identifiziert werden. Kinder erhalten keine Empfehlung für das Gymnasium, weil sie Migrationsgeschichte haben. Flüchtlingshelfer*innen, Politiker*innen und Rechtsanwält*innen, die sich solidarisch zeigen, erhalten Hassbotschaften und Drohbriefe. Diese Beispiele lassen sich endlos fortsetzen. Struktureller Rassismus und Alltags-Rassismus sind leider die traurige Realität, in unseren bayerischen Städten und Gemeinden genauso wie andernorts. Rassismus nachhaltig zu bekämpfen braucht eine engagierte Zivilgesellschaft, die nicht wegschaut und nicht schweigt. Die Bekämpfung von Rassismus braucht aber auch Gesetze und Strukturen, die die Betroffenen schützen, gleichstellen und empowern. 3 Es gilt das gesprochene Wort Dafür fordern wir ein Landes-Antidiskriminierungsgesetz, das das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ergänzt. Wir fordern flächendeckende kommunale Antidiskriminierungsstellen. Wir sehen dafür die Bayerische Staatsregierung in der Pflicht, die Kommunen zu unterstützen. Und zwar mit der Schaffung einer Landes-Antidiskriminierungsstelle, die die Beratungsangebote koordiniert und unterstützt, mit Dokumentation und Monitoring bayernweite Entwicklungen verfolgt und Strategien und Konzeptionen für die Präventionsarbeit entwickelt. Diejenigen, die von alltäglichem Rassismus oder von rechtem Terror betroffen sind, brauchen Instrumente, um sich schützen und wehren zu können. Wir dürfen nicht schweigen und Rassismus-Betroffene dürfen nicht allein gelassen werden! Wir alle sind verantwortlich, müssen klar und deutlich Position beziehen, für Demokratie und Menschenrechte, gegen Rassismus und Nationalismus. Wir brauchen die Entschlossenheit und Wachsamkeit der gesamten Gesellschaft – der Politik, der Sicherheitskräfte und der Medien, aber auch der Zivilgesellschaft, von mir und dir, um das friedliche Zusammenleben in Gleichheit und Vielfalt zu verteidigen. In diesem Sinne wollen wir unser Motto des diesjährigen Internationalen Tages gegen Rassismus weit über den 21. März hinaus immer und überall wirksam werden lassen: Rassismus und Nationalismus kommen uns nicht in die Tüte! Solidarität. Grenzenlos! 4
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