41. Integrationsbericht_Ingolstadt_2013.pdf  
Stadt Ingolstadt Integrationsbericht 2013 www.ingolstadt.de Impressum Herausgeber Stadt Ingolstadt Integrationsbeauftragter Rathausplatz 2 85049 Ingolstadt Arbeitskreis zur Erstellung des Integrationsberichtes Dr. Christian Lösel, Leitung Referate der Stadt Ingolstadt, OB/Zentrale Verwaltungsaufgaben, II, III, IV, V, VI, VII Stadtplanungsamt, Sachgebiet Statistik und Stadtforschung Prof. Dr. habil. Sonja Haug, Fakultät f. angew. Sozialwissenschaften Regensburg Wissenschaftliche Begleitung Hochschule Regensburg Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST) Prof. Dr. habil. Sonja Haug, Dipl.Soz. Seybothstraße 2 93053 Regensburg Telefon 0941/9431092, Fax 0941/9431468 sonja.haug@hs-regensburg.de https://hps.hs-regensburg.de/has39604/index.html Redaktion und Koordination Dr. Christian Lösel Integrationsbeauftragter der Stadt Ingolstadt Telefon 0841/305-1200 Fax 0841/305-1204 integration@ingolstadt.de Gestaltung und Layout Atelier Werschetzki, Ingolstadt Druck Printservice Ingolstadt Wegen der leichteren Lesbarkeit wurde bei der Bezeichnung von Personengruppen teilweise auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet. In diesen Fällen sind immer weibliche und männliche Personen gemeint. Zusammenhänge und die Bedeutung der im Text mit » gekennzeichneten Worte, werden im Definitionsverzeichnis ab Seite 232 erläutert. © Stadt Ingolstadt, 2013 www.ingolstadt.de Integrationsbericht 2013 der Stadt Ingolstadt 3 INHALTSVERZEICHNIS A Vorwort 6 B Der Integrationsbeauftragte und der Migrationsrat 8 C Ein Überblick in Zahlen 18 1 Bevölkerung – Bevölkerungszahl und Besiedlungsdichte 2 Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund 3 Ausländische Bevölkerung 4 Zu- und Fortzüge 5 Wanderungsmerkmale 6 Wohndauer der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund 7 Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus und Aufenthaltszwecken 8 Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit 9 Lebensformen 21 25 38 44 46 50 D Handlungsfelder 72 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung 1.1 Im Blickpunkt 1.2 Aktueller Stand 1.2.1 Betreute Kinder 1.2.2 Kinder (0 bis unter 7 Jahren) in Kindertageseinrichtungen 1.3 Ziele und Planungen 53 57 66 75 75 75 75 81 83 2 Spracherwerb 84 2.1 Im Blickpunkt 84 2.2 Aktueller Stand 85 2.2.1 Sprachförderbedarf bei Vorschulkindern 85 2.2.2 Integrationskurse 89 2.2.3 Sprachkurse der Volkshochschule 92 2.2.4 Medienangebot der Stadtbücherei 97 2.2.5 Mütterinitiativen 99 2.3 Ziele und Planungen 100 3 Schule, Ausbildung und Studium 102 3.1 Im Blickpunkt 102 3.2 Aktueller Stand 102 3.2.1 Schülerinnen und Schüler nach Schulformen 102 3.2.2 Schulabschlüsse 105 3.2.3 Ausbildung 109 3.2.4 Hochschulen 115 3.3 Ziele und Planungen 122 4 Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung 123 4.1 Im Blickpunkt 123 4.2 Aktueller Stand 124 4.2.1 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 124 4.2.2 Stellung im Beruf – Berufsausbildung 131 4.2.3 Geringfügige Beschäftigung 135 4.2.4 Arbeitslosenquote 136 4.2.5 Leistungsbezug nach SGB II bzw. SGB XII 140 4.3 Ziele und Planungen 145 4 INHALTSVERZEICHNIS 5 Gesundheit 146 5.1 Im Blickpunkt 146 5.2 Aktueller Stand 146 5.2.1 Impfquote 146 5.2.2 Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder 149 5.3 Ziele und Planungen 151 6 Wohnsituation 152 6.1 Im Blickpunkt 152 6.2 Aktueller Stand - Wohnfläche je Familienmitglied 152 6.3 Ziele und Planungen 154 7 Interkulturelle Öffnung 155 7.1 Im Blickpunkt 155 7.2 Aktueller Stand 156 7.2.1 Religion und interreligiöser Dialog 156 7.2.2 Politische Teilhabe 160 7.2.3 Interkulturelle Öffnung der Verwaltung 162 7.2.4 Gebiete der „Sozialen Stadt“ 168 7.3 Ziele und Planungen 169 8 Asylbewerber und Flüchtlinge 171 8.1 Im Blickpunkt 171 8.2 Aktueller Stand 171 8.3 Ziele und Planungen 174 E Indikatoren und Kennzahlen für das Integrationsmonitoring 176 F Integration und Projekte im Überblick 182 G Externe Organisationen - Kooperationen und Aktivitäten 206 A B C D E F H Ausblick und Zusammenfassung 222 Nachwort wissenschaftliche Begleitung 228 Beteiligte Personen 230 Definitionsverzeichnis 232 Abbildungsverzeichnis 240 Bildnachweis 247 G H 5 A VORWORT Vorwort Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gehört zu den großen Aufgaben und Herausforderungen von Politik und Gesellschaft. Als eine der am schnellsten wachsenden Städte in Deutschland ist für Ingolstadt das Thema besonders relevant, da etwa 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einen Migrationshintergrund haben. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Quote sogar bei über 50 Prozent. Umso erfreulicher ist, dass Integration bei uns gelingt. Das liegt zum einen an den Migranten selbst, die sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens stark engagieren, sei es in Vereinen oder anderen ehrenamtlich tätigen Initiativen. Aber auch für die Stadt ist „Integration“ keine Worthülse. Seit Jahren arbeiten wir aktiv daran, dass eine gleichberechtigte Teilhabe für alle möglich ist. Bestes Beispiel sind die Gebiete der „Sozialen Stadt“. Hier gibt es nicht nur Ansprechpartner, die stets mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch vielfältige Kurse, von der Sprachförderung bis zur Freizeitgestaltung. In verschiedenen Projekten und Arbeitskreisen können die Migranten direkt Einfluss auf die Gestaltung ihrer Stadtteile nehmen. Sehr gut angenommen werden die „Mama lernt Deutsch“-Kurse, die in regelmäßigen Abständen von der Volkshochschule durchgeführt werden. Auch einige freie Träger bieten spezielle Beratungsangebote für Migranten an. Aktuelle Fragen und Problemstellungen werden regelmäßig im Migrationsrat, dem Migrationsforum und im Aussiedlerforum behandelt. Außerdem sind wir gerade dabei, ein Ehrenamtsnetzwerk für Asylbewerber aufzubauen. Die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft kann jeder hautnah erleben – zum Beispiel bei „Die Welt ist bunt – Ingolstadt international“ dem jährlich stattfindenden Fest. Alle diese Maßnahmen, Projekte und Aktionen sollen verhindern, dass es zu einem sozialen Gefälle, unerwünschten Abschottungen oder Parallelgesellschaften kommt. Integration kann nur dann gelingen und erfolgreich sein, wenn alle mitwirken und mit gegenseitigem Verständnis, Achtung und Respekt vor anderen Kulturen am Prozess teilnehmen. Mit dem vorliegenden Integrationsbericht, dessen Anfertigung vom Stadtrat einstimmig beschlossen wurde, soll nun ein konkreter Überblick gegeben werden: Wo stehen Personen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt im Vergleich zu Personen ohne Migrationshintergrund? Wie hat sich das Leben dieser Menschen bisher entwickelt? Was kann noch verbessert werden? Anhand diverser Themen- und Handlungsfelder wollen wir versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben. Neben dem aktuellen Entwicklungsstand ist vor allem interessant, welche Maßnahmen zur weiteren Optimierung getroffen werden können. 6 VORWORT A Schließlich ist ein möglichst erfolgreicher Integrationsprozess eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft und stärkt das Miteinander in unserer Stadt. Von „gelebter“ Integration, bei der niemand „verloren“ geht, profitieren letztlich alle – die alteingesessenen Schanzer ebenso wie die zugezogenen Ingolstädter aus allen Nationen. Dr. Alfred Lehmann Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel Integrationsbeauftragter 7 DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT B 9 B DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Erstellung des Integrationsberichts der Stadt Ingolstadt Der Stadtrat beauftragte am 28. März 2012 die Stadtverwaltung, einen Bericht über den gegenwärtigen Entwicklungsstand der Integration und ein Maßnahmenkonzept als Grundlage für weitere Planungen im Sinne einer gelingenden Integration in Ingolstadt zu erstellen. Der Begriff Integration wird im Folgenden ausschließlich auf Personen angewendet, die über einen direkten bzw. indirekten Migrationshintergrund verfügen. Fast 40 % der Ingolstädterinnen und Ingolstädter verfügen über einen Migrationshintergrund. Ein Blick auf die demographische Entwicklung in Ingolstadt zeigt, dass sich der Anteil der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund in Ingolstadt zahlenmäßig weiter erhöhen wird, während der Anteil derjenigen ohne Migrationshintergrund sinken wird. Aufgrund dieser Entwicklung kommt dem Integrationsbericht eine wichtige Bedeutung zu. Der Bericht soll Aufschluss darüber geben, inwieweit der Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheitsvorsorge etc. gleichberechtigt ist oder ob zur Weiterentwicklung der Integration in unserer Stadt zusätzliche Impulse notwendig bzw. gezielte Maßnahmen zu ergreifen sind. Der Integrationsbericht soll über die bunte Vielfalt des Engagements seitens der Stadt, ihrer Ämter und Institutionen, Gesellschaften und Beteiligungen informieren. Ziel des Integrationsberichts ist die Erstellung eines Gesamtüberblicks mit einer entsprechenden Bewertung und der Darstellung der Ressourcen und Kompetenzen der Migranten, in der Absicht neue Perspektiven entwickeln zu können. Der Bericht ermöglicht darüber hinaus eine Stärkung der aktiven und vorausschauenden Integrationspolitik der Stadt Ingolstadt, in dem Sinne, dass wir angesichts der Zuwanderung vergangener wie auch zukünftiger Jahre zwar keine gemeinsame Vergangenheit haben, jedoch eine gemeinsame Zukunft, die es zu gestalten gilt. Die Potenziale unserer Mitbürger mit internationalen Wurzeln In unserer multikulturellen Gesellschaft ist es wichtig, die bestehenden Potenziale aller unserer Bürgerinnen und Bürger in jeglicher Hinsicht zu schätzen und zu nutzen. Bei dieser Betrachtungsweise stehen nicht nur wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund, wie z.B. die Nutzung von ausländischen Berufsqualifikationen für Facharbeitertätigkeiten. Von ebenso großer Bedeutung sind gesellschaftliche bzw. kulturelle Aspekte, die daher in die Gesamtbetrachtung einbezogen und als Bereicherung unserer Stadt geschätzt werden sollen. Die Identifikation und Wertschätzung aller Bewohner Ingolstadts ist eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung und das Zusammenleben in unserer Stadt. Wer sich mit seiner Stadt identifiziert, wird auch ihren Einwohnern wertschätzend und wohlwollend gegenübertreten. Unabhängig von kulturellen oder religiösen Unterschieden besteht das Ziel in einem wohlwollenden Miteinander für eine gute gemeinsame Zukunft. Nicht die Vergangenheit ist der maßgebliche Faktor, sondern die Gestaltung der künftigen Entwicklung steht im Vordergrund. 10 DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt B Der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt, der den früheren Ausländerbeirat ersetzt, wurde zuletzt im Juni 2008 für 6 Jahre gewählt. Die Migrationsräte arbeiten ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell. Die Mitglieder des Migrationsrates vertreten die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Sie engagieren sich in Arbeitsgruppen mit wechselnden Themengebieten. Der Migrationsrat besteht aus 16 von Bürgern gewählten Mitgliedern sowie 9 vom Stadtrat ernannten Vertretern verschiedener Verbände und Organisationen. Weitere Mitglieder sind das Staatliche Schulamt, die Gleichstellungsstelle und das Jobcenter der Stadt Ingolstadt. Die Fraktionen des Stadtrates sind ebenfalls mit insgesamt 5 Mitgliedern vertreten. Alle Mitglieder im Migrationsrat sind antrags- und stimmberechtigt, der jeweilige Integrationsbeauftragte der Stadt führt den Vorsitz. Der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt tritt jährlich viermal zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Die Migrationsräte beraten den Stadtrat bzw. die Stadtverwaltung durch Empfehlungen sowie Anträge und wirken bei Bedarf in weiteren kommunalen Gremien mit. Die Mitglieder des Migrationsrates haben Gelegenheit, die Tagesordnung zu gestalten und eigene Themen vorzuschlagen. Soweit erforderlich, werden zu speziellen Fachthemen auch externe Referenten eingeladen, um eine möglichst hohe fachliche Kompetenz in der Beratung und Beschlussfassung zu erzielen. Rechtliche Rahmenbedingungen Die Einrichtung des Migrationsrates ist eine freiwillige kommunale Aufgabe, da in der Gemeindeordnung keine konkreten Vorgaben bestehen. Der Stadt wird es nach Art. 23 der Bayerischen Gemeindeordnung ermöglicht, die Arbeit des Migrationsrates und des Integrationsbeauftragten über eine Satzung zu regeln. Dazu hat der Stadtrat am 22. Februar 1979 eine Satzung erlassen, die letzte Änderung datiert vom 19. Dezember 2007. Zitat aus der Satzung: „Die Stadt Ingolstadt bildet einen Migrationsrat. Er befasst sich mit Angelegenheiten der Stadt, die Migranten betreffen und stellt Anträge an den Stadtrat und seine Ausschüsse. Im Rahmen des Haushaltsansatzes befürwortet er Zuschüsse an Migrantenverbände und -vereine und für Projekte, die der Verbesserung des Zusammenlebens von Zuwanderern und Einheimischen dienen.“ Themen und Schwerpunktaufgaben: • Interkulturelles Gesamtkonzept • Politische Partizipation von Migranten • Bildungs- und Ausbildungssituation von jugendlichen Migranten • Interkulturelle Öffnung der Stadtgesellschaft • Information von Migranten / Anlaufstelle • Kooperation / Unterstützung von Migrantenvereinen und -verbänden und ihren Projekten • Förderung und Ausbau von Begegnungen und Begegnungsmöglichkeiten • Zugang von Migranten zu Bildung und Ausbildung • Sprachförderung • Situation von Flüchtlingen und Asylbewerbern • Frauenarbeit • Vorurteile / Diskriminierung und ihre Folgen • Auslobung eines interkulturellen Preises • Startworkshop und Fortbildung der Mitglieder 11 B DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Darüber hinaus hat der Migrationsrat die Aufgabe, stellvertretend für die Gesamtheit der Migranten Verständnis für die besonderen Anliegen dieses Personenkreises in der Öffentlichkeit zu wecken und diese an die zuständigen Stellen heranzutragen. Der Migrationsrat verfolgt das Ziel, für ein von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung getragenes Verhältnis einzutreten. Der Migrationsrat bietet Rat suchenden Bürgern der Stadt die Möglichkeit sich zu informieren bzw. im Bereich des Bürgerservice entsprechende Auskünfte einzuholen. Während der „Sprechstunden“ im Neuen Rathaus stehen ihnen Mitglieder des Migrationsrates zu den Themen Aufenthalt, Einbürgerung, Arbeitserlaubnis, Schule, Studium, Arbeitswelt, Behörden etc. unterstützend zur Seite. Das Ziel besteht darin, weiterzuhelfen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Der Service wird einmal wöchentlich angeboten und von mehreren Mitgliedern des Migrationsrates unterstützt. Der Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt Ingolstadt ist eine weltoffene Stadt mit vielfältigen internationalen Beziehungen wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Art. Ingolstadt ist eine wachsende Stadt, d. h. auch in Zukunft werden weitere Migrantinnen und Migranten nach Ingolstadt kommen und ihren Platz in unserer Gesellschaft suchen. Integration ist und bleibt eine wichtige Aufgabe für uns alle. Damit das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Abstammung auch weiterhin das Bild unserer Stadt prägt, hat die Kommunalpolitik Integration zur Chefaufgabe erhoben und im Jahr 2006 eine Stabsstelle Integration eingerichtet. Zum Integrationsbeauftragten wird seitdem der Berufsmäßige Stadtrat und Referent des Oberbürgermeisters gewählt. Von 2006 bis 2011 war Herbert Lorenz Integrationsbeauftragter, im Sommer 2011 hat Dr. Christian Lösel diese Aufgabe übernommen. Dr. Christian Lösel und Ingrid Gumplinger Der Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt und seine Mitarbeiterin beschäftigen sich grundsätzlich mit allen Fragestellungen und Aufgabenbereichen, die sich im Rahmen der Integration ergeben. 12 DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT B Folgende Übersicht stellt die Organisation und Einbindung des Fachbereiches Integration innerhalb der Stadtverwaltung dar. Jugendamt Oberbürgermeister Gesundheitsamt Amt für Soziales Stadtrat Kulturamt Stadtteiltreff Pius, Konrad, Augustin Familienbeauftragte Amt für Staatsangehörigkeitsund Ausländerangelegenheiten Schulen Stadtverwaltung Referate Ämter Jobcenter Volkshochschule Bildungseinrichtungen Integrationsbeauftragter Bereich Integration Koordinierung, Lenkung, Fachwissen Migrationsrat Freie Träger Migrationsforum Jugendmigrationsdienst Agentur für Arbeit Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Der Fachbereich Integration stellt ein verbindendes Element zwischen den Mitgliedern des Migrationsrates, des Stadtrates und der Stadtverwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern und sämtlichen Akteuren der kommunalen Integrationspolitik dar. 13 B DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Die Aufgaben des Integrationsbeauftragten der Stadt Ingolstadt Die Aufgaben des Integrationsbeauftragten sind in den Integrationsleitlinien wie folgt formuliert: Erarbeitung von Vorschlägen für eine lokale Integrationsstrategie • Vorschläge zur Gestaltung von Grundsatzfragen der Integrationspolitik des Stadtrates und Abstimmung mit anderen Institutionen • Berichterstattung gegenüber dem Stadtrat und sonstigen die Integration betreffenden Gremien Ansprechpartner für grundsätzliche Fragen • Der Integrationsbeauftragte ist Ansprechpartner für alle grundsätzlichen Fragen aus dem Bereich Integration. Analyse und Konzeption • Analyse und Konzeption von Maßnahmen zum Abbau von Integrationshemmnissen im rechtlichen, administrativen und sozialen Bereich zusammen mit den in Integrationsfragen bereits tätigen Institutionen und gemeinnützigen Einrichtungen in der Stadt • Berücksichtigung der unterschiedlichen Problemfelder der verschiedenen Bevölkerungsgruppen (z.B. Ausländer, Spätaussiedler) Koordination • Koordination der Aktivitäten im Bereich der Integration sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch zwischen den vorhandenen freien und gemeinnützigen Institutionen und der Stadt Aufbau eines Netzwerkes • Aufbau eines Netzwerkes mit allen Akteuren der Integrationsarbeit • Einbindung der vorhandenen Maßnahmen, wie z.B. der Stadtteilbüros der „Sozialen Stadt“ oder des Migrationsforums Evaluation und Controlling der eingeleiteten Maßnahmen • Regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem Stadtrat und sonstigen die Integration betreffenden Gremien Öffentlichkeitsarbeit • Information der Presse über die Aktivitäten und eingeleiteten Maßnahmen im Bereich der Integration • Austausch von Erfahrungsberichten mit überregionalen Institutionen 14 DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Die Erstellung dieses Berichts B Aufgrund des bestehenden Stadtratsbeschlusses formierte sich Mitte des Jahres 2012 ein Projektteam, das mit der Federführung für die Erstellung des Berichts betraut wurde und sich eine geeignete Vorgehensweise für die Erstellung des Berichts überlegte. Es bestand von Beginn an Einigkeit darüber, dass dieser Bericht einen ersten Überblick über den großen Bereich der Integration in Ingolstadt bieten soll und dieses Ziel nur dann erreicht werden kann, wenn sowohl stadtintern als auch -extern möglichst viele Akteure direkt zur Mitarbeit motiviert werden können bzw. in die Erstellung des Berichts direkt miteinbezogen werden. Ausgangspunkt für den Bericht war die Auswahl der Handlungsfelder bzw. der Bereiche, denen eine besondere Bedeutung für die Integration beigemessen wird. Die getroffene Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern es wurden Schwerpunktbereiche herausgegriffen, die derzeit besondere Beachtung finden bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Integration ausüben. Als Basis für die Auswahl der Bereiche bzw. für die Erstellung der Grobgliederung war der Indikatorenkatalog der Bundesregierung für den Bereich Integration. Der vorliegende Integrationsbericht ist als erste Übersicht zu verstehen, auf deren Basis sich weitere Fragestellungen ergeben können. Die Vorgehensweise der Erstellung Für die Erstellung bzw. Bearbeitung des Integrationsberichts wurde das Grundgerüst des Forschungsdesigns in drei Phasen eingeteilt. 1. Phase: Erfassung und Darstellung sämtlicher stadtinterner Projekte bzw. Maßnahmen, die in der Vergangenheit (seit dem Jahr 2007) und in der Gegenwart im Bereich der Integration angeboten bzw. durchgeführt werden. Sammlung, Auswertung und Interpretation von Datenmaterial unterschiedlichster Quellen aus statistischer Sicht vonseiten des Fachbereichs Statistik der Stadt Ingolstadt 2. Phase: Fachliche Bewertung und Kommentierung des vorliegenden Daten- bzw. Zahlenmaterials im Bereich der Integration 3. Phase: Aufbauend auf den vorhandenen Daten werden Ziele, sowohl qualitativer als auch quantitativer Art, formuliert und schließlich resultierende Handlungsempfehlungen abgeleitet. Der zeitliche Horizont für die Umsetzung bedarf hierbei einer konkreten Formulierung. Im ersten Schritt wurden eine Reihe von Informationsveranstaltungen durchgeführt, zu denen die städtischen Referatsleiter mit ihren jeweiligen Amtsleitern eingeladen wurden. Ziel dieser Veranstaltungen war es, die geplante Vorgehensweise zur Erstellung und zum Aufbau des Berichts ausführlich zu erklären und die unterschiedlichen Bereiche der Stadtverwaltung für die Durchführung des Integrationsberichtes intensiv mit einzubinden. Weiterhin wurden in dieser Phase notwendige Begriffe definiert und die relevanten Variablen / Indikatoren und Handlungsfelder erläutert. Sämtliche Ämter bzw. Bereiche der Stadtverwaltung wurden gebeten, alle in der Stadt bereits durchgeführten Aktionen und Maßnahmen zu integrationsrelevanten Themen aufzulisten und zusammenzutragen. 15 B DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT Parallel hierzu wurde der Fachbereich Statistik der Stadt Ingolstadt beauftragt, vielfältiges Zahlenmaterial aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzustellen, auszuwerten und anschließend grafisch aufzubereiten. Dieses zur Verfügung gestellte und aufbereitete Material wurde an die Ämter bzw. Referate weitergeleitet und diese um entsprechende fachliche Kommentierung gebeten. Diese fachliche Interpretation stellte die Basis für die Phase zwei dar. Im Rahmen von Phase drei wurden die Referate gebeten, sich Ziele in den entsprechenden Handlungsfeldern zu überlegen und diese mit passenden Handlungsempfehlungen zu untermauern. Die zeitliche Umsetzung und Abstimmung innerhalb der Referate bedurfte hierbei besonderer Beachtung. Wissenschaftliche Begleitung Ergänzend zur kommunalen Berichterstattung sollte auf Vorschlag des Stadtrates die Erstellung des Integrationsberichts wissenschaftlich begleitet werden. Das unter Beachtung der Vergaberichtlinien und mit Beteiligung des Rechnungsprüfungsamtes erstellte Ausschreibungsverfahren konnte im September 2012 erfolgreich bewertet werden. Nach Abschluss der Auswertung wurde das von Prof. Dr. Sonja Haug, Regensburg, eingereichte Konzept mit der höchsten Punktzahl bewertet. Insgesamt hatten nach der beschränkten Ausschreibung fünf wissenschaftliche Einrichtungen aus Bayern teilgenommen. Prof. Dr. Sonja Haug ist seit Februar 2010 Professorin für empirische Sozialforschung an der Hochschule Regensburg. Nach ihrem Studium der Diplom-Soziologie war Prof. Haug als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Stuttgart, dem Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, am Institut für Soziologie der Universität Leipzig und am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden tätig. Ab 2005 folgten Beschäftigungen als Fachbereichsleiterin und ab 2007 als Forschungsbereichsleiterin beim Bundesamt für Migration (BAMF) in Nürnberg. Nach der Habilitation an der Universität Mainz übernahm Prof. Haug die Leitung eines Referats beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg. 2009 erfolgte die Umhabilitation an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. In Lehre und Forschung beschäftigt sich Prof. Haug mit Migrationssoziologie, Sozialen Netzwerken, Bevölkerungssoziologie, Familiensoziologie, Kollektivem Handeln, Normen und Konflikten, Handlungs- und Entscheidungstheorie sowie Methoden der empirischen Sozialforschung. Prof. Haug ist Mitglied im Rat für Migration und Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Demographie. Aspekte der Migration, Neue Zuwanderergruppen in Deutschland, Migration – Integration – Minderheiten, Muslimisches Leben in Deutschland, Zuwanderung von Spätaussiedlern, Zweitspracherwerb im Migrationskontext, Frauen in Integrationskursen, Arbeitsmigration, Jugendliche Migranten / muslimische Jugendliche, Gewalttätigkeit und geschlechterspezifische Einstellungsmuster sind nur einige Themen von zahlreichen Publikationen, Zeitschriftenartikeln und Arbeitsberichten. Die Gesamtübersicht ist unter http://www.kulturnachrichten.de/haug/publikationen.html veröffentlicht. Unterstützt wurde Prof. Dr. Sonja Haug von weiteren Mitarbeitern. Matthias Vernim MA und Verena Gelfert sind wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Regensburg und unter anderem mit der Betreuung des Regensburger Integrationsberichts betraut. Franziska Pohl, Dipl.-Soz., hat am Europäischen Forum für Migrationsstudien an Handlungsempfehlungen und Projekten für kommunale Integrationspolitiken für Deutschland und Europa mitgearbeitet. 16 DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE UND DER MIGRATIONSRAT B 17 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C B 19 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Vorbemerkungen zu den statistischen Indikatoren Der statistische Teil des Integrationsberichts beruht auf dem Stand der Forschung zum kommunalen Integrationsmonitoring. Die Indikatoren zur quantitativen Darstellung der Integration in Ingolstadt wurden entsprechend einer bzw. angelehnt an eine länderübergreifende Pilotstudie ausgewählt. Einige Indikatoren ließen sich auf Ebene der Stadt Ingolstadt nicht berechnen, weil das dazu notwendige Datenmaterial nur für größere Gebietseinheiten (z. B. Land, Regierungsbezirk) vorliegt. Trotzdem wurde in diesen Fällen versucht, andere Datenquellen zu erschließen bzw. Berechnungen zu generieren, die den Indikatoren nahe kommen. Darüber hinaus wurden über die Indikatoren hinausführende weitere Daten und Berechnungen dargestellt, die einen möglichst umfassenden Blick auf den Stand der Integration in Ingolstadt erlauben, darunter auch kleinräumige Daten auf der Ebene von Teilgebieten der Stadt (Stadtbezirke, Schulsprengel, Unterbezirke, »Soziale Stadt – Gebiete). Die erhobenen Daten unterliegen grundsätzlich der Geheimhaltung nach § 16 des Bundesstatistikgesetzes (BStatG). Eine Darstellung oder Weitergabe von Daten, mit deren Hilfe auf einen konkreten Einzelfall geschlossen werden könnte, ist deswegen aus Gründen des Datenschutzes nicht erlaubt. Aus diesem Grund werden bei den dargestellten Tabellen und Diagrammen Zahlenwerte, die kleiner als vier sind, und Daten, aus denen sich rechnerisch diese Zahlen kleiner als vier ermitteln lassen, nicht angegeben, oder zu größeren Gruppen zusammengefasst. 20 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 1 Bevölkerung - Bevölkerungszahl und Besiedlungsdichte C Bevölkerung - Strukturen und Entwicklung Ingolstadt ist nach dem 2. Weltkrieg kontinuierlich und stark gewachsen und gehört seit Jahrzehnten zu den kreisfreien Städten Deutschlands mit dem am deutlichsten sichtbaren C 1 Bevölkerung - Bevölkerungszahl und Besiedlungsdichte Wachstum. Ingolstadt ist nach dem 2. Weltkrieg kontinuierlich und stark gewachsen und gehört seit Jahrzehnten zu den kreisfreien Städten Deutschlands mit dem am deutlichsten sichtbaren Abb. 1 Einwohnerentwicklung Ingolstadts seit 1950 Wachstum. Abb. 1 Einwohnerentwicklung Ingolstadts seit 1950 150 000 Stetiger Zuzug aus dem In- und Ausland 125 000 Wiedervereinigung und Zuzug Aussiedler Grenzöffnung Osteuropa 100 000 75 000 Gebietsreform 1972 Eingemeindung Unsernherrn 50 000 25 000 0 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Geschichte der Anwerbung von Arbeitsmigranten (Gastarbeitern) beginnt 1955 mit Die Geschichte der Anwerbung vonmit Arbeitsmigranten (Gastarbeitern) folgen beginnt1960, 1955mit mitder Italien, weitere Anwerbeabkommen Spanien und Griechenland Italien, weitere Anwerbeabkommen mit Spanien und Griechenland folgen 1960, mit der Türkei 1961, Marokko 1963, Portugal 1964, Tunesien 1965 und dem damaligen JugosTürkei 1961, Marokko 1963, Portugal 1964, Tunesien 1965 und dem damaligen Jugoslawien lawien Sprünge der Einwohnerentwicklung sichaber 1962auch aberdurch auch die durch 1968.1968. Sprünge in derinEinwohnerentwicklung ergebenergeben sich 1962 dieEingemeindung Eingemeindung Unsernherrns (u. a. der Ortsteile Unsernherrn, Haunwöhr, Hundszell, Unsernherrns (u. a. der Ortsteile Unsernherrn, Haunwöhr, Hundszell, Ringsee,Kothau, Kothau,Rothenturm, Rothenturm, Niederfeld) Niederfeld) sowie 1972 (das Stadtgebiet Ringsee, sowiedie dieGebietsreform Gebietsreform 1972 (das Stadtgebiet wuchsvon vonknapp knapp50 50km² km² auf auf über über 133 133 km² km² an; an; ungefähr West, wuchs ungefährdie dieheutigen heutigenStadtbezirke Stadtbezirke West, Oberhaunstadt, Etting, Mailing und Süd wurden eingemeindet). Ende der 80er bis Mitte Oberhaunstadt, Etting, Mailing und Süd wurden eingemeindet). Ende der 80er bisder Mitte 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erfolgt ein starkes Bevölkerungswachstum durch die der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erfolgt ein starkes Bevölkerungswachstum durch Grenzöffnung Osteuropas, die Wiedervereinigung und den starken Zuzug von »Aussiedlern. Anschluss daran erfolgte eine stetige Zuwanderung nach Ingolstadt ausvon dem»IndieAm Grenzöffnung Osteuropas, dieweitere Wiedervereinigung und den starken Zuzug Ausund Ausland. siedlern. Im Anschluss daran erfolgte eine weitere stetige Zuwanderung nach Ingolstadt Der Zuzug von Einwohnern nach Ingolstadt steht seit jeher in engem Zusammenhang mit aus dem In- und Ausland. dem sich ständig ausweitenden Arbeitsplatzangebot in der Stadt (siehe Kapitel D), das Der Zuzug vonaus Einwohnern nachInland Ingolstadt steht jeheranzieht. in engem Zusammenhang mit Arbeitskräfte dem gesamten und aus demseit Ausland dem sich ständig ausweitenden Arbeitsplatzangebot in der Stadt (siehe Kapitel D), das Arbeitskräfte aus dem gesamten Inland und aus dem Ausland anzieht. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 14 07.03.2013 21 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 2 Entwicklung der Altersgruppen in Ingolstadt 1973 - 2011 Abb. 2 Entwicklung der Altersgruppen in Ingolstadt 1973 - 2011 70% 63% 1973 60% 66% 64% 1993 2011 50% 40% 30% 20% 26% 19% 19% 17% 15% 11% 10% 0% 0 bis unter 18 Jahre Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 18 bis unter 65 Jahre 65 Jahre und älter Berechnungen /Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen /Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bezüglich der Verteilung der Altersgruppen gibt es eine deutliche Tendenz: Während der Bezüglich Verteilung der Altersgruppen gibt65-Jährigen es eine deutliche Tendenz: Anteil derder mittleren Altersgruppe der 18 bis unter nahezu konstant beiWährend rund 65 %der Anteil der mittleren Altersgruppe bis unter 65-Jährigen nahezu konstant bleibt, nimmt der Anteil der Kinderder und18 Jugendlichen unter 18 Jahren von rund 26 % bei auf rund rund 65 % stark ab. der Gleichzeitig erhöht sichund der Jugendlichen Anteil der Älteren ab 18 65 Jahren % auf % 17 bleibt, nimmt Anteil der Kinder unter Jahrenvon von11 rund 26 ca. % auf 19 %. rund 17 % stark ab. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil der Älteren ab 65 Jahren von 11 % spiegeln den nationalen und auch internationalen Trend des aufDiese ca. 19Entwicklungen %. demografischen Wandels aller Industrienationen wieder. Sinkende Geburtenzahlen Diese Entwicklungen spiegeln den nationalen und auch internationalen Trend des demoverbunden mit einer starken Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung führen dort grafischen Wandels aller Industrienationen wider. Sinkende Geburtenzahlen zu Verschiebungen des Gleichgewichts hin zur älteren Generation. Ingolstadt ist verbunden von diesem mit einer starken Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung führen dort Verschiedemografischen Wandel aufgrund des Zuzugs junger Menschen (siehe Abb. 31)zunicht so stark betroffen wie die meisten Vergleichsstädte und Landkreise in Bayern bungen des Gleichgewichts hin zur älteren Generation. Ingolstadt istund vonDeutschland. diesem demografischen Wandel aufgrund des Zuzugs junger Menschen (siehe Abb. 32) nicht so stark betroffen wie die meisten Vergleichsstädte und Landkreise in Bayern und Deutschland. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 22 15 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 3 Flächen und Besiedlungsdichte in den Stadtbezirken Abb. 3 Flächen und Besiedlungsdichte in den Stadtbezirken 20012001 undund 20112011 (jeweils (jeweils 31.12.) 31.12.) SBZ Stadtbezirk 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 Mitte Nordwest Nordost Südost Südwest West Etting Oberhaunstadt Mailing Süd Friedrichshofen-Hollerst. Münchener Straße Stadt Ingolstadt Fläche Einwohner (31.12.2001) Hauptwohnsitz Besiedlungsdichte 2001 Einwohner (31.12.2011) Hauptwohnsitz Besiedlungsdichte 2011 ha Anzahl Einw./km² Anzahl Einw./km² 1 142,4 469,9 473,8 1 395,5 645,7 3 341,9 861,4 553,1 812,7 2 700,1 487,6 449,9 12 114 18 081 18 717 15 362 9 559 5 509 3 323 4 586 4 472 7 243 7 440 11 698 1 060 3 848 3 950 1 101 1 480 165 386 829 550 268 1 526 2 600 13 716 17 682 18 970 15 514 10 269 6 383 4 417 4 946 4 867 8 195 8 488 13 009 1 201 3 763 4 004 1 112 1 590 191 513 894 599 304 1 741 2 892 13 334,0 118 104 886 126 456 948 Quelle: Bürgeramt; Geoinformation Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bürgeramt; Geoinformation Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die größte Anzahl an Einwohnern weisen die zentralen Stadtbezirke Mitte, Nordwest, NordDie Anzahl an Einwohnern weisen die zentralen Stadtbezirke Mitte, Nordwest, Nordost,größte Südost, Südwest sowie Münchener Straße auf. Am dichtesten besiedelt mit bis zu mehr ost, Südwest sowie Straße auf. besiedelt mehr als 4Südost, 000 Einwohnern je km²Münchener sind der Nordosten undAm der dichtesten Nordwesten, gefolgt mit vonbis denzuBezirals 4 000 Einwohnern je km² sind der Nordosten und der Nordwesten, gefolgt von den ken Münchener Straße, Friedrichshofen–Hollerstauden und dem Südwesten. Bezirken Münchener Straße, Friedrichshofen Hollerstauden und dem Südwesten. Eine geringere Besiedlungsdichte ist in den umliegenden, ländlich strukturierten Stadtteilen Eine geringere Besiedlungsdichte ist in den umliegenden, ländlich strukturierten Stadtteilen gegeben. gegeben. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 16 07.03.2013 23 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 4 Besiedlungsdichte in Einwohner je km² in der Stadt Ingolstadt 31.12.2011                                                             Quelle: Melderegister Geobasis: Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation 24                                                                                                                         Berechnungen/Kartografie: Statistik und Stadtforschung EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 2 Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund C Nach einer Definition des Statistischen Bundesamtes gehören zur Bevölkerung mit persönlichem bzw. familiärem »Migrationshintergrund folgende Personengruppen: • • • • • Zugewanderte »Ausländer In Deutschland geborene Ausländer »Eingebürgerte Deutsche Aussiedler Kinder mit mindestens einem Elternteil, das eines der vorstehenden Merkmale erfüllt (familiärer Migrationshintergrund) Ausländer sind Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes sind. Dazu zählen auch Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Bei den Auswertungen des Melderegisters der Stadt Ingolstadt mittels des Programms »MigraPro werden vier Personengruppen unterschieden, wobei die ersten drei Personen- gruppen zusammen die Einwohner mit Migrationshintergrund darstellen: 1. 2. 3. 4. Ausländer, ob in Deutschland geboren oder zugewandert Eingebürgerte Deutsche Deutsche Aussiedler und Deutsche Einwohner ohne Migrationshintergrund Kinder, die seit 01.01.2000 die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt (§ 4 Abs. 3 des Staatsangehörigkeitsgesetzes) erwerben (Kinder, für die die Optionsregelung gilt, siehe S. 61 ff), werden programmtechnisch bei den eingebürgerten Deutschen erfasst. Der familiäre Migrationshintergrund kann durch das Programm MigraPro nach Vollendung des 18. Lebensjahres aufgrund der Auflösung der Familienzuordnung nicht mehr ausgewertet werden. Das Gleiche gilt, wenn Kinder unter 18 Jahren ohne ihre Eltern in einem eigenen Haushalt leben. 25 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN In den einzelnen Stadtbezirken ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund In den einzelnen Stadtbezirken ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund unterschiedlich hoch. unterschiedlich hoch. In den einzelnen Stadtbezirken ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund unterschiedlich hoch.in Ingolstadt nach Migrationshintergrund 31.12.2011 Abb. 5 Einwohner Abb. 5 Einwohner in Ingolstadt nach Migrationshintergrund 31.12.2011 SBZ Stadtbezirk Abb. 5 Einwohner Einwohner mit Migrationshintergrund in Einwohner Ingolstadt nach Migrationshintergrund 31.12.2011 Nicht- SBZ Stadtbezirk Eingebürgerte Deutsche Einwohner mit Einwohner Einwohner mit Migrationshintergrund Deutsche Aussiedler Migrationshintergrund gesamt deutsche insgesamt Nicht- Eingebürgerte Deutsche Einwohner mit Migrationsdeutsche Deutsche Aussiedler Migrationshintergrund absolut in % in % aller hintergrund insgesamt Migranten absolut 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 Mitte Nordwest 01 Mitte Nordost 02 Nordwest Südost 03 Nordost Südwest 04 Südost West 05 Südwest 06Etting West 07Oberhaunstadt Etting 08Mailing Oberhaunstadt 09Süd Mailing 10Friedrichshof.-Hollerst. Süd 11Münchnerstraße Friedrichshof.-Hollerst. 12 Deutsche ohne MigrationsDeutsche hintergrund ohne gesamt Münchnerstraße Stadt Ingolstadt 13 716 17 682 13 716 18 970 17 682 15 514 18 970 10 269 15 514 6 383 10 269 46417 383 44946 417 44867 946 84195 867 195 88488 488 138009 2 081 4 817 2 081 3 875 4 817 1 955 3 875 598 1 955 292 598 369 292 506 369 382 506 298 382 1 298 015 1 015 344 846 1 990 1846 791 1 990 1 105 1 791 479 1 105 255 479 316 255 335 316 287 335 282 287 282 558 558 704 126 456 17 532 8 948 13 009 1 344 Stadt Ingolstadt 126 456 17 532 250Quelle: Melderegister 704 8 948 in % in % aller Migranten 9,0% 1 522 4 449 32,4% 5 348 12 155 68,7% 24,7% 1 522 4 088 4 449 9 754 32,4% 51,4% 9,0% 19,8% 5 348 12 155 68,7% 24,7% 2 907 5 967 38,5% 12,1% 4 088 9 754 51,4% 19,8% 1 126 2 203 21,5% 4,5% 2 907 5 967 38,5% 12,1% 550 1 097 17,2% 1 126 2 203 21,5% 4,5%2,2% 714 1 097 1 399 17,2% 31,7% 2,2%2,8% 550 858 1 399 1 699 31,7% 34,4% 2,8%3,5% 714 811 1 699 1 480 34,4% 30,4% 3,5%3,0% 858 965 1 480 1 545 30,4% 18,9% 3,0%3,1% 811 965 1 920 1 545 3 493 18,9% 41,2% 3,1%7,1% 1 920 1 917 3 493 3 965 41,2% 30,5% 7,1%8,1% 1 917 3 965 22 726 30,5% 49 206 38,9% 8,1% 100,0% 9 267 5 527 9 267 9 216 5 527 9 547 9 216 8 066 9 547 8 066 5 286 5 286 3 018 3 018 3 247 3 247 3 387 3 387 6 650 6 650 4 995 4 995 9 044 9 044 77 250 22 726 49 206 38,9% 100,0% 77 250 Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 6 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund nach Stadtbezirken 31.12.2011 Abb. 6 Einwohner Migrationshintergrund nach Stadtbezirken 31.12.2011 Abb. 6 Einwohnermit mitund und ohne ohne Migrationshintergrund nach Stadtbezirken 31.12.2011 Mitte Mitte Nordwest Nordwest Nordost Nordost Südost Südost Südwest Südwest West West Etting Etting Oberhaunstadt Oberhaunstadt Mailing Mailing Süd Süd Friedrichshof.-Hollerst. Friedrichshof.-Hollerst. Münchnerstraße Münchnerstraße 0 0 5 000 5 000 Einwohner ohne Migrationshintergrund Quelle: Melderegister Einwohner ohne Migrationshintergrund Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 26 10 000 10 000 15 000 15 000 20 000 Einwohner mit Migrationshintergrund 20 000 Einwohner mit Migrationshintergrund Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 19 19 07.03.2013 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 7 Anzahl der Einwohner mit Migrationshintergrund in Ingolstadt 31.12.2011                                                                                                                                                                             Quelle: Melderegister Geobasis: Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation         Berechnungen/Kartografie: Statistik und Stadtforschung 27 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 8 Anteil der Migranten in Prozent in der Stadt Ingolstadt 31.12.2011 Abb. 8 Anteil der Migranten in Prozent in der Stadt Ingolstadt 31.12.2011 Quelle: Melderegister Berechnungen/Kartografie: und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnungen/Kartografie: StatistikStatistik und Stadtforschung Geobasis: AmtAmt für Verkehrsmanagement und Geoinformation Geobasis: für Verkehrsmanagement und Geoinformation Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 28 21 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 9 Einwohner in Gebieten der Sozialen Stadt nach Migrationshintergrund in Relation zur Gebietsbevölkerung 31.12.2011 Abb. 9 Einwohner in Gebieten der Sozialen Stadt nach Migrationshintergrund C in Relation zur 31.12.2011 Einwohner mit Gebietsbevölkerung Migrationshintergrund Deutsche ohne Migrationshintergrund 80% 75,9% 70% 60% 66,5% 66,2% 58,8% 50% 41,2% 40% 33,8% 33,5% 30% 24,1% 20% 10% 0% Augustinviertel Konradviertel Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Piusviertel Sonstige Stadtteile Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Auswahl der Gebiete für das Programm »„Soziale Stadt“ orientierte sich u.a. am BeDieanAuswahl der Gebiete für das Dementsprechend Programm »„Sozialeweisen Stadt“ orientierte sichder u.a.Sozialen am Bedarf darf Integrationsmaßnahmen. die Gebiete Stadt an Integrationsmaßnahmen. Dementsprechend weisen die Gebiete der Sozialen (Piusviertel, Konradviertel und Augustinviertel) einen überproportional hohen Anteil Stadt an Mig(Piusviertel, Konradviertel und Augustinviertel) einen überproportional hohen Anteil an ranten auf. Migranten auf. Die Gebiete der Sozialen Stadt sind zwar nach den entsprechenden Stadtvierteln benannt, aber Abgrenzung dieserStadt Gebiete von den statistischen Unterbezirken Diedie Gebiete der Sozialen sind unterscheidet zwar nach densich entsprechenden Stadtvierteln benannt, mitaber gleichem Namen. dieser Gebiete unterscheidet sich von den statistischen Unterbezirken die Abgrenzung mit gleichem Namen. Abb. mitund und ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt 31.12.2011 Abb. 10 10 Einwohner Einwohner mit ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt 31.12.2011 Ausländer 17 500; 14% Eingebürgerte Deutsche 8 900; 7% Deutsche ohne Migrationshintergrund 77 300; 61% Aussiedler 22 800; 18% Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 22 Berechnungen/Darstellung Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung Statistik und Stadtforschung 07.03.2013 Ende 2011 gab es in Ingolstadt rund 49 000 Einwohner mit Migrationshintergrund. Der An2011 gab Ingolstadt rund 49 000 Einwohner mit teilEnde betrug fast 39es%inan der »Gesamteinwohnerzahl. DieMigrationshintergrund. Zusammensetzung Der derAnteil Gruppe betrug fast 39 % an der »Gesamteinwohnerzahl. Die Zusammensetzung der Gruppe der der Migranten ist aus obigem Diagramm ersichtlich. Migranten ist aus obigem Diagramm ersichtlich. 29 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 11 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund 2007 und 2011 31.12.) Abb. 11 (jeweils Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund 2007 und 2011 (jeweils 31.12.) Abb. 11 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund 2007 und 2011 (jeweils 31.12.) 123 123 193 193 126 126 456 456 Bevölkerung Bevölkerung gesamt gesamt davon davon Deutsche Deutsche ohne ohne Migrationshintergrund Migrationshintergrund Einwohner Einwohner mit mit Migrationshintergrund Migrationshintergrund 75 75 756 756 77 77 250 250 47 47 437 437 49 49 206 206 davon davon 2007 2007 16 16 329 329 17 17 532 532 Ausländer Ausländer 2011 2011 8 8 524 524 8 8 948 948 Eingebürgerte Eingebürgerte Deutsche Deutsche 22 22 584 584 22 22 726 726 Aussiedler Aussiedler 0 0 20 20 000 000 40 40 000 000 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 60 60 000 000 80 80 000 000 100 100 000 000 120 120 000 000 140 140 000 000 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Berechnungen/Darstellung: Statistik Statistik und und Stadtforschung Stadtforschung Die Einwohner ohne Migrationshintergrund nahmen um rund 1 500, diejenigen mit Migrationshintergrund 1 800 zu. Entscheidend für die stärkere Zunahme Migranten Die ohne Migrationshintergrund nahmen um 1 diejenigen mit Die Einwohner Einwohner um ohne Migrationshintergrund nahmen um rund rund 1 500, 500, der diejenigen mitwar um zu. für stärkere Zunahme der derMigrationshintergrund starke Zuzug ausländischer im Jahr 2011 (+ 1 100 Wanderungssaldo). Migrationshintergrund um 1 1 800 800 Arbeitskräfte zu. Entscheidend Entscheidend für die die stärkere Zunahme der Migranten Migranten war war der der starke starke Zuzug Zuzug ausländischer ausländischer Arbeitskräfte Arbeitskräfte im im Jahr Jahr 2011 2011 (+ (+ 1 1 100 100 Wanderungssaldo). Wanderungssaldo). Abb. 12 Einwohner mit Migrationshintergrund 2008 im Vergleich Abb. 2008 (( )) Abb. 12 12 Einwohner Einwohner mit mit Migrationshintergrund Migrationshintergrund 2008 im im Vergleich Vergleich Frankfurt Frankfurt am am M. M. Augsburg Augsburg Stadt Stadt Ingolstadt Ingolstadt Stuttgart Stuttgart Nürnberg Nürnberg München München Düsseldorf Düsseldorf Köln Köln Duisburg Duisburg Hannover Hannover Dortmund Dortmund Berlin Berlin Oberbayern Oberbayern Region Region Ingolstadt Ingolstadt Essen Essen Bayern Bayern Deutschland Deutschland 0% 0% 5% 5% 10% 10% 15% 15% 20% 20% 25% 25% 30% 30% 35% 35% 40% 40% 45% 45% Quelle: Statistisches Bundesamt (Mikrozensus); Wert Stadt Melderegister Quelle: Statistisches Bundesamt (Mikrozensus); WertIngolstadt: Stadt Ingolstadt: Ingolstadt: Melderegister (MigraPro) Quelle: Statistisches Bundesamt (Mikrozensus); Wert Stadt Melderegister (MigraPro)(MigraPro) Bearbeitung/Darstellung: Bearbeitung/Darstellung: Statistik Statistik und und Stadtforschung Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Integrationsbericht Integrationsbericht Stadt Stadt Ingolstadt Ingolstadt 30 24 24 07.03.2013 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Die Mikrozensus-Ergebnisse von 2008 (1 %-Stichprobe, nur für größere Städte und für Planungsregionen repräsentativ auswertbar) sind aufgrund der ähnlichen Definition durchDie Mikrozensus-Ergebnisse von 2008 (1 %-Stichprobe, nurZahlen für größere Städte Mit undanfür aus mit den aus dem Melderegister für Ingolstadt errechneten vergleichbar. Planungsregionen repräsentativ auswertbar) sind aufgrund der ähnlichen Definition durchaus nähernd 40 % Migrantenanteil liegt Ingolstadt mit Augsburg und hinter Frankfurt am Main mit den aus dem Melderegister für Ingolstadt errechneten Zahlen vergleichbar. Mit an der Spitze, weit vor Großstädten wie Berlin, Dortmund, Hannover, Duisburg oder Köln. annähernd 40 % Migrantenanteil liegt Ingolstadt mit Augsburg und hinter Frankfurt am Main an der Spitze, weit vor Großstädten wie Berlin, Dortmund, Hannover, Duisburg oder Köln. Abb. 13 undund Geschlecht der Bevölkerung mit und ohne Abb. 13Altersstruktur Altersstruktur Geschlecht der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in absoluten Zahlen 31.12.2011 Migrationshintergrund in absoluten Zahlen 31.12.2011 30 bis 50 bis 0 bis 18 bis unter 18 unter 30 unter 50 unter 65 Jahre Jahre Jahre Einwohner gesamt davon männlich weiblich und 65 und älter ohne gesamt absolut 21 247 20 172 37 789 23 811 23 437 126 456 absolut absolut 10 988 10 259 10 396 9 776 19 840 17 949 11 828 11 983 10 122 13 315 63 174 63 282 absolut 11 073 7 538 15 162 8 445 6 988 49 206 absolut absolut absolut 2 000 5 065 4 008 3 688 886 2 964 7 558 1 859 5 745 2 900 577 4 968 1 386 561 5 041 17 532 8 948 22 726 absolut 5 722 3 940 7 929 4 092 3 133 24 816 absolut absolut absolut absolut 1 005 2 659 2 058 5 351 1 995 427 1 518 3 598 4 015 987 2 927 7 233 1 404 287 2 401 4 353 811 246 2 076 3 855 9 230 4 606 10 980 24 390 absolut absolut absolut 995 2 406 1 950 1 693 459 1 446 3 543 872 2 818 1 496 290 2 567 575 315 2 965 8 302 4 342 11 746 Einwohner ohne Migrationshintergrund absolut 10 174 12 634 22 627 15 366 16 449 77 250 absolut absolut 5 266 4 908 6 456 6 178 11911 10716 7736 7630 6 989 9 460 38 358 38 892 absolut 19 247 16 484 30 231 20 911 22 051 108 924 absolut absolut absolut 9 983 9 264 2 000 8 401 8 083 3 688 15 825 14 406 7 558 10 424 10 487 2 900 9 311 12 740 1 386 53 944 54 980 17 532 absolut absolut 1 005 995 1 995 1 693 4 015 3 543 1 404 1 496 811 575 9 230 8 302 davon Einwohner mit Migrationshintergrund davon AusländerInnen Eingebürgerte Deutsche AussiedlerInnen davon männlich davon Ausländer Eingebürgerte Deutsche Aussiedler weiblich davon Ausländerinnen Eingebürgerte Deutsche Aussiedlerinnen davon männlich weiblich davon Einwohner mit deutscher Staatsangehörigkeit davon männlich weiblich Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit (AusländerInnen) davon männlich weiblich Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 25 07.03.2013 31 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 14 Altersstruktur und Geschlecht der Bevölkerung mit und ohne Abb. 14 Altersstruktur und Geschlecht der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund - Prozentanteile an der Gesamtbevölkerung Migrationshintergrund - Prozentanteile an der Gesamtbevölkerung bzw. der bzw. der betreffenden Altersgruppe bei Untergliederung 31.12.2011 betreffenden Altersgruppe bei Untergliederung 31.12.2011 0 bis 18 bis 30 bis 50 bis unter 18 unter 30 unter 50 unter 65 Jahre Jahre Jahre Einwohner gesamt davon männlich weiblich 65 und älter gesamt in % 16,8% 16,0% 29,9% 18,8% 18,5% 100,0% in % in % 51,7% 48,3% 51,5% 48,5% 52,5% 47,5% 49,7% 50,3% 43,2% 56,8% 50,0% 50,0% in % 52,1% 37,4% 40,1% 35,5% 29,8% 38,9% in % in % in % 18,1% 45,7% 36,2% 48,9% 11,8% 39,3% 49,8% 12,3% 37,9% 34,3% 6,8% 58,8% 19,8% 8,0% 72,1% 35,6% 18,2% 46,2% in % in % 51,7% 48,3% 52,1% 47,9% 52,0% 48,0% 50,0% 50,0% 44,8% 55,2% 50,4% 49,6% Einwohner ohne Migrationshintergrund in % 47,9% 62,6% 59,9% 64,5% 70,2% 61,1% davon männlich weiblich in % in % 51,8% 48,2% 51,1% 48,9% 52,6% 47,4% 50,3% 49,7% 42,5% 57,5% 49,7% 50,3% in % 90,6% 81,7% 80,0% 87,8% 94,1% 86,1% in % in % 51,9% 48,1% 51,0% 49,0% 52,3% 47,7% 49,8% 50,2% 42,2% 57,8% 49,5% 50,5% in % 9,4% 18,3% 20,0% 12,2% 5,9% 13,9% in % in % 50,3% 49,8% 54,1% 45,9% 53,1% 46,9% 48,4% 51,6% 58,5% 41,5% 52,6% 47,4% davon Einwohner mit Migrationshintergrund davon AusländerInnen Eingebürgerte Deutsche AussiedlerInnen davon männlich weiblich davon Einwohner mit deutscher Staatsangehörigkeit davon männlich weiblich Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit (AusländerInnen) davon männlich weiblich Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bei Kindern und Jugendlichen sind über die Hälfte Menschen mit Migrationshintergrund, hauptsächlich mit familiärem Migrationshintergrund. Über zwei Drittel der Einwohner über 65 Jahren haben keinen Migrationshintergrund. Gründe hierfür liegen einerseits an den Bei Kindern und Jugendlichen über die Hälfte Menschen mit ausländischer Migrationshintergrund, höheren Geburtenquoten sowiesind der schnelleren Generationenfolge Mütter hauptsächlich mit familiärem Migrationshintergrund. Über zwei Drittel der Einwohner über 65 (siehe Geburtenquote, Seite 36) und andererseits an der Rückwanderung älterer auslänJahren haben keinen Migrationshintergrund. Gründe hierfür liegen einerseits an den höheren discher Arbeitnehmer, der 1. Generation, die auch in Ingolstadt zwischen Geburtenquoten sowiehauptsächlich der schnelleren Generationenfolge ausländischer Mütter (siehe dem 60. und 70.Seite Lebensjahr verstärkt zu beobachten ist. Geburtenquote, 30) und andererseits an der Rückwanderung älterer ausländischer Bei der Altersgruppe der überder 65-Jährigen mit Migrationshintergrund der Anteil der60. AusArbeitnehmer, hauptsächlich 1. Generation, die auch in Ingolstadt ist zwischen dem und siedlerInnen mit über 72 % dominierend. 70. Lebensjahr verstärkt zu beobachten ist. Bei der Altersgruppe der über 65-Jährigen mit Migrationshintergrund ist der Anteil der AussiedlerInnen mit über 72 % dominierend. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 32 26 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 15 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt nach Abb. 15 Einwohner und ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt nach einzelnen einzelnen mit Altersgruppen 31.12.2011 Altersgruppen 31.12.2011 Altersgruppe Einwohner gesamt Einwohner mit Migrationshintergrund Ausländer Eingebürgerte Deutsche Deutsche Aussiedler Einwohner mit Migrationshintergrund insgesamt in % aller absolut Migranten 0 bis unter 3 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 10 Jahre 10 bis unter 15 Jahre 15 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 25 Jahre 25 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 65 Jahre 65 bis unter 85 Jahre über 85 Jahre insgesamt 3 476 3 510 4 591 6 027 3 643 10 470 9 702 27 872 26 947 6 781 20 707 2 730 184 227 334 717 538 1 802 1 886 6 225 3 207 1 026 1 356 30 1,0% 1,3% 1,9% 4,1% 3,1% 10,3% 10,8% 35,5% 18,3% 5,9% 7,7% 0,2% 126 456 17 532 100,0% 1 064 1 086 1 332 1 137 446 532 354 1 452 808 176 505 56 11,9% 12,1% 14,9% 12,7% 5,0% 5,9% 4,0% 16,2% 9,0% 2,0% 5,6% 0,6% 8 948 100,0% 650 660 894 1 147 657 1 444 1 520 4 396 5 125 1 192 4 512 529 in % der Altersgruppe Deutsche ohne Migrationshintergrund in % aller ohne Migr.absolut hintergrund 2,9% 2,9% 3,9% 5,0% 2,9% 6,4% 6,7% 19,3% 22,6% 5,2% 19,9% 2,3% 1 898 1 973 2 560 3 001 1 641 3 778 3 760 12 073 9 140 2 394 6 373 615 3,9% 4,0% 5,2% 6,1% 3,3% 7,7% 7,6% 24,5% 18,6% 4,9% 13,0% 1,2% 54,6% 1 578 56,2% 1 537 55,8% 2 031 49,8% 3 026 45,0% 2 002 36,1% 6 692 38,8% 5 942 43,3% 15 799 33,9% 17 807 35,3% 4 387 30,8% 14 334 22,5% 2 115 2,0% 2,0% 2,6% 3,9% 2,6% 8,7% 7,7% 20,5% 23,1% 5,7% 18,6% 2,7% 22 726 100,0% 49 206 100,0% 38,9% 77 250 100,0% Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Staistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Staistik und Stadtforschung Neben dem überproportional hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen und dem geringeren der Älteren fällt auf, dass auch Altersgruppe 30 bis unter 45dem Jahre bei den NebenAnteil dem überproportional hohen Anteil andie Kindern und Jugendlichen und geringeren Migranten sehr stark ist,auch eventuell ein Hinweis30 aufbis zugewanderte Migranten, die Anteil der Älteren fällt besetzt auf, dass die Altersgruppe unter 45 Jahre bei den Migdas deutlich gestiegene in Ingolstadt nutzen. ranten sehr stark besetztArbeitsangebot ist, eventuell ein Hinweis auf zugewanderte Migranten, die das deutlich gestiegene Arbeitsangebot in Ingolstadt nutzen. Innerhalb der Gruppe der Migranten gibt es allerdings deutliche Unterschiede: So beträgt Innerhalb derab Migranten gibtbei es den allerdings deutliche Unterschiede: So beträgt der der Anteil der derGruppe Personen 65 Jahren Ausländern knapp 8 %, bei den EingebürAnteil der Personen ab 65 Jahren bei den Ausländern knapp 8 %, bei den Eingebürgerten gerten nur etwas mehr als 6 %, während es bei den Aussiedlern über 22 % sind, was mit nur etwas mehr als 6 Migrationshintergrund %, während es bei den Aussiedlernist.über 22 % sind, was mit den den Einwohnern ohne vergleichbar Einwohnern ohne Migrationshintergrund vergleichbar ist. Kinder, für die diedie dieOptionsregelung Optionsregelung (siehe Kapitel 8) werden im AuswertungsproKinder, für giltgilt (siehe Kapitel C 8)Cwerden im Auswertungsprogramm gramm den eingebürgerten Deutschen zugerechnet, obwohlsiesie die die deutsche MigraProMigraPro den eingebürgerten Deutschen zugerechnet, obwohl deutsche Staatsangehörigkeit ab dem 01.01.2000 durch Geburt und nicht durch Einbürgerung, Staatsangehörigkeit ab dem 01.01.2000 durch Geburt und nicht durch Einbürgerung, wiewie die die Übergangsregelung erfassten Kinder, erhalten. Deshalb liegt der Anteil der von von der der Übergangsregelung erfassten Kinder, erhalten. Deshalb liegt der Anteil der Kinder Kinder und Jugendlichen bei den Ausländern bei den Eingebürgerten so und Jugendlichen bei den Ausländern so niedrig so undniedrig bei denund Eingebürgerten so hoch. hoch. Die »Geburtenziffer der ausländischen Mütter (siehe Geburtenziffer Seite 29) bezieht sich auf alle Kinder, egal, ob das Kind nach der Geburt die ausländische Staatsangehörigkeit Die »Geburtenziffer der ausländischen Mütter (siehe Geburtenziffer Seite 35) bezieht sich erhält oder als Optionskind gilt. auf alle Kinder, egal, ob das Kind nach der Geburt die ausländische Staatsangehörigkeit erhält oder als Optionskind gilt. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 27 07.03.2013 33 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 16 Alterspyramide Ingolstadts 31.12.2011 Abb. 16 Alterspyramide Ingolstadts 31.12.2011 ohne Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund 100 90 80 70 60 50 40 30 Indirekter Migrationshintergrund über die Eltern ist ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr nachweisbar (jetzt Deutsche ohne Migrationshintergrund) 20 10 1 500 1 000 500 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 0 0 500 1 000 1 500 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Alterspyramide für Ingolstadt zeigt deutlich, dass bis zum 18. Lebensjahr die Kinder Die Alterspyramide für Ingolstadt zeigt deutlich, dass bis zum 18. Lebensjahr die Kinder mit mit Migrationshintergrund MitVollendung Vollendung Lebensjahres (VolljährigMigrationshintergrund überwiegen. überwiegen. Mit desdes 18. 18. Lebensjahres (Volljährigkeit) wird keit) wird der familiäre Migrationshintergrund programmtechnisch nicht mehr erfasst. der familiäre Migrationshintergrund programmtechnisch nicht mehr erfasst. Es werdenEs nur Migranten statistisch erfasst,erfasst, die nicht Deutschland geborengeboren sind oder eine werdennoch nur noch Migranten statistisch dieinnicht in Deutschland sinddieoder ausländische Staatsangehörigkeit besitzen (persönlicher Migrationshintergrund) (s.a. die eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen (persönlicher Migrationshintergrund) Einkerbung der Pyramide auf der rechten Seite und sprunghafte Zunahme der Personen (s.a. Einkerbung der Pyramide auf der rechten Seite und sprunghafte Zunahme der Perohne Migrationshintergrund). sonen ohne Migrationshintergrund). Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 34 28 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 17 Geburten in Ingolstadt nach Geschlecht und Nationalität Abb. 17 Geburten in Ingolstadt nach Geschlecht und Nationalität Insgesamt Anzahl 1985 … 1990 … 1995 … 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Insgesamt 1 009 … 1 245 … 1 228 … 1 224 1 200 1 248 1 215 1 271 1 150 1 178 1 193 1 178 1 160 1 239 1 166 Deutsche Ausländer Anzahl Anzahl 895 … 1 024 … 953 … 1 124 1 113 1 162 1 127 1 204 1 106 1 130 1 139 1 079 1 096 1 195 1 134 männlich Insgesamt Anzahl 114 … 221 … 275 … 100 87 86 88 67 44 48 54 99 64 44 32 Deutsche Ausländer Insgesamt Anzahl Anzahl Anzahl 538 … 626 … 640 … 639 648 656 624 601 607 621 609 605 563 653 600 480 … 495 … 499 … 583 601 609 578 568 577 594 581 548 530 630 587 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 58 … 131 … 141 … 56 47 47 46 33 30 27 28 57 33 23 13 471 … 619 … 588 … 585 552 592 591 670 543 557 584 573 597 586 566 weiblich Deutsche Ausländer Anzahl Anzahl 415 … 529 … 454 … 541 512 553 549 636 529 536 558 531 566 565 547 56 … 90 … 134 … 44 40 39 42 34 14 21 26 42 31 21 19 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Geburten von Kindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind seit dem Jahr 2000 stark rückläufig. Maßgebend hierfür ist die, infolge der Änderung des StaatsangeDie Geburten von Kindern Staatsangehörigkeit sind seit dem Jahr 2000 hörigkeitsgesetzes (StAG),mitabausländischer 01.01.2000 geltende neue Rechtslage zum Erwerb der stark rückläufig. Maßgebend hierfür ist die, infolge der Änderung des deutschen Staatsangehörigkeit. Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG), ab 01.01.2000 geltende neue Rechtslage zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit. Zusammengefasste Geburtenziffer Die hohe Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter 18 Jahren Zusammengefasste Geburtenziffer (vgl. Abb. 17) lässt sich aus den Daten des Melderegisters über die Geburten erklären: Diehohe zusammengefasste dermit Ingolstädter Frauen sankunter von 1998 bis 2011 Die Zahl der Kinder Geburtenziffer und Jugendlichen Migrationshintergrund 18 Jahren (vgl. kontinuierlich 1,38 Kindern Frau. Bei denüber ausländischen Müttern ging die Abb. 17) lässt von sich1,50 ausauf den Daten des je Melderegisters die Geburten erklären: Die zusammengefasste Geburtenziffer der Ingolstädter Frauenderzeit sank immer von 1998 2011 Geburtenziffer von 2,07 auf 1,74 zurück, liegt aber damit noch bis um 0,43 kontinuierlich 1,50 aufFrauen. 1,38 Kindern je Frau. Bei den ausländischen Müttern ging die höher als beivon deutschen Geburtenziffer von 2,07 auf 1,74 zurück, liegt aber damit derzeit immer noch um 0,43 höher als bei deutschen Frauen. Abb. 18 Zusammengefasste Geburtenziffern in Ingolstadt 1998 - 2011 Abb. 18 Zusammengefasste Geburtenziffern in Ingolstadt 1998 - 2011 1998-2001 2,07 2002-2006 2007-2011 1,97 1,74 1,50 1,35 Ausländische Mütter 1,46 1,31 Deutsche Mütter Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 1,34 29 1,38 Gesamt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 07.03.2013 Betrachtet man die Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen, wird 35 deutlich: C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Ausländische Mütter Deutsche Mütter Gesamt Quelle: Melderegister Betrachtet man die Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen, Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung wird deutlich: Betrachtet man die Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen, wird Ausländische Frauen haben im Alter von 23 bis etwa 30 Jahren eine Geburtenwahrdeutlich: scheinlichkeit von 10 % und darüber. Die Geburtenwahrscheinlichkeit der deutschen Ausländische im Alter von Maximalwert 23 bis etwa 30 % Jahren Frauen steigt erstFrauen im Alter haben von 30 Jahren auf den von 10 und ersteine nach Geburtenwahrscheinlichkeit von 10 % und darüber. D. h. rund 10 % der ausländischen dem 30. Lebensjahr gleichen sich beide Geburtenquoten an. Die GeburtenwahrscheinFrauen in jedem der Altersjahrgänge von 23 bis 30 Jahren bekommen innerhalb eines lichkeit dereindeutschen Frauen ist ab dem 34. Lebensjahr geringfügig höhererst alsimbei den Jahres Kind. Die Geburtenwahrscheinlichkeit der deutschen Frauen steigt Alter ausländischen Frauen. von 30 Jahren auf den Maximalwert von 10 % und erst nach dem 30. Lebensjahr gleichen sich beide Geburtenquoten an. Die Geburtenwahrscheinlichkeit der deutschen Frauen ist ab dem 34. Lebensjahr geringfügig höher als bei den ausländischen Frauen. Abb. 19 Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen Abb. 192007 Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen 2007 - 2011 2011 14% Ausländische Frauen 2007-2011 12% Deutsche Frauen 2007-2011 10% 8% 6% 4% 2% 0% 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39 41 43 Alter der Frauen bei der Geburt ihres Kindes Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 45 47 49 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Nicht nur die zusammengefasste Geburtenziffer der ausländischen Frauen ist um 0,43 30 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt höher, auch die Generationenfolge ist durch die höhere Zahl der Geburten im07.03.2013 Alter unter 30 Jahren schneller, was den Effekt der höheren Geburtenziffer noch verstärkt. Seit 1998 hat sich der Unterschied der Geburtenziffern zwischen deutschen und ausländischen Frauen verringert. Auch in Zukunft ist aber mit einer höheren Zahl von Geburten bei ausländischen Frauen zu rechnen. 36 Nicht nur die zusammengefasste Geburtenziffer der ausländischen Frauen ist um 0,43 höher, auch die Generationenfolge ist durch die höhere Zahl der Geburten im Alter unter 30 Jahren schneller, was den Effekt der höheren Geburtenziffer noch verstärkt. EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Seit 1998 hat sich der Unterschied der Geburtenziffern zwischen deutschen und ausländischen Frauen verringert. Auch in Zukunft ist aber mit einer höheren Zahl von Geburten bei ausländischen Frauen zu rechnen. C Abb. Sterbefälle in Ingolstadt nach Geschlecht Nationalität Abb. 2020 Sterbefälle in Ingolstadt nach Geschlecht undund Nationalität Insgesamt männlich weiblich Insgesamt Deutsche Ausländer Insgesamt Deutsche Ausländer Insgesamt Deutsche Ausländer Anzahl 1985 … 1990 … 1995 … 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 938 … 911 … 1 053 … 1 139 1 126 1 131 1 109 1 117 1 181 1 130 1 067 1 137 1 175 1 107 1 157 Anzahl Anzahl 916 … 888 … 1 018 … 1 116 1 099 1 105 1 083 1 082 1 142 1 092 1 025 1 106 1 122 1 064 1 112 22 … 23 … 35 … 23 27 26 26 35 39 38 42 31 53 43 45 Anzahl Anzahl 455 … 428 … 507 … 509 532 523 541 547 548 534 517 519 549 536 554 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Anzahl 441 … 410 … 487 … 493 513 503 522 523 523 510 487 502 511 510 534 14 … 18 … 20 … 16 19 20 19 24 25 24 30 17 38 26 20 Anzahl 483 … 483 … 546 … 630 594 608 568 570 633 596 550 618 626 571 603 Anzahl Anzahl 475 … 478 … 531 … 623 586 602 561 559 619 582 538 604 611 554 578 8 … 5 … 15 … 7 8 6 7 11 14 14 12 14 15 17 25 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Anzahl der Sterbefälle in Ingolstadt ist in den letzten 20 Jahren von weniger als 1 000 auf nur annähernd 1 200 pro Jahr gestiegen. Die Zahl der verstorbenen Ausländer lag bis vor 10 Jahren noch bei weniger als 30 im Die Anzahl der Sterbefälle in Ingolstadt sindjährlich in denzwischen letzten 2040 Jahren von weniger als 1 000 Jahr. Mittlerweile beträgt sie in der Regel und 50. auf nur annähernd 1 200 pro Jahr gestiegen. Bei der deutschen Bevölkerung sterben jedes Jahr 10 Personen je 1 000 Einwohner der Die Zahl der verstorbenen Ausländer lag bis vor 10 Jahren noch bei weniger als 30 im Jahr. deutschen Bevölkerung; bei der ausländischen Bevölkerung sind es aufgrund des gerinMittlerweile beträgt sie in der Regel jährlich zwischen 40 und 50. geren älterer Menschen weniger als 3 Personen je 1 000 Einwohner der ausländiBei derAnteils deutschen Bevölkerung sterben jedes Jahr 10 Personen je 1 000 Einwohner der schen Bevölkerung. deutschen Bevölkerung; bei der ausländischen Bevölkerung sind es aufgrund des geringeren Anteils älterer Menschen weniger als 3 Personen je 1 000 Einwohner der ausländischen Bevölkerung. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 31 07.03.2013 37 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 3 Ausländische Bevölkerung C 3 Ausländische Bevölkerung Abb. 21 Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Bevölkerung mit Abb. 21 Anteil der ausländischen Bevölkerung an Bevölkerung mit Hauptwohnsitz Hauptwohnsitz im Städtevergleich inder Prozent 31.12.2011 im Städtevergleich in Prozent 31.12.2011 München 24,2% 17,4% Augsburg Nürnberg 17,0% 15,5% Ingolstadt Erlangen 15,1% Fürth 13,1% Würzburg 12,8% Regensburg 11,2% Region Ingolstadt 9,2% 0% 5% 10% Quelle: Landesamt für für Statistik und und Datenverarbeitung Quelle:Bayerisches Bayerisches Landesamt Statistik Datenverarbeitung 15% 20% 25% Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Im Vergleich zu den Daten des städtischen Melderegisters (Ausländeranteil 13,9 %) weist Im Vergleich zu den Daten des städtischen Melderegisters (Ausländeranteil 13,9 %) weist das Landesamt Statistik Datenverarbeitung wesentlich Werte das Bayerische Bayerische Landesamt fürfür Statistik undund Datenverarbeitung wesentlich höhere höhere Werte für für der ausländischen Einwohner in der Stadt Ingolstadt auf. die die ZahlZahl der ausländischen Einwohner in der Stadt Ingolstadt auf. Mit % (Ende (Ende 2011) 2011) liegt liegtder derAusländeranteil Ausländeranteil danach in Ingolstadt im Mittelfeld Mit 15,5 15,5 % danach in Ingolstadt im Mittelfeld der der bayerischen Großstädte. bayerischen Großstädte. Die relativ relativ niedrigen niedrigen Ausländerquoten in in Regensburg undund Würzburg sindsind auchauch historisch Die Ausländerquoten Regensburg Würzburg historisch bedingt. In beiden Städten spielt die Anwerbung von „Gastarbeitern“ keine so große RolleRolle bedingt. In beiden Städten spielt die Anwerbung von „Gastarbeitern“ keine so große wie am Industriestandort Ingolstadt. Vor allem wurden in beiden Städten weit weniger wie am Industriestandort Ingolstadt. Vor allem wurden in beiden Städten weit weniger türkische Arbeitnehmer angeworben. Ein weiterer Grund sind die großen Universitäten in türkische angeworben. Ein weiterer Grund sind die großen Universitäten in Würzburg Arbeitnehmer und Regensburg. Bei den Studierenden liegt der Ausländeranteil deutlich unter Würzburg und Regensburg. BeiGesamtbevölkerung, den Studierenden was liegtdie derStatistik Ausländeranteil dem Durchschnitt der städtischen beeinflusst.deutlich unter dem Durchschnitt der städtischen Gesamtbevölkerung, was sich ebenfalls auf die Statistik auswirkt. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 38 32 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Hauptherkunftsregionen der ausländischen Bevölkerung und der Migranten C Abb. 22 Ausländische Staatsangehörigkeiten nach Ländergruppen 31.12.2011 Abb. 22 Ausländische Staatsangehörigkeiten nach Ländergruppen 31.12.2011 EU-14 3Bevölkerung 200; 18% Hauptherkunftsregionen der ausländischen und der Migranten Abb. 22 Ausländische Staatsangehörigkeiten nach Ländergruppen 31.12.2011 EU-12 3 400; 19% ehem. Jugoslawien (ohne Slowenien) 3 300; 19% EU-14 3 200; 18% EU-12 3 400; 19% Amerika, Afrika, Australien und Sonstige (inkl. Amerika, Afrika, sonsiges Europa) Australien 800; 5% und Sonstige (inkl. sonstiges Europa) 5%GUS Asien800; (ohne ehem. Jugoslawien (ohne Slowenien) 3 300; 19% und Türkei) 900; 5% Asien (ohne GUS GUS (ohne und Türkei) 900; 5% Baltikum) 1 100; 6% GUS (ohne Baltikum) 1 100; Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 6% Türkei 4 900; 28% Türkei 4 900; 28% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Die beiden größten Ländergruppen stellen die Staatsangehörigen aus den früheren AnwerBerechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung bestaaten Türkei (4 900; 28 %) und dem »ehemaligen Jugoslawien (3 300; 19 %). Weitere Bevölkerung mit Migrationshintergrund nach Regionen 2011 bedeutende Gruppen von sindStaatsangehörigen Personen aus Ländern der Europäischen Die beiden größten Ländergruppen stellen die aus den früheren Abb. 26 Bevölkerung mitStaatsangehörigen Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen 2011 Union: rumänische (1 000; 6 %), 4 %), griechische (700; 4 %)19 und Anwerbestaaten Türkei (4 900; 28 italienische %) und dem(720; »ehemaligen Jugoslawien (3 300; %).öster15 800; Weitere bedeutende von Staatsangehörigen sindausländischen Personen ausStaatsangehörigen Ländern der reichische (700;EU-12 4 %) Gruppen Staatsangehörige. Die rund 17 500 Europäischen Union:32% rumänische (1 000, 6 %),Staaten. italienische (720, 4 %), griechische kommen aus insgesamt 100 verschiedenen EU-14 5 100; (700, 4 %) und österreichische (700; 4 %) Staatsangehörige. Die rund 17 500 ausländischen 10% Staatsangehörigen kommen aus insgesamt 100 verschiedenen Staaten. Abb. 23 Häufigste ausländische Staatsangehörigkeiten in Ingolstadt 31.12.2011 Afrika, Amerika, Abb. Australien 23 Häufigste und ausländische Staatsangehörigkeiten in Ingolstadt 31.12.2011 Türkei Sonstige (inkl. Serbien (und Montenegro bis 2008) sonstiges Europa) Rumänien 2 000; 4% 4 906 1 205 1 012 792 719 GUS (ohne 708 Baltikum) 11 900; 705 699 24% 582 556 495 484 295 282 258 Türkei 7 800; 241 16% 216 207 207 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 197 188 Kroatien Italien Polen Griechenland Asien (ohne GUS Österreich und Türkei) Ungarn 1 700; 4% Bosnien-Herzegowina Slowenien Russische Föderation ehem. Kosovo Jugoslawien Kasachstan (ohne Slowenien) Spanien 4 900; 10% Makedonien Portugal China Quelle: Melderegister Frankreich Ukraine Großbritannien und Nordirland 0 Quelle: Quelle:Melderegister Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 1 000 2 000 3 000 4 000 5 000 6 000 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 33 07.03.2013 39 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 24 Veränderung der ausländischen Staatsangehörigkeiten 2000 - 2011 Abb. 24 Veränderung der ausländischen Staatsangehörigkeiten 2000 - 2011 Serbien* aufgrund Staatenneuordnung keine Aussagen möglich Rumänien Ungarn Griechenland Kosovo Russische Föderation Polen Bosnien-Herzegowina Spanien Österreich Ukraine China Portugal Makedonien Kasachstan Frankreich Italien Großbritannien und Nordirland -9 Slowenien -33 Kroatien -37 Türkei -924 -1 200 -1 000 -800 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister -600 -400 -200 377 365 295 285 271 204 167 150 131 125 115 77 76 69 28 0 200 400 557 600 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Veränderungen der letzten 10 Jahre zeigen insbesondere, dass die Anzahl der türkiDie Veränderungen der letzten 10 Jahre zeigen insbesondere, dass die Anzahl der »Einschen Staatsangehörigkeiten zurückgeht. DasDas kann zu einem großen TeilTeil mit mit den den türkischen Staatsangehörigkeiten zurückgeht. kann zu einem großen bürgerungen und der fürfürKinder ImFall Fallder der serbischen »Einbürgerungen und Optionsregelung der Optionsregelung Kindererklärt erklärt werden. werden. Im serbischen Staatsangehörigen Aussagenzuzutreffen, treffen,weil weildiedieNeuordnung Neuordnung Staatsangehörigen sind sind keine keine gesicherten gesicherten Aussagen derder Staatendes desehemaligen ehemaligen Jugoslawien keine aussagekräftigen Statistiken zulassen. Staaten Jugoslawien keine aussagekräftigen Statistiken zulassen. Zuwächseausländischer ausländischer Mitbürger allem bei bei ost-ostund und südosteuropäischen Ländern Zuwächse Mitbürgersind sindvorvor allem südosteuropäischen Länzu verzeichnen. dern zu verzeichnen. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 40 34 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 25 Ausländische Bevölkerung nach Herkunftsregionen und Abb. 25Geburtsland Ausländische Bevölkerung nach Herkunftsregionen und Geburtsland (Deutschland/Ausland) 31.12.2011 (Deutschland/Ausland) 31.12.2011 100% 90% 80% 70% 3 164 60% 50% 2 639 2 580 867 3 146 1 063 380 216 113 40% 30% 20% 1 742 10% 0% 677 548 80 221 EU - 12 EU - 14 ehem. Jugoslawien (ohne Slowenien) Türkei Geburtsland Deutschland Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 23 Asien (ohne GUS (ohne GUS und Baltikum) Türkei) 27 20 Amerika Afrika 26 Sonstige Geburtsland Ausland Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Rund 36 % der in Ingolstadt lebenden türkischen Staatsangehörigen und 21 % der Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawien sind in 21 Deutschland Rund 36 %aus der Nachfolgestaaten in Ingolstadt lebenden türkischen Staatsangehörigen und % der EU-14 Staaten, in Deutschgeboren. Auch der Anteil von Staatsangehörigen der »Jugoslawien Staatsangehörigen aus Nachfolgestaaten des ehemaligen sind indie Deutschland geboren. Auch derliegt Anteilbei von Staatsangehörigen der »EU-14 Staaten, die in Deutschland land geboren sind, über 17 %. geboren sind, liegt bei über 17 %. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 35 07.03.2013 41 Asien (ohne GUS und Türkei) 900; 5% C GUS EIN ÜBERBLICK IN (ohne ZAHLEN Baltikum) 1 100; Türkei 4 900; 28% 6% Quelle: Melderegister Herkunftsregionen aller Menschen mit Migrationshintergrund Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 26 Bevölkerung mit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen 2011 Bevölkerung Migrationshintergrund nach Regionen 2011 Abb. 26 Bevölkerung mitmit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen 2011 EU-12 15 800; 32% EU-14 5 100; 10% Afrika, Amerika, Australien und Sonstige (inkl. sonstiges Europa) 2 000; 4% GUS (ohne Baltikum) 11 900; 24% Asien (ohne GUS und Türkei) 1 700; 4% ehem. Jugoslawien (ohne Slowenien) 4 900; 10% Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Türkei 7 800; 16% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Einen umfassenderen Überblick über die ethnische Zusammensetzung der Ingolstädter Bevölkerung enthält die Aufschlüsselung der knapp 50 000 Menschen mit Migrationshintergrund (Ausländer, Eingebürgerte, Aussiedler) nach Herkunftsregionen (Geburtsland bzw. bei familiärem Migrationshintergrund von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren Geburtsland der im Ausland geborenen Eltern oder eines Elternteils). Fast ein Viertel der in Ingolstadt ansässigen Migranten stammt aus Staaten der »GUS. Unter Berücksichtigung der im Jahr 2007 beigetretenen Länder Bulgarien und Rumänien, haben 42 % der Migranten ihre Wurzeln in einem Land der Europäischen Union. 16 % der Migranten sind türkischstämmig. 10 % stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Weniger als 4 000 oder rund 8 % kommen aus Asien, Amerika, Afrika, Australien und Ozeanien sowie aus sonstigen Ländern Europas (Nicht-EU-Staaten), oder der länderspezifische Migrationshintergrund ist unbekannt. 42 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 27 Einwohner mit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen und 31.12.2011 Abb. 27 Staatsangehörigkeit Einwohner mit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen und Staatsangehörigkeit 31.12.2011 20 000 ausländische Staatsangehörige 15 000 deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund 6 639 1 086 10 000 5 000 4 906 1 644 3 257 0 14 473 2 913 1 599 10 824 1 865 EU und sonstiges Europa Türkei ehem. Jugoslawien GUS Afrika, Amerika, Asien (ohne GUS), Australien und Ozeanien Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Rund3737%%der dertürkischstämmigen türkischstämmigen Migranten und rund 33 % aus dem Rund Migranten und rund 33der % Migranten der Migranten aus dem eheehemaligen Jugoslawien sind in Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit. maligen Jugoslawien sind in Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit. Diehohen hohen Anteile Anteile von mit mit deutscher Staatsangehörigkeit aus europäischen Die vonMigranten Migranten deutscher Staatsangehörigkeit aus europäischen Herkunftsländern (rund 69 %) und aus Staaten der GUS (rund 91 %) ergeben sich aus der Herkunftsländern (rund 69 %) und aus Staaten der GUS (rund 91 %) ergeben sich aus der Zuwanderung deutscher Aussiedler. Zuwanderung deutscher Aussiedler. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 37 07.03.2013 43 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 4 Zu- und Fortzüge C 4 Zu- und Fortzüge Abb. 28 Zuzüge-Fortzüge-Wanderungssaldo in der Stadt Ingolstadt 1950 - 2011 Abb. 28 Zuzüge-Fortzüge-Wanderungssaldo in der Stadt Ingolstadt 1950 - 2011 10 000 Zuzüge 8 000 6 000 Fortzüge 4 000 Saldo 2 000 0 -2 000 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 1985 1990 1995 2000 2005 2010 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Das Wachstum der Stadt Ingolstadt ist fast ausschließlich auf Zuwanderung gegründet, Das Wachstum der Stadt Ingolstadt ist fast ausschließlich auf Zuwanderung gegründet, konkret dem Wanderungssaldo, d. h. der Differenz von Zuzügen und Fortzügen. Der nakonkret dem Wanderungssaldo, d. h. der Differenz von Zuzügen und Fortzügen. türliche Bevölkerungssaldo (Geburten abzüglich Sterbefälle) hat in den vergangenenDer Jahnatürliche Bevölkerungssaldo (Geburten abzüglich Sterbefälle) trägt in den vergangenen renJahren und Jahrzehnten nur zu rund 10 % zum Einwohnerwachstum beigetragen. und Jahrzehnten nur zu rund 10 % zum Einwohnerwachstum bei. Das Wanderungsgeschehen in der derStadt StadtIngolstadt Ingolstadt ist sehr geprägt Das Wanderungsgeschehen in warwar undund ist sehr starkstark geprägt von von: • • •außenpolitischen außenpolitischenEreignissen Ereignissen (Grenzöffnung (Grenzöffnung im imOsten, Osten,Kriege, Kriege,Flüchtlingsbewegungen und Wirtschaftskrisen Länder sowieanderer der EU-Erweiterung), Flüchtlingsbewegungen undanderer Wirtschaftskrisen Länder sowie •derder innerdeutschen Entwicklung (Wiedervereinigung, wirtschaftliches Nord-Süd-GeEU-Erweiterung) fälle) und der innerdeutschen Entwicklung (Wiedervereinigung, wirtschaftliches • der Zahl und Attraktivität der Ingolstädter Arbeitsplätze. Nord-Süd-Gefälle) • der Zahl Attraktivität der Ingolstädter Arbeitsplätze Während die und ersten beiden Punkte zu den sogenannten Push-Faktoren zählen (Gründe, warum Menschen von ihrem Wohnort wegziehen), zählt der letzte Punkt zu den Pull- Faktorendie(Gründe, warum Punkte Menschen genau an diesen Ort zuziehen). Pushund PullWährend ersten beiden zu den sogenannten Push-Faktoren zählen (Gründe, Faktoren sind nicht linear als Ursachen zu sehen, sondern bilden ein Geflecht von warum Menschen von ihrem Wohnort wegziehen), zählt der letzte Punkt zu den Pull-FakWechselwirkungen. toren (Gründe, warum Menschen genau an diesen Ort zuziehen). Push- und Pull-Faktoren sind nicht linear als Ursachen zu sehen, sondern bilden ein Geflecht von Wechselwirkungen. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 44 38 07.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 29 Wanderungssalden Deutsche und Ausländer 1965 – 2010 Abb. 29 Wanderungssalden Deutsche und Ausländer 1965 – 2010 3 000 2 500 2 000 Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte Öffnung der Grenzen im Ostblock und Wiedervereinigung; Zuzug von Ausländern und Aussiedlern Zuzug ausländischer Arbeitskräfte vor allem aus Ost- und Südosteuropa 1 500 1 000 500 0 -500 Rückkehr von Bürgerkriegsflüchtlingen -1 000 -1 500 -2 000 1. Ölkrise und Anwerbestopp 1965 1970 Wanderungssaldo Deutsche Wanderungssaldo Ausländer 2. Ölkrise und Rückkehrhilfen 1975 1980 1985 1990 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 1995 2000 2005 2010 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bis Mitte der 80er Jahre dominiert der Zuzug von ausländischen Arbeitskräften (Anwerbung Mitte Anfang 70er Jahre). Diese war in besonderem Maße Bis der Mitte60er der bis 80er Jahre der dominiert der Zuzug vonPersonengruppe ausländischen Arbeitskräften (Anwerbung von wirtschaftlichen Krisen in Deutschland betroffen. Dies führt zu Rückwanderungswellen Mitte der 60er bis Anfang der 70er Jahre). Diese Personengruppe war in besonderem Maße von der wirtschaftlichen Krisender in Deutschland zu Rückwanderungswellen Mitte 70er und Anfang 80er Jahre. betroffen. Ende der Dies 80erführt bis Anfang der 90er Jahre findet Mitte der 70er und Anfang der 80er Jahre. Ende der 80er bis Anfang der 90er Ostblock Jahre findet die massive Zuwanderung von deutschen Aussiedlern aus dem ehemaligen statt. die massive Zuwanderung von deutschen Aussiedlern aus dem ehemaligen Ostblock statt.anViele kamen noch im Status eines Ausländers, bevor sie in Deutschland als Aussiedler Viele kamen noch im Status eines Ausländers, bevor sie in Deutschland als Aussiedler erkannt werden. SeitSeit Mitte der 90er die Binnenzuwanderung Binnenzuwanderung (Zuzüge anerkannt werden. Mitte der 90erJahre Jahreüberwiegt überwiegt die (Zuzüge ausaus dem Inland) von Deutschen. Zwischen 1995 und 2000 kehren viele Bürgerkriegsflüchtlinge dem Inland) von Deutschen. Zwischen 1995 und 2000 kehren viele Bürgerkriegsflüchtlinge wieder Jugoslawien zurück. wiederinindie dieLänder Länder des des ehemaligen ehemaligen Jugoslawien zurück. Seit2010 2010und undininbesonderem besonderem Maße Maße im Ausländern nach Seit im Jahr Jahr 2011 2011nimmt nimmtder derZuzug Zuzugvon von Ausländern nach Ingolstadt sprunghaft zu. Der Wanderungssaldo der Ausländer im Jahr 2011 in Höhe vonvon Ingolstadt sprunghaft zu. Der Wanderungssaldo der Ausländer im Jahr 2011 in Höhe rund 1 100 Personen besteht zu ca. 80 % aus Personen aus südost- und osteuropäischen rund 1 100 Personen besteht zu ca. 80 % aus Personen aus südost- und osteuropäischen Staaten. Staaten. Diese Entwicklung und die Zusammensetzung der Zuwanderer setzt sich nach Berechnungen auch im die ersten Halbjahr 2012 fort.der Zuwanderer setzt sich nach BerechnunDiese Entwicklung und Zusammensetzung gen auch im ersten Halbjahr 2012 fort. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 39 07.03.2013 45 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 5 Wanderungsmerkmale C 5 Wanderungsmerkmale Abb. 30 Netto-Zuwanderung in die Stadt Ingolstadt (nur Personen mit Abb. 1ausländischer Netto-Zuwanderung in die Stadt Ingolstadt (nur Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit) 2011 Staatsangehörigkeit) 2011 0 50 100 150 200 250 Rumänien Ungarn Polen Griechenland Bulgarien Kosovo China Slowakei USA Italien Österreich Lettland Spanien Bosnien und Herzegowina Großbritannien (UK) Brasilien Ukraine Afghanistan Frankreich Türkei Marokko Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der größte Teil der Zuwanderer mit ausländischer Staatsangehörigkeit kam im Jahr 2011 Der größte Teil der Zuwanderer mit ausländischer Staatangehörigkeit kam im Jahr 2011 aus aus den mittel- und südosteuropäischen Ländern Rumänien, Ungarn, Polen und Bulgarien. den mittel- und südosteuropäischen Ländern Rumänien, Ungarn, Polen und Bulgarien. Staatsangehörige aus Ungarn und Polen genießen seit 01.05.2011 die uneingeschränkte Staatsangehörige aus Ungarn und Polen genießen seit 01.05.2011 die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit, d. d. h. h. siesie benötigen seitdem keine Arbeitserlaubnis-EU mehr, Arbeitnehmerfreizügigkeit, benötigen seitdem keine Arbeitserlaubnis-EU mehr, um umininDeutschland Deutschlandeiner einerBeschäftigung Beschäftigungnachgehen nachgehenzuzukönnen. können. AmAm 1. Januar 2007 traten Bulgarien und Rumänien derder Europäischen 1. Januar 2007 traten Bulgarien und Rumänien EuropäischenUnion Union(EU) (EU)bei. bei. Die DieArbeitnehmerfreizügigkeit Arbeitnehmerfreizügigkeitistist Staatsangehörige beiden Länder jedoch bis für für Staatsangehörige der der beiden Länder jedoch bis 31.12.2013 31.12.2013 eingeschränkt. der Übergangszeit für eine Beschäftigung eingeschränkt. Während Während der Übergangszeit ist daher ist für daher eine Beschäftigung in Deutschland in Deutschland eine Arbeitsgenehmigung eine Arbeitsgenehmigung erforderlich. erforderlich. Rumänien, Ungarn, Polen, Griechenland und Bulgarien Jahr BeiBei Rumänien, Ungarn, Polen, Griechenland und Bulgarien war im war Jahr im 2011 eine2011 be- eine besonders hohe Netto-Zuwanderung zu verzeichnen. Der Netto-Zuwanderung Indikator Netto-Zuwanderung sonders hohe Netto-Zuwanderung zu verzeichnen. Der Indikator beberechnet sichden ausZuzügen den Zuzügen abzüglich der Fortzüge (= Wanderungssaldo). Eine hohe rechnet sich aus abzüglich der Fortzüge (= Wanderungssaldo). Eine hohe Netto-Zuwanderung verweist darauf, ein großer TeilZuwandernden der Zuwandernden zumindest Netto-Zuwanderung verweist darauf, dassdass ein großer Teil der zumindest länger als ein Jahr in Deutschland bleibt. länger als ein Jahr in Deutschland bleibt. stärker werdende Zuzug griechischen Staatsangehörigen dürfte auf anhaltendie anhaltende DerDer stärker werdende Zuzug vonvon griechischen Staatsangehörigen dürfte auf die Arbeitslosigkeit in der Republik Griechenland zurückzuführen sein, die zur Suche de Arbeitslosigkeit in der Republik Griechenland zurückzuführen sein, die zur Suche nach nach Arbeit in Deutschland motiviert. Arbeit in Deutschland motiviert. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 46 40 15.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 2 Wanderungssalden 2002––2011 2011 Abb. 2 Wanderungssalden für für Ingolstadt Ingolstadt 2002 Abb. 31 Wanderungssalden für Ingolstadt 2002 – 2011 Region10 10 Region -1 -1 300 300 Bayern ohne Region 10 ausaus Bayern Bayern 1 300 Bayern ohne Region 10 C 1 300 Deutschland ohne Bayern 5 600 Deutschland ohne Bayern 5 600 davon Bundesländer West aus Deutschland aus Deutschland ohne Bayern ohne Bayern 3 400 davon Bundesländer West 3 400 davon Bundesländer Ost 2 200 davon Bundesländer Ost 2 200 Wanderungssaldo insgesamt 8 200 Wanderungssaldo insgesamt 8 200 insgesamt aus Deutschland insgesamtund aus 5 600 dem Ausland Deutschland und davon Inland 5 600 davon Inland davon Ausland davon Ausland -2 000 2 600 2 600 0 2 000 -2 000 0 Quelle: Melderegister 4 000 6 000 dem Ausland 8 000 10 000 2 000 Berechnungen/Darstellung: 4 000 6 000 Statistik8 und 000Stadtforschung 10 000 Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Während rund 1 300 Einwohner in den 10 Jahren von 2002 bis 2011 von Ingolstadt in die Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Während rund 1 300 Einwohner in denzogen, 10 Jahren von genauso 2002 bis 2011 Ingolstadt in die umliegenden Landkreise der Region kamen viele von Zuwanderer aus dem umliegenden Landkreise der Region zogen, kamen genauso viele Zuwanderer aus dem übrigen Bayern Ingolstadt.inDie meisten Zugezogenen, insgesamt 5 Ingolstadt 600 seit 2002, Während 1 nach 300 den 10 Jahren von 2002 insgesamt bis 2011 von in die übrigen rund Bayern nachEinwohner Ingolstadt. Die meisten Zugezogenen, 5 600 seit 2002, wohnten zuvor innerhalb Deutschlands in anderen Bundesländern. Der Wanderungssaldo umliegenden Landkreise Region zogen, kamen genauso viele aus dem wohnten zuvor innerhalb der Deutschlands in anderen Bundesländern. DerZuwanderer Wanderungssaldo aus dem Ausland betrug 2 600 sosodass Ingolstadt insaus dem Ausland betrug 2 600Personen, Personen, dass Ingolstadtininsgesamt inden denletzten letzten 10Jahren Jahren übrigen Bayern nach Ingolstadt. Die meisten Zugezogenen, 5 10 600 seit 2002, gesamt durch Zuzüge 8 200 Personen als Einwohner hinzu gewonnen hat. insgesamt durch Zuzüge 8Deutschlands 200 Personen in alsanderen Einwohner hinzu gewonnenDer hat. Wanderungssaldo wohnten zuvor innerhalb Bundesländern. aus dem Ausland betrug 2 600 Personen, so dass Ingolstadt in den letzten 10 Jahren insgesamt durch Zuzüge 8 200 Personen als Einwohner hinzu gewonnen hat. Abb. 3 Wanderungssalden in Ingolstadt nach Alter und Nationalität 2007 – 2011 Abb. 32 Wanderungssalden nach undJ.Nationalität – 2011 bis 18 J. 18-25 J. in Ingolstadt 25-30 J. 30-45 J.Alter45-65 ab 65 J. 2007 gesamt Abb. 3 Wanderungssalden in Ingolstadt nach Alter und Nationalität 2007 – 2011 Anzahl Ausländer Deutsche Gesamt Ausländer Deutsche bis 18 J. Anzahl+341 -228 +113 +341 -228 Quelle: Melderegister +113 Gesamt Anzahl Anzahl 18-25 J. 25-30 J. +913 Anzahl +1 070 Anzahl +646 Anzahl Anzahl 30-45 J. 45-65 J. -504 -51 +699 Anzahl +953 +1 983 +913 +1 070 +1+646 599 +1 983 +1 599 +953 Quelle: Melderegister Anzahl +195 +699 -504 -48 Anzahl -99-48 -51 Anzahl ab 65 J. -151 Anzahl +55 -96-151 +55 gesamt +2Anzahl 400 +1 295 +3 695 +2 400 +1 295 Berechnungen/Darstellung: Stadtforschung +195 -99 Statistik und -96 +3 695 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Rund zwei Drittel des Wanderungsgewinns der Jahre 2007 bis 2011 resultierte aus einem Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Überschuss der Zuzüge über die Wegzüge von Ausländern. Die Zuwanderung Deutscher ist Rund zwei Drittel des Wanderungsgewinns der Jahre 2007 bis 2011 resultierte aus einem im gleichen Zeitraum nur in den Altersgruppen von 18 bis unter 30 Jahren deutlich höher als Überschuss der Zuzüge über die Wegzüge von Ausländern. Die Zuwanderung Deutscher die der Ausländer. Deutsche Familien mit Kindern ziehen dagegen zum Teil ins Umland ist im zwei gleichen nur in den Altersgruppen 18 bis bis 2011 unterresultierte 30 Jahrenaus deutlich Rund DrittelZeitraum des Wanderungsgewinns der Jahrevon 2007 einem (Altersgruppen unter 18 Jahren und 30 bis unter 45 Jahren). Bei der ausländischen Überschuss der Zuzüge über die Wegzüge von Ausländern. Die Zuwanderung Deutscher ist höher als die der Ausländer. Deutsche Familien Kindern ziehen zum Teil Bevölkerung ist ein Überhang der Fortzüge in dermit Altersgruppe ab 65dagegen Jahren (Eintritt ins ins im gleichen Zeitraum nur in den Altersgruppen von 18 bis unter 30 Jahren deutlich höher als Umland (Altersgruppen unterauch 18 schon Jahren und 30 bis unter 45 Jahren). Bei der ausländiRentenalter) erkennbar, teils früher. die derBevölkerung Ausländer. Deutsche Familiender mitFortzüge Kinderninziehen dagegen zum TeilJahren ins Umland schen ist ein Überhang der Altersgruppe ab 65 (Ein(Altersgruppen untererkennbar, 18 Jahrenteils und 30 schon bis unter 45 Jahren). Bei der ausländischen tritt ins Rentenalter) auch früher. 41 Bevölkerung ist ein Überhang (Eintritt ins Integrationsbericht Stadt Ingolstadtder Fortzüge in der Altersgruppe ab 65 Jahren 15.03.2013 Rentenalter) erkennbar, teils auch schon früher. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 41 15.03.2013 47 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 33 Wanderungssaldo nach Migrationshintergrund 2007 - 2011 Abb. 4 Wanderungssaldo nach Migrationshintergrund 2007 - 2011 Abb. 4 Wanderungssaldo nach Migrationshintergrund 2007 - 2011 Ausländer Ausländer Eingebürgerte Eingebürgerte Aussiedler Aussiedler ohne Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund - 500 0 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister - 500 0 500 500 1 000 1 500 2 000 2 500 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 1 000 1 500 2 000 2 500 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Während in den letzten fünf Jahren rund 60 % des positiven Wanderungssaldos durch Quelle: Melderegister Statistik und Stadtforschung Während entstand in den letzten fünf40Jahren rundEinwohner 60Berechnungen/Darstellung: % des ohne positiven Wanderungssaldos durch Ausländer und ca. % durch Migrationshintergrund, war die Ausländer entstand und ca. 40 % durch Einwohner ohne Migrationshintergrund, war die Wanderungsbilanz der Aussiedler und Eingebürgerten fast ausgeglichen. Während in den letzten fünf Jahren rund 60 % desfast positiven Wanderungssaldos durch Wanderungsbilanz der Aussiedler und Eingebürgerten ausgeglichen. Ausländer entstand und ca. 40 % durch Einwohner ohne Migrationshintergrund, war die Wanderungsbilanz der Aussiedler und Eingebürgerten fast ausgeglichen. Abb. 5 Zuzüge und Fortzüge nach Migrationshintergrund 2007 – 2011 Abb. 34 Zuzüge und Fortzüge nach Migrationshintergrund 2007 – 2011 Abb. 5 Zuzüge und Fortzüge nach Migrationshintergrund 2007 – 2011 Ausländer Ausländer Eingebürgerte Zuzüge Eingebürgerte Fortzüge Zuzüge Aussiedler Fortzüge Aussiedler ohne Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund Quelle: Melderegister 0 5 000 10 000 0 5 000 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 10 000 15 000 20 000 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 15 000 20 000 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Nicht nur der Wanderungssaldo ist bei Eingebürgerten und Aussiedlern deutlich geringer, auch das Zu- und Fortzugsvolumen ist gegenüber den Ausländern und den Personen ohne Nicht ist undAussiedlern Aussiedlern deutlich geringer, Nichtnur nurder derWanderungssaldo Wanderungssaldo ist bei bei Eingebürgerten Eingebürgerten und deutlich geringer, Migrationshintergrund viel geringer. auch das Zuund Fortzugsvolumen ist gegenüber den Ausländern und den Personen auch das Zu- und Fortzugsvolumen ist gegenüber den Ausländern und den Personen ohne ohne Migrationshintergrund viel geringer. Migrationshintergrund viel geringer. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 48 42 42 15.03.2013 15.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 35 Zuzüge und Fortzüge je 1 000 Einwohner der Bevölkerungsgruppe Abb. 6 Zuzüge und Fortzüge je 1der 000Jahre Einwohner Bevölkerungsgruppe pro Jahr pro Jahr (Durchschnitt 2007 –der 2011) (Durchschnitt der Jahre 2007 – 2011) Ausländer Eingebürgerte Zuzüge Aussiedler Fortzüge ohne Migrationshintergrund Alle Einwohner 0 20 40 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 60 80 100 120 140 160 180 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Wenn man der Bevölkerungsgruppe Bevölkerungsgruppe umrechWenn mandas dasZuZu-und undFortzugsvolumen Fortzugsvolumen auf auf die die Größe Größe der umrechnet, das Wanderungsverhalten Wanderungsverhalten Ausländer ausgeprägt net,wird wirddeutlich, deutlich, dass dass das derder Ausländer sehr sehr stark stark ausgeprägt ist. ist.Dies Diesliegt liegthauptsächlich hauptsächlich daran, dass während eines Jahres 500 Ausländer daran, dass sichsich während eines Jahres etwaetwa 1 5001 Ausländer in Ingolstadt beispielsweise zu privaten Besuchsaufenthalten und Saisonarbeitertätigkeiten für in Ingolstadt beispielsweise zu privaten Besuchsaufenthalten und SaisonarbeitertätigkeiAufenthaltsdauer von 3 Monaten anmelden anmelden und sich dann bei der teneine für durchschnittliche eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 3 Monaten und sich dann Ausreise ins Ausland wieder abmelden. Hinzu kommen jährlich ca. 500 bei der Ausreise ins Ausland wieder abmelden. Hinzu kommen jährlich ca. 500 WerkverWerkvertragsarbeitnehmer, die sich zu kurzfristigen Arbeitsaufenthalten an- und abmelden. tragsarbeitnehmer, die sich zu kurzfristigen Arbeitsaufenthalten an- und abmelden. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 43 15.03.2013 49 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 6 Wohndauer der Bevölkerung Cmit 6 Wohndauer der Bevölkerung mit und ohne und ohne Migrationshintergrund Migrationshintergrund C 6 Wohndauer der Bevölkerung mit und ohne Abb. Bevölkerungszusammensetzung absolut nach nach Wohndauer Abb.367Migrationshintergrund Bevölkerungszusammensetzung absolut Wohndauer in in Ingolstadt 31.12.2011 31.12.2011 Ingolstadt Abb. 7 Bevölkerungszusammensetzung absolut nach Wohndauer in Ingolstadt 60 000 31.12.2011 Deutsche ohne Migrationshintergrund 60 50 000 000 Deutsche Aussiedler Deutsche ohne Migrationshintergrund Eingebürgerte 50 40 000 000 Deutsche AusländerAussiedler Deutsche Eingebürgerte 40 30 000 000 Ausländer 30 20 000 000 20 10 000 000 10 000 0 Wohndauer unter 5 Jahre 5 bis unter 10 Jahre Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 0 10 bis unter 20 Jahre 20 Jahre und länger Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Wohndauer unter 5 Jahre 5 bis unter 10 Jahre 10 bis unter 20 Jahre 20 Jahre und länger Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistikin und Stadtforschung Abb. 8 Bevölkerungszusammensetzung nach Wohndauer in Ingolstadt Prozent 31.12.2011 Abb. 37 Bevölkerungszusammensetzung nach Wohndauer in Ingolstadt Wohndauer unter 5 Jahre 5 bis 10 Jahre Abb. 8 Bevölkerungszusammensetzung nach Wohndauer in unter Ingolstadt in Prozent in Prozent 31.12.2011 31.12.2011 100% 90% 20 Jahre und länger 25,0% 51,2% 18,4% 24,5% 33,5% 80% 60% 51,2% 70% 50% 36,6% 60% 40% 18,2% 50% 30% 36,6% 11,2% 18,2% 40% 20% 30% 10% 15,2% 19,0% 11,2% 14,6% 15,2% Deutsche ohne 19,0% Migrationshintergrund Deutsche Aussiedler 14,6% 0%Melderegister Quelle: Deutsche ohne Migrationshintergrund 25,0% 23,4% 24,5% 24,6% 23,4% 15,2% 24,6% 15,2% 32,3% 36,0% 32,3% Deutsche Eingebürgerte 36,0% Ausländer Deutsche AussiedlerBerechnungen/Darstellung: Deutsche Ausländer Statistik und Stadtforschung Eingebürgerte Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Integrationsbericht Stadt Ingolstadt Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 50 18,4% 33,5% 90% 70% 10% 20 Jahre und länger 5 bis unter 10 Jahre 10 bis unter 20 Jahre 100% 80% 20% 0% 10 bis unter 20 Jahre Wohndauer unter 5 Jahre Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 44Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 15.03.2013 44 15.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Über 51 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund leben seit sehr langer Zeit in Ingolstadt, allerdings gibt es auch eine große Gruppe von Deutschen ohne Migrationshintergrund, als ohne 5 Jahren in die Stadt zugezogen sind. Dielanger Aussiedler sind Über 51die % vor derweniger Deutschen Migrationshintergrund leben seit sehr Zeit in zum größten Teil mehr als bzw.auch auch schon mehr als 20 Jahre Ingolstadt. Von Ingolstadt, allerdings gibt10 es eine große Gruppe vonin Deutschen ohneden Migrationshintergrund, diesind vor mehr weniger als Hälfte 5 Jahren in dieals Stadt zugezogen sind. Die Eingebürgerten hingegen als die weniger 10 Jahre in Ingolstadt. Dies Aussiedler sind den zum Anteil größten mehrfürals auch schon mehr als 20 erklärt sich durch derTeil Kinder, die10diebzw. Optionsregelung gilt. Über dieJahre Hälfteinder Ingolstadt.wohnt Von den Eingebürgerten hingegen sind mehr als die Hälfte weniger als 10 Jahre Ausländer kürzer als 10 Jahre in Ingolstadt. C in Ingolstadt. Dies erklärt sich durch den Anteil der Kinder, für die die Optionsregelung gilt. Über die Hälfte der Ausländer wohnt kürzer als 10 Jahre in Ingolstadt. Betrachtet man Wohndauer und Herkunftsregion der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, so ergeben sich folgende Feststellungen: Betrachtet man Wohndauer und Herkunftsregion der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, so ergeben sich folgende Feststellungen: Abb. 38 Wohndauer und Herkunftsregionen der ausländischen Migranten Abb. 9 Wohndauer und Herkunftsregionen der ausländischen Migranten in Ingolstadt in Ingolstadt 31.12.2011 31.12.2011 EU und sonst. Europa Türkei ehem. Jugoslawien* unter 5 Jahre Asien (ohne GUS) 5 bis 10 Jahre GUS** 10 bis 20 Jahre Amerika über 20 Jahre Afrika sonstige Herkunftsländer 0 500 1 000 1 500 2 000 2 500 3 000 3 500 4 000 * ausschließlich Slowenien (EU-Beitritt 01. Mai 2004) ** ausschließlich Estland, Lettland, Litauen (EU-Beitritte 01. Mai 2004) Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der überwiegende Anteil ausländischer Migranten, die sich in den letzten 5 Jahren in Ingolstadt niedergelassen haben, stammten aus Ländern der Europäischen Union, wobei Der überwiegende Migranten, der sich in den letzten 5 Jahren in Ingolsich hier der starkeAnteil Zuzugausländischer von Angehörigen der EU-Beitrittsländer widerspiegelt. Viele türkische Migranten und Personen aus der dem ehemaligen Jugoslawien alsder stadt niedergelassen hat, stammt aus Ländern Europäischen Union, wobeikamen sich hier ausländische Arbeitskräfte Ende derEU-Beitrittsländer 60er bzw. Anfangwiderspiegelt. der 70er Jahre. Dies zeigt der hohe starke Zuzug von Angehörigen der Anteil der türkischen Staatsangehörigen, diedem bereits 20 JahreJugoslawien und länger kamen in Ingolstadt Viele türkische Migranten und Personen aus ehemaligen als auswohnen. Der hohe Anteil von Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien, die schon länger ländische Arbeitskräfte Ende der 60er bzw. Anfang der 70er Jahre. Dies zeigt der hohe als 10 bzw. 20 Jahre in Ingolstadt wohnen, liegt auch am Zuzug von Bürgerkriegsflüchtlingen Anteil der90er türkischen die bereits 20den Jahre und länger in Ingolstadt wohin den Jahren.Staatsangehörigen, Diese kommen überwiegend aus Bürgerkriegsgebieten Bosniennen. Der hohe Anteil vonKosovo. Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien, die schon länger als Herzegowina und dem 10 bzw. 20 Jahre in Ingolstadt wohnen, liegt auch am Zuzug von Bürgerkriegsflüchtlingen in den 90er Jahren. Diese kommen überwiegend aus den Bürgerkriegsgebieten BosnienHerzegowina und dem Kosovo. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 45 15.03.2013 51 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 39 Wohndauer und Herkunftsregionen der eingebürgerten Deutschen Abb.in10Ingolstadt Wohndauer 31.12.2011 und Herkunftsregionen der eingebürgerten Deutschen in Ingolstadt 31.12.2011 Türkei Abb. 10 Wohndauer und Herkunftsregionen der eingebürgerten Deutschen in Ingolstadt 31.12.2011 EU und sonst. Europa Türkei ehem. Jugoslawien* EU und sonst. Europa Asien (ohne GUS) unter 5 Jahre ehem. Jugoslawien* Amerika 5 bis 10 Jahre Asien (ohne GUS) GUS** unter 5 Jahre 10 bis 20 Jahre Amerika Afrika 5über bis 10 20Jahre Jahre GUS** Sonstige Herkunftsländer 10 bis 20 Jahre Afrika 0 100 200 300 400 500 über 20 Jahre 600 700 800 900 * ausschließlich Slowenien (EU-Beitritt 01. Mai 2004) Sonstige Herkunftsländer ** ausschließlich Estland, Lettland, Litauen (EU-Beitritte 01. Mai 2004) Quelle: Melderegister 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung * ausschließlich Slowenien (EU-Beitritt 01. Mai 2004) der Estland, Personen, die die (EU-Beitritte deutsche 01. Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung **Der Großteil ausschließlich Lettland, Litauen Mai 2004) Großteil der Personen, die die durch Einbürgerung Quelle: Melderegister erworben haben, leben weniger als deutsche 20 Jahre in Staatsangehörigkeit Ingolstadt. Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der worben haben, leben weniger als 20 Jahre in Ingolstadt. er- Der der Personen, die die deutsche der Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung Abb.Großteil 11 Wohndauer und Herkunftsregionen deutschen Aussiedler in Ingolstadt erworben haben, leben weniger als 20 Jahre in Ingolstadt. 31.12.2011 Abb. 40 Wohndauer und Herkunftsregionen der deutschen Aussiedler Abb. in 11Ingolstadt Wohndauer 31.12.2011 und Herkunftsregionen der deutschen Aussiedler in Ingolstadt jetzt EU* und sonst. 31.12.2011 Europa jetzt EU* und sonst. Europa unter 5 Jahre GUS (europ.)** 5 bis 10 Jahre unter 5 Jahre 10 bis 20 Jahre GUS (europ.)** 5 bis 10 Jahre über 20 Jahre GUS (asiat.)*** 10 bis 20 Jahre GUS (asiat.)*** * ** *** 2 000 4 000 über 20 Jahre 6 000 8 000 einschließlich Aussiedler aus Ländern, die seit 01. Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten sind außer Estland, Lettland, Litauen (EU-Beitritte 01. Mai 2004) z.B. Aussiedler aus Kasachstan Quelle: Melderegister * ** *** 0 0 2 000 4 000 6 000 Quelle: Melderegister Stadt Ingolstadt Integrationsbericht Quelle: Melderegister 8 000 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung einschließlich Aussiedler aus Ländern, die seit 01. Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten sind außer Estland, Lettland, Litauen (EU-Beitritte 01. Mai 2004) z.B. Aussiedler aus Kasachstan 46 15.03.2013 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 46 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 15.03.2013 der EuDie Grafik zeigt, dass über die Hälfte (56 %) der Aussiedler aus Beitrittsländern ropäischen Union, wie z. B. aus Polen und aus Rumänien, schon länger als 20 Jahre in Ingolstadt wohnen. 20 % der Aussiedler aus Beitrittsländern der EU leben weniger als 10 Jahre in Ingolstadt. 57 % der Aussiedler aus Staaten der GUS wohnen seit mehr als 10 Jahren in Ingolstadt, während 43 % eine Wohndauer von weniger als 10 Jahren angeben. 52 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 7 Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus und Aufenthaltszwecken C C 7 Ausländerinnen und Ausländer nach Aufenthaltsstatus und Aufenthaltszwecken Ein langfristig gesichertes Aufenthaltsrecht ist in der Regel Voraussetzung für einen erfolgreichen Integrationsprozess. Ein langfristig gesichertes Aufenthaltsrecht ist in der Regel Voraussetzung für einen Das seit 01.01.2005 geltende Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die erfolgreichen Integrationsprozess. Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz) regelt den Aufenthaltsstatus der hier lebenden AusländerInnen. Das seit 01.01.2005 geltende Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz) Das Aufenthaltsgesetz unterscheidet zwischen vier Aufenthaltstiteln: Aufenthaltsstatus der hier lebenden AusländerInnen. regelt den Das Aufenthaltsgesetz Aufenthaltstiteln: • dem Sichtvermerkunterscheidet (Visum) zurzwischen Einreisevier in die Bundesrepublik Deutschland • • • der (befristeten) Aufenthaltserlaubnis •derdem Sichtvermerk (Visum) zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland, (unbefristeten) Niederlassungserlaubnis • der (befristeten) Aufenthaltserlaubnis, der (unbefristeten) Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG • der (unbefristeten) Niederlassungserlaubnis und • der (unbefristeten) Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG. Abb. 41 Aufenthaltsrechte der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen Abb. 12und Aufenthaltsrechte der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer Ausländer 2011 2011 Erlaubnis zum DaueraufenthaltEG 4 166; 25,0% Sonstige, z.B. Fiktionen, Asylbewerber, Ausreisepflichtige 1 271; 7,6% unbefristete Niederlassungserlaubnis 8 094; 48,6% Duldung 48; 0,3% befristete Aufenthaltserlaubnis 3 079; 18,5% Quelle: »Ausländerzentralregister Quelle: »Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Über 8 000 der im lebenden AusländerInnen - das- sind % aller ausländiÜber 8 000 derStadtgebiet im Stadtgebiet lebenden AusländerInnen das fast sind50fast 50 % aller schen Staatsangehörigen sind im Jahr 2011 im Besitz einer unbefristeten Niederlassungsausländischen Staatsangehörigen - sind im Jahr 2011 im Besitz einer unbefristeten erlaubnis. Rechnet man den Anteil der EU-BürgerInnen (rund 4 200 Personen) von 25 % Niederlassungserlaubnis. Rechnet man den der EU-BürgerInnen (rund Bevölkerung 4 200 Personen) von 25 %ausländerrechthinzu, verfühinzu, verfügen fast Anteil drei Viertel der ausländischen über einen gen fast drei Viertel der ausländischen Bevölkerung über einen ausländerrechtlich lich gefestigten Aufenthalt. Aufenthalt. Diegefestigten EU-BürgerInnen genießen Freizügigkeit, das bedeutet, es stehen ihnen freie Einreise, Die EU-BürgerInnen genießen Freizügigkeit, das bedeutet, es stehen ihnen freie Einreise, freie Niederlassung, undsomit somiteine eineweitgehende weitgehende freie Niederlassung,freie freieBewegung Bewegung und und freie freie Erwerbstätigkeit Erwerbstätigkeit und Annäherung des Status an deutsche Staatsangehörige zu. Annäherung des Status an deutsche Staatsangehörige zu. Über 1818 %% derder AusländerInnen Aufenthaltserlaubnis, Über AusländerInnenbesitzen besitzen eine eine befristete befristete Aufenthaltserlaubnis, diedie fürfür diedie im im Aufenthaltsgesetz festgelegten Zwecke (Ausbildung, Erwerbstätigkeit, völkerrechtliche, Aufenthaltsgesetz festgelegten Zwecke (Ausbildung, Erwerbstätigkeit, völkerrechtliche, huhumanitäre politische sowie familiäre Gründe)erteilt erteiltwird. wird. manitäre oderoder politische sowie familiäre Gründe) Bei einem Anteil von 0,3 % der Ausländer wird der Aufenthalt geduldet. Die Duldung Bei einem Anteil von 0,3 % der Ausländer wird der Aufenthalt geduldet. Die Duldung vermitvermittelt kein Aufenthaltsrecht, sondern bescheinigt lediglich die vorübergehende teltAussetzung kein Aufenthaltsrecht, sondern bescheinigt lediglich die vorübergehende Aussetzung der der Abschiebung vollziehbar ausreisepflichtiger Ausländer. Abschiebung vollziehbar ausreisepflichtiger Ausländer. 48 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 15.03.2013 53 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Rund 8 % der AusländerInnen befinden sich in laufenden Verfahren. Sie haben beispielsweise auf eine Aufenthaltserlaubnis über Verfahren. den noch nicht entschieRund einen 8 % Antrag der AusländerInnen befinden sich ingestellt, laufenden Sie haben den ist, befinden sich in laufenden Asylverfahren oder sind ausreisepflichtig. beispielsweise einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis gestellt, über den noch nicht entschieden ist, befinden sich in laufenden Asylverfahren oder sind ausreisepflichtig. Abb. 42 Drittstaatsangehörige (ohne EU-Angehörige) nach Art des Aufenthaltes Abb. 13 in Drittstaatsangehörige Ingolstadt 2011 (ohne EU-Angehörige) nach Art des Aufenthaltes in Ingolstadt 2011 langfristig gesicherter Aufenthalt 8 094; 71,5 % befristeter Aufenthalt 3 079; 27,2 % unsicherer Aufenthalt (Duldungen, Asylbewerber) 68; 0,6 % kein Aufenthaltsrecht (Ausreisepflichtige) 79; 0,7 % Quelle: Ausländerzentralregister Quelle: Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Beieiner einer Betrachtung Betrachtung des derder im im Stadtgebiet lebenden Drittstaatsangehörigen Bei desAufenthalts Aufenthalts, Stadtgebiet lebenden Drittstaatsangehöri(ausländische Bevölkerung ohne Gesichtspunkt der derAufgen (ausländische Bevölkerung ohneEU-Angehörige) EU-Angehörige)unter unter dem dem Gesichtspunkt Aufenthaltssicherung ist festzustellen, dass im Jahr %einen über langfristig einen enthaltssicherung ist festzustellen, dass im Jahr 20112011 mehrmehr als 71als% 71 über langfristig gesicherten Aufenthalt verfügten. Über 27 % befanden sich zu einem zeitlich gesicherten Aufenthalt verfügten. Über 27 % befanden sich zu einem zeitlich befristeten befristeten Aufenthalt im Bundesgebiet, der jedoch unter bestimmten gesetzlichen Aufenthalt im Bundesgebiet, der Ehegattenjedoch unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen Voraussetzungen (z. B. beim und Kindernachzug) zu einem langfristig (z. B. beim Ehegattenund Kindernachzug) zu einem langfristig gesicherten Aufenthalt gesicherten Aufenthalt führen kann. Die Anteile der im Stadtgebiet lebenden AusländerInnen führen kann. DieAufenthalt Anteile der im Stadtgebiet lebenden AusländerInnen mit unsicherem mit unsicherem (Personen mit geduldetem Aufenthalt und »Asylsuchende) sowieAufkeinem(Personen Aufenthaltsrecht (Ausreisepflichtige) lagenund 2011 jeweils bei 0,6 bzw. 0,7 %. »Asylsuchende) sowie keinem Aufententhalt mit geduldetem Aufenthalt haltsrecht (Ausreisepflichtige) lagen 2011 jeweils bei 0,6 bzw. 0,7 %. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 54 49 15.03.2013 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 43 Aufenthaltsstatus der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Abb. 14 Ausländer Aufenthaltsstatus der2011 in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer 2006 bis 2006 bis 2011 Abb. 14 Aufenthaltsstatus der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer 9 000 8 197 8 132 8 094 2006 bis 72011 7 989 7 826 810 8 000 9 000 8 197 8 132 8 094 7 000 7 989 7 826 7 810 8 000 6 000 7 000 4 831 5 000 4 269 4 166 6 000 3 919 3 636 3 590 4 000 3 352 4 831 3 302 3 125 3 079 5 000 2 981 4 269 4 166 3 000 2 485 3 919 3 636 3 590 4 000 3 352 3 302 3 125 3 079 2 000 2 981 3 000 2 485 1 000 77 48 47 44 43 41 2 000 0 1 000 2006 2007 2008 2009 2010 2011 77 48 47 44 43 41 0 2007 2008 2009 2010 2011 EU-Bürger2006 unbefristete Aufenthaltserlaubnis/Niederlassungserlaubnis EU-Bürger befristete Aufenthaltserlaubnis unbefristete Aufenthaltserlaubnis/Niederlassungserlaubnis Duldung befristete Aufenthaltserlaubnis Quelle: Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Ausländerzentralregister Duldung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Ausländerzentralregister GroßeQuelle: Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Aufenthaltstitel hat es in den vergangeBerechnungen/Darstellung: und Stadtforschung Große Veränderungen hat es inStatistik den vergangenen nen sechs Jahren nichthinsichtlich gegeben. der Anzahl der Aufenthaltstitel Jahren nicht gegeben. Sosechs stieg die Veränderungen Anzahl der unbefristeten Niederlassungserlaubnissehat geringfügig, die befrisGroße hinsichtlichNiederlassungserlaubnisse der Anzahl der Aufenthaltstitel es indie denbefristeten vergangenen So stieg die Anzahl der unbefristeten geringfügig, teten Aufenthalte nahmen im gleichen Maße ab, wie die Zahl der EU-Bürger in Ingolstadt sechs Jahren nichtim gegeben. Aufenthalte nahmen gleichen Maße ab, wie die Zahl der EU-Bürger in Ingolstadt zunahmen. Hier sich vorallem allem die EU-Beitritte 1. 2004 Mai 2004 (Estland, LettSo stieg diespiegeln Anzahl der unbefristeten Niederlassungserlaubnisse geringfügig, die befristeten zunahmen. Hier spiegeln sich vor die EU-Beitritte zumzum 1. Mai (Estland, Lettland, Aufenthalte nahmen im gleichen Maße ab, wie die Zahl der EU-Bürger in Ingolstadt land, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern) Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern) und zum 1.und Hier (Rumänien, spiegeln sichBulgarien) vor allem die EU-Beitritte zum 1. Mai 2004 (Estland, Lettland, zum 1.zunahmen. Januar 2007 wider. Januar 2007 (Rumänien, Bulgarien) wider. Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern) und zum 1. Januar 2007 (Rumänien, Bulgarien) wider. Abb. 15 Befristete Aufenthaltsrechte nach verschiedenen Aufenthaltszwecken Abb. 44 Befristete Aufenthaltsrechte nach verschiedenen Aufenthaltszwecken (Zuwanderungsgesetz) in Ingolstadt 2006 – 2011 Abb. 15 Befristete Aufenthaltsrechte nach verschiedenen Aufenthaltszwecken (Zuwanderungsgesetz) in Ingolstadt 2006 bis 2011 3 500 (Zuwanderungsgesetz) in Ingolstadt 2006 – 2011 3 000 2 500 2 000 1 500 1 000 500 0 3 500 3 000 2 500 2 000 1 500 1 000 500 2006 2007 0 2008 2009 2010 Sonstige Gründe (besondere Aufenthaltsrechte, Übergangsregelungen) 2006 2007 2008 2009 2010 Ausbildung und Studium Erwerbstätigkeit Sonstige Gründe (besondere Aufenthaltsrechte, Übergangsregelungen) Völkerrechtliche, und politische Gründe Ausbildunghumanitäre und Studium Familiäre Gründe Erwerbstätigkeit Befristete Aufenthaltstitel nach demund Zuwanderungsgesetz Völkerrechtliche, humanitäre politische Gründe insgesamt 2011 2011 Familiäre Gründe Quelle: Ausländerzentralregister Befristete Aufenthaltstitel nach dem Zuwanderungsgesetz insgesamt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Eine Auswertung, zu welchen Zwecken eine befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, ist Eine zu welchen Zwecken Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, nurAuswertung, hinsichtlich der Erteilungen nach eine dem befristete neuen Zuwanderungsgesetz möglich. Das ist Eine Auswertung, zu welchen Zwecken eine befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt ist nur hinsichtlich der Erteilungen nach dem neuen Zuwanderungsgesetz möglich. Daswird, Bun50 nur hinsichtlich der Erteilungen nach dem neuen Zuwanderungsgesetz möglich. Das Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 15.03.2013 desamt für Migration und »Flüchtlinge kann detaillierte Daten erst ab dem Jahr 2006 zur 50 Verfügung stellen. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt 15.03.2013 Der Mehrheit der AusländerInnen werden befristete Aufenthaltserlaubnisse zum Zwecke des Familiennachzugs erteilt; im Jahr 2011 halten sich 1 941 AusländerInnen aus familiären Gründen in Ingolstadt auf. 55 Der Mehrheit der AusländerInnen werden befristete Aufenthaltserlaubnisse zum Zwecke des Familiennachzugs erteilt; Jahr 2011 sichDaten 1 941erst AusländerInnen aus Bundesamt für Migration und im »Flüchtlinge kannhalten detaillierte ab dem Jahr 2006 zurfamiliären Gründen in Ingolstadt auf. Verfügung stellen. C Der ÜBERBLICK Mehrheit der AusländerInnen werden befristete Aufenthaltserlaubnisse zum Zwecke des EIN IN ZAHLEN Familiennachzugs erteilt; im Jahr 2011 halten sich 1 941 AusländerInnen aus familiären Gründen in Ingolstadt auf. Aufenthaltserlaubnisse (nach dem Zuwanderungsgesetz) in Abb. 45 Befristete Ingolstadt zum Zwecke der Erwerbstätigkeit, des Studiums und der Ausbildung 2006 Abb. 45 Befristete Aufenthaltserlaubnisse (nach dem Zuwanderungsgesetz) in bis 2011 Abb. 45Ingolstadt Befristetezum Aufenthaltserlaubnisse (nach demdes Zuwanderungsgesetz) Zwecke der Erwerbstätigkeit, Studiums und der in Ingolstadt zum Zwecke der Erwerbstätigkeit, des Studiums und der Ausbildung 2006 300 Ausbildung 2006 bis 2011 bis 2011 Erwerbstätigkeit 300 250 Erwerbstätigkeit Studium 250 200 Studium 200 150 150 100 100 50 Ausbildung 50 Ausbildung 0 0 2006 2007 2006 2008 2007 2008 2009 Quelle: Ausländerzentralregister 2009 2010 2010 2011 2011 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle:Ausländerzentralregister Ausländerzentralregister Quelle: Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bei den Aufenthalten zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, die durchschnittlich bei 205 Erlaubnissen pro Jahr zur liegen, ist ebenso wie bei den Aufenthalten Studienzwecken Bei den den Aufenthalten Aufenthalten zur Ausübung Erwerbstätigkeit, diezudurchschnittlich Bei Ausübung einereiner Erwerbstätigkeit, die durchschnittlich bei 205 bei 205 (durchschnittlich 180 proliegen, Jahr), eine steigende Tendenz erkennbar. Erlaubnissen Jahr ist ebenso wie bei Aufenthalten zu Studienzwecken Erlaubnissenpro pro Jahr liegen, istleicht ebenso wieden bei den Aufenthalten zu Studienzwecken (durchschnittlich 180 propro Jahr), eineeine leichtleicht steigende Tendenz erkennbar. (durchschnittlich 180 Jahr), steigende Tendenz erkennbar. Abb. 46 Duldungen und laufende Asylverfahren 2006 bis 2011 Abb. 46 Duldungen und laufende Asylverfahren 2006 bis 2011 Abb. 46 Duldungen und laufende Asylverfahren 2006 bis 2011 90 90 80 80 70 77 77 70 60 60 50 43 40 50 30 40 26 20 26 30 10 43 0 0 2006 2006 48 47 44 41 20 11 10 20 10 48 47 44 41 2007 10 2008 2007 Duldungen Duldungen Quelle: Ausländerzentralregister Quelle: Ausländerzentralregister 11 11 2008 2009 11 2009 20 3 2010 3 2011 2010 laufende Asylverfahren 2011 laufende Asylverfahren Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Ausländerzentralregister Berechnungen/Darstellung: Statistik Stadtforschung Während die geduldeten Aufenthalte und die laufenden Asylverfahren im Jahr und 2007 zu51 rückgegangen sind, zeichnet sich seit 2011 eine Zunahme ab. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – wieder 19.03.2013 Duldungen werden ausreisepflichtigen Ausländern nach den Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes erteilt, wenn die Abschiebung aus51rechtlichen oder tatsächlichen Gründen Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 nicht möglich ist oder dringende persönliche oder humanitäre Gründe einer Abschiebung entgegenstehen. Weitere Ausführungen zum Anstieg der »Asylbewerberzahlen erfolgen in Kapitel D 8. 56 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 8 Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit C C 8 Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit Einbürgerung ist Ausdruck gelingender Integration. Wer eingebürgert ist, dem stehen alle staatsbürgerlichen Rechte zu; es eröffnen sich Partizipationsrechte. Seit 2005 ließenistsich nach den zur Verfügung stehenden Daten derist,»amtlichen Statistik Einbürgerung Ausdruck gelingender Integration. Wer eingebürgert dem stehen alle Rechte zu; esfür eröffnen sich Partizipationsrechte. desstaatsbürgerlichen Bayerischen Landesamtes Statistik und Datenverarbeitung knapp 1 600 Personen Seit 2005 ließen sich nach den zur Verfügung stehenden Daten–der »amtlichen mit Statistik des einbürgern, im Durchschnitt rund 230 Personen pro Jahr wenngleich jährlichen Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung knapp 1 600 Personen Schwankungen. einbürgern, im Einbürgerungsdaten Durchschnitt rund 230 Personen pro Jahr – wenngleich mit jährlichen In den amtlichen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und DaSchwankungen. tenverarbeitung sind Kinder, die über die Optionsregelung bei Geburt die deutsche In den amtlichen Einbürgerungsdaten des Bayerischen Landesamtes für Statistik Staatsund angehörigkeit erhalten, aufgeführt. Datenverarbeitung sindnicht Kinder, die über die Optionsregelung bei Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, nicht aufgeführt. Abb. 47 Einbürgerungen nach Altersgruppen in Ingolstadt 2005 bis 2011 Abb. 47 Einbürgerungen nach Altersgruppen in Ingolstadt 2005 bis 2011 300 250 60 oder älter 200 45 bis unter 60 35 bis unter 45 150 23 bis unter 35 100 18 bis unter 23 16 bis unter 18 50 0 6 bis unter 16 unter 6 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Einbürgerungen werden von den Altersgruppen der 18- bis unter 45-Jährigen mit einem Anteil von rund 75 bis 80 % dominiert. Die Einbürgerungen werden von den Altersgruppen der 18- bis unter 45-Jährigen mit einem Anteil von rund 75 80 % dominiert. In Relation zur Größe derbis Altersgruppe hat die Gruppe der 18- bis unter 23-Jährigen den höchsten Anteil an den Einbürgerungen. In Relation zur Größe der Altersgruppe hat die Gruppe der 18- bis unter 23-Jährigen den höchsten Anteil an den Einbürgerungen. 53 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 57 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Abb. 48 Einbürgerungen in Ingolstadt nach der Aufenthaltsdauer Abb. 48 im Einbürgerungen in Ingolstadt nach der Aufenthaltsdauer im Inland 2005 bis Inland 2005 bis 2011 2011 Abb. 48 Einbürgerungen in Ingolstadt nach der Aufenthaltsdauer im Inland 2005 bis 300 2011 300 250 Aufenthaltsdauer 20 Jahre und mehr 250 200 Aufenthaltsdauer 20 Jahre und mehr Aufenthaltsdauer 15 bis unter 20 Jahren 200 150 Aufenthaltsdauer 15 bis unter 20 Jahren Aufenthaltsdauer 9 bis unter 15 Jahren 150 100 Aufenthaltsdauer 9 bis unter 15 Jahren Aufenthaltsdauer 8 bis unter 9 Jahren 100 50 Aufenthaltsdauer 8 bis unter 9 Jahren Aufenthaltsdauer unter 8 Jahren 50 0 0 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Aufenthaltsdauer unter 8 Jahren Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Aufgegliedert nach der Aufenthaltsdauer der Eingebürgerten im Bundesgebiet zeigt sich, Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Aufgegliedert nach der Aufenthaltsdauer der Eingebürgerten im Bundesgebiet zeigt sich, dass es keine deutliche Zu- oder Abnahme der Einbürgerungen nach der Länge des Aufdass es keine deutliche Zu- oder Abnahme der Einbürgerungen nach der Länge des enthalts in Ingolstadt gibt.Aufenthaltsdauer Aufgegliedert nach der der Eingebürgerten im Bundesgebiet zeigt sich, Aufenthalts in Ingolstadt gibt. dass es keine deutliche Zu- oder Abnahme der Einbürgerungen nach der Länge des Aufenthalts in Ingolstadt gibt. Abb. 49 Rechtsgründe der Einbürgerung im Vergleich Ingolstadt – Bayern Abb. 49 Rechtsgründe der Einbürgerung im Vergleich Ingolstadt – Bayern Abb. 49 Rechtsgründe der Einbürgerung im Vergleich Ingolstadt – Bayern Niederlassung auf Dauer Niederlassung auf Dauer Deutsche(r) als Eheoder Lebenspartner Deutsche(r) als Eheoder Lebenspartner Miteinbürgerung von Familienangehörigen Miteinbürgerung von Familienangehörigen Sonstige Rechtsgründe Sonstige Rechtsgründe 0% Bayern 2011 Ingolstadt 2007-2010 Bayern 2011 Ingolstadt 2007-2010 5% 10% 15% 20% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik 0% 5% und Datenverarbeitung 10% 15% 20% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Statistik und bis Stadtforschung Als Rechtsgründe für eine Einbürgerung waren Berechnungen/Darstellung: in Ingolstadt in den Jahren 2007 2010 vor die Niederlassung auf Dauer undwaren ein Deutscher als inEheoder Lebenspartner Alsallem Rechtsgründe für eine Einbürgerung in Ingolstadt den Jahren 2007 bis 2010 Als Rechtsgründe für eine Einbürgerung waren in Ingolstadt in dender Jahren 2007 bis 2010 vor ausschlaggebend. In Bayern war die dauerhafte Niederlassung dominierende Grund, vorallem allemdie dieNiederlassung Niederlassung auf Dauer und ein Deutscher als Eheoder Lebenspartner auf Dauer und ein Deutscher als Eheoder Lebenspartner während der deutsche Ehe-/Lebenspartner bzw. die Miteinbürgerung von ausschlaggebend. die derdominierende dominierende Grund, ausschlaggebend.InInBayern Bayern war war die dauerhafte dauerhafte Niederlassung Niederlassung der Grund, Familienangehörigen gleichauf liegen. während deutsche Ehe-/Lebenspartner bzw. diebzw. Miteinbürgerung von Familienangewährendder der deutsche Ehe-/Lebenspartner die Miteinbürgerung von Familienangehörigen gleichauf liegen. hörigen gleichauf liegen. 54 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 54 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 58 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Um den jährlichen Schwankungen in der Auswertung entgegenzuwirken, die sich aus der unterschiedlichen Größe der Fallzahlen von Ingolstadt und Bayern ergeben können, werUmdie den der Auswertung entgegenzuwirken, die sich aus derund den fürjährlichen IngolstadtSchwankungen vorliegenden in Werte der Jahre 2007 bis 2010 zusammengefasst unterschiedlichen Größe der Fallzahlen von Ingolstadt und Bayern ergeben können, werden dem aktuell für Bayern vorliegenden Wert gegenübergestellt. C die für Ingolstadt vorliegenden Werte der Jahre 2007 bis 2010 zusammengefasst und dem aktuell für Bayern vorliegenden Wert gegenübergestellt. Abb. 50 Einbürgerungen in Ingolstadt nach Herkunftsgebieten 2005 bis 2011 Abb. 50 Einbürgerungen in Ingolstadt nach Herkunftsgebieten 2005 bis 2011 1 200 1 143 1 000 800 600 400 304 200 0 Europa Asien 60 54 Afrika Amerika 8 Australien und Ozeanien und Sonstige Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bei den Herkunftsgebieten der Eingebürgerten liegt Europa an erster Stelle, gefolgt von Bei den Herkunftsgebieten der Eingebürgerten liegt Europa an erster Stelle, gefolgt von Asien. Die weiteren Kontinente spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Die Türkei wird Asien. Die weiteren Kontinente spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Die Türkei wird in in der deramtlichen amtlichenEinbürgerungsstatistik Einbürgerungsstatistik zu Europa gezählt. zu Europa gezählt. Abb. 51 Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger in Ingolstadt 2005 bis 2011 300 269 269 250 200 233 221 200 210 167 150 100 88 99 86 60 59 2008 2009 50 0 2005 2006 2007 68 2010 57 2011 Einbürgerungen insgesamt Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger Quelle Gesamtzahlen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle Zahlen für türkische Staatsangehörige: Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 55 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 59 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bei den Herkunftsgebieten der Eingebürgerten liegt Europa an erster Stelle, gefolgt von C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Asien. Die weiteren Kontinente spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Die Türkei wird in der amtlichen Einbürgerungsstatistik zu Europa gezählt. Abb. 51 Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger in Ingolstadt 2005 bis 2011 Abb. 51 Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger in Ingolstadt 2005 bis 2011 300 269 269 250 200 233 221 200 210 167 150 100 88 99 86 60 59 2008 2009 50 0 2005 2006 2007 68 57 2010 2011 Einbürgerungen insgesamt Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger Quelle Gesamtzahlen: Bayerisches LandesamtLandesamt für Statistik und Quelle Gesamtzahlen: Bayerisches fürDatenverarbeitung Statistik und Datenverarbeitung Quelle Zahlen für türkische Staatsangehörige: Amt für Staatsangehörigkeitsund Ausländerangelegenheiten Quelle Zahlen für türkische Staatsangehörige: Amt für Staatsangehörigkeitsund Ausländerangelegenheiten Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Im Zeitraum 2005 bis 2011 erwarben in Ingolstadt insgesamt 517 türkische Staatsangehörige die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung und nahmen einen Anteil von 55 33Im % Zeitraum an allen 2005 Einbürgerungen ein. – in bis 2011 erwarben Ingolstadt 517 türkische Staatsangehörige Integrationsbericht Stadt Ingolstadt Version 27 –insgesamt 19.03.2013 17die % aller Einbürgerungen in Bayern im Jahr und 2011nahmen türkische Staatsangehörige. deutsche Staatsangehörigkeit durchwaren Einbürgerung einen Anteil von 33 % anSie allen Einbürgerungen ein. stellten mit Abstand die größte Gruppe der Eingebürgerten von allen Staaten dar. Die 17 % nächstgrößeren aller Einbürgerungen in Bayern waren im Jahr mit 2011jetürkische Staatsangehörige. Sie beiden Gruppen in Bayern waren 7 % irakische und ukrainische stellten mit Abstand die größte Gruppe der Eingebürgerten von allen Staaten dar. Die Staatsangehörige. beiden nächstgrößeren Gruppen in Bayern waren mit je 7 % irakische und ukrainische Staatsangehörige. Abb. 52 Einbürgerungsquote der Stadt Ingolstadt 2005 bis 2011 Abb. 52 (Berechnung: Einbürgerungsquote der Einbürgerungen Stadt Ingolstadt 2005 bisAusländerzahlen 2011 Anteil der an den (Berechnung: Anteil der Einbürgerungen an den Ausländerzahlen [des jeweiligen Vorjahres] [des jeweiligen Vorjahres] der amtlichen Bevölkerungsstatistik) der amtlichen Bevölkerungsstatistik) 2005 1,1% 2006 1,5% 2007 1,4% 2008 2009 2010 2011 0,9% 1,2% 1,1% 1,3% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Einbürgerungsquote (Anzahl der Einbürgerungen in Bezug zu den Ausländerzahlen Die Einbürgerungsquote (Anzahl der Einbürgerungen in Bezug zu den Ausländerzahlen der deramtlichen amtlichen Bevölkerungsstatistik) den Jahren 2006 und 2007 1,5%. bzw. Bevölkerungsstatistik) betrugbetrug in deninJahren 2006 und 2007 noch 1,5 noch bzw. 1,4 1,4Ausgehend %. Ausgehend von 2008 mit 0,9 % ist sie bis 2011 wieder auf 1,3 % angestiegen. von 2008 mit 0,9 % ist sie bis 2011 wieder auf 1,3 % angestiegen. 60 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 53 Einbürgerungsquoten im Städtevergleich 2011 Abb. 53 (Anteil Einbürgerungsquoten im Städtevergleich 2011 der Einbürgerungen an den Ausländerzahlen 2010) (Anteil der Einbürgerungen an den Ausländerzahlen 2010) Nürnberg 1,8% Erlangen 1,6% Regensburg 1,4% Würzburg 1,3% Ingolstadt 1,3% Fürth 1,2% Augsburg 1,2% München 1,0% Bayern 1,0% 0,0% 0,5% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 1,0% 1,5% 2,0% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Städtevergleich und der Regionalvergleich mit Bayern zeigen, dass es 2011 keine weDer Städtevergleich undgab. der Regionalvergleich mit und Bayern zeigen, dass es 2011 keineQuoten wesentlichen Unterschiede Während Erlangen besonders Nürnberg höhere sentlichenlag Unterschiede Währendder Erlangen und besonders Nürnberg höhere Quoten aufwiesen, Ingolstadt gab. im Mittelfeld Vergleichsgebiete. aufwiesen, lag Ingolstadt im Mittelfeld der Vergleichsgebiete. Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht Mit dem am 01.01.2000 in Kraft getretenen, grundsätzlich überarbeiteten Staatsangehörigkeitsgesetz hat es erhebliche Änderungen im deutschen StaatsangehörigkeitsMit dem (StAG) am 01.01.2000 in Kraft getretenen, grundsätzlich überarbeiteten Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) hat es erhebliche Änderungen im deutschen recht gegeben. Staatsangehörigkeitsrecht gegeben. So wurde im Gesetz u. a. eine Optionsregelung aufgenommen, wonach jeder, der die So wurde im Gesetz u. a. eine Optionsregelung aufgenommen, wonach jeder, der die deutsche Staatsangehörigkeit nach dem Geburtsortsprinzip (§ 4 Abs. 3 StAG) oder durch deutsche Staatsangehörigkeit nach dem Geburtsortsprinzip (§ 4 Abs. 3 StAG) oder durch Einbürgerung hat, nach nach§§29 29StAG StAGmit mitBeginn Beginnder der Volljährigkeit Einbürgerungnach nach§§40 40bbStAG StAG erhalten erhalten hat, Volljährigkeit und spätestens Vollendungdes des23. 23. Lebensjahres erklären muss, die deutund spätestensbis bis zur zur Vollendung Lebensjahres erklären muss, ob er ob die er deutsche sche die andere Staatsangehörigkeit (sog. Optionspflicht). oderoder die andere Staatsangehörigkeit behaltenbehalten will (sog.will Optionspflicht). Übereinen einenbis biszum zum31.12.2000 31.12.2000 befristeten befristeten besonderen besonderen Einbürgerungsanspruch (§ 40 b b Über Einbürgerungsanspruch (§ 40 StAG) wurden Kinder, die die Voraussetzungen des Staatsangehörigkeitserwerbs nach dem StAG) wurden Kinder, die die Voraussetzungen des Staatsangehörigkeitserwerbs nach Geburtsortsprinzips erfüllten und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nicht 10 Jahre alt dem Geburtsortsprinzips erfüllten und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nicht 10 Jahwaren, in die Optionsregelung einbezogen. D.h. sie hatten befristet die Möglichkeit, die re deutsche alt waren, in die Optionsregelung einbezogen.zu D.h. sie hatten die jedoch Möglichkeit, Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erwerben, sie befristet müssen sich ab diedem deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung zu erwerben, sie müssen sich je18. Lebensjahr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. doch ab dem 18. Lebensjahr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit bei ab dem 01.01.2000 geborenen Kindern ist –wie folgt dargestellt – möglich: 57 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 61 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit bei ab dem 01.01.2000 geborenen Kindern ist – wie folgt dargestellt – möglich: • Kinder mit einem ausländischen und einem deutschen Elternteil (Erwerb durch Abstammung) Wenn ein Elternteil eines Kindes die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ist das Kind automatisch durch Abstammung deutscher Staatsangehöriger, auch wenn der andere Elternteil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. Wenn nur der Vater Deutscher ist und die Eltern nicht verheiratet sind, gilt dies nur dann, wenn die Vaterschaft anerkannt oder festgestellt wurde. Der Geburtsort ist beim Erwerb durch Abstammung unerheblich. Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht fordert auch nicht, dass sich diese Kinder zu einem späteren Zeitpunkt für eine Staatsangehörigkeit entscheiden müssen. Möglicherweise verlangt aber der ausländische Staat, dessen Staatsangehörigkeit das Kind ebenfalls besitzt, dass eine der beiden Staatsangehörigkeiten (meist mit der Volljährigkeit) aufgegeben werden muss. • in Deutschland ab dem 01.01.2000 geborene Kinder mit zwei ausländischen Elternteilen (sogenannte Optionsregelung): Wenn beide Elternteile eines in Deutschland geborenen Kindes ausländische Staatsangehörige sind, bekommt es kraft Gesetz (§ 4 Abs. 3 StAG) die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: • • mindestens ein Elternteil hat seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland und dieser Elternteil besitzt ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (BGBl. 2001 II S. 810). Diese Kinder müssen sich gem. § 29 StAG nach Erreichen der Volljährigkeit und vor Vollendung des 23. Lebensjahres entscheiden, welche der Staatsangehörigkeiten sie behalten wollen. Fällt die Entscheidung zugunsten der deutschen Staatsangehörigkeit aus, muss eine entsprechende schriftliche Erklärung abgegeben und die Entlassung aus der ausländischen Staatsangehörigkeit betrieben werden. Hier sind bestimmte Altersgrenzen und Verfahren zu beachten, die sich aus § 29 StAG ergeben. Wer nicht rechtzeitig die erforderliche Erklärung abgibt, verliert die deutsche Staatsangehörigkeit, soweit keine Genehmigung zur Beibehaltung beider Staatsangehörigkeiten erteilt wurde. Eine Beibehaltungsgenehmigung kommt beispielsweise in Frage, wenn neben der deutschen Staatsangehörigkeit die »Nationalität eines EU-Staates vorliegt oder die Entlassung aus der ausländischen Staatsangehörigkeit mit unverhältnismäßigen Schwierigkeiten verbunden ist. Für Kinder, die die deutsche Staatsangehörigkeit nach der Übergangsregelung durch Einbürgerung neben der ursprünglichen Staatsangehörigkeit erworben haben, gilt ebenfalls das geschilderte Optionsverfahren. 62 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 54 Kinder unter 1 Jahr mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Ingolstadt Abb. 54 Kinder unter 1 Jahr mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Ingolstadt 300 250 200 150 100 50 0 1987 1989 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung AbAb dem Zahlder derausländischen ausländischen Kinder durch die Optionsregelung drasdemJahr Jahr2000 2000 ist ist die die Zahl Kinder durch die Optionsregelung drastisch zurückgegangen, von durchschnittlich über 200 ausländischen Kindern auf mittlerweile nur tisch zurückgegangen, von durchschnittlich über 200 ausländischen Kindern auf mittlernochnur 50.noch Die 50. Differenz bilden folglich Kinder, die diefür Optionsregel gilt, also imgilt, weile Die Differenz bildenjene folglich jenefürKinder, die die Optionsregel Durchschnitt rund 150 Kinder pro Jahr. also im Durchschnitt rund 150 Kinder pro Jahr. Das Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten, das die Kinder, für die Das für Staatsangehörigkeitsund Ausländerangelegenheiten, das die Kinder, für die dieAmt Optionsregelung gilt, nach Vollendung des 18. Lebensjahres durch Anschreiben auf ihre dieErklärungspflicht Optionsregelung gilt, nach Vollendung des 18. Lebensjahres durch Anschreiben hinweist, führt für diese Zwecke eine Datenbank zu den in Ingolstadtauf ansässigen Personen,hinweist, für die dieführt Optionsregelung gilt. eine Datenbank zu den in Ingolstadt ihre Erklärungspflicht für diese Zwecke ansässigen Personen, für die die Optionsregelung gilt. Danach ergibt sich folgendes Bild: Danach ergibt sich folgendes Bild: Abb. 55 Personen in Ingolstadt nach Geburtsjahrgang, die der Optionsregelung Abb. 55 Personen in Ingolstadt nach Geburtsjahrgang, die der Optionsregelung unterliegen 31.12.2011 unterliegen 31.12.2011 180 161 160 150 150 134 140 133 119 120 144 151 131 122 130 102 100 80 60 40 30 31 28 38 35 33 34 35 48 36 20 0 59 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Festzustellen ist, dass die befristete Übergangsregelung für die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1999 zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung annähernd nur von einem Viertel der ausländischen Kinder wahrgenommen wird. Für den Anstieg ab dem 01.01.2000 ist der neu geregelte Erwerb der deutschen 63 20 0 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Quelle: Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten Festzustellen ist, dass die befristete Übergangsregelung für die Geburtsjahrgänge 1990 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung bis 1999 zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung annähernd dassder dieausländischen befristete Übergangsregelung für die Geburtsjahrgänge 1990 bis nurFestzustellen von einem ist, Viertel Kinder wahrgenommen wird. 1999 zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung annähernd nur Für den Anstieg abder dem 01.01.2000Kinder ist derwahrgenommen neu geregeltewird. Erwerb der deutschen von einem Viertel ausländischen Staatsangehörigkeit durch Geburt maßgeblich. Für den Anstieg ab dem 01.01.2000 ist der neu geregelte Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt maßgeblich. Abb. 56 Kinder, für die die Optionsregelung gilt (Geburtsjahrgänge Abb. 56 1990 Kinder, die die Optionsregelung gilt der Geburtsjahrgänge 1990 bis 2011 bisfür 2011) nach weiterer Staatsangehörigkeit 31.12.2011 nach weiterer Staatsangehörigkeit 31.12.2011 g g 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% mit weiterer Staatsangehörigkeit Türkisch mit weiterer Staatsangehörigkeit eines Nachfolgestaats Jugoslawiens mit sonstiger weiterer Staatsangehörigkeit Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Amt für StaatsangehörigkeitsundDatenverarbeitung Ausländerangelegenheiten Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 60 Inkrafttretens in erster Linie für Kinder türDie Optionsregelung war zum Zeitpunkt ihres IntegrationsberichtMigranten Stadt Ingolstadt Version 27 – 19.03.2013 kischstämmiger und –für Migranten aus einem Nachfolgestaat Jugoslawiens relevant, da diese bereits auf einen längeren gesicherten Aufenthalt zurückblicken konnten. Von der Übergangsregelung machen prozentual gesehen überwiegend türkische Kinder Gebrauch. Ab 01.01.2000 ist beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nach dem Abstammungsprinzip der Anteil von Kindern, die zusätzlich die türkische Staatsangehörigkeit besitzen, eher abnehmend. Die Anteile der Kinder, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit eine Staatsangehörigkeit eines Nachfolgestaates Jugoslawiens oder eine sonstige Staatsangehörigkeit besitzen, haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Zu bemerken ist, dass die zwei vorstehenden Grafiken den Bestand nur zu einem bestimmten Stichtag (am 31.12.2011) abbilden, da dieser aufgrund von Bevölkerungsbewegungen und Mitteilungen anderer Meldebehörden laufend ergänzt bzw. verringert wird. Bei den Kindern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und für die die Optionsregelung gilt (Geburtsjahrgänge 1990 bis 1994), wurden die Optionsverfahren zwischenzeitlich eingeleitet. 64 bestimmten Stichtag (am 31.12.2011) abbilden, da dieser aufgrund von Bevölkerungsbewegungen und Mitteilungen anderer Meldebehörden laufend ergänzt bzw. verringert wird. EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Bei den Kindern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und für die die Optionsregelung gilt (Geburtsjahrgänge 1990 bis 1994), wurden die Optionsverfahren zwischenzeitlich eingeleitet. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verfahrensstände: C Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verfahrensstände: Abb. 57 Stand der eingeleiteten Optionsverfahren 31.12.2011 Abb. 57 Stand der eingeleiteten Optionsverfahren 31.12.2011 Geburts- Geburts- Geburts- Geburtsjahrgang jahrgang jahrgang jahrgang 1990 1991 1992 1993 Zahl der Anschreiben anderweitig erledigte Verfahren (z.B. Verlust der ausl. Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung der Eltern) Zahl der Optionspflichtigen, die auf Anschreiben bisher nicht reagiert haben bisher abgegebene Optionserklärungen der Angeschriebenen davon für die deutsche Staatsangehörigkeit davon für die ausländische Staatsangehörigkeit davon mit Anträgen auf Beibehaltung der ausländischen Staatsangehörigkeit abgeschlossene Verfahren Quelle: Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten Quelle: Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten 92% 100% 93% 100% 8% 0% 7% 0% 0% 100% 100% 0% 0% 83% 7% 93% 88% 4% 8% 39% 32% 68% 82% 0% 18% 40% 43% 57% 88% 6% 6% 7% Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Längerfristige Erfahrungswerte, für welche Staatsangehörigkeit ein Votum abgegeben Längerfristige Erfahrungswerte, welche Staatsangehörigkeit Votum abgegeben wird, wird, liegen noch nicht vor, da fürfürdie Geburtsjahrgänge 1990 bisein 1994 die Optionsverfahliegen noch nicht vor, da für die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1994 die Optionsverfahren ren zwar eingeleitet, jedoch größtenteils noch nicht vollständig abgeschlossen sind. zwar eingeleitet, jedoch größtenteils noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Ab 2018 ist ist mit mit einem einem deutlichen deutlichen Anstieg Anstiegder derOptionsverfahren Optionsverfahrenzu zurechnen, rechnen,dadadie Ab dem dem Jahr Jahr 2018 die ab 2000 geborenen Kinder, für die die Optionsregelung gilt, ab dem Jahr ab 2000 geborenen Kinder, für die die Optionsregelung gilt, ab dem Jahr2018 2018das das 18. Lebensjahr vollenden werden und die Option dann ausüben müssen. 18.Lebensjahr vollenden werden und die Option dann ausüben müssen. 61 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 65 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN 9 Lebensformen Die folgenden Auswertungen zeigen die Vielfalt der Lebensformen in der Ingolstädter Bevölkerung und verweisen dabei auf Unterschiede zwischen der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund. Grundlage für die Bestimmung einer Lebensform sind die sozialen Beziehungen zwischen den Mitgliedern eines Haushalts. Eine Lebensform kann aus einer oder mehreren Personen bestehen. Zu den Lebensformen der Bevölkerung zählen eheliche Paare und Paare in Lebensgemeinschaften mit und ohne ledige Kinder, allein erziehende Elternteile mit Kindern sowie allein stehende Personen ohne Partner und sonstige Haushalte. Lebensformen am Nebenwohnsitz sowie die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften sind bei den Darstellungen nicht berücksichtigt. Interethnische Partnerschaften können Ausdruck einer wachsenden Normalität im Zusammenleben und damit ein Indiz für die gesellschaftliche Integration sein. 66 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 58 Migrationshintergrund der Ehepartner Abb. 58 Migrationshintergrund der Ehepartner mit folgendem Migrationshintergrund Geschlecht Art des Migrationshintergrunds (MGH) der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners Ausländer Eingebürgerte Aussiedler ohne MGH Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Gesamt Anzahl Männer Männer Männer Männer Männer Ausländer 2 845 Eingebürgerte 401 Aussiedler 562 ohne Migrationshintergrund 773 Gesamt 4 581 233 319 149 401 1 102 357 61 4 111 842 5 371 553 363 831 14 388 16 135 3 1 5 16 27 988 144 653 404 189 Frauen Frauen Frauen Frauen Frauen Ausländer 2 844 Eingebürgerte 232 Aussiedler 358 ohne Migrationshintergrund 542 Gesamt 3 976 400 319 61 365 1 145 562 149 4 104 827 5 642 780 403 849 14 388 16 420 4 1 5 16 27 586 103 372 122 183 mit folgendem Migrationshintergrund Geschlecht Art des Migrationshintergrunds (MGH) der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners Ausländer Eingebürgerte Aussiedler ohne MGH in % in % in % in % Gesamt in % Männer Männer Männer Männer Männer Ausländer Eingebürgerte Aussiedler ohne Migrationshintergrund Gesamt 71% 35% 10% 5% 17% 6% 28% 3% 2% 4% 9% 5% 73% 5% 20% 14% 32% 15% 88% 59% 100% 100% 100% 100% 100% Frauen Frauen Frauen Frauen Frauen Ausländer Eingebürgerte Aussiedler ohne Migrationshintergrund Gesamt 62% 21% 7% 3% 15% 9% 29% 1% 2% 4% 12% 14% 76% 5% 21% 17% 37% 16% 89% 60% 100% 100% 100% 100% 100% Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Auswertungen nach dem Migrationsgrund der Ehepartner erfolgten aus dem Datenbestand des Melderegisters. Die Tabelle zeigt Folgendes auf: 63 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 67 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Die Auswertungen nach dem Migrationsgrund der Ehepartner erfolgten aus dem Datenbestand des Melderegisters. Die Tabelle zeigt Folgendes auf: • Fast 90 % sowohl der Frauen als auch der Männer ohne Migrationshintergrund wählen ihren Ehepartner bzw. ihre Ehepartnerin aus der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Männer und Frauen aus der Bevölkerung mit Migrationshintergrund heiraten eher • - eine FastPartnerin 90 % sowohl derPartner Frauen mit als Migrationshintergrund. auch der Männer ohne Bei Migrationshintergrund / einen den eingebürgerten wählen ihren Ehepartner bzw. ihre Ehepartnerin aus der Bevölkerung ohne Deutschen liegen die Anteile eines deutschen Ehepartners ohne MigrationshinterMigrationshintergrund. grund höher als bei den Gruppen der Ausländer und Aussiedler. - Männer und Frauen aus der Bevölkerung mit Migrationshintergrund heiraten eher Die Anteile der Frauen mit Migrationshintergrund, die einen Ehepartner ohne Mig• eine Partnerin/einen Partner mit Migrationshintergrund. Bei den eingebürgerten rationshintergrund als die vergleichbaren Anteile der MänDeutschen liegenheiraten, die liegen Anteilehöher eines deutschen Ehepartners ohne ner mit Migrationshintergrund, dieden eine Ehepartnerin ohne und Migrationshintergrund Migrationshintergrund höher als bei Gruppen der Ausländer Aussiedler. - heiraten. Die Anteile der Frauen mit Migrationshintergrund, die einen Ehepartner ohne Migrationshintergrund heiraten, liegen höher als die vergleichbaren Anteile der Männer mit Migrationshintergrund, die eine Ehepartnerin ohne Migrationshintergrund heiraten. Abb. 59 Ausländisches Herkunftsland des Ehepartners Abb. 59 Ausländisches Herkunftsland des Ehepartners 1 400 1 200 1 210 1 154 ausländische Ehefrauen von deutschen Männern ohne Migrationshintergrund 1 000 800 ausländische Ehemänner von deutschen Frauen ohne Migrationshintergrund 600 400 224 177 200 56 0 Europa Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister GUS 112 Türkei 184 128 135 161 47 ehem. Jugoslawien Asien (ohne GUS) 51 Amerika 45 67 Sonstige Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Ausländische Ehepartnerinnen von deutschen Männern ohne Migrationshintergrund kaAusländische Ehepartnerinnen Anteil von deutschen ohne Migrationshintergrund kamen men mit einem überwiegenden von 60 %Männern aus Mitgliedsländern der EU und sonstigen mit einem überwiegenden Anteil von 60 % aus Mitgliedsländern der EU und sonstigen europäischen Staaten. Auch deutsche Frauen wählen ihren ausländischen Ehepartner in europäischen Staaten. Auch deutsche Frauen wählen ihren ausländischen Ehepartner in erster Linie aus Bevölkerung (66,6 erster Linie ausder der europäischen europäischen Bevölkerung (66,6 %). %). Der Anteil der der außereuropäischen Nationalitäten, diedie in die Bevölkerung einheiDer Anteil außereuropäischen Nationalitäten, in deutsche die deutsche Bevölkerung einheiraten, ist vergleichsweise Dabeimehr sind deutsche mehr deutsche mit Eheparteiner raten, ist vergleichsweise gering.gering. Dabei sind MännerMänner mit einer Ehepartnerin aus der Staaten aus asiatischen und aus nerin aus Staaten GUSder (8,8GUS %), (8,8 aus %), asiatischen LändernLändern (9,1 %)(9,1 und%) aus Amerika, Amerika, hauptsächlich Südund Mittelamerika, (8 %) verheiratet als deutsche Frauen mit hauptsächlich Süd- und Mittelamerika (8 %) verheiratet als deutsche Frauen mit einem einem Ehepartner aus diesen Ländern. Ehepartner aus diesen Ländern. Der Anteil deutscher Frauen, die mit einem Ehepartner aus der Türkei verheiratet sind, liegt Der Anteil deutscher mit einem Ehepartner aus der nur Türkei verheiratet sind, hingegen bei 12,9 %,Frauen, währenddie deutsche Männer ihre Ehepartnerin zu 5,6 % aus der liegt hingegen bei 12,9 %, während deutsche Männer ihre Ehepartnerin nur zu 5,6 % aus türkischen Bevölkerung wählen. der türkischen Bevölkerung wählen. 68 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Haushaltsgrößen C In In der Stadt esca. ca.60 60000 000Haushalte. Haushalte. mittlere Haushaltsgröße liegt der StadtIngolstadt Ingolstadt gibt gibt es DieDie mittlere Haushaltsgröße liegt bei 2,1bei 2,1Personen. Personen. In der Stadt Ingolstadt gibt es ca. 60 000 Haushalte. Die mittlere Haushaltsgröße liegt bei 2,1 Personen. In deutschen, deutsch-ausländischen und ausländischen Haushalten lebende Personen Abb. 60 In Haushalten lebende Personen (absolut) 31.12.2011 In deutschen, deutsch-ausländischen und ausländischen Haushalten lebende Personen Abb. 60 In Haushalten lebende Personen (absolut) 31.12.2011 Abb. 60 In Haushalten lebende Personen (absolut) 31.12.2011 Deutsche Haushalte Deutsch-ausländische Haushalte Deutsche Haushalte Ausländische Haushalte Deutsch-ausländische Haushalte Ausländische Haushalte 29 584 29 584 20 819 20 406 20 819 20 406 19 471 19 471 7 327 3 395 3 395 2 277 2 786 3 042 2 510 2 277 2 786 3 042 2 510 1-Pers. HH 2-Pers. HH 1-Pers. HH Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 2-Pers. HH Quelle: Melderegister 3-Pers. HH 4 082 4 082 2 703 7 327 2 814 2 586 2 814 2 586 2 703 4-Pers. HH 5 und mehr-Pers.HH 3-Pers. HH Berechnungen/Darstellung: 4-Pers. HH 5Statistik und mehr-Pers.und Stadtforschung HH Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 61 In Haushalten lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 Abb. 61 In Haushalten lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 Abb. 61 In Haushalten lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 Deutsche Haushalte Deutsch-ausländische Haushalte Ausländische Haushalte Deutsche Haushalte Deutsch-ausländische Haushalte Ausländische Haushalte 33,4% 30,3% 24,3% 21,3% 24,3% 21,3% 33,4% 30,3% 24,9% 18,6% 19,9% 20,9%24,9% 18,6% 19,9% 20,9% 23,0% 18,0% 18,0% 19,9% 19,3% 23,0% 18,5% 19,9% 19,3% 18,5% 7,5% 7,5% 0,0% 0,0%HH 1-Pers. HH Quelle:1-Pers. Melderegister Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 2-Pers. HH 2-Pers. HH 3-Pers. HH 4-Pers. HH 5 und mehr-Pers.HH 3-Pers. HH 4-Pers. HH 5 und mehr-Pers.HH Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 65 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 65 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 69 C EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN Auffallend sind vor allem der höhere Anteil von Deutschen bei den Zwei-Personen- Haushalten und die größere Bedeutung von Haushalten ab 5 Personen bei ausländischen Haushalten. Unter den deutschen Haushalten sind überwiegend Paargemeinschaften Auffallend ohne Kind. sind vor allem der höhere Anteil von Deutschen bei den Zwei-PersonenHaushalten und die größere Bedeutung von Haushalten ab 5 Personen bei ausländischen Gut 12 000 Personen in gemischten (deutsch-ausländischen) Haushalten. ohne Haushalten. Unter denleben deutschen Haushalten sind überwiegend Paargemeinschaften Kind. Gut 12 000 Personen leben in gemischten (deutsch-ausländischen) Haushalten. Abb. 62 In Haushalten mit und ohne Kinder lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 Abb. 62 In Haushalten mit und ohne Kinder lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 65,9% Deutscher Haushalt 51,8% Deutsch-ausländischer Haushalt Ausländischer Haushalt 35,7% 28,2% 24,5% 15,8% 16,7% 19,2% 14,3% 11,7% 12,3% 4,0% Keine Kinder Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 1 Kind 2 Kinder 3 und mehr Kinder Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung In gut 13 000 (22 %) aller Ingolstädter Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren. Fast zwei In gut 13 000 (22 %) aller Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren.istFast zwei die Drittel aller Deutschen lebenIngolstädter in Haushalten ohne Kinder, bei den Ausländern es rund Drittel aller Deutschen leben in Haushalten ohne Kinder, bei den Ausländern ist es rund die Hälfte. Hälfte. 12,3 % der ausländischen Haushalte haben drei oder mehr Kinder, bei deutschen Haus12,3 % der ausländischen Haushalte haben drei oder mehr Kinder, bei deutschen halten liegt der Anteil 4 %.bei Kinderreiche Haushalte haben bei ausländischen Familien Haushalten liegt der bei Anteil 4 %. Kinderreiche Haushalte haben bei ausländischen einen relativ hohen Anteil. Gleiches gilt für gemischte Haushalte. Familien einen relativ hohen Anteil. Gleiches gilt für gemischte Haushalte. Erwachsene Personen mit und ohne Migrationshintergrund in Haushalten nach Erwachsene Personen mit und ohne Migrationshintergrund in Haushalten nach Lebensformen: Lebensformen: Über 27 % Bevölkerung ohne Migrationshintergrund leben in leben EinzelhausÜber 27 der % erwachsenen der erwachsenen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund in halten, der Anteil bei den Erwachsenen mit Migrationshintergrund liegt bei 21 %.21 Auch Einzelhaushalten, der Anteil bei den Erwachsenen mit Migrationshintergrund liegt bei %. in Paargemeinschaften, in denen esin keine gibt, leben mit MigraAuch in Paargemeinschaften, denenKinder es (noch) keineweniger Kinder Erwachsene gibt, leben weniger Erwachsene mit Migrationshintergrund. tionshintergrund. Lebenminderjährige minderjährigeKinder Kinder mit mit Eltern Eltern im im Haushalt, %% Erwachsene Leben Haushalt,so soüberwiegen überwiegenmit mit28,3 28,3 Erwachsene mit Migrationshintergrund gegenüber Erwachsenen ohne Migrationshintergrund (18,3 %). Bei mit Migrationshintergrund gegenüber Erwachsenen ohne Migrationshintergrund (18,3 %). Alleinerziehenden (insgesamt 2 750 Haushalte) gibt es kaum strukturelle Unterschiede. Bei Alleinerziehenden (insgesamt 2 750 Haushalte) gibt es kaum strukturelle Unterschiede. 66 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 70 EIN ÜBERBLICK IN ZAHLEN C Abb. 63 Männliche Personen ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen Abb. 63(in Männliche ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen in Prozent)Personen 31.12.2011 Abb. 6331.12.2011 Männliche Personen ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen in Prozent Prozent 31.12.2011 23,6% 23,6% alleinstehend alleinstehend Personen in Paargemeinschaften Personen inohne Kind Paargemeinschaften ohne Kind Eltern in Paargemeinschaften mit Kind(ern) unter 18 Jahren Eltern in Paargemeinschaften mit Kind(ern) unter 18 Jahren Alleinerziehendes Elternteil mit Kind(ern) unter Elternteil 18 Jahrenmit Alleinerziehendes Kind(ern) unter 18 Jahren Eltern mit jüngstem Kind ab 18 Jahren Kind ab 18 Eltern mit jüngstem Jahren 23,1% 23,1% 27,1% 27,1% 28,0% 28,0% 19,2% 19,2% mit Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund 12,6% 12,6% 12,3% 1,3% 1,3% 1,3% 1,3% 12,3% 11,3% 11,3% 12,0% Sonstige Haushalte Sonstige Haushalte 0% 0% Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 28,0% 28,0% 5% 5% 10% 10% 12,0% 15% 15% 20% 20% 25% 25% 30% 30% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Melderegister Abb. Abb. 64 64Weibliche Weibliche Personen Personen ab ab 18 18Jahren JahrenininHaushalten Haushalten nach nach Lebensformen Lebensformen in Abb. 64(in Weibliche ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen in Prozent 31.12.2011 Prozent)Personen 31.12.2011 Prozent 31.12.2011 18,8% 18,8% alleinstehend alleinstehend 24,0% 24,0% 25,9% 25,9% 28,5% 28,5% Personen in Paargemeinschaften Personen inohne Kind Paargemeinschaften ohne Kind Eltern in Paargemeinschaften mit Kind(ern) unter 18 Jahren Eltern in Paargemeinschaften mit Kind(ern) unter 18 Jahren 5,5% 5,5% 4,8% 4,8% Alleinerziehendes Elternteil mit Kind(ern) unter Elternteil 18 Jahrenmit Alleinerziehendes Kind(ern) unter 18 Jahren Eltern mit jüngstem Kind ab 18 Jahren Kind ab 18 Eltern mit jüngstem Jahren Sonstige Haushalte Sonstige Haushalte Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 27,4% 27,4% 0% 0% 5% 5% 18,5% 18,5% mit Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund 11,3% 11,3% 10,9% 10,9% 11,9% 11,9% 12,5% 12,5% 10% 15% 20% 25% 30% 10% 15% 20% 25% 30% Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Vergleich der männlichen und weiblichen Erwachsenen mit Migrationshinund ohne Der Vergleich der männlichen und weiblichen Erwachsenen mit und ohne Der Vergleich der männlichen weiblichen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund zeigt, dass undalleinstehende männliche Erwachsene mit tergrund zeigt, dass alleinstehende männliche Erwachsene mit Migrationshintergrund Migrationshintergrund (23,6 zeigt, dasseinen alleinstehende männliche mit %) eher eigenen Haushalt gründen Erwachsene als alleinstehende (23,6 %) eher einen eigenen Haushalt gründen als alleinstehende weibliche Erwachsene Migrationshintergrund (23,6 %) eher einen eigenen Haushalt gründen als alleinstehende weibliche Erwachsene mit Migrationshintergrund. mitweibliche Migrationshintergrund. Erwachsene mit Migrationshintergrund. 67 Stadt Ingolstadt 27insgesamt –67 19.03.2013in der Überzahl. Mit zunehmendem BeiIntegrationsbericht den Single-Haushalten sind– Version Männer Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Alter gibt es aufgrund der höheren Lebenserwartung aber mehr Frauen in Ein-PersonenHaushalten. 71 HANDLUNGSFELDER D 73 D HANDLUNGSFELDER Nach der Bevölkerungsstruktur und -entwicklung in Abschnitt C werden in Abschnitt D die Situation und Entwicklung der Einwohner Ingolstadts im Rahmen von acht Handlungsfeldern dargestellt. Die im Ingolstädter Integrationsbericht getroffene Auswahl an Handlungsfeldern erlaubt es, zentrale Themenbereiche der lokalen Integrationspolitik und -arbeit in angemessener Tiefe zu erläutern und einen Einblick in die für die Integration der heterogenen Bevölkerung relevanten Felder zu geben. Folgende Handlungsfelder sind wissenschaftlich definiert: (1) Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung; (2) Spracherwerb; (3) Schule, Ausbildung und Studium; (4) Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung; (5) Gesundheit; (6) Wohnsituation; (7) Interkulturelle Öffnung sowie (8) Asylbewerber und Flüchtlinge. Ein vollständiger Überblick über alle relevanten Handlungsfelder kann im Rahmen eines lokalen Integrationsberichts nicht erfolgen, da das zur Verfügung stehende Datenmaterial dies nicht zulässt. Die nun folgenden acht Handlungsfelder haben eine einheitliche interne Gliederung: Sie beginnen mit einem Abschnitt „Im Blickpunkt“, in dem bisherige, bereits in der Stadt laufende Maßnahmen mit Modellcharakter in der Integrationspolitik und -arbeit des jeweiligen Handlungsfeldes kurz dargestellt werden. Der Abschnitt „Aktueller Stand“ umfasst Statistiken und deren Erläuterungen zum gegenwärtigen Stand der Integration in den verschiedenen Handlungsfeldern. Basierend auf den bisherigen Maßnahmen und den gegenwärtigen Daten sowie des vom Stadtrat bereits beschlossenen Integrierten Handlungskonzeptes „Soziales und Bildung“ werden im Unterkapitel „Ziele und Planungen“ zukünftige Ziele der Integrationspolitik aufgeführt. Diese Ziele sind sowohl kurz- als auch langfristiger Natur und gehen mit einer konkreten Planung von Maßnahmen zu deren Erreichung sowie der Nennung von Indikatoren zur zukünftigen Überprüfung des bis dahin umgesetzten einher. 74 HANDLUNGSFELDER 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung D Gute Angebote zur Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung sind für die Integration der Kinder mit Migrationshintergrund von großer Bedeutung, insbesondere auch im Hinblick auf den Schulerfolg der Kinder. In diesem Zusammenhang ist die Sprachförderung zu nennen, vor allem bei denjenigen Kindern, in deren Familien nicht Deutsch gesprochen wird. Aber auch andere Formen der Frühförderung sind wichtig für die Entwicklung der Kinder. Ein zentrales Element der frühkindlichen Bildung – ebenso wie im weiteren Bildungsverlauf – ist die Einbindung der Eltern. Diese können damit effektiver an der Förderung ihrer Kinder beteiligt werden, können Informationen über das deutsche Bildungssystem erhalten und in Programmen wie „Mama lernt Deutsch“ auch ihre eigenen (Sprach-)Kenntnisse verbessern. 1.1 Im Blickpunkt Vorkurse im Kindergarten Die so genannten Vorkurse in den letzten anderthalb Jahren des Kindergartenbesuchs richten sich speziell an Kinder mit Migrationshintergrund, bei denen durch eine Sprachstandserhebung noch erhebliche Defizite im Gebrauch der deutschen Sprache festgestellt wurden. Die Vorkurse bereiten die Kinder auf eine gelingende Einschulung vor, damit sie später dem Unterricht folgen können. In enger Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Schulen und den Fachkräften der Kindergärten können die Vorkurse über das ganze Jahr angeboten werden: 120 Stunden werden von den Schulen eingebracht, 120 weitere Stunden von Fachkräften der Kitas. Die Vorkurse finden großen Zuspruch. Im Schuljahr 2012/2013 werden 33 Vorkurse an zehn Grundschulen und in den Kindertagesstätten angeboten. 311 Kinder sind dazu angemeldet. Ein detaillierter Überblick weiterer zielführender Maßnahmen und Projekte folgt in Abschnitt F. 1.2 Aktueller Stand 1.2.1 Betreute Kinder Gute Kinderbetreuung und frühkindliche Förderung gehören zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben in Deutschland. Damit junge Menschen ihren Kinderwunsch verwirklichen können, sind bedarfsgerechte Betreuungsangebote, gute Qualität und Trägervielfalt notwendig. Das Kinderförderungsgesetz vom 16.12.2008 hat einen Rechtsanspruch ab 01.08.2013 auf einen Betreuungsplatz für Kinder die das erste Lebensjahr vollendet haben, festgeschrieben. Dies führte zum verstärkten Ausbau der Krippen und qualifizierten Tagespflege für die Altersgruppe der unter 3-Jährigen. 75 D HANDLUNGSFELDER In der amtlichen Statistik zum 31. März 2011 stehen 5 070 genehmigte Betreuungsplätze für Kinder unter 14 Jahren zur Verfügung. In Kindertageseinrichtungen wurden insgesamt 4 952 Kinder betreut. Bei den aktuelleren Daten des Jugendamtes vom 01. Oktober 2012 stehen in Ingolstadt insgesamt 5 251 genehmigte Plätze in Krippen, Kindergärten und Horten zur Verfügung. Für Stadtvergleiche und Zeitreihen eigenen sich allerdings nur die amtlichen Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, weil sie nach einheitlicher Methodik erhoben werden. Abb. 65 Kinderbetreuung in Ingolstadt (amtliche Zahlen) 31.03.2011 Abb. 65 Kinderbetreuung in Ingolstadt (amtliche Zahlen) 31.03.2011 Gesamt unter 3 Anzahl Betreute Kinder gesamt in % der Kinder dieser Altersgruppe davon in Kindertageseinrichtungen davon in Kindertagespflege Anzahl 3 - unter 6 Anzahl 6 - unter 10 10 - unter 14 Anzahl Anzahl 5 086 644 3 167 1 239 36 x 18,2% 90,7% 21,2% x 4 952 134 532 112 3 153 14 1 232 . . . Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Nach der amtlichen Statistik waren am 31.03.2011 rund 91 % der Kinder von 3 bis unter 6 Nach der amtlichen StatistikEine waren am 31.03.2011 der rundKinder 91 % von der 3Kinder von 63Jahren bis unter Jahren in Kinderbetreuung. Betreuungsquote bis unter von6 Jahren in Kinderbetreuung. Betreuungsquote der Kinder von 3 biseinen unter Kindergarten 6 Jahren von 91 % sagt nicht aus, dass Eine nur 91 % der Kinder dieser Altersgruppe 91 % sagt und nicht9 aus, dassZum nur Schuljahr 91 % der 2011/2012 Kinder dieser Altersgruppe Kindergarten besuchen % nicht. hatten nur 8 dereinen bei der Schuleinbesuchen und 9 % nicht. Zum Schuljahr 2011/2012 hatten nur 8 der bei der gangsuntersuchung vorgestellten Kinder keinen Kindergarten besucht (Quelle: JahresbeSchuleingangsuntersuchung vorgestellten Kinder keinen Kindergarten besucht (Quelle: richt Gesundheitsamt 2011). Das entspricht einer Betreuungsquote von annähernd 100 %. Jahresbericht Gesundheitsamt 2011). Das entspricht einer Betreuungsquote von annähernd Im werden somit fast alle Kinder und ohne Migrationshintergrund betreut. 100Kindergarten %. Im Kindergarten werden somit fast allemit Kinder mit und ohne Migrationshintergrund Der niedrigere Wert der rechnerischen Betreuungsquote von 91 % ist damit zu erklären, betreut. Der niedrigere Wert der rechnerischen Betreuungsquote von 91 % ist damit zu dass viele dass Kinderviele nichtKinder sofort mit Erreichen des 3. Lebensjahres in den Kindergarten erklären, nicht sofort mit Erreichen des 3. Lebensjahres in einden treten, sondern oft erst mit Beginnoft deserst neuen September. Darüber Kindergarten eintreten, sondern mit Kindergartenjahres Beginn des neuenimKindergartenjahres im hinaus werden einige Kinder bereits vor Kinder Erreichen desbereits 6. Lebensjahres eingeschult. September. Darüber hinaus auch werden einige auch vor Erreichen des 6. Lebensjahres In Ingolstadt der4Anteil Kinder, die 3 bisbesucht 4 Jahrehaben, einen In Ingolstadt isteingeschult. der Anteil der Kinder, dieist 3 bis Jahre der einen Kindergarten Kindergarten besucht haben, von im Jahr auf 91 % im Jahr 2011 gestiegen. von 83 % im Jahr 2009 auf 91 %83 im% Jahr 20112009 gestiegen. Über 18 Jahren wurden Ende März 2011 bereits betreut, mehrmehr als 21als % Über 18 % %der derKinder Kinderunter unter3 3 Jahren wurden Ende März 2011 bereits betreut, der Kinder ab 6 bis unter 10 Jahren waren ebenfalls in einer Tageseinrichtung oder in 21 % der Kinder ab 6 bis unter 10 Jahren waren ebenfalls in einer Tageseinrichtung oder Tagespflege. Gegenüber den Kindertageseinrichtungen spielt die Kindertagespflege nur eine in Tagespflege. Gegenüber den Kindertageseinrichtungen spielt die Kindertagespflege vergleichsweise untergeordnete Rolle. nur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Bei der geringen Anzahl von betreuten Kindern der Altersgruppe 10 bis unter 14 Jahren Bei der geringen Anzahl von betreuten Kindern der Altersgruppe 10 bis unter 14 Jahren handelt es sich um die amtlichen Daten der Kinder, die nachschulisch an Kindergärten handelt es sich d.h. um dort die essen amtlichen der Kinder, die nachschulisch betreut werden, und Daten ihre Hausaufgaben erledigen können. an Kindergärten betreut werden, d.h. dort essen und ihre Hausaufgaben erledigen können. 76 HANDLUNGSFELDER D Abb. 66 Betreute Kinder unter 14 Jahren in Ingolstadt (in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zusammen) Abb. 66 Betreute Kinder unter 14 Jahren in Ingolstadt (in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zusammen) 6 000 5 000 4 928 4 821 4 747 4 613 Betreute Kinder Insgesamt 5 086 4 000 3 000 2 000 2 067 2 057 1 320 1 213 2 039 2 073 2 293 1 489 1 407 1 303 1 000 0 2007 2008 2009 2010 darunter mit ausländischem Herkunftsland mindestens eines Elternteils darunter mit vorrangig in der Familie gesprochener Sprache Nichtdeutsch 2011 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Zahl der betreuten Kinder unter 14 Jahren (vor ihrem Schuleintritt und auch danach in Horten oder ähnlichen nachschulischen Einrichtungen) ist in den letzten Jahren kontinuierlich Die Zahl der betreuten Kinder unter 14 Jahren (vor ihrem Schuleintritt und auch danach in gestiegen. Diese Entwicklung war durch den forcierten Ausbau der Betreuungseinrichtungen, Horten oderder ähnlichen nachschulischen Einrichtungen) in den letztenSeit Jahren vor allem Krippen und der Nachmittagsangebote in den ist Schulen möglich. Ende kontinuMärz ierlich gestiegen. Diese Entwicklung war durch den forcierten Ausbau der Betreuungsein2007 (amtliche Zahl 4 603) bis Oktober 2012 (Zahl Jugendamt: 5 251) stieg die Zahl der richtungen, vorPlätze allemum derrund Krippen und der Nachmittagsangebote in den Schulen möglich. genehmigten 650 an. Seit Ende März 2007 (amtliche Zahl 4 603) bis Oktober 2012 (Zahl Jugendamt: 5 251) Derdie Migrationshintergrund wird Plätze seit einigen Jahren den Kinderbetreuungseinrichtungen stieg Zahl der genehmigten um rund 650inan. nach den Merkmalsausprägungen „ausländisches Herkunftsland mindestens eines Elternteils“ und „vorrangig in der Familie gesprochene Sprache Nichtdeutsch“ erhoben. Der Migrationshintergrund wird seitnicht einigen Jahren inwie denimKinderbetreuungseinrichtungen Allerdings ist diese Definition hier so umfassend Mikrozensus und damit auch nach den Merkmalsausprägungen „ausländisches Herkunftsland mindestens eines Elterndifferierend von der »Kommunalstatistik Ingolstadts, die mit dem Programm MigraPro das teils“ und „vorrangig in der Familie gesprochene Sprache Nichtdeutsch“ erhoben. AllerMelderegister auswertet. Es ist schwer, Aussagen über den Betreuungsgrad der Kinder von Migranten machen,hierweil beiden Kenngrößen „betreute und Kinder dings ist diesezuDefinition nichtdie so umfassend wie im Mikrozensus damit mit auch Migrationshintergrund“ und „Kinder insgesamt mit Migrationshintergrund“ (s. MigraPro Daten zurdas differierend von der »Kommunalstatistik Ingolstadts, die mit dem Programm Bevölkerung) auswertet. nicht nach einer einheitlichen Definition erfasst sind.Betreuungsgrad der Kinder Melderegister Es ist schwer, Aussagen über den Die Meldungen der Einrichtungen im Rahmen der amtlichen Kinderbetreuungsstatistik von Migranten zu machen, weil die beiden Kenngrößen „betreute Kinder mit Migrationsberuhen darüber hinaus auf den persönlichen Einschätzungen der ErzieherInnen, so dass hintergrund“ „Kinder insgesamt mit Migrationshintergrund“ (s.sind. Daten zur Bevölkerung) zeitliche undund regionale Vergleiche derzeit nur eingeschränkt möglich nicht nach einer einheitlichen Definition erfasst sind. Die Meldungen der Einrichtungen der amtlichen Kinderbetreuungsstatistik Die nachfolgenden Ergebnisse im zu Rahmen den Kindern mit Migrationshintergrund und zurbeFamiliensprache müssen immer auch vor dem Hintergrund der noch schwer ruhen darüber hinaus auf den persönlichen Einschätzungen der ErzieherInnen, so dass einzuschätzenden Qualität der in den Kindertageseinrichtungen erhobenen Daten gesehen zeitliche und regionale Vergleiche derzeit nur eingeschränkt möglich sind. werden. Die nachfolgenden zuausländischer den KindernHerkunft mit Migrationshintergrund und zurbleibt FamiliDie Zahl der KinderErgebnisse von Eltern mit mindestens eines Elternteils ensprache müssen immer auch vor dem Hintergrund der noch schwer einzuschätzenden über die Jahre gesehen konstant, lediglich von 2010 auf 2011 gibt es einen Anstieg um über Qualität der inoder den ca. Kindertageseinrichtungen erhobenen Daten gesehen im werden. 200 Kinder 10 % (siehe auch Erläuterungen zur Zuwanderung Kapitel der Rahmenbedingungen, starke Zuwanderung aus dem Ausland im Jahr 2011). Die Zahl der Kinder von Eltern mit ausländischer Herkunft mindestens eines Elternteils 72 bleibt über die Jahre gesehen konstant, lediglich von 2010 auf 2011 gibt es einen Anstieg Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 um über 200 Kinder oder ca. 10 % (siehe auch Erläuterungen zur Zuwanderung im Kapitel der Rahmenbedingungen, starke Zuwanderung aus dem Ausland im Jahr 2011). 77 D HANDLUNGSFELDER Die Zahl der Kinder, die in Familien leben, in denen nicht Deutsch gesprochen wird, ist allerdings in den letzten Jahren deutlich und kontinuierlich gestiegen. Abb. 67 Betreute Kinder in Ingolstadt (Index 2007 = 100) Betreute Kinder in Ingolstadt (Index 2007 = 100) Abb. 67 (in Betreute Kinder in Ingolstadt 2007 = 100) zusammen) Tageseinrichtungen und(Index inund Tagespflege (in Tageseinrichtungen in Tagespflege zusammen) (in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zusammen) 125 Betreute Kinder insgesamt darunter mit ausländischem Herkunftsland mindestens eines Elternteils darunter mit vorrangig in der Familie gesprochener Sprache Nichtdeutsch 120 115 110 105 100 95 90 2007 2008 2009 2010 2011 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die vorstehende Grafik zeigt die Entwicklung aller betreuten Kinder und derjenigen mit Migrationshintergrund sowie der Kinder, in deren Familien nicht Deutsch gesprochen wird, 147 Konfessionelle in Ingolstadt alsAbb. Indexzahlen, wobei dasAnteile Ausgangsjahr 20072011 als Index 100 genommen wird. Gerade die Gruppe der Kinder aus Familien, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, ist in den letzten Jahren um fast 25 % angestiegen. evang.-luth. röm.-kath. islam.* sonstige bzw. konfessionslos 18% 26% 7% 49% * Schätzung der religiösen bzw. kulturellen Zugehörigkeit Quelle: Melderegister 78 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung HANDLUNGSFELDER D Abb. 68 Anteil der betreuten Kinder mit ausländischem Herkunftsland mindestens Abb. 68eines AnteilElternteils der betreuten Kinder mit ausländischem mindestens an allen betreuten Kindern im Herkunftsland Städtevergleich 2011 eines Elternteils an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 Abb. 68 Anteil der betreuten Kinder mit ausländischem Herkunftsland mindestens eines 60% Elternteils an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 60% 50% 54% 54% 50% 40% 50% 50% 46% 45% 46% 45% 43% 43% 40% 30% 37% 37% 37% 37% 33% 33% 30% 20% 30% 26% 30% 26% 20% 10% 10% 0% 0% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Statistik und Stadtforschung Im Vergleich der bayerischen Großstädte Berechnungen/Darstellung: sowie mit Bayern und Oberbayern gesamt liegt Im Vergleich der bayerischen Großstädte sowie mit Bayern und Oberbayern gesamt liegt Ingolstadt beim Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an den betreuten Kindern insIngolstadt beim der Kinder mit Migrationshintergrund anOberbayern den betreuten Kindern Im Vergleich der Anteil bayerischen Großstädte sowie mit Bayern und gesamt liegt gesamt hinter den größeren Großstädten (München, Nürnberg, Augsburg). Gegenüber insgesamt hinter Anteil den größeren Großstädten (München, Nürnberg, Augsburg). Gegenüber Ingolstadt beim der Kinder mit Migrationshintergrund an den betreuten Kindern den vonder derhinter Einwohnerzahl vergleichbaren Städten mit mit 100 000 000 bis 140 000 hat den von Einwohnerzahl vergleichbaren Städten 100 bis 140Einwohnern 000Gegenüber Einwohnern insgesamt den größeren Großstädten (München, Nürnberg, Augsburg). Ingolstadt allerdings den höchsten Anteil an betreuten Migrantenkindern. hatden Ingolstadt allerdings denvergleichbaren höchsten Anteil an betreuten Migrantenkindern. von der Einwohnerzahl Städten mit 100 000 bis 140 000 Einwohnern hat Ingolstadt allerdings den höchsten Anteil an betreuten Migrantenkindern. Abb. 69 Anteil der betreuten Kinder mit vorrangig in der Familie gesprochenen Abb. 69 Anteil der betreuten mitKindern vorrangig in der Familie2011 gesprochenen Sprache an allen Kinder betreuten im Städtevergleich Abb. 69 Nichtdeutsch Anteil der betreuten Kinder mit vorrangig in der Familie gesprochenen Sprache Nichtdeutsch an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 40% Sprache Nichtdeutsch an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 40% 35% 35% 30% 30% 25% 25% 20% 20% 15% 35% 35% 32% 32% 29% 29% 29% 29% 25% 25% 25% 25% 21% 21% 15% 10% 18% 18% 18% 18% 15% 15% 10% 5% 5% 0% 0% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Auch im Vergleich mit den Kindern, in deren Familien nicht Deutsch gesprochen wird, liegt Ingolstadt gegenüber der Einwohnerzahl her vergleichbaren Großstädten mit einem Auch mit den Kindern, in nichtDeutsch Deutsch gesprochen wird, liegt AuchimimVergleich Vergleich mitden denvon Kindern, in deren deren Familien Familien nicht gesprochen wird, liegt Anteil vongegenüber knapp 30 %den an der Ingolstadt den vonSpitze. derEinwohnerzahl Einwohnerzahl vergleichbaren Großstädten mit eiIngolstadt gegenüber von der herher vergleichbaren Großstädten mit einem Anteil von von knapp 30 %30 an % deran Spitze. nem Anteil knapp der Spitze. 74 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 74 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 79 D HANDLUNGSFELDER Abb. Migrationshintergrund Abb. 70 70Betreuung Betreuungvon vonKindern Kindernmit mit Migrationshintergrund unter unter1414Jahren Jahren in in Kindertageseinrichtungen im Regionalvergleich 2011 Kindertageseinrichtungen im Regionalvergleich 2011 50% 45% 45,6% Kinder mit ausländischem Herkunftsland mindestens eines Elternteils 40% 35% 30% 29,8% Kinder mit vorrangig in der Familie gesprochener Sprache Nichtdeutsch 25% 20,5% 18,5% 20% 17,0% 15% 9,7% 8,3% 10% 8,2% 5% 0% Stadt Ingolstadt Ldkr. Eichstätt Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Ldkr. NeuburgSchrob. Ldkr.Pfaffenhofen Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Im regionalen Vergleich mit den drei umliegenden Landkreisen der Stadt werden die Im regionalen Vergleich mit den Bevölkerungszusammensetzung drei umliegenden Landkreisen der inStadt werden die strukturellen Unterschiede in der der Kinderbetreustrukturellen Unterschiede in der Bevölkerungszusammensetzung in der Kinderbetreuung ung abgebildet. In den Landkreisen gehen wesentlich weniger Kinder mit ausländischem abgebildet. den Landkreisen gehen wesentlich in weniger Kinder mit ausländischem Elternteil bzw.Inmit nichtdeutscher Familiensprache den Kindergarten oder in die KinElternteil bzw. mit nichtdeutscher Familiensprache in den Kindergarten oder in die derkrippe. Kinderkrippe. 75 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 80 HANDLUNGSFELDER 1.2.2 Kinder (0 bis unter 7 Jahren) in Kindertageseinrichtungen D D 1.2.2 Kinder (0 bis unter 7 Jahren) in Kindertageseinrichtungen Abb. von Kindern Kindernbis bisunter unter7 7Jahre Jahren in Kindertageseinrichtungen Abb.71 71 Betreuung Betreuung von in Kindertageseinrichtungen nach Migrationshintergrund nach Migrationshintergrund 700 600 500 mindestens ein Elternteil mit Herkunft Ausland beide Eltern mit Herkunft Deutschland 400 300 200 100 0 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 4 bis unter 5 5 bis unter 6 6 bis unter 7 Jahr Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen und Darstellung: Statistik und Stadtforschung derAuswertung Auswertung der der Daten Daten zur nach Altersjahrgängen und MigrationsBeiBei der zurKinderbetreuung Kinderbetreuung nach Altersjahrgängen und Migratihintergrund fällt sofort auf, dass bis zu den Altersgruppen unter 3 Jahren diedie Kinder mitmit onshintergrund fällt sofort auf, dass bis zu den Altersgruppen unter 3 Jahren Kinder Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert sind. Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert sind. Der Anteil der betreuten Kinder der Altersgruppe unter 3 Jahren mit Migrationshintergrund hat seit 2009 von 9,4 % auf 11,4 % in 2011 zugenommen (Daten Jugendamt). In Relation Der Anteil derder betreuten Kinder der Altersgruppeimunter Jahren Migrationshintergrund zum Anteil Kinder mit Migrationshintergrund Alter 3von 0 bis mit 3 Jahren (über 50 %) ist hatdies seitnoch 2009sehr vongering. 9,4 % Sobald auf 11,4der % bedarfsgerechte in 2011 zugenommen Jugendamt). Relation Ausbau (Daten für diese AltersgruppeInerreicht ist,Anteil könnte Anteilmitvon Kindern mit Migrationshintergrund da dann die ist zum derder Kinder Migrationshintergrund im Alter von 0steigen, bis 3 Jahren (überz.B. 50 %) Berufstätigkeit der Eltern bei der Vergabe von Plätzen für Kinder mit Vollendung des ersten dies noch sehr gering. Sobald der bedarfsgerechte Ausbau für diese Altersgruppe erreicht unerheblich ist. ist,Lebensjahres könnte der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund steigen, da dann z.B. die BeProjekte wie „Mütterinitiativen“ oder das ins Bildungs- und Teilhabepaket überführte, rufstätigkeit Eltern bei–der VergabeNetzwerk von Plätzen für Kinder und mit Vollendung des ersten ehemalige der Projekt „INES Ingolstädter für ErziehungsSozialkompetenz“ mit Lebensjahres unerheblich ist. ihrem Multiplikatorensystem bewirken, dass Familien mit Migrationshintergrund verstärkt ihre Projekte „Mütterinitiativen“ oderbringen, das ins damit Bildungsundam Teilhabepaket überführte, eheKinder wie in Betreuungseinrichtungen sie früh Bildungssystem teilnehmen und Sprachdefizite aufholen können. malige Projekt „INES – Ingolstädter Netzwerk für Erziehungs- und Sozialkompetenz“ mit Auf die Initiativen wird in einem späteren dass KapitelFamilien näher eingegangen (siehe Seite…). verstärkt ihrem Multiplikatorensystem bewirken, mit Migrationshintergrund ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen bringen, damit sie früh am Bildungssystem teilDer Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den Altersgruppen 3 bis unter 7 Jahre liegt nehmen und Sprachdefizite aufholen können. dagegen deutlich höher. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den Altersgruppen 3 bis unter 7 Jahre liegt dagegen deutlich höher. 76 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 81 D HANDLUNGSFELDER Abb. 72 Betreuung von Kindern bis unter 7 Jahren in Kindertageseinrichtungen Abb. 72 Betreuung von Kindern bis unter 7 Jahren in Kindertageseinrichtungen nach nach dergesprochenen in der FamilieSprache gesprochenen Sprache 2011 der in der Familie 2011 800 700 600 Vorrangig in der Familie gesprochene Sprache Deutsch 500 400 Vorrangig in der Familie gesprochene Sprache Nichtdeutsch 300 200 100 0 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 4 bis unter 5 5 bis unter 6 6 bis unter 7 Jahr Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man die Auswertung nach der in der Familie gespro- Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn die Auswertung der in der Familie chenen Sprache differenziert. Erst ab demman 3. Lebensjahr steigt dienach Betreuungsquote deutlichgesprochenen Sprache differenziert. Erst ab dem 3. Lebensjahr steigt die Betreuungsquote an. deutlich an. Diese Ergebnisse stehen in direktem Zusammenhang mit der Berufstätigkeit von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Die relativ teuren Betreuungsangebote der Kinderkrippen im Vergleich zu Kindergärten für Kinder im Alter von bis 3 Jahren setzen ein Diese Ergebnisse stehen in direktem Zusammenhang mitzuder Berufstätigkeit vonhohes Frauen Familieneinkommen voraus. mit und ohne Migrationshintergrund. Die relativ teuren Betreuungsangebote der Kinderkrippen zu–Kindergärten für Kinderdes im Jugendamtes Alter von bis –zuhäufig 3 Jahren setzen ein Daher im wirdVergleich die Krippe nach den Erfahrungen von Familien hohes Familieneinkommen voraus. gewählt, in denen beide Elternteile berufstätig sind und die Mutter eine gehobene berufliche Qualifikation hat sowie von alleinerziehenden Elternteilen, die auf ein Erwerbseinkommen angewiesen und –bei niedrigem Einkommendes eineJugendamtes Gebührenübernahme die StadtgeDaher wird diesind Krippe nach den Erfahrungen – häufigdurch von Familien erhalten können. wählt, in denen beide Elternteile berufstätig sind und die Mutter eine gehobene berufliche Qualifikation hat sowie von alleinerziehenden Elternteilen, die auf ein Erwerbseinkommen angewiesen sind und bei niedrigem Einkommen eine Gebührenübernahme durch die Stadt erhalten können. 77 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 82 HANDLUNGSFELDER 1.3 Ziele und Planungen D D.1.3 Ziele und Planungen D.1.3 Ziele und 73 Aktuelle Ziele / Qualitäten, ZielführendeMaßnahmen Maßnahmen und und Projekte Projekte im Abb. Abb. 73 Aktuelle ZielePlanungen / Qualitäten, Zielführende im Handlungsfeld D 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Handlungsfeld D 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Abb. 73 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 / 2014 Kurzfristig: 2013 Aktuelle Ziele / Qualitäten Mittelfristig: 2015 – 2019 KurzLangfristig:Mittel2020 Langfristig fristig fristig Aktueller Stand / Bewertung Aktueller Stand / -Planung Bewertung -Durchführung -Planung -Durchführung Aktuelle Ziele / Qualitäten KurzMittelLangAktuelle Ziele / Qualitäten Schaffung gleicher Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und fristig fristig fristig X Durchführung qualitätvolle Fördermaßnahmen. Schaffung gleicher Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und X Durchführung Die Kinder werden gemäß ihrer individuellen Begabungen gefördert und auf qualitätvolle Fördermaßnahmen. X Durchführung einen erfolgreichen Schuleintritt vorbereitet. Die Kinder werden gemäß ihrer individuellen Begabungen gefördert und auf X Durchführung Kinder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen werden bereits im einen erfolgreichen Schuleintritt vorbereitet. vorletzten Kindergartenjahr gemeinsam von Kindertageseinrichtungen und Grundschule in den sog. „Vorkursen“ in Bezug auf diewerden deutsche Sprache X Durchführung Kinder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen bereits im gefördert, im Anschluss den Übergangvon in die Grundschule gut bewältigen vorletzten um Kindergartenjahr gemeinsam Kindertageseinrichtungen und zu können. in den sog. „Vorkursen“ in Bezug auf die deutsche Sprache Grundschule X Durchführung gefördert, um im Anschluss den Übergang in die Grundschule gut bewältigen Sprachfördermaßnahmen werden von Anfang an in den Erziehungs- und zu können. Betreuungsalltag der Kindertageseinrichtungen integriert, damit Kinder den X Durchführung Übergang in die Schule meistern ein entsprechender Bildungserfolg Sprachfördermaßnahmen werden vonund Anfang an in den Erziehungsund D.1.3 Ziele undgutPlanungen erzielt werden kann. Betreuungsalltag der Kindertageseinrichtungen integriert, damit Kinder den X Durchführung Übergang in die Schule gut meistern und ein entsprechender Bildungserfolg Abb.mit73 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Mütter Familien, erzielt werden kann. in denen nicht Deutsch gesprochen wird, werden in sog. Durchführung Handlungsfeld Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung X „Mama lernt Deutsch“D– 1 Kursen sprachlich gefördert. Mütter mit Familien, in denen nicht Deutsch gesprochen wird, werden in sog. X Durchführung Aktueller Beginn der zeitlichen Das deutsche Erziehungs-, Gesundheitssystem wird durch „Mama lernt Deutsch“ – KursenBildungssprachlichund gefördert. Stand / Umsetzbarkeit Multiplikatorinnen mit eigener Migrationserfahrung erläutert. Hier bieten die X Durchführung Bewertung Projekte „Mütterinitiativen“ undBildungs„MIMI“ entsprechende Leistungen an.wird durch Das deutsche Erziehungs-, und Gesundheitssystem Multiplikatorinnen mit eigener Migrationserfahrung erläutert. Hier bieten die Kurzfristig: X Durchführung -Planung 2013 / 2014 Projekte „Mütterinitiativen“ und „MIMI“ entsprechende Leistungen an. -Durchführung Mittelfristig: 2015 – 2019 Zielführende Maßnahmen und Projekte Langfristig: 2020 Zielführende Maßnahmen und Projekte Aktuelle ZieleMaßnahmen / Qualitäten Erhöhung der Bildungschancen bei Kindern Zielführende und Projekte Sozialraumbezogene mehrsprachige Information der Eltern über Angebote der Erhöhung der Bildungschancen bei Kindern Schaffung gleicher Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und frühkindlichen Bildung qualitätvolle Fördermaßnahmen. Sozialraumbezogene mehrsprachige Information der Eltern über Angebote der Weiterentwicklung der Multiplikatiorensysteme wie „Mütterinitiativen“ frühkindlichen Bildung Die Kinder werden gemäß ihrer individuellen Begabungen gefördert und auf einen erfolgreichen Schuleintritt vorbereitet. Einführung des der Projekts „Familienpaten“ (gefördert durch das Weiterentwicklung Multiplikatiorensysteme wie „Mütterinitiativen“ Sozialministerium): niederschwellige kurzzeitige Betreuung von Familien mit Kinder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen werden bereits im Integrationshemmnissen als Schwerpunkt des Projekts Einführung des Projekts „Familienpaten“ (gefördert durch das vorletzten Kindergartenjahr gemeinsam von Kindertageseinrichtungen und Sozialministerium): niederschwellige kurzzeitige Betreuung von Familien mit Grundschule in den sog. „Vorkursen“ in Bezug auf die deutsche Sprache Einführung sog. „Familienpatenschaften“, damit Kinder mit geringen Integrationshemmnissen als Schwerpunkt des Projekts gefördert, um im Anschluss den gemeinsam Übergang inmit dieden Grundschule gutPatenfamilie bewältigen Sprachkenntnissen ihre Freizeit Kindern der zu können. verbringen Einführung können sog. „Familienpatenschaften“, damit Kinder mit geringen Sprachkenntnissen ihre Freizeit gemeinsam mit den Kindern der Patenfamilie Sprachfördermaßnahmen Anfang an in den Erziehungsund Aufbau vonkönnen Gehstrukturenwerden bei denvon Erziehungsberatungsstellen, um Familien verbringen Betreuungsalltag der Kindertageseinrichtungen integriert, damit Kinder den vor Ort in ihrem Sozialraum zu beraten und zu begleiten Übergang in die Schule gut meistern und ein entsprechender Bildungserfolg Aufbau von Gehstrukturen bei den Erziehungsberatungsstellen, um Familien erzielt werden kann. Bedarfsgerechte, sporadische, fachliche Unterstützung von bestehenden vor Ort in ihrem Sozialraum zu beraten und zu begleiten Spielgruppen bzw. Eltern-Kind-Gruppen und weiterer Ausbau solcher Mütter mit Familien, in denen nicht Deutsch gesprochen wird, werden in sog. Angebote Bedarfsgerechte, sporadische, fachliche Unterstützung von bestehenden „Mama lernt Deutsch“ – Kursen sprachlich gefördert. Spielgruppen bzw. Eltern-Kind-Gruppen und weiterer Ausbau solcher Angebote Das deutsche Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitssystem wird durch 78 Multiplikatorinnen mit Stadt eigener Migrationserfahrung erläutert. Hier bieten die Integrationsbericht Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Projekte „Mütterinitiativen“ und „MIMI“ entsprechende Leistungen an. 78 Kurzfristig Mittelfristig X X X X X Planung Durchführung X X X X X Planung Planung Durchführung Planung Durchführung Durchführung Durchführung X X Langfristig Planung X Planung X Planung Durchführung X Planung X Planung Durchführung Planung X X Durchführung X Planung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Zielführende Maßnahmen und Projekte Erhöhung der Bildungschancen bei Kindern Sozialraumbezogene mehrsprachige Information der Eltern über Angebote der frühkindlichen Bildung Weiterentwicklung der Multiplikatiorensysteme wie „Mütterinitiativen“ Einführung des Projekts „Familienpaten“ (gefördert durch das Sozialministerium): niederschwellige kurzzeitige Betreuung von Familien mit Integrationshemmnissen als Schwerpunkt des Projekts Einführung sog. „Familienpatenschaften“, damit Kinder mit geringen Sprachkenntnissen ihre Freizeit gemeinsam mit den Kindern der Patenfamilie X X Planung Durchführung 83 X Planung D HANDLUNGSFELDER 2 Spracherwerb Der Erwerb der deutschen Sprache ist in vielen anderen Handlungsfeldern Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation, insbesondere gilt dies für das Bildungssystem, den Arbeitsmarkt oder die politische Teilhabe. Kommunikation auf Deutsch ist auch im Alltag und zum Aufbau von sozialen Beziehungen ein wichtiges Instrument. Dem Spracherwerb kommt somit im Integrationsprozess eine bedeutende Rolle zu. Mit der Einführung von – für zahlreiche Migrantengruppen verpflichtenden – Deutsch- und Integrationskursen im Zuge des neuen Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 wurde und wird dem Spracherwerb auch seitens des Gesetzgebers eine große Bedeutung zugemessen. In Ingolstadt gibt es verschiedenste Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu erlernen. Oftmals orientieren sich die Angebote an den unterschiedlichen Zielgruppen wie Kindern, Schülern, Studierenden oder Eltern und ermöglichen so eine an die jeweilige Lebenssituation angepasste Sprachförderung. Sprache hat im Prozess der individuellen wie der gesellschaftlichen Integration eine herausgehobene Bedeutung, da sie mehrere Funktionen erfüllt. Sie ist sowohl Medium der alltäglichen Kommunikation als auch eine Ressource, insbesondere bei der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Zudem können Sprachen und Sprachakzente als Symbole von Zusammengehörigkeit oder auch Fremdheit wirken und so zu Abgrenzungen oder Diskriminierungen führen. Ungleichheiten im Zugang zu Bildung, Einkommen, den zentralen Institutionen und gesellschaftlicher Anerkennung sind ebenso wie soziale Kontakte wesentlich, wenngleich nicht allein, durch unzureichende sprachliche Kompetenzen in der jeweiligen Landessprache bedingt. Daraus resultiert ein deutliches Interesse am Erwerb der jeweiligen Landessprache, das von Generation zu Generation beständig ansteigt, wenn die entsprechenden Angebote zum Spracherwerb vorhanden sind / bereitgestellt werden. (vgl. AKI-Forschungsbilanz 4, Hartmut Esser, Migration Sprache und Integration, Arbeitsstelle Interkulturelle Konflikte und gesellschaftliche Integration (AKI) Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Januar 2006). 2.1 im Blickpunkt „Mama lernt Deutsch“ – Kurse Durch die seit 2003 angebotenen „Mama lernt Deutsch“-Kurse der vhs Ingolstadt werden Frauen mit Migrationshintergrund wohnortnah in den verschiedenen Stadtteilen beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt. Die Kurse erfahren stets großen Zuspruch, da sie alltagsnah und auf die Bedürfnisse der Frauen und Kinder zugeschnitten sind (inkl. kostenloser Kinderbetreuung während des Sprachunterrichts). Frauen wie Kinder können dadurch zwischenmenschliche Kontakte aufbauen. Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte in Abschnitt F. 84 HANDLUNGSFELDER 2.2 Aktueller Stand D 2.2.1 Sprachförderbedarf bei Vorschulkindern Sprachstandserhebungen und Sprachförderung im Vorschulalter Es gibt eine beachtliche Anzahl von Kindern in Ingolstadt, die nach ihrer Einschulung ohne vorherige zusätzliche Förderung den fachlichen Anforderungen des Unterrichts nicht folgen können, da sie die deutsche Sprache im üblichen altersgemäßen Umfang nicht, nur rudimentär oder nicht sicher genug beherrschen. Damit wären die Bildungschancen für diese Kinder von vorneherein trotz durchaus guter Anlagen stark eingeschränkt, weil ein sicherer Umgang mit Sprache – vor allem mit begrifflichen Vorstellungen – Grundvoraussetzung für das Verständnis dessen ist, was im Unterricht gelernt werden und später zu entsprechender Qualifizierung im Bildungsbereich führen soll. Die Ursachen für diese Situation sind unterschiedlich: • • • • Es siedeln sich fortlaufend Zuwandererfamilien aus anderssprachigen Ländern in Ingolstadt an, deren Kinder in KiTa oder Schule gehen Manche anderssprachige Familie, die hier auch schon längere Zeit ansässig ist, kann ihre Kinder beim Erwerb der deutschen Sprache nicht im notwendigen Umfang unterstützen Kinder, die auch in der eigenen Sprache keine Sprachstruktur und keine umfassende Begrifflichkeit erwerben können, haben oft große Probleme, dieses Defizit in der „Zweitsprache“ wieder auszugleichen Eine deutschsprachige Umgebung als gutes Sprachvorbild ist oft nicht im notwendigen Maße vorhanden Um diesen Kindern bessere Startbedingungen in der Grundschule zu ermöglichen, wurden in Bayern im Schuljahr 2001/02 die so genannten Vorkurse geschaffen. Dazu stellen die KiTas mittels standardisierter Tests zur Sprachstandserhebung fest, welche Kinder in welcher Intensität gefördert werden müssen. Daraufhin beginnen die betroffenen Kindertagesstätten bereits im vorletzten Kindergartenjahr mit der zusätzlichen Förderung, im letzten Kindergartenjahr fördern KiTa und Schule in den Vorkursen gemeinsam (insgesamt jeweils rund 120 Stunden). Zwischen den Lehrkräften der Schule und den Fachkräften der Kindergärten besteht dabei eine enge Zusammenarbeit. Ziel der Maßnahme ist es, dass alle eingeschulten Kinder dem Unterricht in der deutschen Sprache folgen können. Auf Grund der unterschiedlichen sprachlichen Ausgangssituation bei den Kindern in den Vorkursen, können auch bei dieser Maßnahme nicht alle Defizite im Sprachgebrauch behoben werden. Außerdem muss am Sprachstand eines Fünf- oder Sechsjährigen aufbauend die weitere Sprachentwicklung bei diesen Kindern zusätzlich gefördert werden. Deshalb wird die Sprachförderung in der Schule für einen Teil der Kinder in Deutschfördergruppen, bekannt auch als „Sprachlernklassen“ und in flexibel einsetzbaren „Förderstunden Deutsch“ weiter intensiv neben dem sonstigen Unterricht betrieben. 85 D HANDLUNGSFELDER Abb. 74 Ergebnisse von Sprachstandserhebungen in Kindertageseinrichtungen Abb. 74 Ergebnisse von Sprachstandserhebungen in Kindertageseinrichtungen bei bei der Schuleinschreibung Kinder mit nichtdeutscher der Schuleinschreibung für Kinder mit für nichtdeutscher Muttersprache Muttersprache Abb. 74 Ergebnisse von Sprachstandserhebungen in Kindertageseinrichtungen bei Schuleinschreibung (jeweils April) der Schuleinschreibung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache 2009 Anzahl % Einschulungskinder mit nichtdeutscher Familiensprache insgesamt 406 257 68 146 257 4 68 39 in DiagnoseVorkursund Förderklasse davon in keinem nicht sprachbed. davon inZurückstellungen Regelklasse ohne weiterer Förd. in Regelklasse mit weiterer Förd. davon in keinem Vorkurs in Diagnose- und Förderklasse davon in Regelklasse ohne weiterer Förd. Zurückstellungen nicht sprachbed. 4 149 39 90 33 149 . 90 . in Regelklasse mit weiterer Förd. in Diagnose- und Förderklasse 2009 - 2012 Anzahl % 406 396 411 100% 427 100%20091-640 2009 100% 2010 100% 2011 2012 2012 100% Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % davon in Vorkurs Einschulungskinder mit nichtdeutscher davon in Regelklasse ohne weitere Förd. Familiensprache insgesamt in Regelklasse mit weiterer Förd. davon ininVorkurs Diagnose- und Förderklasse davon in Regelklasse nicht ohne sprachbed. weitere Förd. Zurückstellungen in Regelklasse mit weiterer Förd. 2010 2011 2012 Anzahl % Anzahl % Anzahl % Schuleinschreibung (jeweils April) 146 33 . Schulanfänger insgesamt nicht sprachbed. Zurückstellungen 1 107. Anteil der Kinder insgesamt mit nichtdeutscher Schulanfänger Familiensprache 137% 107 37% Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache * Daten der amtlichen Schulstatistik 2012 liegen noch nicht vor. 100% 63% 27% 57% 63% 2% 27% 15% 57% 2% 37% 15% 60% 22% 37% . 60% . 22% . . 396 256 80 131 2567 80 38 131 7 140 38 60 58 140 . 60 . 58 . 1 099 . 100% 411 65% 31% 51% 65% 3% 31% 15% 100% 427 100% 1 640 100% 238 58% 246 58% 997 61% 91 38% 87 36% 33% 326 103 43% 129 52% 51% 509 238 6 58%3% 246 6 58% 2% 997 2361% 2% 9138 38% 16% 87 24 36%10% 326 13933% 14% 51% 3% 35% 15% 43% 41% 103 43% 6 3% 173 42% 3897 16% 56% 129 52% 51% 509 6181 2%42% 23 643 2% 39% 24103 10%57% 139 35014% 54% 173 8 97 19 49 8 119 083 181 42% 643 39% 8 4% 3% 21 103 57% 54% 350 14 8% 12% 76 56 31% 31% 196 8 4% 3% 21 * 14 8% 12% 76 49 35% . 43% . 41% . . 36% 1 099 38% 1 083 36% 38% 28% 42% 5% 56% 11% 28% 5% 11% 56 31% 196 31% * * Daten der amtlichen Schulstatistik 2012 liegen noch Bayer. nicht vor.Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Schulverwaltungsamt, Schulanfänger: Quelle: Schulverwaltungsamt, Schulanfänger: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Schulverwaltungsamt, Schulanfänger: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 75 Sprachstandserhebung von Einschulungskindern mit nichtdeutscher Abb. 75 Sprachstandserhebung von Einschulungskindern mit nichtdeutscher Familiensprache in Ingolstadt insgesamt bis 2012 Abb. 75 Sprachstandserhebung von 2009 Einschulungskindern mit nichtdeutscher Familiensprache in Ingolstadt insgesamt Familiensprache in Ingolstadt insgesamt 2009 bis 20122009 bis 2012 1 200 1 200 1 000 Zurückstellungen nicht sprachbedingt 1 000 Zurückstellungen nicht sprachbedingt 800 800 in Diagnose- und Förderklasse in Diagnose- und Förderklasse 600 600 400 400 in Regelklassemit mitweiterer weiterer Förderung in Regelklasse Förderung 200 200 00 in Regelklasse Förderung in Regelklasseohne ohneweitere weitere Förderung Kindermit mitVorkurs Vorkurs Kinder Quelle: Staatliches Schulamt Ingolstadt Quelle: Staatliches Schulamt Ingolstadt Quelle: Staatliches Schulamt Ingolstadt Kinder ohne Vorkurs Kinder ohne Vorkurs Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 81 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 81 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 86 HANDLUNGSFELDER Die Tabelle und das Diagramm zeigen folgende Erkenntnisse bezogen auf die Jahre 2009 bis 2012: • • • • D Knapp zwei Drittel der Kinder (rund 1 000 in vier Jahren) in Kinderbetreuung, in deren Familien nicht Deutsch gesprochen wird, besuchen einen Vorkurs; mehr als ein Drittel dieser Kinder (von 2009 bis 2012 rund 650) besuchen keinen Vorkurs in Deutsch 350 Kinder ohne Vorkurs und rund 330 mit Vorkurs besuchen in den letzten vier Jahren eine Regelklasse ohne weitere Förderung Fast 510 Kinder mit Vorkurs in diesen vier Jahren besuchen eine Regelklasse mit weiterer Förderung, bei den Kindern ohne Vorkurs waren es knapp 200 Prozentual betrachtet, geht mehr als die Hälfte der Kinder mit Vorkurs in eine Regelklasse mit Förderung (roter Säulenabschnitt links), mehr als die Hälfte der Kinder ohne Vorkurs geht in eine Regelschule ohne Förderung (blauer Säulenabschnitt rechts) Nach Beobachtungen der Schulen stellen sich auch auf Grund der verschiedenen Voraussetzungen unterschiedlich schnell und umfangreich Erfolge ein. Günstig wirkt sich ein deutschsprachiges Umfeld oder eine zusätzliche Förderung in der Familie aus. Wenn in der Familie und im Umfeld des Kindes überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird, geht es meist langsam voran. Grund dafür ist, dass ein Kind in diesem Alter Sprache nicht nach Regeln (Grammatik, Wörterlisten) lernt, sondern Strukturen und Begriffsvorstellungen in erster Linie über das Hören und Sprechen aufgebaut werden. Trotzdem haben sich die Vorkurse als ein unverzichtbarer Bestandteil der Sprachförderung herausgestellt, der – als ein Element neben anderen – die sprachliche Integration verbessert und damit die Möglichkeit die Bildungschancen wahrzunehmen. 87 D HANDLUNGSFELDER Entwicklung Vorkurse Deutsch Entwicklung Vorkurse Deutsch Abb. vom Schuljahr Schuljahr2009/2010 2009/2010 bis 2012/2013 Abb.76 76Entwicklung Entwicklung der der Vorkurse Vorkurse Deutsch Deutsch vom bis 2012/2013 (jeweils zum Beginn des Schuljahres) (jeweils zum Beginn des Schuljahres) Vorkursgruppen 400 358 350 Anzahl Vorkurskinder Vorkurskinder 301 300 311 298 250 200 150 100 50 0 37 35 34 33 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Schuljahr Quelle: Staatliches Schulamt Ingolstadt Quelle: Staatliches Schulamt Ingolstadt Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Vorkurse Deutsch umfassen insgesamt 240 Stunden. Je zur Hälfte werden sie vom Diepädagogischen Vorkurse Deutsch umfassen insgesamt 240 zur Hälfte werden vom Personal des Kindergartens und Stunden. im letzten Je Kindergartenjahr durchsie eine pädagogischen Kindergartens und im letzten Kindergartenjahr durch eine Lehrkraft an derPersonal jeweiligendes Grundschule angeboten. Ein Vorkurskind erhält somit von Januar bis Juli des vorletzten Kindergartenjahres 40 Lehrkraft an der jeweiligen Grundschule angeboten. Stunden Sprachförderung durch das pädagogische Personal im Kindergarten. Im letzten 40 Ein Vorkurskind erhält somit von Januar bis Juli des vorletzten Kindergartenjahres Kindergartenjahr erhält es 80 Stunden (ca. 2 Std. pro Woche) durch das pädagogische Stunden Sprachförderung durch das pädagogische Personal im Kindergarten. Im letzten Personal des Kindergartens und 120 Stunden (ca. 3 Std. pro Woche) durch eine Lehrkraft an Kindergartenjahr der Grundschule.erhält es 80 Stunden (ca. 2 Std. pro Woche) durch das pädagogische Personal des Kindergartens 120 Stunden (ca.in3 Ingolstadt Std. pro Woche) durch Lehrkraft Am Vorkurs Deutsch nehmenund im Schuljahr 2012/13 insgesamt 311 eine Kinder in 33 anVorkursgruppen der Grundschule. teil. Fast jedes vierte Kind erhält insofern vor der Einschulung eine intensive Imnehmen Vergleichim zum Durchschnittswert Schuljahre 2009/10 bis AmSprachförderung. Vorkurs Deutsch Schuljahr 2012/13 inder Ingolstadt insgesamt 3112012/13 Kinder in ist die Anzahl der Vorkurskinder im Schuljahr 2012/13 leicht unterdurchschnittlich, 33 Vorkursgruppen teil. Fast jedes vierte Kind erhält insofern vor der Einschulungjedoch eine inhöher Sprachförderung. als in den zwei Vorgängerschuljahren tensive Im Vergleich zum. Durchschnittswert der Schuljahre 2009/10 bis 2012/13 ist die Anzahl der Vorkurskinder im Schuljahr 2012/13 leicht unterdurchschnittlich, Im Schuljahr 2012/13 sind an den Grundschulen Ungernederstraße 83 Vorkurskinder in 7 jedoch höherStollstraße als in den 50 zweiKinder Vorgängerschuljahren. Gruppen, in 5 Gruppen, Lessingstraße 48 Kinder in 5 und Pestalozzistraße 39 Kinder in 5 Gruppen. Im Schuljahr 2012/13 sind an den Grundschulen Ungernederstraße 83 Vorkurskinder in 7 Weitergehende Ausführungen Sprachstandserhebungen Vorkursen Gruppen, Stollstraße 50 Kinderzu in 5den Gruppen, Lessingstraße 48sowie Kinderzuinden 5 und PestalozDeutsch enthält der aktuelle Bildungsbericht der Stadt Ingolstadt. zistraße 39 Kinder in 5 Gruppen. Die Sprachstandsuntersuchungen von 2009 bis 2012 zeigen, dass mittlerweile deutlich mehr Weitergehende Ausführungen zu den Sprachstandserhebungen sowieverfügen zu den und Vorkursen Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache über bessere Deutschkenntnisse sich Deutsch enthält der aktuelle Bildungsbericht der Stadt Ingolstadt. eine Kursteilnahme damit erübrigt. Teilnahmerückgang ist damitvon zu 2009 begründen, dass rechtliche Möglichkeitendeutlich zur DieDer Sprachstandsuntersuchungen bis 2012 zeigen, dass mittlerweile Teilnahmeverpflichtung fehlen, selbst wenn ein Sprachförderbedarf festgestellt wird. mehr Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache über bessere Deutschkenntnisse verfügen als in der Vegangenheit und sich eine Kursteilnahme damit erübrigt. 83 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Der Teilnahmerückgang ist damit zu begründen, dass rechtliche Möglichkeiten zur Teilnahmeverpflichtung fehlen, selbst wenn ein Sprachförderbedarf festgestellt wird. 88 HANDLUNGSFELDER 2.2.2 Integrationskurse D Seit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 01. Januar 2005 werden Eingliederungsbemühungen von rechtmäßig im Bundesgebiet lebenden Ausländern durch Integrationskurse unterstützt. Ziel der Integrationskurse ist es, den Ausländern die Sprache, die Rechtsordnung, die Kultur und die Geschichte Deutschlands erfolgreich zu vermitteln. Ausländer sollen dadurch mit den Lebensverhältnissen im Bundesgebiet so weit vertraut werden, dass sie ohne die Hilfe oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbstständig handeln können. Das Aufenthaltsgesetz sieht spezielle Regelungen zur Teilnahmeberechtigung und zur Teilnahmepflicht an Integrationskursen vor. Nähere Informationen hierzu gibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf seinen Internetseiten www.bamf.de. Jeder Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs. Der allgemeine Integrationskurs dauert 660 Stunden, je nach Ausrichtung des Kurses kann die Gesamtdauer auch bis zu 960 Stunden betragen. Der Sprachkurs ist Teil des Integrationskurses. Er dauert im allgemeinen Integrationskurs insgesamt 600 Stunden, in den Spezialkursen bis zu 900 Stunden. Im Sprachkurs werden wichtige Themen aus dem alltäglichen Leben behandelt, z. B. • Einkaufen/Handel/Konsum • Wohnen • Gesundheit und Hygiene/menschlicher Körper • Arbeit und Beruf • Aus- und Weiterbildung • Betreuung und Erziehung von Kindern • Freizeit und soziale Kontakte • Medien und Mediennutzung Außerdem lernt man, auf Deutsch Briefe und E-Mails zu schreiben, Formulare auszufüllen, zu telefonieren oder sich auf eine Arbeitsstelle zu bewerben. Die Themen variieren, je nach Kursart (z. B. Jugendintegrationskurs mit Thema Bewerbung um einen Ausbildungsplatz). Im Verlauf des Sprachkurses erfolgen Zwischentests zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung am Ende des Integrationskurses. Im Anschluss an den Sprachkurs folgt der Orientierungskurs. Er dauert 60 Stunden. Inhalte des Orientierungskurses sind, z. B. • deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur • Rechte und Pflichten in Deutschland • Formen des Zusammenlebens in der Gesellschaft • Werte, die in Deutschland wichtig sind, z. B. Religionsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung Der Orientierungskurs schließt mit dem Abschlusstest ab. Es gibt Vollzeit- und Teilzeitkurse. Grundsätzlich wird der Integrationskurs in Vollzeit besucht. Ein Teilzeitkurs bietet sich in Ausnahmefällen an, beispielsweise bei Berufstätigkeit. Möglich sind dann auch Nachmittags- und Abendkurse. Vor Beginn des Integrationskurses führt der Kursträger einen Einstufungstest durch. Das Ergebnis hilft ihm zu entscheiden, mit welchem Kursabschnitt die Teilnehmer beginnen sollten und ob ein spezieller Integrationskurs sinnvoll wäre. 89 D HANDLUNGSFELDER Wer immer ordnungsgemäß am Unterricht teilgenommen, das volle Stundenkontingent des Integrationskurses ausgeschöpft, aber in der Sprachprüfung des Abschlusstests mit A2 anstelle von B1 abschlossen hat, kann einen Antrag auf einmalige Wiederholung von 300 Unterrichtsstunden stellen und dann auch noch einmal kostenlos an der SprachprüWer immer ordnungsgemäß am Unterricht teilgenommen, das volle Stundenkontingent des fung teilnehmen. ausgeschöpft, aber in der Sprachprüfung des Abschlusstests mit A2 Integrationskurses anstelle von B1 abschlossen hat, kann einen Antrag auf einmalige Wiederholung von 300 Folgende Institutionen bieten in dann Ingolstadt an: an der Sprachprüfung Unterrichtsstunden stellen und auch Integrationskurse noch einmal kostenlos teilnehmen. • IFF (Integrationskurse für Frauen), Manisastr. 1, 85057 Ingolstadt • Internationaler Kulturverein, Sprachakademie e.V. Folgende Institutionen bieten in Ludwigstr. Ingolstadt Integrationskurse an: • Inlingua Sprachcenter, 18, 85049 Ingolstadt  IFF (Integrationskurse für Frauen), Manisastr. 1, 85057 Ingolstadt 10 - 12, 85049 Ingolstadt  Tränktorstr. Inlingua Sprachcenter, Ludwigstr. 18, 85049 Ingolstadt •  Kolping Akademie, Johannesstr. 11, 85049 Ingolstadt Internationaler Kulturverein, Sprachakademie e.V., Tränktorstr. 10 - 12, 85049 • Volkshochschule Ingolstadt, Hallstr. 5, 85049 Ingolstadt Ingolstadt •  Bis einschließlich 2011 hat auch 11, die85049 in-arbeit GmbH Kolping - Akademie, Johannesstr. Ingolstadt  Integrationskurse Volkshochschule Ingolstadt, Hallstr. 5, 85049 Ingolstadt durchgeführt  Bis einschließlich 2011 hat auch die in-arbeit GmbH Integrationskurse durchgeführt. Abb. derverschiedenen verschiedenen Anbieter Abb. 77 77 Teilnehmer Teilnehmer an an Integrationskursen Integrationskursen der Anbieter in Ingolstadt in Ingolstadt 2008 bis 2011 2008 bis 2011 400 350 300 250 365 290 307 329 200 150 100 50 0 2008 Quellen: Anbieter derIntegrationskurse Integrationskurse Quellen: Anbieter der 2009 2010 2011 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Insgesamt nahmen in den Jahren 2008 bis 2011 bei den sechs Kursanbietern rund 1 300 Insgesamt in den Jahren 2008 sechs Kursanbietern rund 1 300 Personen nahmen an den Integrationskursen teil.bis Die2011 Zahlbei derden Teilnehmer ist seit 2008 beständig Personen anGegenüber den Integrationskursen teil. Die Zahl deroder Teilnehmer ist seit 2008 beständig gestiegen. 2008 waren es 2011 75 Personen 25 % mehr. gestiegen. Gegenüber 2008 waren es 2011 75 Personen oder 25 % mehr. 85 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 90 HANDLUNGSFELDER D Abb. 78 Statistische Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Abb. 78zu Statistische Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu den den geförderten Integrationskursen geförderten Integrationskursen neue Kursteilnehmer 272 130 Kursabsolventen 269 80 begonnene Kurse 10 beendete Kurse 5 0 24 23 50 2011 Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 100 150 200 250 300 1. Halbjahr 2012 Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Eine Zeitreihe, die gesicherte Aufschlüsse über erfolgreiche Abschlüsse der IntegrationsEine gibt, Zeitreihe, dievor.gesicherte Aufschlüsse über und erfolgreiche Abschlüsse kurse liegt nicht Das Bundesamt für Migration Flüchtlinge hat für dasder Jahr Integrationskurse gibt, liegt nicht vor. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatzufürden 2011 und für das 1. Halbjahr 2012 die in obigem Diagramm dargestellten Daten das Jahr 2011 und für das 1. Halbjahr 2012 die in obigem Diagramm dargestellten Daten zu geförderten Integrationskursen veröffentlicht. den geförderten Integrationskursen veröffentlicht. Wird derder Umstand, dassdass Teilnahme und Abschlüsse nicht nicht unbedingt im gleichen BetrachWird Umstand, Teilnahme und Abschlüsse unbedingt im gleichen tungszeitraum liegen, vernachlässigt, so ist festzustellen, dass derdass Anteil KursabsolBetrachtungszeitraum liegen, vernachlässigt, so ist festzustellen, derder Anteil der Kursabsolventen in den Bezug zu den Kursteilnehmern sehrist. hoch ist. venten in Bezug zu Kursteilnehmern sehr hoch 86 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 91 D HANDLUNGSFELDER 2.2.3 Sprachkurse der Volkshochschule D 2.2.3 Sprachkurse Sprachkurs Deutschder alsVolkshochschule Fremdsprache Sprachkurs Deutsch als Fremdsprache Abb. 79 Entwicklung des Fachbereiches Deutsch als Fremdsprache Abb. 79 an Entwicklung des Fachbereiches Deutsch als Fremdsprache an der vhs der vhs Ingolstadt Ingolstadt Jahr Anzahl der Veranstaltungen und Kurse 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Teilnehmerzahl 28 33 36 36 45 55 76 87 94 94 Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Doppelstunden (90 Minuten) 329 443 401 382 516 695 1 005 1 171 1 318 1 228 616 764 1 021 1 068 1 102 1 252 1 249 1 564 1 995 1 727 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Angeboten im Bereich Deutsch als Fremdsprache der Volkshochschule Ingolstadt hat währendimder letztenDeutsch zehn Jahre Die Anzahl deran Teilnehmerinnen und Teilnehmer an sich Angeboten Bereich als Fremdsprache anZu der Volkshochschule Ingolstadt hat sich während zehn Jahre fast vervierfacht. den Veranstaltungen und Kursen zählen neben der denletzten fortlaufenden einfast vervierfacht. Zu den Veranstaltungen und Kursen zählen neben den fortlaufenden semestrigen Sprachkursen auch die schuljahrbegleitenden Kurse für Frauen und Kinder, einsemestrigen Sprachkursen auch die schuljahrbegleitenden Kurse für Frauen und Kinder, ebenso wie Sprachprüfungen. ebenso wie Sprachprüfungen. Die positive Entwicklung liegt einerseits am systematischen Ausbau des ProgrammangeDie positive Entwicklung liegt einerseits am systematischen Ausbau des Programmangebots, bots, den die Volkshochschule in Anlehnung an internationale Standards in den vergangeden die Volkshochschule in Anlehnung an internationale Standards in den vergangenen nen Jahren betrieben hat. Darunter fällt etwa das Angebot, auf nahezu allen Niveaustufen Jahren betrieben hat. Darunter fällt etwa das Angebot, auf nahezu allen Niveaustufen ein ein international anerkanntes Sprachzertifikat ablegen zu können. Die Volkshochschule international anerkanntes Sprachzertifikat ablegen zu können. Die Volkshochschule ist als ist als einziges Prüfungszentrum in Ingolstadt zur Abnahme der renommierten Goetheeinziges Prüfungszentrum in Ingolstadt zur Abnahme der renommierten Goethe-Zertifikate Zertifikate berechtigt. berechtigt. Andererseits führtdie dieÄnderung Änderungdes desZuwanderungsgesetzes Zuwanderungsgesetzes (2005) Einführung Andererseits führt (2005) mit mit der der Einführung von von verpflichtenden Integrationskursen Neuzuwanderer ausNicht-EU-Staaten Nicht-EU-Staatenzu zu einer verpflichtenden Integrationskursen für für Neuzuwanderer aus einer stärkeren Nachfrage Nachfrage nach nachDeutschkursen Deutschkursenund und-prüfungen. -prüfungen. Auch die Änderungen im stärkeren Auch die Änderungen im EinEinbürgerungsverfahren (2007) bringen mehr Sprachprüfungen an die Volkshochschule. Seit bürgerungsverfahren (2007) bringen mehr Sprachprüfungen an die Volkshochschule. Seit 2008 ist ist der der politische politische Test Test neuer neuer Bestandteil Bestandteil der der Einbürgerungsprüfung Einbürgerungsprüfung und in der der 2008 und wird wird in Region ausschließlich von Volkshochschulen abgenommen. Seit zwei Jahren kümmert sich Region ausschließlich von Volkshochschulen abgenommen. Seit zwei Jahren kümmert die Volkshochschule verstärkt um die Sprachförderung von schulpflichtigen Migranten, die sich die Volkshochschule verstärkt um die Sprachförderung von schulpflichtigen Migranaufgrund der nicht vorhandenen oder schlechten Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht ten, die aufgrund der nicht vorhandenen oder schlechten Deutschkenntnissen dem Unterfolgen können. Die Wirtschaftskrise in einigen europäischen Nachbarländern lässt diese richt nicht folgen können. Dieanwachsen. Wirtschaftskrise in einigen europäischen Nachbarländern Zielgruppe im Moment ständig lässt diese Zielgruppe im Moment ständig anwachsen. 87 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 92 HANDLUNGSFELDER Einbürgerungstests D Einbürgerungstests Einbürgerungstests Abb. 80 Prüfungsteilnahmen für die Einbürgerung 2008 bis 2012 Abb. 80 Prüfungsteilnahmen für die Einbürgerung 2008 bis 2012 Abb. 80 Prüfungsteilnahmen für die Einbürgerung 2008 bis 2012 Test Deutsch Alpha Test Deutsch 31 Alpha 31 Test Deutsch A2 125 Test Deutsch A2 125 Einbürgerungstest 778 Einbürgerungstest 778 Zertifikat B1 300 Zertifikat B1 300 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb.81 81 Einbürgerungsprüfungen Einbürgerungsprüfungen nach Prüfungstypen 2008 2008 bis 2012 Abb. nach Prüfungstypen bis 2012 200 81 Einbürgerungsprüfungen nach Prüfungstypen 2008 bis192 Abb. 2012 181 200 150 144 150 144 92 70 50 43 50 43 0 92 103 100 4 4 158 158 103 100 0 192 181 70 70 68 70 68 33 19 16 33 3 19 16 2008 2009 3 8 2010 2008 Test Deutsch Alpha 2009 2010 Test Deutsch A2 Test Deutsch Alpha Test Deutsch A2 Quelle: Volkshochschule Ingolstadt 8 19 19 0 2011 0 11 11 2012 2011 Zertifikat B1 2012 Einbürgerungstest Zertifikat B1 Einbürgerungstest Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Quelle: Volkshochschule Ingolstadt Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Um einen Anspruch auf Einbürgerung geltend zu machen, müssen seit Änderung des Zuwanderungsgesetzes August 2007 geltend u. a. Deutschkenntnisse auf der Niveaustufe B1des Um einen Einbürgerung zu machen, machen,müssen müssen seit Änderung Um einenAnspruch Anspruchauf aufim Einbürgerung geltend zu seit Änderung des (Prüfung Zertifikat Deutsch B1) und der Rechtsund Gesellschaftsordnung bzw. der Zuwanderungsgesetzes im im August August 2007 2007 u. B1 B1 Zuwanderungsgesetzes u. a. a. Deutschkenntnisse Deutschkenntnisseauf aufder derNiveaustufe Niveaustufe Lebensverhältnisse Deutschland (Einbürgerungstest) nachgewiesen werden. (Prüfung Zertifikat in Deutsch B1) und der Rechts- und Gesellschaftsordnung bzw. der (Prüfung Zertifikat Deutsch B1) und der Rechts- und Gesellschaftsordnung bzw. der LeLebensverhältnisse in Deutschland(Einbürgerungstest) (Einbürgerungstest) nachgewiesen werden. bensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen werden. 88 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 88 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 93 D HANDLUNGSFELDER Die vhs Ingolstadt ist berechtigt, alle für die Einbürgerung erforderlichen Prüfungen abzunehmen. Test Deutsch Alpha (von Anfang 2008 bis Ende 2012: 31 Prüfungen) 2008 4 2011 8 2009 16 2012 - 2010 3 Auch Analphabeten müssen den Einbürgerungstest schriftlich absolvieren, eine mündliche Abnahme wird von der Bayerischen Staatsregierung nicht anerkannt. Das Bestehen der Einbürgerungsprüfungen ist für diese Gruppe nahezu unmöglich, die Nachfrage nach dem Sprachtest entsprechend zurückgegangen. Test Deutsch A2 (von Anfang 2008 bis Ende 2012: 125 Prüfungen) 2008 43 2011 19 2009 33 2012 11 2010 19 Die bestandene Prüfung Test Deutsch A2 wird nur noch im Fall einer Ermessungseinbürgerung von der Einbürgerungsbehörde als Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse anerkannt. Die vhs Ingolstadt ist seit 2009 eines von insgesamt drei Prüfungszentren in Oberbayern, seit 2013 sogar das einzige neben München (im Regierungsbezirk). Zertifikat Deutsch B1 (von Anfang 2008 bis Ende 2012: 375 Prüfungen) 2008 75 2011 70 2009 70 2012 68 2010 92 Das Zertifikat Deutsch B1 wurde durch den Deutschtest für Zuwanderer als Abschlussprüfung der Integrationskurse in Deutschland ersetzt. Aus diesem Grund nehmen nur noch Personen an der Zertifikatsprüfung teil, die keinen Integrationskurs für die Einbürgerung absolviert haben. Dies hatte eine Verringerung der Teilnehmerzahlen zur Folge. Einbürgerungstest (von Anfang 2008 bis Ende 2012: 778 Prüfungen) 2008 103 2011 192 2009 144 2012 158 2010 181 Die vhs Ingolstadt ist das größte und bedeutendste Prüfungszentrum in der Region für den Einbürgerungstest, der noch an den Volkshochschulen Neuburg, Beilngries und Pfaffenhofen abgelegt werden kann. Sie bietet diese Prüfung als einzige bereits seit Ende 2007 alle drei Monate an. 94 HANDLUNGSFELDER Projekt „Mama lernt Deutsch“ D Projekt „Mama lernt Deutsch“ Abb. 82 Entwicklung des Projekts „Mama lernt Deutsch“ Abb. 82 Entwicklung des Projekts "Mama lernt Deutsch" (Anzahl der teilnehmenden (Anzahl der teilnehmenden Mütter) Schuljahr 2003/04 bis 2011/12 Mütter) Schuljahr 2003/04 bis 2011/12 200 181 180 160 144 140 144 127 120 111 100 78 80 55 60 40 48 35 20 0 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 Schuljahr Quelle: Schulverwaltungsamt Quelle: Schulverwaltungsamt Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Volkshochschule bietet in Kooperation mit dem Jugendamt Müttern mit ausländischer Die Volkshochschule bietet in Kooperation mit dem Jugendamt Müttern mit ausländischer Herkunft unmittelbaremSozialraum Sozialraum diesen Herkunft„Mama „Mamalernt lerntDeutsch“-Kurse Deutsch“-Kurse in in deren deren unmittelbarem an.an. MitMit diesen Kursen soll zum eigenen deutschen Spracherwerb und auch zur Sprachentwicklung Kursen soll zum eigenen deutschen Spracherwerb und auch zur Sprachentwicklung derder Kinder in in frühem Mütter können könnenihre ihreKinder KinderimimSchulalltag Schulalltag Kinder frühemAlter Alterbeigetragen beigetragen werden. werden. Die Die Mütter besser unterstützen. Der deutschen Sprache mächtig zu sein, erleichtert nicht nurnur den besser unterstützen. Der deutschen Sprache mächtig zu sein, erleichtert nicht den Umgang im Alltag (mit Behörden, dem Arzt, der Schule oder dem Kindergarten), sondern Umgang im Alltag (mit Behörden, dem Arzt, der Schule oder dem Kindergarten), sondern verhindert auch soziale Isolation, schafft Anschluss und fördert die Unterstützung der verhindert auch soziale Isolation, schafft Anschluss und fördert die Unterstützung der eieigenen Kinder beim Erwerb der deutschen Sprache. genen Kinder beim Erwerb der deutschen Sprache. 2003/04 startete das Projekt an einer Kindertageseinrichtung mit einem Grund- und einem 2003/04 startete Projekt an einer Kindertageseinrichtung mit einem und einem Aufbaukurs. Imdas folgenden Schuljahr wurde „Mama lernt Deutsch“ an Grund5 Einrichtungen Aufbaukurs. folgenden Schuljahr wurde „Mama lernt Deutsch“ an 5 Einrichtungen angeboten, Im 2005/06 an 4 Einrichtungen. Die Spitze 2006/07 ist in Zusammenhang mit einemangeboten, 2005/06 an Dieerklären, Spitze 2006/07 ist in Zusammenhang an mit einem Informationsbrief zu4 Einrichtungen. den Kursen zu den der Oberbürgermeister alle nichtdeutschen zu Familien mit Kleinkindern hat und der Ausweitung auf 9 Informationsbrief den Kursen zu erklären, geschickt den der Oberbürgermeister an alle nichtdeutMaßnahmen. laufen die Kurse an 7 bis 11und Einrichtungen. schen FamilienSeitdem mit Kleinkindern geschickt hat der Ausweitung auf 9 Maßnahmen. Seitdem laufen die Kurse an 7 bis 11 Einrichtungen. Da diese Regelung mit der aktuell hohen Zuwanderung von Europäern nicht mehr kompatibel ist, dürfen seit Herbst 2012 nun auch Neuzuwanderinnen und Asylbewerberinnen Starre Förderrichtlinien, nach denen die Teilnehmerinnen mindestens seit zwei Jahren in an den Kursen teilnehmen. Deutschland leben müssen und keinen Deutschkurs besucht haben dürfen, führten zu Teilnahmerückgängen. Da diese Regelung mit der aktuellen hohen Zuwanderung von Europäern nicht mehr kompatibel ist, dürfen seit Herbst 2012 nun auch Neuzuwanderinnen und Asylbewerberinnen an den Kursen teilnehmen. 90 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 95 Abb. 83 Entwicklung Sprachförderung für schulpflichtige Migranten Abb. 83 Entwicklung Sprachförderung für schulpflichtige Migranten Schuljahr Anzahl der Kurse Teilnehmerzahl 1 3 6 Quelle:Volkshochschule Ingolstadt Quelle:Volkshochschule Ingolstadt Zielgruppe dieser Deutschkurse 17 50 85 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Teilnehmerzahl 2010/11 2011/12 2012/13 1 3 6 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Sonstige Sprachkurse 96 91 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 17 50 85 Darstellung:und Statistik und Stadtforschung sind Schülerinnen Schüler aus Ingolstadt mit Migrationshintergrund, die aufgrund fehlender Deutschkenntnisse dem Schulunterricht nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht folgen können. Die Kurse finden zweimal wöchentlich an Zielgruppe dieser Deutschkurse sindkostenfrei Schülerinnen und Schüler aus Ingolstadt der Volkshochschule statt und können besucht werden. Der Unterricht für die mit Migrationshintergrund, aufgrund fehlender aufgenommen, Deutschkenntnisse dem Schulunterricht Zielgruppe wurde 2010die spontan ins Programm weil festzustellen war, dass nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht folgen können. Die Kurse findenDies zweimal wöchentlich vermehrt Kinder ohne Deutschkenntnisse an die Schulen kamen. liegt daran, dass an der Volkshochschule statt und können kostenfrei besucht werden. Der Unterricht für die die Stadt Ingolstadt in den letzten Jahren einen vermehrten Zuzug von Familien mit KinZielgruppe wurde 2010 spontan ins Programm aufgenommen, weil festzustellen war, dass dern im schulpflichtigen Alter aus dem nicht deutschsprachigen Ausland verzeichnet. Der vermehrt Kinder ohne Deutschkenntnisse an die Schulen kamen. Dies liegt daran, dass die Zuzug erfolgt meistens nicht zu Schuljahresbeginn, sondern erstreckt sich über das ganze Stadt Ingolstadt in den letzten Jahren einen vermehrten Zuzug von Familien mit Kindern im Jahr. schulpflichtigen Alter aus dem nicht deutschsprachigen Ausland verzeichnet. Der Zuzug erfolgt meistens nicht zu Schuljahresbeginn, sondern erstreckt sich über das ganze Jahr. 2011 etwa wurden 190 Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren gemeldet und 131 Kinder von 2011 etwa wurden 190 Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren gemeldet und 131 Kinder von 7 – 15 7 – 15 Jahren (Quelle: Amt für Statistik der Stadt Ingolstadt). Man kann davon ausgehen, Jahren (Quelle: Amt für Statistik der Stadt Ingolstadt). Man kann davon ausgehen, dass die dass die Hälfte dieser Kinder vor der Meldung in Ingolstadt schon in Deutschland gelebt Hälfte dieser Kinder vor der Meldung in Ingolstadt schon in Deutschland gelebt hat, während hat,andere während die andere Hälfte neu zugewandert ist; auf alle Sprachförderung sind auf Sprachförderung ange-Die die Hälfte neu zugewandert ist; alle sind angewiesen. wiesen. DieHerkunftsländer wichtigsten Herkunftsländer sind Rumänien, Russland, Rumänien, Griechenland, wichtigsten derzeit sind derzeit Russland, Griechenland, Mazedonien, Mazedonien, Kosovo und Türkei. Die Volkshochschule als zentraler Unterrichtsort in der hat Kosovo und Türkei. Die Volkshochschule als zentraler Unterrichtsort in der Stadtmitte Stadtmitte hat sich bewährt, da die Kinder über das ganze Stadtgebiet verteilt leben. Es an sich bewährt, da die Kinder über das ganze Stadtgebiet verteilt leben. Es gibt jedoch auch gibt jedoch auch an der GSund Lessingstraße und der Sir-William-Herschel der GS Lessingstraße der Sir-William-Herschel MittelschuleMittelschule je eine jevhseine vhs-Sprachkursgruppe. Die Teilnahme am Unterricht ist freiwillig. Diebringen Kinder bringen Sprachkursgruppe. Die Teilnahme am Unterricht ist freiwillig. Die Kinder meist eine meist eine hohe Motivation und großes Durchhaltevermögen mit. Finanziert werden dieaus hohe Motivation und großes Durchhaltevermögen mit. Finanziert werden die Kurse Kurse aus Mitteln des Kulturreferats (vhs-Mittel, Jugendamt), des Integrationsbeauftragen Mitteln des Kulturreferats (vhs-Mittel, Jugendamt), des Integrationsbeauftragen der Stadt der Stadt und Ingolstadt und des Jugendmigrationsdienstes. Ingolstadt des Jugendmigrationsdienstes. e Sonstige Sprachkurse Sprachförderung für schulpflichtige Migranten Anzahl der Kurse stadt utschkurse sind Schülerinnen und Schüler aus Ingolstadt mit die aufgrund fehlender Deutschkenntnisse dem Schulunterricht nur w. gar nicht folgen können. Die Kurse finden zweimal wöchentlich an tatt und können kostenfrei besucht werden. Der Unterricht für die spontan ins Programm aufgenommen, weil festzustellen war, dass Deutschkenntnisse an die Schulen kamen. Dies liegt daran, dass die letzten Jahren einen vermehrten Zuzug von Familien mit Kindern im us dem nicht deutschsprachigen Ausland verzeichnet. Der Zuzug zu Schuljahresbeginn, sondern erstreckt sich über das ganze Jahr. Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren gemeldet und 131 Kinder von 7 – 15 r Statistik der Stadt Ingolstadt). Man kann davon ausgehen, dass die der Meldung in Ingolstadt schon in Deutschland gelebt hat, während zugewandert ist; alle sind auf Sprachförderung angewiesen. Die nder derzeit sind Russland, Rumänien, Griechenland, Mazedonien, e Volkshochschule als zentraler Unterrichtsort in der Stadtmitte hat nder über das ganze Stadtgebiet verteilt leben. Es gibt jedoch auch an ße und der Sir-William-Herschel Mittelschule je eine vhsTeilnahme am Unterricht ist freiwillig. Die Kinder bringen meist eine großes Durchhaltevermögen mit. Finanziert werden die Kurse aus ats (vhs-Mittel, Jugendamt), des Integrationsbeauftragen der Stadt endmigrationsdienstes. D HANDLUNGSFELDER HANDLUNGSFELDER 2.2.4 Medienangebot der Stadtbücherei D D 2.2.4 Medienangebot der Stadtbücherei Angesichts des hohen Anteils an Personen mit Migrationshintergrund in Ingolstadt ist davon auszugehen, dassAnteils ein großer Teil der Bevölkerung mehrsprachig Dies führt auch Angesichts des hohen an Personen mit Migrationshintergrund in ist. Ingolstadt ist davon zu einem Bedarf an fremdsprachigen Medien. Die Stadtbücherei kommt diesen Bedarf auszugehen, dass ein großer Teil der Bevölkerung mehrsprachig ist. Dies führt auch zu durch zunehmendes Angebot nach, in Die demStadtbücherei neben den klassischen Fremdsprachen einem ein Bedarf an fremdsprachigen Medien. kommt diesen Bedarf durch ein zunehmendes nach, in dem neben vertreten den klassischen Fremdsprachen auch Sprachen derAngebot größeren Migrantengruppen sind. Aber auch Deutschauch als Sprachen der stellt größeren vertreten der sind.Stadtbücherei Aber auch dar. Deutsch als Fremdsprache einen Migrantengruppen Schwerpunkt des Angebots Insofern Fremdsprache stellt einen Schwerpunkt des Angebots der Stadtbücherei dar. Insofern übernimmt die Stadtbücherei einen Teil der kommunalen Integrationsaufgaben. übernimmt die Stadtbücherei einen Teil der kommunalen Integrationsaufgaben. Abb. 84 Angebot und Nutzung fremdsprachiger Medien 31.12.2011 Abb. 84 Angebot und Nutzung fremdsprachiger Medien 31.12.2011 Medienart Medienbestand Ausleihen Englische Romane Französische Romane Russische Romane Spanische Romane Italienische Romane Türkische Romane Polnische Romane Sonstige Sprachen Kinder- und Jugendbücher Zeitschriften Erwachsene Hörbücher Erwachsene insgesamt Anteil in % am Gesamtbestand/Ausleihe der Bücherei 2 841 826 504 143 101 240 28 87 928 450 554 6 702 3,9% 3 227 328 606 265 147 289 16 57 4 490 1 600 1 923 12 948 1,9% Deutsch als Fremdsprache Anteil in % am Gesamtbestand/Gesamtausleihe 322 0,2% 971 0,1% Gesamtsumme Gesamtanteil in % 7 024 4,0% 13 919 2,0% Quelle. Stadtbücherei Quelle. Stadtbücherei Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung 92 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 97 D HANDLUNGSFELDER Abb. 85 Fremdsprachiger Medienbestand der Stadtbücherei Abb. 85 Fremdsprachiger Medienbestand der Stadtbücherei Abb. 85 Fremdsprachiger Medienbestand der Stadtbücherei Zeitschriften 6% Zeitschriften 6% Deutsch als Deutsch als 5% Fremdsprache Fremdsprache 5% Hörbücher 8% Hörbücher 8% Kinder/Jugend Kinder/Jugend 13% 13% Romane 68% Romane 68% Quelle: Stadtbücherei Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Stadtbücherei Quelle: Stadtbücherei Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. fremdsprachiger Medien Stadtbücherei Abb.86 86Ausleihe Ausleihe fremdsprachiger Medien derder Stadtbücherei 2011 2011 Abb. 86 Ausleihe fremdsprachiger Medien der Stadtbücherei 2011 Deutsch als Deutsch als 7% Fremdsprache Fremdsprache 7% Zeitschriften 12% Zeitschriften 12% Romane 34% Romane 34% Hörbücher 14% Hörbücher 14% Quelle: Stadtbücherei Quelle: Stadtbücherei Quelle: Stadtbücherei Kinder/Jugend Kinder/Jugend 33% 33% Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Das Angebot nach einzelnen einzelnenMedienarten Medienarten gegliedert Das Angebotund unddie dieAusleihe Ausleiheder derMedien Medien werden werden nach gegliedert Das Angebot und die Ausleihe der Medien werden nach einzelnen Medienarten gegliedert einander gegenübergestellt. Die Prozentzahl gibt den jeweiligen Anteil an der Gesamtauseinander gegenübergestellt. Die Prozentzahl gibt den jeweiligen Anteil an der einander Diefremdsprachigen Prozentzahl gibtMedien den an: jeweiligen an derbei leihe bzw. amgegenübergestellt. Gesamtbestand der 100 %an: =Anteil 7100 024 Gesamtausleihe bzw. am Gesamtbestand der fremdsprachigen Medien %Medien = 7 024 Gesamtausleihe bzw.100 am%Gesamtbestand der fremdsprachigen Medien an: 100 % = 7 024 Medien bei Angebot, = 13 919 Ausleihen bei Nutzung. Angebot, 100 % = 13 919 Ausleihen bei Nutzung. Medien bei Angebot, 100 % = 13 919 Ausleihen bei Nutzung. Fremdsprachige Medien für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche werden um das Fremdsprachige Medien für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche werden um das 93 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 –93 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 98 HANDLUNGSFELDER Fremdsprachige Medien für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche werden um das Angebot zu konzentrieren, vor allem in der Bücherei im Herzogskasten angeboten. Die Schul- und Stadtteilbücherei Südwest hält einige englische und französische Bücher begleitend für den Fremdsprachenunterricht bereit. Fremdsprachige Medien umfassen Bücher, Hörbücher, Zeitschriften und Zeitungen. Nicht berücksichtigt werden in dieser Darstellung Medien zum Fremdsprachenerwerb, die für Deutschsprechende konzipiert sind. Die meisten Medien werden in englischer Sprache angeboten, da hier die Nutzung am stärksten ist. In den letzten Jahren wurde Russisch immer stärker nachgefragt. Bis vor wenigen Jahren wurden fast ausschließlich Romane für Erwachsene gekauft. Dies hat sich geändert: Kinder- und Jugendmedien werden stärker nachgefragt und deshalb vermehrt gekauft. Hörbücher sind beliebter als Bücher. Dem trägt die Stadtbücherei durch entsprechende Neukäufe Rechnung. So ist der Romanbestand zwar noch am größten, aber bei der Ausleihe ist der deutlich kleinere Kinder- und Jugendbestand genauso stark. D Für die Integration fremdsprachiger Menschen sind Medien, die das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache gezielt unterstützen, besonders wichtig. Deutsch als Fremdsprache vereint Medienkombinationen, Grammatiken, Lexika und Übungsbücher, die auf selbstständiges oder kursbegleitendes Lernen abzielen. Sie werden in allen Lernstufen und für alle Deutschzertifikate angeboten und unterscheiden sich deutlich von den Lernmaterialien, die für Deutsch als Muttersprache vorliegen. Die Vermittlung ist schwierig, sie erfolgt über Führungen mit entsprechenden Gruppen aus Sprachkursen oder durch Mundpropaganda. 2.2.5 Mütterinitiativen Der Verein GABI e.V. (Gemeinsam aktiv für Bildung und Integration) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen mit Migrationshintergrund und guten Deutschkenntnissen als Multiplikatorinnen in verschiedenen Themenbereichen (z. B. Gewalt in der Familie, Erhöhung von Bildungschancen der Kinder, gute Zusammenarbeit in Kindergarten und Schule) zu schulen. Der Verein unterstützt auch Familien mit Migrationshintergrund niederschwellig bei Problemen im Bereich der Kindererziehung und Integration. Ca. 20 Multiplikatorinnen sollen jährlich ca. 100 Familien unterstützen. Das Projekt ist vorerst bis Ende 2013 befristet. 99 D HANDLUNGSFELDER 2.3 Ziele und Planungen D 2.3 Ziele und Planungen Abb.Abb. 87 Aktuelle ZieleZiele / Qualitäten, Zielführende 87 Aktuelle / Qualitäten, ZielführendeMaßnahmen Maßnahmen und und Projekte Projekte im D 2.3 Ziele und Planungen Handlungsfeld D 2 Spracherwerb im Handlungsfeld D 2 Spracherwerb Abb. 87 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Beginn der zeitlichen Aktueller Umsetzbarkeit Stand / Handlungsfeld D 2 Spracherwerb Bewertung Aktuelle Ziele / Qualitäten Förderung des Spracherwerbs und Erhöhung der Bildungschancen bei Aktuelle Ziele / Qualitäten Kindern Aktuelle Ziele / Qualitäten Die Deutschkenntnisse aller und Kinder sind ausreichend, um dem Förderung des Spracherwerbs Erhöhung der Bildungschancen beiUnterricht Kindern adäquat folgen zu können. Die Deutschkenntnisse aller Kinder sind ausreichend, um dem Unterricht An verschiedenen Bildungsorten können Ingolstädter Bürger die deutsche adäquat folgen zu können. Sprache erlernen, um künftig ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft führen zu können. An verschiedenen Bildungsorten können Ingolstädter Bürger die deutsche Sprache erlernen, um künftig ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Bei neuen Zuwanderern mit mangelnden deutschen Sprachkenntnissen wird Leben in unserer Gesellschaft führen zu können. das Erlernen der deutschen Sprache in den Fokus genommen und entsprechend der Bedarfe gefördert. Bei neuen Zuwanderern mit mangelnden deutschen Sprachkenntnissen wird das Erlernen der deutschen Sprache in den Fokus genommen und Migrantinnen der undBedarfe Migranten, die Leistungen der Grundsicherung für entsprechend gefördert. Arbeitsuchende beziehen, sollen mindestens über deutsche Sprachkenntnisse entsprechend dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Migrantinnen und Migranten, die Leistungen der Grundsicherung für Referenzrahmens verfügen. Arbeitsuchende beziehen, sollen mindestens über deutsche Sprachkenntnisse D 2.3 Ziele Planungen entsprechend demund Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Ausbau von berufsbegleitenden Sprachkursen Referenzrahmens verfügen. Beginn der zeitlichen Kurzfristig: 2013/ 2014 Umsetzbarkeit Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangKurzfristig:fristig 2013/ 2014 fristig fristig Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangX fristig fristig fristig Aktueller -Planung Stand / -Durchführung Bewertung -Planung -Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X Durchführung X Durchführung X Durchführung X X Planung X Planung Planung Abb. 87 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Intensivierung der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Ausbau von berufsbegleitenden Sprachkursen Handlungsfeld D und 2 Spracherwerb Migrationshintergrund stärkere Förderung des bürgerschaftlichen Engagements Intensivierung der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und stärkere Förderung des bürgerschaftlichen Engagements Zielführende Maßnahmen und Projekte Zielführende Maßnahmen und Projekte Zielführende Maßnahmen und Projekte Grundschule: Förderung von Bildungspatenschaften, Unterstützung von Aktuelle Ziele / Qualitäten weiteren Fördermaßnahmen wie Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung des Spracherwerbs Förderung Grundschule: Förderung von Bildungspatenschaften, Unterstützung von weiteren Fördermaßnahmen wie Erhöhung Hausaufgabenbetreuung und bei individuelle Förderung Spracherwerbs und der Bildungschancen Kindern Einrichtungdes weiterer Mutter-Kind-Gruppen Förderung Die Deutschkenntnisse Kinder sind ausreichend, um dem Unterricht Förderung der Elternarbeitaller im Rahmen des Bildungsund Teilhabepaketes Einrichtung weiterer Mutter-Kind-Gruppen adäquat folgen zu können. Erhöhung der Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und Förderung der Elternarbeit im Rahmen des Bildungsund Bürger Teilhabepaketes An verschiedenen Bildungsorten können Ingolstädter die deutsche qualitätvolle Fördermaßnahmen und bedarfsgerechtes Angebot von Sprache erlernen, um künftig(vor einallem eigenverantwortliches, selbstbestimmtes gebundenen Ganztagsschulen im Grundschulbereich). Erhöhung der Bildungschancen alle Kinder durch vielfältige und Leben in unserer Gesellschaft führenfür zu können. qualitätvolle Fördermaßnahmen und bedarfsgerechtes Angebot von „Mama lernt Deutsch“ – Kurse, Integrationskurse gebundenen Ganztagsschulen (vor allem imdeutschen Grundschulbereich). Bei neuen Zuwanderern mit mangelnden Sprachkenntnissen wird das Erlernen der deutschen Sprache in den Fokus genommen und Kostengünstige Sprachkursangebote und Konversationskurse über B1-Niveau „Mama lernt Deutsch“ – Kurse, Integrationskurse entsprechend der Bedarfe gefördert. Erwerb der deutschen Sprache Kostengünstige Sprachkursangebote Konversationskurse über B1-Niveau Migrantinnen und Migranten, die und Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende beziehen, sollen mindestens über deutsche Sprachkenntnisse Organisation der (Einsteiger-) Sprachkurse sowohl im direkten Wohn- und Erwerb der deutschen entsprechend dem Sprache Niveau derB1 jeweiligen des Gemeinsamen Europäischen Lebensumfeld (Sozialraum) Teilnehmer zum Aufbau Referenzrahmens verfügen. zwischenmenschlicher Beziehungen als auch zentrale Organisation der Organisation der (Einsteiger-) Sprachkurse sowohl im direkten Wohn(Aufbau-) Sprachkurse in der Innenstadt mit dem Ziel, den Aktionsradius und der Lebensumfeld (Sozialraum) der jeweiligen Aspekte Teilnehmer zum Aufbau Ausbau von berufsbegleitenden Sprachkursen Teilnehmer auszuweiten und lebenspraktische zu vertiefen (z.B. zwischenmenschlicher Beziehungen als auch zentrale Organisation der 95 Kenntnis von Organisationen und Behörden durch Exkursionen) Die vhs führt (Aufbau-) Sprachkurse inKinderbetreuung derIngolstadt Innenstadt demMenschen Ziel, Aktionsradius der Intensivierung der mit Begegnungen zwischen mit und durch ohne bereits Frauenkurse in verschiedenen Stadtteilen Integrationsbericht Stadt –mit Version 32 –den 04.02.2013 Teilnehmer auszuweiten und lebenspraktische vertiefen (z.B. Migrationshintergrund und stärkere Förderung des zu bürgerschaftlichen (Piusviertel, Konradviertel, Augustinviertel). Die Aspekte Aufbaukurse finden meist Engagements zentral statt (Bürgerhaus). X X Beginn der zeitlichen X Umsetzbarkeit Kurzfristig: 2013/ 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangX fristig fristig fristig Planung Planung Aktueller Planung Stand / Bewertung -Planung -Durchführung Durchführung XX X Durchführung Durchführung Planung XX X Durchführung Durchführung Planung X X X Durchführung Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung XX X Durchführung Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X X X X X Planung Durchführung Durchführung Planung Durchführung X Planung 95 100 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Deutschkurse Version 27 – 19.03.2013 Weiterführung zielgruppenspezifischer wie „Mama lernt Zielführende Maßnahmen und von Projekte Deutsch“ sowie Ausbau neuen niedrigschwelligen Angeboten, wie z.B. Deutschkurse (mit Alphabetisierung) für Männer / Asylbewerber Förderung des Spracherwerbs Grundschule: und Förderung vonDeutschkursen Bildungspatenschaften, Unterstützung Beibehaltung Aufbau von für Schüler (derzeit 6 Kurse von mit 85 Schülern); Einrichtung zusätzlicher Alphabetisierungsangebote Kinder, weiteren Fördermaßnahmen wie Hausaufgabenbetreuung und für individuelle die aus anderen Schriftsprachen kommen bzw. im Heimatland keine Schule Förderung besucht haben. Einrichtung weiterer Mutter-Kind-Gruppen Ausbau des Fachbereiches „Alphabetisierung und Grundausbildung“ an der vhs und Ausschöpfen entsprechender Förderung der Elternarbeit im RahmenFördermöglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepaketes Angebot Seiten deutscher Familien zugewanderte Familien dass Erhöhungvonder Bildungschancen für an alleneu Kinder durch vielfältige und X Durchführung X X Durchführung Durchführung X X Planung X Planung Durchführung HANDLUNGSFELDER D D 2.3 Ziele und Planungen Abb. 87 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im D 2.3 Ziele und Planungen Handlungsfeld D 2 Spracherwerb Abb. 87 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Beginn der zeitlichen Aktueller Umsetzbarkeit Stand / Handlungsfeld D 2 Spracherwerb Bewertung Kenntnis von Organisationen und Behörden durch Exkursionen) Die vhs führt bereits Frauenkurse mit Kinderbetreuung in verschiedenen Stadtteilen durch (Piusviertel, Konradviertel, Augustinviertel). Die Aufbaukurse finden meist Aktuelle Ziele / Qualitäten zentral statt (Bürgerhaus). Zielführende Maßnahmen und Projekte Förderung des Spracherwerbs und Erhöhung der Bildungschancen bei Kindern Weiterführung zielgruppenspezifischer Deutschkurse wie „Mama lernt Aktuelle Ziele / Qualitäten Deutsch“ sowie Ausbau von neuen niedrigschwelligen Angeboten, wie z.B. Deutschkurse (mit Alphabetisierung) Männer / Asylbewerber Die Deutschkenntnisse aller Kinderfürsind ausreichend, um dem Unterricht adäquat folgen zu können. Förderung des Spracherwerbs und Erhöhung der Bildungschancen bei Kindern Beibehaltung und Aufbau von Deutschkursen für Schüler (derzeit 6 Kurse mit 85 Einrichtung zusätzlicher Alphabetisierungsangebote Kinder, An verschiedenen Bildungsorten können Ingolstädter diefür deutsche DieSchülern); Deutschkenntnisse aller Kinder sind ausreichend,Bürger um dem Unterricht die aus anderen kommen bzw. im Heimatland keine Schule Sprache erlernen, um künftig ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes adäquat folgen zuSchriftsprachen können. besucht Leben inhaben. unserer Gesellschaft führen zu können. An verschiedenen Bildungsorten können Ingolstädter Bürger die deutsche Ausbau des Fachbereiches und Grundausbildung“ an wird der Bei neuen Zuwanderern mit „Alphabetisierung mangelnden deutschen Sprachkenntnissen Sprache erlernen, um künftig ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes vhs und entsprechender Fördermöglichkeiten das Erlernen deutschen Sprache in den Fokus genommen und Leben inAusschöpfen unsererder Gesellschaft führen zu können. entsprechend der Bedarfe gefördert. Angebot von Seiten deutscher Familien andeutschen neu zugewanderte Familien dass Bei neuen Zuwanderern mit mangelnden Sprachkenntnissen wird die zu bestimmten ZeitenSprache die Freizeit verbringen können Migrantinnen und die Leistungen Grundsicherung für das Kinder Erlernen der Migranten, deutschen in gemeinsam den der Fokus genommen und (Familienpatenschaften). Arbeitsuchende beziehen, sollen mindestens über deutsche Sprachkenntnisse entsprechend der Bedarfe gefördert. entsprechend dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens verfügen. Steigerung Angebote des Bürgerhauses für Familie und Senioren für im Migrantinnenderund Migranten, die Leistungen der Grundsicherung Bereich der sozialen und kulturellen Teilhabe sowie der Bildung und Arbeitsuchende beziehen, sollen mindestens über deutsche Sprachkenntnisse Entwicklung unddem Ausbau neuer, bedarfsgerechter Angebote Europäischen für und von Ausbau von berufsbegleitenden Sprachkursen entsprechend Niveau B1 des Gemeinsamen Migranten in Zusammenarbeit Referenzrahmens verfügen. mit regionalen Migrantenorganisationen Intensivierung der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Motivierung der Migranten freiwilligen Engagementdes durch bedarfsgerechte Migrationshintergrund undzu stärkere Förderung bürgerschaftlichen Ausbau von berufsbegleitenden Sprachkursen Qualifizierungsmaßnahmen für diesen Adressatenkreis Engagements Intensivierung der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Schulnahe Lernförderung im Rahmen Bildungs- und für Migrationshintergrund und stärkere des Förderung des Teilhabepaketes bürgerschaftlichen Kinder mit Migrationshintergrund im Fach Deutsch Zielführende Maßnahmen und Projekte Engagements Förderung des Spracherwerbs Grundschule: Förderung von Bildungspatenschaften, Unterstützung von Zielführende Maßnahmen und Projekte weiteren Fördermaßnahmen wie Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung Förderung des Spracherwerbs Grundschule: Förderung von Bildungspatenschaften, Unterstützung von Einrichtung weiterer Mutter-Kind-Gruppen weiteren Fördermaßnahmen wie Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung Förderung der Elternarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes Einrichtung weiterer Mutter-Kind-Gruppen Erhöhung der Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und qualitätvolle und bedarfsgerechtes Angebot von Förderung der Fördermaßnahmen Elternarbeit im Rahmen des Bildungsund Teilhabepaketes gebundenen Ganztagsschulen (vor allem im Grundschulbereich). Erhöhung der Bildungschancen für alle Kinder durch vielfältige und „Mama lernt Deutsch“ – Kurse, Integrationskurse qualitätvolle Fördermaßnahmen und bedarfsgerechtes Angebot von gebundenen Ganztagsschulen (vor allem im Grundschulbereich). Kostengünstige Sprachkursangebote und Konversationskurse über B1-Niveau „Mama lernt Deutsch“ – Kurse, Integrationskurse Erwerb der deutschen Sprache Kostengünstige Sprachkursangebote und Konversationskurse über B1-Niveau Organisation der (Einsteiger-) Sprachkurse sowohl im direkten Wohn- und Lebensumfeld (Sozialraum) Erwerb der deutschen Sprache der jeweiligen Teilnehmer zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen als auch zentrale Organisation der (Aufbau-) Sprachkurse in der Innenstadt mit sowohl dem Ziel, Aktionsradius der Organisation der (Einsteiger-) Sprachkurse imden direkten Wohn- und Teilnehmer auszuweiten und lebenspraktische zu vertiefen (z.B. Lebensumfeld (Sozialraum) der jeweiligen Aspekte Teilnehmer zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen als auch zentrale Organisation der 95 Aktionsradius der (Aufbau-) Sprachkurse in der Innenstadt mit dem Ziel, den Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – VersionAspekte 27 – 19.03.2013 Teilnehmer auszuweiten und lebenspraktische zu vertiefen (z.B. Beginn der zeitlichen Kurzfristig: 2013/ 2014 Umsetzbarkeit Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangKurzfristig:fristig 2013/ 2014 fristig fristig Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 X KurzMittelLangX fristig fristig fristig Aktueller -Planung Stand / -Durchführung Bewertung -Planung -Durchführung Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X X X Durchführung Durchführung Durchführung X X X Durchführung Planung Durchführung X X X Planung Durchführung Planung X X X Planung Planung Planung X X X Planung Planung Planung X X Planung Planung X X Durchführung X Planung Durchführung X Durchführung Planung X X X Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X X X X Durchführung Durchführung Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X Durchführung 95 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 96 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 101 D HANDLUNGSFELDER 3 Schule, Ausbildung und Studium Das Bildungssystem ist eine der Kerninstitutionen der deutschen Gesellschaft. Bildung ist entscheidend für die weitere berufliche Entwicklung und die Positionierung auf dem Arbeitsmarkt. In Ingolstadt gibt es 43 Grund- und weiterführende Schulen, in denen die Jugendlichen verschiedene Abschlüsse erreichen können. Das in Deutschland praktizierte duale Ausbildungssystem sorgt nach dem Schulabschluss dafür, dass Jugendliche für einen Beruf qualifiziert werden und trägt zur Ausbildung von Fachkräften bei. Da in Ingolstadt ein großer Bedarf an Fachkräften für die lokale Industrie herrscht, ist die Ausbildung in Betrieben ein wichtiges Mittel zur Qualifizierung und Fachkräftesicherung. Darüber hinaus ist Ingolstadt Hochschulstandort, an dem auch zahlreiche ausländische Studierende auf ihren Abschluss hinarbeiten. Die Frage, wie diese gut ausgebildeten ausländischen Studierenden willkommen geheißen, unterstützt und in Ingolstadt gehalten werden können, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil in der zukünftigen Sicherung des Fachkräftepotenzials. 3.1 Im Blickpunkt Entwicklung der nachschulischen Betreuung Durch den Ausbau der Ganztagsschulen und Ganztagsangebote leistet die Stadt Ingolstadt einen entscheidenden Beitrag zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderergeschichte. Oftmals kommt diese heranwachsende Generation aus finanziell und sozial schwächeren Familien mit zum Teil unsicherem rechtlichen Status. Die vielfältigen Ganztagsangebote der Grundschulen und weiterführenden Schulen binden diese Kinder in die Gesellschaft ihrer Altersgenossen ein (z. B. durch gemeinsames Mittagessen), sie eröffnen ihnen Bildungschancen und ermöglichen ihnen durch verschiedene Bildungsakteure auch kulturelle Teilhabe. Im Schuljahr 2012/2013 nahmen 2 226 Kinder an Grundschulen und 1 214 Jugendliche an weiterführenden Schulen die nachschulische Betreuung in Anspruch. Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte in Abschnitt F. 3.2 Aktueller Stand 3.2.1 Schülerinnen und Schüler nach Schulformen Eine erfolgreiche Schullaufbahn ist im Allgemeinen Voraussetzung für eine gute berufliche Qualifikation und somit ein wichtiger Schritt hin zu einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung. Wie die Integration unterschiedlicher ethnischer oder sozialer Gruppen gelingt, zeigt sich auch in den Schulen und bei den Schulabschlüssen. Der erreichte Schulabschluss stellt die Grundlage dar für die weitere Teilhabe im Ausbildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt. Die Jugendlichen, die keinen Schulabschluss erwerben, haben geringere Integrationschancen. Einen Hinweis auf einen möglichen weiteren Bildungsverlauf gibt die Verteilung der Schüler der 7. Jahrgangsstufe. In der 7. Klasse sind die Übertritte aus Grundschulen bzw. Mittelschulen erfolgt, die Differenzierung nach Schularten ist weitgehend abgeschlossen. 102 HANDLUNGSFELDER D Abb. derSchülerzahlen Schülerzahlen in den 7. Klassen Ingolstädter Schulen Abb. 88 88 Verteilung Verteilung der in den 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne (ohne 2011/2012 Privatschulen) 2011/2012 Privatschulen) Abb. 88 Verteilung der Schülerzahlen in den 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne Privatschulen) 2011/2012 700 Deutsche Ausländer 700 600 Deutsche Ausländer 39 600 500 39 500 400 400 300 300 200 200 100 100 0 0 124 24 124 24 262 274 262 274 Mittelschulen Realschulen 570 570 10 45 10 Gymnasien Förderschulen 45 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Mittelschulen Realschulen Gymnasien Förderschulen Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: und Stadtforschung An den Mittelschulen war im Schuljahr 2011/2012 rund ein DrittelStatistik ausländische Schüler. den ist Mittelschulen war im und Schuljahr 2011/2012 rund ein niedriger. Drittel ausländische Schüler. Ihr IhrAn Anteil an Realschulen Gymnasien wesentlich Anteil ist an Realschulen und Gymnasien wesentlich niedriger. An den Mittelschulen war im Schuljahr 2011/2012 rund ein Drittel ausländische Schüler. Ihr Anteil ist an Realschulen und Gymnasien wesentlich niedriger. Abb. 89 Prozentuale Verteilung der Schüler der 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne Abb. 89 Prozentuale Verteilung der Schüler der 7. Klassen Ingolstädter Schulen Privatschulen) 2011/2012 Abb. 89 Prozentuale Verteilung der Schüler der 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne (ohne Privatschulen)Deutsche 2011/2012 Ausländer Privatschulen) 2011/2012 70% 62,9% 70% 60% Deutsche 62,9% 60% 50% 49,5% 49,5% 50% 40% 40% 30% 30% 20% 22,8% 23,8% 22,8% 23,8% 20% 10% 10% 0% 0% Ausländer 19,8% 19,8% 12,2% 12,2% Mittelschulen Realschulen 3,9% 5,1% Gymnasien 3,9% 5,1% Förderschulen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Mittelschulen Realschulen Gymnasien Förderschulen Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 98 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 98 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 103 D HANDLUNGSFELDER Im Schuljahr 2011/2012 besuchten fast zwei Drittel der ausländischen Schüler in der 7. Klassenstufe eine Mittelschule. Die Hälfte aller deutschen Schüler war an einem Gymnasium, bei den ausländischen Schülern jede(r) Fünfte. Im Schuljahr 2011/2012 besuchten fast zwei Drittel der ausländischen Schüler in der 7. Klassenstufe eine Mittelschule. Die Hälfte aller deutschen Schüler war an einem Gymnasium, Einen besonders hohen Anteil von Schülern mit ausländischer Herkunft gibt es an den beiGrundden ausländischen Schülern jede(r) Fünfte. und Mittelschulen in den drei „Soziale Stadt“-Gebieten (GS Ungernederstraße, MS Herschelstraße, GS und MS Lessingstraße, GS und MS Pestalozzistraße, GS und MS Stollstraße). Abb. 90 Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im Alter von 6 bis 18 Abb. 90 Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im Alter von 6 bis 18 Jahren Jahren nach Schulsprengeln nach Grundschulsprengeln 100,0% 90,0% 80,0% 70,0% 60,0% 50,0% 40,0% 30,0% 20,0% 10,0% 0,0% Quelle: Melderegister (MigraPro) Quelle: Melderegister (MigraPro) Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Einen besonders hohen Anteil von Schülern mit ausländischer Herkunft gibt es an den Grund- und Mittelschulen in den drei „Soziale Stadt“-Gebieten (GS Ungernederstraße, MS Herschelstraße, GS und MS Lessingstraße, GS und MS Pestalozzistraße, GS und MS Stollstraße). 99 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 104 HANDLUNGSFELDER 3.2.2 Schulabschlüsse D Allgemein bildende Schulabschlüsse können sowohl an allgemein bildenden Schulen (alle D 3.2.2 Schulabschlüsse Schulen, die nicht mit einem Berufsabschluss enden) als auch an beruflichen Schulen Allgemein bildende können sowohl an allgemein bildenden Schulen (alle (Berufsschulen und Schulabschlüsse Berufsfachschulen) erworben werden. Schulen, die nicht mit einem Berufsabschluss enden) als auch an beruflichen Schulen (Berufsschulen und Berufsfachschulen) erworben werden. Abb. 91 Absolventen und Abgänger aus allgemeinbildenden und beruflichen Abb. 91 Absolventen Abgänger aus allgemein bildenden und beruflichen Schulen Schulen mitund allgemeinbildendem Abschluss in Ingolstadt 2010/2011 mit allgemein bildendem Abschluss in Ingolstadt 2010/2011 Schulabschlüsse Schüler gesamt Deutsche Ausländer Anzahl Anzahl Anzahl aus beruflichen Schulen Anzahl Deutsche Ausländer Anzahl Anzahl ohne Hauptschulabschluss mit Hauptschulabschluss mit mittlerem Schulabschluss mit Fachhochschulreife mit Hochschulreife 117 413 955 653 1 099 90 297 870 623 1 070 27 116 85 30 29 . . 470 653 122 . . 434 623 116 . 36 30 6 Abschlüsse insgesamt 3 237 2 950 287 1 283 1 205 78 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Ausländische Schüler sind an den beruflichen Schulen unterrepräsentiert. Sie machen nur 6 % aller Abschlüsse an beruflichen Schulen (78 von 1 283 Schülern). An Fach- und BeAusländische Schüler sind an den beruflichen Schulen unterrepräsentiert. Sie erhielten machen nur rufsoberschulen liegt ihr Anteil bei unter 5 %. Die allgemeine Hochschulreife im 6 % aller Abschlüsse an beruflichen Schulen (78 von 1 283 Schülern). An Fach- und Jahr 2011 insgesamt 1 099 Schüler, darunter 29 bzw. 2,6 % ausländische Schüler. Rund Berufsoberschulen liegt ihr Anteil bei unter 5 %. Die allgemeine Hochschulreife erhielten im die mittleren Schulabschlüsse wird beruflichen Schulen erworben. Der AnJahrHälfte 2011 aller insgesamt 1 099 Schüler, darunter 29an bzw. 2,6 % ausländische Schüler. Rund die teil ausländischer Schüler liegt hier bei unter 8 % (36 von 470 Schülern). Hälfte aller mittleren Schulabschlüsse wird an beruflichen Schulen erworben. Der Anteil Dies deutet aufSchüler eine relativ geringe Beteiligung Jugendlicher an der dualen ausländischer liegt hier bei unter 8 % (36ausländischer von 470 Schülern). Berufsausbildung hin relativ (siehe geringe Abschnitt Ausbildung). Dies deutet auf eine Beteiligung ausländischer Jugendlicher an der dualen Berufsausbildung hin (siehe Abschnitt Ausbildung). Unter deutschen Schülern ist die Hochschulreife der häufigste Abschluss, unter ausländiUnter Schülern deutschen ist die Hochschulreife der häufigste Abschluss, unter schen der Schülern Hauptschulabschluss. ausländischen Schülern der Hauptschulabschluss. 9,4 % der ausländischen Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, bei deutschen 9,4 % dersind ausländischen Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, bei deutschen Schülern es 3 %. Schülern sind es 3 %. 100 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 105 D HANDLUNGSFELDER Abb. 92 Absolventen und Abgänger aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen mit allgemeinbildendem Abschluss in Ingolstadt Abb. 92 Absolventen und Abgänger aus allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Prozent 2010/2011* mit allgemein bildendem Abschluss in Ingolstadt in Prozent 2010/2011* 3,1% ohne Hauptschulabschluss Deutsche 9,4% Ausländer 10,1% mit Hauptschulabschluss 40,4% 29,5% mit mittlerem Schulabschluss 29,6% mit Fachhochschulreife 21,1% 10,5% mit Hochschulreife 36,3% 10,1% 0% 10% 20% 30% 40% 50% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung * doppelter Abiturjahrgang 2011: erhöhte Zahl von Absolventen mit Hochschulreife Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung * doppelter Abiturjahrgang 2011: erhöhte Zahl von Absolventen mit Hochschulreife Rund 9 % der Schulabgänger im Jahr 2011 waren ausländische Jugendliche. Sie unterRund 9 % der Schulabgänger im Jahr 2011 waren ausländische Jugendliche. Sie scheiden sich von den deutschen Jugendlichen deutlich bei den „ohne/ unterscheiden sich von den deutschen Jugendlichen deutlich beiSchulabschlüssen den Schulabschlüssen mit„ohne/mit Hauptschulabschluss“ und „Fachhochschulreife/Hochschulreife“. Hauptschulabschluss“ und „Fachhochschulreife/Hochschulreife“. Während ohnebzw. bzw.mitmit Hauptschulabschluss auslänWährendder derAnteil Anteil der der Schulabgänger Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss bei bei ausländischen Jugendlichen bei 9 % bzw. 40 % liegt, erreicht nur jede(r) zehnte ausländische dischen Jugendlichen bei 9 % bzw. 40 % liegt, erreicht nur jede(r) zehnte ausländische Schüler(in)die dieFachhochschulreife Fachhochschulreife bzw. Schüler(in) bzw.Hochschulreife. Hochschulreife. Dagegen ist bei deutschen Schulabgängern die Hochschulreife der häufigste Abschluss. Dagegen beizudeutschen Schulabgängern der häufigste Abschluss. Rechnetist man den 36 % mit Hochschulreife die nochHochschulreife die 21 % mit Fachhochschulreife hinzu, Rechnet man zuden den 36 % mit Hochschulreife noch 21 % mit Fachhochschulreife so haben unter deutschen Schulabgängern 57 % einedie Studienzugangsberechtigung, bei hinzu, so haben unter den deutschen Schulabgängern 57 % eine Studienzugangsberechden ausländischen Absolventen hingegen nur 20,6 %. tigung, bei den ausländischen Absolventen hingegen nur 20,6 %. 101 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 106 HANDLUNGSFELDER D Abb. 93 Allgemeinbildende Schulabschlüsse deutscher Schüler aus allgemeinAbb. 93 Allgemein bildende Schulabschlüsse deutscher Schüler aus allgemein Abb. 93bildenden Allgemein bildende Schulabschlüsse deutscher Schüler aus und beruflichen Prozent seitallgemein 2002/2003 bildenden und beruflichen Schulen in Schulen Ingolstadtin inIngolstadt Prozent seitin 2002/2003 bildenden und beruflichen Schulen in Ingolstadt in Prozent seit 2002/2003 Hochschulreife Hochschulreife 100% 100% 90% 90% 80% 80% 70% 70% 60% 60% 50% 50% 40% 40% 30% 30% 20% 20% 10% 10% 0% 0% Fachhochschulreife Fachhochschulreife Mittlerer Abschluss Mittlerer Abschluss mit Hauptschulabschluss mit Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. Schüleraus ausallgemein allgemeinAbb. 94 94Allgemeinbildende Allgemein bildendeSchulabschlüsse Schulabschlüsse ausländischer ausländischer Schüler Abb. 94bildenden Allgemein bildende Schulabschlüsse Schüler aus bildenden und beruflichen Schulen inSchulen Ingolstadt in Prozent seit 2002/2003 und beruflichen inausländischer Ingolstadt in Prozent seit allgemein 2002/2003 bildenden und beruflichen Schulen in Ingolstadt in Prozent seit 2002/2003 Hochschulreife Hochschulreife 100% 100% 90% 90% 80% 80% 70% 70% 60% 60% 50% 50% 40% 40% 30% 30% 20% 20% 10% 10% 0% 0% Fachhochschulreife Fachhochschulreife Mittlerer Abschluss Mittlerer Abschluss mit Hauptschulabschluss mit Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss ohne Hauptschulabschluss Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre, so ist festzustellen, dass bei Betrachtetman manund die deutschen Entwicklung der 10 Jahre, so istso festzustellen, dass beidass bei Betrachtet die Entwicklung dervergangenen vergangenen 10 Schulabschlüsse Jahre, ist festzustellen, ausländischen Jugendlichen die höheren tendenziell ausländischen und deutschen Jugendlichen die höheren Schulabschlüsse tendenziell ausländischen und deutschen Jugendlichen die höheren Schulabschlüsse tendenziell steigend und die unteren Schulabschlüsse leicht rückläufig sind. Bei den ausländischen steigendund unddie die unteren unteren Schulabschlüsse leicht rückläufig sind.sind. Bei den ausländischen steigend Schulabschlüsse leicht rückläufig 102 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 –102 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 107 D Kindern überwiegt – trotz der Zunahme der höheren Schulabschlüsse – der HANDLUNGSFELDER Kindern überwiegt – trotz der Zunahme der höheren Schulabschlüsse – der Hauptschulabschluss. Hauptschulabschluss. Abb. 95 Allgemeinbildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher Abb. 95 Allgemein bildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher aus allgemeinbildenden Schulen und deutscher Abb. 95 Absolventen Allgemein bildende Schulabschlüsse ausländischer Absolventen aus allgemein bildenden Schulen Absolventen aus allgemein bildenden Schulen 100% 100% 98% 98% 96% 96% 94% 94% 92% 92% 90% 90% 88% 88% 86% 86% 84% 84% 82% 82% 80% 80% 159 159 1 237 1 237 203 203 203 203 188 188 194 194 193 193 181 181 1 366 1 366 1 385 1 385 1 318 1 318 1 364 1 364 1 338 1 338 1 327 1 327 160 160 209 209 1 275 1 275 1 745 1 745 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Abschlüsse ausländischer Abgänger aus allgemein bildenden Schulen Abschlüsse ausländischer Abgänger aus allgemein bildenden Schulen Abschlüsse deutscher Abgänger aus allgemein bildenden Schulen Abschlüsse deutscher Abgänger aus allgemein bildenden Schulen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. Schulabschlüsse ausländischer und deutscher Abb.96 96 Allgemeinbildende Allgemein bildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher Abb. 96 Absolventen Allgemein bildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher aus beruflichen Absolventen aus beruflichen Schulen Schulen Absolventen aus beruflichen Schulen 100% 100% 99% 99% 98% 98% 97% 97% 96% 96% 95% 95% 94% 94% 93% 93% 92% 92% 91% 91% 90% 90% 31 31 867 867 43 43 1 012 1 012 39 39 965 965 43 43 938 938 48 48 943 943 47 47 1 055 1 055 59 59 69 69 1 083 1 083 1 216 1 216 78 78 1 205 1 205 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Abschlüsse ausländischer Abgänger aus beruflichen Schulen Abschlüsse ausländischer Abgänger aus beruflichen Schulen Abschlüsse deutscher Abgänger aus beruflichen Schulen Abschlüsse deutscher Abgänger aus beruflichen Schulen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 103 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 –103 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 108 HANDLUNGSFELDER Die Entwicklung zeigt, dass immer mehr SchülerInnen an einer beruflichen Schule einen höherwertigen Abschluss erlangen, dieser Trend gilt sowohl für deutsche SchülerInnen als auch ausländische der ausländischen SchulabgängerInnen Die für Entwicklung zeigt,Jugendliche. dass immer Der mehrAnteil SchülerInnen an einer beruflichen Schule einenmit allgemein bildenden Abschlüssen aus beruflichen Schulen ist, wenn auch ihre Anzahl höherwertigen Abschluss erlangen, dieser Trend gilt sowohl für deutsche SchülerInnen als – absolut betrachtet – geringer ist, seitDer demAnteil Schuljahr 2002/03 vonSchulabgängerInnen 3 % auf 6 % im Schuljahr auch für ausländische Jugendliche. der ausländischen mit allgemein bildenden Abschlüssen aus beruflichen Schulen ist, wenn auch ihre Anzahl – 2010/11 gestiegen. D absolut betrachtet – geringer ist, seit dem Schuljahr 2002/03 von 3 % auf 6 % im Schuljahr 2010/11 gestiegen. 3.2.3 Ausbildung D 3.2.3 Ausbildung Abb. der deutschen und ausländischen Schüler im Abb.97 Verteilung 97 Verteilung der deutschen und ausländischen Berufsbildungssystem in Ingolstadt Berufsbildungssystem in 2011/12 Ingolstadt 2011/12 Deutsche 100% 90% 343 22 4 741 488 Schüler im Ausländer 79 92 1 366 16 533 80% 70% 196 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% in Dualer Ausbildung im Schulberufssystem im Übergangssystem Hochschulzugangsberechtigung (Erwerb) Berufliche Fortbildung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 104 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 109 D HANDLUNGSFELDER Abb. 98 Prozentuale Verteilung der deutschen und ausländischen Schüler im Berufsbildungssystem in Ingolstadt 2011/12 Deutsche 100% Ausländer 16,6% 6,7% 4,3% 28,7% 6,3% 2,9% 83,4% 93,3% 95,7% 71,3% 93,7% 97,1% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Berufseinstieg erfolgt in der Regel über eine berufliche Ausbildung, wenn nicht ein Hochschulstudium aufgenommen wird. In Ingolstadt lebten am 31.12.2011 insgesamt 2 340 ausländische Jugendliche und junge Erwachsene im Bildungsalter von 15 bis unter 25 Jahre. Insgesamt 552 ausländische SchülerInnen, das sind knapp ein Viertel aller ausländischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Berufsbildungsalter, absolvierten im Schuljahr 2011/2012 eine berufliche Ausbildung im Berufsbildungssystem. Bei der gleichen Gruppe der deutschen Bevölkerung macht der Anteil ein Drittel aus. Der Großteil der deutschen und auch der ausländischen SchülerInnen in beruflicher Bildung befand sich im Schuljahr 2011/2012 in einer dualen Ausbildung, d. h. in betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung mit begleitendem Berufsschulunterricht. Der Anteil der ausländischen SchülerInnen – bezogen auf alle SchülerInnen der dualen Ausbildung – lag bei 6,7 %. 62 % aller ausländischen SchülerInnen in der Berufsbildung befanden sich in dualer Ausbildung. Im Schulberufssystem (Ausbildung in einem gesetzlich anerkannten Beruf in vollzeitschulischer Form) nehmen die ausländischen SchülerInnen an allen SchülerInnen dieses Bildungssystems lediglich einen Anteil von 4,3 % ein, an allen ausländischen SchülerInnen ebenfalls einen Anteil von 4 %. Im Übergangssystem (Qualifizierungsangebote, z. B. Berufsvorbereitungsjahr, Berufseinstiegsjahr) liegt der Anteil der ausländischen SchülerInnen an allen SchülerInnen indes bei 28,7 % und an allen ausländischen SchülerInnen bei 14 %. Der Anteil der ausländischen SchülerInnen an allen SchülerInnen beim Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Besuch von Fachoberschulen, Berufsoberschulen) beträgt 6,3 %, an allen ausländischen SchülerInnen 17 %. Die berufliche Fortbildung wird mit 97 % zum überwiegenden Teil von deutschen SchülerInnen wahrgenommen. 110 HANDLUNGSFELDER Die berufliche Fortbildung wird mit 97 % zum überwiegenden Teil von deutschen SchülerInnen wahrgenommen. Die berufliche Fortbildung wird mit 97 % zum überwiegenden Teil von deutschen SchülerInnen wahrgenommen. D Abb. 99 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen Abb. 99 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen Abb. 99 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen insgesamt 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen insgesamt insgesamt vollständig durchlaufen mit Erfolg insgesamt vollständig durchlaufen ohne Erfolg vollständig durchlaufen mit Erfolg nicht vollständig durchlaufen vollständig durchlaufen ohne Erfolg nicht vollständig durchlaufen ausländische Absolventen und Abgänger ausausländische beruflichen Schulen Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen insgesamt vollständig durchlaufen mit Erfolg insgesamt vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen ohne Erfolg durchlaufen ohne Erfolg nichtvollständig vollständig durchlaufen nicht vollständig durchlaufen 2 211 1 565 2 211 196 1 565 450 196 450 170 87 170 87 26 26 57 3 043 2 293 3 043 369 2 293 381 369 381 2 513 1 879 2 513 467 1 879 167 467 167 2 737 2 198 2 737 235 2 198 304 235 304 2 928 2 659 2 713 2 696 2 780 2 262 1 989 2 058 2 075 2 159 2 928 2 659 2 713 2 696 2 780 217 320 332 283 137 2 262 1 989 2 058 2 075 2 159 449 350 323 338 484 320 350 332 323 217 449 283 338 241 194 230 214 227 208 57 134 241 134 64 64 43 43 110 194 11071 7113 13 138 230 13850 5042 42 214110 110 70 70 34 34 227103 103 83 83 41 41 208 105 105 49 49 54 54 2 041 2 041 1 478 1 478 170 170 393 393 2 802 2 159 2 159 305 305 338 338 2 445 2 486 2 488 137 484 214 214 117 203 117 34 115 34 63 16 63 72 203 115 16 72 deutsche Absolventen und Abgänger Absolventen ausdeutsche beruflichen Schulen und Abgänger aus beruflichen Schulen insgesamt insgesamt vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen ohne vollständig durchlaufen ohneErfolg Erfolg nichtnicht vollständig durchlaufen vollständig durchlaufen 2 802 2 319 2 319 1 769 1 769 396 396 154 154 2 507 2 507 2 060 2 060 185 185 262 262 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt fürfür Statistik und Quelle: Bayerisches Landesamt Statistik undDatenverarbeitung Datenverarbeitung 2 714 2 577 2 445 2 486 2 488 2 714 2 577 1 879 1 955 1 970 2 145 2 044 1 879 1 955 1 970 2 145 2 044 250 249 234 183 121 250 249 234 183 121 316316 282282 284 284 386 386 412 412 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 100 Erfolgreiche Abschlüsse und ohne Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig Abb.100 100beendete Erfolgreiche Abschlüsse und Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig Abb. Erfolgreiche Abschlüsse und ohne ohne bei Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig berufliche Bildungsgänge deutschen Schülern (in Prozent beendeteberufliche beruflicheBildungsgänge Bildungsgänge bei deutschen Schülern (in(in Prozent bezogen auf auf beendete bei deutschen Schülern Prozent bezogen bezogen auf alle deutschen Schüler der Abschlussklassenstufe) alle deutschenSchüler Schülerder der Abschlussklassenstufe) Abschlussklassenstufe) alle deutschen 100% 100% 90% 90% 80% 80% 70% 70% 60% 60% 50% 50% 40% 40% 30% 30% 20% 20% 10% 10%0% 0% 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2009/10 2010/11 vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen ohne2008/09 Erfolg nicht vollständig durchlaufen vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen ohne Erfolg Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und DatenverarbeitungBerechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung nicht vollständig durchlaufen Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 106 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 106 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 111 D HANDLUNGSFELDER Abb. 101 Erfolgreiche Abschlüsse und ohne Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig beendete berufliche Bildungsgänge bei ausländischen Schülern Prozent bezogen auf alle Schüler der bzw. vorzeitig Abb. 101(in Erfolgreiche Abschlüsse undausländischen ohne Erfolg durchlaufene beendete Abschlussklassenstufe) berufliche Bildungsgänge bei ausländischen Schülern (in Prozent bezogen auf alle ausländischen Schüler der Abschlussklassenstufe) 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 vollständig durchlaufen mit Erfolg vollständig durchlaufen ohne Erfolg nicht vollständig durchlaufen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Rund8080%%der derdeutschen deutschen SchülerInnen SchülerInnen haben Rund haben im im Schuljahr Schuljahr2010/11 2010/11ihre ihreberufliche berufliche Ausbildung mit mit einem einem erfolgreichen Abschluss absolviert, während bei den Ausbildung erfolgreichen Abschluss absolviert, während beiausländischen den ausländiSchülerInnen die Erfolgsquote bei rund 57 liegt.57 Dementsprechend höher sind diehöher Anteile schen SchülerInnen die Erfolgsquote bei%rund % liegt. Dementsprechend sind der ausländischen SchülerInnen, die ihre berufliche Ausbildung ohne Erfolg durchlaufen oder dievorzeitig Anteilebeenden. der ausländischen SchülerInnen, die ihre berufliche Ausbildung ohne Erfolg durchlaufen oder vorzeitig beenden. Über einen längeren Zeitraum betrachtet unterliegt die Erfolgsquote bei ausländischen SchülerInnen größeren Schwankungen, während sie sich deutschen SchülerInnen eher Über einen längeren Zeitraum betrachtet unterliegt diebei Erfolgsquote bei ausländischen konstant verhält. SchülerInnen größeren Schwankungen, während sie sich bei deutschen SchülerInnen eher konstant verhält. Die Daten zu Auszubildenden nach Ausbildungsbereichen werden lediglich nach Staatsangehörigkeit erhoben, so dass die Aussagekraft dieses Indikators zum Grad der Die Daten zueingeschränkt Auszubildenden Integration ist. nach Ausbildungsbereichen werden lediglich nach Staats- angehörigkeit erhoben, so dass die Aussagekraft dieses Indikators zum Grad der Integration eingeschränkt ist. 107 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 112 HANDLUNGSFELDER D Abb. 102 Verteilung der deutschen und ausländischen Auszubildenden (Duales Abb. 102 System) Verteilung deutschen Auszubildenden deutschen und und ausländischen ausländischen Auszubildenden (Duales (Duales aufder Ausbildungsbereiche in Ingolstadt 2010 System) auf Ausbildungsbereiche in Ingolstadt 2010 Ausbildungsbereiche in Ingolstadt 2010 gesamt gesamt Deutsche Deutsche Ausländer Ausländer Deutsche Deutsche Ausländer Ausländer Freie Berufe Handwerk Hauswirtschaft Industrie und Handel Landwirtschaft Öffentlicher Dienst 333 333 961 961 88 33 024 024 19 19 66 66 303 303 878 878 88 22 897 897 19 19 66 66 30 30 83 83 00 127 127 00 00 7,3% 7,3% 21,1% 21,1% 0,2% 0,2% 69,5% 69,5% 0,5% 0,5% 1,6% 1,6% 12,5% 12,5% 34,6% 34,6% 0,0% 0,0% 52,9% 52,9% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% insgesamt 44 411 411 44 171 171 240 240 94,6% 94,6% 5,4% 5,4% Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Quelle: Bayer. Bayer. Landesamt Landesamt für für Statistik Statistik und und Datenverarbeitung Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Bearbeitung/Darstellung:Statistik Statistikund undStadtforschung Stadtforschung Die meisten ausländischen Jugendlichen absolvierten im Jahr 2010, für das amtliche Statistikdaten vorliegen, ihre Jugendlichen Ausbildung im Dualen System in Industrie für und Handel. An Die meisten ausländischen Jugendlichen absolvierten absolvierten im im Jahr Jahr 2010, 2010, für das das amtliche amtliche zweiter Stelle rangiert das Handwerk, in dem die ausländischen Auszubildenden stark reStatistikdaten vorliegen, ihre Ausbildung Ausbildung im im Dualen Dualen System System in in Industrie Industrie und und Handel. Handel. An An präsentiert sind, gefolgt von der Ausbildung in freien Berufen, dazu gehört die Ausbildung zweiter Stelle rangiert das Handwerk, Handwerk, in in dem dem die die ausländischen ausländischen Auszubildenden Auszubildenden stark stark z. B. bei Ärzten, Steuerberatern, Architekten und frei arbeitenden repräsentiert sind, gefolgt der in dazu die Ausbildung repräsentiert sind,Apothekern, gefolgt von von Anwälten, der Ausbildung Ausbildung in freien freien Berufen, Berufen, dazu gehört gehört die Ausbildung Ingenieuren und Wissenschaftlern. z.B. bei Apothekern, z.B. bei Ärzten, Ärzten, Apothekern, Anwälten, Anwälten, Steuerberatern, Steuerberatern, Architekten Architekten und und frei frei arbeitenden arbeitenden Ingenieuren Ingenieuren und und Wissenschaftlern. Wissenschaftlern. Abb. 103 Anteil der Ausbildungsbereiche an der Gesamtzahl der Auszubildenden Abb. der an Abb. 103 103 Anteil Anteil der Ausbildungsbereiche Ausbildungsbereiche an der der Gesamtzahl Gesamtzahl der der Auszubildenden Auszubildenden in in in Ingolstadt 2010 Ingolstadt 2010 Ingolstadt 2010 Ausbildungsbereich Ausbildungsbereich insgesamt insgesamt Freie Freie Berufe Berufe Handwerk Handwerk Hauswirtschaft Hauswirtschaft Industrie Industrie und und Handel Handel Landwirtschaft Landwirtschaft Öffentlicher Öffentlicher Dienst Dienst Insgesamt Insgesamt Anteil Anteil der der Auszubildenden Auszubildenden in in den den Ausbildungsbereichen Ausbildungsbereichen davon davon männlich davon weiblich davon männlich davon weiblich davon Deutsche Deutsche Deutsche Ausländer Ausländer Deutsche Ausländer Ausländer 8% 8% 22% 22% 0% 0% 69% 69% 0% 0% 1% 1% 0% 0% 29% 29% 0% 0% 70% 70% 1% 1% 1% 1% 0% 0% 28% 28% 0% 0% 71% 71% 1% 1% 1% 1% 0% 0% 53% 53% 0% 0% 47% 47% 0% 0% 0% 0% 18% 18% 12% 12% 0% 0% 67% 67% 0% 0% 3% 3% 17% 17% 11% 11% 0% 0% 68% 68% 0% 0% 3% 3% 24% 24% 18% 18% 0% 0% 58% 58% 0% 0% 0% 0% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Quelle: Bayerisches Bayerisches Landesamt Landesamt für für Statistik Statistik und und Datenverarbeitung Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Bearbeitung/Darstellung:Statistik Statistikund undStadtforschung Stadtforschung Jeweils die Hälfte der männlichen ausländischen Auszubildenden ist entweder im Ausbildungsbereich Handwerk der Industrie und dem Handel tätig. Verglichen deutschen Jeweils die der männlichen ausländischen Auszubildenden ist entweder im Jeweils die Hälfte Hälfte deroder männlichen ausländischen Auszubildenden ist mit entweder im männlichen Auszubildenden sind ausländische männliche Auszubildende im handwerkliAusbildungsbereich Handwerk oder der Industrie und dem Handel tätig. Verglichen mit Ausbildungsbereich Handwerk oder der Industrie und dem Handel tätig. Verglichen mit deutschen männlichen Auszubildenden sind ausländische männliche Auszubildende im chen Bereich häufiger und in Industrie und Handel deutlich seltener vertreten. Die weiblideutschen männlichen Auszubildenden sind ausländische männliche Auszubildende im handwerklichen Bereich häufiger und in Industrie und Handel deutlich seltener vertreten. Die chen ausländischen Auszubildenden ihre Handel Ausbildung überwiegend in Industrie handwerklichen Bereich häufiger und absolvieren in Industrie und deutlich seltener vertreten. Die weiblichen Auszubildenden absolvieren ihre Ausbildung überwiegend und Handel,ausländischen gefolgt von den Ausbildungsbereichen der freien und des Handwerks.in weiblichen ausländischen Auszubildenden absolvieren ihre Berufe Ausbildung überwiegend in Industrie und Handel, gefolgt von den Ausbildungsbereichen der freien Berufe Industrie und Handel, gefolgt von den Ausbildungsbereichen der es freien und des des Bei den Ausbildungsbereichen der weiblichen Auszubildenden gibt nur Berufe relativ und geringe Handwerks. den der Handwerks. Bei den Ausbildungsbereichen Ausbildungsbereichen der weiblichen weiblichen Auszubildenden Auszubildenden gibt gibt es es nur nur relativ relativ UnterschiedeBei zwischen Deutschen und Ausländerinnen. geringe Unterschiede zwischen Deutschen und Ausländerinnen. geringe Unterschiede zwischen Deutschen und Ausländerinnen. 108 108 Integrationsbericht Integrationsbericht Stadt Stadt Ingolstadt Ingolstadt –– Version Version 27 27 –– 19.03.2013 19.03.2013 113 D HANDLUNGSFELDER Abb. 104 Auszubildende nach Berufsbereichen in Ingolstadt 2010 Abb. 104 Auszubildende nach Berufsbereichen in Ingolstadt 2010 Auszubildende nach Berufsbereichen Berufsbereich insgesamt 05 - Gartenbauberufe 25 - Metall- und Anlagenbauberufe 26 - Blechkonstruktions- und Installationsberufe 27 - Maschinenbau- und -wartungsberufe 28 - Fahr-, Flugzeugbau- und -wartungsberufe 31 - Elektroberufe 41 - Köche/Köchinnen 44 - Hochbauberufe 48 - Ausbauberufe 50 - Berufe in der Holz- und Kunststoffverarbeitung 51 - Maler/innen, Lackierer/innen und verwandte Berufe 66 - Verkaufspersonal 67 - Groß- und Einzelhandelskaufleute, Ein- und Verkaufsfachleute 69 - Bank-, Bausparkassen-, Versicherungsfachleute 70 - Andere Dienstleistungskaufleute und zugehörige Berufe 74 - Lagerverwalter/innen, Lager-, Transportarbeiter/innen 75 - Berufe in der Unternehmensleitung, -beratung und -prüfung 77 - Rechnungskaufleute, Informatiker/innen 78 - Büroberufe, Kaufmännische Angestellte, a.n.g. 85 - Übrige Gesundheitsdienstberufe 90 - Berufe in der Körperpflege 91 - Hotel- und Gaststättenberufe insgesamt davon männlich weiblich davon davon insgesamt insgesamt Deutsche Ausländer Deutsche Ausländer 23 78 67 290 640 560 56 20 16 59 117 184 281 187 32 93 59 103 520 214 95 119 13 78 67 190 600 486 43 20 16 51 96 58 122 66 11 50 4 82 84 . 16 31 13 72 . 184 581 476 39 . . . 84 53 112 60 11 . 4 80 78 . 11 25 0 6 . 6 19 10 4 . . . 12 5 10 6 0 . 0 . 6 0 5 6 10 0 0 100 40 74 13 0 0 8 21 126 159 121 21 43 55 21 436 213 79 88 10 0 0 100 40 74 . 0 0 8 21 106 138 117 . . . 21 419 190 66 80 0 0 0 0 0 0 . 0 0 0 0 20 21 4 . . . 0 17 23 13 8 3 813 2 185 2 076 109 1 628 1 516 112 Betrachtet werden die bundesweit 25 wichtigsten Berufsbereiche Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Tabelle zeigt die Zahl der deutschen und ausländischen Auszubildenden im Jahr 2010 Die Tabelle zeigt die Zahl der deutschen und ausländischen Auszubildenden im Jahr 2010 in in einzelnen Ausbildungsberufen. einzelnen Ausbildungsberufen. Auf Platz Platz 11 kommen kommenbei beimännlichen männlichenAuszubildenden Auszubildenden unabhängig Nationalität Auf unabhängig vonvon derder Nationalität die die Fahr-, Flugzeugbau-wartungsberufe, gefolgtvon von Elektroberufen. Elektroberufen. MalerMaler- und Fahr-, Flugzeugbauundund -wartungsberufe, gefolgt und Lackiererberufe ausländischen männlichen männlichen Auszubildenden Auszubildenden häufig gewählt. gewählt. Lackiererberufe werden werden von von ausländischen Büroberufe, Kaufmännische Angestellte stehen bei weiblichen deutschen Auszubildenden Büroberufe, Kaufmännische Angestellte stehen bei weiblichen deutschen Auszubildenmit auf Platz 1, wohingegen weibliche ausländische Auszubildende sich in sich den denAbstand mit Abstand auf Platz 1, wohingegen weibliche ausländische Auszubildende Gesundheitsdienstberufen, bei den Großund Einzelhandelskaufleuten und im Verkauf in den Gesundheitsdienstberufen, bei den Groß- und Einzelhandelskaufleuten und im konzentrieren. Verkauf konzentrieren. 109 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 114 HANDLUNGSFELDER 3.2.4 Hochschulen D In der Stadt Ingolstadt gibt es zwei Hochschulen: • • die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt (WFI – Ingolstadt School of Management) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW Ingolstadt bzw. Hochschule Ingolstadt, früher: FH Ingolstadt) Daneben gibt es noch Außenstellen weiterer bayerischer Hochschulen. Die Ingolstadt Institute (INI) bilden als enge Kooperationsform zwischen der AUDI AG und führenden Hochschulen ein regionales Kompetenzzentrum. Wissenschaft und Industrie arbeiten hier eng zusammen. Zu den Ingolstadt Instituten gehören: • • • • • • INI.TUM, das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Technischen Universität München in Ingolstadt. Ein Schwerpunkt der Ingolstadt Institute der TU München ist die Bearbeitung moderner Forschungsthemen zur Fahrzeugtechnik. Dabei erfolgt eine Qualifizierung von jungen Ingenieuren, die ihr zukünftiges Betätigungsfeld in der Fahrzeugtechnik sehen. Die Projekte konzentrieren sich auf die Analyse von Fahrer, Fahrzeug und Fahrumgebung in den Bereichen Mechatronik, Produktion und Elektromobilität INI.FAU, das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg in Ingolstadt INI.LMU, eine Kooperation mit der LMU München INI.UniBw, eine Kooperation mit der Universität der Bundeswehr INI.KU, Ingolstadt Institute der KU Eichstätt-Ingolstadt IAF, Institut für Angewandte Forschung der HAW Ingolstadt In dem 2008 an der Hochschule Ingolstadt gegründeten Institut für Akademische Weiterbildung (IAW) werden sämtliche Weiterbildungsaktivitäten der Hochschule gebündelt und weiterentwickelt. Das Angebot erstreckt sich von berufsbegleitenden Masterstudiengängen und Hochschulzertifikaten bis hin zu Qualifikationsmodulen für Unternehmen. Seit kurzem gibt es ein Verbundforschungsprojekt „Offene Hochschule Oberbayern (OHO)“ der Hochschulen Ingolstadt und München. Dessen Ziel ist es, die akademische Weiterbildung für Studieninteressierte attraktiver und zugänglicher zu machen. Zielgruppe sind insbesondere Leute mit Berufserfahrung (ohne Abitur), Mütter und Väter in Erziehungszeit und Berufsrückkehrer. Auch Migranten sollen besonders angesprochen werden. 115 D HANDLUNGSFELDER Zahl der Studierenden Zahl der Studierenden Abb. 105 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Katholischen Universität Abb. 105 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt insgesamt jeweiligen Wintersemester Eichstätt-Ingolstadt insgesamt im jeweiligenim Wintersemester Zahl der Studierenden Abb. 105 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Katholischen Universität 6 000 Eichstätt-Ingolstadt insgesamt im jeweiligen Wintersemester 6 000 5 000 5 000 4 048 4 008 4 000 4 000 3 000 4 048 4 008 4 547 4 215 4 215 4 547 4 768 4 944 4 874 4 768 4 944 4 874 4 613 4 526 4 613 4 526 4 394 4 182 4 182 4 711 4 394 4 711 4 952 4 952 3 000 2 000 2 000 1 000 1 000 0 0 351 371 392 463 451 453 428 463 451 453 428 381 358 368 343 356 379 381 2008/09 379 392 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 368 2010/11 358 2009/10 356 2012/13* 371 2002/03 343 2011/12 351 2001/02 2000/01 Ausländer 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04insgesamt 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10*2012/13: 2010/11vorläufige 2011/12Meldung 2012/13* Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung *2012/13: vorläufige Meldung Ausländer insgesamt Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Abb. 106 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Fakultät (WFI) im jeweiligen Abb. 106 Ingolstadt Zahl der Studierenden (alleWintersemester Semester) an der WirtschaftswissenAbb. 106schaftlichen Zahl der Studierenden (alle Semester) anim derjeweiligen Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt (WFI) Wintersemester 1 200 Fakultät Ingolstadt (WFI) im jeweiligen Wintersemester 1 200 1 000 1 000 800 938 938 919 919 940 940 978 978 1 025 1 025 978 992 978 992 1 018 911 929 911 929 911 861 1 018 1 062 1 062 911 861 800 600 600 400 400 200 200 0 0 50 51 48 74 83 86 94 83 86 94 77 78 75 84 81 84 114 114 78 2009/10 81 2012/13* 77 2008/09 75 2010/11 2011/12 74 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2000/01 51 2002/03 48 2003/04 50 2001/02 Ausländer 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04insgesamt 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13* *2012/13: vorläufige Meldung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung *2012/13: vorläufige Meldung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung insgesamt Ausländer Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung 111 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung 111 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 116 HANDLUNGSFELDER Die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW Ingolstadt, früher: FH Ingolstadt) wurde seit ihrer Gründung im Jahr 1994 – auch (HAW wegenIngolstadt, der großen ZahlFH anIngolstadt) Bewerbungen – Die Hochschule für angewandte Wissenschaften früher: immer ausgebaut. Erweiterung ist noch abgeschlossen. wurdeweiter seit ihrer GründungDie im Jahr 1994 – auch wegennicht der großen Zahl an Bewerbungen – D immer weiter ausgebaut. Die Erweiterung ist noch nicht abgeschlossen. Abb. 107 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Hochschule für angewandte Abb. 107 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt im jeweiligen Wintersemester Wissenschaften Ingolstadt im jeweiligen Wintersemester insgesamt weiblich nichtdeutsch 4 445 3 679 3 194 2 809 1 059 1 313 268 71 1 567 347 82 1 772 411 106 1 940 2 085 2 128 2 184 478 530 110 121 563 154 559 166 2 401 551 609 123 184 692 753 367 276 901 451 1 183 544 *2012/2013: vorläufige Angaben Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und DatenverarbeitungBearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Herkunft der der Studierenden undund strukturelle Besonderheiten Herkunft Studierenden strukturelle Besonderheiten Im Wintersemester 2012/13 waren an der Hochschule Ingolstadt 1 741 Studierende aus Wintersemester 2012/13Weniger waren anals derdie Hochschule Ingolstadt 1 741 Studierende aus derder derImRegion immatrikuliert. Hälfte der Studierenden kommt also aus Region immatrikuliert. Weniger als die Hälfte der Studierenden kommt also aus der Stadt Stadt oder dem regionalen Umland. Die übrigen Studierenden stammen zu gut einem Dritdem regionalen Umland. Die übrigen Studierenden stammen zu gut einem Drittel aus teloder aus dem restlichen Bayern und zu gut 20 % aus anderen Bundesländern bzw. aus dem dem restlichen Bayern und zu gut 20 % aus anderen Bundesländern bzw. aus dem Ausland. Ausland. Etwa der Studierenden (inkl. internationale Austauschstudierende) haben Etwa 12 % 12 der %Studierenden (inkl. internationale Austauschstudierende) haben eine eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Anteil ausländischer Studierender hat sich ausländische Staatsangehörigkeit. Der Anteil ausländischer Studierender hat sich in den in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Viertel Studierenden ist weiblich, letzten zehn Jahren verdoppelt. EinEin Viertel derder Studierenden an an derder HI HAW ist weiblich, in betriebswirtschaftlichen Studiengängen ist jeder zweite Studierende eine Frau, in den in betriebswirtschaftlichen Studiengängen ist jeder zweite Studierende eine Frau, in den technischenStudiengängen Studiengängen liegt teilweise unter 10 %. technischen liegtder derAnteil Anteil teilweise unter 10 %. An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt stammen An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt stammenvon vonden den4 4711 711Studierenden Studierenden des Wintersemesters 2011/12 rund 1 000 (gut 20 %) aus der Region. Knapp die Hälfte des Wintersemesters 2011/12 rundein1 Drittel 000 (gut 20 %) aus der Region. Knapp diedem Hälfte kommt aus dem restlichen Bayern, aus den übrigen Bundesländern bzw. aus kommt aus dem restlichen Bayern, ein Drittel aus den übrigen Bundesländern bzw. aus Ausland. dem GutAusland. 7 % der Studierenden haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zwei Drittel der Studierenden an der KUhaben sind eine Frauen. Das liegt Staatsangehörigkeit. vor allem an den Lehramtsundder Gut 7 % der Studierenden ausländische Zwei Drittel Fachhochstudiengängen. Bei der Herkunft der Studierenden gibt es große Unterschiede Studierenden an der KU sind Frauen. Das liegt vor allem an den Lehramts- und Fachhochzwischen den einzelnen Studienangeboten. studiengängen. Bei der Herkunft der Studierenden gibt es große Unterschiede zwischen Der Anteil von Studierenden aus der Region liegt an der WFI nur bei rund 13 %. Rund die den einzelnen Studienangeboten. Hälfte der Studierenden an der WFI kommt von außerhalb Bayerns. Jeder Zehnte hat eine Der Anteil der Studierenden aus der Region liegt an der WFI nur bei rund 13 %. Rund die ausländische Staatsangehörigkeit. Hälfte der Studierenden an der WFI kommt 112 von außerhalb Bayerns. Jeder Zehnte hat eine Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 ausländische Staatsangehörigkeit. 117 D HANDLUNGSFELDER Abb. 108 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 Abb. 108 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 Abb. 108 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 Hochschule Hochschule ins- männ- weib- deutsche männ- weib- auslän- männ- weib- auslänlich weiblich ausländische lich weiblich deutsche Studie- männlich weiblich ausländische männWinter- gesamt ins- männStudierende Studiesemester lich dische lich Studielich lich dische lich Winter- gesamt lich rende rende Studierende Studiesemester Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl % rende Anzahl Anzahl rende Anzahl KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (WFI) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (WFI) KU Eichstätt-IN (WFI) KU Eichstätt-IN (WFI) KU Eichstätt-IN (WFI) HAW Ingolstadt KU Eichstätt-IN (WFI) HAW Ingolstadt HAW Ingolstadt HAW Ingolstadt HAW Ingolstadt HAW Ingolstadt 2009/2010 2010/2011 2009/2010 2011/2012 2010/2011 2009/2010 2011/2012 2010/2011 2009/2010 2011/2012 2010/2011 2009/2010 2011/2012 2010/2011 2009/2010 2011/2012 2010/2011 2011/2012 3 321 3 483 3 321 3 693 3 483 861 3 693 911 861 1 018 911 2 809 1 018 3 154 2 809 3 679 3 154 3 679 Anzahl Anzahl 957 1 004 957 1 037 1 004 515 1 037 534 515 583 534 2 117 583 2 412 2 117 2 778 2 412 2 778 2 364 2 479 2 364 2 656 2 479 346 2 656 377 346 435 377 692 435 742 692 901 742 901 Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Anzahl 3 028 3 224 3 028 3 418 3 224 786 3 418 827 786 937 827 2 533 937 2 787 2 533 3 228 2 787 3 228 Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl 847 901 847 931 901 483 931 497 483 556 497 1 916 556 2 151 1 916 2 471 2 151 2 471 2 181 2 323 2 181 2 487 2 323 303 2 487 330 303 381 330 617 381 636 617 757 636 757 293 259 293 275 259 75 275 84 75 81 84 276 81 367 276 451 367 451 110 103 110 106 103 32 106 37 32 27 37 201 27 261 201 307 261 307 183 156 183 169 156 43 169 47 43 54 47 75 54 106 75 144 106 144 % 8,8% 7,4% 8,8% 7,4% 7,4% 8,7% 7,4% 9,2% 8,7% 8,0% 9,2% 9,8% 8,0% 11,6% 9,8% 12,3% 11,6% 12,3% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb.109 109Absolventen Absolventen den Hochschulen Region Ingolstadt bis 2011 Abb. anan den Hochschulen derder Region Ingolstadt 20092009 bis 2011 Abb. 109 Absolventen an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 Hochschule Jahr Hochschule Jahr ins- männ- weib- deutsche männ- weib- auslän- männ- weib- auslängesamt lich lich Studielich lich dische lich lich dische ins- männ- weib- deutsche männ- weib- auslän- männ- weib- auslänrende StudieStudiegesamt lich lich Studielich lich dische lich lich dische rende rende rende StudieStudieAnzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl % rende rende Anzahl Anzahl Anzahl KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2009 679 179 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2010 774 183 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2009 679 179 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2011 734 186 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2010 774 183 KU Eichstätt-IN (WFI) 2009 254 170 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) 2011 734 186 KU Eichstätt-IN (WFI) 2010 235 134 KU Eichstätt-IN (WFI) 2009 254 170 KU Eichstätt-IN (WFI) 2011 197 122 KU Eichstätt-IN (WFI) 2010 235 134 HAW Ingolstadt 2009 371 268 KU Eichstätt-IN (WFI) 2011 197 122 HAW Ingolstadt 2010 449 318 HAW Ingolstadt 2009 371 268 HAW Ingolstadt 2011 646 502 HAW Ingolstadt 2010 449 318 HAW Ingolstadt 2011 646 502 Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 500 591 500 548 591 84 548 101 84 75 101 103 75 131 103 144 131 144 Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl % 622 160 462 57 19 38 8,4% 729 169 560 45 14 31 5,8% 622 160 462 57 19 38 8,4% 704 177 527 30 9 21 4,1% 729 169 560 45 14 31 5,8% 241 163 78 13 7 6 5,1% 704 177 527 30 9 21 4,1% 223 129 94 12 5 7 5,1% 241 163 78 13 7 6 5,1% . . . . . . . 223 129 94 12 5 7 5,1% 342 251 91 29 17 12 7,8% . . . . . . . 425 302 123 24 16 8 5,3% 342 251 91 29 17 12 7,8% 584 446 138 62 56 6 9,6% 425 302 123 24 16 8 5,3% 584 446 138 62 56 6 9,6% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle:Anteil Bayer. Landesamt für Statistik undStudierender Datenverarbeitung liegt an der Katholischen Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der ausländischer Universität EichstättIngolstadt 8 %. UnterStudierender den erfolgreichen der Ausländer-Anteil Der Anteilbei rund ausländischer liegt Absolventen an der liegt Katholischen Universität bei ca.Anteil 5 % (Jahre 2009 und8 2010). Eichstätt-Ingolstadt bei rund %. Unter den erfolgreichen liegt der AusländerDer ausländischer Studierender liegt an Absolventen der Katholischen Universität Anteil bei ca. 5 % (Jahre 2009 und 2010). Die relativ niedrige Ausländerquote an der Eichstätt-Ingolstadt liegtliegt auchder anAusländerder DomiEichstätt-Ingolstadt bei rund 8 %. Unter denKU erfolgreichen Absolventen Die relativ Ausländerquote an der KU Eichstätt-Ingolstadt liegt auch an der nanz der Anteil bei Lehramtsstudiengänge. ca.niedrige 5 % (Jahre 2009 und 2010). Dominanz der Lehramtsstudiengänge. An der HAW Ingolstadt ist der Ausländeranteil unterEichstätt-Ingolstadt den Studierenden liegt im Jahr 2011/2012 Die relativ niedrige Ausländerquote an der KU auch an der An der HAW Ingolstadt ist der Ausländeranteil unter den Studierenden im Jahr 2011/2012 Dominanz der Lehramtsstudiengänge. auf über 12 % angestiegen. Ein vergleichbarer Anteil lässt sich auch bundesweit an allen auf der überHAW 12Hochschulen %Ingolstadt angestiegen. EinAusländeranteil vergleichbarer Anteilden lässt sich auch bundesweit allen An istfinden. der unter Studierenden im deutschen Der Anteil ausländischer Studierender hatJahr sich2011/2012 inanletzten deutschen Hochschulen finden. Der Anteil ausländischer Studierender hat sich inanletzten auf über 12 % angestiegen. Ein vergleichbarer Anteil lässt sich auch bundesweit allen zehn Jahren verdoppelt. Unter den erfolgreichen Absolventen waren im Jahr 2011 knapp zehn JahrenHochschulen verdoppelt. Unter den erfolgreichen Absolventen waren im Jahr 2011 knapp 10 deutschen finden. Der Anteil ausländischer Studierender hat sich in letzten 10 % ausländische Studierende. % ausländische Studierende. zehn Jahren verdoppelt. Unter den erfolgreichen Absolventen waren im Jahr 2011 knapp 10 % ausländische Studierende. 113 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 –113 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 118 HANDLUNGSFELDER D Abb. anden den Hochschulen Region Ingolstadt 2011/2012 Abb. 110 110 Studierende Studierende an Hochschulen der der Region Ingolstadt 2011/2012 Abb. 110 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2011/2012 deutsche ausländische Studierende Studierende deutsche ausländische 4 000 Studierende Studierende 4 000 3 500 3 500 3 000 3 000 2 500 2 500 2 000 2 000 1 500 1 500 1 000 1 000 500 500 0 0 KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (WFI) HAW Ingolstadt Quelle: Bayerisches Landesamt Statistik und Datenverarbeitung KU Landesamt Eichstätt-IN (infür Eichstätt) KU Eichstätt-IN Bearbeitung//Darstellung: (WFI) HAWStatistik Ingolstadt Quelle: Bayerisches für Statistik und Datenverarbeitung und Stadtforschung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 111 Bestandene Prüfungen an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2011 Abb. Prüfungen Hochschulen der Region Ingolstadt Abb. 111 111 Bestandene Bestandene Prüfungen anan denden Hochschulen der Region Ingolstadt 2011 2011 800 800 700 700 600 600 500 500 400 400 300 300 200 200 100 100 0 0 deutsche Studierende deutsche Studierende ausländische Studierende ausländische Studierende KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (WFI) KU Eichstätt-IN (in Eichstätt) KU Eichstätt-IN (WFI) Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung HAW Ingolstadt HAW Ingolstadt Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bearbeitung//Darstellung: Statistik und Stadtforschung 114 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 –114 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 119 D HANDLUNGSFELDER Internationalität an der Hochschule Ingolstadt (http://www.haw-ingolstadt.de/) Interkulturelle Kompetenz und globales Denken haben für die Vorbereitung auf das Berufsleben immens an Bedeutung gewonnen. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt versteht sich als eine internationale Hochschule und hat dieses Selbstverständnis in ihrem Leitbild und ihren Zielen zentral verankert. In allen Feldern der Forschung, Lehre und Verwaltung trägt die Hochschule Ingolstadt so der wachsenden Globalisierung und den damit verbundenen Erwartungen an die Ausbildung vonseiten der Unternehmen und der Gesellschaft Rechnung. Diese Grundhaltung spiegelt sich wider in dem Angebot an internationalen Studienabschlüssen, fundierten fachbezogenen Fremdsprachenangeboten und Wahlfächern zu internationalen und interkulturellen Themen sowie in der Einrichtung internationaler Studiengänge wie International Retail Management oder International Automotive Engineering. Das International Office der HAW unterstützt die internationalen Aktivitäten der Hochschule Ingolstadt durch unterschiedliche Angebote und in vielfältiger Weise. Zurzeit hat bereits jeder zweite Absolvent der Hochschule Ingolstadt mindestens ein Semester im Ausland (Studium oder Praktikum) verbracht. Sowohl die Mobilität der Studierenden als auch der Dozent/innen und des nicht-wissenschaftlichen Personals wird durch Kooperationsabkommen mit weltweit 90 Partnerhochschulen ermöglicht. Der Schwerpunkt liegt im Studierendenaustausch. So pflegt die HAW auch Kontakte in die Türkei und will diese in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Derzeit existieren Kooperationen mit zwei türkischen Hochschulen in Istanbul und Manisa. Die Hochschule Ingolstadt besuchen derzeit 86 Studierende mit türkischen Wurzeln, darunter acht Austauschstudierende aus der Türkei. Von den derzeit (WS 2012/13) insgesamt 544 ausländischen Studierenden haben gut zwei Drittel ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben. Ein Drittel sind Bildungsinländer, d. h. ausländische Studierende, die in Deutschland die Schule absolviert haben. Bundesweit sind nur etwa ein Viertel der ausländischen Studierenden Bildungsinländer. Im Hinblick auf Integration stellt diese Gruppe der Nachkommen von Zuwanderern einen Erfolgsfaktor dar. Das Ausmaß der Personen mit Migrationshintergrund an deutschen Hochschulen ist, wie sich anhand des Mikrozensus zeigen lässt, viel höher. Allerdings lässt sich dies anhand der Studierendenstatistik nur teilweise ermessen, da der größte Teil der Studierenden mit Migrationshintergrund die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. 120 Abb. 112 Staatsangehörigkeiten der Studierenden HANDLUNGSFELDER D Ausländische Studierende an der HAW Ingolstadt (WS Abb.112 112 Staatsangehörigkeiten der Studierenden Staatsangehörigkeit Abb. Staatsangehörigkeiten der Studierenden Studierende Indien Ausländische Studierende an der HAW Ingolstadt (WS 2012/13) Türkei Staatsangehörigkeit Studierende Russische Föderation Indien 99 China (mit Tibet) Türkei 86 Italien Russische Föderation 26 Vietnam China (mit Tibet) 23 Rumänien Italien 19 Mexiko Vietnam 19 Polen Rumänien 18 Mexiko 15 Malaysia Polen 15 Österreich Malaysia 13 Pakistan Österreich 12 Bosnien-Herzegowina Pakistan 12 Kosovo Bosnien-Herzegowina 10 Spanien Kosovo 10 Ukraine Spanien 10 Ukraine Vereinigte Staaten 10 Vereinigte Staaten 10 Griechenland Griechenland 9 Kroatien Kroatien 9 Brasilien Brasilien 7 Portugal Portugal 6 Serbien Serbien 6 Gesamt Gesamt 544 davon nicht EU davon nicht EU 432 Quelle: Ingolstadt Stadt Ingolstadt, Statistik und Stadtforschung Quelle:HAW HAW Ingolstadt Quelle: HAW Ingolstadt Stadt Ingolstadt, Statistik und Stadtforschung Stadt Ingolstadt, Statistik und Sta Eine sehr große Nachfrage ausländischer Studierender gibt es für den Studiengang „International Automotive Engineering MA“. Von den derzeit insgesamt 151 Studierenden dieses Masterstudienganges haben rund ein Drittel die indische Staatsangehörigkeit. Eine sehr große Nachfrage ausländischer Studierender gibt es für den Studiengang Eine große Nachfrage ausländischer Studierender gib „International Automotive Engineering MA“. Von densehr derzeit insgesamt 151 Studierenden „International Engineering MA“. Von den derzeit i dieses Masterstudienganges haben rund ein Drittel die indische Automotive Staatsangehörigkeit. dieses Masterstudienganges haben rund ein Drittel die indische 116 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 116 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 121 D HANDLUNGSFELDER 3.3 Ziele und Planungen D 3.3 Ziele und Planungen 3.3 Ziele und Planungen Abb. D 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. Handlungsfeld 113 Aktuelle Ziele Qualitäten, ZielführendeStudium Maßnahmen und Projekte im D 3/ Schule, Ausbildung, Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium Beginn der zeitlichen Aktueller Abb. 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Umsetzbarkeit Stand / Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium Bewertung Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Aktuelle Ziele / Qualitäten Aktuelle Ziele / Qualitäten Alle Jugendlichen Ingolstadt verlassen die Schule möglichst mit Abschluss. Aktuelle DZiele 3.3/ Qualitäten Zieleinund Planungen Erhöhung der Bildungschancen Erhöhung der Bildungschancen Aktuelle Ziele /und Qualitäten Ausbau Entwicklung Ausbau und Entwicklung der der BetreuungsBetreuungs- und und Bildungsangebote Bildungsangebote für für Kinder Kinder und und Jugendliche Jugendliche nach nach Bedarf Bedarf und und Notwendigkeit Notwendigkeit Alle Jugendlichen in Ingolstadt verlassen die Schule möglichst mit Abschluss. Ausbau Ausbau und und Weiterentwicklung Weiterentwicklung der der Ganztagsbetreuung Ganztagsbetreuung und undGanztagsschulen Ganztagsschulen Gesamtkonzepte für außerschulische Angebote, vor allem im Bereich der kulturellen (Runder Tischbewerben, kulturelle Bildung, Verein Künstler an die Bildungsund Angebote direkt an Bildungs- Bildung und Teilhabepaket Teilhabepaket bewerben, Angebote direkt an Schulen Schulen Schule e.V.)kostengünstige verankern, verankern, kostengünstige Nachhilfe Nachhilfe an an Schulen Schulen anbieten anbieten Steigerung der speziellen AttraktivitätAngeboten des Studienortes ausländische Schaffung aus kulturellen Hintergrund der Schaffung von von speziellen Angeboten aus dem demIngolstadt kulturellenfür Hintergrund der Studierende Migranten, Migranten, wie wie z.B. z.B. Saz Saz (türkische (türkische Gitarre) Gitarre) an an Schulen Schulen (MS (MS auf auf der der Schanz) Schanz) Zielführende Maßnahmen und Projekte Sprach-, Weiterentwicklung der bestehenden Weiterentwicklung der bestehenden Sprach-, LeseLese- und und Schülerpatenschaften Schülerpatenschaften für für junge junge Menschen Menschen mit mit Zuwanderungsgeschichte Zuwanderungsgeschichte an an der der GrundGrund- und und Erhöhung der Bildungschancen Mittelschule „Auf Mittelschule „Auf der der Schanz“ Schanz“ zur zur Förderung Förderung des des Schulerfolgs Schulerfolgs und und beim beim Ausbau und Entwicklung der Betreuungsund Bildungsangebote für Kinder Übergang von der Beruf Übergang von der Schule Schule in in den den Beruf und Jugendliche nach Bedarf und Notwendigkeit Fortsetzung Fortsetzung des des Jugendkultursommers Jugendkultursommers (Projekt (Projekt „Soziale „Soziale Stadt“) Stadt“) im im Jahr Jahr 2013 2013 Ausbau Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen als Möglichkeit auch zu als eine eineund Möglichkeit auch Migranten Migranten zu integrieren integrieren Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufsfindung BildungsundJugendlichen Teilhabepaket bewerben, Angebote direkt an Schulen Unterstützung von bei der Berufsfindung verankern, kostengünstige Nachhilfe an Schulen anbieten stärkere stärkere Vernetzung Vernetzung von von Schulsozialarbeit, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jugendamt, Jobcenter, Jobcenter, „Soziale „Soziale Schaffung von speziellen Stadt“, vhs Stadt“, Bürgerhaus, Bürgerhaus, vhs Angeboten aus dem kulturellen Hintergrund der Migranten, wie z.B. Saz (türkische Gitarre) an Schulen (MS auf der Schanz) Praktika Praktika für für Jugendliche Jugendliche mit mit Migrationshintergrund Migrationshintergrund zur zur Berufsorientierung Berufsorientierung und und Weiterentwicklung der Wirtschaft bestehenden Sprach-, Lese- und Schülerpatenschaften Kontakte (Intensivierung der Kontakte zur zur lokalen lokalen Wirtschaft fördern fördern (Intensivierung der Zusammenarbeit Zusammenarbeit für junge Schule Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Grund- und zwischen und zwischen Schule und Unternehmen) Unternehmen) Mittelschule „Auf der Schanz“ zur Förderung des Schulerfolgs und beim Übergang von derEltern Schulemit in den Beruf Information der Migrationshintergrund zu Information der Eltern mit Migrationshintergrund zu Berufsmöglichkeiten Berufsmöglichkeiten in in Kooperation Kooperation mit mit weiteren weiteren Partnern Partnern (z.B. (z.B. Stadtverwaltung Stadtverwaltung als als Arbeitgeber Arbeitgeber bei bei Elternabenden Ausbildungsmessen vorstellen) Fortsetzung desund Jugendkultursommers „Soziale Stadt“) im Jahr 2013 Elternabenden und Ausbildungsmessen(Projekt vorstellen) als eine Möglichkeit auch Migranten zu integrieren Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort Unterstützung vonder Jugendlichen bei der Berufsfindung Erweiterung Angebote ausländische Studierende Erweiterung der Angebote für für ausländische Studierende stärkere Vernetzung von Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, „Soziale Stadt“, Bürgerhaus, vhs 117 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version zur 32 Berufsorientierung – 04.02.2013 Praktika für Jugendliche mit Migrationshintergrund und Kontakte zur lokalen Wirtschaft fördern (Intensivierung 117 der Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen) Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig XX Planung Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort Erweiterung der Angebote für ausländische Studierende 117 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 -Durchführung XX Durchführung Durchführung Planung Durchführung Durchführung X XX Planung Planung Planung X X XX Planung Durchführung Durchführung XX Durchführung Durchführung X Durchführung X XX Durchführung Durchführung Durchführung X Planung XX X Durchführung Durchführung Durchführung XX X Durchführung Durchführung Durchführung X XX Planung Planung Durchführung XX Planung Planung X Durchführung X Durchführung Information der Eltern mit Migrationshintergrund zu Berufsmöglichkeiten in Kooperation mit weiteren Partnern (z.B. Stadtverwaltung als Arbeitgeber bei Elternabenden und Ausbildungsmessen vorstellen) 122 -Planung -Durchführung Gesamtkonzepte außerschulische allem im der Alle Jugendlichen für in Ingolstadt verlassenAngebote, die Schulevor möglichst mit Bereich Abschluss. X Planung kulturellen Bildung (Runder Tisch kulturelle Bildung, Verein Künstler an die X Planung Abb. e.V.) 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Schule Gesamtkonzepte für außerschulische Angebote, vor allem im Bereich der Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium kulturellen Bildung (Runder Tisch kulturelle Bildung, Verein Künstler an die X Planung Beginn der zeitlichen Aktueller Steigerung Schule e.V.)der Attraktivität des Studienortes Ingolstadt für ausländische X Planung Umsetzbarkeit Stand / Studierende Bewertung Steigerung der Attraktivität des Studienortes Ingolstadt für ausländische X Planung Studierende -Planung Zielführende Zielführende Maßnahmen Maßnahmen und und Projekte Projekte Zielführende Maßnahmen und Projekte Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 Kurzfristig: 2013 / 2014 KurzMittelLangMittelfristig: 2015 – 2019 fristig fristig fristig Langfristig: 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig X Aktueller Stand / -Planung Bewertung -Durchführung X X Planung Planung HANDLUNGSFELDER 4 Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung D Dem Handlungsfeld Arbeitsmarkt muss eine große Bedeutung beigemessen werden: Ein Arbeitsplatz ist entscheidend für das Einkommen einer Person und deren gesellschaftliche Stellung. Er wirkt strukturierend und erweist sich für viele als sinnstiftendes Element. Darüber hinaus kann er auch eine Auswirkung auf soziale Beziehungen (zwischen Kollegen) oder andere Handlungsfelder wie Gesundheit und Wohnen aufweisen; gleichzeitig wird die Stellung auf dem Arbeitsmarkt stark vom Bildungsniveau beeinflusst. Die Stadt Ingolstadt weist eine gute Ausgangssituation im Bereich Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt auf. Ingolstadt ist eine wirtschaftlich prosperierende Region. Der lokale Arbeitsmarkt, der Ende 2012 die niedrigste Arbeitslosenquote einer deutschen Großstadt aufwies, bietet Ingolstädterinnen und Ingolstädtern hervorragende Chancen; auch und gerade deshalb ist dieses Handlungsfeld als zentrales Element des Integrationsberichts zu betrachten. Zum einen gibt es Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund hinsichtlich ihrer Erwerbstätigkeit und des Angewiesenseins auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeit Suchende. Zum anderen ist auch das Thema der Fachkräftesicherung – und in diesem Zusammenhang die Potenziale von Zuwanderung – bedeutend für die Stadt. Auch Veränderungen im Prozess der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Abschlüssen spielen in beiden Themenfeldern eine Rolle. 4.1 Im Blickpunkt Beratung und Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse Seit April 2012 erleichtert das Anerkennungsgesetz des Bundes Personen mit Migrationshintergrund ihre im Heimatland erworbenen Berufsqualifikationen anerkennen zu lassen, um so auch in Deutschland ihren erlernten Facharbeiterberuf ausüben zu können. Gerade in der »Region Ingolstadt mit dem bestehenden Facharbeitermangel soll diese Möglichkeit ausgeschöpft werden. Das Jobcenter Ingolstadt unterstützt potenzielle Antragsteller, die SGB II-Leistungen erhalten, durch eine grundsätzliche Überprüfung der Anerkennungsvoraussetzungen, gibt Hilfe bei der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen und verweist an die spezifischen Beratungsstellen. Sofern weitere Fördermaßnahmen sinnvoll oder notwendig sind (z. B. ein Deutschkurs), erfolgen diese möglichst parallel zum Anerkennungsverfahren. Die im Anerkennungsverfahren entstehenden Kosten (z. B. für Beglaubigungen von Zeugnissen oder Übersetzungskosten) werden vom Jobcenter aus dem Vermittlungsbudget übernommen. Ganz individuelle Hilfe wird dabei von speziell geschulten Arbeitsvermittlern angeboten, die die Antragstellung begleiten und bei Fragen und Unsicherheiten sowie bei der abschließenden Abgabe der Unterlagen oder der Anmeldung zur Prüfung zur Seite stehen. Sind ergänzende Qualifizierungen erforderlich, weil der ausländische Abschluss nur als teilweise gleichwertig anerkannt wird oder formalisierte Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind, werden auch diese vom Jobcenter finanziert. Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte im Abschnitt F. 123 D HANDLUNGSFELDER 4.2 Aktueller Stand D 4.2 Aktueller Stand D 4.2.1 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 4.2.1 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung D 4.2 Aktueller Stand Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist eine dervon wichtigsten volkswirtschaftlichen D 4.2.1 Sozialversicherungspflichtige Größen, da die Finanzierung der sozialen Beschäftigung Absicherung ihr abhängt. Auch für jeden Größen, da die Finanzierung der sozialen Absicherung von ihr abhängt. für jeden Einzelnen dient sie als Sicherungssystem, u.a. in den Bereichen Alter, Auch Krankheit und Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Einzelnen dientDie sie sozialversicherungspflichtige als Sicherungssystem, u. a. Beschäftigung in den Bereichen Alter, Krankheit und ArArbeitslosigkeit. ist der wichtigste Indikator Größen, da dieDie Finanzierung der sozialen Absicherung von ihristabhängt. Auch für jeden beitslosigkeit. sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der wichtigste Indikator für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Einzelnen dient sie als Sicherungssystem, u.a. in den Bereichen Alter, Krankheit und Die ZahlTeilhabe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Ingolstadt hat von für die am Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist der wichtigste Indikator 2001 bis der 2012sozialversicherungspflichtig um rund 13 000 auf 87 Beschäftigten 945 zugenommen. Fast 53 Ingolstadt 000 (60 %) Die Zahl am Arbeitsort hat der von für die Teilhabe am am Arbeitsmarkt. Beschäftigten Arbeitsort Ingolstadt sind Einpendler, vor allem aus den 2001 bis 2012 um rund 13 000 auf 87 945 zugenommen. Fast 53 000 (60 %) der BeschäfDie Zahl der sozialversicherungspflichtig Arbeitsort Ingolstadt hat aus von Nachbar-Landkreisen. Besonderssind starkEinpendler, fiel Beschäftigten der Anstieg beiam den weiblichen Beschäftigten tigten bis am Arbeitsort Ingolstadt vor allem aus den Nachbar-Landkreisen. 2001 2012 um rund 13 000 auf 87 945 zugenommen. Fast 53 000 (60 %) der (+20 %) und hier vor bei Ausländerinnen. Besonders starkam fielallem der Anstieg bei den weiblichen Beschäftigtenvor aus allem (+26 %)aus und hier Beschäftigten Arbeitsort Ingolstadt sind Einpendler, den Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der sv-Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt vor allem bei Ausländerinnen. Nachbar-Landkreisen. Besonders der Anstieg bei(Differenz den weiblichen Beschäftigtenund aus um gut 8 000 auf über 51 000.stark DerfielPendlersaldo aus Einpendlern Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der sv-Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt (+20 %) und hier vor allem bei Ausländerinnen. Auspendlern stieg auf 36 550). umgleichen gut 8 000 auf 000. Der Pendlersaldo (Differenz aus Einpendlern undIngolstadt AuspendIm Zeitraum erhöhte sich die Zahl der am Wohnort Insgesamt gibt esüber am 51 Wohnort Ingolstadt ca. sv-Beschäftigten 10 000 ausländische Erwerbspersonen, lern)gut stieg8rund auf 550. um 000367auf 51 000. Der Pendlersaldo (Differenz aus und darunter 000über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 1 100Einpendlern ausschließlich Auspendlern stiegesauf 36und 550). InsgesamtBeschäftigte gibt am Wohnort ca. 10 000 ausländische Erwerbspersonen, geringfügig rund 1Ingolstadt 500 selbstständige Gewerbetreibende. Insgesamt gibt 7es Wohnort Ingolstadt ca. 10 000 ausländische Erwerbspersonen, darunter rund 000am sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 1 100 ausschließlich gedarunter rund 7 000 und sozialversicherungspflichtig 1 100 ausschließlich ringfügig Beschäftigte rund 1 500 selbstständigeBeschäftigte, Gewerbetreibende. geringfügig Beschäftigte und rund 1 500 selbstständige Gewerbetreibende. Abb. 114 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Pendler in der Stadt Ingolstadt 2001 bis 2012 Abb. 114 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Pendler in der Beschäftigte Beschäftigte Abb.Jahr 114 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und PendlerWohnort in der StadtPendlerIngolstadt Stadt IngolstadtEinpendler 2001 bis 2012 nach nach Auspendler gleich 2001 bis 2012 saldo (Stichtag 30.6.) Arbeitsort Wohnort Arbeitsort Beschäftigte 2001 74 844 43 663 Beschäftigte 43 260 12 079 Wohnort 31 181 Pendler+31 584 Jahr nach Einpendler nach Auspendler gleich 2012 30.6.) 87 945 52 856 51 395 16 306 35 089 saldo +36 550 (Stichtag Arbeitsort Wohnort Arbeitsort +13 101 +9 193 +8 135 +4 227 +3 908 +4 966 2001 - 2012 2001 74 844 43 663 43 260 12 079 31 181 +31 584 2012 87 945 52 856 51 395 16 306 35 089 +36 550 Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung/ Arbeitsagentur +13 101 +9 193 +8 135 +4 227 +3 908 +4 966 2001 - 2012 Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung/ Arbeitsagentur Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung/ Arbeitsagentur Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung sv‐Beschäftigte am Arbeitsort Ingolstadt Einpendler Wohnort = Arbeitsort Auspendler sv‐Beschäftigte am Arbeitsort Ingolstadt Pendlersaldo sv‐Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt Einpendler Wohnort = Arbeitsort Auspendler Pendlersaldo sv‐Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt 119 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 124 119 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 HANDLUNGSFELDER Abb. 115 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Stadt Ingolstadt D Abb. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Stadt Ingolstadt 2001 115 bis 2012 Abb. 115 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Stadt Ingolstadt 2001 bis 2012 2001 bis 2012 Jahr (30.06.) Jahr (30.06.) 2001 2003 2001 2005 2007 2003 2009 2005 2011 2007 2012 2009 2001 2011- 2012 2012/2001 2012 gesamt Anzahl gesamt Insgesamt männlich weiblich Insgesamt Anzahl Anzahl männlich weiblich 74 844 Anzahl 49 046 Anzahl 25 798 Anzahl 73 420 7473844 280 309 7376420 710 7378280 84 788 76 309 87 945 78 710 +13 101 84 788 +18% 87 945 47 888 49 47046 593 49888 263 47 50593 293 47 53 873 49 263 55 467 50 293 +6 421 53 873 +13% 55 467 2001 - 2012 +13 101 für Arbeit +6 421 Quelle: Bundesagentur 2012/2001 +18% +13% Quelle: Bundesagentur für Arbeit 25 532 25 687 798 27 046 25 532 28 417 25 687 30 915 27 046 32 478 28 417 +6 30 680 915 +26% 32 478 gesamt Deutsche Anzahl gesamt 68 839 Anzahl Frauen gesamt Männer Frauen Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Deutsche 68 022 68241 839 68 70 68890 022 73 68270 241 77 901 70 890 79 73924 270 +11 77085 901 +16% 79 924 Ausländer Männer Männer Frauen gesamt Ausländer Männer Frauen 44 693 24 146 6 005 4Anzahl 353 1 Anzahl 652 Anzahl Anzahl Anzahl 44 044 23 978 5 398 3 844 1 554 44067 693 2424 146 5 039 6 005 3 526 4 353 1 513 1 652 44 174 45 383 44507 044 2523 978 5 419 5 398 3 756 3 844 1 663 1 554 46 669 44601 067 2624 174 5 427 5 039 3 682 3 526 1 745 1 513 49 286 28 615 6 811 4 521 2 290 45 507 25 383 5 419 3 756 1 663 50 883 46041 601 2926 669 7 956 5 427 5 377 3 682 2 579 1 745 +5 737 49348 286 +528 615 +1 951 6 811+1 024 4 521 +927 2 290 +12% 50 041 +24% 29 883 +32% 7 956+24% 5 377 +56% 2 579 +6 680 +11 085 +5 348 +5 737 +1 951 +1 024 +927 +26% +16%Berechnung/Darstellung: +12% +24% Statistik +32%und Stadtforschung +24% +56% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bundesagentur für Arbeit Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 116 Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Abb. 116 Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am am Arbeitsort Ingolstadt 2001 bis 2012 Arbeitsort Ingolstadt 2001 bis 2012 +60% Abb. 116 Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am +56% Arbeitsort Ingolstadt 2001 bis 2012 +50% +60% +56% +40% +50% +30% +40% +24% +24% +20% +30% +12% +10% +24% +24% +20% +0% +10% +12% Männer Deutsche Frauen Deutsche Quelle: Bundesagentur für Arbeit Männer Deutsche Frauen Ausländer Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bundesagentur für Arbeit +0% Männer Ausländer Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Frauen Deutsche Männer Ausländer Frauen Ausländer Quelle: Bundesagentur für Arbeit 120 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 120 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 125 D HANDLUNGSFELDER Die Beschäftigtenquote der ausländischen Wohnbevölkerung ist in Ingolstadt mit 43 % Die Beschäftigtenquote der ausländischen Wohnbevölkerung ist in 43 % niedriger als die Beschäftigtenquote insgesamt (sie liegt in Ingolstadt beiIngolstadt 60 %). Dasmit liegt niedriger als die Beschäftigtenquote insgesamt (sie liegt in Ingolstadt bei 60 %). Das liegt vor allem am relativ geringen Anteil weiblicher ausländischer Beschäftigter (rund 32 %). vor allem am liegt relativ geringen Anteil weiblicher ausländischer Dagegen die Beschäftigtenquote ausländischer Männer bei Beschäftigter knapp 55 %. (rund 32 %). Dagegen liegt die Beschäftigtenquote ausländischer Männer bei knapp 55 %. Gründe dafür sind zum einen die Dominanz des produzierenden Gewerbes mit klassiGründe dafür sind zumineinen die Dominanz des produzierenden Gewerbes klassischen schen Männerberufen der Industrie. Auf der anderen Seite spielt aber auchmit das noch Männerberufen in der Industrie. Auf der anderen Seite spielt aber auch das noch verbreitete verbreitete traditionelle Familienbild eine Rolle. Ein vereinfachtes Muster der Arbeitsteitraditionelle Familienbild eine Rolle. Ein vereinfachtes Muster der Arbeitsteilung lautet: Die lung lautet: Die Männer arbeiten in Vollzeit, die Frauen kümmern sich überwiegend um die Männer arbeiten in Vollzeit, die Frauen kümmern sich überwiegend um die Kinder und den Kinder und den Haushalt und üben gegebenenfalls noch einen Minijob aus (siehe auch Haushalt und üben gegebenenfalls noch einen Minijob aus (siehe auch Abschnitt: Abschnitt: geringfügige Beschäftigung). geringfügige Beschäftigung) Seit 2001 hat sich allerdings bei den Frauen und insbesondere bei den ausländischen Seit 2001 hat sich allerdings bei den Frauen und insbesondere bei den ausländischen Frauen viel viel verändert. verändert. Bei Bei ihnen ihnen ist ist ein einAnstieg Anstieg der der sozialversicherungspflichtig sozialversicherungspflichtig Beschäftigten BeschäfFrauen tigten von 56 % zu verzeichnen. von 56 % zu verzeichnen. Abb.117 Abb.117 117Beschäftigungsquote Beschäftigungsquoteininder derStadt StadtIngolstadt Ingolstadt(Wohnort) (Wohnort)2010 2010bis bis2012 2012 Abb. Jahr Jahr (31.12.) (jeweils 31.12.) Insgesamt Insgesamt 2010 2010 2011 2011 2012 (Juni) 57,257,2 59,059,0 60,1 Männer Männer 63,763,7 65,665,6 67,0 Frauen Frauen 50,350,3 52,052,0 52,7 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Deutsche Deutsche 61,461,4 63,363,3 63,9 Ausländer Ausländer 38,1 38,1 40,5 40,5 43,3 Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Darstellung: Statistik und Stadtforschung (Beschäftigungsquote = Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) im Alter von 15 bis unter 65 Jahren/ Bevölkerung im Darstellung: Statistik und Stadtforschung Alter von 15 bis unter 65 Jahren) (Beschäftigungsquote = Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) im Alter von 15 bis unter 65 Jahren/ Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren) Abb. 118 118 Beschäftigungsquote in der (Wohnort)(Wohnort) – Abb. Beschäftigungsquoten in Stadt der Ingolstadt Stadt Ingolstadt – eigene Berechnung eigene Berechnung Jahr 2012 Insgesamt Deutsche Männer Deutsche Frauen Ausländer Männer Ausländer Frauen 59,1 68,2 56,2 54,9 32,0 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; sv-Beschäftigte Juni 2012 Quote: Berechnung nach Melderegister, 31.12. Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bundesagentur für Arbeit; sv-Beschäftigte Juni 2012 Quoten: Berechnung nach Melderegister, 31.12. Die Beschäftigungsquote steigt vor allem bei ausländischen Frauen – allerdings von ei- Berechnung/Darstellung: Statistik undder Stadtforschung nem relativ niedrigen Niveau ausgehend. Differenzen bei der Berechnung Beschäftigungsquoten für das Jahr 2012 im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich aber auch aufgrund unterschiedlicher Datenquellen für die jeweilige Bevölkerung in der Altersgruppe 15 bis 65 Jahre (Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Melde- von Die Beschäftigungsquoten steigen vor allem bei ausländischen Frauen –bzw. allerdings register relativ der Stadt Ingolstadt). einem niedrigen Niveau ausgehend. Differenzen bei der Berechnung der Beschäftigungsquoten für das Jahr 2012 im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich aber auch aufgrund unterschiedlicher Datenquellen für die jeweilige Bevölkerung in der Altersgruppe 15 bis 65 Jahre (Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung bzw. Melderegister der Stadt Ingolstadt). Die geringere Beschäftigungsquote bei Frauen in der Stadt Ingolstadt führt aber nicht unmittelbar zu einer entsprechend höheren Arbeitslosenquote, da Erwerbslosigkeit nicht 126 121 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 HANDLUNGSFELDER Die geringere Beschäftigungsquote bei Frauen in der Stadt Ingolstadt führt aber nicht unmittelbar zu einer entsprechend höheren Arbeitslosenquote, da Erwerbslosigkeit nicht zwangsläufig Arbeitslosigkeit bedeutet. Personen, die sich nicht arbeitslos melden und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, erscheinen auch nicht in der Arbeitslosenzwangsläufig Arbeitslosigkeit bedeutet. Frauen (und Männer), die sich nicht arbeitslos Statistik auchArbeitsmarkt Abschnitt: Arbeitslosenquote). melden(siehe und dem nicht zur Verfügung stehen, erscheinen auch nicht in der D Arbeitslosen-Statistik (siehe auch Abschnitt: Arbeitslosenquote). In der Altersgruppe der 30- bis unter 50-Jährigen sinkt der Anteil weiblicher Beschäftigter derden Altersgruppe derWert 30- bis unter 50-Jährigen Anteil weiblicher Beschäftigter so soInauf niedrigsten (mit Ausnahme der sinkt überder 65-jährigen Frauen). auf den niedrigsten Wert (mit Ausnahme der über 65-jährigen Frauen). Abb. amWohnort Wohnort Städtevergleich Abb. 119 119 Beschäftigungsquote Beschäftigungsquoten am imim Städtevergleich 20112011 Ausländer Frauen Deutsche Männer 70,0 60,0 50,0 40,0 30,0 20,0 10,0 0,0 Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte [Wohnort] im Alter von 15 bis unter 65 Jahren/ Bevölkerung im AlterBundesagentur von 15 bis unterfür 65Arbeit Jahren) Quelle: (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte [Wohnort] im Alter von 15 bis unter 65 Jahren/ Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren) Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 122 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 127 D HANDLUNGSFELDER Abb. 120 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt nach Altersgruppen Abb. 120 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt Stichtag: 30. Juni 2011 Abb. 120 nach Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt nach Altersgruppen Altersgruppen - Anteil weiblicher Beschäftigter an Beschäftigten insgesamt Stichtag: 30. Juni 2011 Insgesamt Deutsche Ausländer - Anteil weiblicher Beschäftigter an Beschäftigten insgesamt ins- männ- weib- weib- ins- männ- weibins- männ- weib- weibAltersgruppen gesamt lich lich lich gesamt lich lich lich gesamt lich lich Insgesamt Deutsche Ausländer ins- männweib- weibins- männins- männ- weib- weib% Anzahl Anzahl Anzahl % Anzahl Anzahl weibAnzahl Altersgruppen Anzahl Anzahl Anzahl gesamt lich lich lich gesamt lich lich lich gesamt lich lich unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 unter 20 30 bis unter 50 20 bis unter 25 50 bis unter 60 25 bis unter 30 60 bis unter 65 30 bis unter 50 65 oder älter 50 bis unter 60 Insgesamt 60 bis unter 65 65 oder älter Insgesamt 1 653 4 632 6 610 1 653 25 003 4 632 9 867 6 610 1 481 25 003 189 9 867 49 435 1 481 189 49 435 Anzahl 899 2 420 3 699 899 15 000 2 420 5 520 3 699 849 15 000 129 5 520 28 516 849 129 28 516 754 2 212 2 911 754 10 003 2 212 4 347 2 911 632 10 003 60 4 347 20 919 632 60 20 919 Anzahl Anzahl 45,6% % 47,8% 44,0% 45,6% 40,0% 47,8% 44,1% 44,0% 42,7% 40,0% 31,7% 44,1% 42,3% 42,7% 31,7% 42,3% 1 431 4 030 5 758 1 431 21 284 4 030 9 122 5 758 1 333 21 284 167 9 122 43 125 1 333 167 43 125 784 2 049 3 149 784 12 436 2 049 5 059 3 149 748 12 436 112 5 059 24 337 748 112 24 337 647 45,2% 222 % Anzahl 1 981 49,2% 597 2 609 45,3% 850 647 45,2% 222 8 848 41,6% 3 694 1 981 49,2% 597 4 063 44,5% 741 2 609 45,3% 850 585 43,9% 147 8 848 41,6% 3 694 55 32,9% 22 4 063 44,5% 741 18 788 43,6% 6 273 585 43,9% 147 55 32,9% 22 18 788 43,6% 6 273 Anzahl Anzahl Anzahl Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiblich weib% lich 115 107 48,2% Anzahl % 367 230 38,5% 548 302 35,5% 115 107 48,2% 2 546 1 148 31,1% 367 230 38,5% 457 284 38,3% 548 302 35,5% 100 47 32,0% 2 546 1 148 31,1% 17 5 22,7% 457 284 38,3% 4 150 2 123 33,8% 100 47 32,0% 17 5 22,7% 4 150 2 123 33,8% Anzahl Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die höheren Anteile weiblicher Beschäftigter in den anderen Städten werden durch ein entsprechendes Angebot an Dienstleistungsarbeitsplätzen und Städten Teilzeitstellen begünstigt. Die höheren Anteile weiblicher Beschäftigter in den anderen werden durch ein entsprechendes Angebot an Dienstleistungsarbeitsplätzen und Teilzeitstellen begünstigt. Die höheren Anteile weiblicher Beschäftigter in den anderen Städten werden durch ein entsprechendes Angebot an Dienstleistungsarbeitsplätzen und Teilzeitstellen begünstigt. Abb. 121 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) Abb. 121 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) im Alter von 30 bis im Alter von 30 bis unter 50 Jahren unter 50 Jahren Stichtag: 30. Juni 2011 Abb. 121 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) im Alter von 30 bis Anteil weiblicher Beschäftigter an Beschäftigten insgesamt im Städtevergleich unter 50 Jahren Stichtag: 30. Juni 2011 Insgesamt - Anteil weiblicher Beschäftigter ins- männ- weib- weibStadt gesamt lich lich lich Insgesamt weib- weibins- männAnzahl Anzahl Anzahl % Stadt gesamt lich lich lich Deutsche insgesamt im Städtevergleich Ausländer an Beschäftigten - ins- männ- weib- weibins- männ- weib- weibgesamt lich lich lich gesamt lich lich lich Deutsche Ausländer ins- männweib- weibins- männAnzahl Anzahl Anzahl % Anzahl Anzahl weibAnzahl weib% gesamt lich lich lich gesamt lich lich lich 25 003 15 000 Anzahl 10 003 40,0% 21 284 Ingolstadt Anzahl Anzahl % Anzahl Regensburg 25 839 14 293 11 546 44,7% 22 623 21 003 510 15 12 000 190 10 9 003 320 43,3% 21 18 284 324 Erlangen 25 Ingolstadt 40,0% 20 028 10 567 9 461 18 065 47,2% Würzburg Regensburg 25 839 14 293 11 546 44,7% 22 623 23 510 812 12 12 190 571 11 241 47,2% 18 20 324 331 Fürth 21 9 320 Erlangen 43,3% 20 028 10 567 9 461 47,2% 18 065 Würzburg Quelle: Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 23 812 12 571 11 241 47,2% 20 331 Fürth Quelle: Bayer.Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 12 436 Anzahl 8 848 41,6% 3 694 Anzahl 2 546 Anzahl 1 148 31,1% Anzahl % Anzahl % 12 290 10 436 268 12 9 435 12 290 10 268 574 10 9 435 10 574 10 333 056 88 848 8 630 10 333 757 89 056 45,7% 44,0% 41,6% 47,8% 45,7% 48,0% 44,0% 3 202 171 33 694 1 954 3 202 469 33 171 1 993 912 21 546 1 127 1 993 986 11 912 1 209 259 11 148 827 1 209 483 11 259 37,8% 39,7% 31,1% 42,3% 37,8% 42,8% 39,7% 8 630 47,8% 1 954 1 127 827 42,3% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 9 757 48,0% 3 469 1 986 1 483 42,8% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Trend der letzten Jahre in der Stadt Ingolstadt zeigt aber, dass gerade in dieser Personengruppe der stärkste prozentuale Beschäftigungsaufbau stattgefunden hat.und Stadtforschung Quelle: Bayer.Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Berechnung/Darstellung: Statistik Der Trend der letzten Jahre in der Stadt Ingolstadt zeigt aber, dass gerade in dieser Personengruppe der stärkste prozentuale Beschäftigungsaufbau stattgefunden hat. Der Trend der letzten Jahre in der Stadt Ingolstadt zeigt aber, dass gerade in dieser Personengruppe der stärkste prozentuale Beschäftigungsaufbau stattgefunden hat. 123 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 123 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 128 HANDLUNGSFELDER D Abb. 122 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Stadt Ingolstadt Abb. 122 2001 bis 2012 Jahr (30.06.) gesamt Insgesamt männlich weiblich Anzahl Anzahl Anzahl Deutsche gesamt männlich weiblich gesamt Anzahl Anzahl Anzahl 37 872 37 765 37 233 39 114 40 883 43 125 44 361 21 516 21 495 21 252 22 342 23 082 24 337 24 939 Ausländer Anzahl männlich weiblich Anzahl Anzahl 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2012 43 260 43 088 42 202 44 437 46 357 49 435 51 395 25 289 25 277 24 749 26 069 26 803 28 516 29 589 17 971 17 811 17 453 18 368 19 554 20 919 21 806 16 356 16 270 15 981 16 772 17 801 18 788 19 422 5 388 5 323 4 969 5 323 5 460 6 273 6 997 3 773 3 782 3 497 3 727 3 710 4 150 4 621 1 615 1 541 1 472 1 596 1 750 2 123 2 376 2001-2012 +8 135 +4 300 +3 835 +6 489 +3 423 +3 066 +1 609 +848 +761 2012/2001 +19% +17% +30% +22% +47% Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit +21% +17% +16% +19% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Zahl ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter mit Wohnort Ingolstadt Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Sie stieg von knapp 5 000 im Juni 2005 auf fast 7 000 im Juni 2012 (+2 028 bzw. +41 %). 129 D HANDLUNGSFELDER Abb. Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Abb.123 123 Prozentuale Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt Wohnort am Ingolstadt 2001 bis 2012 2001 bis 2012 +50% +47% +45% +40% +35% +30% +25% +20% +15% +22% +16% +19% +10% +5% +0% Männer Deutsche Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Frauen Deutsche Männer Ausländer Frauen Ausländer Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Jahresvergleich 2011 zu 2010 zeigt bei der Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt beim Beschäftigungszuwachs den auch Der Jahresvergleich 2011 zu 2010 zeigt bei der Veränderung der sozialversicherungspflichtig schon in früheren zu beobachtenden Effekt, dass Beschäftigten am Aufschwungphasen Wohnort Ingolstadt beim Beschäftigungszuwachs den der auchZuwachs schon in bei den Männern größer ausfällt als bei den Frauen. In schwierigeren wirtschaftlichen Phafrüheren Aufschwungphasen zu beobachtenden Effekt, dass der Zuwachs bei den Männern sen ist hingegen der gegenteilige Effekt zu verzeichnen. So ging die Zahl der sv-pflichtig größer ausfällt als bei den Frauen. In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen ist hingegen der gegenteilige Effekt zu von verzeichnen. So 2008 ging die der sv-pflichtig beschäftigten Männer beschäftigten Männer September bisZahl September 2009 um 1,9 % zurück, wähvon September 2008 bis September 2009 um 1,9 % zurück, während bei den Frauen in % rend bei den Frauen auch in dieser Phase die sv-pflichtige Beschäftigung noch auch um 0,5 dieser Phase die sv-pflichtige Beschäftigung noch um 0,5 % anstieg. anstieg. Beim Vergleich der Beschäftigungsentwicklung nach Staatsangehörigkeiten fällt sofort der Beim Vergleich derals Beschäftigungsentwicklung Staatsangehörigkeiten fällt sofort prozentual mehr dreimal so starke Anstieg nach bei den Ingolstädtern ohne deutsche derStaatsbürgerschaft prozentual mehr dreimal Anstieg bei den auf. Ingolstädtern ohne deutimals Vergleich zu so denstarke deutschen Ingolstädtern In absoluten Zahlen sindStaatsbürgerschaft 1 425 deutsche und 652 ausländische Ingolstädter Ingolstädtern im Jahresvergleich sche im Vergleich zu den deutschen auf. In mehr absolubeschäftigt. Zurückzuführen ist dies einerseitsim darauf, dass bei tensozialversicherungspflichtig Zahlen sind 1 425 deutsche und 652 ausländische Ingolstädter Jahresvergleich den ausländischen Beschäftigten die konjunkturellen Effekte stärker ausgeprägt sind.darauf, So mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zurückzuführen ist dies einerseits ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in Ingolstadt von dass bei den ausländischen Beschäftigten die konjunkturellen Effekte stärker ausgeSeptember 2008 bis September 2009 um 4,4 % zurück – im Vergleich zu einem Rückgang prägt So ging ZahlDeutschen. der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer um sind. nur 0,3 % beidieden Andererseits schlägt sich hier auch die jüngste in Ingolstadt vonBevölkerungsentwicklung September 2008 bis September 2009 die umZahl 4,4 % – imIngolstädter Vergleich zu Ingolstädter nieder. So nahm derzurück deutschen von 2010 bis 2011 zu,Deutschen. die Zahl derAndererseits ausländischenschlägt Bürger sich im gleichen einem Rückgang umum nur495 0,3Einwohner % bei den hier auch Zeitraum hingegen um 1 068. Die Zahl der arbeitslosen ausländischen Ingolstädter ging die jüngste Ingolstädter Bevölkerungsentwicklung nieder. So nahm die Zahl dervon deutSeptember 2010 bis September oder 118 Arbeitnehmer Per Saldo schen Ingolstädter von 2010 bis2011 2011um um17,2 495%Einwohner zu, die Zahlzurück. der ausländischen lässt sich feststellen, dass die Ingolstädter Neubürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit Bürger im gleichen Zeitraum hingegen um 1 068. Die Zahl der arbeitslosen ausländisozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vor Ort gefunden haben und auch die schon schen ging von September 2010 bisAufschwung Septemberam 2011 um 17,2 %profitiert oder 118 längerIngolstädter in Ingolstadt wohnhaften Ausländer vom Arbeitsmarkt Arbeitnehmer zurück. Per Saldo lässt sich feststellen, dass die Ingolstädter Neubürger haben. ohne deutsche Staatsangehörigkeit sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vor Ort gefunden haben und auch die schon länger in Ingolstadt wohnhaften Ausländer vom 125 Aufschwung am Arbeitsmarkt Integrationsbericht Stadt Ingolstadtprofitiert – Version haben. 27 – 19.03.2013 130 HANDLUNGSFELDER 4.2.2 Stellung imim Beruf – Berufsausbildung D.4.2.2 Stellung Beruf – Berufsausbildung D Für die Arbeitsmarktintegration ist nicht nur die Beschäftigung ein wichtiger Indikator, sondern auch das Qualifikationsniveau und somit der berufliche Status der Erwerbstätigen. Für die Arbeitsmarktintegration ist nicht nur die Beschäftigung ein wichtiger Indikator, Bei den Hochqualifizierten (mit Hochschulabschluss) sind die ausländischen Beschäftigsondern auch das Qualifikationsniveau und somit der berufliche Status der Erwerbstätigen. ten Ingolstadt zwar noch unterrepräsentiert. Im Trendsind der die vergangenen JahreBeschäftigten nahm ihre in Bei in den Hochqualifizierten (mit Hochschulabschluss) ausländischen Zahl aber überdurchschnittlich stark zu. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum auchihre die Zahl Ingolstadt zwar noch unterrepräsentiert. Im Trend der vergangenen Jahre nahm Zahl der Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Es gibt also in Bezug auf aber überdurchschnittlich stark zu. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum auch die Zahl der die Qualifikationohne eine stärkere Polarisierung auf dem Arbeitsmarkt. Beschäftigten abgeschlossene Berufsausbildung. Es gibt also in Bezug auf die Qualifikation eine stärkere Polarisierung auf dem Arbeitsmarkt. Abb.124 124Sozialversicherungspflichtig Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Beschäftigte am am Wohnort Abb. Wohnort Stadt Stadt Ingolstadt Ingolstadt nach nach Qualifikation Qualifikation Insgesamt Jahr (30.6.) 2006 2006 2006 2006 2006 2011 2011 2011 2011 2011 2006 - 2011 2006 - 2011 2006 - 2011 2006 - 2011 2006 - 2011 2011/2006 2011/2006 2011/2006 2011/2006 2011/2006 Insgesamt Männer Frauen Deutsche Ausländer Insgesamt Männer Frauen Deutsche Ausländer Insgesamt Männer Frauen Deutsche Ausländer Insgesamt Männer Frauen Deutsche Ausländer Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit ohne Berufsausbildung 42 899 25 068 17 831 37 818 5 057 49 435 28 516 20 919 43 125 6 273 + 6 536 + 3 448 + 3 088 + 5 307 + 1 216 + 15,2% + 13,8% + 17,3% + 14,0% + 24,0% 7 132 3 855 3 277 5 825 1 304 7 818 4 345 3 473 6 262 1 550 + 686 + 490 + 196 + 437 + 246 + 9,6% + 12,7% + 6,0% + 7,5% + 18,9% mit Berufsausbildung 30 632 17 395 13 237 27 258 3 355 34 045 18 778 15 267 29 947 4 070 + 3 413 + 1 383 + 2 030 + 2 689 + 715 + 11,1% + 8,0% + 15,3% + 9,9% + 21,3% mit Hochschulabschluss 5 135 3 818 1 317 4 735 398 7 572 5 393 2 179 6 916 653 + 2 437 + 1 575 + 862 + 2 181 + 255 + 47,5% + 41,3% + 65,5% + 46,1% + 64,1% Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 126 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 131 D HANDLUNGSFELDER Abb. 125 Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Abb. 125 Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Qualifikation nach Qualifikation am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 Abb. 125 Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Qualifikation Deutsche Ausländer am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 80% Deutsche Ausländer 69% 70% 80% 69% 60% 70% 65% 65% 50% 60% 40% 50% 30% 40% 20% 30% 10% 20% 0% 10% 25% 15% 10% 16% 15% 10% ohne Berufsausbildung Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit 0% 16% 25% ohne Berufsausbildung mit Berufsausbildung mit Hochschulabschluss Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung mit Berufsausbildung mit Hochschulabschluss Quelle: Bundesagentur für Arbeit Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 126 Prozentuale Veränderung der ausländischen sozialversicherungspflichtig Abb. 126 Prozentuale Veränderung der ausländischen sozialversicherungsBeschäftigten am Wohnort Ingolstadt nach Qualifikation Juni 2006 bis 2011 pflichtig Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt nach Qualifikation Abb. 126 Prozentuale Veränderung der ausländischen sozialversicherungspflichtig + 70,0% Juni 2006 bis 2011 Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt nach Qualifikation Juni 2006 bis 2011 + 64,1% + + 70,0% 60,0% + 64,1% + + 60,0% 50,0% + + 50,0% 40,0% + + 40,0% 30,0% + + 30,0% 20,0% + 18,9% + + 20,0% 10,0% + 18,9% ++10,0% 0,0% ohne Berufsausbildung + 0,0% Quelle: Bundesagentur für Arbeit + 21,3% + 21,3% mit Berufsausbildung ohne Berufsausbildung mit Hochschulabschluss mit Berufsmit HochschulBearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung ausbildung abschluss 127 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 127 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 132 HANDLUNGSFELDER D Abb. 127 Zunahme der Hochqualifizierten am Arbeitsort Juni 2001 bis Juni 2011 Abb. 127 (Sozialversicherungspflichtig Zunahme der Hochqualifizierten am Arbeitsort 2001 bis Junihöheren 2011 Beschäftigte mit Juni Abschluss einer (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Abschluss einer höheren Fachschule, Fachhoch- oder Hochschule) Fachschule, Fachhoch- oder Hochschule) 25 000 20 000 Zunahme 1999-2011 +7 314 Hochqualifizierte 1999 15 000 +6 070 10 000 +6 394 15 838 5 000 9 003 5 317 0 Erlangen Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Regensburg Ingolstadt +2 629 6 861 +642 3 246 Würzburg Fürth Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Zahl der hochqualifizierten Beschäftigten hat sich am Arbeitsort Ingolstadt seit 1999 Die als Zahl der hochqualifizierten Beschäftigten hatauf sich amNiveau Arbeitsort Ingolstadt seit 1999Ermehr verdoppelt. Die Zunahme bewegt sich dem der Universitätsstädte mehr als verdoppelt. Die Zunahme bewegt sich auf dem Niveau der Universitätsstädte langen und Regensburg. Unter den insgesamt 11 711 Hochqualifizierten hatten 759 (6 %) Erlangen und Regensburg. Unter den insgesamt 11 711 Hochqualifizierten hatten 759 (6 %) eine ausländische eine ausländische Staatsangehörigkeit. Staatsangehörigkeit. Für die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung am Arbeitsort sind Für Daten die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsort sind auch zu den Branchen und Berufen verfügbar,Beschäftigung in denen deramBeschäftigungszuauch Daten zu den Branchen und Berufen verfügbar, in denen der Beschäftigungszuwachs wachs zu verzeichnen war. zu verzeichnen war. Insgesamt hinterden denin in obigen Grafik abgebildeten Zunahmen Insgesamtsteht steht hinter derder obigen Grafik abgebildeten relativenrelativen Zunahmen ein Anstiegein Anstieg um 5 023 Beschäftigungsverhältnisse auf 86 920 Arbeitnehmer im September um 5 023 Beschäftigungsverhältnisse auf 86 920 Arbeitnehmer im September 2011. Über die Hälfte dieses Anstiegs im erfolgte Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, in der im 3. 2011. Über die Hälfte dieseserfolgte Anstiegs im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, in Ingolstadt 6 469 Arbeitnehmer undArbeitnehmer damit 2 623 oder 68,2 % mehr in Quartal der im 2011 3. Quartal 2011 insgesamt in Ingolstadt insgesamt 6 469 und damit 2 623 als im Vorjahresmonat beschäftigt waren. Mit deutlichem Abstand waren darüber hinaus bei oder 68,2 % mehr als im Vorjahresmonat beschäftigt waren. Mit deutlichem Abstand der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen waren darüber hinaus bei der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und (+ 654 Beschäftigte) im Gesundheits- und Sozialwesen (+ 259), im Bereich Information und technischen Dienstleistungen 654 Beschäftigte), GesundheitsundinSozialwesen Kommunikation (+ 165) und im(+Einzelhandel (+ 110; im ohne Kfz-Handel) die absoluten (+ Zahlen 259), höchsten im Bereich Information und Kommunikation Beschäftigungszuwächse zu verzeichnen. (+ 165) und im Einzelhandel (+ 110; ohne Kfz-Handel) die in absoluten Zahlen höchsten Beschäftigungszuwächse zu Hinsichtlich der Entwicklung in den Berufsbereichen liegen nur Daten bis Juni 2011 vor, aus verzeichnen. denen sich die nachfolgenden Zunahmen im Vergleich zum September 2010 ergeben: Der stärkste Anstieg ist im Bereich der Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe zu Hinsichtlich der Entwicklung in den Berufsbereichen liegen nur Daten bis Juni 2011 vor, verzeichnen (+ 1 307 auf 3 731), darauf folgen Organisation-, Verwaltungs- und Büroberufe aus denen sich die nachfolgenden im Vergleich September 2010 erge(+ 432 auf 19 789), technische BerufeZunahmen wie Ingenieure, Chemiker,zum Physiker (+ 406 auf 5 401) ben: stärkste Anstieg istauf im3Bereich undDer Verkehrsberufe (+ 210 682). der Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe zu verzeichnen (+ 1 307 auf 3 731), darauf folgen Organisation-, Verwaltungs- und Büroberufe (+ 432 auf 19 789), technische Berufe 128 wie Ingenieure, Chemiker, Physiker (+ 406 auf Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 5 401) und Verkehrsberufe (+ 210 auf 3 682). 133 D HANDLUNGSFELDER Es liegt daher nahe, dass die Beschäftigungszuwächse bei den Beschäftigten ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder 24,5 % bei den bei Männern und + 376ohne oderdeutsche 18,9 % bei Es liegt daher nahe, dass(+ die979 Beschäftigungszuwächse den Beschäftigten Staatsbürgerschaft (+ 979 oder 24,5 % bei den und + 376 oder + 18,9 % bei dender den Frauen) zu einem nicht unerheblichen TeilMännern in Hilfsarbeitertätigkeiten im Rahmen Frauen) zu einem nicht erfolgt unerheblichen Arbeitnehmerüberlassung sind. Teil in Hilfsarbeitertätigkeiten im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung erfolgt sind. Insgesamt waren im Jahr 2011 rund 1 300 ausländische Beschäftigte bei Ingolstädter Insgesamt waren im Jahr 2011 rund 1 300 ausländische Beschäftigte bei Ingolstädter Zeitarbeitsfirmen angestellt. Zeitarbeitsfirmen angestellt. Noch amWohnort Wohnort Beschäftigtenzuwachs am Arbeitsort Ingolstadt. Nochstärker stärker als als am warwar der der Beschäftigtenzuwachs am Arbeitsort Ingolstadt. Dazu hat auch der Anstieg bei den ausländischen Einpendlern beigetragen. Dazu hat auch der Anstieg bei den ausländischen Einpendlern beigetragen. Abb. 128 128 Ausländische Ausländische sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort bzw. Abb. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Wohnort Ingolstadt bzw. Wohnort Ingolstadt Arbeitsort Ingolstadt Wohnort Ingolstadt 7 956 8 000 7 000 6 997 6 811 6 273 6 000 5 779 5 447 5 227 5 000 4 000 5 812 5 650 5 702 5 427 5 460 5 323 5 057 Juni 2006 Juni 2007 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Juni 2008 Juni 2009 Juni 2010 Juni 2011 Juni 2012 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Vom guten Ingolstädter Arbeitsmarkt profitierten in den vergangenen Jahren gerade ausVom guten Ingolstädter Arbeitsmarkt profitierten in von denJuni vergangenen Jahren ländische Arbeitnehmer. Vergleicht man den Zeitraum 2008 bis Juni 2012,gerade so stieg ausländische Arbeitnehmer. Vergleicht man den Zeitraum von Juni 2008 bis Juni 2012, so – trotz der zwischenzeitlichen Krise in 2009 – die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Bestieg – trotz der zwischenzeitlichen Krise in 2009 – die Zahl der schäftigungsverhältnisse am Arbeitsort Ingolstadt auf 87 945 740 bzw.Ingolstadt 11 %). Dieauf Zahl sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse am(+8 Arbeitsort der87ausländischen Beschäftigten nahm sogar um mehr als ein Drittel auf 7 956 zu (+ 2 177). 945 (+8 740 bzw. +11 %). Die Zahl der ausländischen Beschäftigten nahm sogar um mehr als ein Drittel auf 7 956 zu (+ 2beim 177). größten Arbeitgeber der Region, der AUDI AG, stieg die Zahl der Beschäftigten Auch im Werk Ingolstadt von jahresdurchschnittlich 31 276 im Jahr 2006 auf 32 165 im Jahr Auch der Region, der AUDI AG, stiegNationalität die Zahl der in Beschäftigten 2011 (+beim 889 größten bzw. 2,8Arbeitgeber %). Der Anteil der Mitarbeiter anderer der AUDI AG im Werk Ingolstadt von jahresdurchschnittlich 31 276 im Jahr 2006 auf 32 165 im Jahr 2011 insgesamt ging von 8,5 % im Jahr 2007 auf 7,7 % im Jahr 2011 zurück. (+ 889 bzw. + 2,8 %). Der Anteil der Mitarbeiter anderer Nationalität in der (Quelle: AUDI AGGeschäftsbericht AUDI AG8,5 2006, 2008 und2007 2011). insgesamt ging von % im Jahr auf 7,7 % im Jahr 2011 zurück. (Quelle: Geschäftsbericht AUDI AG 2006, 2008 und 2011). Vergleicht man die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse von Ausländern in Ingolstadt nach dem 129Wohnort- bzw. Arbeitsortprinzip, fällt bei letzIntegrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 terem auf, dass die konjunkturelle Abhängigkeit am Wohnort etwas geringer ist. So ging die Zahl der sv-pflichtigen Beschäftigten 2009 bei den Ingolstädtern per Saldo nur um 190 Arbeitsverhältnisse zurück, während am Arbeitsort 352 Beschäftigungsverhältnisse mit Ausländern verloren gingen. In der darauf folgenden Aufschwungphase bot der Ingolstädter Arbeitsmarkt jedoch auch Ausländern, die außerhalb Ingolstadts wohnen, gute Perspektiven. 134 HANDLUNGSFELDER 4.2.3 Geringfügige Beschäftigung D D.4.2.3 Geringfügige Beschäftigung Abb. 129 Ausschließlich geringfügig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 Abb. 129 Ausschließlich geringfügig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 4 500 4 000 3 923 3 500 3 000 2 500 2 000 1 500 1 697 1 000 845 500 - 254 Männer Frauen Männer Frauen Deutsche Deutsche Ausländer Ausländer Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung BeiBei denden geringfügig Beschäftigten gibtgibt es auf den den ersten Blick Blick kaumkaum strukturelle Untergeringfügig Beschäftigten es auf ersten strukturelle schiede zwischen Deutschen und und Ausländern. Über sindjeweils jeweils Unterschiede zwischen Deutschen Ausländern. Über7070%% der der Minijobber Minijobber sind Frauen. Frauen. Fast % der ausländischen Arbeitnehmerinnen üben ausschließlich eine geringfügige Fast 30 30 % der ausländischen Arbeitnehmerinnen üben ausschließlich eine geringfügige BeBeschäftigung ausländischesozialversicherungspflichtig sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen schäftigung aus,aus, d. h.d.h. aufauf 10 10 ausländische beschäftigte Frauen kommen 4 Minijobberinnen.Bei Beiden dendeutschen deutschen Frauen Frauen lautet Verhältnis kommen 3 Minijobberinnen. lautetdas dasentsprechende entsprechende Verhältnis 10 zu 2, bei den Männern 15 zu 1. 10 zu 2, bei den Männern 15 zu 1. Auch hierin spiegeln sich die besonderen Herausforderungen wider, denen sich zumindest Auch spiegeln sich dieArbeit besonderen Herausforderungen wider, denen sichfehlender zumindest ein hierin Teil der ausländischen Suchenden nach wie vor gegenübersieht: Wegen bisher nicht anerkannter Ausland nach erworbener ist derWegen Zugang zu einoder Teil der ausländischen Arbeit im Suchenden wie vorQualifikation gegenübersieht: fehlenbesser bezahlten) im sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen der(insbesondere oder bisher nicht anerkannter Ausland erworbener Qualifikation ist der erschwert, Zugang zu und so werden auch geringfügige Beschäftigungen aufgenommen. Arbeitsplätzen erschwert, (insbesondere besser bezahlten) sozialversicherungspflichtigen und so werden auch geringfügige Beschäftigungen aufgenommen. Seit dem 01.04.2012 ist bundesweit das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) in Kraft, das allen Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss in einem staatlich Seit dem 01.04.2012 ist bundesweit (BQFG) anerkannten Beruf erworben haben, das einenBerufsqualifikationsfeststellungsgesetz Rechtsanspruch auf ein Feststellungsverfahren in zur Kraft,Überprüfung das allen Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss staatlich der Gleichwertigkeit mit dem entsprechenden Beruf inineinem Deutschland anerkannten Beruf erworben haben, einen Rechtsanspruch aufBerufen ein Feststellungsverfahgarantiert. Das Gesetz soll Fachkräften mit im Ausland erlernten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und mit ihnen eine Beruf ihrer inQualifikation rendeutschen zur Überprüfung der Gleichwertigkeit dem ermöglichen, entsprechenden Deutschland entsprechende Tätigkeit zu finden. Eine Beurteilung der Auswirkungen dieser neuen garantiert. Das Gesetz soll Fachkräften mit im Ausland erlernten Berufen den Zugang zum Gesetzgebung ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich. deutschen Arbeitsmarkt erleichtern und ihnen ermöglichen, eine ihrer Qualifikation ent- sprechende Tätigkeit zu finden. Eine Beurteilung der Auswirkungen dieser neuen Gesetzgebung ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich. 131 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 135 D HANDLUNGSFELDER 4.2.4 Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenstatistik bezieht sich auf den Wohnort der Erwerbspersonen. Der hohe Einpendlerüberhang (Pendlersaldo) in der Stadt Ingolstadt spielt also für die Berechnung D.4.2.4 Arbeitslosenquote der Arbeitslosenquote keine Rolle. Die Arbeitslosenstatistik bezieht sich auf den Wohnort der Erwerbspersonen. Der hohe Einpendlerüberhang (Pendlersaldo) in der Stadt Ingolstadt spielt also für die Berechnung der Arbeitslosenquote keine Rolle. Die Arbeitslosenquote berechnet sich nach folgender Formel: Arbeitslose in % aller Erwerbspersonen = Arbeitslose / (Erwerbstätige + Arbeitslose) Die Arbeitslosenquote berechnet sich nach folgender Formel: Die Stadt Ingolstadt hat die niedrigste Arbeitslosenquote aller bayerischen Großstädte. Arbeitslose in die % aller Erwerbspersonen Arbeitslose Arbeitslose) In AugsFast so gut ist Arbeitsmarktlage in =den Städten/ (Erwerbstätige Erlangen und+Regensburg. burg, Nürnberg und Fürth liegen die Arbeitslosenquoten wesentlich höher. Die Zahl der Die Stadt Ingolstadt hat die niedrigste Arbeitslosenquote aller bayerischen Großstädte. Fast Erwerbstätigen Wohnort Fürthinistden zwar fast soErlangen hoch wieund in der Stadt Ingolstadt, aber es so gut ist dieam Arbeitsmarktlage Städten Regensburg. In Augsburg, sind dort rund doppelt so viele Personen arbeitslos gemeldet (das gilt für Deutsche Nürnberg und Fürth liegen die Arbeitslosenquoten wesentlich höher. Die Zahl wie derfür Ausländer). Erwerbstätigen am Wohnort Fürth ist zwar fast so hoch wie in der Stadt Ingolstadt, aber es sind dort rund doppelt so viele Personen arbeitslos gemeldet (das gilt für Deutsche wie für Ausländer). Abb. 130 Arbeitslosenquote (in Prozent aller bzw. der ausländischen Abb. 130 Arbeitslosenquoten (in Prozent aller bzw. der ausländischen Erwerbspersonen) im Vergleich bayerischer Großstädte Oktober 2012 Erwerbspersonen) im Vergleich bayerischer Großstädte Oktober 2012 0,0 Ingolstadt 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 3,2 Erlangen Regensburg München 5,7 3,9 6,5 4,2 4,8 8,4 6,1 Augsburg Würzburg Fürth Nürnberg Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit gesamt 7,9 10,9 Ausländer 4,7 11,5 6,4 12,7 7,5 14,3 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Arbeitslosenquote von Ausländern ist allgemein höher als die Quote für alle ErwerbsDie Arbeitslosenquoten vonund Ausländern sind allgemein höherUnterschied, als die Quoten für alleauf personen. Auch in Erlangen Ingolstadt ergibt sich dieser allerdings Erwerbspersonen. Auch in Erlangen und Ingolstadt ergibt sich dieser Unterschied, allerdings vergleichsweise niedrigem Niveau. aufden vergleichsweise niedrigem Niveau. gemeldeten ausländischen Personen entfielen 323 Von 528 in Ingolstadt arbeitslos Von den 528 in Ingolstadt arbeitslos gemeldeten ausländischen Personen entfielen 323 auf aufden denRechtskreis Rechtskreis SGB II. Bei den ausländischen Arbeitslosen ist der SGB II-Anteil geSGB II. Bei den ausländischen Arbeitslosen ist der SGB II-Anteil generell nerell höher als der SGB II-Anteil beiArbeitslosen. allen Arbeitslosen. höher als der SGB II-Anteil bei allen 132 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 136 Doch selbst Doch selbst bei formal bei formal gleichemgleichem Bildungsgrad Bildungsgrad verbleiben verbleim Unterschiede: Unterschiede: So betrug So 2008 betrugdie2008 Erwerbslosenquote die Erwerbslosenquote von deutsc von Migrationshintergrund Migrationshintergrund 2,8 %, bei 2,8den %, bei Migranten den Migranten lag die Quote lag diehingeg Quot HANDLUNGSFELDER D Dass ein Dass höherer ein höherer Anteil Anteil ausländischen der ausländischen Arbeit Suchenden Arbeit Such Die geringeren Chancen ausländischer Arbeit Suchender auf demder Arbeitsmarkt beruhen Die geringeren Chancen ausländischer Arbeit Suchender Arbeitsmarkt beruhen unter anderem darauf, dass in der Vergangenheit im Ausland Qualifikationen angewiesen angewiesen ist,auf alsdem dies ist, erworbene als beidies den bei Arbeit den Suchenden Arbeit Suchenden insgesamt insgesa festz unter anderem darauf, Arbeitsmarkt dass in der Vergangenheit im Ausland erworbene Qualifikationen am am deutschen nicht oder Gründe. nur schwer anerkannt wurden. Dies wird sich durch Gründe. AufgrundAufgrund der Nachteile der Nachteile am Arbeitsmarkt am Arbeitsmarkt gelingt geling es A deutschen nichtinoder schwerAnerkennungsgesetz anerkannt wurden. Dies wird sich durch das Ein dasArbeitsmarkt am 01.04.2012 Kraftnur getretene des Bundes verbessern. Deutschen Deutschen ausreichend ausreichend lange lange sozialversicherungspflichtige am 01.04.2012 in KraftGesetz getretene des Bundes verbessern. Ein sozialversicherungsp entsprechendes für dieAnerkennungsgesetz landesrechtlich geregelten Berufe wird in Bayern 2013 in entsprechendes Gesetz für die landesrechtlich geregelten Berufe wird in Bayern 2013 inArbeitslosengeldanspr aufzuweisen, aufzuweisen, die berufliche für die das fürEntstehen das Entstehen eines Arbeitslosenge Kraft treten. Hinzu kommt die im Durchschnitt geringere Bildung der eines Ausländer. Kraft treten. die im Durchschnitt geringere berufliche Bildung Ausländer. DochHinzu selbstkommt bei formal gleichem Bildungsgrad verbleiben immer nochder erhebliche Unter(derzeit (derzeit mind. 12mind. Monate 12 Monate innerhalb innerhalb der letzten der 2letzten Jahre,2 §§ Jahre, 142, §§ 14 Doch selbst bei formal gleichem Bildungsgrad verbleiben immer noch erhebliche schiede: So betrug 2008 die Erwerbslosenquote von deutschen Akademikern ohne MigUnterschiede: So betrug 2008 die vonQuote deutschen Akademikern Ausländer Ausländer ausreichende ausreichende Versicherungszeiten Versicherungszeiten aufweis rationshintergrund 2,8 %, beiErwerbslosenquote den Migranten lag die hingegen bei 9,5 %. ohne Migrationshintergrund 2,8 %, bei den Migranten lag die Quote hingegen bei 9,5 %. Arbeitslosengeldanspruch Arbeitslosengeldanspruch aufgrundaufgrund der häufigeren der häufigeren Beschäftigunge Beschä Dass ein höherer Anteil der ausländischen Arbeit Suchenden aufum SGB II-Leistungen an- sicherzustellen. nicht, um nicht, den Lebensunterhalt denII-Leistungen Lebensunterhalt allein allein sicherzusI Dass ein höherer Anteil der ausländischenTätigkeiten ArbeitTätigkeiten Suchenden auf SGB gewiesen ist, als dies bei den Arbeit Suchenden insgesamt festzustellen ist, hat ähnliche angewiesen ist, als dies bei den Arbeit Suchenden insgesamt festzustellen ist, hat ähnliche zusätzlich zusätzlich zum Arbeitslosengeld zum Arbeitslosengeld auch Leistungen auchDeutLeistungen der Grundsicherun der Grund Aufgrund der Nachteile Arbeitsmarkt gelingt es Ausländern seltener Gründe. Gründe. Aufgrund der Nachteile am am Arbeitsmarkt gelingt es Ausländern selteneralsals Anspruch Anspruch genommen genommen werden. werden. DarüberDarüber hinaus kommt hinaus es kommt bei Aus es schenausreichend ausreichend lange Beschäftigungszeiten aufzuweiDeutschen langesozialversicherungspflichtige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten sen, die eines Arbeitslosengeldanspruches sind (derzeit aufzuweisen, die für fürdas dasEntstehen Entstehen eines Arbeitslosengeldanspruches erforderlich sind Deutschen Deutschen vor, dass vor, erforderlich auch dass bei auch höherem bei höherem Arbeitslosengeld Arbeitslo mind. 12 Monate innerhalb der letzten 2 Jahre, §§ 142, 143 SGB III). Selbst wenn Auslän(derzeit mind. 12 Monate innerhalb der letztenErwerbseinkommen) 2 Jahre, §§ 142, 143 SGB III). Selbst wenn Erwerbseinkommen) aufgrund aufgrund der Größe derder Größe Familie der Familie ergänzend ergänz SG der ausreichende Versicherungszeiten aufweisen, genügt der Arbeitslosengeldanspruch Ausländer ausreichende Versicherungszeiten aufweisen, genügt der werden. werden. aufgrund der häufigeren Beschäftigungen in gering qualifizierten Tätigkeiten nicht, um Arbeitslosengeldanspruch aufgrund der häufigeren Beschäftigungen in gering qualifizierten dennicht, Lebensunterhalt allein sicherzustellen. In diesen Fällen zum ArTätigkeiten um den Lebensunterhalt allein sicherzustellen. In können diesen zusätzlich Fällen können beitslosengeld auch Leistungen der Grundsicherung für Arbeit Suchende in Anspruch zusätzlich zum Arbeitslosengeld auch Leistungen der Grundsicherung für Arbeit Suchende in gewerden. Darüber hinaus kommt es beies Ausländern häufiger als bei als Deutschen Anspruchnommen genommen werden. Darüber hinaus kommt bei Ausländern häufiger bei Abb. Arbeitslosengeldanspruch 131Abb. Arbeitslose 131 Arbeitslose Arbeitslosenquote und(oder Arbeitslosenquote (in Prozent) Oktobe vor, dass höherem (oderund auch Erwerbseinkommen) Deutschen vor, auch dassbeiauch bei Arbeitslosengeldanspruch höherem auch (in Prozent) Erwerbseinkommen) der Größeergänzend der FamilieSGB ergänzend SGB II-Leistungen bezogen aufgrund deraufgrund Größe der Familie II-Leistungen bezogen werden. insgesamt insgesamt nicht de werden. absolut absolut Anteil gesamt gesamt Abb. 131 Arbeitslose und Arbeitslosenquote (in Prozent) Oktober 2012 Abb. 131 Arbeitslose und Arbeitslosenquote (in Prozent) Oktober 2012 insgesamt gesamt absolut Ingolstadt Erlangen Regensburg München Augsburg Würzburg Fürth Nürnberg 3,2 2 277 3,9 2 335 4,2 3 139 4,8 36 098 6,1 8 857 4,7 3 173 6,4 4 233 7,5 20 284 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Anteil SGB II 57,8 62,1 64,3 60,6 65,0 62,9 65,5 70,1 Ingolstadt Ingolstadt 3,2 nicht deutsch Anteil nicht absolut nicht a SGB II SGB deutsch II deutsch 2 277 3,2 2 277 57,8 2 335 62,1 3 61,2 139 4,2 3 139 64,3 36 67,4 098 4,8 36 098 60,6 8 71,2 857 6,1 8 857 65,0 66,0 3 71,9 173 4,7 3 173 62,9 4 77,7 233 6,4 4 233 65,5 73,9 2078,1 284 20 284 70,1 7,5 nicht absolut in %3,9 davon Erlangen Erlangen 2 335 3,9 deutsch in SGB II Regensburg Regensburg 4,2 528 23,2 5,7 518 22,2 6,5 München München 4,8 632 20,1 7,9 AugsburgAugsburg 6,1 8,4 14 466 40,1 Würzburg 4,7 2Würzburg 667 30,1 10,9 649 20,5 11,5 Fürth Fürth 6,4 1 152 27,2 12,7 Nürnberg6Nürnberg 7,5 907 34,1 14,3 57,8 528 5,7 5,7 62,1 518 6,5 6,5 64,3 632 7,9 7,9 60,6 466 8,4 14 8,4 65,0 667 10,9 210,9 62,9 649 11,5 11,5 65,5 152 12,7 112,7 70,1 907 14,3 614,3 Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Bundesagentur Quelle: Bundesagentur für Arbeitfür Arbeit Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Im Vergleich zum Oktober 2009 sind die Arbeitslosenquoten insgesamt gesunken – noch Berechnung/Darstellung: Berechnung/Darstellung Statistik stärker bei ausländischen Erwerbspersonen, und dies vor allem in den Städten Ingolstadt Im Vergleich zum Oktober 2009 sind die Arbeitslosenquoten insgesamt gesunken – noch undausländischen Regensburg. Im Jahr 2009 lag die in Ingolstadt stärker bei Erwerbspersonen, undArbeitslosenquote dies vor allem invon denAusländern Städten Ingolstadt Im Vergleich Im Vergleich zum Oktober zum Oktober 2009 sind 2009 dienoch sind Arbeitslosenquoten die insge noch doppelt so hoch wie die Quote insgesamt, im Juni 2012 lag der Faktor nur noch bei Arbeitslosenquot und Regensburg. Im Jahr 2009 lag die Arbeitslosenquote von Ausländern in Ingolstadt 1,7.hoch Allerdings hatQuote sich gleichzeitig Anteil Arbeitsloser inFaktor Grundsicherung bei 1,7. denund Ar- diesund doppelt so wie die insgesamt, der imstärker Juni 2012 lagbei derausländischen nur noch bei stärker bei ausländischen Erwerbspersonen, Erwerbspersonen, vordies allem vorin beit Suchenden (SGB II) der in der Mehrzahl der hier verglichenen bayerischen Städte erhöht. Allerdings hat sich gleichzeitig Anteil Arbeitsloser in Grundsicherung bei den Arbeit und Regensburg. und Regensburg. Im Jahr Im 2009 Jahrlag2009 die Arbeitslosenquote lag die Arbeitslosenquote von Auslä vo Suchenden (SGB II) in der Mehrzahl der hier verglichenen bayerischen Städte erhöht. doppelt doppelt soberuhten hochsowiehoch dieder wie Quote die insgesamt, QuoteFinanzinsgesamt, imund Juni im 2012 Junilag2012 der laF Die höheren Arbeitslosenzahlen im Herbst 2009 auf damaligen Die höheren Arbeitslosenzahlen im Herbst auf 2009 beruhte damaligen FinanzWirtschaftskrise, die insbesondere den süddeutschen Arbeitsmarkt Auswirkungen Allerdings Allerdings hataufsichder hatgleichzeitig sich gleichzeitig der Anteil derund Arbeitsloser Anteil Arbeitsloser in Grundsi in Wirtschaftskrise, diedamals insbesondere auf den der süddeutschen Auswirkungen mit hatte. hatte. Der geringere Anteil ArbeitslosenArbeitsmarkt im SGB II korrespondierte einem (SGB II)(SGB in derII)Mehrzahl in der Mehrzahl der hier der verglichenen hier verglichenen bayerisch ba Der damals geringere der Arbeitslosen im SGBSuchenden II korrespondierte mit einem höheren höheren AnteilAnteil Kurzzeitarbeitsloser mitSuchenden Anspruch auf Arbeitslosengeld. Anteil Kurzzeitarbeitsloser mit Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die höheren Die höheren Arbeitslosenzahlen Arbeitslosenzahlen im Herbst im 2009 Herbstberuhte 2009 beruhte auf der Wirtschaftskrise, Wirtschaftskrise, die insbesondere die insbesondere auf den auf süddeutschen den süddeutschen Arbeitsma A 133 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Der damals Der damals geringere geringere Anteil der Anteil Arbeitslosen der Arbeitslosen im SGBimII 137 korrespond SGB II kor D HANDLUNGSFELDER Bis Herbst 2012 hat sich der Arbeitsmarkt jedoch deutlich schneller von dem konjunkturellen Einbruch erholt als in vorangegangenen Schwächephasen. Besonders vorteilhaft hat sich dies auf die Städte Ingolstadt und Regensburg, auch aufgrund des hohen Anteils des produzierenden Gewerbes am jeweiligen Wirtschaftsstandort ausgewirkt. Der schon bei derBis Beschäftigungsentwicklung zu beobachtende Effekt,schneller dass ausländische Arbeitnehmer Herbst 2012 hat sich der Arbeitsmarkt jedoch deutlich von dem konjunkturellen von Abschwungphasen überproportional betroffen sind und im Aufschwung mehr Einbruch erholt als in vorangegangenen Schwächephasen. Besonders vorteilhaft hat als sichandere Gruppen vom Arbeitsmarkt profitieren, zeigt sich auch bei der Entwicklung der dies auf die Städte Ingolstadt und Regensburg, auch aufgrund des hohen Anteils desArproduzierenden Gewerbes Wirtschaftsstandort ausgewirkt. Der bei der beitslosenquoten. Hier wie am dortjeweiligen dürfte der geringere Fachkräfteanteil beischon ausländischen Beschäftigungsentwicklung zu beobachtende Effekt, dass ausländische Arbeitnehmer von Arbeitnehmern ausschlaggebend sein. Abschwungphasen überproportional betroffen sind und im Aufschwung mehr als andere Gruppen vom Arbeitsmarkt profitieren, zeigt sich auch bei der Entwicklung der Der 2012 im Vergleich zu 2009 gestiegene Anteil der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II Arbeitslosenquoten. Hier wie dort dürfte der geringere Fachkräfteanteil bei ausländischen istArbeitnehmern in erster Linieausschlaggebend konjunkturell bedingt. sein. Die gute Arbeitsmarktlage hat für die meist arbeits- marktnäheren Arbeitslosengeldempfänger häufig bessere Möglichkeiten zur Folge gehabt im Vergleich zu 2009 gestiegene Anteil ist derdie Arbeitslosen im Rechtskreis SGB IIWürzist alsDer für2012 die SGB II-Leistungsempfänger. Anders Entwicklung nur in der Stadt in erster Linie konjunkturell bedingt. Die gute Arbeitsmarktlage hat für die meist burg verlaufen – hier ist aber auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt geringer arbeitsmarktnäheren häufig bessere Möglichkeiten zur Folge ausgefallen als in den Arbeitslosengeldempfänger anderen miteinander verglichenen Städten. gehabt als für die SGB II-Leistungsempfänger. Anders ist die Entwicklung nur in der Stadt Würzburg verlaufen – hier ist aber auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt geringer ausgefallen als in den anderen miteinander verglichenen Städten. Abb. 132 Jugendarbeitslosenquote (15 bis 25-Jährige) Oktober 2012 Abb. 132 Jugendarbeitslosenquote (15 bis 25-Jährige) Oktober 2012 Würzburg 2,4% Ingolstadt 2,5% Regensburg 3,0% Erlangen 3,0% München 3,6% Augsburg 4,7% Fürth 6,1% Nürnberg 0,0% Quelle: Bundesagentur für Arbeit 6,5% 1,0% Quelle: Bundesagentur für Arbeit 2,0% 3,0% 4,0% 5,0% 6,0% 7,0% Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Knapp jede(r) zehnte Arbeitslose in Bayern ist jünger als 25 Jahre. Die Jugendarbeitslosenquote starken Arbeitslose jahreszeitlichen Schwankungen mit relativ Werten zum Knapp unterliegt jede(r) zehnte in Bayern ist jünger als hohen 25 Jahre. Die Ende des Schuljahres (Juli/August) und niedrigen Werten zum Ende des Kalenderjahres Jugendarbeitslosenquote unterliegt starken jahreszeitlichen Schwankungen mit relativ hohen (Beginn Ausbildungsverträge). niedrige Quote in der Stadt Ingolstadt ergibt Wertender zum Ende des SchuljahresDie (Juli/August) und niedrigen Werten zum Ende dessich Kalenderjahres (Beginn der Ausbildungsverträge). Die niedrige Quote in der Stadt Ingolstadt aufgrund der geringen Zahl von arbeitslos gemeldeten jungen Menschen (203 Arbeitsloaufgrund und der aufgrund geringen Zahl von arbeitslos gemeldeten jungen seergibt untersich 25 Jahren) der hohen Zahl Erwerbstätiger unterMenschen 25 Jahren(203 (rund Arbeitslose unter 25 Jahren) und aufgrund der hohen Zahl Erwerbstätiger unter Jahren 8 000 Erwerbspersonen in der Wohnbevölkerung unter 25 Jahren). Knapp25ein Viertel (rund 8 000 Erwerbspersonen in der Wohnbevölkerung unter 25 Jahren). Knapp ein Viertel derderarbeitslos unter2525Jahren Jahrenhat hateine eineausländische ausländische arbeitslosgemeldeten gemeldeten jungen jungen Erwachsenen Erwachsenen unter Staatsangehörigkeit 2012 waren warendas dasininabsoluten absolutenZahlen Zahlen nur ausländische Staatsangehörigkeit (im (im Oktober Oktober 2012 nur 2626 ausländische Männer auf die die ausländischen ausländischenErwerbspersonen Erwerbspersonen Männerund und2020ausländische ausländische Frauen). Frauen). Bezogen Bezogen auf entsprichtdas daseiner einerQuote Quote von von 4,3 4,3 %. %. Relativ Relativ zur zur jeweiligen liegt derder entspricht jeweiligenBevölkerungsgruppe Bevölkerungsgruppe liegt Anteil bei unter 2 %. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht alle Arbeit Suchenden jungen Anteil bei unter 2 %. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht alle Arbeit Suchenden Erwachsenen auch auch formal sind. Alle Alle Jugendlichen in jungen Erwachsenen formalarbeitslos arbeitslos gemeldet gemeldet sind. Jugendlichen in QualifiQualifizierungsmaßnahmen fallen nicht in die Arbeitslosenstatistik. zierungsmaßnahmen fallen nicht in die Arbeitslosenstatistik. 134 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 138 Abb. 133 Arbeitslose unter 25 Jahren im Berichtsmonat: Oktober 2012 HANDLUNGSFELDER Stadt/Land Abb. 133 Arbeitslose unter 25 Jahren im Städtevergleich Abb. 133 Arbeitslose unter 25 Jahren im Städtevergleich Berichtsmonat: Oktober 2012 Stadt/Land Würzburg Ingolstadt Regensburg Erlangen München Augsburg Fürth Nürnberg Bayern Quelle: Bundesagentur für Arbeit alle Arbeitslose gesamt Anzahl Anzahl 3 173 2 277 3 139 2 335 36 098 8 857 4 233 20 284 231 468 Quelle: Bundesagentur für Arbeit 224 203 262 201 2 506 816 441 1 905 21 470 alle D Arbeitslose ges Anzahl An Würzburg unter 25 J.Ingolstadt Ausländer Ausländer Regensburg Anzahl in % 24 Erlangen 11% 46 23% München 17% 45 42 Augsburg 21% 1 042 42% Fürth 232 28% 117 Nürnberg 27% 574 30% 3 875Bayern 18% 3 173 2 277 3 139 2 335 36 098 8 857 4 233 20 284 231 468 Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 135 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Berechn 139 D HANDLUNGSFELDER 4.2.5 Leistungsbezug nach SGB II bzw. SGB XII Im September 2012 erhielten in Ingolstadt 3 800 erwerbsfähige Leistungsberechtigte Grundsicherung SGB II. Darunter nach waren SGB 980 ausländische Personen. D.4.2.5nach Leistungsbezug II bzw. SGB XII Nur gut ein Drittel der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten befindet sich zugleich in der Im September 2012 erhielten in Ingolstadt 800 erwerbsfähige Leistungsberechtigte Gruppe der arbeitslosen Erwerbspersonen. Die3übrigen rund 65 % der Leistungsbezieher Grundsicherung nach SGB II. Darunter waren 980 ausländische Personen. sind entweder so genannte „Aufstocker“, befinden sich in Maßnahmen (Fortbildung, QuaNur gut ein Drittel der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten befindet sich zugleich in der lifizierung), sind Alleinerziehende (ohne ausreichendes Betreuungsangebot) oder sie steGruppe der arbeitslosen Erwerbspersonen. Die übrigen rund 65 % der Leistungsbezieher hensind aus entweder anderen Gründen dem Arbeitsmarkt kurzfristig nicht Verfügung.(Fortbildung, Die Zahl der so genannte Aufstocker, befinden sich in zur Maßnahmen erwerbsfähigen hat (ohne seit 2006 deutlich abgenommen. Qualifizierung),Leistungsbezieher sind Alleinerziehende ausreichendes Betreuungsangebot) oder sie stehen aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt kurzfristig nicht zur Verfügung. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher hat seit 2006 deutlich abgenommen Abb. 134 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach SGB II (Grundsicherung) Abb. 134 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach SGB II (Grundsicherung) in der in der Stadt Ingolstadt (Jahresdurchschnitts- bzw. Monatswerte) 2012 Stadt Ingolstadt (Jahresdurchschnitts- bzw. Monatswerte) 2012 2 500 2 000 Deutsche weiblich 1 500 Deutsche männlich 1 000 Ausländer weiblich 500 Ausländer männlich 0 2006 2007 2008 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit 2009 2010 2011 Jun 12 Sep 12 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Zeitraumvon von2006 2006bis bis2011 2011hat hat die die Zahl Zahl der der Ingolstädter, Ingolstädter, die II- IIIm Im Zeitraum dieauf aufArbeitslosengeld Arbeitslosengeld Leistungenangewiesen angewiesen sind, sind, deutlich deutlich abgenommen. abgenommen. Im von Leistungen ImHinblick Hinblickauf aufdie dieIntegration Integration von Personen mit Migrationshintergrund ist es erfreulich, dass der Rückgang in dieser Personen mit Migrationshintergrund ist es erfreulich, dass der Rückgang in dieser BevölBevölkerungsgruppe überdurchschnittlich hoch ausfiel: während die Zahl der deutschen Alg kerungsgruppe überdurchschnittlich hoch ausfiel: während die Zahl der deutschen ArbeitsII-Empfänger von 4 116 auf 3 041 im Jahresdurchschnitt um 26,1 % zurückging, betrug der losengeld II-Leistungs-Empfänger von 4 116 auf 3 041sogar im Jahresdurchschnitt um 26,1 % Rückgang bei den ausländischen Leistungsberechtigten 31,5 % (von 1 679 auf 1 151). zurückging, der Rückgang den ausländischen sogar 31,5 Besondersbetrug profitiert haben im bei Mehrjahresvergleich in Leistungsberechtigten beiden Bevölkerungsgruppen die % männlichen II-Empfänger: bei den sank die Zahl die (von 1 679 aufArbeitslosengeld 1 151). Besonders profitiert haben imDeutschen Mehrjahresvergleich in derjenigen, beiden Bevölkeauf SGB II Leistungen angewiesen waren, umII-Empfänger: 30,9 % (von bei 1 890 1 306), bei dendie rungsgruppen die männlichen Arbeitslosengeld denauf Deutschen sank Ausländern um 41,9 % (von 811 auf 471). Zahl derjenigen, die auf SGB II-Leistungen angewiesen waren, um 30,9 % (von 1 890 auf 1 306), bei den Ausländern um 41,9 % (von 811 auf 471). Nicht alle SGB II-Leistungsberechtigten müssen ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus Leistungen der Grundsicherung bestreiten. Von den 4 169 Ingolstädter Alg II-Beziehern im Nicht alle2012 SGBverfügen II-Leistungsberechtigten ihren Lebensunterhalt aus März 1 288 bzw. 31 %müssen über Erwerbseinkommen. Hierausschließlich bestehen keine Leistungen der im Grundsicherung Von den 4Auch 169 ausländische Ingolstädter Alg Alg II-Bezieher II-Beziehern Unterschiede Hinblick auf diebestreiten. Staatsangehörigkeit: zu2012 31 % verfügen erwerbstätig (336 bzw. von 131 089) im sind März 1 288 % über Erwerbseinkommen. Hier bestehen keine 136 Unterschiede im Hinblick auf die Staatsangehörigkeit: Auch ausländische Alg II-Bezieher Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 sind zu 31 % erwerbstätig (336 von 1 089). 140 HANDLUNGSFELDER D Abb. 135 135 Anteil Anteil der in in Grundsicherung nachnach SGB SGB II an den Abb. derPersonen Personen Grundsicherung II anEinwohnern den Einwohnern unter 65 Jahren (August 2012) unter 65 Jahren (August 2012) 0,0% Erlangen Ingolstadt München Würzburg Regensburg Augsburg Fürth Nürnberg 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% 4,9% 6,4% 5,5% 7,1% Quote SGB IIBezieher insgesamt 6,4% 10,5% 6,5% 11,5% 6,9% Quote SGB IIBezieher Ausländer 11,2% 8,5% 14,0% 9,6% 19,2% 11,3% 22,1% Quelle: Bundesagentur fürfür Arbeit; Bayerisches (Einwohnerstand:31.12.2011) 31.12.2011) Quelle: Bundesagentur Arbeit; BayerischesLandesamt Landesamtfür fürStatistik Statistik und und Datenverarbeitung Datenverarbeitung (Einwohnerstand: Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Insgesamt erhielten im August 2012 in der Stadt Ingolstadt 5 637 Personen (in 2 987 Bedarfsgemeinschaften) Grundsicherung nach SGB II. Das entspricht einem Anteil von Insgesamt erhielten im August 2012 in der Stadt Ingolstadt 5 637 Personen (in 2 987 Be5,5 % bezogen auf alle Einwohner unter 65 Jahren. Darunter haben 1 231 Personen keine darfsgemeinschaften) Grundsicherung SGB II. Das entsprichtunter einem Anteil von 5,5 % deutsche Staatsangehörigkeit (7,1 % dernach ausländischen Bevölkerung 65 Jahren). Unter bezogen auf alle Einwohner 65 Jahren. (Sozialgeld) Darunter haben keine deutden Empfängern der sozialenunter Grundsicherung waren11231 806 Personen nicht erwerbsfähige sche Staatsangehörigkeit (7,1 % derKinder ausländischen Bevölkerung unter268 65 ausländische Jahren). Unter Leistungsberechtigte (überwiegend unter 15 Jahren), darunter Hilfeempfänger. den Empfängern der sozialen Grundsicherung (Sozialgeld) waren 1 806 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (überwiegend Kinder unter 15 Jahren), darunter 268 ausländische Hilfeempfänger. 137 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 141 D HANDLUNGSFELDER Abb. Leistungsempfänger unter Jahren (SGB Abb.136 136Erwerbsfähige Erwerbsfähige Leistungsempfänger unter 2525 Jahren (SGB II) II) in der Stadt in der Stadt Ingolstadt 2007 bis 2012 Ingolstadt 2007 bis 2012 männlich weiblich 488 498 700 600 600 500 400 461 415 371 311 300 408 349 331 280 254 200 100 0 August 2007 August 2008 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit August 2009 August 2010 August 2011 August 2012 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Seit dem Jahr 2007 ist die Zahl der Leistungsempfänger unter 25 Jahren spürbar zurückSeit dem Jahr 2007 ist die Zahl der Leistungsempfänger unter 25 Jahren spürbar gegangen. Junge Frauen sind häufiger im Leistungsbezug als junge Männer. Im August zurückgegangen. Junge Frauen sind häufiger im Leistungsbezug als junge Männer. Im 2012 war vor allem die Zahl deutscher Frauen unter 25 Jahren, die Grundsicherung erhielAugust 2012 war vor allem die Zahl deutscher Frauen unter 25 Jahren, die Grundsicherung ten, weit höher als diealsder Männer in der entsprechenden erhielten, weit höher diedeutschen der deutschen Männer in der entsprechenden Altersgruppe. Altersgruppe. Grunddafür dafürkönnte könnteininder derbesonderen besonderen Situation Situation Alleinerziehender Insgesamt EinEinGrund Alleinerziehenderliegen. liegen. Insgesamt erhielten im August 2012 766 Alleinerziehende Grundsicherung nach SGB II. Unter allen erhielten im August 2012 766 Alleinerziehende Grundsicherung nach SGB II. Unter allen Alleinerziehenden sind 83 Mütter im Alter von unter 25 Jahren. Alleinerziehenden sind 83 Mütter im Alter von unter 25 Jahren. Im Fünfjahresvergleich ist die Zahl der jungen Ingolstädterinnen und Ingolstädter, die auf II-Leistungen angewiesen sind,der vonjungen 1 015 auf 603 Personen und damit um über 40 ImSGB Fünfjahresvergleich ist die Zahl Ingolstädterinnen und Ingolstädter, die%auf zurückgegangen. sank dievon Zahl1 015 der Arbeitslosengeld II-Empfänger SGB II-Leistungen Insgesamt angewiesen sind, auf 603 Personen und damit im umgleichen über 40 % Zeitraum von 5 122 auf 3 831sank Personen (ca. der 25 %). Zwar haben gerade junge Menschen in zurückgegangen. Insgesamt die Zahl Arbeitslosengeld II-Empfänger im gleichen den vergangenen Jahren von der besseren Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt Zeitraum von 5 122 auf 3 831 Personen (ca. 25 %). Gerade junge Menschen haben in überproportional pofitiert. Dieser Effekt wird bei der Betrachtung der Entwicklung der SGB II den vergangenen Jahren von der besseren Situation am ArbeitsAusbildungsmarkt Leistungsempfänger jedoch überzeichnet. Ein junger Ingolstädter unterund 25 Jahren, der noch überproportional Dieser derIIBetrachtung der Entwicklung SGB bei seinen Elternpofitiert. lebt, erhält auchEffekt dann wird keinebei SGB Leistungen mehr, wenn seine der Eltern eine existenzsicherndejedoch Beschäftigung aufgenommen haben – unabhängig ob derder II-Leistungsempfänger überzeichnet. Ein junger Ingolstädter unterdavon, 25 Jahren, Jugendliche selbst nochlebt, ausbildungsbzw.dann Arbeitkeine Suchend noch bei seinen Eltern erhält auch SGBist.II-Leistungen mehr, wenn seine Eltern eine existenzsichernde Beschäftigung aufgenommen haben – unabhängig davon, Der im Vergleich zu den Männern deutlich höhere Anteil junger Frauen, der SGB IIob der Jugendliche selbst noch Ausbildung- bzw. Arbeit Suchend ist. Leistungen erhält, ist nicht etwa auf schlechtere Chancen junger Frauen am Arbeitsmarkt zurückzuführen, sondern auf die besondere Regelungen im SGB II, mit denen junge Der im Vergleich zu den Männern deutlich höhere Anteil junger Frauen, der SGB II-LeisFamilien unterstützt werden. Alle Alleinerziehenden mit Kindern unter drei Jahren können tungen erhält, ist nicht etwa auf schlechtere Chancen junger da Frauen am Arbeitsmarkt SGB II Leistungen unter erleichterten Bedingungen beziehen, sie sich nicht dem Arbeitsmarkt zur sondern Verfügungauf stellen Unverheiratete junge diemit noch bei ihren zurückzuführen, die müssen. besondere Regelungen imFrauen, SGB II, denen junge Eltern leben und schwanger werden oder ein Kind mit bis Kindern zur Vollendung des Jahren sechsten Familien unterstützt werden. Alle Alleinerziehenden unter drei kön- nen SGB II-Leistungen unter erleichterten Bedingungen beziehen, da sie sich nicht dem 138Unverheiratete junge Frauen, die noch bei Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen müssen. Integrationsbericht – Version 27 –oder 19.03.2013 ihren Eltern lebenStadt und Ingolstadt schwanger werden ein Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres betreuen, können SGB II-Leistungen unabhängig vom Einkommen und Vermögen ihrer Eltern erhalten. 142 HANDLUNGSFELDER Lebensjahres betreuen, können SGB II-Leistungen unabhängig vom Einkommen und Vermögen ihrer Eltern erhalten. D Abb. 137 Erwerbsfähige Leistungsempfänger unter 25 Jahren (SGB II) Abb. 137 in Erwerbsfähige Leistungsempfänger der Stadt Ingolstadt August 2012unter 25 Jahren (SGB II) in der Stadt Ingolstadt August 2012 350 288 300 250 200 175 150 100 79 60 50 0 Männer Frauen Männer Frauen Deutsche Deutsche Ausländer Ausländer Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Betrachtet man die SGB II-Leistungsberechtigung junger Menschen in Ingolstadt nicht nur nach dem Geschlecht, sondern auch nach der Staatsangehörigkeit auf, dass Betrachtet man die SGB II-Leistungsberechtigung junger Menschen in fällt Ingolstadt nichtdie nursoeben beschriebenen Ursachen, die zu einem höheren Anteil junger Frauen als Männer nach dem Geschlecht, sondern auch nach der Staatsangehörigkeit fällt auf, dass die soeben in Ursachen, die Suchende zu einem höheren junger Frauen als deutsche Männer inStaatsder derbeschriebenen Grundsicherung für Arbeit führen, Anteil für junge Frauen ohne Grundsicherung für Arbeit Suchende führen, für junge Frauen ohne deutsche angehörigkeit offenbar nicht gelten. Staatsangehörigkeit offenbar nicht gelten. Derzeit kann nicht abgeschätzt werden, welche – eventuell auch überlagernden – Effekte Derzeit kann nicht abgeschätzt werden, welche – eventuell auch überlagernden – Effekte zu zudiesem diesemErgebnis Ergebnis führen. Möglicherweise bestehen Unterschiede der Familienplaführen. Möglicherweise bestehen Unterschiede in derinFamilienplanung nung zwischen Deutschen und Ausländern, im Familienzusammenhalt, in der Erwerbsbezwischen Deutschen und Ausländern, im Familienzusammenhalt, in der Erwerbsbeteiligung teiligung mit bzw. deutsche Staatsbürgerschaft erleichterten junger junger Mütter Mütter mit bzw. ohneohne deutsche Staatsbürgerschaft oderoder diedie erleichterten Bestimmungen zum SGB II-Leistungsbezug für junge Familien sind Ausländern nicht im im Bestimmungen zum SGB II-Leistungsbezug für junge Familien sind Ausländern nicht gleichen Umfang bekannt wie Deutschen. gleichen Umfang bekannt wie Deutschen. 139 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 143 D HANDLUNGSFELDER Abb. 138 Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Abb. 138(SGB Empfänger Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) in von der Grundsicherung Stadt Ingolstadtim 2011 XII) in der Stadt Ingolstadt 2011 800 694 700 600 500 461 400 300 200 73 100 0 Männer Deutsche Quelle: Bundesagentur für Arbeit Quelle: Bundesagentur für Arbeit Frauen Deutsche Männer Ausländer 106 Frauen Ausländer Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Anteil der ausländischen Empfänger von Grundsicherung im Alter bzw. bei ErwerbsDer Anteil der ausländischen von Grundsicherung Alter bei minderung entspricht derzeit etwaEmpfänger ihrem Bevölkerungsanteil. Circa im 60 % der bzw. Empfänger Erwerbsminderung entspricht derzeit etwa ihrem Bevölkerungsanteil. Circa 60 % der sind jeweils weiblich. Das gilt für Deutsche wie für Ausländer. Die Zahl der Empfänger von Empfänger sind jeweils weiblich. Das gilt für Deutsche wie für Ausländer. Die Zahl der Grundsicherung Alter wird sichiminAlter den wird kommenden Jahren deutlich Jahren erhöhen. Gründe Empfänger von im Grundsicherung sich in den kommenden deutlich dafür sind zum einen diesind demographische Alterung, aber auch fehlende Beitragszeiten, erhöhen. Gründe dafür zum einen die demographische Alterung, aber auch fehlende Arbeitslosigkeit, Verweilzeiten Grundsicherung nach SGB II oder Beitragszeiten, längere Arbeitslosigkeit, längereinVerweilzeiten in Grundsicherung nach Beschäftigung SGB II oder im Niedriglohnbereich. imBeschäftigung Niedriglohnbereich. 140 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 144 HANDLUNGSFELDER 4.3 Ziele und Planungen D D 4.3 3.3 Ziele und Planungen Abb. 139 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. Handlungsfeld 139 Aktuelle Ziele Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im D 4/ Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung Abb. 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 4 Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Aktuelle Ziele / Qualitäten Aktuelle Ziele / Qualitäten Chancen von Personen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt verbessern Aktuelle Ziele / Qualitäten Alle Personen mit Migrationshintergrund verfügen über eine abgeschlossene Alle Jugendlichen in Ingolstadt verlassen die Schule möglichst mit Abschluss. Berufsausbildung. Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 / 2014 Kurzfristig: 2013 Mittelfristig: 2015 – 2019 KurzMittelLangLangfristig: 2020 fristig fristig fristig KurzMittelLangX fristig fristig fristig X Gesamtkonzepte fürEinwohner außerschulische Angebote, vor im Bereich Alle erwerbsfähigen gehen entsprechend ihrerallem Fähigkeiten einer der kulturellen Bildung Beschäftigung (Runder Tischnach kulturelle Bildung, Verein Künstler an die X existenzsichernden Schule e.V.) D 3.3Vereinbarkeit Ziele und Planungen Bessere von Familie und Erwerbstätigkeit durch X Steigerung der Attraktivität des Ingolstadt für ausländische familienfreundlichere Gestaltung derStudienortes Arbeitswelt erreichen Studierende Unterstützung Erwerb von Qualifikationen für geringer qualifizierte Maßnahmen Abb. 113 beim Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende X Zielführende Maßnahmen und Personen Handlungsfeld D 3 Projekte Schule, Ausbildung, Studium Erhöhung der Bildungschancen Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und Qualifikationen Ausbau und Entwicklung der Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche nach Bedarf und Notwendigkeit Verringerung der Arbeitslosenquote von Personen mit Migrationshintergrund Ausbau und Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen Zielführende Maßnahmen und Projekte Bildungs- und Teilhabepaket bewerben, Angebote direkt an Schulen verankern, kostengünstige Modellprojekt Bürgerarbeit Nachhilfe an Schulen anbieten Aktuelle Ziele / Qualitäten Zielführende Maßnahmen und Projekte Schaffung von speziellen Angeboten aus dem Erwachsene kulturellen der Maßnahme für arbeitslose Jugendliche und Alle Jugendlichen in Ingolstadt verlassen diejunge Schule möglichst Hintergrund mit Abschluss. Migranten, wie z.B. Saz (türkische Gitarre) an Schulen (MS auf der Schanz) Coaching von Familien mit Migrationshintergrund Gesamtkonzepte für außerschulische Angebote, im vor SGB allemII-Leistungsbezug im Bereich der Weiterentwicklung bestehenden Sprach-, Bildung, Lese- undVerein Schülerpatenschaften (incl. aufsuchender Familienarbeit) kulturellen Bildung der (Runder Tisch kulturelle Künstler an die für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Grund- und Schule e.V.) Mittelschule „Auf der des Schanz“ zur Förderung des der Schulerfolgs und beim Verstärkte Kooperation Jobcenters mit Quartieren Sozialen Stadt Übergang Schule in den Steigerungvon derderAttraktivität desBeruf Studienortes Ingolstadt für ausländische Berufliche Weiterbildung in einem Metallfacharbeiterberuf in Teilzeit Studierende Fortsetzung des Jugendkultursommers (Projekt „Soziale Stadt“) im Jahr 2013 als eineMaßnahmen Möglichkeit auch zu integrieren Vorbereitung auf Externenprüfung im städtischen Bereich“ Zielführende und Migranten Projekte„Hauswirtschafterin Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufsfindung Durchführung von zielgruppenspezifischen Maßnahmen zur Teilqualifizierung Erhöhung der Bildungschancen für Personen SGB II Leistungsbezug Ausbau und im Entwicklung der Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder stärkere Vernetzung Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, „Soziale und Jugendliche nach von Bedarf und Notwendigkeit Stadt“, Bürgerhaus, vhs Fortsetzung von zielgruppenspezifischen Maßnahmen mit Sprachförderung Ausbau und Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen Praktika für Jugendliche zurstädtischen Berufsorientierung Gemeinsame Ansprache mit vonMigrationshintergrund Arbeitgebern durch alle Akteureund für Kontakte zur Wirtschaft fördern (Intensivierung Zusammenarbeit flexible Arbeitszeitmodelle Bildungsundlokalen Teilhabepaket bewerben, Angebote der direkt an Schulen zwischen Schule und Unternehmen) verankern, kostengünstige Nachhilfe an Schulen anbieten Gezielte Ansprache von Migrantinnen und Migranten, die SGB II-Leistungen Information der Eltern mit Migrationshintergrund zu in erhalten, auf speziellen Anerkennungsmöglichkeiten undBerufsmöglichkeiten Übernahme Schaffung von Angeboten aus dem kulturellen Hintergrund der Kooperation mit weiteren Partnern (z.B. Stadtverwaltung als Arbeitgeber bei Anerkennungskosten Migranten, wie z.B. Saz (türkische Gitarre) an Schulen (MS auf der Schanz) Elternabenden und Ausbildungsmessen vorstellen) Fortsetzung des Jobpatenmodells Weiterentwicklung der bestehenden Sprach-, Lese- und Schülerpatenschaften Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Grund- und Erweiterung der Angebote für ausländische Studierende Mittelschule „Auf Schanz“ zur mit Förderung des Schulerfolgs und beim Unterstützung der der Auszubildenden Migrationshintergrund während der Planung Planung X Planung Planung X Aktueller Stand / Durchführung Bewertung Durchführung X Kurzfristig: 2013 / 2014 X Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangX fristig fristig fristig X -Planung Durchführung -Durchführung Durchführung Planung Durchführung Durchführung Planung Durchführung X X X X X Planung Planung Durchführung Planung X X X X X X X X X X X Durchführung Planung und ProjekteDurchführung im Beginn der zeitlichen X X Durchführung X X Umsetzbarkeit X X X Aktueller Stand / Aktueller Bearbeitung Stand / Bewertung -Planung -Durchführung -Planung -Durchführung Planung Planung Durchführung Planung Durchführung Durchführung Durchführung Durchführung Durchführung X X Durchführung Planung Durchführung Durchführung Planung X Durchführung X X Durchführung Planung Durchführung X Durchführung Planung X Durchführung stärkere Vernetzung von Schulsozialarbeit, Jugendamt, mit Jobcenter, „Soziale Maßnahmen zur Personalgewinnung von Mitarbeiter/innen Stadt“, Bürgerhaus, vhs Migrationshintergrund in Pflegeberufe X Durchführung Praktika für Jugendliche mit Migrationshintergrund zur Berufsorientierung und Kontakte zur lokalen Wirtschaft fördern (Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen) X Durchführung Übergang von der Schule in den Beruf Hilfen) Ausbildung (z.B. ausbildungsbegleitende Fortsetzung des der Jugendkultursommers (Projekt „Soziale Stadt“) im SGB Jahr 2013 Stabilisierung Beschäftigungsaufnahme ehemaliger IIals eine Möglichkeit auch Migranten zu /integrieren Leistungsberechtigter durch Betreuung Coaching während der Probezeit 141 117 Unterstützung von Jugendlichen der Berufsfindung Fördermaßnahmen für Stadt arbeitslose Jugendliche und junge Integrationsbericht Ingolstadt – Version 27 – Erwachsene. 19.03.2013 Integrationsbericht Stadt bei Information der Eltern mit Migrationshintergrund zu Berufsmöglichkeiten in Kooperation mit weiteren Partnern (z.B. Stadtverwaltung als Arbeitgeber bei Elternabenden und Ausbildungsmessen vorstellen) Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort Erweiterung der Angebote für ausländische Studierende X X Planung Planung 145 D HANDLUNGSFELDER 5 Gesundheit Das Handlungsfeld Gesundheit ist ein wichtiger Indikator für die Lebenssituation von Personen mit Migrationshintergrund und wird von anderen Bereichen wie Erwerbstätigkeit oder Wohnsituation beeinflusst. Es geht einher mit unterschiedlichen Themen wie der Gesundheitsversorgung, Wahrnehmung von Vorsorgemaßnahmen oder der interkulturellen Öffnung des Gesundheitswesens. Zwei weitere Themenbereiche sind zudem eng mit dem Handlungsfeld Gesundheit verbunden: Zum einen ist dies das Thema Sport. Dessen Wirkung ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch integrativ. „Integration durch Sport“, beispielsweise beim Training im Verein, kann das Miteinander der heterogenen Ingolstädter Bevölkerung verbessern, ist oftmals Grundlage für soziale (Freundschafts-) Beziehungen und kann zum Kennenlernen des Zuwanderungslandes beitragen. Zudem sind (Sport-) Vereine auch ein wichtiger Raum für bürgerschaftliches Engagement, beispielsweise durch die Aufnahme einer Übungsleitertätigkeit. Daten über die Mitgliederzahlen von Sportvereinen oder deren Übungsleiter nach Migrationshintergrund liegen in Ingolstadt jedoch nicht vor. Zum anderen ist auch der Bereich der älteren Migranten thematisch eng mit dem Handlungsfeld Gesundheit verknüpft. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung Ingolstadts im Rentenalter ist zwar vergleichsweise gering, aber er wird in den kommenden Jahren ansteigen, was Themen wie kultursensible Pflege oder Angebote speziell für Ältere noch stärker in den Fokus rücken wird. 5.1 Im Blickpunkt Förderung interkultureller Kompetenz in der Gesundheitsinformation Die Gesundheitsförderung und Prävention sind gesetzliche Aufgaben des Gesundheitsamts. Sie sollen die individuelle Handlungskompetenz des Einzelnen zur Verbesserung und zum Erhalt der eigenen Gesundheit und der Gesundheit seiner Familie stärken. Gesundheitswissen, Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitssystem allerdings sind in verschiedenen Kulturen unterschiedlich angelegt und ausgeprägt, sodass zur Vermittlung von Gesundheitsinformation neben der Fachexpertise vor allem interkulturelle Kompetenz unverzichtbar ist. Durch Zusammenarbeit mit dem bundesweiten MiMi-Projekt, durch langfristige Begleitung speziell auf verschiedene Migrantengruppen ausgelegter Gesundheitsprojekte und durch Ausrichtung von Maßnahmen zur Gesundheitsbildung auf Schulen und Stadtquartiere mit hohem Migrantenanteil wird durch das Gesundheitsamt bereits seit Jahren die Entwicklung und Verbesserung interkultureller Gesundheitskompetenz angestoßen, begleitet und gestärkt. Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte im Abschnitt F. 5.2 Aktueller Stand 5.2.1 Impfquote Die Impfquote ist bei den Kindern mit Migrationshintergrund in allen dargestellten Bereichen höher als bei den Kindern ohne Migrationshintergrund. Dies könnte eine höhere Impfmüdigkeit bzw. mangelnde Impfbereitschaft in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund anzeigen (siehe auch Ergebnisse der Pilotstudie Indikatorenentwicklung und Monitoring 2005 – 2008, 3. Bericht der länderoffenen Arbeitsgruppe „Indikatorenentwicklung und Monitoring“, Berlin, Februar 2010). 146 HANDLUNGSFELDER D Abb. 140 Impfstatus in Ingolstadt Schuleingangsuntersuchung 2011 Abb. 140 Impfstatus 2011 Abb. 140 Impfstatusin inIngolstadt Ingolstadt Schuleingangsuntersuchung Schuleingangsuntersuchung 2011 92,1% 92,1% Grundimmunisierung Grundimmunisierung vollständig vollständig 86,0% 86,0% 88,5% 88,5% Masern/Mumps/Röteln Masern/Mumps/Röteln vollständig geimpft vollständig geimpft 84,1% 84,1% 48,3% 48,3% Varizellen geimpft Varizellen geimpft 45,3% 45,3% 73,1% Meningokokken geimpft 67,9% Meningokokken geimpft 36,9% Pneumokokken geimpft 36,9% 35,3% Pneumokokken geimpft geimpft mit Migrationshintergrund mit Migrations- 35,3% hintergrund ohne Migrationshintergrund ohne Migrations- 54,2% 45,2% 54,2% FSME vollständig geimpft FSME vollständig 0% 20% Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes hintergrund 45,2% 40% 0% 20% Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes 60% 40% 73,1% 67,9% 80% 100% 60% 80% 100% Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. 141 Impfquote bei einzuschulenden Kindern Abb. 141 Impfquote bei einzuschulenden Kindern Kinder mit vorgelegter Geschlecht Kinder Abb. Schuljahr 141 Impfquote beiinsgesamt einzuschulenden Kindern Impfdokumentation* Schuljahr Geschlecht Kinder insgesamt Durchimpfungsgrad** Kinder mit vorgelegter Durchimpfungsgrad** Impfdokumentation* insgesamt mit ohne mit Migrations- Migrations- Migrationshintergrund hintergrund hintergrund insgesamt 2005/2006 2005/2006 2007/2008 2007/2008 2011/2012 Insgesamt männlich weiblich Insgesamt männlich Insgesamt weiblich männlich 1 267 1659 235 608 718 Insgesamt Insgesamt männlich männlich weiblich 1 235 1718 329 517 Insgesamt 1 329 weiblich weiblich 2011/2012 1 267 659 608 517 96,8% 97,3% 93,5% 96,4% 93,6% 93,4% 93,5% 94,0% 93,6% 93,4% 94,0% 96,2% 95,5% 94,7% 93,8% 96,2% 94,3% 93,1% 93,8% 94,1% 94,3% 93,1% 94,1% 96,6% 97,7% 98,6% 93,7% 96,6% 93,7% 93,7% 93,7% 93,9% 93,7% 93,7% 93,9% 82,3% 84,5% 87,3% 89,4% 82,3% 89,3% 89,6% 89,4% 88,5% 89,3% 89,6% 88,5% ohne Migrations71,7% hintergrund 71,0% 72,6% 71,7% 71,0% 83,9% 72,6% 80,3% 87,3% 83,9% 84,1% 80,3% keine Daten 87,3% keine Daten *Berücksichtigt werden nur erstmals untersuchte Kinder. männlich **Durchimpfungsrate für Masern/Mumps/Röteln (mind. 2 Impfdosen) bei Kindern mit vorgelegter Impfdokumentation weiblich Bemerkung ohne Migrationshintergrund mit ohne mit Migrations- Migrations- Migrations96,8% 95,5% 97,7% 84,5% hintergrund 97,3% hintergrund 94,7% hintergrund 98,6% 87,3% 96,4% Bemerkung 84,1% keine Daten keine Daten *Berücksichtigt werden nur erstmals untersuchte Kinder. Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung **Durchimpfungsrate für Masern/Mumps/Röteln (mind. 2 Impfdosen) bei Kindern mit vorgelegter Impfdokumentation Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Impfquote mit Masern/Mumps/Röteln, die als Vergleichsindikator genommen wird, hat sich seit 2005/2006 bei den Kindern ohne die Migrationshintergrund fast auf das Niveau derhat Die Impfquote mit Masern/Mumps/Röteln, als Vergleichsindikator genommen wird, Kinder Migrationshintergrund gesteigert. Bei den Kindern mit Migrationshintergrund sich seit mit 2005/2006 bei den Kindern ohne Migrationshintergrund fast auf das Niveauistder die Impfquote seit 2005/2006 nochmals angestiegen, aktuell auf knapp 90 %. Kinder mit Migrationshintergrund gesteigert. Bei den Kindern mit Migrationshintergrund ist Die Impfquote mit Masern/Mumps/Röteln, die als Vergleichsindikator genommen wird, hat 144 sich seit 2005/2006 bei den Kindern ohne Migrationshintergrund fast auf die Impfquote seit 2005/2006 nochmals angestiegen, aktuell auf knapp 90 das %. Niveau der Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – Kinder mit Migrationshintergrund gesteigert. 22.03.2013 Bei den Kindern mit Migrationshintergrund ist die Impfquote seit 2005/2006 nochmals angestiegen, aktuell auf knapp 90 %. 144 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 147 D HANDLUNGSFELDER Die Ergebnisse beziehen sich nur auf Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation. Impfungen sollen nicht nur den Einzelnen vor Infektionen schützen, sondern auch Infektketten unterbrechen bzw. Menschen, die selbst nicht geimpft werden dürfen, vor Ansteckung schützen. Dazu ist in der Bevölkerung eine Durchimpfungsrate zwischen 83 % bei Polio bis zu 93 % bei Keuchhusten oder 95 % bei Masern erforderlich. Seit Einführung der Impfungen allerdings sind die entsprechenden Infektionen mit ihren Folgeschäden bei uns selten geworden, sodass viele Menschen die Notwendigkeit von Impfungen nicht mehr sehen, dafür die im geringen Prozentsatz möglichen Nebenwirkungen umso stärker in den Fokus rücken. Dadurch wird es immer schwieriger, in unserer heimischen Bevölkerung eine ausreichend schützende Durchimpfungsrate und Impfimmunität zu erreichen und zu erhalten. Die gegenüber den deutschen Einschulkindern bessere Durchimpfungsrate bei Migrantenkindern ist sicher zum Teil dadurch begründet, dass in den Herkunftsländern entsprechende impfpräventable Infektionen samt Folgeschäden noch häufig vorkommen und dadurch im Bewusstsein sind und den Respekt vor bzw. die Wahrnehmung von Schutzmöglichkeiten fordern. Obendrein herrscht in vielen Ländern Impfpflicht oder es haben Empfehlungen von Ärzten und Gesundheitsbehörden hohes Gewicht, sodass ihnen vertraut und gefolgt wird und festgelegte Impftermine wahrgenommen werden. 148 HANDLUNGSFELDER 5.2.2 Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen Kinder D 5.2.2 für Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung für Kinder D Die Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen lag bei den einzuschulenden Kindern mit Migrationshintergrund erheblich unter dem derlag Kinder ohneeinzuschulenden MigrationshinterDie Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei den Kindern mit Migrationshintergrund erheblich unter dem der Kinder mitohne grund. Gründe hierfür könnten sowohl Informationsdefizite bei der Bevölkerung MigraMigrationshintergrund. Gründe hierfür könnten sowohl Informationsdefizite bei der tionshintergrund als auch ein eventuell weniger ausgeprägtes generelles gesundheitliches Bevölkerung mit Migrationshintergrund als auch ein eventuell weniger ausgeprägtes Vorsorgebewusstsein sein (siehe auch Ergebnisse der Pilotstudie Indikatorenentwicklung generelles gesundheitliches Vorsorgebewusstsein sein (siehe auch Ergebnisse der und Monitoring 2005 – 2008, 3. Bericht der länderoffenen Arbeitsgruppe „IndikatorenentPilotstudie Indikatorenentwicklung und Monitoring 2005 – 2008, 3. Bericht der länderoffenen wicklung und Monitoring“, Berlin, Februar 2010). Arbeitsgruppe „Indikatorenentwicklung und Monitoring“, Berlin, Februar 2010). Abb. 142 Fehlende Vorsorgeuntersuchungen in Ingolstadt SchuleingangsAbb. 142 Fehlende Vorsorgeuntersuchungen in Ingolstadt untersuchung 2011 Schuleingangsuntersuchung 2011 6,9% Fehlende U 9 2,7% Unvollständige Vorsorgeuntersuchungen U1-U8 25,5% 7,3% mit Migrationshintergrund 6,9% Schulärztliche Untersuchungen ohne Migrationshintergrund 2,7% 0% 5% 10% Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes 15% 20% 25% 30% Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Sowohl bei den Kindern mit als auch ohne Migrationshintergrund ist eine leichte Steigerung der Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung zu erkennen. Dabei ist allerdings bei den Kindern mit mangels als auch ohne Migrationshintergrund ist eine leichteDaten Steigerung zuSowohl bedenken, dass es sich Datenverfügbarkeit bei den aktuellen um die der Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung zu erkennen. Dabei ist allerdings Quote der Inanspruchnahme der U 9 handelt, in den Vorjahren um diejenige der U 8. zu bedenken, dass es sich mangels Datenverfügbarkeit bei den aktuellen Daten um die Quote der Inanspruchnahme der U 9 handelt, in den Vorjahren um diejenige der U8. 146 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 149 D HANDLUNGSFELDER Abb. 143 Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Abb. 143 Inanspruchnahme Früherkennungsuntersuchungen bei einzuschulenden einzuschulendender Kindern Kindern Schuljahr Geschlecht Kinder Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft* insgesamt insgesamt Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung U 8 mit ohne mit Migrations- Migrations- Migrationshintergrund hintergrund hintergrund Bemerkung ohne Migrationshintergrund 2005/2006 Insgesamt männlich weiblich 1 267 659 608 95,0% 95,4% 94,6% 91,6% 91,6% 91,5% 97,5% 98,1% 96,9% 90,8% 90,3% 91,2% 94,8% 96,1% 93,3% 2007/2008 Insgesamt männlich weiblich 1 235 718 517 93,9% 94,1% 93,6% 91,8% 91,6% 91,9% 95,9% 96,3% 95,3% 86,5% 84,7% 88,6% 93,8% 94,6% 92,7% 2011/2012 Insgesamt männlich weiblich 1 394 94,0% 94,1% 93,9% 93,1% 97,3% U9 keine Daten keine Daten *Berücksichtigt werden nur erstmals untersuchte Kinder. Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Einschulungsuntersuchung des Gesundheitsamtes Ingolstadt Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die Früherkennungsuntersuchungen U 1 bis U 9 sind ein wesentlicher Baustein zur gesunden kindlichen Entwicklung und ein unverzichtbares Instrument im Kinderschutz. Die lückenlose Teilnahme an diesen Kindervorsorgeuntersuchungen ist erklärtes Ziel vor Die Früherkennungsuntersuchungen 1 – besonders U 9 sind einauch wesentlicher BausteinGesundheitszur gesunden allem der Kinder- und Jugendärzte, U ganz des öffentlichen kindlichenwelcher Entwicklung und ein seiner unverzichtbares Instrument im Kinderschutz. dienstes, im Rahmen Schuleingangsuntersuchung die Teilnehmerraten an Die lückenlose Teilnahme an diesen istFamilien erklärtesmit Ziel vor den Vorsorgeuntersuchungen erfasst. Kindervorsorgeuntersuchungen Hier allerdings ergibt sich, dass Migallem der Kinderund Jugendärzte, ganz besonders auch des öffentlichen rationshintergrund seltener einen lückenlosen Nachweis der empfohlenen U 1 bis U 9 – Gesundheitsdienstes, welcher im Rahmen seiner Schuleingangsuntersuchung die Untersuchungen erbringen als die in Deutschland beheimateten Familien. Teilnehmerraten an den Vorsorgeuntersuchungen erfasst. Hier allerdings ergibt sich, dass Hierfür verantwortlich ist vor allem die Tatsache, dass Migrantenfamilien häufig erst nach Familien mit Migrationshintergrund deutlich seltener einen lückenlosen Nachweis der Deutschland die ersten U-Untersuchungen, an einbeheimateten bestimmtes empfohlenen kommen, U 1 – U 9wenn – Untersuchungen erbringen als diedie in jeweils Deutschland Lebensalter geknüpft sind, bereits erfolgt sein müssten. Ein Nachholen solch versäumter Familien. Untersuchungen als Kassenleistung ist nicht möglich und müsste auf eigene Kosten erfolgen. Hierfür verantwortlich ist vor allem die Tatsache, dass Migrantenfamilien häufig erst nach Zudem verbringen junge Migrantenfamilien meist wochenlange Heimaturlaube, wodurch Deutschland kommen, wenn die ersten U-Untersuchungen, die jeweils an ein bestimmtes Lebensalter geknüpft sind, bereits erfolgt sein müssten. Ein Nachholen solch versäumter die altersgerechte Planung von und Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen oft Untersuchungen als Kassenleistung ist nicht möglich und müsste auf eigene Kosten erschwert und verhindert wird. Schließlich erfolgt Zuwanderung häufig aus Ländern, in erfolgen. denen ein entsprechendes Versorgungs- und Vorsorgesystem unbekannt ist, sodass bei ZudemMigranten verbringenerst junge Migrantenfamilien meist wochenlange Heimaturlaube, wodurchund die vielen einmal Verständnis für unser Gesundheitssystem geschaffen altersgerechte Planung von und Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen oft erschwert selbstverständlich dazu vorab ein ausreichendes Sprachverständnis erworben werden und verhindert wird. Schließlich erfolgt Zuwanderung häufig aus Ländern, in denen ein muss. entsprechendes Versorgungs- und Vorsorgesystem unbekannt ist, sodass bei vielen Die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen U 1 bis U 9 ist der Verantwortung Migranten erst einmal Verständnis für unser Gesundheitssystem geschaffen und der Eltern überlassen. selbstverständlich dazu vorab ein ausreichendes Sprachverständnis erworben werden muss. Schlussendlich ist dDie Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen U 1 – U 9 ist der Verantwortung der Eltern überlassen und es drohen bei fehlender Teilnahme keine Konsequenzen.. 147 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 150 HANDLUNGSFELDER 5.3 Ziele und Planungen D D 5.3 Ziele und Planungen Abb. 144 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. Handlungsfeld 144 Aktuelle Ziele Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im D 5/ Gesundheit Handlungsfeld D 5 Gesundheit Zeitliche Umsetzbarkeit Aktuelle Ziele / Qualitäten Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: ab 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig Vermehrung des Gesundheitswissens und Förderung eines gesundheitsbewussten Verhaltens X Aktueller Stand / Bewertung -Planung -Durchführung -Abschluss Durchführung Zielführende Maßnahmen und Projekte Zielgruppenspezifische Ausrichtung der gesundheitsfördernden Aspekte X Planung Weitere Unterstützung des MIMI-Gesundheitsprojekts vor Ort X Durchführung Teilnahme am bayernweiten Projekt „Gesundheitliche Chancengleichheit“ X Planung 151 D HANDLUNGSFELDER 6 Wohnsituation Auch die Wohnsituation von Personen mit Migrationshintergrund und ihre Positionierung auf dem Wohnungsmarkt als einer Kerninstitution der Aufnahmegesellschaft ist ein Aspekt der strukturellen Integration. Die Qualität und Ausstattung des Wohnraums ist dabei ebenso ein Indikator wie das Wohnumfeld. Die Wohnqualität beeinflusst den Lebensstandard. Auch nachbarschaftliche Beziehungen, die ein Teil der sozialen Integration sind, werden dadurch bestimmt. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage nach Segregation, d.h. einer – freiwillig oder unfreiwillig – erfolgenden Konzentration von Zuwanderern in Stadtteilen oder Quartieren, von Bedeutung. Segregierte Stadtviertel können hinderlich für den Integrationsprozess sein, da die Gefahr besteht, dass Personen mit Migrationshintergrund – ebenfalls freiwillig oder unfreiwillig – „unter sich bleiben“ und dadurch der Kontakt zur Aufnahmegesellschaft erschwert werden kann. Ein bedeutendes Instrument zur Verbesserung der Wohnsituation und der Integration der lokalen Bevölkerung in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil ist das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ mit seinen sowohl städtebaulichen Maßnahmen als auch Integrationsprojekten, die vor Ort in den Quartieren geplant und umgesetzt werden. In Ingolstadt nehmen drei Stadtteile an diesem Programm teil. 6.1 Im Blickpunkt Neugestaltung des Asam-Dreiecks im Augustinviertel Neuordnung der Grünfläche mit Erhalt des Baumbestandes als Treffpunkt für alle Generationen; Vergrößerung des Freibereiches des Kindergartens; Neue Spielgeräte: Karussell, Sandspiel, Schach, Tischtennis, Wippe; Heckenbänder, Wechselfloor-Beete und Sitzgelegenheiten zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität; verändertes Wegesystem zur optimierten Querung, klare Führung der Kothauer Straße; Baukosten ca. 240.000 € inkl. Außenbereich des Kindergartens und Straßenverlegung; Finanzierung aus Mitteln der „Sozialen Stadt Augustinviertel“; Einweihung und feierliche Übergabe an die Bevölkerung am 12. Oktober 2012; Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte im Abschnitt F. 6.2 Aktueller Stand - Wohnfläche je Familienmitglied In den Stadtbezirken, in denen der Anteil der Migranten relativ hoch ist, steht jedem Einzelnen weniger Wohnfläche zur Verfügung als in den Gebieten mit geringerem Migrantenanteil. Eine Korrelationsrechnung ergibt einen Wert von -0,83, d. h. es existiert ein relativ hoher gegenläufiger Zusammenhang zwischen Wohnfläche je Person und Anteil der Personen mit Migrationshintergrund (-1,0 wäre ein gegenläufiger Zusammenhang von 100 %, 0 bedeutet absolut kein Zusammenhang, 1,0 wäre das Maximum eines gleichlaufenden Zusammenhangs der Werte). Statistisch gesehen ist es zwar nicht ganz korrekt, Korrelationen von Gebietseinheiten anhand von zwei Merkmalen zu berechnen, da es hierbei zu Fehlschlüssen kommen kann. In Verbindung mit den sonstigen gewonnenen Erkenntnissen jedoch runden diese Ergebnisse das Bild von strukturellen Unterschieden zwischen Migranten und Nichtmigranten ab. Das Ergebnis lässt sich zum Teil mit den unterschiedlichen Familienstrukturen erklären. Bewohner mit Migrationshintergrund bilden im Durchschnitt größere Familien und es wohnen mehr Kinder in den Haushalten, wodurch sich die Wohnfläche pro Person verringert, da in größeren Haushalten viele Räume gemeinsam genutzt werden. 152 Das Ergebnis lässt sich zum Teil mit den unterschiedlichen Familienstrukturen erklären. Bewohner mit Migrationshintergrund bilden im DurchschnittHANDLUNGSFELDER größere Familien, und es wohnen mehr Kinder in den Haushalten, wodurch sich die Wohnfläche pro Person verringert, da größere Haushalte viele Räume gemeinsam nutzen. D Abb. 145 Wohnfläche je Person und Anteil der Einwohner mit MigrationsAbb. 145 hintergrund Wohnfläche je Person und Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund nach Stadtbezirken, Dezember 2011 nach Stadtbezirken, Dezember 2011 39,0 32,4 Mitte 30,0 Nordwest 68,7 35,9 Nordost 51,4 40,0 38,5 Südost Südwest 45,0 21,5 West 44,7 17,2 Etting 41,5 31,7 Oberhaunstadt 34,4 Mailing 30,4 Süd 41,4 41,4 43,8 18,9 FriedrichshofenHollerstauden 40,0 41,2 Münchener Straße 30,5 0,0 20,0 40,9 40,0 60,0 80,0 Wohnfläche je Einwohner in m² Migrantenanteil in % Quelle: Bauordnungsamt, Melderegister Quelle: Bauordnungsamt, Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 150 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 153 D HANDLUNGSFELDER 6.3 Ziele und Planungen D 6.3 Ziele und Planungen 3.3 Ziele und/ Qualitäten, PlanungenZielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. 146 D Aktuelle Ziele Abb. 146 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 6 Wohnen Handlungsfeld D 6 Wohnen Abb. 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte Beginn der zeitlichen Aktueller im Umsetzbarkeit Stand / Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium Bewertung Beginn der zeitlichen Aktueller Umsetzbarkeit Stand / Kurzfristig: 2013 / 2014 -Planung Bewertung Mittelfristig: 2015 – 2019 -Durchführung Langfristig: 2020 -Planung Aktuelle Ziele / Qualitäten Aktuelle Ziele / Qualitäten Kurzfristig Ausreichende unter Berücksichtigung zukünftiger Aktuelle ZieleWohnraumversorgung / Qualitäten Lebensformen Alle Jugendlichen in Ingolstadt verlassen die Schule möglichst mit Abschluss. Förderung vielfältiger Wohnformen für unterschiedliche Zielgruppen und Lebenslagen Gesamtkonzepte für außerschulische Angebote, vor allem im Bereich der kulturellen Bildung (Runder Tisch kulturelle Bildung, Verein Künstler an die D 3.3 Ziele und Planungen Sozialverträgliches X Schule e.V.) Bauen und Wohnumfeldverbesserungen X X X Zielführende Maßnahmen und Projekte Schaffung von ausreichend Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten Ausbau und Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen Ausweisung neuer Bauflächen und Aktivierung von Innenpotenzialen X Aktuelle Ziele / Qualitäten Bildungs- und Teilhabepaket bewerben, Angebote direkt an Schulen Befriedigung der Nachfrage nach anderen Wohnungen und Wohnformen verankern, kostengünstige Nachhilfe an Schulen anbieten durch Differenzierung der in Lebensstile Alle Jugendlichen Ingolstadt verlassen die Schule möglichst mit Abschluss. Schaffung von speziellen Angeboten aus dem kulturellen Hintergrund der Behutsames Bauen im Bestand der „Sozialen Stadt“ Gesamtkonzepte Angebote, vor(MS allem Migranten, wie z.B.für Sazaußerschulische (türkische Gitarre) an Schulen auf im der Bereich Schanz) der kulturellen Bildung (Runder Tisch kulturelle Bildung, Verein Künstler an die Bessere Berücksichtigung des Wohnumfeldes X Schule e.V.) Weiterentwicklung der bestehenden Sprach-, Lese- und Schülerpatenschaften für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Grund- und Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft wichtiger Kooperationspartner X Steigerung der deszurals Studienortes Ingolstadt für ausländische Mittelschule „Auf Attraktivität der Schanz“ Förderung des Schulerfolgs und beim Studierende Übergang von der Schule in den Beruf Ausbau und Verbesserung / Optimierung von Kooperationen (z.B. mit Wohnungsbauträgern, sozialen etc.) Zielführende Maßnahmen undInstitutionen, Projekte Architekten Fortsetzung des Jugendkultursommers (Projekt „Soziale Stadt“) im Jahr 2013 als eine Möglichkeit auch Migranten zu integrieren Förderung der Bildungschancen Barrierefreiheit (vor allem für SeniorInnen und Behinderte) Erhöhung der X durch Information Ausbau und Entwicklung der und Bildungsangebote für Kinder Unterstützung von Jugendlichen beiBetreuungsder Berufsfindung und Jugendliche nach Bedarf und Notwendigkeit Sammlung von InteressentInnen für Mehrgenerationenhäuser bzw. für neue X stärkere Vernetzung von Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, „Soziale Wohnformen imund Alter Ausbau Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen Stadt“, Bürgerhaus, vhs Bildungs-für und Teilhabepaket bewerben, Angebote direkt an Schulen Praktika Jugendliche mit Migrationshintergrund zur Berufsorientierung und verankern,zur kostengünstige Nachhilfe an Schulen anbietender Zusammenarbeit Kontakte lokalen Wirtschaft fördern (Intensivierung Gestaltung des öffentlichen Raumes mit dem Ziel, Nachbarschaften zu stärken X zwischen Schule und Unternehmen) und soziales Miteinander zu fördern Schaffung von speziellen Angeboten aus dem kulturellen Hintergrund der Migranten, wie z.B. Saz (türkische Gitarre) an Schulen (MS auf der Schanz) Information der Eltern mitbeiMigrationshintergrund zu Berufsmöglichkeiten in Förderung interkultureller Gärten der Neuanlage von öffentlichen Kooperation mit weiteren2020 Partnern (z.B. Stadtverwaltung als im Arbeitgeber bei Grünflächen, wie LGS-Gelände im Nordwesten oder 2. Grünring Weiterentwicklung bestehenden Sprach-, Lese- und Schülerpatenschaften Elternabenden und der Ausbildungsmessen vorstellen) Südwesten für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Grund- und Mittelschule „Auf derals Schanz“ zur Förderung des Schulerfolgs und beim Positionierung Ingolstadts Hochschulstandort Übergang von Schule in Beruf Erweiterung derder Angebote fürden ausländische Studierende Planung Planung Durchführung Planung und Projekte im X Planung Durchführung Beginn der zeitlichen XUmsetzbarkeit Aktueller Stand / Bewertung -Planung X Durchführung -Durchführung Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 X Durchführung KurzMittelLangDurchführung fristig fristig fristig X X X Planung Planung Planung X X X Planung Durchführung Planung Durchführung X Durchführung Durchführung X Planung X Planung X Durchführung X Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung Durchführung X X Planung Durchführung Durchführung X Durchführung X X Planung Planung X Durchführung X Planung X Durchführung stärkere Vernetzung von Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, „Soziale Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 27 – 19.03.2013 Stadt“, Bürgerhaus, vhs X Durchführung Praktika für Jugendliche mit Migrationshintergrund zur Berufsorientierung und Kontakte zur lokalen Wirtschaft fördern (Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen) X Durchführung Fortsetzung des Jugendkultursommers (Projekt „Soziale Stadt“) im Jahr 2013 als eine Möglichkeit auch Migranten zu integrieren Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufsfindung 117 Information der Eltern mit Migrationshintergrund zu Berufsmöglichkeiten in Kooperation mit weiteren Partnern (z.B. Stadtverwaltung als Arbeitgeber bei Elternabenden und Ausbildungsmessen vorstellen) 154 -Durchführung Planung Planung X Bedarfsgerechtes von barrierefreien WohnungenIngolstadt für ausländische X Steigerung Angebot der Attraktivität des Studienortes Abb. 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen Studierende Weiterführung des Programms Stadt“ im Bereich Wohnen X Handlungsfeld D „Soziale 3 Schule, Ausbildung, Studium Erhöhung der Bildungschancen Ausbau und Entwicklung der Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche nach Bedarf und Notwendigkeit Zielführende Maßnahmen und Projekte Zielführende Maßnahmen und Projekte Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittel- 2015 Lang-– 2019 Mittelfristig: fristig 2020 fristig Langfristig: KurzMittelLangfristig fristig fristig Positionierung Ingolstadts als Hochschulstandort Erweiterung der Angebote für ausländische Studierende X X Planung Planung HANDLUNGSFELDER 7 Interkulturelle Öffnung D Erfolgreiche Integration ist ein wechselseitiger Prozess, der immer auch die Aufnahmegesellschaft mit einbezieht: Es ist von großer Bedeutung, dass sich diese mit ihren Institutionen auf die veränderte Realität der heterogenen Ingolstädter Bevölkerung einstellt und diese neue Bevölkerungsstruktur auch widerspiegelt. Ein Aspekt in diesem Bereich ist die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung, die Personen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe ihrer Dienstleistungen einschließt. Voraussetzung dazu ist eine interkulturelle Sensibilität der städtischen Beschäftigten. Nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für die politischen Institutionen in der Stadt ist solch ein Öffnungsprozess wichtig, um eine politisch korrekte Repräsentation der heterogenen Bevölkerung zu ermöglichen. Mit den Zuwanderern haben auch Religionsgemeinschaften wie die Orthodoxe Kirche oder der Islam in Ingolstadt Zuwachs bekommen. Diese religiösen Gruppen einzubinden und einen Dialog der Religionen und Kulturen zu ermöglichen und durchzuführen, ist ebenfalls ein bedeutender Bestandteil der interkulturellen Öffnung der Stadtgesellschaft. Im Allgemeinen geht es in diesem Handlungsfeld darum, neue Strukturen und eine „Willkommenskultur“ zu etablieren, die den Prozess der Integration begünstigen, indem Neuzuwanderer positiv aufgenommen und schon lang in Ingolstadt lebende Personen mit Migrationshintergrund als Teil der Stadtgesellschaft und Ingolstädter Bürgerschaft wahrgenommen werden. 7.1 Im Blickpunkt Bei der Volkshochschule ist seit 2002 die Stelle eines „Städtischen Beauftragten für den christlich-islamischen Dialog“ eingerichtet. Im Juli 2006 trafen die städtischen Amtsleiter zusammen, um erstmals über die Interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung zu beraten und regten Seminarangebote zur Serviceorientierung im Kontakt mit ausländischen und fremdsprachigen MitbürgerInnen an. Der Stadtrat entschied im Oktober 2006 einen Integrationsbeauftragten zu berufen und die Verwaltung zu beauftragen, ein Integrationskonzept zu erstellen. Fachämter der Referate III, IV, V nehmen seit 2010 am Projekt „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ teil und erörtern anhand von Fallbeispielen, Rollenspielen und Diskussionen interkulturelle Probleme des Arbeitsalltags in der Stadtverwaltung. Der Stadtrat hat 2012 zur langfristigen Sicherung der Quartiersentwicklung in den „Soziale Stadt“-Gebieten entschieden, tragfähige Strukturen auch nach Ablauf der Bund-Länder-Förderung in den betreffenden Stadtteilen Piusviertel, Augustinviertel und Konradviertel in kommunaler Trägerschaft fortzuführen. Weitere zielführende Maßnahmen und Projekte im Abschnitt F. 155 105 100 D HANDLUNGSFELDER 95 7.290Aktueller 2007 Stand2008 2009 2010 2011 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 7.2.1 Religion und interreligiöser Dialog Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Abb. Anteile Ingolstadt Abb. 147 147 Konfessionelle Konfessionelle Anteile in in Ingolstadt 20112011 evang.-luth. röm.-kath. islam.* sonstige bzw. konfessionslos 18% 26% 7% 49% * Schätzung der religiösen bzw. kulturellen Zugehörigkeit Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Die konfessionelle Zugehörigkeit kann aus dem Melderegister nur für die evangelischlutherische und die römisch-katholische Kirche genau ermittelt werden. Nach einer Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge leben in Deutschland gut 4 Millionen Muslime, darunter 63 % mit türkischer Abstammung und 14 % mit südosteuropäischem Hintergrund (Haug, S., u. a. 2009: Muslimisches Leben in Deutschland, Nürnberg: BAMF, Forschungsbericht Nr. 9). Die Berechnung erfolgte anhand einer Befragung zur Religionszugehörigkeit von Personen mit Migrationshintergrund aus 50 Herkunftsländern. Der Anteil an Muslimen variiert je nach Staatsangehörigkeit bzw. Migrationshintergrund. Muslimisch sind zum Beispiel 89 % der türkischen Staatsangehörigen und 74 % der Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund. Auf die Stadt Ingolstadt übertragen (bei Berücksichtigung des relativ hohen türkischstämmigen Bevölkerungsanteils) dürfte die Zahl der Muslime bei rund 9.000 (ca. 7 %) liegen. 156 HANDLUNGSFELDER D Abb. 148 Relative Konfessionelle Anteile nach Alter in Ingolstadt 2011 Abb. 148 Relative Konfessionelle Anteile nach Alter in Ingolstadt 2011 EV RK Sonstige 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister Alter Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Anteil beiden denüber über70-Jährigen 70-Jährigen höchsten 60Im %). Im BeDer Anteilder derKatholiken Katholiken liegt liegt bei amam höchsten (über(über 60 %). Bezug zug auf die Evangelisch-Lutherische Kirche ist diese Tendenz weniger stark ausgeprägt. auf die Evangelisch-Lutherische Kirche ist diese Tendenz weniger stark ausgeprägt. In der In derAltersgruppe Altersgruppeder der 3040-Jährigen habenhaben Konfessionslose und sonstige Glaubens30-bisbis 40-Jährigen Konfessionslose und sonstige Glaubensgemeinschaften (dazuinzählen in derauch GrafikMuslime) auch Muslime) die höchsten Anteile. gemeinschaften (dazu zählen der Grafik die höchsten Anteile. Der Dialog in Ingolstadt Derinterreligiöse interreligiöse Dialog in Ingolstadt Die Bedeutung des interreligiösen Austausches ist in Ingolstadt seit langem bekannt und Die Bedeutung des interreligiösen Austausches ist in Ingolstadt seit Ebenen. langem bekannt und erhält eine entsprechende Wertschätzung auf unterschiedlichsten Diese Bemüerhält eine entsprechende Wertschätzung auf unterschiedlichsten Ebenen. Diese hungen haben Auswirkungen über die Kirchen hinaus und strahlen auf das Gesamtgefüge Bemühungen haben Auswirkungen über die Kirchen hinaus und strahlen auf das derGesamtgefüge städtischen Gesellschaft aus. der städtischen Gesellschaft aus. Aus diesem Grund wird dem interreligiösen Dialog besonderer Stellenwert beigemesAus diesem Grund wird dem interreligiösen Dialog einein besonderer Stellenwert beigemessen, sen, sich wiederum in den diversen Aktivitäten verschiedenster Akteure und Zielgrupwaswas sich wiederum in den diversen Aktivitäten verschiedenster Akteure und Zielgruppen widerspiegelt. pen widerspiegelt. Die Anfängedieser dieserIntegrationsbemühungen Integrationsbemühungen gehen Die Anfänge gehenauf aufeine eineInitiative Initiativeder derPfarrgemeinden Pfarrgemeinden St. Johannes und St. Pius zurück. Gemeinsam haben die Pfarrer der katholischen PfarreiPfarrei St. St. Johannes und St. Pius zurück. Gemeinsam haben die Pfarrer der katholischen Pius und der evangelischen Pfarrei St. Johannes bereits 1999 die ersten Gespräche mit St. Pius und der evangelischen Pfarrei St. Johannes bereits 1999 die ersten Gespräche Vertretern der Moscheevereine in der Hindenburgstraße (IBV) geführt. Als ein Erfolg dieser mitGespräche Vertreternresultierte der Moscheevereine in der Hindenburgstraße (IBV) geführt. Als ein Erfolg daraus die Mitwirkung Geistlicher der christlichen Kirchen an der dieser Gespräche resultierte daraus Mitwirkung Geistlicher der christlichen Kirchen an Einweihung der DITIB Moschee in derdie Manisastraße. der Einweihung der DITIB Moschee in der Manisastraße. Parallel zu den öffentlichen Auftritten entwickelten sich drei- bis viermal im Jahr Gesprächsrunden zwischen den Verantwortlichen der Pfarreien undbis der viermal Moscheevereine Parallel zu den öffentlichen Auftritten entwickelten sich dreiim JahrzuGeallgemeinen religiösen Themen und Fragen. Dabei ging es anfangs nur um ein Abtasten, sprächsrunden zwischen den Verantwortlichen der Pfarreien und der Moscheevereine zu über ein Kennenlernen bis hin zu einem regen Austausch. Diese Begegnungen wurden für allgemeinen religiösen Themen Seite und Fragen. Dabei ging es anfangs nur um Abtasten, die christliche und muslimische zu wichtigen Punkten des Miteinanders imein jeweiligen über ein Kennenlernen bis hin zu einem regen Austausch. Diese Begegnungen wurden Stadtviertel. Im Laufe der Zeit wurden auch „schwierigere“ Themen angeschnitten, die für diesowohl christliche und muslimische Seite zudiskutiert wichtigen Punkten desdas Miteinanders im jeweiligen kontrovers als auch konstruktiv wurden. Durch hierbei in Erscheinung Treten unterschiedlicher Bräuche Haltungen ist Themen das Verständnis für die densoStadtviertel. Im Laufe der Zeit wurden und auch „schwierigere“ angeschnitten, 154 wurden. Durch das hierbei in Erscheinung wohl kontrovers als auch konstruktiv diskutiert Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 Treten unterschiedlicher Bräuche und Haltungen ist das Verständnis für den Gesprächspartner und die zugrunde liegenden Haltungen und Einstellungen zur jeweils anderen Religion bzw. Ethik gewachsen. 157 D HANDLUNGSFELDER Im Rahmen dieser Entwicklungen wurde die „Verzahnung“ mit den Integrationsbemühungen der Stadt Ingolstadt immer wichtiger und resultierte schließlich in der Berufung eines städtischen Beauftragten für den christlich-islamischen Dialog, der den Kontakt der verschiedenen Moscheevereine sowohl untereinander als auch zu den christlichen Gesprächspartnern intensivierte und als Übersetzer im eigentlichen und auch übertragenen Sinne fungierte und die intensiven interreligiösen Gesprächsrunden förderte. Seine Anbindung an die Volkshochschule der Stadt Ingolstadt gab seinem Wirken einen Status zwischen offiziell und persönlich, was sich für den Dialog wiederum als sehr dienlich erwies. Zwischenzeitlich sind Pfarrer Martin Geistbeck (seit 2010) aus St. Pius, Pfarrer Christoph Drescher (seit 2004) von der Pfarrei St. Johannes und der Religionslehrer Thomas Kirchmayer (seit 2007) mit den Fragen des christlich-islamischen Dialogs betraut. Als Beauftragter von städtischer Seite ist Hakan Sirt seit 2008 im Amt. In den Jahren 2004 bis 2006 förderten diese engagierten Personen in öffentlichen Terminen unter anderem den Bau einer großen Moschee in Ingolstadt und parallel dazu den großen Bereich der schulischen Bildung islamischer Kinder in religiösen Themengebieten. Diese beiden, sehr unterschiedlichen Aufgaben stellen Grundelemente der religiösen Bildung und Freiheit dar, wie sie auch im Grundgesetz verankert sind. Insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde im Hinblick auf die Zukunft des Dialogs an die erste Stelle gesetzt, um ihre große Bedeutung herauszustellen. Die aufgelegten Bildungsprogramme und Begegnungen bedienten zunächst vor allem das Bedürfnis nach Kontakt, Begegnung und Information über den Glauben und die Traditionen der jeweiligen Religion. Mit der Einführung verschiedener Pilotprojekte zur Unterweisung islamischer Kinder an der Grund- und später auch an den Hauptschulen durch die Bayerische Staatsregierung bekam schließlich der Dialog des (Schul-) Alltags einen neuen und wichtigen Impuls. Das Programm des christlich-islamischen Dialogs in Ingolstadt reagierte im Februar 2009 mit einer großen Podiumsveranstaltung auf dieses Thema. Unabhängig von der „offiziellen Schiene“ des Dialogs entwickelte sich durch das Engagement von Schulleitung, Religionslehrer (christlich / islamisch) und Pfarrer an der Grundschule Lessingstraße eine Kultur der Begegnung, die bei verschiedenen religiösen Festen im Jahreskreis, aber auch bei schulischen Anlässen religiöse und informative Elemente aus den jeweiligen Traditionen der Religionen aufnahm, präsentierte und integrierte. Diese Dialogarbeit wurde durch den gegenseitigen Besuch von verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen umgesetzt. So haben beispielsweise muslimische SchülerInnen an Gottesdiensten in der Kirche und SchülerInnen christlichen Glaubens am Opferfest der Muslime im Stadtteiltreff teilgenommen. Mit der Einführung des „Islam-Unterrichts“ nach dem „Erlanger Modell“ erfuhr der Islam eine Aufwertung seiner Position im Fächerkanon. Derzeit werden 55 Stunden an verschiedenen Grund- und Mittelschulen für Islam-Unterricht verwendet, wobei der Unterricht derzeit auf zwei Lehrkräfte verteilt ist. Mit diesen zahlreichen Schritten verfolgen vor allem die Schulen das eine große Ziel, nämlich, das selbstverständliche und offene Zusammenleben von Schülerinnen und Schülern verschiedener Religionen und Herkunft zu fördern. Ein mit viel Einfühlungsvermögen und Mut gestaltetes Schulleben leistet hier einen fundamentalen Beitrag und hilft den Grundstein für eine Gesellschaft zu legen, in der die großen Fragen für eine harmonische Zukunft, unabhängig von kultureller und religiöser Identität, gemeinsam geklärt und angepackt werden. 158 HANDLUNGSFELDER Für den Herbst 2013 ist ein sogenannter „Pius-Lauf“ geplant, der am Tag der offenen Moschee bzw. am Tag der deutschen Einheit durchgeführt werden soll und eine „Gemeinschaftsaktion“ unterschiedlicher Kirchen- bzw. Moscheegemeinden darstellt. Die Planungen bzw. Vorbereitungen für dieses Projekt laufen bereits. Den Integrationsbemühungen der beiden Pfarreien und der Moscheevereine dieses Stadtgebietes wird dadurch neuer Schub verliehen. D Parallel zu den bestehenden Erfolgen existieren auch Herausforderungen, die sich vor allem auf sprachlicher, theologischer und kultureller Ebene abspielen und zukünftig noch ein großes Betätigungsfeld darstellen. Auch die regelmäßigen Gespräche, die im Rahmen des Dialogs auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Lehmann im Rathaus stattfinden, tragen zu einer Ermutigung aller Beteiligten am Dialogverfahren bei. In sämtlichen Stadtteilen nimmt die Anzahl der interreligiösen Dialoge zu, durch die Praktiker und Theoretiker dazu befähigt werden, • • • das gegenseitige Verständnis weiter zu entwickeln die gegenseitige Achtung voreinander zu üben und die gegenseitige Bereicherung zu entdecken. 159 D HANDLUNGSFELDER 7.2.2 Politische Teilhabe D 7.2.2 Politische Teilhabe Die Einbürgerung, d. h. der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit, kann als „Meilenstein“ oder als „Abschluss“ derder Integration werden. kann Festals steht, dass eine Die Einbürgerung, d.h. der Erwerb deutschen betrachtet Staatsangehörigkeit, „Meilenstein“ oder als „Abschluss“ Integration betrachtetTeilhabe werden. Fest dass eine umfassende umfassende politischeder und gesellschaftliche erst steht, mit der deutschen Staatsanpolitische und gesellschaftliche Teilhabe erst mit der deutschen Staatsangehörigkeit gehörigkeit ermöglicht wird. Ein Aspekt ist dabei das aktive und passive Wahlrecht auf ermöglicht wird.Ebenen. Ein Aspekt istAnteil dabei der das deutschen aktive und passive Wahlrecht auf den allenPersonen politischenmit allen politischen Der Staatsbürger unter Ebenen. Der Anteil der deutschen Staatsbürger unter den Personen mit Migrationshintergrund ist somit ein relevanter Integrationsindikator. Migrationshintergrund ist somit ein relevanter Integrationsindikator. Volljährige Deutsche mit Migrationshintergrund Volljährige Deutsche mit Migrationshintergrund Abb. 149 Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren an allen Abb. 149 Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren an allen Personen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren Personen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren 64,6% 2006 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 61,4% 2007 63,4% 62,5% 61,7% 2008 2009 2010 58,9% 2011 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Über die Hälfte der erwachsenen Personen mit Migrationshintergrund verfügt über die deutsche Staatsangehörigkeit und damitPersonen über Partizipationsmöglichkeiten, sie über Deutschen Über die Hälfte der erwachsenen mit Migrationshintergrund die verfügt die deutsche Staatsangehörigkeit und damit über Partizipationsmöglichkeiten, die sie Deutschen rechtlich gleichstellt. rechtlich Das Sinkengleichgestellt. des Anteils von 2006 von nahezu 65 % auf unter 60 % im Jahr 2011 hat keinen realen Hintergrund, sondern lässt sich aus der Art der Erfassung des MigrationshintergrunDas Sinken des Anteils von 2006 von nahezu 65 % auf unter 60 % im Jahr 2011 hat keinen desrealen in der Hintergrund, Statistik erklären: Der Migrationshintergrund wirdArt nur als sondern lässt sich aus der der persönlicher Erfassung Migratides onshintergrund (Geburtsland liegtStatistik im Ausland oder Der ausländische Staatsangehörigkeit) oder Migrationshintergrundes in der erklären: Migrationshintergrund wird nur als familiärer Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil einen persönlichen Migratipersönlicher Migrationshintergrund (Geburtsland liegt im hat Ausland oder ausländische Staatsangehörigkeit) Elternteil hatLeonshintergrund) erfasst.oder Derfamiliärer familiäre Migrationshintergrund Migrationshintergrund(mindestens wird jedochein nach dem 18. einen persönlichen Migrationshintergrund) erfasst. Der familiäre Migrationshintergrund bensjahr nicht mehr erfasst. Ein Migrationshintergrund ab der 3. Generation ist statistisch verschwindet jedoch mit dem 18.jedoch Lebensjahr. Ein Migrationshintergrund ab der Generation nicht mehr nachweisbar. Es ist zu vermuten, dass mittlerweile ein 3. immer höherer ist statistisch nicht mehr nachweisbar. Es ist jedoch zu vermuten, dass mittlerweile ein immer Anteil der Migranten aus der 3. Generation kommen bzw. diejenigen aus der 2. Generation höherer Anteil der Migranten aus der 3. Generation kommen bzw. diejenigen aus der 2. bereits das 18. Lebensjahr haben. Aushaben. diesem Grundsinkt sinktder derAnteil Anteilder der Migranten Generation bereits das 18.erreicht Lebensjahr erreicht Deshalb Migranten ab ab 1818 Jahren Jahrenkontinuierlich. kontinuierlich. Politische Teilhabe setzt gewisse Kenntnisse über das politische Geschehen vor Ort voraus. Teilhabe setzt gewisse Kenntnisse über das politische vor„PolitikmentoOrt voraus. UmPolitische das bereits bestehende Wissen weiter auszubauen, wurdeGeschehen das Projekt Um das bereits bestehende Wissen weiter auszubauen, wurde das Projekt „Politikmentoren“ ren“ gegründet, das wie eine Art Patensystem funktioniert. Einzelne Stadtratsmitglieder ingegründet, das wie eine Art Patensystem funktioniert. Einzelne Stadtratsmitglieder formieren interessierte Personen mit Migrationshintergrund über Inhalt und Hintergründe der informieren interessierte Personen mit Migrationshintergrund über Inhalt und Hintergründe Sitzungen. Sowohl Ausschusssitzungen als auch Stadtratssitzungen werden entsprechend 157 vor- und/oder auch nachbereitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von HintergrundIntegrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 wissen, um ein besseres Verständnis für kommunale Vorgänge auf politischer Ebene zu erhalten. Der überparteiliche Charakter ist von entscheidender Bedeutung und drückt sich darin aus, dass sich Stadträte unterschiedlicher Parteien bereit erklärt haben, sich in diesem Projekt als Mentor zur Verfügung zu stellen. 160 entsprechend vor- und/oder auch nachbereitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Hintergrundwissen, um ein besseres Verständnis für kommunale Vorgänge auf politischer Ebene zu erhalten. Der überparteiliche Charakter ist von entscheidender Bedeutung und drückt sich darin aus, dass sich Stadträte unterschiedlicher Parteien bereit HANDLUNGSFELDER erklärt haben, sich in diesem Projekt als Mentor zur Verfügung zu stellen. Wahlberechtigte Deutsche mit Migrationshintergrund D Wahlberechtigte Deutsche mit Migrationshintergrund Abb. 150 Anteil der wahlberechtigten Deutschen mit Migrationshintergrund an Abb. 150 Anteil der wahlberechtigten Deutschen mit Migrationshintergrund an allen allen wahlberechtigten Deutschen wahlberechtigten Deutschen 28,9% 25,4% 2006 Quelle: Melderegister Quelle: Melderegister 2007 27,6% 2008 26,5% 26,1% 2009 2010 24,9% 2011 Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Berechnungen/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Der Anteil der wahlberechtigten Deutschen mit Migrationshintergrund an allen wahlberechtigten Deutschen zeigt, welche politische Bedeutung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Er liegt im Deutschen Jahr 2011 mit insgesamt bei 24,9 %, bei Der Anteil zukommt. der wahlberechtigten Migrationshintergrund an den allenmännlichen wahlbeDeutschen 24,4 %, beizeigt, den weiblichen bei 25,3 %. rechtigtenbeiDeutschen welche politische Bedeutung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Er liegt im Jahr 2011 insgesamt bei 24,9 bei den Das Sinken des Anteils zukommt. der wahlberechtigten Migranten ist hinsichtlich der%, statistischen männlichen 24,4 %, zurückzuführen, bei den weiblichenwie beisie 25,3 Erfassung aufDeutschen dieselben bei Ursachen im%. vorangegangenen Kapitel beschrieben wurden. Das Sinken des Anteils der wahlberechtigten Migranten ist hinsichtlich der statistischen Der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt und der Integrationsbeauftragte setzen sich aktiv Erfassung auf dieselben Ursachen zurückzuführen, wie sie im vorangegangenen Kapitel mitbeschrieben dieser aktuellen wurden.Thematik auseinander. Aus diesem Grund wurde innerhalb des Migrationsrates ein Arbeitskreis gebildet, der sich insbesondere mit dem Thema „Kommunales Drittstaatsangehörige“ beschäftigt. Um eine entsprechende wissenDer Wahlrecht Migrationsratfürder Stadt Ingolstadt und der Integrationsbeauftragte setzen sich aktiv mit dieser aktuellen Thematik auseinander. Aus bzw. diesem wurde innerhalb desdes schaftliche Betrachtungsweise zu unterstützen die Grund unterschiedlichen Aspekte Migrationsrates ein Arbeitskreis derMitglieder sich insbesondere mit dem bei Thema Wahlrechts in Betracht zu ziehen, gebildet, haben sich des Migrationsrates einem „Kommunales Wahlrecht für Drittstaatsangehörige“ beschäftigt. Um eine entsprechende öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Gassner, Augsburg, informiert und anschließend wissenschaftliche Betrachtungsweise zu unterstützen bzw. die unterschiedlichen Aspekte miteinander diskutiert. Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßigen Abständen und des Wahlrechts in Betracht zu ziehen, haben sichinMitglieder des Migrationsrates bei berichtet einem imöffentlichen Kreis des Migrationsrates über die Ergebnisse. Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Gassner, Augsburg, informiert und anschließend miteinander diskutiert. Der Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen und berichtet im Kreis des Migrationsrates über die Ergebnisse. 158 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 161 D HANDLUNGSFELDER 7.2.3 Interkulturelle Öffnung der Verwaltung Interkulturelle Öffnung wird in den Ämtern, Gesellschaften und Beteiligungen der Stadt bereits seit 1999 aufgegriffen, wobei die Intensität der Aktivitäten bisher nicht systematisch erfasst wird. Zunächst waren es die Quartiere und die Quartiersmanagements der „Sozialen Stadt“ sowie das städtische Tochterunternehmen in-arbeit GmbH, die hier innerhalb ihrer Organisationen das Prozessmanagement und die Angebote auf die sich verändernde Bevölkerungsstruktur ausgerichtet haben. Darüber hinaus hat die städtische Beschäftigungsförderung, beispielsweise durch den Einsatz türkischer und russischer Fachkräfte in der Arbeitsvermittlung, durch Weiterbildung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt und durch Maßnahmen der Arbeitsvermittlung auf die veränderte Bevölkerungsstruktur reagiert. Das Quartiersmanagement in der „Sozialen Stadt“ Piusviertel (ab 2000), die Volkshochschule, das Bürgerhaus und die Stadtbücherei (alle ab 2002) haben sich mit neuen Angeboten und Nachwuchskräften gezielt und frühzeitig in verschiedenen Ebenen auf die Bedarfe von Menschen mit Migrationshintergrund ausgerichtet. Die bei der Volkshochschule etablierte Stelle für den Interreligiösen Dialog hat landesweit auch heute noch Modellcharakter. Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund Der Stadtverwaltung liegen bisher keine Angaben zum Migrationshintergrund der Beschäftigten aus Erhebungen (Befragung von Mitarbeitern) oder aus der elektronischen Personalverwaltung vor. Um weitere zielführende Maßnahmen in der Personalpolitik umzusetzen und für den Bericht eine Datengrundlage mit dem Merkmal „Migrationshintergrund“ zu schaffen, wurde im Dezember 2012 eine wissenschaftliche Namensanalyse, Onomastik, der VerwaltungsmitarbeiterInnen vorgenommen. Die Onomastik beschreibt als Teildisziplin der Sprachwissenschaft die spezifischen Eigenschaften der Eigennamen. Ähnlich wie die Sprachgeschichtsforschung verfolgt sie die Namenentstehung und -geschichte im Zusammenhang mit Namensgebern. In dem Verfahren wurden die Vor- und Zunamen aller städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Sprache zugeordnet; dies basiert auf Listen mit 24 Millionen Namen. Die Wissenschaftler können anschließend Rückschlüsse daraus ziehen, ob und welchen wahrscheinlichen Migrationshintergrund die Personen haben. Die vom Referat OB/ZV beauftragte Analyse wurde vom imap Institut Düsseldorf in Kooperation mit Dr. Andreas Humpert und Klaus Schneiderheinze, Sozial- und Umfrageforschung Duisburg, nach Genehmigung des städtischen Datenschutzbeauftragten durchgeführt. Eine Unterteilung in die Kategorien Auszubildende, Tarifbeschäftigte, Beamte ist bei dem Verfahren nicht möglich. Auch Namensänderungen infolge von Heirat etc. können in dem Verfahren nicht berücksichtigt werden. 162 HANDLUNGSFELDER D Abb. 151 Beschäftigte der Stadt Ingolstadt, Codierung der Herkunft, Stand 01.12.2012 Abb. 151 Beschäftigte der Stadt Ingolstadt, Codierung der Herkunft, Stand 01.12.2012 Abb. 151 Beschäftigte der Stadt Ingolstadt, Codierung der Herkunft, Stand 01.12.2012 Herkunftscode Herkunftscode 8 38 32 30 39 72 71 89 8 38 32 30 39 72 71 89 Herkunft Herkunft Anzahl Anzahl Deutschland Deutschland Türkei Türkei Rumänien Rumänien Polen Polen Ungarn Ungarn Nachfolgestaaten Jugoslawien Nachfolgestaaten Jugoslawien Staaten der GUS Staaten der GUS Sonstige Herkunftsregionen Sonstige Herkunftsregionen 2.111 2.111 21 21 9 9 14 14 10 10 17 17 38 38 27 27 Stadtverwaltung Personen gesamt Stadtverwaltung Personen gesamt davon Migrationshintergrund davon Migrationshintergrund 2.2472.247 136 136 6,1 %6,1 % Quelle: Personalamt Berechnung/Darstellung: imap-Institut Düsseldorf, Berechnung/Darstellung: imap-Institut Düsseldorf, Dr. Andreas HumpertBerechnung/Darstellung: & Klaus Schneiderheinze, Sozial- imap-Institut und Umfrageforschung Duisburg Düsseldorf, Quelle: Quelle: Personalamt Personalamt Dr. Andreas Humpert & Klaus Schneiderheinze, SozialDr. Andreas Humpert & Klaus Schneiderheinze, Sozialund und Umfrageforschung Duisburg Umfrageforschung Duisburg Abb. 152 Anteil nach Herkunftsländern (bezogen auf Beschäftigte mit Migrationshintergrund) Abb.152152 Anteilnach nachHerkunftsländern Herkunftsländern (bezogen Beschäftigte Abb. Anteil (bezogen auf auf Beschäftigte mit mit Migrationshintergrund) Migrationshintergrund) Quelle: Personalamt Quelle: Personalamt Quelle: Personalamt Darstellung: Referat OB/ZV Darstellung: Referat OB/ZV Darstellung: Referat OB/ZV 160 160 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 163 D HANDLUNGSFELDER Beschäftigung von Tarifbeschäftigten mit Migrationshintergrund Zwischen dem 1. April 2012 und 31. Dezember 2012 hat das Personalamt bei Tarifbeschäftigten, die neu eingestellt bzw. unbefristet oder befristet verlängert worden sind, den Migrationshintergrund anhand der vorhandenen Aktenlage erhoben. Die im Jahr 2012 erhobenen Daten liegen jeweils über dem in der Namensanalyse festgestellten Migrationsanteil aller Verwaltungsmitarbeiter im Bestand (vgl. Abb. 151). Daraus lässt sich eine Zunahme der Beschäftigung von Personen mit Migrationshintergrund und somit eine integrierende Personalpolitik ableiten. Abb. 153 Tarifbeschäftigte mit Migrationshintergrund, Veränderungen Abb. 15301.04. Tarifbeschäftigte – 31.12.2012 mit Migrationshintergrund, Veränderungen 01.04. – 31.12.2012 Mit Gesamt männlich weiblich Migration Migrationsanteil Neueinstellungen 138 44 94 11 8,0 % Unbefristete Übernahme 51 19 32 10 19,6 % Befristete Verlängerung 73 18 55 18 24,7 % Gesamt 262 81 181 39 14,9 % Beendigungen, Austritt 122 40 82 11 9,0 % Der Migrationsanteil bei den Tarifbeschäftigten (Veränderungen zwischen dem 1. April 2012 und 31. Dezember 2012) liegt durchschnittlich bei 14,9 %. Bei den Beamten sind keine Zu- und Abgänge bzw. Änderungen zu verzeichnen. Das liegt augenscheinlich daran, dass nur Deutsche und EU-Bürgerinnen und Bürger verbeamtet werden können. Dennoch haben EU-Staatsangehörige auch in der Gruppe der Beamten die Möglichkeit, am Bewerbungsverfahren teilzunehmen und sich entsprechend der Ausbildung für die vier Qualifikationsebenen zu bewerben. Um dem verfassungsrechtlichen Grundsatz für den gleichberechtigten Zugang zum Arbeitgeber Stadt zu gewährleisten, werden Bewerberinnen und Bewerber mittels öffentlicher Stellenausschreibung gewonnen. Bewerberinnen und Bewerber ausländischer Herkunft oder mit Migrationshintergrund haben demnach in gleicher Weise wie andere Nachwuchskräfte die Chance, entsprechend ihrer Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gefördert und bei der Stadt angestellt oder verbeamtet zu werden. Ausbildung bei der Stadt Die Stadt bildet in verschiedenen Verwaltungsberufen und gewerblich-technischen Berufen aktuell 85 Nachwuchskräfte aus. Dazu spricht das Personalamt der Stadt Ingolstadt Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Stadtteiltreffs der „Sozialen Stadt“ an oder beteiligt und engagiert sich auch auf den Last-Minute-Ausbildungsbörsen des Integrationsbeauftragten jeweils mit Infoständen. Stellenausschreibungen bei der Stadt Die Stadt achtet als Arbeitgeber auf Chancengleichheit. Stellenanzeigen, die in Print- und Onlinemedien erscheinen, sind mit dem nachfolgenden Zusatz versehen: „Ingolstadt ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Dies spiegelt sich in unserer Personalarbeit wider, die von Chancengleichheit geprägt ist. Wir freuen uns, auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen“. 164 HANDLUNGSFELDER D www.ingolstadt.de/stellen Im Herzen Bayerns gelegen, ist Ingolstadt mit seinen 128.000 Einwohnern das Oberzentrum der Region 10 und jüngste Großstadt Bayerns. Ingolstadt ist geprägt von einer dynamischen Entwicklung, die durch innovative Unternehmen gefördert wird. Ausgezeichnete Bildungsmöglichkeiten und attraktive Kultur- und Freizeiteinrichtungen runden das Gesamtbild ab. Zur optimalen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der innovativen Wirtschaftsunternehmen verfügt die Stadt Ingolstadt mit ihren zahlreichen Beteiligungsunternehmen über eine moderne Infrastruktur in einem zukunftsorientierten Unternehmensfeld. Für interessante Aufgaben aus der Verwaltung und dem breiten Spektrum der Beteiligungsunternehmen von der Ver- und Entsorgung, über das Gesundheitswesen, die Wirtschaftsförderung bis hin zur Wohnungswirtschaft suchen wir Sie, um die Zukunft einer Großstadt mitzugestalten. Die Stadt Ingolstadt bietet im Rahmen der Nachwuchsförderung zum 1. Oktober 2013 ein Trainee-Programm für Fach-/Hochschulabsolventen der Fachrichtungen • Wirtschaftswissenschaften • Wirtschaftsingenieurwesen • Ingenieurwesen (u.a. Energiewirtschaft, Ver- und Entsorgung, Hochbau, Elektrotechnik, Umwelttechnik) Was können wir Ihnen bieten? Was erwarten wir von Ihnen? In einem 24-monatigen Einstiegsprogramm lernen Sie in Theorie und Praxis die vielfältigen Herausforderungen der Stadt Ingolstadt und ihrer zahlreichen Beteiligungsgesellschaften kennen. Sie haben Ihr Studium zielstrebig und sehr erfolgreich abgeschlossen und zeichnen sich durch hohe Leistungsbereitschaft und Flexibilität aus. Sie sind in der Lage, analytisch und vernetzt zu denken und verfügen über eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit. Sie erhalten einen umfassenden Einblick in unseren Dienstleistungskonzern und die Möglichkeit, gezielt persönliche Kompetenzen und Qualifikationen zu entwickeln. Wir bereiten Sie auf künftige Fach- und Führungsaufgaben vor. Die Vergütung erfolgt nach TVöD. Das Auswahlverfahren findet im Mai 2013 statt. Ingolstadt ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Dies spiegelt sich auch in unserer Personalarbeit wider, die von Chancengleichheit geprägt ist. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen. Diese senden Sie bitte bis 19. März 2013 an die STADT INGOLSTADT, Personalamt, 85047 Ingolstadt. Bitte verwenden Sie nur Kopien, da eine Rücksendung der Unterlagen nicht erfolgen kann. Für Auskünfte steht Ihnen Herr Gietl vom Beteiligungsmanagement (Telefon 0841/3 05 12 75) gerne zur Verfügung. Informationen über die Stadt Ingolstadt und ihre Beteiligungsunternehmen sowie zum Trainee-Programm finden Sie unter www.ingolstadt.de/traineeprogramm. 165 D HANDLUNGSFELDER Die Stadt Ingolstadt ist ein moderner und bürgernaher Dienstleister. Aufgrund der vielfältigen Anforderungen an unsere Stadtverwaltung beschäftigen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Berufsgruppen. Zur Verstärkung für unser Gartenamt suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Gärtnerinnen und Gärtner Folgende Stellen sind zu besetzen: • Ganzjahresstelle (unbefristet) • Ganzjahresstelle (befristet bis 26.12.2016 als Vertretung für eine beurlaubte Kraft) • Saisonstelle für die Gartensaisonen 2013, 2014 und 2015 Ihr Aufgabenbereich: • Ausführen von Arbeiten im Rahmen des Unterhalts von städtischen Grünanlagen Ihr Anforderungsprofil: • Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als Gärtner/in • Selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise • Teamfähigkeit • Bereitschaft zur Weiterbildung • Führerschein der Klasse B • Bereitschaft zum Winterdienst Wir bieten Ihnen: • Ein interessantes Aufgabengebiet mit einer geregelten Arbeitszeit • Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) • Eine sichere arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge, die auch noch durch eigene freiwillige Beiträge rentensteigernd ergänzt werden kann. Ingolstadt ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Dies spiegelt sich auch in unserer Personalarbeit wider, die von Chancengleichheit geprägt ist. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen. Bitte senden Sie diese bis spätestens 25.01.2013 an die Stadt Ingolstadt, Personalamt, Frau Sangl, 85047 Ingolstadt Bitte verwenden Sie nur Kopien, weil eine Rücksendung der Unterlagen nicht erfolgen kann. Für telefonische Auskünfte stehen Ihnen Herr Kohlhuber, unter Tel. (0841) 3 05-19 36 oder Herr Peter unter Tel. (0841) 3 05-19 40, gerne zur Verfügung. www.ingolstadt.de/stellen Interkulturelle Weiterbildungen Seminare und Weiterbildungsangebote der Steuerungsunterstützung nehmen seit Jahren im städtischen Mitarbeiterbildungsprogramm einen wichtigen Punkt ein. Über 250 Mitarbeiter vor allem aus dem Bürgeramt, dem Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten, Standes- und Bestattungsamt, Jobcenter, Amt für Soziales haben im Jahr 2012 an Kompaktseminaren teilgenommen, die eine Reflexion interkultureller Arbeitssituationen, die Arbeit mit Selbst- und Fremdbildern am Beispiel von Kulturstandards und Praxisbeispielen der interkulturellen Kommunikation beinhalten, aber auch auf Vorurteile, Stereotypen und Rassismus eingehen. Kurse zu Achtung und Toleranz (z. B. „Achtung (+) Toleranz für Auszubildende“), Willkommenskultur, zum christlich-islamischen Dialog und Dialog der Kulturen runden die bunte Seminarreihe neben vielen weiteren fachbezogenen Themen des städtischen Bildungsprogramms ab. Dabei sind Reflexion, Austausch und regelmäßige Rückmeldungen über das bereits Erlernte den Führungskräften besonders wichtig. 166 HANDLUNGSFELDER Die der Teilnehmerinnen und Teilnehmer QualifizierungsmaßDieAnzahl Anzahl der Teilnehmerinnen und an interkulturellen Teilnehmer an interkulturellen nahmen ist in den letzten Jahren Dies war ausschlaggebend Qualifizierungsmaßnahmen ist in stetig den gestiegen. letzten Jahren stetigmitgestiegen. Dies wardafür, mit ausschlaggebend dafür, Ausschreibungsverfahren dass die Stadt bei einem Ausschreibungsverfahren des dass die Stadt bei einem des Europäischen Integrationsfonds Europäischen Integrationsfonds eine von zwanzig deutschen Kommunalverwaltungen als eine von zwanzig deutschenalsKommunalverwaltungen zur weiteren Intensivierung zur inweiteren Intensivierung interkultureller Weiterbildung im Jahr 2013 berücksichtigt wurde. Die terkultureller Weiterbildung im Jahr 2013 berücksichtigt wurde. Die dazu erforderlichen dazu erforderlichen Workshops werden bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2013 bis Mitte Workshops werden bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2013 bis Mitte des Jahres 2014 in des Jahres 2014 in Ingolstadt stattfinden. Ingolstadt stattfinden. D Abb. 154 Teilnehmerentwicklung Interkulturelle Weiterbildungen Abb. 154 Teilnehmerentwicklung Interkulturelle Weiterbildungen 2006 2007 2008 2009 2010 Teilnehmer 40 Datenquelle: Referat OB/ZV Datenquelle: Referat OB/ZV 33 69 39 62 2011 2012 87 253 Sprachkompetenz der Mitarbeiter und Dolmetscherdienst Sprachkompetenz der Mitarbeiter und Dolmetscherdienst Um kurzfristig auf Anliegen und Fragen fremdsprachiger Bürgerinnen und Bürger reagieren Um fremdsprachiger Bürgerinnen und seit Bürger reagieundkurzfristig antwortenauf zuAnliegen können, und stehtFragen den Verwaltungsmitarbeitern im Intranet 2006 eine Übersichtsliste Namen steht von den Kolleginnen und Kollegen mit vielfältigen ren und antwortenmitzu können, Verwaltungsmitarbeitern im Intranet seit 2006 Fremdsprachenkenntnissen zur Verfügung. eine Übersichtsliste mit Namen von Kolleginnen und Kollegen mit vielfältigen FremdspraDamit ist es während der Bürozeiten möglich, Gespräche in zahlreichen Sprachen zu führen chenkenntnissen zur Verfügung. und Bürgeranliegen meist schnell und zufriedenstellend zu erledigen. Damit ist es während der Bürozeiten möglich, Gespräche in zahlreichen Sprachen zu führen und Bürgeranliegen meist schnell und zufriedenstellend zu erledigen. Bürgerhaus Bürgerhaus Das sichsich als Zentrum der Förderung des bürgerschaftlichen EngageDasBürgerhaus Bürgerhausversteht versteht als Zentrum der Förderung des bürgerschaftlichen ments und Ort und der Begegnung der Generationen und Kulturen. Diesem Diesem Anspruch konnte Engagements Ort der Begegnung der Generationen und Kulturen. Anspruch in den Jahren letzten Jahren zunehmend entsprochen werden. inkonnte den letzten zunehmend entsprochen werden. Menschen verschiedener verschiedenerHerkunftsländer Herkunftsländerund undkultureller kultureller Hintergründe wirken bei Proder Menschen Hintergründe wirken bei der Programmgestaltung mit. Dies geschieht auf vielfältige Weise. Feste werden gemeinsam grammgestaltung mit. Dies geschieht auf vielfältige Weise. Feste werden gemeinsam gegefeiert, Vorträge informieren überfremde fremdeLänder, Länder,oder oderes eswird wirdgemeinsam gemeinsam gekocht. gekocht. Das Das feiert, Vorträge informieren über Bürgerhaus bietet Menschen mit Migrationshintergrund eine Plattform sowie Raum zum Bürgerhaus bietet Menschen mit Migrationshintergrund eine Plattform sowie Raum zum Austausch. Darüber hinaus werden spezielle Angebote durchgeführt, z.B. Sprachkurse für Austausch. hinaus spezielle Angebote durchgeführt, z.B. Sprachkurse für ErwachseneDarüber und Kinder oderwerden Bewerbungstraining. Erwachsene und Kinder oder Bewerbungstraining. Sowohl die Anzahl der Gruppen und Vereine mit Migrationshintergrund (von 1 auf 11) als Sowohl Anzahl der Gruppen mit Migrationshintergrund (vonhaben 1 auf sich 11) als auch diedie der relevanten Angeboteund undVereine Veranstaltungen (von 30 auf über 700) im Bürgerhaus seit 2006 Angebote vervielfacht. hierfür sind einen auch die der relevanten undGründe Veranstaltungen (vonzum 30 auf überdie 700)konsequente haben sich Ausrichtung Bürgerhauses alsGründe ein Ort der sind interkulturellen und im Bürgerhausdes seit 2006 vervielfacht. hierfür zum einen dieVerständigung konsequente AusBegegnung. Zum anderen hat sich sowohl die bedarfsgerechte individuelle Unterstützung als richtung des Bürgerhauses als ein Ort der interkulturellen Verständigung und Begegnung. auch die Qualifizierung der Gruppen und Vereine durch das Bürgerhaus als erfolgreich Zum anderen hat sich sowohl die bedarfsgerechte individuelle Unterstützung als auch die erwiesen. Qualifizierung der Gruppen und Vereine durch das Bürgerhaus als erfolgreich erwiesen. Da es nicht für alle Veranstaltungen des Bürgerhauses verbindliche Anmeldedaten gibt, kann Da es nicht für alle Veranstaltungen des Bürgerhauses verbindliche Anmeldedaten gibt, nur geschätzt werden, dass der Anteil der Besucher bzw. Nutzer mit Migrationshintergrund kann nurbei geschätzt werden, der Anteil der Besucher Nutzer mitProgramm Migrationshinaktuell mindestens 30 dass % liegt. Das vielseitige und bzw. umfangreiche des tergrund aktuell bei mindestens 30 % liegt. Das vielseitige und umfangreiche Programm Bürgerhauses wird somit gut angenommen. des wird somit angenommen. DerBürgerhauses Anteil der Gruppen und gut Vereine mit Migrationshintergrund, die zu dieser positiven Der Anteil derbeitragen, Gruppen entspricht und Vereine mit Migrationshintergrund, die zu dieser positiven Entwicklung jedoch nicht ihrem Bevölkerungsanteil in Ingolstadt. Insbesonderebeitragen, die türkische Bevölkerungsgruppe ist im Bevölkerungsanteil Bürgerhaus unterrepräsentiert. Es Entwicklung entspricht jedoch nicht ihrem in Ingolstadt. wird vermutet,die dass die hier in den letzten Jahrzehnten entstandenen kulturhomogenen Insbesondere türkische Bevölkerungsgruppe ist im Bürgerhaus unterrepräsentiert. Es Einrichtungen zumindest dazu beitrugen, wenig weiteren Bedarf entstehen zu lassen. wird vermutet, dass die hier in den letzten Jahrzehnten entstandenen kulturhomogenen Einrichtungen zumindest dazu beitrugen, wenig 164 weiteren Bedarf entstehen zu lassen. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 167 D HANDLUNGSFELDER 7.2.4 Gebiete der „Sozialen Stadt“ Bereits seit dem Jahr 2000 beteiligt sich die Stadt Ingolstadt am Städtebauförderungsprogramm des Bundes und der Länder, „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“, um die Lebens- und Aufenthaltsbedingungen in einzelnen Ingolstädter Stadtbezirken umfassend zu verbessern. Das Programm wurde zunächst für Unterbezirke im Ingolstädter Nordwesten, zwischen der Ettinger Straße im Osten, der Permoserstraße im Westen und der Richard-Wagner-Straße als südliche Abgrenzung ins Leben gerufen. Bereits im ersten Förderjahr wurden in einer ehemaligen Pizzeria in der Pfitznerstraße 19a ein Stadtteiltreff und ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels nahmen die Gelegenheit von Beginn an wahr, nachbarschaftlich im neuen Stadtteiltreff „La Fattoria“, zu treffen und zusammenzukommen und gemeinsam Veranstaltungen zu besuchen. Ein professionelles Quartiersmanagement tritt seit der Gründung mit der Bewohnerschaft in einen intensiven Dialog, organisiert und koordiniert soziale und kulturelle Maßnahmen sowie Bildungsangebote. Weitere Partnerprogramme des Bundes für Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ) und vom Bund finanzierte Mikroprojekte „Lokales Kapital für soziale Zwecke – LOS“ sorgten für einen Aufbruch im Stadtbezirk und für mehr gegenseitiges Miteinander im Quartier. Eine Integrationslotsin kümmert sich zusätzlich um Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen und um Fragen der interkulturellen Kompetenz. In der „Sozialen Stadt“ entwickeln sich seitdem zahlreiche Mütter-, Väter- und Elterninitiativen, Patenschaften, Lerninitiativen und Sportangebote. Selbsthilfegruppen bieten ihre Unterstützung zu Gesundheitsthemen und für suchtmittelabhängige bzw. - gefährdete Personen an. Aber auch professionelle Dienstleister wie Caritas, Diakonie und Sozialdienste kümmern sich um Sorgen und Probleme der Stadtteilbewohner. Ein jährlich stattfindendes Fest für die Bewohner und Aktiven des Piustreffs rundet die Bemühungen im Stadtteil ab. Damit die bunte Vielfalt an Dienstleistungsangeboten auch in den einzelnen Haushalten bekannt wird, werden von der Stadt mehrsprachige Stadtteilzeitungen, Flyer und Zeitungsbeilagen herausgegeben, die in den Haushalten verteilt werden. Oberbürgermeister Dr. Lehmann hat die Angelegenheiten der „Sozialen Stadt“ Piusviertel zur Chefaufgabe gemacht und daher in die Kommission neben Mitgliedern des Stadtrates, des Migrationsrates, der Fachämter und Bezirksausschüsse auch Vertreter der Kirchen, Wohnungsbaugesellschaften, Wohlfahrtsverbände, Schulen, Initiativgruppen und Sportvereine berufen. Die Stadt hat mit dem Neubau des Stadtteiltreffs Nordwest und der Übernahme des Quartiersmanagements durch städtisches Personal tragfähige Strukturen geschaffen, die auch nach Ablauf der Bund-Länder Förderung die stetige (Weiter-)Entwicklung des Quartiers im Nordwesten langfristig sicherstellen sollen. Weitere „Soziale Stadt“-Gebiete Bereits frühzeitig hat die Stadt erkannt, dass es für weitere Stadtgebiete, das Augustinviertel im Südosten und das Konradviertel im Nordosten, zusätzlichen Entwicklungsbedarf gibt. Das Augustinviertel und Konradviertel wurden 2005 in die Bund-Länder-Programme aufgenommen. Die im Piusviertel bereits erprobten Steuerungs-, Koordinierungsinstrumente, Beratungs- und Bildungsangebote wurden auch in den neuen Gebieten der „Sozialen Stadt“ installiert, um den Dialog zwischen Stadtverwaltung, Quartiersmanagement und den jeweiligen lokalen Akteuren zu fördern. Die Kommission im Augustinviertel wird von Bürgermeister Wittmann geleitet, den Vorsitz in der Kommission Konradviertel hat Bürgermeister Mißlbeck übernommen. Ebenso wie in der „Sozialen Stadt Piusviertel“ wurde durch Beschluss im Stadtrat bereits festgelegt, die Strukturen der neuen Gebiete Augustinviertel und Konradviertel über die Förderphase hinaus fortzuführen. 168 HANDLUNGSFELDER D 7.3 Ziele und Planungen D 7.3 Ziele und Planungen Abb. 155 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. Handlungsfeld 155 Aktuelle Ziele Qualitäten, Zielführende D 7/ Interkulturelle ÖffnungMaßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 7 Interkulturelle Öffnung D 7.3 Ziele und Planungen Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Aktueller Stand / Bewertung Kurzfristig: 2013 / 2014 -Planung Abb. 155 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Mittelfristig: 2015 – 2019 -Durchführung Handlungsfeld D 7 Interkulturelle Öffnung Langfristig: 2020 Aktuelle Ziele / Zielführende Qualitäten Ingolstadt ist eine offene Stadt, die Zuwanderer willkommen heißt und deren Partizipation fördert. Gleichberechtigter Zugang zu allen Angeboten der Stadt, unabhängig von Herkunft Lebensweise Aktuelle Ziele /und Zielführende Qualitäten Aktuelle Ziele / Zielführende Qualitäten Weitere Verfolgung von Maßnahmen für eine höhere politischeheißt Beteiligung von Ingolstadt ist eine offene Stadt, die Zuwanderer willkommen und deren Migrantinnenfördert. und Migranten Partizipation BeginnMittelder zeitlichen KurzLangfristig Umsetzbarkeit fristig fristig Aktueller Stand / Bewertung Durchführung Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 X Langfristig: 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig -Planung -Durchführung X Durchführung X Durchführung Förderung der politischen Gleichberechtigter ZugangPartizipation zu allen Angeboten der Stadt, unabhängig von Herkunft und Lebensweise Gewinnung der Migrantinnen und Migranten für Partei- und Gremienarbeit Weitere Verfolgung von Maßnahmen für eine höhere politische Beteiligung von Migrantinnen Unterstützungund der Migranten Kulturvereine von Migrantinnen und Migranten X Durchführung X X X Durchführung Durchführung Durchführung Förderung politischen Partizipation Vernetzungder und Unterstützung der Jugendarbeit von Moscheevereinen in Ingolstadt Gewinnung der Migrantinnen und Migranten für Partei- und Gremienarbeit Interkulturelle Öffnung und Orientierung der Stadtverwaltung Unterstützung der Kulturvereine von Migrantinnen und Migranten Das Bürgeramt als Aushängeschild der Stadtverwaltung mit jährlich etwa 60.000 Kundenkontakten verbessert die Willkommenskultur bei der Stadt Vernetzung und Unterstützung der Jugendarbeit von Moscheevereinen in Ingolstadt für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. X Durchführung X X X X X Durchführung Durchführung Durchführung Durchführung Durchführung Die Ämter des Referates III, das der Standesund Bestattungsamt, das Interkulturelle Öffnung und Orientierung Stadtverwaltung Straßenverkehrsamt und das Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten fördern undder verbessern die Zufriedenheit der etwa dort Das Bürgeramt als Aushängeschild Stadtverwaltung mit jährlich vorsprechenden Bürgerinnen und Bürger Migrationshintergrund. 60.000 Kundenkontakten verbessert diemitWillkommenskultur bei der Stadt Ingolstadt für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Das Peter-Steuart-Haus trägt dazu bei, die interkulturelle Öffnung von Jugendlichen zu vertiefen. Die ÄmterZiele des Referates III, das Standes- und Bestattungsamt, das D 7.3 und Planungen Straßenverkehrsamt und das Amt für Staatsangehörigkeits- und Das Heilig-Geist-Spital fördert die verbessern Integrationdie von Menschen mit Ausländerangelegenheiten fördern und Zufriedenheit der dort Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt undMigrationshintergrund. in das Erwerbsleben. vorsprechenden Bürgerinnen und Bürger mit X Durchführung X Durchführung X X Durchführung Durchführung X Durchführung Zielführende Maßnahmen und Projekte Abb. 155derAktuelle Ziele Qualitäten, Zielführende und Projekte im Verstetigung Integrationsarbeit in /den Stadtteilen Das Peter-Steuart-Haus trägt dazu bei, die interkulturelle Öffnung Maßnahmen von X Durchführung Handlungsfeld D 7 Interkulturelle Öffnung Jugendlichen zu vertiefen. Beginn der zeitlichen Aktueller Zielführende Maßnahmen und Projekte Stand / Das Heilig-Geist-Spital fördert die Integration von Menschen mit X Umsetzbarkeit Durchführung Bewertung Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt und in des das Europäischen Erwerbsleben. Antragstellung und Umsetzung von Maßnahmen X Durchführung Integrationsfonds Kurzfristig: 2013 / 2014 -Planung Verstetigung der Integrationsarbeit in den Stadtteilen X Durchführung Mittelfristig: 2015 – 2019 -Durchführung Langfristig: 2020 Erweiterung der interkulturellen Kompetenzen der städtischen X Durchführung KurzMittelLangAktuelle ZieleMaßnahmen / Zielführende Mitarbeiter/innen, insbesondere derer mit intensivem Bürgerkontakt Zielführende undQualitäten Projekte fristig fristig fristig (Bürgeramt, Standes- und Bestattungsamt, Amt für Staatsangehörigkeits- und Ingolstadt ist eine Stadt, dieMaßnahmen Zuwanderer willkommen heißt und deren X Durchführung Ausländerangelegenheiten, Amtvon für Soziales, Jobcenter) Antragstellung und offene Umsetzung des Europäischen X Durchführung Partizipation fördert. Integrationsfonds Erweiterung von Fremdsprachenkompetenzen der städtischen X Durchführung Gleichberechtigter Zugang zu Kompetenzen allen mit Angeboten derBürgerkontakt Stadt, unabhängig von X Durchführung Mitarbeiter/innen, insbesondere derer intensivem Erweiterung der interkulturellen der städtischen X Durchführung Ausländerangelegenheiten) Herkunft undStandesLebensweise (Bürgeramt, und Bestattungsamt, Amt für Staatsangehörigkeitsund Mitarbeiter/innen, insbesondere derer mit intensivem Bürgerkontakt (Bürgeramt, Standes- und Bestattungsamt, Amt für Staatsangehörigkeitsund 167derBeteiligung Ausländerangelegenheiten) Beibehaltung des Quartiersmanagements in den Quartieren „Sozialen von X Durchführung Weitere Verfolgung von Maßnahmen für eine höhere politische X Ausländerangelegenheiten, Amt für Soziales, Jobcenter) Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 Stadt“. Migrantinnen und Migranten Beibehaltungvon desFremdsprachenkompetenzen Quartiersmanagements in den der „Sozialen X Durchführung Erweiterung derQuartieren städtischen X Durchführung Stadt“. Schaffung generationsübergreifenden AngebotenBürgerkontakt im Bereich Integration, X Durchführung Förderung von der politischen Partizipation X Mitarbeiter/innen, insbesondere derer mit intensivem Bildung und StandesBegegnung inBestattungsamt, den Quartieren der Stadt“ (Bürgeramt, und Amt„Sozialen für Staatsangehörigkeitsund Schaffung Angeboten Bereich Integration, X Durchführung Gewinnungvon dergenerationsübergreifenden Migrantinnen und Migranten für Partei-im und Gremienarbeit X Bildung und Begegnung den Quartieren der „Sozialen Stadt“ Intensive Vernetzung mitinWohlfahrtsverbänden, Kirchen 167 und X Durchführung Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Versionund 29Migranten – 22.03.2013 Moscheegemeinden Unterstützung der Kulturvereine von Migrantinnen X Durchführung Intensive Vernetzung mit Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und X Durchführung Moscheegemeinden Verbesserung der Unterstützung Möglichkeiten zur Waschung muslimischen in X Planung Vernetzung und derrituellen Jugendarbeit vonvon Moscheevereinen X Durchführung Verstorbenen durch die Sanierung des bestehenden rituellen Waschraums im Ingolstadt Südfriedhof Verbesserung der Möglichkeiten zur rituellen Waschung von muslimischen X Planung Verstorbenen dieund Sanierung des bestehenden rituellen Waschraums im Interkulturelle durch Öffnung Orientierung der Stadtverwaltung X Durchführung Südfriedhof von Bearbeitungszeiten und Verringerung von Beschwerden beim Verkürzung X Planung Straßenverkehrsamt Ermittlung der undjährlich Auswertung Das Bürgeramt als durch Aushängeschild derBürgerzufriedenheit Stadtverwaltung mit etwa X Durchführung eines Sprachenverbessert erstellten Fragebogens Verkürzung von Bearbeitungszeiten und Verringerung von Beschwerden beim X Planung 60.000in mehreren Kundenkontakten die Willkommenskultur bei der Stadt Straßenverkehrsamt durchund Ermittlung Bürgerzufriedenheit und Auswertung Ingolstadt für Bürgerinnen Bürger der mit Migrationshintergrund. eines in mehreren Sprachen erstellten Fragebogens Verkürzung von Bearbeitungsund Wartezeiten im Bereich des allgemeinen X Durchführung Ausländerwesens Verringerung von Beschwerden räumliche und das Die Ämter des zur Referates III, das Standes- unddurch Bestattungsamt, X Durchführung personelle Aufstockung am Annahmeschalter Verkürzung von Bearbeitungsund Wartezeiten Bereich des allgemeinenund X Durchführung Straßenverkehrsamt und das Amt für imStaatsangehörigkeits- 169 Ausländerangelegenheiten) D 7.3 Ziele und Planungen D Beibehaltung des Quartiersmanagements in den Quartieren der „Sozialen Stadt“. X HANDLUNGSFELDER Durchführung Schaffung von generationsübergreifenden Angeboten im Bereich Integration, X Abb. und 155 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Maßnahmen Bildung Begegnung in den Quartieren der „SozialenZielführende Stadt“ Handlungsfeld D 7 Interkulturelle Öffnung XBeginn der zeitlichen Intensive Vernetzung mit Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Moscheegemeinden Umsetzbarkeit Zielführende Maßnahmen und Projekte Verbesserung der Möglichkeiten zur rituellen Waschung von muslimischen Verstorbenen durch die Sanierung des bestehenden rituellen Waschraums im Südfriedhof Aktuelle Ziele / Zielführende Qualitäten Verkürzung von Bearbeitungszeiten und Verringerung von Beschwerden beim Ingolstadt ist eine offene die Zuwanderer willkommen und heißtAuswertung und deren Straßenverkehrsamt durchStadt, Ermittlung der Bürgerzufriedenheit Partizipation fördert. eines in mehreren Sprachen erstellten Fragebogens Durchführung und Projekte im X Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig X Aktueller Durchführung Stand / Bewertung Planung -Planung -Durchführung X Planung Durchführung XX Durchführung Durchführung X X Durchführung Durchführung X Durchführung X Durchführung X Durchführung X Durchführung Interkulturelle Öffnung und Orientierung der Stadtverwaltung X Durchführung Jugendliche des Peter-Steuart-Hauses mit Migrationshintergrund Das Bürgeramt als Aushängeschild der Stadtverwaltung mit setzen jährlichsich etwa mit der Kultur ihrer Heimatländer auseinander und vermitteln die bei wichtigsten 60.000 Kundenkontakten verbessert die Willkommenskultur der Stadt Elemente an andereund Jugendliche. geschieht durch die Ingolstadt daraus für Bürgerinnen Bürger mit Dies Migrationshintergrund. gemeinsame Zubereitung bzw. das Essen von traditionellen Gerichten. XX Planung Durchführung Die Ämter des Referates III, das Standes- und Bestattungsamt, das Jugendliche des Peter-Steuart-Hauses diskutieren kulturelle Unterschiede und Straßenverkehrsamt und das Amt für Staatsangehörigkeitsund lernen, diese anzuerkennen;fördern gleichzeitig werden ihnen auch die der dort Ausländerangelegenheiten und verbessern dieaber Zufriedenheit kulturellen Rahmenbedingungen Deutschland vermittelt. vorsprechenden Bürgerinnen undinBürger mit Migrationshintergrund. X X Durchführung Planung Das Peter-Steuart-Haus trägt dazu bei, die interkulturelle Öffnung von Jugendlichen zu vertiefen. X Durchführung Das Heilig-Geist-Spital fördert die Integration von Menschen Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt und in das Erwerbsleben. X Durchführung X Durchführung Antragstellung und Umsetzung von Maßnahmen des Europäischen Integrationsfonds X Durchführung Erweiterung der interkulturellen Kompetenzen der städtischen Mitarbeiter/innen, insbesondere derer mit intensivem Bürgerkontakt (Bürgeramt, Standes- und Bestattungsamt, Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten, Amt für Soziales, Jobcenter) X Durchführung Erweiterung von Fremdsprachenkompetenzen der städtischen Mitarbeiter/innen, insbesondere derer mit intensivem Bürgerkontakt (Bürgeramt, Standes- und Bestattungsamt, Amt für Staatsangehörigkeits- und X Durchführung Gleichberechtigter Zugang zuund allen Angeboten Stadt, Verkürzung von BearbeitungsWartezeiten im der Bereich desunabhängig allgemeinenvon Herkunft und Lebensweise Ausländerwesens zur Verringerung von Beschwerden durch räumliche und personelle Aufstockung am Annahmeschalter Weitere Verfolgung von Maßnahmen für eine höhere politische Beteiligung von Migrantinnen und Migranten Aufgrund des Fachkräftemangels sind zur Rekrutierung und Einstellung von MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund in Pflegeberufen sind beim HeiligFörderung der politischen Partizipation Geist-Spital folgende Maßnahmen geplant:  Mitarbeitersuche mit Hilfe von privaten Vermittlern und der GewinnungArbeitsagentur der Migrantinnen und Migranten für Partei- und Gremienarbeit  Klärung und Betreuung bei den Einreiseformalitäten  Unterstützung bei der von Suche nach Wohnraum Unterstützung der Kulturvereine Migrantinnen und Migranten  Unterstützung bei Behördengängen  Vermittlung von Sprachkursen Vernetzung und Unterstützung der Jugendarbeit von Moscheevereinen in  Hilfestellung bei der Beantragung der Anerkennung ausländischer Ingolstadt Bildungsabschlüsse mit Verstetigung der Integrationsarbeit in den Stadtteilen Zielführende Maßnahmen und Projekte 167 168 Integrationsbericht Stadt Stadt Ingolstadt Ingolstadt –– Version Version 29 29 –– 22.03.2013 22.03.2013 Integrationsbericht 170 HANDLUNGSFELDER 8 Asylbewerber und Flüchtlinge D Artikel 16a des Grundgesetzes sowie die Genfer Flüchtlingskonvention gewähren politisch Verfolgten sowie Menschen, denen auf Grund bestimmter anderer Merkmale in ihren Heimatländern Verfolgung droht, Schutz und Asyl. Während ihres Asylverfahrens werden die Antragsteller auf die einzelnen Bundesländer und dort auf Städte und Landkreise verteilt. Die Stadt Ingolstadt ist sich ihrer Rolle in diesem Prozess bewusst und sorgt für die Unterbringung der Asylbewerber. Darüber hinaus gibt es begleitend zum Asylverfahren (Beratungs-)Angebote, die mit Unterstützung der Stadt von den Wohlfahrtsverbänden und auch ehrenamtlich Engagierten ermöglicht werden. 8.1 Im Blickpunkt Steigende Zahl von Asylsuchenden In den letzten Jahren lebten überwiegend Personen mit längerer Aufenthaltserlaubnis in Ingolstadt (nur ca. 10 – 15 Personen haben im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes Hilfen bezogen). Es gab keine speziellen Maßnahmen für „Flüchtlinge“. Sie sind deshalb bereits in allen beschriebenen Maßnahmen der vorangegangenen Bereiche beinhaltet. 8.2 Aktueller Stand Auch in Ingolstadt finden Menschen, die vor politischer oder sonstiger Verfolgung flüchten müssen, Aufnahme und Schutz. Eine Übersicht über die in Ingolstadt lebenden Flüchtlinge gibt folgende Tabelle, die nach Auswertung der Daten des Ausländerzentralregisters für das Jahr 2011 erstellt wurde: Abb. 156156 Zahl der in Ingolstadt lebenden Flüchtlinge 31.12.2011 Abb. Flüchtlinge insgesamt 452 davon Asylsuchende in laufenden Verfahren 20 davon Flüchtlinge mit Niederlassungserlaubnis davon als asylberechtigt anerkannte Personen davon Erteilungen nach § 26 Abs. 4 AufenthG (nach 7 Jahren Aufenhalt aus humanitären Gründen) davon Flüchtlinge mit befristeter Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen davon Flüchtlinge nach § 25 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz (Flüchtlingseigenschaft zuerkannt, früher "kleines Asyl" genannt) davon Aufenthaltserlaubnisse aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen nach verschied. Rechtsgrundlagen des Aufenthaltsgesetzes (§§ 22 ff.) davon Abschiebehindernisse aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen Quelle: Ausländerzentralregister 305 105 200 127 11 74 42 Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle: Ausländerzentralregister Berechnung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung 171 D HANDLUNGSFELDER Ende des Jahres 2011 lebten in Ingolstadt insgesamt 452 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen (67 %) sind im Besitz von Niederlassungserlaubnissen und verfügen über einen gesicherten Aufenthalt. Die Flüchtlinge, die im Besitz befristeter Aufenthaltserlaubnisse sind (28 %), können nach dem Aufenthaltsgesetz unter bestimmten Voraussetzungen nach 7 Jahren eine Niederlassungserlaubnis erhalten. Die Asylbewerber in laufenden Verfahren machten im Jahr 2011 nur einen geringen Anteil der Ausländer aus, die in Ingolstadt als Flüchtlinge leben. Der Anteil der Asylsuchenden an den Flüchtlingen lag im Jahr 2011 bei 5 %. Der weitere Aufenthalt eines Asylbewerbers ist abhängig vom Ausgang des eingeleiteten Asylverfahrens. Die Anerkennungsquote lag laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2011 bundesweit bei 1,5 %, Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention wurde 14,9 % der Antragssteller gewährt. In 5,9 % der Fälle wurde ein Abschiebungsverbot festgestellt. Die Ablehnungsquote lag bei 54,7 %. 23 % der Verfahren erledigten sich anderweitig. Abb. 157 Anzahl der Asylsuchenden in laufenden Verfahren in Ingolstadt Abb. 1572006 Anzahl der Asylsuchenden in laufenden Verfahren in Ingolstadt 2006 – – Dezember 2012 Dezember 2012 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 2006 2007 2008 2009 Quelle Daten 2006-2011: Ausländerzentralregister 2006-2011 Quelle Daten 2006-2011: Ausländerzentralregister 2006-2011 Quelle Daten 2012: Amt für Soziales, Daten Dezember 2012 2010 2011 2012 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Quelle Daten 2012: Amt für Soziales, Daten Dezember 2012 Bearbeitung/Darstellung: Statistik und Stadtforschung Seit dem Jahr 2011 steigt die Zahl der in Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen Seit dem Jahr 2011 steigt die Zahl der in Deutschland um Asyl nachsuchenden Menschen wieder wiederdeutlich deutlichan. an. SoSo lebten in Ingolstadt Ingolstadt154 154 Asylsuchende einer Aufenthaltsgestattung. lebtenEnde Ende2012 2012 in Asylsuchende mit mit einer Aufenthaltsgestattung. BeimBundesamt Bundesamtfür fürMigration Migration und und Flüchtlinge Flüchtlinge (BAMF) siesie diedie Anerkennung als als Beim (BAMF)betreiben betreiben Anerkennung Asylberechtigte bzw. die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Werden diese Asylberechtigte bzw. die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Werden diese FeststelFeststellungen verneint, prüft das Bundesamt, ob Abschiebungsverbote nach § 60 des lungen verneint, prüft das Bundesamt, ob Abschiebungsverbote nach § 60 des AufentAufenthaltsgesetzes (AufenthG) vorliegen. Werden auch diese Abschiebungsverbote haltsgesetzes (AufenthG) Werden auch diese Abschiebungsverbote verneint, erlässt das vorliegen. Bundesamt einen Ablehnungsbescheid, der verneint, eine erlässt das Bundesamt einen der eineleitet Abschiebungsandrohung Abschiebungsandrohung enthält.Ablehnungsbescheid, Die örtliche Ausländerbehörde nach Vollziehbarkeit bzw. Rechtskraft desAusländerbehörde Bescheides aufenthaltsbeendende Maßnahmen ein. enthält. Die örtliche leitet nach Vollziehbarkeit bzw. Rechtskraft des Bescheides aufenthaltsbeendende Maßnahmen ein. Hauptherkunftsland mehr als der Hälfte der Asylsuchenden ist Afghanistan, andere Herkunftsländer sind Syrien (13 %), Nigeria (11 %), Irak (7 %), Kongo, Türkei, Angola, Mazedonien und Myanmar. Unter den Asylantragstellern sind 51 minderjährige Kinder. Sie leben in Familien mit afghanischer, nigerianischer, syrischer, irakischer und kongolesischer Herkunft. 172 Asylbewerbern, die sich seit einem Jahr gestattet im Bundesgebiet aufhalten, kann nach dem Asylverfahrensgesetz unter bestimmten Voraussetzungen die Ausübung einer HANDLUNGSFELDER Hauptherkunftsland mehr als der Hälfte der Asylsuchenden ist Afghanistan, andere Herkunftsländer sind Syrien (13 %), Nigeria (11 %), Irak (7 %), Kongo, Türkei, Angola, Mazedonien und Myanmar. Unter den Asylantragstellern sind 51 minderjährige Kinder. Sie leben in Familien mit afghanischer, nigerianischer, syrischer, irakischer und kongolesischer Herkunft. D Asylbewerbern, die sich seit einem Jahr gestattet im Bundesgebiet aufhalten, kann nach dem Asylverfahrensgesetz unter bestimmten Voraussetzungen die Ausübung einer Beschäftigung erlaubt werden. Der Aufenthalt der Asylsuchenden ist räumlich auf das Gebiet des Regierungsbezirks Oberbayern beschränkt. Aufgrund der großen Zahl der Asylsuchenden reichen die vorhandenen Plätze in Aufnahme- und Gemeinschaftseinrichtungen nicht mehr aus, so dass die Menschen von den jeweiligen Bezirksregierungen auf die Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns verteilt werden. Nach § 7 der Durchführungsverordnung zum Asylbewerberleistungsgesetz (DVAsyl) ist die Stadt Ingolstadt verpflichtet, 3,3 % der unterzubringenden Asylbewerber aufzunehmen. Dies bedeutet für Ingolstadt, dass eine ständig steigende Zahl von Asylbewerbern untergebracht und betreut werden muss. Im Laufe des Jahres 2012 ist die Zahl der in Ingolstadt untergebrachten Asylbewerber von 20 auf 154 gestiegen. Die Unterkünfte der Asylbewerber sind über das Stadtgebiet verteilt. Dabei handelt es sich überwiegend um meist kleinere Wohnungen. Den Asylbewerbern werden die Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände von der Stadt Ingolstadt gestellt. Seit 01.08.2012 erhalten erwachsene Asylbewerber ein monatliches Taschengeld von 134 € (in der Regelbedarfsstufe 1, ansonsten etwas weniger). Dieses sog. Taschengeld soll das soziokulturelle Existenzminimum sichern. Mit Wirkung vom 01.10.2012 wird von der Stadt Ingolstadt die Sachausstattung mit Lebensmitteln auf Auszahlung des entsprechenden Geldbetrages umgestellt. Damit erhalten die Asylbewerber, neben dem Taschengeld, auch einen Betrag für den Einkauf von Lebensmitteln ausgezahlt. Dieser beläuft sich in der Regelbedarfsstufe 1 auf 133 € im Monat. Dieser neue Gesamtbetrag von 267 € wird jeweils zum Monatsanfang ausgezahlt. Nach wie vor stellt die Betreuung der Asylbewerber die Stadt Ingolstadt vor enorme Herausforderungen. Dies betrifft nicht nur die schnell wachsende Zahl an Asylbewerbern, sondern auch die Tatsache, dass die Mitarbeiter mit so vielen verschiedenen Sprachen umgehen müssen. Seit 01.02.2013 hat die Caritas Ingolstadt im Auftrag der Stadt die soziale Betreuung der Asylbewerber übernommen. Daneben wird im Rahmen eines Trainee-Projekts ein ehrenamtlicher Unterstützungskreis aufgebaut. 173 D HANDLUNGSFELDER 8.3 Ziele und Planungen D 8.3 Ziele und Planungen Abb. 158 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Abb. Handlungsfeld 158 Aktuelle Ziele Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im D 8/ Asylbewerber und Flüchtlinge Handlungsfeld D 8 Asylbewerber und Flüchtlinge Aktuelle Ziele / Qualitäten Integration von Asylberechtigten und dauerhaft verbleibenden Asylbewerbern Beginn der zeitlichen Umsetzbarkeit Kurzfristig: 2013 / 2014 Mittelfristig: 2015 – 2019 Langfristig: 2020 KurzMittelLangfristig fristig fristig Aktueller Stand / Bewertung -Planung -Durchführung X Durchführung Ausbau des Sprachunterrichts für Asylbewerber (z.B. durch Ehrenamtliche) X Durchführung Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks für Asylbewerber und Asylberechtigte X Durchführung Zielführende Maßnahmen und Projekte 174 HANDLUNGSFELDER D 175 INDIKATOREN UND KENNZAHLEN FÜR DAS INTEGRATIONSMONITORING E 177 E INDIKATOREN UND KENNZAHLEN FÜR DAS INTEGRATIONSMONITORING Indikatoren und Kennzahlen für das Integrationsmonitoring Mit dem Ingolstädter Integrationsbericht hat die Stadt begonnen, Kennzahlen und Indikatoren für ein Integrationsmonitoring aufzubauen. Eine zuverlässige Datenbasis bildet die unabdingbare Voraussetzung für eine zielgerichtete und nachhaltige Integrationspolitik. Aus diesem Grund wurde der Auswahl der in diesem Bericht verwendeten Daten und ihrer entsprechenden Quellen die größtmögliche Bedeutung beigemessen. Ergänzend zu der bestehenden Datengrundlage wurden weitere Indikatoren in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachstellen entwickelt um eine Fortführung und Beurteilung der durchgeführten bzw. noch durchzuführenden Maßnahmen und Projekte möglichst objektiv zu gewährleisten. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit die entwickelten Indikatoren qualitativ ausreichend sind, um den Grad der integrativen Maßnahmen zu messen oder ob es gegebenenfalls erforderlich ist, weitere Indikatoren zu entwickeln. Insgesamt umfasst die Auswahl 36 Indikatoren in unterschiedlichen integrationspolitischen Handlungsfeldern. 0. Grunddaten zur Ingolstädter Bevölkerung Themenbereich bzw. Handlungsfeld Themenbereich 0. Grunddaten zur bzw. Ingolstädter Handlungsfeld Bevölkerung 0. Grunddaten zur Ingolstädter Bevölkerung 1. Rechtliche Integration Themenbereich bzw. Handlungsfeld Themenbereich 1. 0. Rechtliche Grunddaten zur bzw. Integration Ingolstädter Handlungsfeld Bevölkerung 1. Rechtliche Integration Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Einheit Beschreibung Bezeichnung des Indikators 0.1 Bevölkerungsanteile nach bzw. der Kennzahl Migrationshintergrund Einheit % Beschreibung Anteil der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund (MH), Bevölkerung mit MH differenziert Anteil der Bevölkerung mit und nach Eingebürgerten, ohne Migrationshintergrund (MH), Aussiedlern, EU-Ausländern und Bevölkerung mit MH differenziert Nicht-EU-Ausländern, an der nach Eingebürgerten, Gesamtbevölkerung Aussiedlern, EU-Ausländern und Nicht-EU-Ausländern, an der Wanderungssaldo der Zu- und Gesamtbevölkerung Wegzüge aus dem Ausland bzw. ins Ausland Wanderungssaldo der Zu- und Wegzüge aus dem Ausland bzw. Durchschnittliche Wohndauer der ins Ausland Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund Durchschnittliche Wohndauer der Bevölkerung mit und ohne Anteil der Haushalte, in denen Migrationshintergrund Personen mit und ohne MH zusammenleben, an allen Anteil der Haushalte, in denen Mehrpersonenhaushalten Personen mit und ohne MH zusammenleben, an allen Zahl der ausländischen Mehrpersonenhaushalten Studierenden am Hochschulstandort Ingolstadt Zahl der ausländischen Studierenden am Hochschulstandort Ingolstadt 0.1 Bevölkerungsanteile nach Migrationshintergrund % 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl 0.3 Wohndauer Zahl 0.3 Wohndauer Zahl Anzahl 0.5 Studenten Anzahl % Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Einheit Beschreibung Bezeichnung des Indikators 1.1 0.1 Aufenthaltsstatus Bevölkerungsanteile nach bzw. der Kennzahl Migrationshintergrund Einheit % Beschreibung Anteil der Ausländerinnen Bevölkerung mit und und Ausländer mit langfristig ohne Migrationshintergrund (MH), gesichertem Bevölkerung Status mit MH(EUdifferenziert Anteil der Ausländerinnen und Bürger+Personen mit nach Eingebürgerten, Ausländer mit langfristig Niederlassungserlaubnis) an und der Aussiedlern, EU-Ausländern gesichertem Status (EUGesamtzahl der Ausländerinnen Nicht-EU-Ausländern, an der Bürger+Personen mit und Ausländer Gesamtbevölkerung Niederlassungserlaubnis) an der Gesamtzahl der Ausländerinnen Quotient aus der Anzahl der Wanderungssaldo der Zuund und Ausländer Einbürgerungen undAusland der Zahlbzw. der Wegzüge aus dem Ausländer ins Auslandmit einer Quotient aus der Anzahl der Aufenthaltsdauer von mind. 8 Einbürgerungen und der Zahl der Jahren zum 31.12.Wohndauer des Vorjahres Durchschnittliche der Ausländer mit einer Bevölkerung mit und ohne Aufenthaltsdauer von mind. 8 Anteil der bei Kommunal- und Migrationshintergrund Jahren zum 31.12. des Vorjahres Europawahlen wahlberechtigten Menschen mit Anteil der Haushalte, in denen Anteil der bei Kommunal- und Migrationshintergrund allen Personen mit und ohneanMH Europawahlen wahlberechtigten bei Kommunal- und zusammenleben, an allen Menschen mit Europawahlen wahlberechtigten Mehrpersonenhaushalten Migrationshintergrund an allen Personen bei Kommunal- und Zahl der ausländischen Europawahlen wahlberechtigten Studierenden am Personen Hochschulstandort Ingolstadt 1.1 Aufenthaltsstatus 1.2 0.2 Einbürgerungsquote Wanderungsbewegungen 1.2 Einbürgerungsquote 0.3 Wohndauer 1.3 Wahlberechtigte Personen mit Migrationshintergrund 0.4 Haushalte, in denen 1.3 Wahlberechtigte Personen Menschen mit und ohne MH mit Migrationshintergrund zusammenleben 0.5 Studenten 178 % 0.4 Haushalte, in denen Menschen mit und ohne MH zusammenleben 0.4 Haushalte, in denen Menschen mit und ohne MH zusammenleben 0.5 Studenten % % Zahl % Zahl % % % Anzahl Datenquelle Datenquelle Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister BayLfStaD BayLfStaD Datenquelle Datenquelle Ausländerzentralregister Bürgeramt Melderegister Ausländerzentralregister Amt für StaatsangehörigkeitBürgeramt und AusländerangelegenMelderegister heiten Amt für StaatsangehörigkeitAusländerzentralregister und AusländerangelegenBürgeramt heiten Melderegister Ausländerzentralregister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister BayLfStaD Themenbereich bzw. Handlungsfeld 2. Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Einheit Beschreibung Datenquelle INDIKATOREN UND INTEGRATIONSMONITORING 2.1 Kinder (0 bisKENNZAHLEN unter 3 Jahre) % FÜR AnteilDAS der Kinder (unter 3 Jahren) BayLfStaD 2. Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Themenbereich bzw. Handlungsfeld 0. Kinderbetreuung Grunddaten zur 2. Ingolstädter und frühkindliche Bevölkerung Bildung in Kindertageseinrichtungen Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl 2.2 Kinder (3 bis unter 6 Jahre) 0.1 Bevölkerungsanteile nach 2.1 Kinder (0 bis unter 3 Jahre) in Kindertageseinrichtungen Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen % % 2.2 Kinder (3 bis unter 6 Jahre) 0.2 Wanderungsbewegungen in 2.3Kindertageseinrichtungen Anstellungsschlüssel % Zahl % 0.3 Wohndauer Zahl 0.4 Anstellungsschlüssel Haushalte, in denen 2.3 Menschen mit und ohne MH zusammenleben 0.5 Studenten Themenbereich bzw. Handlungsfeld 0. Spracherwerb Grunddaten zur 3. Ingolstädter Bevölkerung Einheit Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Anzahl Einheit 3. Spracherwerb % E Datenquelle Anteil Kinder (3 bis unter 6 Bevölkerung und Anteil dermit Kinder (unter mit 3 Jahren) Jahren) MH (ausländische ohne Migrationshintergrund (MH), mit MH (ausländische Herkunft Herkunft mindestens eines Bevölkerung mit MH differenziert mindestens eines Elternteils) in Elternteils) in nach Eingebürgerten, Kindertageseinrichtungen an Kindertageseinrichtungen an Aussiedlern, und allen unter Jahren allen Kindern KindernEU-Ausländern von 33bis unter in 6 Nicht-EU-Ausländern, an der Kindertageseinrichtungen Jahren in Gesamtbevölkerung Kindertageseinrichtungen Anteil Kinder (3 bis unter 6 Wanderungssaldo der Zu- und Jahren) mit MH (ausländische Anteil der Wegzüge aus dem Ausland bzw. Herkunft mindestens einesmit Kindertageseinrichtungen ins Ausland Elternteils) in hohem Migrantenanteil, die gem. Kindertageseinrichtungen an BayKiBiG einen Qualitätsbonus Durchschnittliche allen Kindern von Wohndauer 3 bis unter 6der erhalten Bevölkerung mit und ohne Jahren in Migrationshintergrund Kindertageseinrichtungen BayLfStaD Bürgeramt BayLfStaD Melderegister Anteil der Haushalte, in denen Personen mit und ohne MH Kindertageseinrichtungen mit zusammenleben, an allen hohem Migrantenanteil, die gem. Mehrpersonenhaushalten BayKiBiG einen Qualitätsbonus erhalten Zahl der ausländischen Studierenden am Beschreibung Hochschulstandort Ingolstadt Bürgeramt Melderegister Jugendamt Anteil der Bevölkerung mit6 und Kinder (3 bis unter Jahre) ohne Migrationshintergrund (MH), in Kindertageseinrichtungen, in Bevölkerung MH differenziert deren Familiemit vorrangig nicht nach Eingebürgerten, Deutsch gesprochen wird, an Themenbereich Bezeichnung des Indikators Einheit Beschreibung Aussiedlern, allen KindernEU-Ausländern von 3 bis unter und 6 bzw. bzw. der des Kennzahl Themenbereich Bezeichnung Indikators Einheit Nicht-EU-Ausländern, an der Jahren inBeschreibung Handlungsfeld bzw. bzw. der Kennzahl Gesamtbevölkerung Kindertageseinrichtungen 1. Handlungsfeld Rechtliche 1.1 Aufenthaltsstatus % Anteil der Ausländerinnen und Integration Ausländer mit(3langfristig 3. Spracherwerb 3.1 mit nichtdeutscher % Anteil bis unter Jahre) 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl Wanderungssaldo der Zu-6ohne und 3.2 Kinder Sprachstörungen % Anteil Kinder der Kinder mit und gesichertem (EUFamiliensprache in in Kindertageseinrichtungen, in Wegzüge ausStatus dem Ausland bzw. MH (Muttersprache der Eltern Bürger+Personen mit nicht Kindertageseinrichtungen deren Familie ins Ausland beide deutsch,vorrangig beide nichtNiederlassungserlaubnis) an Deutsch wird, an der deutsch, gesprochen gemischt), bei denen bei Gesamtzahl allen Kindernder vonAusländerinnen 3 bis unter 6der 0.3 Wohndauer Zahl Durchschnittliche Wohndauer der Schuleingangsuntersuchung und Ausländer Jahren in Bevölkerung ein Verdacht mit auf und eineohne WortKindertageseinrichtungen Migrationshintergrund /Satzbildungsstörung bestand, an % 1.2 Einbürgerungsquote Quotient aus der Anzahl der der jeweiligen Gesamtzahl der Einbürgerungen und der Zahl 3.2 % Anteil mit und ohneder % 0.4 Sprachstörungen Haushalte, in denen Anteil der Kinder Haushalte, in denen Kinderder Ausländer mit und einerohne MH (Muttersprache der Eltern Menschen mit und ohne MH Personen mit MH Aufenthaltsdauer von mind. 8 beide beide nichtzusammenleben zusammenleben, an allen 3.3 Bestandene % Anteil deutsch, der Personen, die die Jahren zum 31.12. des deutsch, gemischt), bei Vorjahres denen bei Mehrpersonenhaushalten Sprachprüfungen zum Sprachprüfung B1 zum der Schuleingangsuntersuchung Integrationskurs Integrationskurs bestanden % 1.3 Personen Anteil derausländischen beiauf Kommunalund ein Verdacht eine Wort0.5 Wahlberechtigte Studenten Anzahl Zahl der haben (bezogen auf alle mit Migrationshintergrund Europawahlen wahlberechtigten /Satzbildungsstörung bestand, an Studierenden am Sprachprüfungsteilnehmer) Menschen mit Gesamtzahl der jeweiligen der Hochschulstandort Ingolstadt Migrationshintergrund an allen Kinder und Themenbereich Bezeichnung des Indikators Einheit bei KommunalBeschreibung Europawahlen wahlberechtigten 3.3 Bestandene % Anteil der Personen, die die bzw. bzw. der Kennzahl Personen Sprachprüfungen zum Sprachprüfung B1 zum Handlungsfeld Integrationskurs Integrationskurs bestanden 0. Schule, Grunddaten zur 0.1 Schülerinnen Bevölkerungsanteile nach der Bevölkerung mit und 4. 4.1 und Schüler % Anteil ausländischer und (bezogen auf alle und (MH), Ingolstädter Migrationshintergrund ohne Migrationshintergrund Ausbildung und nach Schulformen der 7. deutscher Schülerinnen Themenbereich Bezeichnung desinIndikators Einheit haben Beschreibung Sprachprüfungsteilnehmer) Bevölkerung Bevölkerung MH differenziert Studium Klassebzw. der Kennzahl Schüler der 7.mit Jahrgangsstufe an bzw. nach Eingebürgerten, Haupt-, Real-, Förderschulen und Handlungsfeld Aussiedlern, EU-Ausländern Gymnasien an allen 1. Rechtliche 1.1 Aufenthaltsstatus % Anteil der Ausländerinnen undund 176Ausländer Nicht-EU-Ausländern, an der ausländischen und deutschen Integration mit langfristig Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 Gesamtbevölkerung Schülerinnen und Schülern gesichertem Status (EU- der 7. Jahrgangsstufe (differenziert Bürger+Personen mit 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl Wanderungssaldo und nach Geschlecht) der Zu-an Niederlassungserlaubnis) der Wegzüge aus dem Ausland bzw. Gesamtzahl der Ausländerinnen ins Ausland 4.2 Schulabgängerinnen und % Anteil ausländischer und und Ausländer Schulabgänger 175 deutscher Schulabgänger/-innen 0.3 Einbürgerungsquote Wohndauer Zahl Durchschnittliche Wohndauer eines Jahrgangs % –176 1.2 Quotient aus der an Anzahl der der Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 26.03.2013 Bevölkerung mit und undSchulen ohne allgemeinbildenden Einbürgerungen der Zahlnach der Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 Migrationshintergrund Schulabschluss an allen Ausländer mit einer ausländischen und deutschen Aufenthaltsdauer von mind. 8 % 0.4 Haushalte, in denen Anteil der Haushalte, inVorjahres denen Schulabgängern Jahren zum 31.12. des Menschen mit und ohne MH Personen mit und ohne MH zusammenleben zusammenleben, an allen 4.3 Schulabgängerinnen und Anteil der bei deutschen und und % 1.3 Wahlberechtigte Personen Anteil der KommunalMehrpersonenhaushalten Schulabgänger ausländischen Schüler, die ohne mit Migrationshintergrund Europawahlen wahlberechtigten Abschluss mit die Schule verlassen, Menschen 0.5 Studenten Anzahl Migrationshintergrund Zahl der ausländischen ausländischenan an allen und allen Studierenden am deutschen Schulabgängern bei Kommunalund Hochschulstandort Ingolstadt Europawahlen wahlberechtigten 4.4 Absolventen und Abgänger % Anteil der erfolgreichen Personen aus beruflichen Schulen Abschlüsse und ohne Erfolg durchlaufenen bzw. vorzeitig beendeten beruflichen Bildungsgängen bei deutschen Schülern Themenbereich Bezeichnung des Indikators Einheit und ausländischen Beschreibung bzw. bzw. der Kennzahl Handlungsfeld 1. Rechtliche 1.1 Aufenthaltsstatus % Anteil der Ausländerinnen und Integration Ausländer mit langfristig 4. Schule, Ausbildung und Studium 0.1 nach 3.1 Bevölkerungsanteile Kinder mit nichtdeutscher Migrationshintergrund Familiensprache in Kindertageseinrichtungen % mit MH (ausländische Herkunft mindestens eines Elternteils) in Kindertageseinrichtungen an allen Kindern unter 3 Jahren in Beschreibung Kindertageseinrichtungen BayLfStaD Bürgeramt Jugendamt Melderegister Bürgeramt Melderegister BayLfStaD Datenquelle Bürgeramt BayLfStaD Melderegister Datenquelle Datenquelle Ausländerzentralregister BayLfStaD Bürgeramt Gesundheitsamt Melderegister Bürgeramt Melderegister Amt für Staatsangehörigkeitund AusländerangelegenGesundheitsamt Bürgeramt Melderegister heiten Ausländerzentralregister Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bürgeramt BayLfStaD Melderegister Datenquelle Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bürgeramt BayLfStaD Melderegister Datenquelle Ausländerzentralregister Bürgeramt Melderegister BayLfStaD Bürgeramt Amt für StaatsangehörigkeitMelderegister und Ausländerangelegenheiten Ausländerzentralregister Bürgeramt Melderegister BayLfStaD Bürgeramt Melderegister BayLfStaD BayLfStaD Datenquelle Ausländerzentralregister 179 E INDIKATOREN UND KENNZAHLEN FÜR DAS INTEGRATIONSMONITORING Themenbereich bzw. Handlungsfeld 0. zur 5. Grunddaten Erwerbstätigkeit, Ingolstädter Arbeitsmarkt und Bevölkerung Grundsicherung Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Einheit Beschreibung 0.1 5.1 Bevölkerungsanteile Beschäftigtenquote nach Migrationshintergrund % Bürgeramt Bundesagentur für Arbeit, Melderegister 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl Anteil der Bevölkerung mit und Zahl der ohne Migrationshintergrund (MH), sozialversicherungspflichtig Bevölkerung differenziert Beschäftigtenmit amMH Wohnort ohne nach Eingebürgerten, und mit MH bzw. ausländ. Aussiedlern, EU-Ausländern und Staatsangehörigkeit im Alter von Nicht-EU-Ausländern, der 15 bis unter 65 Jahrenan je 100 Gesamtbevölkerung Personen der entsprechenden Bevölkerungsgruppe, differenziert Wanderungssaldo nach Geschlecht der Zu- und Wegzüge aus dem Ausland bzw. ins Ausland Anteil der deutschen und ausländischen Durchschnittliche Wohndauer der sozialversicherungspflichtigen Bevölkerung ohne ohne Beschäftigtenmit amund Wohnort Migrationshintergrund (anerkannter) Berufsausbildung an allen deutschen bzw. Anteil der Haushalte, in denen ausländischen Personen mit und ohne MH sozialversicherungspflichtigen zusammenleben, an allen nach Beschäftigten, differenziert Mehrpersonenhaushalten Geschlecht Zahl Anteilder derausländischen deutschen und Studierenden ausländischenam Hochschulstandort Ingolstadt sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Wohnort mit Hochschulabschluss an allen deutschen bzw. ausländischen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, differenziert nach Geschlecht Beschreibung BayLfStaD Bundesagentur für Arbeit Anteil der deutschen und ausländischen ausschließlich Anteil der Ausländerinnen und geringfügigmit Beschäftigten Ausländer langfristig an allen deutschen bzw. gesichertem Status (EUausländischen abhängig Bürger+Personen mit Beschäftigten, differenziertan nach Niederlassungserlaubnis) der Geschlecht der Ausländerinnen Gesamtzahl und Ausländer Zahl der registrierten Arbeitslosen und mit MH Quotient aus ohne der Anzahl der bzw. ausländischer Einbürgerungen und der Zahl der Staatsangehörigkeit Ausländer mit einer je 100 abhängigen zivilenvon mind. 8 Aufenthaltsdauer Erwerbspersonen Arbeitslose, Jahren zum 31.12.(= des Vorjahres sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,geringfügig Anteil der bei Kommunal- und Beschäftigte und Beamtinnen Europawahlen wahlberechtigten und Beamte Menschen mitohne Soldatinnenund Soldaten), Migrationshintergrund an allen differenziert nach Geschlecht. bei Kommunalund Die Angaben beziehen sich auf Europawahlen wahlberechtigten Jahresdurchschnitte Personen Bundesagentur für Arbeit Ausländerzentralregister 5.2 Beschäftigte ohne (anerkannte) Ausbildung 0.3 Wohndauer 5. Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung 0.4 Haushalte, in denen Menschen mit und ohne MH zusammenleben Themenbereich bzw. Handlungsfeld 1. Rechtliche Integration % Zahl % 0.5 5.3 Studenten Beschäftigte mit Hochschulabschluss Anzahl % Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl 5.4 Geringfügig Beschäftigte 1.1 Aufenthaltsstatus Einheit % % Datenquelle Bürgeramt Melderegister Bundesagentur für Arbeit Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Melderegister Datenquelle 5.5 Arbeitslosenquote 1.2 Einbürgerungsquote % % Bundesagentur für Arbeit Amt für Staatsangehörigkeitund Ausländerangelegenheiten Ausländerzentralregister 1.3 Wahlberechtigte Personen mit Migrationshintergrund % 5.6 Jugendarbeitslosenquote % Zahl der registrierten Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren ohne und mit MH bzw. ausländischer Staatsangehörigkeit je 100 abhängigen zivilen Erwerbspersonen von 15 bis unter 25 Jahren, differenziert nach Geschlecht Bundesagentur für Arbeit 5.7 SGB II-Bezieher unter 65 Jahren % Anteil deutscher und Bundesagentur für Arbeit, Bürgeramt Melderegister Melderegister 175 ausländischer Bezieher von Leistungen nach dem SGB II Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 –178 26.03.2013 insgesamt an der deutschen bzw. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 ausländischen Gesamtbevölkerung unter 65 Jahren, differenziert nach Geschlecht 180 5.8 SGB II-Bezieher unter 15 Jahren % Anteil deutscher und ausländischer Bezieher von Leistungen nach dem SGB II unter 15 Jahren an der deutschen bzw. ausländischen Gesamtbevölkerung unter 15 Jahren, differenziert nach Geschlecht Bundesagentur für Arbeit, Melderegister 5.9 SGB XII-Bezieher über 65 Jahre % Anteil deutscher und ausländischer Bezieher von Leistungen nach SGB XII (Grundsicherung im Alter) ab 65 Jahren an der deutschen bzw. ausländischen Bevölkerung ab BayLfStaD, Melderegister Leistungen nach dem SGB II ausländischen Gesamtbevölkerung unter 65 unter 15 Jahren an der deutschen bzw. ausländischen Jahren, differenziert nach Geschlecht Gesamtbevölkerung unter 15 Jahren, differenziert nach Anteil deutscher und Geschlecht ausländischer Bezieher von Leistungen nach und dem SGB II Anteil deutscher unter 15 Jahren an der von ausländischer Bezieher deutschen Leistungenbzw. nachausländischen SGB XII Gesamtbevölkerung unter ab 15 65 (Grundsicherung im Alter) Beschreibung Jahren, differenziert nach bzw. Jahren an der deutschen Geschlecht ausländischen Bevölkerung ab 65 Jahren, differenziert nach Anteil der Bevölkerung mit und Anteil deutscher und Geschlecht ohne Migrationshintergrund (MH), ausländischer Bezieher von Bevölkerung mit MH differenziert Leistungen nach SGB XII nach Eingebürgerten, (Grundsicherung im Alter) ab 65 Aussiedlern, EU-Ausländern und Jahren an der deutschen bzw. Nicht-EU-Ausländern, an der ausländischen Bevölkerung ab Gesamtbevölkerung 65 Jahren, differenziert nach Geschlecht Wanderungssaldo der Zu- und Wegzüge aus dem Ausland bzw. ins Ausland Beschreibung Beschreibung 5.8 SGB II-Bezieher unter 15 % FÜR DAS INTEGRATIONSMONITORING Bundesagentur für Arbeit, INDIKATOREN UND KENNZAHLEN Jahren 5.9 SGB XII-Bezieher über 65 Jahre Themenbereich bzw. Handlungsfeld 0. Grunddaten zur Ingolstädter Bevölkerung Themenbereich Themenbereich bzw. bzw. Handlungsfeld Handlungsfeld 0. 6. Grunddaten Gesundheit zur Ingolstädter Bevölkerung 6. Gesundheit Themenbereich bzw. Handlungsfeld 6. Gesundheit Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl % Einheit 0.1 Bevölkerungsanteile nach 5.9 SGB XII-Bezieher über 65 Migrationshintergrund Jahre % % 0.2 Wanderungsbewegungen Zahl Bezeichnung Bezeichnung des des Indikators Indikators bzw. bzw. der der Kennzahl Kennzahl 0.3 Wohndauer 0.1 6.1 Bevölkerungsanteile Durchimpfungsgrad nach Migrationshintergrund 0.4 Haushalte, in denen Menschen mit und ohne MH Bezeichnung des Indikators zusammenleben bzw. der Kennzahl 6.1 Studenten Durchimpfungsgrad 0.5 0.2 Wanderungsbewegungen 6.2 Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung U 0.3 9 Wohndauer Themenbereich bzw. Handlungsfeld 1. Rechtliche Integration Bezeichnung des Indikators 0.4 Haushalte, in denen bzw. der Kennzahl Menschen mit und ohne MH 6.2 Inanspruchnahme der zusammenleben Früherkennungsuntersuchung U 1.1 Aufenthaltsstatus 9 Themenbereich Themenbereich bzw. Handlungsfeld Handlungsfeld 0. zur 7. Grunddaten Interkulturelle Ingolstädter Öffnung Bevölkerung 0.5 Studenten des Indikators Bezeichnung bzw. der Kennzahl 0.1 nach 7.1 Bevölkerungsanteile Stadträte mit Migrationshintergrund 1.2 Einbürgerungsquote 7.2 Wahlbeteiligung Integrationsbeirat Bezeichnung des Indikators bzw. der Kennzahl Einheit Einheit Zahl Durchschnittliche Wohndauer der Bevölkerung mit und ohne % Anteil der Bevölkerung und % Durchimpfungsgrad dermit Kinder Migrationshintergrund ohne (MH), gegenMigrationshintergrund Mumps, Masern, Röteln Bevölkerung mit differenziert (mindestens zweiMH Impfdosen) % Anteil der Haushalte, in denen nach Eingebürgerten, bezogen auf mit Personen mitdie undKinder ohne MH Einheit Aussiedlern, Beschreibung EU-Ausländern vorgelegter Impfdokumentation zusammenleben, an allen und Nicht-EU-Ausländern, an der zum Zeitpunkt der Mehrpersonenhaushalten Gesamtbevölkerung Einschulungsuntersuchung, % Durchimpfungsgrad differenziert nach der Kinder Anzahl Zahl der ausländischen Zahl Wanderungssaldo der Zuund gegen Mumps,am Masern, Röteln Migrationshintergrund Studierenden Wegzüge auszwei demImpfdosen) Ausland bzw. (mindestens Hochschulstandort Ingolstadt ins Ausland bezogen auf die Kinder % Inanspruchnahme der mit vorgelegter ImpfdokumentationU Früherkennungsuntersuchung Zahl Durchschnittliche zum Zeitpunkt 9 bezogen auf der dieWohndauer Kinder mit der Bevölkerung und ohne zum Einschulungsuntersuchung, vorgelegtem mit Vorsorgeheft Migrationshintergrund differenziert Zeitpunkt dernach Migrationshintergrund Einschulungsuntersuchung Einheit Beschreibung % Anteil der Haushalte, in denen differenziert nach Personen mit und ohne % Inanspruchnahme der MH Migrationshintergrund zusammenleben, an allen Früherkennungsuntersuchung U % Anteil der Ausländerinnen und 9 bezogen auf die Kinder mit Mehrpersonenhaushalten Ausländer mit langfristig vorgelegtem Vorsorgeheft zum gesichertem Zeitpunkt derStatus (EUAnzahl Zahl der ausländischen Einheit Beschreibung Bürger+Personen Einschulungsuntersuchung Studierenden am mit Niederlassungserlaubnis) an der differenziert nach Ingolstadt Hochschulstandort Gesamtzahl der Ausländerinnen Migrationshintergrund % Anteil der von Bevölkerung Personen mitmit MHund im und Ausländer ohne Migrationshintergrund (MH), Stadtrat Bevölkerung differenziert % Quotient aus mit derMH Anzahl der nach Eingebürgerten, % Wahlbeteiligung an zum Einbürgerungen undWahlen der Zahl der Aussiedlern, EU-Ausländern und Integrationsbeirat Ausländer mit einer Einheit Nicht-EU-Ausländern, Beschreibung an der8 Aufenthaltsdauer von mind. Jahren zum 31.12. des Vorjahres 179Gesamtbevölkerung Themenbereich bzw. Handlungsfeld Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – VersionZahl 31 – 26.03.2013 1. Rechtliche 1.1 Aufenthaltsstatus % Anteil und 0.2 Wanderungssaldo der Zu-und undmit 7.3 Wanderungsbewegungen Mitarbeiter der Stadt städtische Beschäftigte % 1.3 Wahlberechtigte Personen Anteil der der Ausländerinnen bei KommunalIntegration Ausländer mit langfristig Wegzüge aus dem Ausland bzw. Ingolstadt mit MH bzw. ausländischer mit Migrationshintergrund Europawahlen wahlberechtigten gesichertem Status (EUins Auslandmit Migrationshintergrund Staatsangehörigkeit an allen Menschen Bürger+Personen mit an allen städtischen Beschäftigten (nach Migrationshintergrund Niederlassungserlaubnis) an der 0.3 Wohndauer Zahl Durchschnittliche Wohndauer der Einführung des neuen bei Kommunalund Gesamtzahl der Ausländerinnen mitwahlberechtigten und ohne Personalmanagementsystems Europawahlen 179Bevölkerung und Ausländer möglich) Migrationshintergrund Personen Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 % Quotient aus der Beschäftigte Anzahl der in städtische Anteil der Haushalte, in denen Einbürgerungen der(E9 Zahl der höheren Gehaltsstufen bzw. Personen mit undund ohne MH Ausländer mit einer A9 und höher) mitan MHallen bzw. zusammenleben, Aufenthaltsdauer von mind. 8 ausländischer Mehrpersonenhaushalten Jahren zum 31.12. des Staatsangehörigkeit an Vorjahres allen Beschäftigten der höheren 0.5 Studenten Anzahl Zahl der ausländischen % 1.3 Wahlberechtigte Personen Anteil der bei Kommunalund Gehaltsstufen (nach Einführung Studierenden am mit Migrationshintergrund Europawahlen wahlberechtigten des neuen Hochschulstandort Ingolstadt Menschen mit Personalmanagementsystems Migrationshintergrund an allen möglich) bei Kommunal- und wahlberechtigten 7.5 Auszubildende mit % 175Europawahlen Anteil der städtischen Personen Migrationshintergrund Auszubildenden mit MH bzw. Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 Themenbereich Bezeichnung des Indikators Einheit ausländischer Beschreibung Staatsangehörigkeit an allen bzw. bzw. der Kennzahl städtischen Auszubildenden Handlungsfeld (nach der Einführung des neuen 1. Rechtliche 1.1 Aufenthaltsstatus % Anteil Ausländerinnen und Personalmanagementsystems Integration Ausländer mit langfristig möglich) gesichertem Status (EUBürger+Personen mit 7.6 Teilnehmer der Anzahl Niederlassungserlaubnis) Anzahl der Teilnehmer an der Stadtverwaltung an Seminaren Gesamtzahl der Ausländerinnen zur Stärkung der Interkulturellen und Ausländer Kompetenz % 175Quotient aus der Anzahl der 1.2 Einbürgerungsquote 7.7 Teilnehmer der Anzahl Anzahl der Teilnehmer Einbürgerungen und der Zahl der Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 31 – 26.03.2013 Stadtverwaltung an Seminaren Ausländer mit einer zur Erweiterung von Aufenthaltsdauer von mind. 8 Fremdsprachenkompetenzen Jahren zum 31.12. des Vorjahres 7. Interkulturelle Öffnung 1.2 7.4 Einbürgerungsquote Höherqualifizierte 0.4 Haushalte, in denen Beschäftigte Menschen mitmit und ohne MH Migrationshintergrund zusammenleben 1.3 Wahlberechtigte Personen mit Migrationshintergrund % Anteil der bei Kommunal- und Europawahlen wahlberechtigten Menschen mit Migrationshintergrund an allen Melderegister BayLfStaD, Melderegister E Datenquelle Bürgeramt BayLfStaD, Melderegister Melderegister Bürgeramt Melderegister Datenquelle Datenquelle Bürgeramt Melderegister Bürgeramt Gesundheitsamt Melderegister Bürgeramt Melderegister Datenquelle Gesundheitsamt BayLfStaD Bürgeramt Melderegister Gesundheitsamt Bürgeramt Melderegister Datenquelle Bürgeramt Melderegister Gesundheitsamt Ausländerzentralregister BayLfStaD Datenquelle Bürgeramt Hauptamt Melderegister Amt für StaatsangehörigkeitAmt für Staatsangehörigkeitund Ausländerangelegenund heiten Datenquelle Ausländerangelegenheiten Ausländerzentralregister (Wahlen) Ausländerzentralregister Bürgeramt Personalamt Bürgeramt Melderegister Melderegister Bürgeramt Melderegister Amt für StaatsangehörigkeitPersonalamt Bürgeramt Melderegister und Ausländerangelegenheiten Ausländerzentralregister BayLfStaD Bürgeramt Melderegister Personalamt Datenquelle Ausländerzentralregister Personalentwicklung Amt für StaatsangehörigkeitPersonalentwicklung und Ausländerangelegenheiten Ausländerzentralregister Bürgeramt Melderegister 181 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK F 183 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Integration und Projekte im Überblick Sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit wurde dem Thema Integration von Seiten der Stadt Ingolstadt und seinen Beteiligungsgesellschaften eine hohe Bedeutung beigemessen. Dies wird unter anderem durch eine Vielzahl von Maßnahmen deutlich, die zum Zwecke der Integrationsunterstützung eingerichtet wurden. Selbstverständlich stehen zusätzlich zu den aufgeführten Konzepten noch eine Vielzahl weiterer Leistungen zur Verfügung, die auf die unterschiedlichsten Problemlagen und Bedürfnisse abzielen und allen Bewohnern Ingolstadts Unterstützung bieten sollen, unabhängig von ihrem sozialen oder kulturellen Hintergrund. Die Aufzählung der Projekte stellt lediglich eine Auswahl der von den Ämtern und Referaten bereits erfolgreich durchgeführten Maßnahmen dar. Referat OB/Zentrale Verwaltungsaufgaben Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Informationsveranstaltung für die Teilnehmer der Qualifizierung „Mit Migranten für Migranten, Mimi“ in der Reihe „Interkulturelle Gesundheit“ (2012) Aktionstag von Menschen mit Behinderung mit und ohne Migrationshintergrund (2012) Aufnahme migrationsspezifischer Aspekte bei der Überarbeitung des Internetauftritts (z. B. spezielle Hinweise für Menschen mit Migrationshintergrund) Integrationsbeauftragter • • • • 5. Oktober 2006: einstimmiges Votum des Stadtrats zur Berufung eines Integrationsbeauftragten und Beauftragung der Verwaltung, ein städtisches Integrationskonzept zu erstellen Oktober 2007: Bestellung des städtischen Referenten Herbert Lorenz zum ersten Integrationsbeauftragten 2008: Übernahme des Vorsitzes im neu geschaffenen Migrationsrat durch den Integrationsbeauftragten und Errichtung der Stelle „Mitarbeiter/-in des Integrationsbeauftragten“ zur Konzepterarbeitung, Geschäftsstellenleitung Migrationsrat, Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit 2008 bis 2010: Mitgliedschaft des Integrationsbeauftragten bei der Trägerversammlung des Jobcenters Projekte des Fachbereiches Integration der Stadt Ingolstadt im Jahr 2012 „Last-Minute-Börse“ Ausbildungsplatzbörse für Jugendliche mit Migrationshintergrund In den Jahren 2011 und 2012 wurden mittlerweile vier Veranstaltungen durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsreihe, die das Ziel verfolgt, Jugendliche im Übergang Schule – Beruf bei der Ausbildungsplatzsuche zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt bei Jugendlichen, die multiple Vermittlungshemmnisse mitbringen und besonderer Unterstützung bedürfen. Folgende Aspekte charakterisieren die Besonderheit des Projekts: • Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen und der IHK, HWK, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendmigrationsdienst 184 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK • • • Organisation von Tischgesprächen zwischen Jugendlichen und Unternehmen „an einen Tisch“ mit dem Ziel konkrete Ausbildungsverhältnisse zu vereinbaren Niedrigschwelliges Angebot in den Sozialen Stadtteiltreffs vor Ort Überreichung einer Urkunde durch die Regierung im Rahmen des Bayerischen Integrationspreises 2012 für das Projekt als Ausdruck des Dankes und der besonderen Anerkennung F „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit 2012-2013 (MiMi-Bayern)“ Im Rahmen der Gesundheitsinitiative des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit „Gesund.Leben.Bayern“ besteht MiMi seit 2008 als Landesprogramm zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit bei Menschen mit Migrationshintergrund; Gesundheit ist ein Thema, das auch Migranten sehr interessiert. Allerdings sind sie mit dem deutschen Gesundheitssystem häufig aufgrund soziokultureller und sprachlicher Barrieren überfordert und damit in ihren Gesundheitschancen benachteiligt. Hier setzt das Projekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern (MiMi)“ an. Seit 2008 werden Mediatoren speziell dafür ausgebildet, Menschen mit Migrationshintergrund Informationen über Gesundheitsförderung und Prävention – beispielsweise zu Vorsorge, Früherkennung, Kindergesundheit oder seelischer Gesundheit – zu vermitteln und zwar bei Bedarf in deren Muttersprache. Anfang Mai 2012 fand in Ingolstadt eine landesweite Konferenz mit über hundert Teilnehmern statt, bei der die Ergebnisse der engagierten Arbeit aller Beteiligten in den vergangenen vier Projektjahren präsentiert wurden. Während der Landeskonferenz wurde die Weiterführung des interkulturellen Gesundheitsprojektes und der Projektbausteine für Ingolstadt vorgestellt, darunter die Durchführung von neuen Mediatorenschulungen in Betrieben und in Krankenhäusern und Spezialisierungen der Mediatoren im Hinblick auf die Lebenswelten der Migranten. Einrichtung einer Lotsenstelle zur Unterstützung bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Bildungsabschlüssen Im April 2012 ist das „Anerkennungsgesetz“ in Kraft getreten, das die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen erleichtert. Damit bekommen Fachkräfte, die einen Beruf im Ausland erlernt haben, leichter die Möglichkeit, auch in Deutschland zu arbeiten. Damit der im Gesetz erworbene Rechtsanspruch auf zügige Prüfung der Wertigkeit und Vergleichbarkeit umgesetzt werden kann, ist es notwendig, Rat suchende Migranten bei der Suche nach der jeweiligen Fachberatungsstelle von Industrie, Handel und Dienstleistungen zu unterstützen. Dazu hat die Stadt im Fachbereich Integration eine „Lotsenstelle“ eingerichtet. Sprachförderung von schulpflichtigen Migranten in Zusammenarbeit mit der VHS In Kooperation von Kulturreferat (VHS, Jugendamt), Integrationsbeauftragtem und Jugendmigrationsdienst erhalten Kinder und Jugendliche, die noch Verständnis- und Sprachprobleme im Unterricht haben, an der Volkshochschule außerhalb des schulischen Rahmens kostenfreien Sprachunterricht. Die Kurse finden zweimal wöchentlich statt, sie werden seit 2010 bei Bedarf kurzfristig und für verschiedene Jahrgangsstufen eingerichtet. Im Dezember 2012 wurden in 6 Kursen insgesamt 85 Kinder unterrichtet. Caiuby-Fitness-Camp Auch Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Startchancen. Bildung, Sport und Integration sind der Schlüssel dazu. Caiuby Francisco da Silva, Spieler des Fußballvereins FC Ingolstadt 04, will fußballfreie Wochenenden mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sozialer Schichten verbringen, um sie für Sport und die deutsche Sprache zu begeistern, denn auch Caiuby hat erst vor kurzem so richtig Deutsch gelernt. Die Events am Samstagnachmittag mit Beteiligung von Stadtteiltreff, Schule, Volkshochschule, Sportamt begeistern die jungen Ingolstädter und die anwesenden Eltern können 185 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK sich über die vielfältigen Lern- und Sprachangebote der Stadtteiltreffs und der Volkshochschule informieren. Nach dem gelungenen Auftakt im Herbst 2012 sind sich alle einig, das Camp in den drei Programmgebieten der Sozialen Stadt stattfinden zu lassen. Gründung, Unterstützung und Organisation von Arbeitsgruppen des Migrationsrates mit unterschiedlichsten Zielsetzungen Ausbildung in ausländischen Betrieben „Zuwanderer schaffen Arbeitsplätze“ Migrationsrat Atila Dikilitas, die IHK, der Integrationsbeauftragte und das Jobcenter haben die Initiative ergriffen und Unternehmen mit ausländischen Inhabern oder Geschäftsführern über Möglichkeiten der betrieblichen Ausbildung im Atlantik Bildungszentrum informiert. Dabei ist die Unterstützung für die Unternehmen vielfältig, sie reicht von der Beratung durch den IHK Bildungsberater, wie man in wenigen Schritten Ausbildungsbetrieb werden kann bis zur Hilfestellung zu Fragen gesetzlicher Fördermöglichkeiten von Ausbildungsbetrieben durch das Jobcenter. Ergänzt werden die Veranstaltungen durch Vorträge von erfolgreichen Unternehmen und Berichte von ausländischen Jugendlichen über ihre Erfahrungen bei der Ausbildung. Christlich-islamischer Dialog Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und der Integrationsbeaufragte laden die Vertreter der muslimischen Religionsgemeinschaften und der Kirchen regelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch in das Rathaus ein. Bei dem Gespräch sind auch der Beauftragte für den christlich-islamischen Dialog, die Stadtteilbüros und die Familienbeauftragte vertreten. Wahlrecht von Drittstaatsangehörigen Unterstützung des Arbeitskreises „Politisches Engagement von Personen mit Migrationshintergrund“ und insbesondere das Wahlrecht von Drittstaatsangehörigen Tag der offenen Tür Unterstützung des Migrationsrates bei dem Tag der offenen Tür der Stadt Ingolstadt Fest der Kulturen, Afrikafest Unterstützung bei der Organisation eines Informationsstandes auf dem Fest der Kulturen am Paradeplatz; Ziel: Information und Kontaktaufnahme mit der Ingolstädter Bevölkerung Organisation einer Veranstaltung zum „Tag der Migranten“ mit dem Thema „Wir wollen Vielfalt leben“ Information der breiten Öffentlichkeit und Einbeziehung der Migranten in unterschiedlichsten Themenbereichen; Ermöglichung eines Gedankenaustausches in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Agentur Ingolstadt und zusätzlichen externen Referenten Qualifizierungsreihe für Migrantenvereine und deren Mitglieder Erstellung eines modularen Weiterbildungsangebotes in den Bereichen Zivilrecht und Steuerrecht für Vereine, Grundlagen der Unternehmensgründung für Migranten, Öffentlichkeits- und Pressearbeit für Vereine; Ziel: Unterstützung von Migrantenvereinen bei grundsätzlichen Fragestellungen in Kooperation mit dem Bürgerhaus und der Volkshochschule Organisation von Informationsveranstaltungen vonseiten des Integrationsbeauftragten • Thema: „Wie funktioniert die Stadtverwaltung?“ • Thema: „Wahlrecht von Drittstaatsangehörigen“ von Prof. Dr. Ulrich Gassner (Professur für Öffentliches Recht, Juristische Fakultät der Universität Augsburg) 186 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Projekt „Soziale Stadt“ in Piusviertel, Konradviertel und Augustinviertel F Kommissionen Mit der Aufnahme der Stadt Ingolstadt in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ wurden im Juli 2000 die Kommissionen für das Piusviertel und im Juli 2006 diejenigen für das Augustin- und Konradviertel berufen. Seit 2008 sind in den Gremien auch Vertreter des Migrationsrates tätig. Angebote Alle Programmgebiete sind Stadtteile mit einem besonders hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu gibt es in den Stadtteilbüros und Stadtteiltreffs eine Reihe von Angeboten und Kursen. Beratungsangebote Niedrigschwelliges Beratungs- und Clearing- Angebot, Wöchentliche Migrationsberatung der Caritas, wöchentliche Beratung durch die Integrationslotsin Frau Hoffart und russischsprachige Beratung für junge Leute und Männer durch Herrn Rudi. Familien- und Bildungsangebote Eltern-Kindgruppen für Eltern mit Kindern zwischen 1 und 3 Jahren mit dem Ziel, die Kinder sprachlich und motorisch fit für den Kindergarten zu machen. Mütterinitiativen Geschulte Multiplikatorinnen mit Migrationshintergrund unterstützen Familien mit Migrationshintergrund im Bereich Erziehung, Bildung und Integration. Kurs: Starke Eltern – starke Kinder Konversationskurs mit Sprachpatenschaften, Deutschkurse für Fortgeschrittene Lesekreis für Frauen, Deutsch lernen durch Theater spielen (Träger: vhs), Gesprächskreis Deutsch, Alphabetisierung Deutsch-Crashkurs für GrundschülerInnen, Hausaufgabenhilfe für GrundschülerInnen, Lesepatenschaften für GrundschülerInnen, Bildungspatenschaften für GrundschülerInnen, 1 € für Bildung (Nachhilfeprojekt für GrundschülerInnen). INES (Ingolstädter Netzwerk für Erziehung und Sozialkompetenz), Lerngruppen (Träger: Förderkreis für evangelische Aussiedlerarbeit). Elterncafe, Internationales Frauenfrühstück Sportangebote Projekt BIG – Bewegung als Investition in Gesundheit (BLSV, Universität Erlangen –Nürnberg, Quartiersmanagement): Es wurde eine Befragung von Frauen mit Migrationshintergrund zum Thema Sport durchgeführt. Aus den Ergebnissen wurden mit den Sportvereinen des Stadtteils, dem Sportamt, den beteiligten Frauen und dem Quartiersmanagement Angebote entwickelt, die auf die Bedürfnisse der befragten Frauen eingingen. Entstanden sind hieraus u.a. Schwimmkurse für Frauen, Aquafitness für Frauen, Fitness für Frauen. Fahrradkurse für Frauen – vorwiegend muslimische Frauen lernen Radfahren (Träger: ADFC). Ausbildung zur Sportassistentin Interkulturell (Kooperation mit BLSV) 187 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Gesundheitsangebote Selbsthilfegruppen „Sucht“ für Migranten und Selbsthilfegruppen für Eltern suchtmittelabhängiger Jugendlicher Begegnungen, Nachbarschaften und Feiern Jährliche Frauenfeste (vorwiegend türkische Frauen), Internationales Familienfest und Internationales Spezialitätenbüfett für Familien. Jährliche Stadtteilfeste „Feiern mit Nachbarn“ Nachbarschaftshilfen (sowohl Helfer als auch Hilfesuchende mit Migrationshintergrund) Förderung des Interreligiösen Dialogs mit gemeinsamem Besuch der Kirchen und Moscheen in den Stadtbezirken und gemeinsamen Feiern der jeweiligen religiösen Feste Bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung Akquise und Betreuung von Ehrenamtlichen in verschiedenen Bürgerarbeitskreisen Arbeit der QuartiersmanagerInnen im Migrationsforum und im Migrationsrat Kunstprojekte „Es lebt sich tierisch gut im Piusviertel“- lebensgroße Tiere wurden von verschiedenen Kulturen und Institutionen aufgestellt. „Sprich (und) mal mit mir“ - Sprichwörter aus aller Herren Länder wurden gesammelt und von Kindern illustrier; dabei entstand ein schönes Büchlein. 6 x pro Jahr Frauenkino im Augustinviertel: Zuerst werden Filme mit interkulturellem Inhalt gezeigt, danach folgt eine moderierte Diskussion mit Bezug auf die Lebenswelten der aus vielen verschiedenen Kulturen stammenden anwesenden Frauen. Stadt.Geschichte.Zukunft - Beteiligung des Konradviertels am Projekt in Zusammenarbeit mit den Schulen im Stadtteil; direkte Beteiligung der Kinder und Jugendlichen (meist) mit Migrationshintergrund an der Weiterentwicklung ihres Stadtteils LOS-Lokales Kapital für soziale Zwecke Umsetzung von etwa 50 Mikroprojekten von 2004-2008 im Piusviertel, hauptsächlich für Integrationsmaßnahmen, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Europäischen Union Familienbeauftragte Organisation der Veranstaltung „Bildungserfolg von Migrantenkindern“ gemeinsam mit dem Integrationsbeauftragten und dem Staatlichen Schulamt (2009) Initiierung der Projektgruppe „Bildungserfolg bei Migrantenkindern“, die das Konzept „Eltern für Bildung“ entwickelte Umsetzung des Konzeptes „Eltern für Bildung“ im Projekt INES der evangelischen Aussiedlerarbeit: Koordinationsstelle Integration und Familienbeauftragte organisieren Schulungen für Migrantinnen und Migranten, die anschließend Vorträge bei ihren Landsleuten halten bzw. als „Begleiter“ zu Gesprächen in den Schulen eingeladen werden (seit 2010) Workshop für Lehrkräfte aus Bayern zum Thema „Integration in der Grundschule“, Vorstellung des Projektes INES in der Schule an der Lessingstraße (2010) 188 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Beginn der Projektgruppe „Ferienbetreuung für Grundschulkinder“ unter Einbezug des Vereins Atlantik als neuem Träger (April 2011) F Initiierung der Gründung des Vereins „Familien in Not e.V. Ingolstadt“. Der Verein unterstützt u.a. auch bedürftige Familien mit Migrationshintergrund bei der Finanzierung von Sprachkursen. Gleichstellungsstelle Die Gleichstellungsbeauftragte setzt sich für die Umsetzung des Verfassungsauftrages (Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes) und für chancengleiche Partizipation von Frauen und Männern ein. Sie wirkt nach innen und außen, leistet Unterstützung in der MigrantInnenarbeit, leistet Öffentlichkeitsarbeit, berät und unterstützt zur Selbsthilfe. Die Gleichstellungsbeauftragte ist Mitglied im Migrationsrat der Stadt Ingolstadt. Etablierung des „cafe luna“, das 1998 aus dem Arbeitskreis „Internationale Frauen“ entstanden ist, mit monatlichen Angeboten: Moscheebesichtigung, Fachvorträge, Neubürgerinnen das Eingewöhnen erleichtern, Frauenfrühstück, landestypisches Kochen etc. Unterstützung der „Mama lernt Deutsch“-Kurse mit Kinderbetreuung (Träger: vhs) Unterstützung und Mitfinanzierung der Ausbildung zur Sportassistentin interkulturell in Kooperation mit BLSV (2011 und 2012) Initiierung von Schwimmkursen für Frauen, die besonders von muslimischen Frauen angenommen werden Künstlerinnentage Durchführung eines nationalen und internationalen Festivals, der Künstlerinnentage, einer bunten Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen, dabei wurde 2010 und 2012 mit speziellen Veranstaltungen der Focus besonders auf das Thema „Vielfältigkeit“ gelegt. Zum Internationalen Tag der Frau 2010 las die Menschenrechtlerin Fadumo Korn aus ihrem Buch „Schwester Löwenherz“. girls‘ und boys‘ day Mädchen und Jungen aller Schularten und Nationalitäten sammeln Einblicke in für das andere Geschlecht typische Berufsbilder beim jährlichen girls‘ und boys‘ day. Dass sich dabei Essgewohnheiten beim Mittagsimbiss an religiösen Vorgaben orientieren, ist für Veranstalter und Teilnehmer längst ein Stück Normalität. Hauptamt Ausländerbeirat Der Stadtrat schuf 1979 die satzungsmäßigen Voraussetzungen für die Wahl des Ausländerbeirats zur Interessenvertretung von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die Wahlzeit beträgt jeweils vier Jahre, 2007 erfolgte die Überleitung in den Migrationsrat. Migrationsrat Der Migrationsrat traf am 15. Oktober 2008 zur konstituierenden Sitzung zusammen. Der Vorsitz wurde dem neuen Integrationsbeauftragten übertragen, die Vertreter des Migrationsrates entsandten zum ersten Mal Repräsentanten in die Kommissionen der „Sozialen Stadt“ sowie zwei weitere Mitglieder in die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Bayern. 189 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Einbürgerungsempfang Seit Juli 2008 begrüßen Oberbürgermeister und Vertreter des Stadtrats zwei- bis dreimal pro Jahr all jene Bürgerinnen und Bürger, denen die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen wird, mit einem Empfang im Alten Rathaus. Presseamt Faltblätter und Informationen zu allgemeinen Wahlen, zu Wahlen des Ausländerbeirates / Migrationsrates, mehrsprachig (seit 1996) Ausländerseite in der IZ, mehrsprachig (seit 1998) Stadtteilzeitungen für das Piusviertel, Augustinviertel und Konradviertel, mehrsprachig (seit 2003) Faltblätter zu „Integrationssprachkurs“ und den „Stadtteiltreffs“, mehrsprachig (2007, 2008, 2010, 2012) www.ingolstadt.de/integration Die Internetseite „Integration“ verzeichnet 2012 4 800 Zugriffe. Personalamt Interkulturelle Fortbildung „Achtung (+) Toleranz für Auszubildende“ im September 2010, September 2011 und September 2012 Die Maßnahmen zur Personalgewinnung erfolgen diskriminierungsfrei nach dem AGG. Dabei sehen BürgerInnen und MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung Auszubildende, Praktikanten und Studenten und neue Mitarbeiter mit Migrationserfahrung mit ihrer zweisprachigen Qualifikation als wertvolle Unterstützung und Bereicherung. Erste Erfolge sind messbar: Neben verbesserten Kontakten ergeben sich bei Sozialen Diensten und in Kindertagesstätten Vorbildfunktionen für Kinder und Jugendliche. Leistungsstarke BeamtenanwärterInnen der 3. Qualifikationsebenen und Auszubildende leisteten 2010 und 2012 in England und Griechenland Auslandspraktika, reisten zu Partnerschulen in Auray, Frankreich und nahmen an Veranstaltungen in Österreich teil. Steuerungsunterstützung / Personalentwicklung Informationsaustausch des Integrationsbeauftragten mit AmtsleiterInnen zum Thema „Interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung“ im Juli 2006 Arbeitstreffen zum Thema „Interkulturelle Öffnung in der Verwaltung“ zur Bestandsaufnahme und Planung weiterer Maßnahmen mit externen Beratern (Dr. Sabine Handschuck, Stelle für Interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München und Jakob Ruster, VIA Bayern) (2009) Show-case für Führungskräfte zur Einführung in das Thema „Interkulturelle Öffnung in der Verwaltung“ mit dem Ziel, Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren (2010) 190 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Seit 2006 Seminarangebote zur Serviceorientierung im Kontakt mit ausländischen und fremdsprachigen Mitbürger/innen, insbesondere zu den Themen „Interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung“, „Interkulturelles Konfliktmanagement“, „Achtung und Toleranz“, „Partnerschaftliche Kommunikation – als Schlüssel für eine effektive Verständigung im Kontakt mit ausländischen Bürger/-innen“, „Sprachkurse und Behördenenglisch“ und zum „Dialog der Kulturen“ F Fachämter der Referate III, IV und V, die täglich unseren Bürgerinnen und Bürgern aus den unterschiedlichsten Nationen begegnen, beteiligen sich am Projekt „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“. Dazu haben seit 2010 viele Mitarbeiter Trainings besucht und anhand von Fallbeispielen, Rollenspielen und Diskussionen interkulturelle Probleme erörtert, die sich im Arbeitsalltag der Stadtverwaltung und ihrer Einrichtungen ergeben. Fortbildungsmaßnahmen über interkulturelle Kommunikation, Toleranz und Gesprächsführung mit Muslimen haben die Qualifizierungsreihe ergänzt. Über das Bildungsprogramm der Stadt buchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Referate III, IV, V, VI und VII Sprachkurse in Russisch und Türkisch, um die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern. Im Intranet der Stadt steht eine Übersichtsliste mit städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Erleichterung der alltäglichen Übersetzungsarbeit im Bürgerkontakt zur Verfügung. Neben Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Türkisch kann Bürgern auch in Polnisch, Ungarisch, Rumänisch und Schwedisch geholfen werden. Amt für Sport und Freizeit Die drei Vereine TV 1861 Ingolstadt, TSV Ingolstadt Nord und Oyakata Kampfsportakademie sind im Programm „Integration durch Sport“ des BLSV bayerische Stützpunktvereine und leisten einen großen Beitrag zur Integration durch Kurse, ein- und mehrtägige Veranstaltungen und Freizeiten für alle Altersklassen. Informationsaustausch zwischen Stadt Ingolstadt, BLSV und Sportvereinen über das Thema „Integration durch Sport“ (Dezember 2008) Treffen und Plenargruppensitzungen von Sportamt, BLSV und Sportvereinen in den „Soziale Stadt“-Gebieten mit Vorstellung der Konzepte „Integration durch Sport in der Sozialen Stadt Ingolstadt“ und BIG – Bewegung als Investition in die Gesundheit“ (2009 und 2010) „Mitternachtssport“ im Stadtbezirk Nordost (seit 2010) und Stadtbezirk Nordwest (seit 2011) Vortrag zum Ingolstädter „Mitternachtssport“ im Rahmen der Tagung „Sport und soziale Integration – Chancen, Probleme und Perspektiven für Städte und Kommunen“ in Augsburg (Juni 2011) 191 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Referat III Auf den Intranetseiten des Referats wurde eine Übersetzungshilfe für Mitarbeiter/innen zur Bewältigung von Alltagsfragen in den Sprachen Französisch, Englisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Portugiesisch und Italienisch eingerichtet (seit 2006) Stiftung Heilig-Geist-Spital Während der Einarbeitungszeit wird Mitarbeitern mit Migrationshintergrund zusätzlich ein Praxisanleiter aus dem jeweiligen Sprach- und Kulturkreis zur Seite gestellt. Um Heimbewohnern mit Migrationshintergrund die Eingewöhnung zu erleichtern, erfolgt insbesondere in der Anfangsphase die Versorgung durch Mitarbeiter mit identischem Migrationshintergrund. Bei der Dienstplangestaltung und Urlaubsgewährung wird auf spezielle religiöse oder kulturelle Bedürfnisse von Mitarbeitern Rücksicht genommen. Im Pflegebetrieb und insbesondere bei der Gestaltung des Speiseplans wird auf besondere religiöse und kulturelle Erfordernisse und Wünsche Rücksicht genommen. Stiftung Peter-Steuart-Haus Im Rahmen des Förderprojektes „Sprache und Integration“ des Bundesfamilienministeriums wird eine zusätzlichen Teilzeitfachkraft zur Sprachförderung von unter 3-Jährigen und für das Erarbeiten von Konzepten unter Einbeziehung der Eltern finanziert (seit Juni 2012) Im Kindergarten und in der Krippe werden Kinder von Migranten durch eigene Sprachförderkräfte besonders gefördert (seit 2009) In der Erziehungsarbeit werden religiöse und kulturelle Erfordernisse und Wünsche von Kindern und Eltern berücksichtigt. Elternbriefe und Aushänge können – soweit notwendig – auch mehrsprachig erstellt werden. Ordnungs- und Gewerbeamt Bei Sozialbegräbnissen wird bei Bedarf die Religion im Rahmen der Durchführung der Beerdigung berücksichtigt (statt Feuerbestattung erfolgt eine Erdbestattung mit vorausgehender ritueller Waschung und Hüllung in ein Leichentuch). Gegebenenfalls werden die Verstorbenen auch nicht in der Sozialabteilung in einem Tiefengrab, sondern in der IslamAbteilung in ein unberührtes Einzelgrab im Südfriedhof gebettet. Bürgeramt Im Eingangsbereich des Neuen Rathauses wurde ein Ausländer-Servicebereich mit Infotheke und verlängerten Öffnungszeiten (auch an Samstagen) eingerichtet. Außerdem steht in diesem Bereich den Mitgliedern des Migrationsrates ein Arbeitsplatz für Beratungsgespräche zur Verfügung (seit 2006) Standesamt Im Wartebereich bzw. Gang des Standes- und Bestattungsamtes im Neuen Rathaus wurde ein Bild-Wegweiser installiert, um ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Orientierung zu erleichtern (seit 2006) 192 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Im Ablauf der standesamtlichen Eheschließungszeremonie wird darauf geachtet, die Gefühle von Menschen mit Migrationshintergrund oder anderem kulturellem Hintergrund zu berücksichtigen bzw. nicht zu verletzen (z.B. Ausklammern christlicher bzw. entsprechender Thematik in der Traurede etc.). F Bestattungsamt Im Südfriedhof werden Grababteilungen für die Bestattung von muslimischen Verstorbenen angelegt (seit 1986) Im Südfriedhof wurde außerdem ein Waschraum für rituelle Waschungen von muslimischen Verstorbenen eingerichtet (seit 1994) Im Nord- und Südfriedhof wurden sogenannte Verabschiedungsräume eingerichtet. In diesen ist es Angehörigen und Trauergästen möglich, in aller Ruhe, auf Wunsch auch am offenen Sarg, von Verstorbenen Abschied zu nehmen. Von dieser Möglichkeit machen in erster Linie Vertriebene und Aussiedler Gebrauch, da es zu den Gepflogenheiten russischorthodoxer Christen gehört, sich am offenen Sarg von Verstorbenen zu verabschieden (seit 2008) Im Rahmen von Veranstaltungen für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger werden von Standesbeamten in den Stadtbezirken Vorträge gehalten, um diese über bestattungsrechtliche Zusammenhänge zu informieren. Amt für Brand- und Katastrophenschutz Der Rettungswagen der Berufsfeuerwehr ist mit mehrsprachigen Anamnesebögen ausgestattet. Die Erhebung der medizinischen Daten erfolgt über Fragebögen, die von Angehörigen oder auch von Patienten auf Wunsch auch in der eigenen Landessprache ausgefüllt werden können (seit Juli 2012) Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten Erstellung eines Berichts zur Situation der Ausländer in Ingolstadt (1993, 1998) In den Räumen des Amtes für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten wird mehrsprachiges Informationsmaterial (z.B. Broschüren und Merkblätter für Deutschkurse, zu Aufenthaltsbestimmungen, zur Einbürgerung, zum elektronischen Aufenthaltstitel) vorgehalten und ausgegeben. Zusammen mit dem Migrationsrat und anderen Institutionen und Einrichtungen nimmt das Amt für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten an der jährlichen Veranstaltungsreihe „Die Welt ist bunt – Ingolstadt International“ teil und bietet Informationen und Hilfestellungen an. Gesamtkonferenz zum Thema „Professionell und Bürgernah“ mit allen Mitarbeiter/innen des Amts für Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten 2011 mit dem Ziel der Interkulturellen Öffnung und Entwicklung eines professionellen und bürgernahen Selbstverständnisses 193 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Referat IV Schulverwaltung Bei der Mittagsbetreuung an Grundschulen wird zur Unterstützung des integrativen Charakters darauf geachtet, dass Kinder in der Hausaufgabenbetreuung, beim Essen und in der Freizeit ausschließlich Deutsch sprechen. Die Ingolstädter Kindertagesstätten melden Vorschulkinder nach Sprachstandserhebungen bei Bedarf für die Deutsch-Vorkurse an den zuständigen Grundschulen an. Die Vorkurse erleichtern Kindern den Einstieg in das erste Schuljahr. Eingeschulte Kinder, die noch eine spezielle Sprachförderung benötigen, werden zusätzlich in Deutsch-Fördergruppen unterrichtet. Kinder mit leichten Verständnis- und Sprachproblemen werden in Intensivgruppen wöchentlich zusätzlich zum Regelunterricht mit zwei bis fünf Wochenstunden gefördert. Die Gruppen sind, soweit erforderlich, an allen Schulen vorhanden. Der islamische und alevitische Religionsunterricht wird ausschließlich in Deutsch durchgeführt. An den regelmäßigen Besprechungen der Stadt im Rahmen des Christlich-islamischen Dialogs mit Vertretern der Religionen und der Stadt nehmen auch die Schulen teil. Die Angebote der Gebundenen und Offenen Ganztagsschulen mit Übungsstunden, Projektarbeiten sowie sportlichen, musischen und differenzierenden Angeboten unterstützen die sprachliche und soziale Integration. In Kooperation mit dem Jugendamt und weiteren Partnern sind an zahlreichen Schulen Projekte zur sozialen Schulqualität (Mediation und Streitschlichtung, Förderung der Persönlichkeit, Schulsozialarbeit) eingerichtet. Im Rahmen schulischer Arbeitsgemeinschaften wird der kulturelle Austausch, das gegenseitige Verständnis und das interkulturelle Lernen in zahlreichen Elterncafés, Paten- und Theaterprojekten sowie Projekten im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets gefördert. Kulturamt Seit fast 20 Jahren findet jährlich die Veranstaltungsreihe „Die Welt ist bunt – Ingolstadt international“ statt. Beim „Fest der Kulturen“ präsentieren sich verschiedene Gruppen und Einrichtungen mit einem vielfältigen Kulturangebot und kulinarischen Spezialitäten. Neben der Mitwirkung beim jährlichen Afrikafest übernimmt das Kulturamt 2013 die volle Organisationsverantwortung. Ausländische Kulturvereine können städtische Räume zu ermäßigten Preisen anmieten und bei Bedarf Unterstützung bei der Abwicklung eigener Veranstaltungen. Es werden regelmäßig fremdsprachige Stadtführungen angeboten. 194 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Stadtbücherei F Türkische Auszubildende für den Beruf „Fachangestellte für Medien und Information“ helfen mit, die Kommunikation und Angebote für türkischen Leserkreis zu verbessern. In Kooperation mit dem Ungarischen Kulturverein finden seit 2009 Lesungen und Filmvorführungen in ungarischer Sprache statt. Kindern von 4 bis 7 Jahren wurden mehrfach Bilderbuchkinos zu den Themen „Integration“ (2009) und „Toleranz“ (2010) vorgeführt. Im Februar 2012 wurde die Reihe mit „Anders sein“ fortgesetzt. Das zweisprachige Bilderbuchkino „Tims Traum“ wurde erstmals 2010 in Kindertagesstätten und als offenes Angebot in Russisch/Deutsch und Türkisch/Deutsch angeboten, weitere Veranstaltungen erfolgten im Mai und Juni 2011 im Herzogskasten oder vor Ort in den jeweiligen Kindertagesstätten. In der Kindertagesstätte am Nordpark fand im Juni 2012 erstmals eine Vorschulaktion mit Bilderbuchkino in Deutsch, Russisch und Türkisch statt, seit Herbst 2012 ist das Angebot für alle Kindertagesstätten in Ingolstadt buchbar. Im Rahmen eines Bürgerarbeitsprojektes gibt es regelmäßige zweisprachige Vorleseangebote in Deutsch / Russisch im Bücherbus, in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie ein dauerhaftes Angebot von zweisprachigen Informationsmaterialien. Kinder der vhs-Kurse „Deutsch als Fremdsprache für Migrantenkinder“ und Kinder von „Mama lernt Deutsch“-Kursen lernen die vielfältigen Bücherei-Angebote bei Führungen in der Stadtbücherei kennen und hören bei Veranstaltungen in Kooperation mit der Freiwilligenagentur Märchen in ihrer Muttersprache Russisch und Türkisch. Kinderveranstaltungen in ungarischer Sprache und Kindertheater nach einem türkischen Märchen „Die verliebte Wolke“ ergänzten 2012 das vielfältige Angebot für Kinder. Die Kinder aller zweiten Grundschulklassen werden über die Bedeutung des Lesens sowie die kostenlose Buchausleihe in Deutsch, Russisch und Türkisch informiert (seit 2009) Schüler eines türkischen Wohnheimes wurden in deutscher Sprache durch die Bücherei geführt (2010) Büchereiführungen für erwachsene Teilnehmer, Teilnehmer von vhs-Kursen, Teilnehmer des Integrationsfachdienstes und für Maßnahme-Teilnehmer von in-arbeit in Deutsch, Russisch und Türkisch ( seit 2008) Anmeldeinformationen wurden in Russisch, Türkisch und Englisch übersetzt (2009) Leserinformationen für die Bücherbusnutzung in den Stadtteiltreffs Konrad- und Piusviertel auf Russisch und Türkisch (2012) 195 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Volkshochschule – vhs Die Volkshochschule ist eine der tragenden Säulen für allgemeinsprachliche Kurse auf allen Niveaustufen des Europäischen Referenzrahmes, Integrationskurse (Allgemeine Integrationskurse, Elternkurse, Integrationskurse mit Alphabetisierung, Jugendintegrationskurs), Sprachtests und Zertifikate internationaler Qualitätsstandards. Hinzu kommen Spezialkurse für Kinder, Berufstätige, Einzel- und Minigruppentraining und Firmenkurse, insgesamt ca. 120 Kurse jährlich. Durchführung der Prüfungen für die Einbürgerung mit Sprachprüfung und Politischem Test. Intensivkurs „Fit in Deutsch“ in Kooperation mit der Evangelischen Aussiedlerarbeit (finanziert durch die Bürgerstiftung) für Migrantinnen und Migranten, die nach erfolgreichem Besuch eines Integrationskurses ihre Sprachkenntnisse weiter verbessern und sich bürgerschaftlich engagieren wollen (2010 / 2011) „Mama lernt Deutsch“, wohnortnah in verschiedenen Stadtteilen, mit kostenloser Kinderbetreuung; Unterrichtsinhalte alltagsnah und in Anlehnung an die Bedürfnisse der Frauen und Kinder gestaltet (seit 2003) Alpha-Projekt mit ehrenamtlich tätigen Lehrern: Lesen und Schreiben für erwachsene Analphabeten (in türkischer und deutscher Sprache). Einrichtung der Stelle eines „Städtischen Beauftragten für den christlich-islamischen Dialog“ bei der vhs (seit 2003) Christlich-islamischer Dialog - Seminare, Vorträge und Diskussionsrunden aus dem Themenkreis des „christlichislamischen Dialogs“ sowie interreligiöse und interkulturelle Feste, Begegnungsfahrten, Moschee- und Kirchenbesuche, Jugendbegegnungen (seit 2001) Kostenlose Deutschförderung für Schülerinnen und Schüler Ingolstädter Schulen. Deutschkurse mit kulturellem Begleitprogramm für Germanistikstudenten der Partnerstadt Kragujevac (mit Kulturamt) (seit 2004) Theaterprojekt: „Heimat?“ Frauen aus dem vhs-Kurs „Mama lernt Deutsch“ erzählen und spielen Geschichten aus ihrer alten und neuen Heimat (mit ZONTA Ingolstadt und evang. Aussiedlerarbeit); Aufführungen Juni 2012 im Kleinen Haus des Stadttheaters und Oktober 2012 im Rahmen des Festivals „Der Oktober ist eine Frau!“ Veranstaltungen und „Events“ wie Nacht der Sprachen, Taiwan-Abende, Lateinamerikanische Nacht, Mexikanische Nacht, Türkisch-Brasilianisches Fest und Türkischer Abend (seit 2004) Sing- und Musikschule Viele Kinder mit Migrationserfahrung nehmen am Unterricht in Percussion sowie in Saz in der Mittelschule „Auf der Schanz“ teil. 196 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK F Bürgerhaus Öffnung des Bürgerhauses zu einem Ort der interkulturellen Verständigung und Begegnung: aktuell elf Migrantengruppen und -vereine aktiv, von denen im Jahr 2011 373 Veranstaltungen in eigener Verantwortung durchgeführt wurden; Schwerpunkte: Theater, Musik, Bildung und Kultur sowie Förderung von Schülerinnen und Schülern Interkulturelle Öffnung aller weiteren Veranstaltungen im Bürgerhaus; Beispiele: ElternKind-Gruppen (auch pädagogisch begleitet sowie fremdsprachig), Angebote der Familienbildung, niederschwellige Treffpunkte Familiencafe und Neuruheständlertreff, Veranstaltungsreihe „Jung hilft Alt – Alt hilft Jung“, Qualifizierungen für Ehrenamtliche Netzwerktreffen aller Kulturvereine mit Migrationshintergrund, die zum sozialen und kulturellen Programm des Bürgerhauses beitragen Mitwirkung des Bürgerhauses bei der Veranstaltungsreihe „Die Welt ist bunt“ Kurs „Fremdsprache speziell für Migranten“ durch Freiwilligendienstleistende aller Generationen (FdAG) Qualifizierungsreihe für Migrantenvereine und deren Mitglieder in Kooperation mit vhs und Migrationsbeirat Kulturfeste für alle im Bürgerhaus aktiven Gruppen, dabei Schwerpunkt auf Vereine mit Migrationshintergrund (ca. im zweijährigen Wechsel) Förderung und Unterstützung der Banater Seniorengemeinschaft mit 195 Mitgliedern Bewerbungstraining in Kooperation mit Aktivsenioren für Schüler der Mittelschule „Auf der Schanz“ Pädagogische Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund durch im Bürgerhaus ausgebildete Lese-, Sprach- und Bildungspaten; aktuell 10 Paten sowie 15 Patenkinder und -jugendliche an der Grund- und Mittelschule „Auf der Schanz“ in Kooperation mit der Jugendsozialarbeit der Caritas, mit Museen, Stadtmuseum, Stadtarchiv und wissenschaftliche Bibliothek Museen Sammlung, Aufbewahrung, Auswertung und Ausstellen von Überlieferungsmedien zur Entwicklung des Ingolstädter Raumes; darin auch die Geschichte der Migration im Raum Ingolstadt, beginnend bei den Römern über die Völkerwanderung vieler germanischer Stämme und die Migration aus religiösen und politischen Gründen seit dem 16. Jahrhundert bis zu den Flüchtlingen und Vertriebenen nach 1945. Dokumentation von Veränderungen der Bevölkerungsstruktur aus historischer Perspektive in Kooperation mit Vertretern der verschiedenen Gruppen mit Migrationshintergrund, z. B. der Aufarbeitung der Geschichte sog. Gastarbeiter und ihrer Integration in Ingolstadt Zweisprachige Ausstellungen, z. B. serbische Festungen entlang der Donau Fremdsprachige Führungen im Stadtmuseum, im Deutschen Medizinhistorischen Museum und Lechner Museum 197 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Ausstellung „Mit Sinn und Verstand. Eine Ausstellung für Christa Habrich“ im Medizinhistorischen Museum mit Audioguide in den vier Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Neugriechisch Theater Integrationstheaterprojekt für Frauen von Frauen mit dem Titel „Heimat“ (Regie: Ingrid Cannonier), Spielzeit 2011/12 (initiiert und realisiert durch Teilnehmerinnen aus dem vhs „Mama lernt Deutsch“-Kurs) Jugendkultursommer 2012 (Regie: David Williams) Jugendamt Kooperationsmodell „Vorkurskonzept 240“ - Kooperationsmodell zwischen Grundschule und Kindergarten zur Deutschförderung von Vorschulkindern, insbesondere für Kinder, deren beide Elternteile fremdsprachiger Herkunft sind sowie als Ergänzung und Unterstützung der Tätigkeit von pädagogischen Fachkräften in den Kindertageseinrichtungen im Bereich der sprachlichen Bildung Mütterinitiativen - Fortbildung von Multiplikatorinnen mit Migrationshintergrund und guten Deutschkenntnissen zur ehrenamtlichen Unterstützung von Familien mit Migrationshintergrund, vor allem im Bereich der Kindererziehung und Integration Aufbau einer Straßenfußball-Liga „Kick-IN“ durch die mobile Jugendarbeit Nordost und Süd, um die Integration und Partizipation von jungen sportbegeisterten Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern Schwerpunkt-Kitas „Sprache und Integration“ - Die Offensive „Frühe Chancen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht den Spracherwerb als Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und als Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf und richtet sich an Einrichtungen, die auch Kinder unter drei Jahren betreuen, vor allem an Kitas, die überdurchschnittlich häufig von Kindern mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial benachteiligten Familien besucht werden. In Ingolstadt haben vom 01.07.2011 bis 31.07.2012 die Kita „Am Nordpark“ und vom 01.10.2011 bis 31.08.2012 die Kita „Mariengarten“ teilgenommen Jugendsozialarbeit an Schulen - An insgesamt 14 Grund-, Mittel- und Berufsschulen in Ingolstadt unterstützen JugendsozialarbeiterInnen junge Menschen bei der sozialen und beruflichen Integration 198 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK F Referat V Gesundheitsamt Fachliche Begleitung des bundesweiten MIMI-Projekts (Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Deutschland), dabei regelmäßige Unterstützung durch Fachreferate, Redigieren diverser MIMI-Informationsbroschüren, Einspeisung eigener Daten in die MIMI-Statistiken und Teilnahme an überregionalen MIMI-Konferenzen, seit 2008. Initiierung von Gesprächsgruppen zur Suchtprävention für suchtgefährdete Aussiedler in den Stadtquartieren der Sozialen Stadt und dort jährlich eine Informationsveranstaltung zu „Sucht und Führerschein“ (seit 2007) Fachliches Mentoring bei einem Russisch sprechenden Mitarbeiter der „Sozialen Stadt“, der regelmäßig aufsuchende Suchtprävention bei Jugendlichen betreibt (seit 2007) Initiierung der Gründung und regelmäßige Begleitung des Mädchentreffs innerhalb der Gruppe „Deutsche Jugendliche aus Russland“ Mitarbeit in den Arbeitsgruppen „Integration und Gesundheit“ im Rahmen der Entwicklung eines „integrierten Handlungskonzepts für Soziales und Bildung“ Konzentrierung sowohl von langfristigen als auch von punktuellen gesundheitsfördernden oder suchtpräventiven Projekten auf Schulen mit über 50 % Migrantenanteil, auf soziale Stadtteiltreffs, das muslimische Wohnheim an der Hindenburgstraße, die Moschee an der Manisastraße und die evangelische Aussiedlerarbeit Beschaffung und Einsatz fremdsprachiger Unterlagen, Fragebögen, Informationsflyer, etc. für alle zentralen Tätigkeitsbereiche des Gesundheitsamtes, wie etwa Schuleingangsuntersuchungen, Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz, für die Schwangerenberatung, die Suchtberatung, die allgemeine Gesundheitsberatung etc. Veröffentlichung der eigenen Informationsbroschüre zum suchtpräventiven Angebot in Ingolstadt auch in Russisch und Türkisch Anschaffung und Einsatz eines Bildwörterbuchs zur Überwindung von Sprachbarrieren Begleitender Einsatz einer Rumänisch-Dolmetscherin bei der aufsuchenden Beratung zu sexuell übertragbaren Infektionen in diversen Clubs Unterstützung der sozialpädiatrischen Forschung des entsprechenden Instituts der Universität München und des LGL durch Erhebung von Daten zu Rauchgewohnheiten, um Umgang mit UV-Strahlung oder zu Mundhygiene bei Migranten im Rahmen der Tätigkeit des Gesundheitsamts als Gesundheitsmonitoring-Einheit Amt für Soziales Förderung kultursensibler Pflege und Sterbebegleitung im Rahmen von Vorträgen und kollegialem Austausch bei der FQA (vormals Heimaufsicht) Förderung der Aussiedlerarbeit und Asylantenbetreuung der Caritas und Einrichtung eines runden Tisches „Asyl“ 199 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Auflegen einer Broschüre zum Umgang mit Demenzkranken in 4 Sprachen Nutzung von Fragebögen zur Förderung neuer Wohnformen in verschiedenen Sprachen Jobcenter Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von SGB II-Leistungsberechtigten mit Migrationshintergrund als lokales Ziel zwischen Trägerversammlung und Geschäftsführer des Jobcenters vereinbart (2006 und 2007) Vertreterin des Migrationsrates ist Mitglied des Beirates des Jobcenters und berät insbesondere zur Arbeitsmarktpolitik für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund (seit 2011) Stärkung der berufsbezogenen Sprachkompetenz für SGB II-Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund (ESF-BAMF-Programm) (seit 2008) Arbeitsgelegenheiten („1€-Jobs“) mit begleitendem Deutschunterricht (2005 – 2011) Projekt „Kul – Komm und lern!“ zum Nachholen des Schulabschlusses für junge Leute mit Migrationshintergrund (2006 – 2010) Von der Förderung der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen profitierten ganz überwiegend junge Menschen mit Migrationshintergrund (seit 2005) „Plan B“ unterstützt und fördert arbeits- und ausbildungsmarktferne junge Menschen mit Migrationshintergrund (seit 2007) Das Beschäftigungsprojekt „QuiK-Service“ hilft jungen Menschen mit mehreren Vermittlungshemmnissen – über 70 % der Teilnehmer/-innen mit Migrationshintergrund (seit 2007) Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung fördert aus dem Arbeitsmarktfond junge Menschen mit Migrationshintergrund im Projekt AQUA – „Aktiv in Qualifizierung und Ausbildung“ (2008 – 2010) Zahlreiche junge Migranten sind am ESF-Programm „IdA – Integration durch Austausch“ beteiligt und lernen über moveINeurope Beschäftigungsprojekte in Litauen, Spanien, Portugal und Italien kennen Verschiedene Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung wurden speziell für Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund konzipiert und enthielten Sprachmodule (2006 – 2012) Maßnahme zur Förderung der interkulturellen Kompetenz für ältere Leistungsberechtigte, insbesondere Frauen, im Projekt Perspektive 50plus (2010 – 2011) Erhebung zum Migrationshintergrund der SGB II-Leistungsberechtigten (seit 2012) 200 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK F Referat VI Der Ausbau der Kinderbetreuung schreitet weiter voran, dabei erhalten durch die Ämter des Referats auch neue Träger, etwa der Verein Atlantik, zum Bau interkultureller Kindertagesstätten notwendige Unterstützungsleistungen. Für neu einreisende Personen im Asylverfahren werden durch das Hochbauamt notwendige Wohnräume geplant bzw. angemietet. Referat VII Stadtplanungsamt Strukturierung und vorbereitende Untersuchungen von Projekten in der „Sozialen Stadt“, dazu erste planerische Überlegungen zur sozialen Infrastruktur und zu Aktivitäten für Integration und Identifikation Inhaltliche Entwicklung und Koordinierung „Netzwerk Integration“ und Projektsteuerung „Soziale Stadt“ Baubegleitung in Kooperation mit weiteren Fachämtern von öffentlichen Grünflächen und öffentlichen Plätzen als Treffpunkte und Orte der Begegnung (Spielpark Nordwest, Spirale der Völkerfreundschaft, Spielplätze am Corelliweg, Piustreff und Pionierhölzl, Anlage von Stadtteilplätzen und Wohnumfeldverbesserung). „Leharhof“, der Vorplatz der Schule an der Ungernederstraße und die Stadtteilbüros mit Stadtteiltreff sind weitere Projekte von Bedeutung. Planerischer Austausch auf europäischer Ebene und Teilnahme am European 11-Wettbewerb Bauland-Entwicklungsprogramm – kurzfristige Bereitstellung von Wohnbauflächen“ Soziale Stadt In Kooperation mit der Obersten Baubehörde Begleitung des JugendKulturSommers mit den Aufführungen „Elektras Traum“, „unbedingt! Antigone“, „Überflieger“, „Die Fremde und der König“ Netzwerkpartner und Projektentwickler für die BLSV-Projekte „Integration durch Sport“ Koordinierungsstelle für LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke (bis 2008) Projektfinanzierungen von „Mama lernt Deutsch“, interkultureller Nachbarschaftshilfen und Mütterinitiativen (bis 2011) 201 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Niedrigschwellige Beratungs- und Clearing-Angebote für alle Bewohnerinnen und Bewohner durch die Fachkräfte der Stadtteilbüros, teilweise in Kooperation mit Diakonie, Caritas, Sozialdienst Katholischer Frauen, den Integrationslotsen und Bezirksausschüssen Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für Familien mit (und ohne) Migrationshintergrund, teilweise in Kooperation mit VHS, Stadtbücherei, Pro Beschäftigung, Mütter- und Elterninitaitiven, Evangelische Aussiedlerarbeit (z.B. Mutter-Kind-Gruppen, div. Sprachangebote für Frauen, Hausaufgabenhilfe etc.) Förderung der Begegnung, der kulturellen Vielfalt und der Nachbarschaft durch jahreszeitliche Feste und Veranstaltungen Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in den Gebieten der „Sozialen Stadt“ (z.B. Verschönerung der Stadtteile, Arbeitskreis Rastbänke, Interkulturelle Gärten etc.) Kunstprojekte - „unbedingt! Antigone“ zum Jugendkulturtheater im Konradviertel – Poetryslam, Performance und Fahrradtour mit Abschlussveranstaltung vor der Fahrradwerkstatt mit Musik Zeichenseminare mit der Künstlerin Birgit Luxenburger „Zeichnen elementar“ (2009) Fotoaktion im Konradviertel von Thomas Neumaier (seit 2010) Aufstellen und Umsetzung des Fleißersteines am Donaustrand mit Ludwig Hauser (2011/2012) Bemalung der Unterführung in der Goethestraße mit „Künstler an die Schulen“ (2012) Gartenamt Zur Information und Integration unserer fremdsprachigen Mitbürger erfolgten Beschilderungen, soweit möglich, mit international verständlichen Piktogrammen, z.B. am neuen Donaustrand (2011) Beschilderungen werden jedoch auch mehrsprachig ausgeführt, z.B. Hinweistafeln im Spielpark Peyerl auf Deutsch, Türkisch und Russisch (seit 2010) In Zusammenarbeit mit dem kroatischen Kulturverein wird im Nordpark eine kroatische Kegelbahn für die Mitbürger des Stadtbezirks gebaut (2011) Pflege und Unterhalt des Türkischen Gartens und des Gartens aus Murska Sobota im Klenzepark als Erinnerungsorte und Beispiele für die Vielfalt der Kulturen Gartenamtsmitarbeiter trainieren Vorstellungsgespräche und Bewerbungssituationen mit Schülern der Don Bosco Schule und der Schule Auf der Schanz 202 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK F Beteiligungen und Gesellschaften der Stadt Ingolstadt IFG Ingolstadt AöR Die IFG leistet für Maßnahmen des Vereins Pro Beschäftigung e.V., insbesondere für Frauen, Schulsozialarbeit und für die Arbeitslosenberatungsstelle finanzielle Unterstützung. Die IFG ist Gesellschafter der in-arbeit GmbH und übernimmt für Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen den Verlustausgleich. in-arbeit GmbH Die in Kooperation mit dem städtischen Gartenamt angebotenen Bürgerarbeitsplätze werden in einem hohen Maße auch von Bürgern mit Migrationserfahrung belegt. Trotz der strengen Fördervoraussetzungen ist es durch die besondere Vielfalt der Projekte im Gartenamt möglich, Arbeitsabläufe und Arbeitsprozesse so zu gestalten, dass sie den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nahe kommen und dadurch mit Unterstützung der städtischen Mitarbeiter die Integration in den Arbeitsmarkt in hohem Maße fördern. Bildungs- und Kompetenzberatung von Mitbürgern mit Migrationshintergrund 2008 „arbeits- und berufsbezogener Sprachkurs der in-arbeit GmbH“ nach DIN EN ISO 9000:2001 sowie nach AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) zertifiziert; 2011 Re-Zertifizierung. Durchführung von Arbeitsgelegenheiten („1 €-Jobs“) mit begleitendem Deutschunterricht (2009 – 2011) Seit 2012 werden in Flyern von Bürgerarbeitsprojekten (z.B. Ingolstädter helfen Ingolstädtern, Energiesparhelfer, Mobilitätshelfer, Aktiv für schönes Wohnen) Informationen in russischer und türkischer Sprache beigefügt. Ingolstadt Tourismus- und Kongress GmbH Die ITK präsentiert sich auf internationalen Messen mehrsprachig und bietet Besuchern der Stadt Betreuung und Führungen in mehreren Sprachen. Zur Förderung des Dialogs mit den Kulturen werden Besichtigungen der Ingolstädter Moscheen angeboten. 203 F INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Klinikum Knapp 20 % der Klinikumsmitarbeiter sind nicht in Deutschland geboren; der höchste Anteil mit 47 % ist in den Wirtschaftsbetrieben, aber zunehmend auch bei den hochqualifizierten Fachkräften, wie z.B. im Ärztlichen Dienst (20 %) und im Pflegedienst (16 %) beschäftigt. Zur Akquise von Mitarbeitern aus dem Ausland wurde auf der Homepage des Klinikums eine eigene Seite mit einem Leitfaden für ausländische Bewerber eingerichtet. Kooperation mit der Universität Oradea in Rumänien mit praktischem Einsatz der Studenten im Klinikum mit dem Ziel einer Beschäftigung im Anschluss an das Studium Vergabe von Anerkennungspraktika an ausländische Interessenten und Gastärzte mit einem Angebot spezieller Deutschkurse für Ärzte. 68 Klinikumsmitarbeiter stellen sich als Dolmetscher zur Verfügung und helfen in 26 Sprachen weiter. Bereitstellung eines „Gebetsraumes“. Bereitstellung wichtiger Formulare, wie z.B. Aufklärungsbögen in verschiedenen Sprachen Sparkasse Die Anstrengungen, junge Menschen mit Migrationserfahrung für die Sparkasse zu gewinnen, haben sich gelohnt. Zwischen 2010 und 2012 konnte eine Steigerung des Anteils von 7,5 % auf 20 % erreicht werden. SWI-Freizeitanlagen Durchführung eines Frauenbadetags jeden ersten Montag im Monat im Hallenbad Mitte, der zu 90 % von Migrantinnen genutzt wird (seit 2005) Müllverwertungsanlage Das von der in-arbeit GmbH und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft initiierte interkulturelle Bürgerarbeitsprojekt, das sich um eine Verschönerung von Wohnanlagen und die Reduzierung von Abfall kümmert, wird von der MVA durch die Aktion „Faszination Müll“ fachlich begleitet. Ethisch-religiöse Essensgewohnheiten werden beim Angebot in der Cafeteria bei Besuchergruppen und Mitarbeitern berücksichtigt Ingolstädter Kommunalbetriebe, AöR Schulung von Bürgerarbeitern zu mehrsprachigen Abfallberatung in Wohnanlagen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Mehrsprachige Flyer zur Abfalltrennung und zur Verwendung der Wertstofftonnen für ein Pilotprojekt mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Dreisprachige Aufkleber für die Abfall- und Wertstofftonnen im Holsystem 204 INTEGRATION UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GmbH F Die Mietwohnungen der GWG werden je Hauseingang zur Hälfte von Mietern mit Migrationshintergrund belegt Die GWG gewährt der Evangelischen Aussiedlerarbeit finanzielle Unterstützung zur Durchführung des Internationalen Kindertheaters Die Jugendhütte an der Peisserstraße wurde gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Stadtteil und in Kooperation mit dem Jugendamt und der Mobilen Jugendarbeit erbaut (2003 - 2005) 205 EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN G 207 G EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Externe Organisationen – Kooperationen und Aktivitäten In der Stadt Ingolstadt existiert ein reichhaltiges Angebot an integrationspolitischen Maßnahmen und Projekten. Eine Vielzahl von Akteuren aus den unterschiedlichsten Bereichen ist in zahlreichen Handlungsfeldern tätig und gewährleistet ein umfangreiches, auf unterschiedlichste Zielgruppen ausgerichtetes, Angebot. Die im Folgenden genannten Organisationen bzw. Institutionen stellen lediglich eine Auswahl dar, die jederzeit um weitere Akteure ergänzt werden kann. Die Kooperation mit diesen Einrichtungen und deren Unterstützung sind der Stadt Ingolstadt ein großes Anliegen. Diakonisches Werk Ingolstadt Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) Die Migrationsberatung ist vor allem für neu zuwandernde Menschen mit Migrationshintergrund grundsätzlich in den ersten drei Jahren nach ihrer Einreise und für seit längerem in Deutschland lebende Menschen mit Integrationsbedarf zuständig – insbesondere während der Teilnahme an Integrationskursen oder in schwierigen Lebenslagen (Krisenintervention) zuständig. Die Zielsetzung ist es, den Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund und ihrer Familienangehörigen zu stärken, um einerseits die Teilhabechancen in wichtigen Lebensbereichen und andererseits die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erhöhen. Durch ein zeitlich befristetes (grundsätzlich maximal dreijähriges) bedarfsorientiertes migrationsspezifisches Erstberatungsangebot sollen die Migranten zu selbstständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigt werden. Die Migrationsberatung hat den Auftrag, die Integration von Zuwanderern individuell zu begleiten und zu fördern. Migranten, die erst seit kurzem in Deutschland leben, müssen sich zunächst in einem für sie fremden Land und einem ungewohnten Umfeld zurecht finden. Dabei tauchen naturgemäß viele Fragen auf. Die MBE ist erster Ansprechpartner vor Ort und hilft bei den ersten Schritten. Das Erlernen der deutschen Sprache, das schrittweise Kennenlernen des neuen Lebensumfeldes, die Organisation des Alltags und die Bemühungen um einen möglichst zeitnahen Einstieg in Arbeit und Beruf stehen dabei im Vordergrund. Konkret bietet das Diakonische Werk dazu folgende Hilfestellungen an: • Information zu Sprachkursen, Schuleinschreibung, Wohnungssuche und vielen anderen alltagspraktischen Dingen • Beratung zu Sozialleistungen und Unterstützung bei deren Inanspruchnahme • Hilfe bei der Anerkennung von Zeugnissen und Berufsabschlüssen, beim Verfassen von Bewerbungen und bei Arbeitssuche • Begleitung zu Ämtern und Behörden • Anleitung und Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und beim Verfassen von Schreiben • Klären von ausländerrechtlichen Fragestellungen Migrantinnen und Migranten, die schon länger als drei Jahre in Deutschland leben, wenden sich an die MBE, wenn sie in schwierigen Lebenslagen mit Situationen und Problemen konfrontiert werden, die sie selbst nicht bewältigen können. 208 EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Das Angebot dazu: • Allgemeine Lebensberatung • Psychosoziale Beratung und Begleitung in unterschiedlichsten Lebenssituationen • Krisenintervention bei psychischen, wirtschaftlichen und sonstigen Notlagen • Vermittlung in spezialisierte Beratungs- und Hilfsangebote • Reduzierung und Aufarbeitung vorhandener Integrationsdefizite G Die Beratung ist kostenlos und offen für alle, unabhängig von Religion und Nationalität. Das Diakonische Werk unterliegt der Schweigepflicht. Die Migrationsberatung des Diakonisches Werkes Ingolstadt setzt sich seit vielen Jahren für die Interessen von Migranten ein und steht neu zugewanderten Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Die tägliche Beratungsarbeit und Begleitung in der MBE ist ein grundlegender und unerlässlicher Beitrag zur Integration von Zuwanderern in unserer Gesellschaft. Caritas-Kreisstelle Ingolstadt Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) Deutschland hat sich von einem „Gastarbeiterland“ zu einem gesteuerten Zuwanderungsland entwickelt. Vor über 30 Jahren betreute die Caritas-Kreisstelle Ingolstadt bereits ausländische Arbeitnehmer aus Jugoslawien. In den 80er Jahren kamen die Fachberatungsstellen für Asylbewerber und Aussiedler hinzu. Nachdem das neue Zuwanderungsgesetz im Jahre 2005 in Kraft getreten war, wurde aus den verschiedensten Diensten für Migranten die Fachberatungsstelle Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) neu hervorgebracht. Die Migrationsberatung der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt steht allen erwachsenen Frauen und Männern ab dem 27. Lebensjahr offen. Es werden überwiegend Neuzuwanderer in den ersten drei Jahren bei der fachlichen Integration unterstützt. Des Weiteren werden Menschen beraten, die bereits über diesen Zeitraum hinaus in Deutschland sind und einen Integrationskurs besuchen. Auch steht die Fachberatungsstelle ehemaligen Klienten offen, die eine Krisenintervention benötigen. Das Ziel der Migrationsberatung ist es, den Integrationsprozess des Einzelnen zu initiieren, zu steuern und zu begleiten. Die zentrale Aufgabe bei der Zielerreichung ist die Betreuung von MigrantInnen und deren Vermittlung in die Integrationskurse. Die CaritasKreisstelle stellt neben dem Sprachkurs ein ergänzendes, selbstständiges Integrationsangebot dar und begleiten intensiv Neuzuwanderer in Bezug auf ihre Lebensplanung, ihre Alltagsbewältigung und ihre beruflichen Perspektiven in Deutschland. Die bedarfsorientierte Einzelfallbegleitung, Case-Management genannt, ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Oft sind die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse und Anforderungen für viele Neuankömmlinge nur mit professioneller Hilfe zu meistern. In der Beratung sondieren wir die unterschiedlichen Ressourcen und unterstützen MigrantenInnen bei der Förderung ihrer Fähigkeiten. Diese individuelle Begleitung ist eine entscheidende Grundlage für einen erfolgreichen Integrationsprozess. Besonders im Rahmen der Sprachkursvermittlung arbeiten wir eng mit den Integrationskursträgern, dem Bundesamt für Migration und anderen Behörden zusammen. Häufig ist ein Netz von verschiedenen professionellen Helfern auf unterschiedlichen Ebenen tätig. Die Beratungs- und Begleitungsarbeit dient vor allem dazu, dass der Klient seine Aufgaben in Zukunft eigenständig wahrnehmen kann. Neuankömmlinge in Deutschland brauchen bei folgenden Themen Informationen, Orientierung und Unterstützung: • Spracherwerb durch Integrationskursteilnahme und andere niederschwellige Sprachkursangebote (z.B. „Mama lernt Deutsch“ von der VHS) 209 G EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN • • • • • • • • • • • deutsches Ausbildungswesen Anerkennung des Schulabschlusses und/oder Berufsanerkennung Überblick über die sozialen Leistungen und deren Antragsvoraussetzungen Aufenthaltsgesetze und Fragen zum Aufenthaltsstatus Wohnen in Deutschland: Wohnungssuche, Mietrecht, Abrechnungen Kinder und Familie: Schwangerschaftsberatung, Mutterschutz, Kindergeld, Elterngeld bayerisches Schulsystem, Kindertagesstätten Gesundheit: Krankenversicherung, Behinderung, Vorsorge und Pflegegeld Probleme der Integration: Fragen zur Identität, deutsche Lebensgewohnheiten und das soziale Leben in Deutschland Anschluss an die deutsche Bevölkerung: Nachbarschaft, Schule und andere Möglichkeiten (z.B. Vereine, Ehrenamt) sowie bei unterschiedlichen Problemen in allen anderen Lebensbereichen Durch eine Vielzahl von angegliederten internen Fachberatungsstellen, wie u.a. die Schuldnerberatung, Suchtberatung, Frauenhaus und Jugendsozialarbeit an Schulen, kann bei Bedarf eine rasche Weitervermittlung gewährleistet werden. Materielle Hilfen werden nach Bedarfsprüfung von der Caritas-Kleiderkammer sowie dem Caritas-Gebrauchtwarenmarkt geleistet. Zusätzlich wirkt der Migrationsdienst auf städtischer Ebene im Migrationrat mit und ist mit regelmäßigen Sprechzeiten in allen drei Stadtteilbüros vertreten. Caritas leistet bereits 20 Jahre Asylberatung in Ingolstadt. Im Jahr 2007 wurde die letzte Gemeinschaftsunterkunft in der Haenlinstraße 1 geschlossen. Seit 2011 kommen erneut Asylsuchende und Flüchtlinge nach Ingolstadt. Inzwischen sind etwa 170 Menschen aus Krisengebieten von der Stadt Ingolstadt in dezentralen Wohnungen untergebracht. Seit dem 15.2.2013 hat die Caritas-Kreisstelle Ingolstadt erneut den Auftrag bekommen, in einer Vollzeitstelle die Fachberatung für Asylsuchende wieder zu errichten. Somit konnte ein weiterer Teil des Migrationsdienstes fachlich ausgebaut werden. Der Migrationsdienst der Caritas leistet mit seinem sozialpädagogischen Betreuungs- und Beratungsangebot einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen der Integration von Neuzuwanderern. Integration findet täglich statt, und der Erfolg hängt sowohl von der Bereitschaft des Zugewanderten ab sich zu integrieren wie auch von der Aufnahmebereitschaft der deutschen Gesellschaft. 210 EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN G Freiwilligenagentur Ingolstadt Jobpaten Mittelschüler der 8. Klasse sollen mit Unterstützung erfahrener Paten aus der Wirtschaft fit für die Arbeitswelt gemacht werden. Dabei geht es nicht so sehr um die Beantwortung fachlicher Fragen wie sie bereits in Bewerbungsseminaren und von den Berufsberatern vorgenommen wird, sondern um konkrete individuelle Begleitung und um Berichte aus der Arbeitswelt. Gründe für das Projekt: Viele Jugendliche haben selbst in der Abschlussklasse keine klare Vorstellung, welche Lehrstelle sie anstreben und noch keinerlei Bewerbungsunterlagen; bei vielen fehlen konkrete Vorstellungen, welche fachlichen und sozialen Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung notwendig sind. Jugendliche haben oft Schwierigkeiten, die in Bewerbungsseminaren erworbenen Kenntnisse direkt auf ihre Lehrstellen-/Praktikumssuche anzuwenden. Eltern sind oft überfordert, Lehrer und Berufsberater können sich nicht die erforderliche Zeit nehmen; als Folge hängen die Jugendlichen „in der Luft“. In Gesprächen mit den Schulen sowie mit ausbildenden Betrieben wurde deutlich, dass die „betroffenen“ Jugendlichen vor allem die Zeitspende der Paten dringend benötigen, das bedeutet, den Jugendlichen das Gefühl zu geben, dass sich jemand um sie kümmert, ihnen zuhört, aber ihnen auch Grenzen und klare Linien vorgibt und sie bei der Lehrstellensuche motiviert und antreibt. Je mehr arbeitslose Jugendliche ohne Aussicht auf eine Lehrstelle – d.h. ohne Perspektive – unsere Gesellschaft hat, desto eher entstehen soziales Konfliktpotenzial und soziale Kosten. Zudem liegt die Arbeits- und Innovationskraft der Jugendlichen für unsere Gesellschaft brach. Ablauf des Projekts: Um frühzeitig anzusetzen, werden Mittelschüler in der 8. Klasse angesprochen. Die Jugendlichen können sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt melden. Die Jugendlichen unterschreiben eine Vereinbarung, im Rahmen derer sie sich verpflichten pünktlich und zuverlässig zu den Treffen zu erscheinen. Wer mehrmals unentschuldigt fehlt, darf an dem Projekt nicht mehr teilnehmen. Wer zu einem Termin nicht erscheint, hat kein Anrecht auf einen Ersatztermin. Auf die Einhaltung dieser Regeln achtet die Projektleitung. Eine Informationsveranstaltung für die Paten wird zusammen mit den Lehrern und Berufsberatern durchgeführt, um ein Bild von der Situation der Jugendlichen zu vermitteln und Fragen zu beantworten. Anschließend findet ein Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen von Jugendlichen und Paten statt. Die Projektleitung trifft eine Vorauswahl, basierend auf ähnlichen Interessen und wenn möglich, fachlicher Ausrichtung. Die Paten-Schüler-Paare treffen sich zweimal und entscheiden dann, ob sie das Projekt in dieser Konstellation fortsetzen oder wechseln wollen. 211 G EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Die Paten entscheiden selbst über ihren zeitlichen Einsatz und den Umfang ihres Engagements; dabei können sie in Abstimmung mit dem Patenkind flexibel agieren. Durchschnittlich beträgt der Zeitaufwand ca. 2 Stunden wöchentlich. Bei der Agentur für Arbeit gibt es einen festen Ansprechpartner, an den man sich bei Problemen oder Fragen wenden kann. Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Klassenleitern, der Schulsozialarbeiterin und der Berufsberatung, auf deren Erfahrung die Paten auch jederzeit zurückgreifen können. Es wird kein starres Schema vorgegeben, die Agentur hält jedoch inhaltliche Orientierungshilfen und einen Leitfaden bereit. Erfahrungsgemäß lässt sich die Begleitung inhaltlich in drei Blöcke aufteilen: 1) 2) 3) Orientierung / Berufsfindung a) Was will ich werden und was muss ich dabei beachten? b) Welche Praktika helfen mir dabei? Welche Noten muss ich verbessern? c) Was gibt es auf dem Markt? (Infos werden für die Paten bereitgestellt) d) Sind meine Erwartungen – falls vorhanden – mit den Realitäten auf dem Lehrstellenmarkt vereinbar? e) Unterstützung bei der Praktikumsplatzsuche f) Auswertung bereits absolvierter Praktika Bewerbung und Begleitung beim Verfassen der individuellen Bewerbungen a) Erstellung von Unterlagen b) Check der Bewerbungsunterlagen, die die Jugendlichen erstellt haben c) Tipps für Bewerbungsgespräche, Rollenspiele d) Ggf. Bewerbungstraining für Praktika und Lehrstelle e) Auswertung der Bewerbungsgespräche Begleitung beim Berufseinstieg a) Verständnis für die neue Situation aufbringen, zum Durchhalten ermutigen auch bei Anfangsschwierigkeiten b) Berichtsheft zeigen lassen, etc. Parallel mitlaufend: Leistungsmotivation, Noten/Zeugnisse prüfen, Hefte zeigen lassen, zum Besuch von Nachhilfestunden motivieren, Ansprechpartner für Probleme sein Projektstatistik im Schuljahr 2011/2012 In der Phase I starteten insgesamt 14 Schüler, davon haben 6 Schüler aus unterschiedlichsten Gründen (mangelnde Motivation, Eltern entzogen das Einverständnis, Wegzug etc.) vorzeitig diese Phase beendet und sind aus dem Projekt ausgeschieden. In die Phase II wechselten 15 Schüler. 1 Schüler beendete diese Phase vorzeitig wegen mangelnder Motivation. Für 7 Schüler endete diese Phase mit einem Ausbildungsvertrag, weitere 5 Schüler wollen die Mittlere Reife erlangen, 1 Schüler wiederholt die Klasse und 1 Schüler wechselt ins Berufsvorbereitungsjahr. In die Phase III konnten 9 Schüler wechseln. Davon haben 6 Schüler die Probezeit erfolgreich bestanden. 212 EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Lesekinder G Bei dem Projekt Lesekinder gehen Mittelschüler der 5. Klasse, oft mit Migrationshintergrund, in einen Kindergarten aus dem jeweiligen Schulsprengel, um den Kindern auf Deutsch Märchen und andere Geschichten vorzulesen. Für die Lesekinder stehen Lesementoren als Projektbegleitung zur Verfügung, die den Mittelschülern bei Bücherauswahl, Vorlese-Stunden und regelmäßigen Treffen beratend zur Seite stehen. Die Großen lernen, Verantwortung zu übernehmen, die Scheu vor dem Vortrag vor einer Gruppe abzulegen, darauf zu achten, ob ihr Gegenüber sie versteht, gegebenenfalls darauf zu reagieren und hilfsbereit zu sein. Sie können, indem sie sich ihren Text zuerst erarbeiten und dann noch einmal Anderen vorlesen, ihre eigenen Sprachkenntnisse verbessern, was besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund hilfreich ist. Ein gegenseitiges Kennenlernen, Verstehen und Weitergeben von Erfahrungen ist neben der sprachlichen Förderung ein weiterer Aspekt dieses Projektes. Die Kinder lernen durch dieses Projekt Hilfe zur Selbsthilfe: Eigenes Können und auch Wissen wird an die Kleineren wie selbstverständlich weitergegeben. Die Kleinen erleben dies und werden später wiederum Jüngeren helfen. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt durch die Erfahrung, selbst viel bewirken zu können. Alle beteiligten Kinder lernen so früh den wichtigen Bereich des freiwilligen Engagements durch eigenes Tun und Erleben kennen. Sie werden umso leichter immer wieder darauf zurückgreifen. Die Kleinen erleben die Großen als Vorbilder. Denn es sind nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, die über das Zuhören die deutsche Sprache üben und spielerisch Freude an Geschichten und Büchern gewinnen. Projekterfolge im Überblick: • Freude am Lesen, Hilfe zur Selbsthilfe • Sprachkenntnisse verbessern • Gegenseitiges Kennen und Verstehen lernen • Erweiterte Konzentrationsfähigkeit • Anregung der Phantasie und Vorstellungskraft • Selbstbewusstsein stärken • Scheu vor dem Auftreten vor einer Gruppe ablegen Das Projekt wird seit dem Schuljahr 2011/2012 an zwei Mittelschulen (Herschelstraße und Maximilianstraße) mit 7 Kindergärten durchgeführt. Beteiligt sind insgesamt 29 Schüler, etwa 100 Kindergartenkinder und 7 Lesementoren. Die Schüler verbessern sich nach Auskunft der Lehrer im Lesen und im Wortschatz. 213 G EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Modul Ingolstadt Expertise ngolstadt Expertise Unsere Stadt entwickelt sich mit hoher Dynamik. Im Stadtrat werden wichtige EntStadt entwickelt sich mitgetroffen. hoherAlsDynamik. scheidungen Bürger, der Im mitwirken möchte, sollte mangetroffen. in der Lage sein, werden wichtige Entscheidungen Als die Positionen der unterschiedlichen Gruper mitwirken möchte, sollte man in der Lage pen nachzuvollziehen und selbst eigene Positionen Meinungen der unterschiedlichen Gruppen einzubringen. In unserem Modul llziehen undwerden selbst eigene fürMeinungen das Basiswissen ein besseres Verständnis der Stadtpolitik vermittelt.das Die gen. In unserem Modul werden jungen Menschen erhalten so wertvolle Insen für ein besseres Verständnis der formationen, die sie wiederum an Freunde bzw. Bekannte weiterkommunizieren können. ik vermittelt. Ein Diegesteigertes jungen Menschen erhalten so an wertvolle Informationen, die sie Selbstwertgefühl und Freude Kommunikation sind weitere positive an FreundeFolgen bzw. aus Bekannte dem Projekt. weiterkommunizieren können. Ein gesteigertes rtgefühl und Freude an Kommunikation sind weitere positive Folgen aus dem Das Ganze funktioniert über ein sogenanntes „Mentoren-System“. Die Mentoren kümmern sich um einzelne Themen und stellen die hierfür erforderlichen Kontakte zu verantwortlichen Personen aus Politik und Wirtschaft her. Die Schüler werden von den Mentoren beerhalten dementsprechend Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen. Als ze funktioniertgleitet überundein sogenanntes „Mentoren-System“. Die Mentoren kümmern Gesprächspartner stellten sich bisher u.a. Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann, Frau inzelne Themen und stellen die hierfür erforderlichen Kontakte zu verantwortlichen Stadtbaurätin Renate Presslein-Lehle, Stadträtin Angela Wegener-Hüssen und weitere aus Politik und Wirtschaft her. Die Schüler werden von den Mentoren begleitet Personen in verantwortlichen Positionen von großen Unternehmen bzw. Institutionen zur alten dementsprechend Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen. Als Verfügung. spartner stellten sich bisher u.a. Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann, Frau Projekt „Ingolstadt Expertise“ unterAngela der Leitung von Prof. Jean-Pol Martin undweitere seiner ätin Renate Das Presslein-Lehle, Stadträtin Wegener-Hüssen und Mitarbeiterin Mojgan Haji Faraji, fördert die politische Teilhabe von Zuwanderern. in verantwortlichen Positionen vonBürger großen Unternehmen bzw. Institutionen zur Ziel des Projektes ist es, alle – insbesondere mit Migrationshintergrund – stärker g. am politischen Leben zu beteiligen. Dazu ist es förderlich, Basiswissen über die Stadt und ihre politischen Strukturen zu besitzen. Je mehr man über die Stadt, in der man lebt desto stärker wächst die Identifikation mit ihr und der Wunsch, an ihrer Entwicklung „Ingolstadt weiß, Expertise“ fördert die politische Teilhabe von Zuwanderern. mitzuwirken. ekt Projektes ist es, alle Bürger – insbesondere mit Migrationshintergrund – stärker am n Leben zu beteiligen. Dazu ist Expertise“ es förderlich, überInnerhalb die Stadt undZeitihre Das Projekt „Ingolstadt ist auf 5Basiswissen Samstage angelegt. dieses raums werden 5 Themen behandelt, die für die Stadt Ingolstadt von großer Bedeutung n Strukturen zu besitzen. Je mehr man über die Stadt, in der man lebt weiß, desto sind. Das Modul gliedert sich in 5 Bausteine: ächst die Identifikation mit ihr und der Wunsch, an ihrer Entwicklung mitzuwirken. • Geschichte der Stadt Ingolstadt • Bedeutung und Entwicklung der Audi AG • Bedeutung und Entwicklung der Ölraffinerien: kt „Ingolstadt Expertise“ ist auf 5 Samstage angelegt.Bayernoil Innerhalb dieses • Stadtentwicklung am Beispiel des Gießereigeländes Themen behandelt, die für die Stadt Ingolstadt von großer Bedeutung • Teilnahmemöglichkeiten der Bürger an kommunalen Entscheidungen, dert sich in 5 Bausteine: z.B. Besuch einer Stadtratssitzung Zeitraums sind. Das hichte der Stadt Ingolstadt Die Teilnehmer utung und Entwicklung derrecherchieren Audi AG selbstständig in Teams zu den genannten Themen und stellen die Ergebnisse im Rahmen derBayernoil Modultreffen vor. Bei erfolgreicher Mitarbeit erhalten utung und Entwicklung der Ölraffinerien: die Teilnehmer Zertifikate, die sie u.a. dazu berechtigen, später als Tutoren und Multiplikaentwicklung am Beispiel des Gießereigeländes toren mitzuwirken. hmemöglichkeiten der Bürger an kommunalen Entscheidungen, z.B. Besuch einer atssitzung Bisher haben sich insgesamt 16 Schüler in den beiden bereits durchgeführten Projektrunden gemeldet und das Projekt mittlerweile erfolgreich beendet. hmer recherchieren selbstständig zu den genannten Themen undder stellen Die Jugendlichen berichtenin vonTeams ihren Erfahrungen aus diesem Projekt und teilen Öffentlichkeit was sie daraus gelernt habenerfolgreicher und wie es in Zukunft weitergehen wird. die nisse im Rahmen dermit,Modultreffen vor. Bei Mitarbeit erhalten r Zertifikate, die sie u.a. dazu berechtigen, später als Tutoren und Multiplikatoren en. 214 ben sich insgesamt 16 Schüler in den beiden bereits durchgeführten Projektrunden EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Eine Reise in die Muttersprache G Die Muttersprache und die Kultur des Heimatlandes sind ein wesentlicher Teil der Identität unserer Kinder. Die Kinder sollten mit ihr das Grundwissen sammeln, das sie brauchen, um sich in der Welt zurechtzufinden und um die zweite Sprache lernen und anwenden zu können. Viele der 4- bis 6-jährigen Kinder haben leider nur einen geringen Wortschatz und kennen kaum Lieder, kulturspezifische Geschichten und Verse in ihrer Muttersprache. Gerade für den Erwerb der Zweitsprache ist das Beherrschen der Muttersprache so wichtig. Sprechen und Lesen in der Muttersprache wird das Erlernen des Deutschen keineswegs behindern – im Gegenteil, wer seine eigene Muttersprache gut kann, wird sich mit Deutsch-Lernen viel leichter tun. Mit dem Leseprojekt „Muttersprachliches Vorlesen – Eine Reise in die Muttersprache“ (Türkisch / Russisch) sollen die Kinder in ihrer Kommunikationsfähigkeit unterstützt werden. In einer Gruppe mit ca. 10 Kindern werden von muttersprachlichen Lesepaten spielerisch Geschichten vorgelesen und Lieder gesungen. Das Angebot ist kostenlos. In der Erprobungsphase nahmen von Mai bis Juli 2012 in der Stadtbücherei etwa je 5 Kinder an dem Projekt teil. Es wurde ab Oktober in der Stadtbücherei wieder aufgenommen. 2013 soll es auf verschiedene Kindergärten ausgedehnt werden. 215 G EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Evangelische Aussiedlerarbeit Der Förderkreis für Evangelische Jugendarbeit e.V., gegründet im Jahre 1981, ist seit 1998 Träger der Evangelischen Aussiedlerarbeit. Seit diesem Zeitpunkt unterstützt er durch Projekte, Gruppen und Veranstaltungen die vielfältigen Aufgabengebiete der Evangelischen Aussiedlerarbeit. Vor etwa zehn Jahren wurde die Zielgruppe der Aussiedlerarbeit auf die Gruppe der Migranten in Ingolstadt insgesamt erweitert. Neben den o. a. Tätigkeitsfeldern übernahm die Evangelische Aussiedlerarbeit ab 2008 auch ergänzende Stadtteilarbeit für die Quartiere der „Sozialen Stadt“ in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Stadtteiltreff. Schwerpunkt ist dabei das Piusviertel und hier vorrangig das Gebiet südlich der Richard-Wagner-Straße. Nachfolgend werden die Integrationsaufgaben des Förderkreises für Evangelische Jugendarbeit e.V. vorgestellt. Projekte Cantina International Das Projekt „Cantina International“ ist eine Qualifizierungsmaßnahme für langzeitarbeitslose BürgerInnen im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft. Es wurden bisher insgesamt 6 Kurse mit insgesamt 54 TeilnehmerInnen erfolgreich durchgeführt. Die Vermittlungsquote liegt bei ca. 60%. Ferner wurden bis heute über 80 Caterings durchgeführt. Seit November 2011 wird die Küche in dem neu errichteten Stadtteiltreff Pius betrieben. Dort werden derzeit täglich ca. 450 Essen für Schulen und Kindergärten gekocht: GS Ungernederstraße, Montessori Schule, KIGA Weichering, KIGA Hundszell, KIGA Münster. Derzeit werden 3 Personen zu Koch/Köchin und Beikoch/Beiköchin ausgebildet. Die Küche ist bei der IHK Bayern als Ausbildungsbetrieb eingetragen. Weitere Ausbildungsplätze sind im Entstehen. Um die Nachhaltigkeit der Arbeit zu gewährleisten, wurde eine gemeinnützige GmbH „arbeit+leben Ingolstadt gGmbH“ gegründet. Diese hat ab 01.01.2012 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Gesellschaft hat die Küche im Stadtteiltreff Nordwest gepachtet und beschäftigt sowohl Auszubildende wie auch einen Küchenmeister, einen hauswirtschaftlichen Leiter und weitere 6 bis 8 Personen. Somit ist die gGmbH ein echter Arbeitgeber im Piusviertel. Viele der Beschäftigten stammen selbst aus dem Stadtteil. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund ist überdurchschnittlich hoch. Somit konnte „Cantina International“ nahtlos fortgesetzt werden. INES – ein Ingolstädter Netzwerk für Erziehungs- und Sozialkompetenz Das Projekt „INES – ein Ingolstädter Netzwerk für Erziehungs- und Sozialkompetenz“ endete am 30.11.2012. Die Prüfung durch das BAMF bescheinigte dem Projekt sehr gute Arbeit geleistet zu haben. 1 € für Bildung „1 € für Bildung“, ein eigenfinanziertes Projekt, das bereits seit zwei Jahren in allen Stadtteilquartieren stattfindet, setzt die Arbeit von INES fort. Dabei handelt es sich um ein offenes Angebot. Mann kann Das Projekt „Mann kann“ wurde am 30.09.2012 beendet. Es handelte sich um ein Angebot, das Jugendliche mit einfachen handwerklichen Arbeiten vertraut machen soll. Auch hier bescheinigte das BAMF, dass eine gute bis sehr gute Arbeit geleistet wurde. Die GWG hat sich bereit erklärt, im Bereich der Permoserstraße und dem Gebiet südlich der Richard- Wagner-Straße Arbeitsaufträge zu vergeben, um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern. 216 EXTERNE ORGANISATIONEN – KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN Theaterprojekt INKI Seit 7 Jahren wird zusammen mit der Grundschule an der Ungernederstraße das dreisprachige Theaterprojekt INKI durchgeführt. Höhepunkt ist der jährliche Auftritt vor den Eltern in der Schule und eine Aufführung bei der Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Kulturtage in der VHS. G Weitere Projekte Ebenso sind der Förderkreis resp. die Evangelische Aussiedlerarbeit an den Projekten „Mitternachtssport“ im Piusviertel, Mama lernt Deutsch, Biberbau, MachMIT und am Theaterprojekt „Heimat“ beteiligt. Gruppen Rapgruppe Einer Gruppe von Jugendlichen wurde ein Raum zur Verfügung gestellt, der als Tonstudio eingerichtet wurde. Die Jugendlichen machen Musik und treten bei Stadtteilfesten und den Internationalen Kulturtagen regelmäßig auf. Offener Jugendtreff Die Betreuung eines Offenen Jugendtreffs an der Permoserstraße 67 findet weiterhin statt. Durch dieses Angebot werden ca. 40 Jugendliche erreicht. Die meisten kommen aus der Permosersiedlung und dem Piusviertel (überwiegend südlich der Richard-Wagner-Straße). Kindercafe Das Kindercafe findet jede Woche freitags statt. Es existiert ohne Unterbrechung seit über fünfzehn Jahren. Im Jahr 2012 wurde von zwei Studentinnen der Sozialpädagogik der KU Eichstätt-Ingolstadt ein neues Konzept erarbeitet und wird zwischenzeitlich umgesetzt. Kurse und Gruppen im Gemeinschaftshaus Permoserstraße Chor, Klavierunterricht, Tanzgruppen (Kreistänze, Griechische Tänze, Ungarische Tänze), Kochkurse, Seniorengruppe, Frauenfrühstück Veranstaltungen Last Minute Börse Die Last Minute Börse ist eine Initiative des Integrationsbeauftragten. Das Angebot wird von den Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sehr gut angenommen. Die Welt ist bunt – Ingolstadt international Im Vorbereitungskreis der Internationalen Kulturtage „Die Welt ist bunt – Ingolstadt international“ ist der Förderkreis seit vielen Jahren vertreten. Jedes Jahr werden mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Kulturtage im Bereich der Permosersiedlung und dem Einzugsgebiet der „Sozialen Stadt“ südlich der Richard-Wagner-Straße angeboten. Sommerfest Es wird jedes Jahr ein Sommerfest in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Aussiedlerarbeit, dem Nachbarschaftsverein Permoserstraße, dem Aussiedlerforum Ingolstadt und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland durchgeführt. 217 G KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN VON EXTERNEN ORGANISATIONEN Weitere Angebote Es werden Initiativen und Vereine vor Ort mit Rat und Tat unterstützt: Nachbarschaft Permoserstraße e.V., Aussiedlerforum Ingolstadt e.V., Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Bund der Vertriebenen, Moscheevereine u. a. Weitere Veranstaltungen, die in Eigenverantwortung oder in Kooperation durchgeführt wurden: • Das jährliche Adventssingen des Chores der Singenden Herzen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. im Pfarrheim St. Pius • Die Nikolausfeier für Kinder der Montessorischule in Zusammenarbeit mit der o. a. Landsmannschaft und dem Aussiedlerforum e.V. • Eine Kick IN Straßenfußball-Liga • Herbsttanz beim Labyrinth im Klenzepark • „Mein Weihnachtswunsch“ mit Round Table (Bedürftige Kinder schreiben ihre Wunschzettel) • Make a Difference-Day (MADD) - Eine Stadtrallye mit den Wirtschaftsjunioren Ingolstadt • Der Freiwilligentag der AUDI AG Netzwerke und Kooperationen • • • • Es findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff im Piusviertel, mit den Stadtteiltreffs Konrad- und Augustinviertel sowie der Integrationslotsin statt Weitere Netzwerkpartner sind: Netz für Kinder / Schulen / Jugendtreffs / Pfarreien / Wohnungsbaugesellschaften / Kontaktbeamte der Polizei / Migrationsrat / Jugendmigrationsdienst / Lebenshilfe / Sportvereine / Bürgerinitiativen / Mobile Jugendarbeit / Schulsozialarbeit Teilnahme an: Kommission „Soziale Stadt“, AK Jugend, AK Vernetzung, Workshop, Runder Tisch Pius, Migrationsforum, Migrationsrat, Tag der Menschenrechte u. a. Das Migrationsforum wurde von der Evangelischen Aussiedlerarbeit gegründet und wird nach wie vor von ihr verantwortet und im Gemeinschaftshaus an der Permoserstraße durchgeführt Beratungsangebote Es besteht ein Beratungsangebot (Jugendmigrationsdienst, Migrationsberatung Erwachsene) für die Bewohner südlich der Richard-Wagner-Straße. Im Zeitraum vom 01.01.2012 bis 30.10.2012 fanden über 115 Beratungen (Personen aus dem genannten Gebiet) statt. Etwa 97% waren Personen mit Migrationshintergrund. Beraten wurde zu 45% in der Muttersprache der Klienten (Russisch, Türkisch). Häufigste Anliegen dabei waren: • • • • • Wohnung / Lebensqualität Soziale Leistungen Zeugnisanerkennung / Schule / Beruf / Ausbildung Ausländerrecht /Statusfragen Wirtschaftliche Fragen / Verschuldung Der Jugendmigrationsdienst, der ebenfalls unter der Trägerschaft des Förderkreises steht, bietet auch in anderen Stadtteilquartieren Sprechstunden an. 218 KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN VON EXTERNEN ORGANISATIONEN Unterstützt wird auch die Bewohnerinitiative für die Errichtung eines Jugendtreffs im Piusviertel (Richard-Strauß-Straße / Permoserstraße). G Interkulturelles Training für unterschiedliche Kulturkreise • • • • Vortrag zum Thema „Altwerden in Deutschland“ Mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Projekte „MiMi“ und „Elterntalk“ Themenabende zu verschiedenen Ländern: Mongolei, Armenien, Sibirien, Iran, Ukraine/Krim Angebote von Studien- und Begegnungsreisen in die vorgenannten Länder Jugendmigrationsdienst Die Jugendmigrationsdienste (JMD) werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Zielgruppe besteht aus Zuwanderinnen und Zuwanderern bis zum 27. Lebensjahr. Die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund ist ein wichtiger Baustein der Kinder- und Jugendpolitik des BMFSFJ. Als Bestandteil des Kinder- und Jugendplans und der Initiative JUGEND STÄRKEN versteht sich die Integrationspolitik des BMFSFJ als Motor zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit und Verbesserung der Rahmenbedingungen und Zugangschancen von jungen Migrantinnen und Migranten, insbesondere an der Nahtstelle Schule / Ausbildung / Beruf. Die Einrichtungen beteiligen sich aktiv an der Vernetzung der Angebote für Jugendliche in den Sozialräumen und der interkulturellen Öffnung der Einrichtungen und Dienste in sozialen Handlungsfeldern. Als Teil der Jugendhilfe zielen die JMD auf Vermeidung bzw. Ausgleich von individuellen Benachteiligungen ab und tragen dazu bei, das Recht aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund auf umfassende Teilhabe und Chancengerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen. Als Angebot der Jugendsozialarbeit kooperieren sie mit anderen relevanten Diensten und Einrichtungen und nehmen für diese eine Anlauf-, Koordinierungs- und Vermittlungsfunktion im Hinblick auf die Zielgruppe junger Menschen mit Migrationshintergrund wahr. Der JMD Ingolstadt existiert seit Dezember 2007 in Trägerschaft des Förderkreises für Evangelische Jugendarbeit e.V. unter dem Dach des Diakonischen Werkes Bayern. In Ingolstadt setzt der JMD die Aufgaben und Ziele des bundesweiten Programms der Jugendmigrationsdienste bisher mit den Schwerpunkten Beratung, Bildung und interkulturelle Öffnung um. Zu unseren täglichen Aufgaben gehören das Führen von Beratungsgesprächen für junge Menschen mit Migrationshintergrund und das Erstellen von Integrationsplänen für Jugendliche mit Mehrfachproblematiken. Hierbei werden wir oft mit Themen aus Schule, Berufsausbildung und Elternhaus konfrontiert. Der Aufenthaltsstatus und der Besuch von Sprachkursen ist den KlientInnen ebenfalls immer ein Anliegen. Außerdem nehmen wir regelmäßig an Gremien und Arbeitskreisen zum Thema Integration und Jugendarbeit im gesamten Stadtgebiet teil und beteiligen uns aktiv mit unterschiedlichen Beiträgen. 219 G KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN VON EXTERNEN ORGANISATIONEN Der JMD ermöglicht Freiwilligenarbeit in Freizeit- und Sportgruppen, aber auch in der Theater-, Umwelt- und Bildungsarbeit. Diese Aktivitäten setzen umfangreiche und nachhaltige Netzwerkarbeit unter dem Aspekt der interkulturellen Öffnung aller voraus. Aus der praxisbezogenen Arbeit sind folgende mehrjährige Projekte entstanden. Diese Projekte wurden vom Jugendmigrationsdienst konzipiert und mit Netzwerkpartnern durchgeführt: INES ist das Multiplikatorenprojekt „Ingolstadt Netzwerk für Erziehungs- und Sozialkompetenz“. In den Jahren 2009 bis 2012 ist es gelungen, ein vielschichtiges System zur Unterstützung von Chancengerechtigkeit im Bereich Bildung und Erziehung für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund zu etablieren. Das ebenfalls BAMF-geförderte Projekt „Mann kann“ hat es sich zum Ziel gesetzt, jungen Männern die Möglichkeit einer Tagesstruktur und der sozialen sowie beruflichen Orientierung im Alltag zu ermöglichen. In diesem Fall wurde Teilhabe ganz praktisch umgesetzt, indem die Jugendlichen Aufträge im ganzen Stadtgebiet erhielten und für die verschiedensten Institutionen unter fachlicher Anleitung in die Realität umsetzten. Ein Beispiel hierfür ist der Bau des KOKI Symbols. „Mach mit“ ist ein durch den Bayerischen Jugendring gefördertes Projekt zur Aktivierung von Kindern und Jugendlichen, sowohl im Freizeit- wie auch im ehrenamtlichen Bereich. Aufgrund unterschiedlichster Veranstaltungen in Kooperation mit der „Sozialen Stadt“ Augustinviertel und der Jugendarbeit der Diakonie konnten junge Menschen u. a. für Themen wie Planung und Bau einer Freizeitanlage, Freiwillige Feuerwehr, Theater, Klettern und Sport, Tanzen und Lernen begeistert werden. Vielfältige und kurzfristig angelegte Kurse und Kursreihen machen es dem Jugendmigrationsdienst möglich, flexibel auf aktuell entstehende Bedarfe in der Jugendarbeit zu reagieren. Die Inhalte zielen darauf ab, soziale und gesellschaftliche Integration zeitnah nach der Zuwanderung nach Deutschland zu gestalten. Als wichtigen Beitrag gelungener Integration sind wir Partner von Jugendsprachkursen und Aktionen der Stadt Ingolstadt, als Beispiel wären die Last-Minute-Börse und die 220 KOOPERATIONEN UND AKTIVITÄTEN VON EXTERNEN ORGANISATIONEN G 221 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG H 223 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Ausblick und Zusammenfassung Der vorliegende Integrationsbericht liefert einen umfassenden qualitativen und quantitativen Überblick über ausgewählte Handlungsfelder, die sowohl aus statistischer als auch aus fachlicher Sicht interpretiert bzw. kommentiert wurden. Mit dem vorliegenden Bericht legt die Stadt Ingolstadt die Grundlage für ein regelmäßiges Monitoring, wobei die im Integrationsbericht genannten Indikatoren bereits die Basis dafür darstellen. Die verwendeten Zahlen umfassen generell sämtliche Entwicklungen bis zum Ende des Jahres 2011; soweit es die Datenlage zuließ, wurden auch aktuellere Zahlen verwendet. Als generelles Unterscheidungskriterium wurde das Vorliegen eines „Migrationshintergrundes“ herangezogen, nur in einigen Fällen wurde die deutsche bzw. ausländische Staatsangehörigkeit als Differenzierungsmerkmal gewählt. Der Begriff „Migrationshintergrund“ ist ein rein statistischer, auf die jeweilige Erhebung bezogener Begriff, der herangezogen wurde, um einen standardisierten Begriff zu verwenden, dem eine festgelegte Definition zugrunde liegt. Der Begriff gewährleistet die Vergleichbarkeit von Daten unterschiedlicher Herkunft. Es ist allen Beteiligten bewusst, dass ein Migrationshintergrund nicht automatisch einen Integrationsbedarf impliziert. Die Einwohner der Stadt Ingolstadt weisen einen hohen Grad an Diversität auf, was sich auch in dem hohen Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund widerspiegelt. Rund 40 % der Ingolstädter Bevölkerung verfügen über einen Migrationshintergrund, d.h. diese Einwohner haben eine eigene Migrationserfahrung oder leiten diesen von mindestens einem Elternteil mit Migrationserfahrung ab. Rund 14 % der Ingolstädter Bevölkerung besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit, das entspricht einer absoluten Anzahl von 17 500 Personen. Die Mehrheit der Personen mit Migrationshintergrund verfügt über die deutsche Staatsangehörigkeit. Die größte Gruppe der Migranten bilden mit rund 22 000 Personen (18 %) die Aussiedler. Die Gruppe der deutschen Staatsangehörigen, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erworben hat oder nach der Optionsregelung des Staatsangehörigkeitsgesetzes mit Geburt erhält, besteht aus rund 9 000 Personen. Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Ingolstadt sind Menschen mit meist familiärem Migrationshintergrund, dagegen besitzen über zwei Drittel der Einwohner über 65 Jahren keinen Migrationshintergrund. Die Geburtenziffer liegt bei ausländischen Frauen mit 1,74 Kindern je ausländischer Frau höher als bei deutschen Frauen mit 1,31 Kindern. Folglich gibt es bei ausländischen Familien mit einem Anteil von 12,3 % mehr kinderreiche Haushalte (Haushalte mit über 3 Kindern) als bei deutschen Familien mit 4 %. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit kommt aus Ländern der Europäischen Union. Türkische Staatsangehörige machen einen Anteil von 28 % und Staatsangehörige eines Nachfolgestaats des ehemaligen Jugoslawien einen Anteil von 19 % aus. Betrachtet man alle Menschen mit Migrationshintergrund, so kommen viele aus Ländern der Europäischen Union (insgesamt 42 %). Fast ein Viertel der Migranten ist aus Staaten der GUS zugewandert. Der Anteil türkischstämmiger Migranten liegt bei 16 %. Ingolstadt hat einen positiven Wanderungssaldo – die Zahl der Zuzüge bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Seit Anfang 2011 steigt die Zahl der ausländischen Zuwanderer aus den ost- und südosteuropäischen Ländern, insbesondere Polen, Rumänien, Bulgarien und Griechenland deutlich an. 224 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Über zwei Drittel der Aussiedler lebt bereits länger als 10 Jahre in Ingolstadt. Bei der Gruppe der Ausländer ist es knapp die Hälfte, die auf eine längere Wohndauer zurückschauen kann. H Fast drei Viertel der ausländischen Bevölkerung (einschließlich der EU-Bürger) verfügt über einen ausländerrechtlich gefestigten Aufenthalt. Anhand verschiedener Handlungsfelder wird im Integrationsbericht der Stand der lokalen Integrationsarbeit dargestellt und analysiert. Aufbauend auf dieser Analyse werden sowohl eingeleitete als auch künftige integrative Maßnahmen vorgestellt. Die hierzu erarbeiteten Indikatoren dienen dazu, den Zielerreichungsgrad dieser Maßnahmen zu messen. Folgende Themenbereiche werden im Integrationsbericht aufgezeigt: Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung sind bedeutend für den Schulerfolg der Kinder, in deren Familien nicht Deutsch gesprochen wird, damit gezielte Maßnahmen der Sprachund Frühförderung zur Integration dieser Kinder beitragen. Die Betreuungsquote bei Kindern im Alter von 3 bis unter 6 Jahren ist seit dem Jahr 2009 von 83 % auf 91 % im Jahr 2011 gestiegen. Knapp die Hälfte der betreuten Kinder dieser Altersgruppe hat einen familiären Migrationshintergrund. Auch die Gruppe der betreuten Kinder aus Familien, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, hat in den letzten Jahren kontinuierlich um fast 25 % zugenommen. Bei den betreuten Kinder unter 3 Jahren ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund seit dem Jahr 2009 von 9,4 % auf 11,4 % im Jahr 2011 gestiegen, er ist aber gegenüber den Kindern ohne Migrationshintergrund derselben Altersgruppe vergleichsweise niedrig. Spracherwerb Die Verständigung in der deutschen Sprache sowie ihre Beherrschung in Wort und Schrift eröffnen die Teilnahme an den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, wie z.B. dem Bildungssystem und dem Arbeitsmarkt, und damit die gesellschaftliche Integration. Der Spracherwerb wird zum einen schon sehr früh in den Kindergärten durch Projektarbeit („Hören-Lauschen-Lernen“) und durch das Angebot von Vorkursen Deutsch für Vorschulkinder, die Defizite in der Sprachbeherrschung aufweisen, gefördert. In den vergangenen vier Jahren haben knapp zwei Drittel der Kinder in Kinderbetreuung, in deren Familie nicht Deutsch gesprochen wird, einen Vorkurs besucht. Zum anderen tragen die seit dem Jahr 2005 mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes angebotenen Integrationskurse dazu bei, Ausländern und Aussiedlern durch das Erlernen der deutschen Sprache und durch die Einführung in die Lebensverhältnisse in Deutschland die Integration zu erleichtern. Verschiedene Institutionen in Ingolstadt bieten diese Kurse an, die von der ausländischen Bevölkerung, wie steigende Teilnehmerzahlen zeigen, gut angenommen werden. Auch die städtischen Einrichtungen, die Volkshochschule und die Stadtbücherei, fördern durch gezielte Sprachkurse bzw. ein breites Angebot an fremdsprachigen Medien und an Medien zu „Deutsch als Fremdsprache“ die Eingliederungsbemühungen von Migranten. 225 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Schule, Ausbildung und Studium Die Integrationschancen hängen maßgeblich vom Erfolg der schulischen Bildung und der beruflichen Qualifikation ab. Fast zwei Drittel aller ausländischen Schüler besuchten in Ingolstadt im Schuljahr 2011/2012 in der siebten Klasse eine Mittelschule. Jeder zweite deutsche Schüler war an einem Gymnasium, bei den ausländischen Schülern war es lediglich jeder Fünfte. Die häufigsten Schulabschlüsse bei den deutschen Schülern sind mittlere und höhere Abschlüsse, bei den ausländischen Schülern der Hauptschulabschluss. Über 9 % der ausländischen Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, während dieser Anteil bei deutschen Schülern lediglich bei 3 % liegt. Die Tendenz zu höherwertigen Abschlüssen an beruflichen Schulen ist sowohl bei deutschen als auch ausländischen Absolventen festzustellen. Die Schulabschlüsse von ausländischen Schülern haben sich insgesamt verbessert, es gibt aber noch viel Potenzial nach oben. Knapp ein Viertel aller ausländischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Berufsbildungsalter von 15 bis unter 25 Jahren absolvierten im Schuljahr 2011/2012 eine berufliche Ausbildung im Berufsbildungssystem. Insbesondere im dualen Ausbildungssystem sind ausländische Jugendliche, vor allem junge Männer, noch nicht ausreichend integriert. Während deutsche Schüler einen beruflichen Bildungsgang zu rund 80 % erfolgreich beenden, gelingt dies nur rund 57 % der ausländischen Schüler. Am Hochschulstandort Ingolstadt hat sich der Anteil ausländischer Studierender deutlich erhöht. Es gibt auch immer mehr ausländische Hochqualifizierte am Arbeitsort Ingolstadt. Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung Einen wichtigen Stellenwert bei der Integration hat das Handlungsfeld Erwerbstätigkeit und Arbeit, zumal ein Arbeitsplatz Auswirkungen auf die persönlichen Lebensverhältnisse und auf soziale Beziehungen des Einzelnen hat. Es ergeben sich aber auch Potenziale für die Fachkräftesicherung des lokalen Arbeitsmarktes. Die Beschäftigtenquote der ausländischen Wohnbevölkerung im Alter zwischen 15 und 65 Jahren liegt bei 44 %, die der ausländischen Männer bei rund 55 %. Die Beschäftigtenquote ausländischer Frauen ist noch relativ niedrig (etwa 32% der ausländischen Frauen im Alter von 15 – 65 Jahren sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt). Insgesamt ist jedoch zu beobachten, dass Frauen zunehmend in Beschäftigung kommen. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist seit 2009 um rund ein Drittel zurückgegangen. Insgesamt ist in Ingolstadt sowohl bei den deutschen als auch bei den ausländischen Erwerbspersonen eine sehr geringe Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Knapp ein Viertel der insgesamt rund 2 300 Arbeitslosen in der Stadt Ingolstadt hat keine deutsche Staatsangehörigkeit. Bezogen auf alle Erwerbspersonen sind das 3,2% (bzw. 5,7% der ausländischen Erwerbspersonen). 226 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG H Gesundheit Um eine bessere Nutzung bestehender Angebote im Gesundheitsbereich zu gewährleisten, muss man dafür Sorge tragen, dass entsprechende Leistungen (z.B. Früherkennungsuntersuchungen) von Migranten zur Kenntnis und von diesen vermehrt in Anspruch genommen werden. Ziel ist es, die Eigenverantwortung für die Gesundheit zu erhöhen. Dies kann durch gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit sowie durch Gesundheitsprojekte erreicht werden. Wohnsituation Die Anteile der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind in den Stadtbezirken, die die Gebiete der „Sozialen Stadt“ umfassen, höher als in den übrigen Stadtbezirken. Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ hat mit der Förderung von städtebaulichen Maßnahmen und Integrationsprojekten, die vor Ort in den Quartieren der „Sozialen Stadt“ umgesetzt werden, dazu beigetragen, die Wohnsituation und Wohnqualität und somit die lokale Integration der Migranten zu verbessern. Interkulturelle Öffnung Verschiedene gesellschaftliche und öffentliche Bereiche wie religiöse Gruppen und auch Ämter, Gesellschaften und Beteiligungen der Stadt Ingolstadt, befinden sich auf dem Weg, sich den Kulturen zu öffnen, um gegenseitig bestehende Vorurteile und mögliche Benachteiligungen abzubauen. So bemüht sich der von der Volkshochschule initiierte „Christlich-islamische Dialog“, Verständigung und Toleranz zwischen den Religionen und Kulturen zu fördern. Die Stadt unternimmt große Anstrengungen, die Chancengleichheit in der Beschäftigung und Ausbildung umzusetzen und durch Weiterbildungsmaßnahmen die Mitarbeiter für die interkulturelle Öffnung zu sensibilisieren. Asylbewerber und Flüchtlinge Die Zahl der Asylsuchenden ist im Laufe des Jahres 2012 deutlich angestiegen. Ende des Jahres 2012 lebten in Ingolstadt 154 Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern wie Afghanistan, Syrien, Nigeria und Irak in Ingolstadt, um hier den Ausgang ihres Asylverfahrens abzuwarten. Die Unterbringung und Betreuung dieser Menschen stellt die Stadt Ingolstadt vor große Herausforderungen. So lebten in Ingolstadt im Jahr 2011 insgesamt 432 Menschen, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Asylberechtigte anerkannt wurden, denen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde oder denen aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen der Aufenthalt gewährt worden ist. 227 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Nachwort wissenschaftliche Begleitung Der Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt hat mich damit beauftragt, die Erstellung des ersten Ingolstädter Integrationsberichts wissenschaftlich zu begleiten. In Ingolstadt war man auf der Suche nach wissenschaftlicher Expertise und Unterstützung bei der Erstellung des Integrationsberichts. Im Rahmen dieser Unterstützung wurden folgende Aufgabenschwerpunkte gesetzt: • • • • • • • • Gewährleistung eines wissenschaftlich fundierten Aufbaus mit einer entsprechenden Gliederung Unterstützung bei der Auswahl der Handlungsfelder Interpretation und Bewertung des vorhandenen Zahlenmaterials aus wissenschaftlicher Sicht Prüfung und Plausibilitätsbeurteilung der vorgelegten Statistiken Vorschläge für ergänzende Analysen und deren grafische Umsetzung Vorlage von Handlungsvorschlägen für die zukünftige Integrationsarbeit Unterstützung bei der Aufbereitung der Ziele und der zielführenden Maßnahmen Formulierung von einzelnen Textabschnitten Es ist zu begrüßen, dass Ingolstadt ein indikatorengestütztes Berichtswesen zur Integration vorlegt. Das Monitoring dokumentiert den Stand der Integration und zeigt erfolgreiche Entwicklungen der Vergangenheit auf. Die Integrationsberichterstattung hat auch eine strategische Funktion. Sie hilft, Ressourcen und Problembereiche zu erkennen, um die Integrationsmaßnahmen zielgerichtet darauf auszurichten. In meiner langjährigen Forschungstätigkeit im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und als Referatsleiterin für Empirische Sozialforschung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe ich eine umfassende Expertise im Bereich der Migration und Integration erlangt. Ein Schwerpunkt waren dabei groß angelegte Umfragen, z.B. die „Repräsentativbefragung ausgewählter Migrantengruppen“, das „Integrationspanel“ und die Studien „Zuwanderung und Integration von (Spät-)Aussiedlern“, „Muslimisches Leben in Deutschland“ und „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“. Unter meinen Zuständigkeitsbereich fiel auch der jährliche Migrationsbericht der Bundesregierung. Daneben wurde der Integrationsreport erstellt, eine detaillierte Analyse und indikatorengestützte Darstellung der Integration. Mit den Möglichkeiten und Grenzen amtlicher Daten befasste ich mich im Rahmen unterschiedlicher Gremien, wie der Arbeitsgruppe „Qualität in der Migrationsstatistik“ des Statistischen Bundesamtes, als Expertin für den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, als Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Demographie und in der Enquetekommission „Migration und Integration in Hessen“. Eine aktuelle Referenz ist das vom Europäischen Integrationsfonds geförderte Projekt „Integrationsbericht und Integrationskonzept für Regensburg“ in enger Zusammenarbeit mit der Integrationsstelle Regensburg. Der Integrationsbericht für Ingolstadt sollte neben einem rein statistischen Monitoring auch zusätzlich Integrationsziele und Integrationsmaßnahmen beinhalten. Eine Verzahnung dieser unterschiedlichen Thematiken wurde über die Gliederungsebene der Handlungsfelder erreicht. Bei der wissenschaftlichen Begleitung waren Franziska Pohl und Matthias Vernim involviert. Franziska Pohl formulierte Einleitungstexte zu den Handlungsfeldern und unterstützte bei der Betrachtung von Handlungszielen und Projektmaßnahmen. Sie brachte dabei ihre Erfahrung mit der Erarbeitung von kommunalen Integrationskonzepten in einer Reihe von Städten mit. Synergien ergaben sich aus der Arbeit am Integrationsbericht der Stadt 228 Bei der wissenschaftlichen Begleitung waren Franziska Pohl und Matthias Vernim involviert. Franziska Pohl formulierte Einleitungstexte denZUSAMMENFASSUNG Handlungsfeldern und AUSBLICKzu UND unterstützte bei der Betrachtung von Handlungszielen und Projektmaßnahmen. Sie brachte dabei ihre Erfahrung mit der Erarbeitung von kommunalen Integrationskonzepten in Einbeziehung einer Reihe von mit. Synergien ergaben sich aus derInteRegensburg durch die vonStädten Matthias Vernim, der sich auf kommunales Arbeit am Integrationsbericht der Stadt Regensburg durch die Einbeziehung grationsmonitoring und Auswertung von amtlichen Statistiken spezialisiert hat. von Matthias Vernim, der sich auf kommunales Integrationsmonitoring und Auswertung von amtlichen Statistiken hat.ihren Integrationsbericht in kurzer Zeit vorzulegen. Von Die Stadt Ingolstadtspezialisiert beabsichtigte H der Effektivität, mit der die Mitarbeiter der Stadtverwaltung dabei vorgingen konnte ich Die Stadt Ingolstadt beabsichtigte ihren Integrationsbericht in kurzer Zeit vorzulegen. mich überzeugen. Die Projektarbeit war äußerst konstruktiv. Im Rahmen der wissenschaftVon der Effektivität, mit der die Mitarbeiter der Stadtverwaltung dabei vorgingen konnte lichen Begleitung fanden in zweiwöchigem Rhythmus Projektsitzungen statt. Hierbei wurich mich überzeugen. Die Projektarbeit war äußerst konstruktiv. Im Rahmen der de offen diskutiert und intensiv zusammengearbeitet. wissenschaftlichen Begleitung fanden in zweiwöchigem Rhythmus Projektsitzungen statt. Hierbei wurde offen diskutiert und intensiv zusammengearbeitet. Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Form der Begleitforschung ist gelungen. Inhaltlich wurde darauf dieser geachtet, möglichst viele Form Handlungsfelder und Integrationsaspekte zu beDas Ergebnis ungewöhnlichen der Begleitforschung ist gelungen. trachten. Hierbei sollten Potenziale der Migration herausgearbeitet und die Integration Inhaltlich wurde darauf geachtet, möglichst viele Handlungsfelder und unter einem ressourcenorientierten Gesichtspunkt werden. Beider der Erstellung Integrationsaspekte zu betrachten. Hierbei betrachtet sollten Potenziale Migration des gesamten Berichts wissenschaftliche berücksichtigt. Der statistische herausgearbeitet und wurden die Integration unter einemGrundsätze ressourcenorientierten Gesichtspunkt Teil beruht auf dem der Forschung im Bereich des Integrationsmonitoring. Die verbetrachtet werden. BeiStand der Erstellung des gesamten Berichts wurden wissenschaftliche fügbaren Datenquellen wurden möglichst detailliert dokumentiert, wobei auch die DatenGrundsätze berücksichtigt. Der statistische Teil beruht auf dem Stand der Forschung qualität bewertet wurde. im Bereich des Integrationsmonitoring. Die verfügbaren Datenquellen wurden möglichst detailliert dokumentiert, wobei auch die Datenqualität bewertet wurde. Sofern die Daten verfügbar waren, wurde Ingolstadt mit anderen Städten in Bayern verSofern die Impulse Daten verfügbar waren, Ingolstadt mitRegensburg anderen Städten glichen. aus der Arbeit amwurde Integrationsbericht flosseninmitBayern ein - aber verglichen. Impulse aus der Arbeit am Integrationsbericht Regensburg flossen mit auch umgekehrt waren die Analysen aus der Kommunalstatistik innovativ. Fürein andere aber auchdie umgekehrt waren die Analysen aus der Kommunalstatistik Für Städte, noch keinen Integrationsbericht haben, kann diese Auswahlinnovativ. Vorbildcharakter andere Städte, die noch keinen Integrationsbericht haben, kann diese Auswahl annehmen. Vorbildcharakter annehmen. Der Bericht enthält auch Zukunftsvisionen – es wird sich zeigen, inwieweit die Ziele in den Der Bericht enthält auch Zukunftsvisionen – eskonnten. wird sich zeigen, inwieweit die Ziele in einzelnen Handlungsfeldern erreicht werden den einzelnen Handlungsfeldern erreicht werden konnten. Überraschend war der hohe Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in Ingolstadt. Überraschend der hohe Anteil an mit Migrationshintergrund in vielen Ingolstadt. Ingolstadt istwar insofern Vorreiter für Personen die demographische Entwicklung in Städten Ingolstadt ist insofern Vorreiter für die demographische Entwicklung in vielen Städten Deutschlands, besonders bei fortwährendem Zuzug aus dem In- und Ausland. Deutschlands, besonders bei fortwährendem Zuzug aus dem In- und Ausland. Gerade vor diesem Hintergrund hat der Integrationsbericht für Ingolstadt eine besondere Gerade vor diesem Hintergrund hat der Integrationsbericht für Ingolstadt eine Bedeutung für die Stadtentwicklung. Ich freue mich sehr,mich daran mitgewirkt zu haben und besondere Bedeutung für die Stadtentwicklung. Ich freue sehr, daran mitgewirkt Integrationsmonitoring und Integrationsbericht auch zukünftig weitergeführt zuhoffe, habendass und hoffe, dass Integrationsmonitoring und Integrationsbericht auch zukünftig werden. weitergeführt werden. freundlichen Grüßen MitMit freundlichen Grüßen Prof. Sonja Haug Prof. Dr.Dr. Sonja Haug Professorin Empirische Sozialforschung / Sozialinformatik Professorin fürfür Empirische Sozialforschung / Sozialinformatik 220 Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 29 – 22.03.2013 229 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Beteiligte Personen Beteiligte Personen Übersicht über die beteiligten Personen. DieDie folgende Übersicht enthält die am Integrationsbericht beteiligten Mitarbeiterinnen und folgenden Übersicht enthält die am Integrationsbericht beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ingolstadtund und im Rahmen des christlich-islamischen Mitarbeiter derStadt Stadt Ingolstadt diedie im Rahmen des christlich-islamischen Dialogs Dialogs beauftragten Personen Reihenfolge. beauftragten Personenin in alphabetischer alphabetischer Reihenfolge. Unser Dank gebührtden dennamentlich namentlich genannten Personen undund selbstverständlich auch allen Unser Dank gebührt genannten Personen selbstverständlich auch aldie die an der Erstellung des Berichts in irgendeiner Art und Weise len weiteren weiterenMitwirkenden, Mitwirkenden, an der Erstellung des Berichts in irgendeiner Art und Weise beteiligt waren. beteiligt waren. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gleichstellungsstelle Personalamt Straßenverkehrsamt Quartiersmanagement Bittlmayer Christoph Augustin-Viertel Blaschke, Daniela Heilig-Geist-Spital X Böhm, Ludwig Referat V Bordon-Kornke, Anita Gesundheitsamt Braun, Inge Behindertenbeauftragte X X Braun, Leonhard Referat OB/ZV Braun, Monika Hauptamt X X Bürkl, Maria Schulverwaltungsamt X Chase, Helmut Referat III Diepold, Martin Amt für Sport und Freizeit Drescher, Christoph Christlich-Islamischer Dialog Einödshofer, Christine Amt für Soziales Engelhardt, Evi Gesundheitsamt X X Engert, Gabriel Referat IV Ferstl, Peter Bürgerhaus X Fischer, Isfried Jobcenter Freihart, Stefan Amt für StaatsangehörigkeitsX u. Ausländerangelegenheiten Geistbeck, Martin Christlich-Islamischer Dialog Gerbl, Wilhelm Personalamt von der Grün, Gerhard Straßenverkehrsamt X X Gumplinger, Ingrid Referat OB/ZV Gutmann, Josef Kulturamt Heiß, Otto Rechnungsprüfungsamt Herrmann, Thomas Peter-Steuart-Haus X X Karmann, Maro Jugendamt Kertesz, Wanda Jobcenter 222 Kirchmayer, Thomas Christlich-Islamischer Dialog Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 32 – 04.02.2013 Knill-Dashtgerd, Roswitha Steuerungsunterstützung X X Köhler, Jürgen Referat IV X Koller, Karl Bürgeramt Kraus, Ulrich Statistik und Stadtforschung X X Achtner, Gerti Athes, Gerhard Aubele, Ralph Kroneck, Franz Lachmund, Ulrich Lösel, Dr. Christian Lukas, Claus 230 Mang, Anton Marx-Teykal, Heike Mattes, Ute Jobcenter Referat VI Integrationsbeauftragter Referat III Staatliches Schulamt Ingolstadt Stadtbücherei Amt für Staatsangehörigkeits- X X X X X Sonstige Bereiche X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X Asylbewerber und Flüchtlinge Interkulturelle Öffnung Wohnsituation Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Gesundheit Schule, Ausbildung und Studium Spracherwerb Zuständigkeit / Stadt Ingolstadt Kinderbetreuung und Frühkindliche Bildung Personen Überblick in Zahlen, Strukturen Handlungsfelder X X X Knill-Dashtgerd, Roswitha Köhler, Jürgen Koller, Karl Kraus, Ulrich Steuerungsunterstützung Referat IV Bürgeramt Statistik und Stadtforschung Kroneck, Franz Lachmund, Ulrich Lösel, Dr. Christian Lukas, Claus Prokop, Manuela Rauscher, Reinhard Jobcenter Referat VI Integrationsbeauftragter Referat III Staatliches Schulamt Ingolstadt Stadtbücherei Amt für Staatsangehörigkeitsu. Ausländerangelegenheiten Hauptamt Quartiersmanagement Soziale Stadt Piusviertel vhs Amt für Staatsangehörigkeitsu. Ausländerangelegenheiten Sing- und Musikschule Statistik und Stadtforschung Quartiersmanagement Soziale Stadt Konradviertel Referat VII Quartiersmanagement Soziale Stadt Piusviertel Standes- und Bestattungsamt Rosenplänter, Melanie Ruisinger, Prof. Dr. Marion Schabenberger, Joachim Schäfers, Sandra Schelchshorn, Wilhelm Referat II Deutsches Medizinhistorisches Museum Jobcenter Personalamt Schulverwaltungsamt Mang, Anton Marx-Teykal, Heike Mattes, Ute Meier, Hans Nehir, Bettina Neumann, Dr. Petra Perlinger, Andreas Pinggéra, Brigitte Pitterling, Anita Plötz, Barbara Preßlein-Lehle, Renate X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG X X X X X H X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X Statistik und Stadtforschung X Referat VI X Referat V Quartiersmanagement Schmachtl, Gudrun Soziale Stadt Augustinviertel Schmid, Adelinde Familienbeauftragte und Soziale Stadt Schmid, Andreas Standes- und Bestattungsamt Schmid, Michael Stadttheater X Schneider, Dr. Elisabeth Gesundheitsamt Schönewald, Dr. Beatrix Stadtmuseum Siebendritt, Christian Personalamt Amt für Information und Schwarzbeck, Daniel Datenverarbeitung Sirt, Hakan Christlich-Islamischer Dialog Staudigl, Hans Standes- und Bestattungsamt Steinherr, Andrea Beteiligungsmanagement X X Stiegler, Angela Referat OB/ZV Süßbauer, Diana Jobcenter X X Teschauer, Silvia vhs Tontsch, Traudl Gesundheitsamt Virtanu, Monica Heilig-Geist-Spital Weber, Knut Stadttheater 223 Weingärtner, Angela Jugendamt X X Integrationsbericht Stadt Ingolstadt – Version 32 – 04.02.2013 X Wöhrl, Johann Referat VII Sing- und Musikschule Jobcenter Referat IV X X X Schels, Helmut Scherer, Wolfgang Scheuer, Wolfgang Zäch, Franz Zimmermann, Sibylle Zißler, Christine X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X 231 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Definitionsverzeichnis >> Amtliche Statistikdaten des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung Die amtliche Statistik wird auf der Grundlage von Gesetzen (EU-Vorschriften, Bundesstatistikgesetz, Bayerisches Statistikgesetz, Datenschutzgesetze) erstellt. Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ist zentrale Behörde für die amtliche Landesstatistik in Bayern und erstellt Statistiken aus Bereichen, wie z.B. Bevölkerung, Wirtschaft oder Preisen (siehe auch www.statistik.bayern.de). Bei Städtevergleichen wird, um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, auf die amtlichen Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung und des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen, weil diese Daten nach einheitlicher Methodik und Definition erhoben werden und damit vergleichbar sind, >> Anspruchseinbürgerung Einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung hat nach der derzeit geltenden Rechtslage derjenige, der die folgenden Voraussetzungen erfüllt (§ 10 des Staatsangehörigkeits-gesetzes - StAG): • Rechtmäßiger Daueraufenthalt (Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Besitz einer Bestätigung der Ausländerbehörden, dass die Voraussetzungen der Freizügigkeitsverordnung nach EU-Recht erfüllt sind) • mindestens einen durchgehenden 8-jährigen Inlandsaufenthalt • Unterhaltsfähigkeit • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache • keine doppelte oder mehrfache Staatsangehörigkeit (Mehrstaatigkeit) • nicht vorbestraft • Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes • keine Anhaltspunkte für eine extremistische oder terroristische Betätigung • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland Daneben vermitteln auch weitere Rechtsgrundlagen des StAG einen Einbürgerungsanspruch, die in der Praxis inzwischen nur noch in wenigen Einzelfällen Anwendung finden. Einen besonderen, bis zum 31.12.2000 befristeten Einbürgerungsanspruch vermittelte insbesondere § 40 b StAG Kindern, die die Voraussetzungen des Staatsangehörigkeitserwerbs nach dem Geburtsortprinzip (§ 4 Abs. 3 StAG) erfüllten und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes noch nicht 10 Jahre alt waren (Kinder, für die die Optionsregelung gilt der Übergangsregelung). Aufgrund der zeitlichen Befristung dieses Anspruches sind diese Kinder für die die Optionsregelung gilt in den dargestellten Zahlen der amtlichen Einbürgerungsstatistik (20052011) nicht mehr enthalten. >> Asylsuchende (oder auch Asylbewerber, Asylantragsteller) Dies sind Ausländer und Ausländerinnen, die Schutz als politisch Verfolgte nach Art. 16 Abs. 2 Satz 2 des Grundgesetzes (GG) beantragt haben und über deren Antrag durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch nicht rechtskräftig entschieden ist. 232 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG >> Ausländerzentralregister H Das Ausländerzentralregister (AZR) ist eine Datenbank, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt und vom Bundesverwaltungsamt betrieben wird (vgl. www.bva. bund.de). Gespeichert sind personenbezogene Datensätze zu Ausländern in Deutschland, die in Besitz eines Aufenthaltstitels (einschließlich der Erlaubnisse von EU-Bürgern) sind oder waren, zu Asylbewerbern in laufenden und abgeschlossenen Verfahren sowie zu asylberechtigten Ausländern und zu Ausländern, gegen die mangels Aufenthaltstitel aufenthaltsbeendende Maßnahmen eingeleitet werden. Es werden die Grundpersonalien, etwaige Aliaspersonalien, Bearbeitungsvermerke der Ausländerbehörden, aufenthaltsbeendende Maßnahmen, wie Ausweisungen und Abschiebungen, Zurückweisungen und Angaben zu Sichtvermerken erfasst. Die Rechtsgrundlage der Datenerhebung findet sich im Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und im Asylverfahrensgesetz (AsylVfG). >> Ausländische Bevölkerung (auch AusländerInnen) Dieser Begriff umfasst die Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) sind. Zu ihnen gehören auch die Staatenlosen und die Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. >> AussiedlerInnen AussiedlerInnen sind deutsche Staatsangehörige und deutsche Volkszugehörige, die nach Abschluss der allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen ihre angestammte Heimat in den Staaten Ost- und Südosteuropas aufgegeben und ihren neuen Wohnsitz in Deutschland begründet haben. In der Regel wird das Jahr 1955 zugrundegelegt, siehe Definition zum Migrationshintergrund. >> Ehemaliges Jugoslawien Wird der Begriff ehemaliges Jugoslawien oder Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien verwendet, so sind hierunter alle früheren Teilrepubliken der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien vor deren Zerfall 1992 zu verstehen. Slowenien, das eine frühere Teilrepublik war und im Jahr 2004 der Europäischen Union (EU) beigetreten ist, wird bei den Datenauswertungen unter EU - 12 (s.a. Definitionsverzeichnis Europäische Union (EU)) berücksichtigt. >> Einbürgerungen Mit dem Akt der Einbürgerung erwirbt eine Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit die deutsche Staatsangehörigkeit. Das Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) unterscheidet zwischen Anspruchseinbürgerung und Ermessenseinbürgerung. >> Eingebürgerte Deutsche Darunter sind Personen zu verstehen, die ursprünglich der ausländischen Bevölkerung angehörten und die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erworben haben. Im Datenauswertungsprogramm MigraPro werden auch die Kinder, die seit dem 01.01.2000 die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt erwerben (§ 4 Abs. 3 des Staatsangehörigkeitsgesetzes - StAG) - Kinder, für die die Optionsregelung gilt, unter den eingebürgerten Deutschen erfasst. 233 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG >> Einwohnerzahl Die Einwohnerzahl ist die absolute Zahl der EinwohnerInnen der Stadt Ingolstadt, die mit Hauptwohnsitz im Melderegister erfasst sind. Sie wird durch aktuelle Auswertung der Melderegisterdaten aus der Bestandsdatei zu einem bestimmten Stichtag gewonnen. Davon zu unterscheiden ist die „amtliche“ Bevölkerungszahl. Die „amtliche“ Einwohnerzahl wird vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung ermittelt. Dabei wird die amtlich fortgeschriebene Bevölkerungszahl auf Basis der Volkszählungen von 1981 in Ost- und 1987 in Westdeutschland und aufgrund der Änderungsmeldungen der Meldeämter errechnet. Es werden nur die Einwohner mit Hauptwohnsitz gezählt. Die amtliche Einwohnerzahl bildet eine Berechnungsgrundlage in zahlreichen Gesetzen, z.B. der Finanzzuweisungen, Einteilung der Wahlkreise. Rechtsgrundlage ist das Gesetz über die Statistik der Bevölkerungsbewegungen und die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes“ (Bevölkerungsstatistikgesetz - BevStatG) in Verbindung mit dem Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke (Bundesstatistikgesetz - BStatG). Mit den Ergebnissen des Zensus 2011, der registergestützten Volkszählung zum 09. Mai 2011, die im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden, wird sich eine neue Datenbasis ergeben. Die amtliche Einwohnerzahl und die aus dem Melderegister ermittelte Einwohnerzahl differieren leicht. >> Ermessenseinbürgerung Aufgrund einer Ermessensentscheidung (§ 8 StAG) können Ausländer eingebürgert werden, die sich seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhalten, aber die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Einbürgerung nicht erfüllen, an deren Einbürgerung aber ein öffentliches Interesse besteht. Bei deutschverheirateten Antragstellern können die geforderten acht Jahre Aufenthalt bis auf drei Jahre verkürzt werden. Der Ausländer muss sich und seine unterhaltsberechtigten Familienangehörigen (auch im Alter) grundsätzlich aus eigenen Mitteln unterhalten können. Er darf nicht vorbestraft sein und muss ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Daneben vermitteln auch weitere Rechtsgrundlagen die Möglichkeit der Einbürgerung im Ermessenwege, die in der Praxis inzwischen nur noch in wenigen Einzelfällen Anwendung finden oder bei dauerndem Aufenthalt der Ausländer im Ausland in der Zuständigkeit der Bundesverwaltungsamts vollzogen werden. >> Europäische Union (EU) Die Europäische Union (EU) ist ein heute aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund. Die sechs Gründungsmitgliedstaaten des Vorläufer-Staatenverbunds der EU, der 1957 mit den Römischen Verträgen gegründeten Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EWG und Euratom), waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland), Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. 1973 wurden die Europäischen Gemeinschaften durch den Beitritts Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs auf neun Mitgliedstaaten erweitert. Mit dem Beitritt Griechenlands im Jahr 1981 wuchs ihre Zahl auf zehn und mit dem Beitritt Spaniens und Portugals im Jahr 1986 schließlich auf zwölf Mitgliedstaaten. Seit 1990 gehört durch die Wiedervereinigung Deutschlands auch das Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (Ostdeutschland) zu den Europäischen Gemeinschaften. Die Europäische Union wurde am 1. November 1993 mit 12 Mitgliedstaaten errichtet. Seitdem ist die Zahl der Mitgliedstaaten durch mehrere Erweiterungen auf den gegenwärtigen Stand von 27 gewachsen: 234 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG EU 12 (1. November 1993 bis 31. Dezember 1994): Belgien, Dänemark, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Vereinigtes Königreich H EU 15 (1. Januar 1995 bis 30. April 2004): Beitritte Österreich, Finnland und Schweden EU 25 (1. Mai 2004 bis 31. Dezember 2006): Beitritte Tschechische Republik, Zypern, Estland, Lettland, Litauen (baltische Staaten, früher der ehemaligen Sowjetunion (SU) angehörend), Ungarn, Malta, Polen, Slowenien (früher dem ehemaligen Jugoslawien angehörend) und Slowakei EU 27 (seit dem 1. Januar 2007): Beitritte Bulgarien und Rumänien Wird die Bezeichnung EU - 12 in Diagrammen und Text des Berichtes verwendet, so sind damit die 12 Beitrittsstaaten ab dem 01. Mai 2004 gemeint. Der Begriff EU - 14 steht für die Mitglieder des Staatenverbundes vor diesen Beitritten ausschließlich Deutschland. >> Flüchtlinge Die Flüchtlingseigenschaft stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Rahmen eines Asylverfahrens fest und gewährt sie den ausländischen Personen, die im Herkunftsland aus den in der Genfer Flüchtlingskonvention definierten Gründen verfolgt werden und einen Schutz in ihrem Heimatland nicht beanspruchen können, oder aus Furcht, dort verfolgt zu werden, diesen nicht beanspruchen wollen. Voraussetzung ist weiter, dass die Personen ihre Heimat auf Dauer oder vorübergehend verlassen mussten und Schutz in einem fremden Land ersuchten. Auch das Aufenthaltsgesetz (AufenthG) sieht in §§ 22 ff. rechtliche Grundlagen vor, Aufenthalt aus völkerrechtlichen, politischen und humanitären Gründen zu gewähren. >> Geburtenziffer Die im Bericht dargestellte Geburtenziffer ist die zusammengefasste altersspezifische Geburtenziffer. Sie gibt die Zahl der Kinder an, die eine Frau im Laufe ihres Lebens gebärt, und zwar unter der Annahme, dass sich die altersspezifischen Geburtenziffern künftig nicht ändern. Diese Geburtenziffer wird von Änderungen im Altersaufbau nicht beeinflusst. >> GUS Wird der Begriff GUS im Bericht verwendet, so wird darunter die Gemeinschaft unabhängiger Staaten als der Zusammenschluss der ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion (ohne die baltischen Staaten Litauen, Lettland, Estland) verstanden. Dieser Zusammenschluss erfolgte 1991 nach Auflösung der Sowjetunion. Die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland waren ehemals Sowjetrepubliken, gehören jedoch seit dem Jahr 2004 der EU an. Die für diese Staaten relevanten Daten sind in den Auswertungen zu EU - 12 enthalten. (s. a. Definitionsverzeichnis Europäische Union (EU)) 235 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG >> Haushaltegenerierung (HHGen) Dem Melderegister können Informationen über das Zusammenleben von Personen in Haushalten entnommen werden. Im Melderegister finden sich Kennzahlen über Ehepaare und Eltern/Kind-Beziehungen. Zusammen mit bestimmten Personen-merkmalen lassen sich Hinweise auf das Zusammenleben mit anderen Personen ableiten. Neben der gleichen Wohnadresse gehören hierzu Namensgleichheiten, gleiche frühere Wohnung, gleiche Datumsangaben über den Einzug in die jetzige Wohnung sowie Angaben über Alter, Geschlecht und Familienstand. Die Verfahren zur systematischen Auswertung derartiger Indizien werden mit dem Begriff „Haushaltegenerierung“ bezeichnet. Die Mitglieder des KOSIS-Verbunds der deutschen Städtestatistik haben das standardisierte Verfahren „Haushaltegenerierung (HHGen)“ entwickelt, das in vielen Städten zur Bildung von Haushalten verwendet wird (siehe auch www.staedtestatistik.de). HHGen umfasst mehrere Verfahrensstufen, in denen auf Grundlage anonymisierter Registerdaten einzelne Personen mit identischer Adresse nach festgelegten Regeln Personengemeinschaften zugeordnet werden. Zu diesen Regeln gehören • Zusammenführung von Paaren über ein gemeinsames Kind • Zusammenführung von Personen bei gleicher früherer Wohnung • Zusammenführung als Paar bei gleichem Einzugsdatum, verschiedenem Geschlecht und plausiblem Altersabstand • Zusammenführung als Vorfahr-Nachkomme oder Geschwister (je nach Altersabstand) bei gleichem Familiennamen oder Geburtsnamen • Zuordnung zu Eltern durch Verzeigerung (Verweise im Melderegister, die auf den Datensatz anderer Personen hinweisen) zu jüngeren Geschwistern Personen an Adressen von Gemeinschaftsunterkünften werden nicht berücksichtigt, da dort im Regelfall keine selbständigen Haushalte bestehen. >> Kommunalstatistik Die Kommunalstatistik ist neben der amtlichen Bundes- und Landesstatistik ein Teil des Gesamtsystems der amtlichen Statistik. Von den großen Städten wird eine kommunale Statistik in Ausübung ihres Rechts und in Wahrnehmung ihrer Pflicht betrieben, die Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft in eigener Verantwortung zu regeln (Art. 28 Abs. 3 GG). Die Städte verschaffen sich und ihren Bürgern damit das zahlenmäßig fundierte Wissen, das sie für die kommunalen Planungen und Entscheidungen brauchen. Als Datenquelle stehen in neuerer Zeit an erster Stelle die automatisierten Verwaltungsregister. Alle städtestatistischen Ämter nutzen die Melderegister, meist in Form periodischer Dateiauszüge (Bestandsstatistik) und Sammlung der statistisch relevanten Änderungen durch Geburten, Sterbefälle und Wanderungsfälle (Bewegungsstatistik). Hinzu kommen Auswertungen von anonymisierten Dateien der Sozialverwaltung sowie der Arbeitsverwaltung. >> MigraPro Bei „MigraPro“ handelt es sich um ein Software-Programm, mit dem aus den Daten des Melderegisters der Migrationshintergrund berechnet werden kann. Der Verband deutscher Städtestatistiker (VDSt), der das Programm im Verbund (KOSIS-Verbund) entwickelt hat (siehe auch www.staedtestatistik.de), beschreibt das Programm wie folgt: Seit der letzten Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 hat der gebräuchliche Indikator „Ausländeranteil“ zunehmend an Aussagekraft verloren. Die Städtestatistiker haben sehr schnell erkannt, dass hier Ersatz notwendig ist und dass dieser Ersatz aus der Ermittlung der Personen mit Zuwanderungs-/Migrationshintergrund bestehen kann. Aus dem Einwohnermelderegister ist dieser Indikator nicht direkt zu gewinnen. 236 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Aus der Kombination der Merkmale „Zweite Staatsangehörigkeit“, „Zuzugsherkunft“, „Art der deutschen Staatsangehörigkeit“ und „Lage des Geburtsortes“ sind aber zuverlässige Aussagen zur Zahl der Deutschen mit Migrationshintergrund möglich. Wird diese Zahl noch um die Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ergänzt, können Anfragen nach Einwohnern mit Migrationshintergrund beantwortet werden. Das Merkmal „Zuzugsherkunft“ wird in einigen Städten schon genutzt, um Aussiedler zu schätzen. Das Merkmal „Zweite Staatsangehörigkeit“ wird für diesen Zweck ebenfalls herangezogen. Da aber bei Einbürgerungen in den meisten Fällen die aufgegebene Staatsangehörigkeit nicht als weitere Staatsangehörigkeit geführt werden darf, ist dieses Merkmal nur bei den „Optionseinbürgerungen“ sinnvoll nutzbar, da dieser Personenkreis die alte Staatsangehörigkeit als weitere Staatsangehörigkeit behalten darf, um bei Bedarf die alte Staatsangehörigkeit wieder aufleben lassen zu können. Das Datenfeld „Art der deutschen Staatsangehörigkeit“ hat, wenn es brauchbare Einträge aufweist, eine hohe Aussagekraft. Leider gehen aber derzeit die Informationen bei einem Umzug in eine andere Gemeinde verloren. Das Merkmal „Geburtsland“ ist im Datensatz zwar vorgesehen, aber in den meisten Gemeinden nur sporadisch gefüllt. H Besonders das Merkmal „Geburtsland“ verspricht die beste Qualität bei der Ermittlung des Migrationshintergrunds. Um dieses Merkmal nutzen zu können, muss zunächst der in Klartext im Melderegister gespeicherte Geburtsort verschlüsselt werden. Um die Vielzahl von Geburtsorten und vor allem die zahlreichen Schreibvarianten der Geburtsorte verschlüsseln zu können, ist in Stuttgart das Programm MigraPro entstanden. Mit MigraPro wird zunächst eine Geburtsortereferenz aufgebaut (Zuordnung der Geburtsorte zu Geburtsländern) und im nächsten Schritt werden die Bevölkerungsdaten um das Geburtsland ergänzt. Aus der Kombination der oben genannten Merkmale wird im nächsten Schritt der persönliche Migrationshintergrund abgeleitet und in die Bestandsdatei zurück geschrieben. Dabei wird zwischen Ausländern, Deutschen die eingebürgert worden sind, Aussiedlern und Deutschen ohne erkennbaren Migrationshintergrund unterschieden. Deutsche, die im heutigen Polen, in der ehemaligen Sowjetunion oder in der ehemaligen CSSR geboren worden sind, erhalten nur einen Migrationshintergrund, wenn sie nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboren sind. Ergänzend zum persönlichen Migrationshintergrund wird der familiäre Migrationshintergrund abgeleitet. Die Familienzugehörigkeit wird aus den im Datensatz vorhandenen Angaben zum Kernhaushalt ermittelt. Darunter fallen Kinder unter 18 Jahren, die aufgrund der Merkmalskombinationen keinen persönlichen Migrationshintergrund erhalten würden, die aber mindestens einen Elternteil mit Migrationshintergrund haben und analog zur Definition im Mikrozensus den Migrationshintergrund des entsprechenden Elternteils übernehmen. Aus der Kombination der Ausprägungen des Migrationshintergrunds und der Lage des Geburtsortes im Inland oder im Ausland sind weitere Typisierungen möglich. Der familiäre Migrationshintergrund wird nicht mehr erfasst, wenn die Kinder das 18. Lebensjahr vollenden, da dann der Familienverband aufgelöst wird, und wenn minderjährige Kinder einen eigenen Haushalt ohne die Eltern begründen. Die Stadt Ingolstadt wertet die Bestandsdaten des Melderegisters und seit 2011 die Daten der Bewegungsstatistik des Melderegisters, die die natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten und Sterbefälle) und die Wanderungsbewegungen abbildet, mit dem Programm MigraPro aus. 237 H AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG >> Migrationshintergrund Seit dem Mikrozensus 2005 ermitteln die Statistischen Landesämter und das Statistische Bundesamt Daten zum Migrationshintergrund. Als Personen mit Migrationshintergrund definiert werden „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“. Nach dieser Definition gehören zur Bevölkerung mit persönlichem bzw. familiärem Migrationshintergrund folgende Personengruppen: • Zugewanderte Ausländer • In Deutschland geborene Ausländer • Eingebürgerte Deutsche • Aussiedler • Kinder mit mindestens einem Elternteil, das eines der vorstehenden Merkmale erfüllt (familiärer Migrationshintergrund) Beim Zensus 2011 zielten die Fragen auf Zuwanderungen nach Deutschland nach 1955 ab, und es wurde damit die bisheríge Definition abgeändert. Bei den Berechnungen der Ingolstädter Daten (aus dem Melderegisterbestand und der Bewegungsdaten des Melderegisters) nach MigraPro (s. Definition) ist das Jahr des Zuzugs nach Deutschland nicht bekannt. Deshalb wird das Zuzugsjahr nach Ingolstadt verwendet und hier als bewährte Grenze das Jahr 1964 (Standardeinstellung MigraPro) genommen. Aufgrund der Auflösung des Familienverbandes mit Vollendung des 18. Lebensjahres wird der familiäre Migrationshintergrund durch das Programm MigraPro dann nicht mehr erfasst. Begründen Kinder unter 18 Jahren einen eigenen Haushalt ohne die Eltern, so wird der Migrationshintergrund dieser Kinder ebenfalls nicht mehr erfasst. >> Nationalität Wird der Begriff „Nationalität“ in Texten, Tabellen und Diagrammen verwendet, so ist hierunter der Besitz einer ausländischen Staatsangehörigkeit zu verstehen. >> Region Ingolstadt Die Region Ingolstadt, auch Region 10 genannt, besteht aus den im Planungsverband zusammengeschlossenen Körperschaften: der kreisfreien Stadt Ingolstadt, den umliegenden Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm sowie den dazugehörigen Landkreisgemeinden. Die Region 10 ist eine der insgesamt 18 Planungsregionen des Freistaats Bayern. >> Soziale Stadt Unter den Gebieten der „Sozialen Stadt“ sind die Stadtteile zu verstehen, in denen das seit dem Jahr 1999 von Bund und Ländern aufgelegte Städtebauförderungsprogramm „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt“ umgesetzt wird. Das sind in Ingolstadt die Gebiete im und um das Piusviertel im Nordwesten, Teile des Augustinviertels im Südosten und Teile des Konradviertels im Nordosten der Stadt. Das Programm „Soziale Stadt“ soll die Lebensqualität in den ausgewählten Stadtteilen verbessern und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration. Es geht um bauliche Verbesserungen, aber auch um das Zusammenleben im Stadtteil sowie um soziale, ökonomische und kulturelle Themen. Wichtig ist, dass sich die Bewohner des Viertels beteiligen, Ideen und Vorschläge einbringen und aktiv an deren Realisierung mitwirken. 238 AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG Der folgende Ausschnitt aus dem Stadtplan zeigt die Gebietsabgrenzungen auf: H 239 Abbildungsverzeichnis Abb. 1 Einwohnerentwicklung Ingolstadts seit 1950 21 Abb. 2 Entwicklung der Altersgruppen in Ingolstadt 1973 bis 2011 22 Abb. 3 Flächen und Besiedlungsdichte in den Stadtbezirken 2001 und 2011 (jeweils 31.12.) 23 Abb. 4 Besiedlungsdichte in Einwohner je km² in der Stadt Ingolstadt 31.12.2011 24 Abb. 5 Einwohner in Ingolstadt nach Migrationshintergrund 31.12.2011 26 Abb. 6 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund nach Stadtbezirken 31.12.2011 26 Abb. 7 Anzahl der Einwohner mit Migrationshintergrund in Ingolstadt 31.12.2011 27 Abb. 8 Anteil der Migranten in Prozent in der Stadt Ingolstadt 31.12.2011 28 Abb. 9 Einwohner in Gebieten der Sozialen Stadt nach Migrationshintergrund in Relation zur Gebietsbevölkerung 31.12.2011 29 Abb. 10 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt 31.12.2011 29 Abb. 11 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund 2007 und 2011 (jeweils 31.12.) 30 Abb. 12 Einwohner mit Migrationshintergrund 2008 im Vergleich 30 Abb. 13 Altersstruktur und Geschlecht der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in absoluten Zahlen 31.12.2011 31 Abb. 14 Altersstruktur und Geschlecht der Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund - Prozentanteile an der Gesamtbevölkerung bzw. der betreffenden Altersgruppe bei Untergliederung 31.12.2011 32 Abb. 15 Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in Ingolstadt nach einzelnen Altersgruppen 31.12.2011 33 Abb. 16 Alterspyramide Ingolstadts 31.12.2011 34 Abb. 17 Geburten in Ingolstadt nach Geschlecht und Nationalität 35 Abb. 18 Zusammengefasste Geburtenziffern in Ingolstadt 1998 bis 2011 35 Abb. 19 Geburtenwahrscheinlichkeiten deutscher und ausländischer Frauen 2007 bis 2011 36 Abb. 20 Sterbefälle in Ingolstadt nach Geschlecht und Nationalität 37 Abb. 21 Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz im Städtevergleich in Prozent 31.12.2011 38 Abb. 22 Ausländische Staatsangehörigkeiten nach Ländergruppen 31.12.2011 39 Abb. 23 Häufigste ausländische Staatsangehörigkeiten in Ingolstadt 31.12.2011 39 Abb. 24 Veränderung der ausländischen Staatsangehörigkeiten 2000 bis 2011 40 Abb. 25 Ausländische Bevölkerung nach Herkunftsregionen und Geburtsland (Deutschland/Ausland) 31.12.2011 41 Abb. 26 Bevölkerung mit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen 2011 42 Abb. 27 Einwohner mit Migrationshintergrund nach Herkunftsregionen und Staatsangehörigkeit 31.12.2011 43 Abb. 28 Zuzüge-Fortzüge-Wanderungssaldo in der Stadt Ingolstadt 1950 bis 2011 44 Abb. 29 Wanderungssalden Deutsche und Ausländer 1965 bis 2010 45 Abb. 30 Netto-Zuwanderung in die Stadt Ingolstadt (nur Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit) 2011 46 Abb. 31 Wanderungssalden für Ingolstadt 2002 bis 2011 47 Abb. 32 Wanderungssalden in Ingolstadt nach Alter und Nationalität 2007 bis 2011 47 Abb. 33 Wanderungssaldo nach Migrationshintergrund 2007 bis 2011 48 Abb. 34 Zuzüge und Fortzüge nach Migrationshintergrund 2007 bis 2011 48 Abb. 35 Zuzüge und Fortzüge je 1 000 Einwohner der Bevölkerungsgruppe pro Jahr (Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2011) 49 Abb. 36 Bevölkerungszusammensetzung absolut nach Wohndauer in Ingolstadt 31.12.2011 50 Abb. 37 Bevölkerungszusammensetzung nach Wohndauer in Ingolstadt in Prozent 31.12.2011 50 Abb. 38 Wohndauer und Herkunftsregionen der ausländischen Migranten in Ingolstadt 31.12.2011 51 Abb. 39 Wohndauer und Herkunftsregionen der eingebürgerten Deutschen in Ingolstadt 31.12.2011 52 Abb. 40 Wohndauer und Herkunftsregionen der deutschen Aussiedler in Ingolstadt 31.12.2011 52 Abb. 41 Aufenthaltsrechte der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer 2011 53 Abb. 42 Drittstaatsangehörige (ohne EU-Angehörige) nach Art des Aufenthaltes in Ingolstadt 2011 54 Abb. 43 Aufenthaltsstatus der in Ingolstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer 2006 bis 2011 55 Abb. 44 Befristete Aufenthaltsrechte nach verschiedenen Aufenthaltszwecken (Zuwanderungsgesetz) in Ingolstadt 2006 bis 2011 55 Abb. 45 Befristete Aufenthaltserlaubnisse (nach dem Zuwanderungsgesetz) in Ingolstadt zum Zwecke der Erwerbstätigkeit, des Studiums und der Ausbildung 2006 bis 2011 56 Abb. 46 Duldungen und laufende Asylverfahren 2006 bis 2011 56 240 Abb. 47 Einbürgerungen nach Altersgruppen in Ingolstadt 2005 bis 2011 57 Abb. 48 Einbürgerungen in Ingolstadt nach der Aufenthaltsdauer im Inland 2005 bis 2011 58 Abb. 49 Rechtsgründe der Einbürgerung im Vergleich Ingolstadt – Bayern 58 Abb. 50 Einbürgerungen in Ingolstadt nach Herkunftsgebieten 2005 bis 2011 59 Abb. 51 Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger in Ingolstadt 2005 bis 2011 60 Abb. 52 Einbürgerungsquote der Stadt Ingolstadt 2005 bis 2011 60 Abb. 53 Einbürgerungsquoten im Städtevergleich 2011 61 Abb. 54 Kinder unter 1 Jahr mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Ingolstadt 63 Abb. 55 Personen in Ingolstadt nach Geburtsjahrgang, die der Optionsregelung unterliegen 31.12.2011 63 Abb. 56 Kinder, für die die Optionsregelung gilt (der Geburtsjahrgänge 1990 bis 2011) nach weiterer Staatsangehörigkeit 31.12.2011 64 Abb. 57 Stand der eingeleiteten Optionsverfahren 31.12.2011 65 Abb. 58 Migrationshintergrund der Ehepartner 67 Abb. 59 Ausländisches Herkunftsland des Ehepartners 68 Abb. 60 In Haushalten lebende Personen (absolut) 31.12.2011 69 Abb. 61 In Haushalten lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 69 Abb. 62 In Haushalten mit und ohne Kinder lebende Personen (in Prozent) 31.12.2011 70 Abb. 63 Männliche Personen ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen (in Prozent) 31.12.2011 71 Abb. 64 Weibliche Personen ab 18 Jahren in Haushalten nach Lebensformen (in Prozent) 31.12.2011 71 Abb. 65 Kinderbetreuung in Ingolstadt (amtliche Zahlen) 31.03.2011 76 Abb. 66 Betreute Kinder unter 14 Jahren in Ingolstadt (in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zusammen) 77 Abb. 67 Betreute Kinder in Ingolstadt (Index 2007 = 100) (in Tageseinrichtungen und in Tagespflege zusammen) 78 Abb. 68 Anteil der betreuten Kinder mit ausländischem Herkunftsland mindestens eines Elternteils an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 79 Abb. 69 Anteil der betreuten Kinder mit vorrangig in der Familie gesprochenen Sprache Nichtdeutsch an allen betreuten Kindern im Städtevergleich 2011 79 Abb. 70 Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund unter 14 Jahren in Kindertageseinrichtungen im Regionalvergleich 2011 80 Abb. 71 Betreuung von Kindern bis unter 7 Jahren in Kindertageseinrichtungen nach Migrationshintergrund 81 Abb. 72 Betreuung von Kindern bis unter 7 Jahren in Kindertageseinrichtungen nach der in der Familie gesprochenen Sprache 2011 82 Abb. 73 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 1 Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung 83 Abb. 74 Ergebnisse von Sprachstandserhebungen in Kindertageseinrichtungen bei der Schuleinschreibung für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache 86 Abb. 75 Sprachstandserhebung von Einschulungskindern mit nichtdeutscher Familiensprache in Ingolstadt insgesamt 2009 bis 2012 86 Abb. 76 Entwicklung der Vorkurse Deutsch vom Schuljahr 2009/2010 bis 2012/2013 (jeweils zum Beginn des Schuljahres) 88 Abb. 77 Teilnehmer an Integrationskursen der verschiedenen Anbieter in Ingolstadt 2008 bis 2011 90 Abb. 78 Statistische Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu den geförderten Integrationskursen 91 Abb. 79 Entwicklung des Fachbereiches Deutsch als Fremdsprache an der vhs Ingolstadt 92 Abb. 80 Prüfungsteilnahmen für die Einbürgerung 2008 bis 2012 93 Abb. 81 Einbürgerungsprüfungen nach Prüfungstypen 2008 bis 2012 93 Abb. 82 Entwicklung des Projekts „Mama lernt Deutsch“ (Anzahl der teilnehmenden Mütter) Schuljahr 2003/04 bis 2011/12 95 Abb. 83 Entwicklung Sprachförderung für schulpflichtige Migranten 96 Abb. 84 Angebot und Nutzung fremdsprachiger Medien 31.12.2011 97 Abb. 85 Fremdsprachiger Medienbestand der Stadtbücherei 98 Abb. 86 Ausleihe fremdsprachiger Medien der Stadtbücherei 2011 98 Abb. 87 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 2 Spracherwerb 100 Abb. 88 Verteilung der Schülerzahlen in den 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne Privatschulen) 2011/2012 103 Abb. 89 Prozentuale Verteilung der Schüler der 7. Klassen Ingolstädter Schulen (ohne Privatschulen) 2011/2012 103 Abb. 90 Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im Alter von 6 bis 18 Jahren nach Schulsprengeln 104 Abb. 91 Absolventen und Abgänger aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen mit allgemein bildendem Abschluss in Ingolstadt 2010/2011 105 241 Abb. 92 Absolventen und Abgänger aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen mit allgemeinbildendem Abschluss in Ingolstadt in Prozent 2010/2011* 106 Abb. 93 Allgemeinbildende Schulabschlüsse deutscher Schüler aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Ingolstadt in Prozent seit 2002/2003 107 Abb. 94 Allgemeinbildende Schulabschlüsse ausländischer Schüler aus allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Ingolstadt in Prozent seit 2002/2003 107 Abb. 95 Allgemeinbildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher Absolventen aus allgemeinbildenden Schulen 108 Abb. 96 Allgemeinbildende Schulabschlüsse ausländischer und deutscher Absolventen aus beruflichen Schulen 108 Abb. 97 Verteilung der deutschen und ausländischen Schüler im Berufsbildungssystem in Ingolstadt 2011/12 109 Abb. 98 Prozentuale Verteilung der deutschen und ausländischen Schüler im Berufsbildungssystem in Ingolstadt 2011/12 110 Abb. 99 Absolventen und Abgänger aus beruflichen Schulen 111 Abb. 100 Erfolgreiche Abschlüsse und ohne Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig beendete berufliche Bildungsgänge bei deutschen Schülern (in Prozent bezogen auf alle deutschen Schüler der Abschlussklassenstufe) 111 Abb. 101 Erfolgreiche Abschlüsse und ohne Erfolg durchlaufene bzw. vorzeitig beendete berufliche Bildungsgänge bei ausländischen Schülern (in Prozent bezogen auf alle ausländischen Schüler der Abschlussklassenstufe) 112 Abb. 102 Verteilung der deutschen und ausländischen Auszubildenden (Duales System) auf Ausbildungsbereiche in Ingolstadt 2010 113 Abb. 103 Anteil der Ausbildungsbereiche an der Gesamtzahl der Auszubildenden in Ingolstadt 2010 113 Abb. 104 Auszubildende nach Berufsbereichen in Ingolstadt 2010 114 Abb. 105 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt insgesamt im jeweiligen Wintersemester 116 Abb. 106 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt (WFI) im jeweiligen Wintersemester 116 Abb. 107 Zahl der Studierenden (alle Semester) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt im jeweiligen Wintersemester 117 Abb. 108 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 118 Abb. 109 Absolventen an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2009 bis 2011 118 Abb. 110 Studierende an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2011/2012 119 Abb. 111 Bestandene Prüfungen an den Hochschulen der Region Ingolstadt 2011 119 Abb. 112 Staatsangehörigkeiten der Studierenden 121 Abb. 113 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 3 Schule, Ausbildung, Studium 122 Abb. 114 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Pendler in der Stadt Ingolstadt 2001 bis 2012 124 Abb. 115 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Stadt Ingolstadt 2001 bis 2012 125 Abb. 116 Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Ingolstadt 2001 bis 2012 125 Abb. 117 Beschäftigungsquote in der Stadt Ingolstadt (Wohnort) 2010 bis 2012 126 Abb. 118 Beschäftigungsquoten in der Stadt Ingolstadt (Wohnort) – eigene Berechnung 126 Abb. 119 Beschäftigungsquoten am Wohnort im Städtevergleich 2011 127 Abb.120 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt nach Altersgruppen 128 Abb. 121 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Wohnort) im Alter von 30 bis unter 50 Jahren 128 Abb. 122 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Stadt Ingolstadt 2001 bis 2012 129 Abb. 123 Prozentuale Veränderung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt 2001 bis 2012 130 Abb. 124 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Stadt Ingolstadt nach Qualifikation 131 Abb. 125 Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Qualifikation am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 132 Abb. 126 Prozentuale Veränderung der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort Ingolstadt nach Qualifikation Juni 2006 bis 2011 132 Abb. 127 Zunahme der Hochqualifizierten am Arbeitsort Juni 2001 bis Juni 2011 133 Abb. 128 Ausländische sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort bzw. Wohnort Ingolstadt 134 Abb. 129 Ausschließlich geringfügig Beschäftigte am Wohnort Ingolstadt Juni 2011 135 Abb. 130 Arbeitslosenquote (in Prozent aller bzw. der ausländischen Erwerbspersonen) im Vergleich bayerischer Großstädte Oktober 2012 136 242 Abb. 131 Arbeitslose und Arbeitslosenquote (in Prozent) Oktober 2012 137 Abb. 132 Jugendarbeitslosenquote (15 bis 25-Jährige) Oktober 2012 138 Abb. 133 Arbeitslose unter 25 Jahren im Städtevergleich 139 Abb. 134 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach SGB II (Grundsicherung) in der Stadt Ingolstadt (Jahresdurchschnitts- bzw. Monatswerte) 2012 140 Abb. 135 Anteil der Personen in Grundsicherung nach SGB II an den Einwohnern unter 65 Jahren (August 2012) 141 Abb. 136 Erwerbsfähige Leistungsempfänger unter 25 Jahren (SGB II) in der Stadt Ingolstadt 2007 bis 2012 142 Abb. 137 Erwerbsfähige Leistungsempfänger unter 25 Jahren (SGB II) in der Stadt Ingolstadt August 2012 143 Abb. 138 Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) in der Stadt Ingolstadt 2011 144 Abb. 139 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 4 Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Grundsicherung 145 Abb. 140 Impfstatus in Ingolstadt Schuleingangsuntersuchung 2011 147 Abb. 141 Impfquote bei einzuschulenden Kindern 147 Abb. 142 Fehlende Vorsorgeuntersuchungen in Ingolstadt Schuleingangsuntersuchung 2011 149 Abb. 143 Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei einzuschulenden Kindern 150 Abb. 144 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 5 Gesundheit 151 Abb. 145 Wohnfläche je Person und Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund nach Stadtbezirken, Dezember 2011 153 Abb. 146 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 6 Wohnen 154 Abb. 147 Konfessionelle Anteile in Ingolstadt 2011 156 Abb. 148 Relative Konfessionelle Anteile nach Alter in Ingolstadt 2011 157 Abb. 149 Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren an allen Personen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren 160 Abb. 150 Anteil der wahlberechtigten Deutschen mit Migrationshintergrund an allen wahlberechtigten Deutschen 161 Abb. 151 Beschäftigte der Stadt Ingolstadt, Codierung der Herkunft, Stand 01.12.2012 163 Abb. 152 Anteil nach Herkunftsländern (bezogen auf Beschäftigte mit Migrationshintergrund) 163 Abb. 153 Tarifbeschäftigte mit Migrationshintergrund, Veränderungen 01.04. – 31.12.2012 164 Abb. 154 Teilnehmerentwicklung Interkulturelle Weiterbildungen 167 Abb. 155 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 7 Interkulturelle Öffnung 169 Abb. 156 Zahl der in Ingolstadt lebenden Flüchtlinge 31.12.2011 171 Abb. 157 Anzahl der Asylsuchenden in laufenden Verfahren in Ingolstadt 2006 – Dezember 2012 172 Abb. 158 Aktuelle Ziele / Qualitäten, Zielführende Maßnahmen und Projekte im Handlungsfeld D 8 Asylbewerber und Flüchtlinge 174 243 244 245 246 Bildnachweis © Stadt Ingolstadt, 2013 Fotos Stadt Ingolstadt bzw. Titel: Birgit Gebhard (1.v.l.); Helmut Bräuherr (2.v.l.); Ingram (4.v.l.) Seite 9: Helmut Bräuherr (1.v.l.); Daniel Schneeweis (2.v.l.) Seite 19: Horst Schalles (1.v.l.); Fotolia.com: Jakob Jeske (2.v.l.) Seite 20: Fotolia.com: VRD (1.v.l.), beermedia (2.v.l.), Anatoly Maslennikov (3.v.l.), Minerva Studio (4.v.l.) Seite 73: Fotolia.com: Robert Kneschke (1.v.l), Photo-K (2.v.l.); Helmut Bräuherr (3.v.l.); BananaStock (4.v.l.) Seite 74: BananaStock (1.v.l.); Fotolia.com: Igor Yaruta (2.v.l.), ChristArt (4.v.l.) Seite 87: Fotolia.com: Franz Pfluegl (1.v.l.), Photo-K (2.v.l.), Yantra (4.v.l.); BananaStock (3.v.l.) Seite 104: Fotolia.com: Picture-factory (1.v.l.); BananaStock (2.v.l.) Seite 127: adpic (1.u.2.v.l.); Photo Alto (3.v.l) Seite 131: Fotolia.com: Pressmaster (1.v.l.), Robert Kneschke (2.v.l.) Seite 148: Fotolia.com: Robert Kneschke (1.v.l.), vbaleha (3.v.l.); Helmut Bräuherr (2.v.l.) Seite 153: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH: Florian Schreiber (1.-4.v.l.) 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42. Leitbild_Integration_Erlangen.pdf  
Leitbild Integration Leitsätze kommunalen Handelns 1 Seite Man muss sich eingewöhnen. Alle verhalten sich anders. Als Fremder muss man die Sprache lernen. Alle verhalten sich anders. Inhal Fremd Vorwort des Oberbürgermeisters und der Bürgermeisterin Leitbild Integration: Präambel und Leitsätze in deutscher und englischer Sprache Man muss sich andere Freunde suchen. Alle gucken dich an. Warum die Stadt Erlangen ein Leitbild Integration braucht Alle verhalten sich anders. Ich öffne weit die Tür und laufe in die Das Erlanger Integrationsverständnis fremde Stadt hinaus. Menschen mit Migrationshintergrund Jeton, 13 Jahre Impressum Herausgeber: Stadt Erlangen, Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, Rathausplatz, 91052 Erlangen, Tel.: 09131 862375, Fax: 09131 861991, www.erlangen.de/integration Anwendungsgebiete interkultureller Kompetenz 2. überarbeitete Auflage, Oktober 2017, Auflage: 1.500 Redaktion: Dr. Elisabeth Preuß, Silvia Klein, Lukas Hüppauff, Anke Somnitz Gestaltung: Birke Partner GmbH Kommunikationsagentur, Erlangen Druck: Druck + Satz Grafex Diese Broschüre wurde auf Recyclingpapier gedruckt. 2 Seite Das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt 4 7 11 14 15 16 18 Seite Seite Seite Seite Seite Seite Seite Integration —– Zukunft gemeinsam meistern Liebe Erlangerinnen, liebe Erlanger, das Thema Integration ist seit 2015 aktueller denn je. Die Zuwanderung stellt Deutschland vor eine gesellschaftliche, humanitäre und auch moralische Herausforderung. Eine große Zahl von Migranten und Migrantinnen mit unterschiedlicher Kultur, Geschichte und sozialem Hintergrund kam nach Deutschland. Erlangen hat im Zuge dieser Ereignisse über 2.000 Neuzugewanderte aufgenommen. Sie zu integrieren, ist unsere gemeinsame Aufgabe in den nächsten Jahren. Als neue Mitglieder der städtischen Gemeinschaft tragen viele mittlerweile zum Funktionieren des Stadtlebens bei – sei es im Arbeitsleben, im Ehrenamt oder als Kulturvermittler. Dr. Elisabeth Preuß Bürgermeisterin Richtschnur für unsere Arbeit ist Artikel 1 des Grundgesetzes, die Menschenwürde ist unantastbar. Wir setzen uns dafür ein, dass die Würde in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft gewahrt wird. Von Bildung bis Teilhabe, von Gleichstellung bis Antidiskriminierung und Inklusion: Ziel ist die Integration in die Erlanger Gesellschaft, ohne die Aufgabe der eigenen Identität. Das ist nicht einfach, aber erreichbar. Das Leitbild Integration steht unter dem Motto „Integration – Zukunft gemeinsam meistern“. Wir brauchen es als Grundlage für die Bewältigung der kommenden Herausforderungen, aber auch für die Nutzung der Chancen. Deshalb ist Erlangen dem Programm ‚intercultural cities‘ des Europarats beigetreten und nutzt damit die Chance, die hier bereits vorhandenen positiven Ansätze zu einem international anerkannten Konzept weiterzuentwickeln. Das Programm verfolgt die Idee, Integration und Vielfalt als Ressource, Chance und Stärke einer Gesellschaft zu sehen. So wollen wir uns langfristig für eine erfolgreiche (Flüchtlings-)Integration aufstellen. So wollen wir sicherstellen, dass alle an den Angeboten einer offenen Gesellschaft teilhaben können. 4 Seite Wir wollen Integration proaktiv gestalten und einen kulturübergreifenden Dialog fördern. Sehr wichtig sind hierbei die Begegnung und das Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen. Daraus folgt, dass Integration Aufgabe der ganzen Gesellschaft ist. Nur so wird sozialer Zusammenhalt gestärkt, nur so wird Vielfalt zur Chance. Seit jeher reich an Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen, verschreibt sich Erlangen dem Motto „Offen aus Tradition“. Deshalb wurde 1974 der zweite bayerische Ausländerbeirat etabliert, um hier lebenden Ausländern und Ausländerinnen eine institutionalisierte Vertretung zu geben. Integration ist ein fortwährender Prozess und es gibt immer Bereiche, die optimiert werden können. Diese wollen wir gemeinsam angehen, um so unser Zusammenleben zu fördern und freundschaftlich zu gestalten. So bleibt Erlangen das, was es war und ist: eine vielfältige, lebensfrohe Stadt, die für jeden Platz hat, der sich als Erlangerin oder Erlanger sieht. Dr. Florian Janik Oberbürgermeister Dr. Elisabeth Preuß Bürgermeisterin Die Humanität erreichte mehr, wenn sie, statt die Gleichheit zu loben, zum Respekt vor dem Wunder der Vielfalt riete. Hans Kasper (1962), deutscher Schriftsteller 5 Seite Dr. Florian Janik Oberbürgermeister - h Auc Uhr 9 ls rd ica b o M Leitbild a Integration Mobicard Beerenstark für bis zu 6 Personen Präambel Die Erlanger Stadtgeschichte beweist, dass Integration gelingen kann. Sie zeigt uns die Bereicherung, die das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft bringt. Vier Einwanderungsepochen treten im Rückblick hervor: Nach einer jahrhundertelangen dörflichen Geschichte wurde Erlangen durch die Ansiedlung von protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Frankreich ab 1686 schlagartig zur Stadt. Weil die Zuwanderer zunächst die Mehrheit der Bürger stellten, dauerte das Zusammenwachsen der Bevölkerungsgruppen über hundert Jahre. eins Nach dem zweiten Weltkrieg nahm das kaum zerstörte Erlangen Ver­ triebene und Flüchtlinge aus den ehe­ maligen deutschen Ostgebieten auf. Dass der neugeschaffene Industrie­ standort Arbeitskräfte benötigte, er­ leichterte die Integration maßgeblich. zwei Die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ab den 1960er Jahren nach Erlangen kamen, waren zu einem ungewöhnlich großen Teil Akademiker und Fachkräfte. Ihre Bildung und Sprachkenntnis erleichterte ihnen das Eingewöhnen. drei 6 Seite 7 Seite vier Seit 2013 nimmt die Zuwanderung nach Erlangen wieder stärker zu. Zum einen im Flüchtlingsbereich, aber auch die Zuwanderung im Rahmen der europäischen Freizügigkeit hat in diesen Jahren stetig zu genommen. Diese Entwicklung wird die Integrationsarbeit voraussichtlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten prägen. In vielen Fällen wurde aus Nachbarschaft Freundschaft. Aus Gästen wurden Mitbürger und Einheimische. In der Gegenwart stehen wir vor neuen Herausforderungen. Die Stadt Erlangen ist überzeugt, dass Integration ein wechselseitiger Prozess zwischen Einwanderern und Einheimischen ist, der allen Beteiligten nützt. Die aufnehmende Gesellschaft bietet zuerst Gastfreundschaft und dann Heimat. Die Aufgenommenen bringen dafür ihre vielfältigen Gaben, ihre Erfahrungen und Werte ein. Die Stadt Erlangen ist entschlossen, der Stadtgeschichte ein weiteres Kapitel erfolgreichen Zusammenwachsens von Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion hinzuzufügen. Mit dem Integrationsleitbild verpflichtet sich die Stadt Erlangen, auch in der veränderten Lage ihrem Wahlspruch „Offen aus Tradition“ zu folgen. Leitsätze Integration Die Integration ist für die Stadt Erlangen eine ihrer zentralen kommunalpolitischen Aufgaben. Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft prägt das Selbstverständnis unserer Stadt. eins Integration wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft. Für alle Referate und Dienst­ stellen der Stadt sowie die städtischen Unternehmen ist das Leitbild Grundlage ihrer Arbeit. zwei drei Aktive Öffentlichkeitsarbeit ist wichtiger Bestandteil kommunaler Integrationspolitik. vier Die Stadt Erlangen strebt in ihrer Verwaltung und in den städtischen Unternehmen eine verstärkte Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund an, um so als Arbeitgeberin eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz sind bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Schlüsselqualifikationen anzusehen. fünf Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützt die Stadt Erlangen Verbände, Vereine und Initiativen bei integrativen und interkulturellen Maßnahmen und Aktivitäten. sechs Integration orientiert sich an der Lebenslage der Menschen und nicht an ethnischen Merkmalen oder der Staatsangehörigkeit. Der wechselseitige Prozess der Integration bezieht alle Migrantinnen und Migranten ein, die ihren Lebensmittelpunkt in Erlangen haben – unabhängig wie lange sie bereits hier leben. Die in Erlangen lebenden Migrantinnen und Migranten können gleichberechtigt an allen städtischen Angeboten und Leistungen teilhaben. Die Stadt Erlangen sieht sich in ihren Planungen und Maßnahmen einer interkulturellen Öffnung verpflichtet. Die bestehenden Angebote werden dazu, wo nötig, zielgruppengerecht verändert und ergänzt. sieben Die Stadt Erlangen bezieht möglichst viele gesellschaftliche Gruppen aktiv in den Integra­ tionsprozess ein und fördert deren Vernetzung. Dabei wird auch bürgerschaftliches Engagement im Bereich integrativer Maßnahmen gefördert. acht neun Die Stadt Erlangen sieht sich als Moderatorin, wenn das Zusammenleben Probleme und Konflikte mit interkulturellen Ursachen oder Folgen schafft. Key elements of Integration one Integration is one of the central goals of municipal politics in Erlangen. The peaceful coexistence of people from diverse ethnic backgrounds is a fundamental characteristic of our city. Integration is considered a global objective, concerning each and every area of local administration. All city departments and municipal businesses draw on the principles of integration as a foundation for their work. two Active public relations is a crucial element of local integration policy. three The City of Erlangen is striving to hire a greater number of migrants in public administration and municipal businesses in order to serve as a role model for other employers. The ability to speak several languages and to have other intercultural skills are to be recognised as key qualifications for employment. four zehn Jeglichen Formen von Rassismus und Diskriminierung tritt die Stadt Erlangen mit Entschiedenheit entgegen. Im Rahmen der geltenden Gesetze und individuellen Rechte garantiert sie allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Wahrung ihrer religiösen und kulturellen Identität. five Within the framework of its financial means, the City of Erlangen supports integrative and intercultural initiatives proposed by various groups and associations. elf Die Stadt Erlangen setzt sich in den Gremi- six en der kommunalen Spitzenverbände gegenüber Land und Bund für die nachhaltige politische und soziale Teilhabe aller Migrantinnen und Migranten ein. 8 Seite Integration is based on an individual’s circumstances not on ethnicity or nationality. The reciprocal process of integration involves all migrants whose homes 9 Seite are primarily based in Erlangen – regardless of how long they have lived here. seven Migrants living in Erlangen benefit equally from all city programmes and services. The commitment of the City of Erlangen to an open intercultural policy is mirrored in its strategies and measures. If necessary, services already in place are to be modified and enhanced in accordance with the requirements of the designated target group. The City of Erlangen actively includes many societal groups in the integration process and fosters networking amongst them. Support is also provided to civic initiatives dealing with integration. eight nine The City of Erlangen considers itself a mediator with regards to conflicts triggered by intercultural misunderstandings. The City of Erlangen takes a decisive stand against any form of racism or discrimination. Within the framework of the law and individual rights, it guarantees every citizen the preservation of their religious and cultural identity. ten eleven In municipal associations, the City of Erlangen, in its dealings with state and federal administrations, advocates lasting political and social participation for all migrants. Volkshochschule der Stadt Erlangen Warum die Stadt Erlangen ein Leitbild Integration braucht Das Integrationszentrum in der Stadtmitte Umfangreiches Kursangebot mit über 300 Deutschkursen und fast 18.000 Unterrichtsstunden pro Jahr www.vhs-erlangen.de Weitere Informationen sowie Ihre persönlichen Ansprechpartner*innen: vhs Erlangen Friedrichstraße 19 – 21, 91054 Erlangen Offiziell anerkanntes Prüfungszentrum des Goethe-Instituts Sprachkursanbieter für Integrationskurse Koordinierungsstelle Sprachen für Zugewanderte und Geflüchtete Prüfungszentrum für die Sprachkurse zur staatlichen Einbürgerung Informations- und Beratungszentrum für alle Deutschlerner*innen Begegnungszentrum „vhs club INTERNATIONAL“ mit vielfältigem Angebot 10 Seite Von 112.023 Einwohnerinnen und Einwohnern haben rund 39.028 einen Migrationshintergrund. In Deutschland leben aktuell 17,1 Mio. Integration immer noch die größte Menschen mit Migrationshinter- Herausforderung der deutschen grund, das sind 21 % der Gesamt- Städte darstellt. bevölkerung, von denen 11,5 % die deutsche und 9,5 % eine ausländiDas Thema Migration wird oft sche Staatsbürgerschaft haben. Da- mit dem Thema demografische mit erreicht die Zahl im Jahr 2015 Entwicklung verknüpft. Fachleute einen neuen Höchst­ gehen davon aus, stand1. dass Zuwanderung einen wichtigen Bei­ Eine Stadt besteht Erlangen sieht eine trag leisten kann, ähnliche Entwickum auch künftig aus unterschiedlichen Arten lung: Von 112.023 die sozialen SysteEinwohner innen me zu sichern und von Menschen; und Einwohnern den demografihaben rund 39.028 schen Wandel zu gleiche Menschen bringen einen Migrationsgestalten. Viele der hintergrund, d. h. sie zu uns kommenkeine Stadt zuwege. sind entweder ausden Menschen sind ländische Staatsbürjung, viele bringen ger und StaatsbürQ u a l i fi k a t i o n e n gerinnen, AussiedAristoteles und den Willen mit, ler und Aussiedler­sich vielfältig und innen, Eingebürger­ dauerhaft einzute oder als Deutsche geborene bringen. Wir sollten daher ZuwanNachkommen dieser Gruppen2. derung als Chance nutzen, unsere Stadt langfristig voranzubringen und Die Zahlen dokumentieren, dass den sozialen Zusammenhalt zu Integration mehr denn je zu den stärken. wichtigsten Aufgaben gehört, die Politik und Gesellschaft in den Seit jeher sind kulturelle Vielfalt nächsten Jahren und Jahrzehnten und sprachlicher Reichtum ein Gegemeinsam zu bewältigen haben. winn für die Stadtgesellschaften. Das OB-Barometer 2016 des Das zeigt, dass die erfolgreiche InteDeutschen Instituts für Urbanistik gration von Menschen mit Migraergab, dass für die (Ober-)Bürger- tionshintergrund vor allem im Intemeister und Bürgermeisterinnen resse der Kommunen liegt, denn 11 Seite Integration findet statt, wo die Menschen leben: in den Städten und Gemeinden. Der Deutsche Städtetag, der Spitzenverband der Städte in Deutschland, schreibt 2016: „Gerade in den Städten wird das Potenzial deutlich, das Zugewanderte in unsere Gesellschaft einbringen und die Chancen, die daraus für die Städte erwachsen.“ Erlangen stellt sich dieser Herausforderung und Verantwortung seit vielen Jahren und hinterfragt fortlaufend die eigene Vorgehensweise. Deshalb hat sich die Stadt Erlangen bereits 2006 dazu entschlossen, ein Integrationsleitbild zu erarbeiten. Es soll die grundlegende Ausrichtung und die Schwerpunkte der Erlanger Integrationsarbeit darstellen. Im Juli 2007 hat der Erlanger Stadtrat einstimmig das Leitbild Integration, gemeinsam mit dessen Umsetzung ab 2008, verabschiedet. Dafür wurden sechs Arbeitskreise gebildet. Unter der Leitung jeweils eines Paten bzw. einer Patin wurden folgende Themenfelder bearbeitet: Leitbildkonzeption, sprachliche Integration und Bildung, berufliche Integration – Wirtschaft und Arbeit, soziale und kulturelle Integration, politisch-partizipatorische Integration, sowie Stadtplanung, Wohnum- feld, Sozialraum. Insgesamt haben rund 70 Personen am Projekt mitgearbeitet. Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Mitglieder aller Stadtratsfraktionen, interessierte Bürgerinnen und Bürger. In den Arbeitsgruppen wurden umfangreiche Maßnahmenkataloge erarbeitet. Einige davon wurden bereits realisiert, andere dienen als Ideenpool für zukünftige Projekte. In diesem Zuge wurde die Koordinationsstelle Integration eingerichtet. Sie begleitet als referatsübergreifende Stelle die Integrationsarbeit und die Umsetzung des Leitbilds. Der Lenkungskreis Integration hat die Aufgabe, die grundsätzliche Ausrichtung der Integrationspolitik zu steuern. Willkommen im Autohaus Pickel. Mein Vertrauen. Mein Service. Im Autohaus Pickel sind Sie bestens aufgehoben: • • • • • • • • • Die jährliche Integrationskonferenz soll dazu dienen, alle wichtigen Akteure - extern und intern - miteinander zu verbinden. Das Integrationsmonitoring soll Stand und Entwicklung der Integration beobachten und Handlungsbedarfe kenntlich machen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! https://www.destatis.de/DE/PresseService/ Presse/Pressemitteilungen/2016/09/ PD16_327_122.html 1 Stand 2016; Quelle: Stadt Erlangen, Statistik und Stadtforschung Mercedes-Benz Neu- und Gebrauchtwagen* Wartung & Reparatur Lack- und Karosseriezentrum KS Autoglaszentrum Reifen-Service & Felgeninstandsetzung Pkw- und Lkw-Waschanlage Mobilitätsservice Airport-Service Top-Ausbildungsbetrieb *in Kooperation mit der Mercedes-Benz Niederlassung Nürnberg 2 12 Seite 13 Seite Autohaus Pickel GmbH & Co. KG Autorisierter Mercedes-Benz Service und Vermittlung Frauenauracher Straße 95, 91056 Erlangen, Tel. 09131 794-0 www.autohaus-pickel.de | facebook.com/autohaus.pickel Das Erlanger Integrationsverständnis Menschen mit Migrationshintergrund bedeuten eine kulturelle Bereicherung der städtischen Gesellschaft. Sie leis­ten durch Einbringung ihrer individuellen Kompetenzen einen Beitrag zur gesamtstädtischen Entwicklung zu einem neuen Ganzen, das mehr ist als die bloße Summe seiner Teile. Integration von Menschen mit Mi­ gra­­tionshintergrund, die ihren Lebensmittelpunkt in Erlangen gefunden haben, meint einen gesamtstädtischen Sozialprozess des wechsel­­seitigen Aufeinanderzugehens. Sie bezweckt die aktive Förderung und Sicherung eines friedlichen und gleichberechtigten Miteinanders aller Menschen anstelle eines beziehungslosen Nebeneinanders. Ziel ist die gleichberechtigte Artikula­tions- und Partizipationsmöglichkeit der Zuwanderer in zentralen Gesellschaftsbereichen der Stadt wie Wirtschaft, Politik, Wohnen, Kultur und Freizeit. Integration meint einen gesamtstädtischen Sozialprozess des wechsel­­seitigen Aufeinanderzugehens. Integration ist dort erfolgreich, wo sich Zuwanderer in die Gesellschaft aufgenommen und ihr zugehörig fühlen, wo sie sich mit der Gesellschaft identi­fizieren und Verantwortung für sie über­nehmen und sich wohl und heimisch fühlen. Integration verläuft langfristig und in verschiedenen Gesellschaftsbereichen durchaus unterschiedlich. Zur Steuerung und Ge­­staltung bedarf sie eines kommunalen Gesamtansatzes, der Integration als gesamtge­ sell­schaft­liche und gesamtstädtische Querschnitts­auf­gabe und kommunale Pflichtaufgabe begreift: Alle Überlegungen städtischen Handelns berücksichtigen somit den As­pekt der Integration. Ei­ne solche Inte­gra­ tions­po­litik setzt nicht symptomorientiert und defizitverwaltend an, son­dern prä­ventiv, ursachenbezogen sowie fördernd und fordernd im Sinne der Ent­faltung der Potenziale der Menschen. Auf diese Weise entwickelt die Integrationspolitik eine gesamtgesellschaft­liche Kultur aufgeklärten und posi­tiven Umgangs mit Vielfalt und Differenz. Integration verlangt von der Kommune die Schaffung entsprechender Angebo­ te, die Menschen mit Migrations­hin­tergrund befähigt, sich im Alltagsleben Erlangens selbstständig zu­rechtzufinden. Von den Menschen mit Mig­ra­tions­­hin­­ tergrund wie auch von der Aufnahmegesellschaft ist die Bereitschaft zur Integration und Nutzung dieser Angebote bei Einbringung ihrer individuellen Kompetenzen gefordert. Integration betrifft in unterschiedlichem Maße alle Bürgerinnen und Bürger der Aufnahmegesellschaft und der Zuwanderergemeinschaft, sie stellt weder ausschließlich 14 Seite Privatangelegenheit dar, noch ist dieser Prozess von der Kommune allein zu leisten: Es handelt sich vielmehr um eine gemeinsame, zivilgesellschaftliche Aufgabe. Für Erlangen ist zweierlei von Bedeutung: Integration muss gelebt und praktiziert werden. Integration wird nicht nur für Zuwanderer gemacht, sondern ist in einem partizipativen, an Verständigung und Dialog orientierten Prozess vor allem mit ihnen zu erreichen. Erlangens Integrationsverständnis ist zukunftsorientiert und visionär, um künftige gesellschaftliche Herausforderungen vorausschauend zu gestalten, eins leistungs- und aufstiegsorientiert, um auch Menschen mit Migrationshintergrund gesellschaftliche Perspek­tiven zu eröffnen, zwei Menschen mit Migrationshintergrund Das Statistische Bundesamt hat 2016 seine Definition für das Merkmal „Menschen mit Migrationshintergrund“ überarbeitet. Hierzu zählen: .... zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländer und Ausländerinnen .... zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte .... (Spät-)Aussiedler und Aussiedlerinnen .... als Deutsche geborene Nachkommen dieser Gruppen. Diese Begriffserklärung soll dem besseren Verständnis des Leitbildes dienen. emanzipatorisch und nicht gleichgültig und bevormundend, um die Potenziale der Menschen zur Entfaltung zu bringen, drei vier und zielt auf die individuelle Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger bei der gesellschaftlichen Entwicklung der Erlanger Gesellschaft ab. 15 Seite Leitbild Anwendungsgebiete interkultureller Kompetenz Interkulturelle Kom­ petenz umschreibt die Fähigkeit, ange­ mes­sen und erfolgreich in einer kultu­ rell fremden Umge­ bung oder mit An­gehörigen anderer Kulturen zu kommu­ Interkulturelle Orientierung zielt auf die Anerkennung der kulturellen Vielfalt einer Stadtgesellschaft. prozess zu beteiligen und bei der Aufgabenerfüllung Chan­cen­gleich­heit herzustellen und Benachteiligun­gen ab­ zubauen, sodass den Migrantinnen und Mi­­gran­ten eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Interkulturelle Ar­beit ist Überset­ zungsarbeit in kulturellen Überschnei­ ­nizieren. dungssituationen mit dem Ziel, inInterkulturelle Kom­petenz bein- terkulturelle Missverständnisse zu haltet Kommunikations-, Handlungs- verringern und Partizipationsmögund ins­besondere auch Kon­flikt­lö­ lichkeiten zu erhöhen. sungsfähig­keiten, die den (toleranIn der Aneignung und Anwenten) Um­gang mit kultureller Vielfalt dung interkultureller Kompetenz ermöglichen. liegt die Chance, im In der Aneignung und Das bedeutet, sich Blick auf das Frem­de vielfältige Kenntnisoder das An­dere Anwendung interkultureller se anzueignen, den zugleich auch das Überblick auch im Bewusstsein für Kompetenz liegt die Chance, Unübersichtlichen das Gemeinsame zu bewahren, die und für das Eigene Menschen zu be­ob­ im Blick auf das Frem­de oder zu schärfen. achten, ohne gleich Der Erwerb inter­ das An­dere zugleich auch zu bewerten, ihnen ­kultureller Kompezuzuhören, auf ihre tenz ist eine lebens­ das Bewusstsein für Gefühle und Belange Aufgabe, die dürfnisse Rücksicht nicht mit einem Fortdas Gemeinsame und für zu nehmen und ein­ bildungskurs abgefühlsam mit­einan­der schlossen ist, sondas Eigene zu schärfen. zu kommunizie­ren. dern sich immer Inter kulturelle wieder an den AnOrien­tierung zielt auf die Anerken- forderungen, die aus der gesellnung der kulturellen Vielfalt einer schaftlichen Realität resultieren, zu Stadtgesellschaft. Sie ist darauf aus- orientieren hat. gerichtet, die verschiedenen GrupIn einem Prozess der interkultupen am ge­sell­schaft­lichen Gestaltungs­ rellen Öffnung der Verwaltung sol- 16 Seite len Strategien entwickelt und umgesetzt wer­den, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielfältige Kompetenzen im Umgang mit kultureller Vielfalt erwerben und dabei lernen, integrationsorientiert zu handeln. Der Erwerb interkultureller Hand­ ­­lungskompetenz ist dabei nicht nur als individuelle Leistung der einzelnen Mitarbeiterin und des einzelnen Mitarbeiters zu verstehen, son­ dern interkulturelle Handlungskom- petenz bedeutet einen Prozess der Organisations- und Personalentwick­ lung der gesamten Stadtverwaltung. Die damit verbundenen Handlungsfelder umfassen sowohl die Ver­ ankerung des Verständnisses von Interkulturalität als Querschnittsansatz, Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Mi­gra­ tionshintergrund und die interkulturelle Fortbildung der Beschäftigten als auch die Umsetzung des Gesamt­ konzeptes des Integrationsleitbildes. 17 Seite Das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt Menschen sind unterschiedlich. Jeder Mensch ist anders. Jeder hat die gleichen Chancen. Jeder hat die gleichen Rechte.3 Vielfalt ist Normalität in jeder Gesellschaft. Es beschreibt die Existenz vielfältiger Identitäten und Kulturen innerhalb und zwischen sozialen Gruppen und Gesellschaften. Dem zugrunde liegt das Verständnis, dass die Reduzierung von Personen auf einzelne Aspekte, dem Individuum nicht gerecht wird. Deshalb hat sich die Stadt Erlangen entschlossen einen neuen und innovativen Weg zu gehen. Alle Dimensionen von Vielfalt sollten an einer Stelle erfasst werden. Folglich wurden die Konzepte der Integration und der Geschlechtergerechtigkeit zum Konzept der Vielfalt bzw. des Diversity erweitert. Mit der Integrationskonferenz 2011 und der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt 2012 wurden die ersten Weichen Richtung Diversity gestellt. Nach weiteren Projekten, wie z. B. dem Xenos Projekt zur interkulturellen Öffnung, wurde der Prozess 2015 mit einem Stadtratsbeschluss zur Gründung des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt abgeschlossen. Daraufhin wurden die Aufgaben Gleichstellung, Integ- ration, Inklusion, sexuelle Orientierung und der Aufbau einer Antidiskriminierungsberatung an einer zentralen Stelle zusammengeführt und eine Diversity Einheit aufgebaut. Seit dem werden diese Bereiche gemeinsam bearbeitet. Die Stadt setzt sich dafür ein, Vielfalt als Ressource anzuerkennen, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und Diskriminierungen zu verhindern. Vielfaltspolitik soll in alle Bereiche des städtischen Handelns integriert werden. Die Stadt Erlangen will ein Zusammenleben schaffen, das durch Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe geprägt ist. Alle Maßnahmen werden dahingehend überprüft, dass Barrieren, die gleichberechtige Teilhabe hemmen oder verhindern, erkannt und abgebaut werden können. Es werden Maßnahmen entwickelt, die proaktiv zum Abbau von Barrieren beitragen. Dazu gehört eine Diversityund Antidiskriminierungsberatung, die individuelle Hilfestellungen gibt und konzeptionelle Unterstützung zur Förderung der Vielfalt bietet. Definition von Vielfalt in leichter Sprache 3 18 Seite 19 Seite
43. Integrationskonzept_Flyer_Bamberg.PDF  
Grußwort Integrationsleitbild Bamberg Grundsätze & Thesen Bamberg ist eine Stadt mit langer Tradition und reichem kulturellen Erbe. Um auch in der Zukunft diesen kulturellen Reichtum sicherzustellen, wollen wir die vorhandene Vielfalt und die Potenziale aller hier lebenden Menschen zum Wohle Bambergs nutzen, fördern und zusammenführen. Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste und Freunde unserer Stadt. Nach mehr als 30 Jahren erfolgreicher Integrationsarbeit und interkulturellen Zusammenlebens freut es uns sehr, das neue Integrationsleitbild der Stadt Bamberg präsentieren zu dürfen. Integration ist eine Aufgabe, die nicht nur uns, sondern auch künftige Generationen beschäftigen wird. Unsere Bürgerinnen und Bürger mit, aber auch ohne Migrationshintergrund, sind gefragt, den kulturellen Reichtum und somit Integration aktiv mitzugestalten. Bamberg will nicht nur als Weltkulturerbe Zeichen setzen, sondern auch in Sachen Integrationspolitik mit Beispiel vorangehen. Hierzu ist interkulturelle Kompetenz in der Verwaltung ebenso vonnöten wie Ihr Engagement und Ihre Erfahrung. Respekt im Umgang miteinander und gegenseitige Unterstützung sind die ersten Schritte zu einer erfolgreichen Integration. In Bamberg soll es allen gut gehen. Zögern Sie daher nicht, die Angebote der Stadt Bamberg zu nutzen. Andreas Starke Oberbürgermeister Bamberg will eine solidarische Stadtgesellschaft in der Verantwortung aller sein. Die Verständigung zwischen den vielfältigen gesellschaftlichen Gruppen ist die Grundlage für ein funktionierendes Gemeinwesen und somit für die Integration. Maßnahmen und Dienstleistungen der Stadt sollen die vorhandenen Fähigkeiten aller in Bamberg lebenden Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer, kultureller und sozialer Herkunft, Behinderung, Weltanschauung sowie sexueller Identität stärken. Ein besonderes Augenmerk verdienen Kinder und Jugendliche. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, an kommunalpolitischen Entscheidungen und der Zugang zu Ressourcen soll allen gleichberechtigt ermöglicht werden. 1. Unter Integration versteht man den längerfristigen Prozess der Eingliederung und Einbindung von Zuwanderinnen und Zuwanderern in die gesellschaftlichen Kernbereiche. Für das Gelingen dieses Prozesses tragen Eingewanderte ebenso wie Mitglieder der Aufnahmegesellschaft in gleicher Weise Verantwortung. Dies setzt gegenseitige Offenheit und Respekt voraus. Dieses Integrationsverständnis respektiert und wertschätzt kulturelle Vielfalt. 2. Integration ist Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und ein Prozess der gegenseitigen Verständigung - auch bei Interessengegensätzen. Grundlage ist die Anerkennung der freiheitlich demokratischen Grundordnung sowie der Menschenrechte. Integration stärkt die Solidarität in der Stadt. 3. Sprachkompetenzen im Deutschen und in den Herkunftssprachen sind Schlüsselressourcen von Integration. Grundsätze & Thesen unft k r e H ene d e i h c unft k u Vers Z me a s n i e - gem Das Bamberger Leitbild Integration Ansprechpartner zum Thema Integration innerhalb der Stadt Bamberg: 4. Integration bedeutet, Vielfalt anzuerkennen und zu gestalten sowie politische Partizipation und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Stadt zu ermöglichen – dies beinhaltet den gleichberechtigten Zugang aller, unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer, sozialer und kultureller Herkunft, Behinderung, Weltanschauung, sexueller Identität, zu Information, Bildung, Kultur, Sport, beruflichen Möglichkeiten, Wohnraum, sozialen Dienstleistungen und gesundheitlicher Versorgung. 5. Integration setzt die interkulturelle Orientierung und Öffnung von Institutionen voraus, d.h. alle öffentlichen Angebote und Dienstleistungen sollen so gestaltet werden, dass sie alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigen und erreichen. 6. Integration heißt, entschieden gegen Diskriminierung und Rassismus vorzugehen. 7. Integration setzt bei den vorhandenen Ressourcen der in Bamberg lebenden Menschen an. Anders als bisher stehen Kompetenzen und Potenziale im Vordergrund und werden gestärkt. Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg Geyerswörthstr. 1, 96047 Bamberg Zimmer 11 Tel.: 0951 87-1870 (-1872) Fax: 0951 87-1915 mib@stadt.bamberg.de www.mib.stadt.bamberg.de Stadt Bamberg Koordinierungsstelle für Beiräte und Beauftragte Geyerswörthstr. 1, 96047 Bamberg Tel.: 0951 87-1440 Fax: 0951 87-1976 koordinierungsstelle@stadt.bamberg.de www.stadt.bamberg.de Impressum: Herausgeber: Sozial - und Umweltreferat Idee und Redaktion: Strategie - und Lenkungsgruppe des Flächenübegreifenden Integrationsprojektes in Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg Layout: Stefan Mähringer Die Stadt Bamberg dankt der Landeshauptstadt München für ihre Unterstützung,da das Integrationsleitbild auf dem der Stadt München basiert. Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft
44. 30339_satzung_ibr_2019_final.pdf  
Satzung über den Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt vom 26.11.2019 Auf Grund des Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (Gemeindeordnung - GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998 (GVBl S. 796, BayRS 2020-1-1-I), zuletzt geändert durch § 1 Abs. 38 der Verordnung vom 26. März 2019 (GVBl. S. 98), erlässt die Stadt Schweinfurt folgende Satzung: § 1 Zweck (1) Die Stadt Schweinfurt bildet zur Wahrung demokratischer Grundrechte einen Integrationsbeirat als öffentliche kommunale Einrichtung. (2) Die Zwecke des Integrationsbeirates sind a) die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Zuwanderern in Schweinfurt, b) die Förderung der zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Einheimischen und Zuwanderern, c) die Förderung der zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Zuwanderern zur Verbesserung der allgemeinen Völkerverständigung sowie d) die Förderung der Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund, einschließlich Asylsuchender. § 2 Aufgaben Der Integrationsbeirat vertritt die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund, einschließlich Asylsuchender in Schweinfurt. Er verfolgt das Ziel, für ein von gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung getragenes Verhältnis aller in der Stadt Schweinfurt lebenden Bevölkerungsgruppen einzutreten. Er hat dabei im eigenen Wirkungskreis der Stadt Schweinfurt a) Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung des Integrationsprozesses zu entwickeln, b) Stadtrat und Stadtverwaltung bei Entscheidungen, die das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund betreffen, zu beraten, c) die Stadt Schweinfurt im Rahmen seines Aufgabenbereiches in überörtlichen Zusammenschlüssen oder Organisationen zu vertreten, d) bei der Umsetzung von Maßnahmen auf dem Gebiet der Integration mitzuwirken, insbesondere bei Problemen zu vermitteln, individuelle Beratungen zu koordinieren und eigene interkulturelle Veranstaltungen durchzuführen, insbesondere jedoch die Mitgliedsorganisationen des Integrationsbeirates zur Durchführung solcher Veranstaltungen zu motivieren und sie dabei zu unterstützen. § 3 Zusammensetzung (1) Die stimmberechtigten Mitglieder des Integrationsbeirates der Stadt Schweinfurt teilen sich auf in 1. Vertreterinnen oder Vertreter der in der Stadt Schweinfurt aktiven Migrantenvereine, Verbände und Organisationen, die Menschen mit Migrationshintergrund betreuen und vertreten. Sie werden von den Migrantenvereinen, Verbänden und Organisationen 1 entsprechend deren jeweiliger Regelung zur internen Willensbildung entsandt. Sie sollen nicht gleichzeitig Mitglied im Stadtrat der Stadt Schweinfurt sein. Die folgenden aktiven Verbände und Organisationen entsenden je einen Vertreter: a) Alevitische Gemeinde Schweinfurt e. V. b) Caritasverband Stadt und Landkreis Schweinfurt c) DGB Kreisverband Schweinfurt d) Diakonisches Werk e. V. e) Ditib-Schweinfurt Zentrum Moschee e. V. f) Evangelischer Frauenbund Schweinfurt e. V. g) Griechisch-orthodoxe Pfarrei von Unterfranken h) ILIRIA Schweinfurt e. V. i) Initiativgruppe Freundschaft j) Integrations- und Bildungsverein e. V. k) Interkult e. V. l) Interkulturelles Begegnungszentrum für Frauen e. V. m) Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, Ortsverein Schweinfurt e. V. n) Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Orts- und Kreisgruppe Schweinfurt e. V. o) Panamericanos Schweinfurt e. V. p) Paritätischer Wohlfahrtsverband Schweinfurt e.V. q) Russisch-orthodoxe Gemeinde r) Sozialdienst katholischer Frauen e. V. s) Stadtjugendring Schweinfurt Sie werden von den Verbänden und Organisationen entsprechend deren jeweiliger Regelung zur internen Willensbildung entsandt. Sie sollen nicht gleichzeitig Mitglied im Stadtrat Schweinfurt sein. 2. Vertreterinnen oder Vertreter der in der Stadt Schweinfurt lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Sie sollen nicht gleichzeitig Mitglied im Stadtrat der Stadt Schweinfurt sein. Sie werden nach der Konstituierung des Beirates von diesem auf Grund seiner Geschäftsordnung gewählt. Die Anzahl der Freien Mitglieder darf die Anzahl der Mitglieder gem. § 3 Abs. 1 Nr. 3 nicht übersteigen. 3. Vertreterinnen oder Vertreter des Stadtrates der Stadt Schweinfurt. Hierbei entsendet die Fraktion mit den meisten Sitzen im Stadtrat zwei Delegierte, jede andere Fraktion je einen Delegierten. § 5 Abs. 1 Satz 2 der GO des Stadtrates findet Anwendung. Der Stadtrat entsendet seine Vertreterinnen und Vertreter nach den jeweiligen Bestimmungen der Geschäftsordnung des Stadtrates. (2) Für jedes Mitglied des Beirates gem. § 3 Abs. 1 Nrn. 1 und 3 soll eine Ersatzperson benannt werden. (3) Es wird eine nach Geschlecht und Herkunftsländern ausgewogene Besetzung angestrebt, die die Bevölkerungsstruktur der Stadt Schweinfurt zum Zeitpunkt der Wahl widerspiegelt. Soweit für einen Sitz ein Mann benannt wird, sollte dessen Vertreterin eine Frau sein und umgekehrt. 2 § 4 Amtsperiode (1) Die Amtsperiode des Integrationsbeirates beginnt in der Regel mit der Wahlperiode des Stadtrates und endet nach 3 Jahren, spätestens jedoch zur Hälfte der Wahlperiode des Stadtrates. (2) Nach Ablauf der Amtszeit führt der amtierende Beirat die Geschäfte kommissarisch bis zu einem Zeitraum von höchstens zwölf Monaten weiter, wenn die Neukonstituierung aus sachlichen Gründen nicht rechtzeitig erfolgen kann. § 5 Vorsitz (1) Der Integrationsbeirat wählt aus der Mitte der Vertreter gem. § 3 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 eine/n Vorsitzende/n und zwei Stellvertreter. Für die Wahl findet Art. 51 Abs. 3 Gemeindeordnung Anwendung. Der/die Vorsitzende und dessen Vertreter dürfen nicht dem Stadtrat der Stadt Schweinfurt angehören. (2) Der/die Vorsitzende beruft den Integrationsbeirat ein und leitet die Sitzungen. Er/sie repräsentiert den Integrationsbeirat nach außen und vertritt ihn gegenüber dem Stadtrat und der Stadtverwaltung. § 6 Arbeitsgruppen (1) Der Integrationsbeirat kann fachspezifische Arbeitsgruppen einrichten. Sie bearbeiten insbesondere die in § 2 der Satzung genannten Aufgaben. (2) Jede Arbeitsgruppe bestimmt eine/n Sprecher/in. (3) Jedes stimmberechtigte Mitglied soll in mindestens einer Arbeitsgruppe mitwirken. Das Nähere regelt die Geschäftsordnung des Integrationsbeirates. (4) Die Arbeitsgruppen stehen Personen, die nicht Mitglieder des Integrationsbeirates sind, zur Teilnahme an deren Beratungen offen. § 7 Vorstand (1) Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, ihren/seinen Stellvertretern und den Sprechern der Arbeitsgruppen. Die Geschäftsführung und die/der Integrationsbeauftragte der Stadt Schweinfurt gehören dem Vorstand mit beratender Stimme an. (2) Der Vorstand wird von der/dem Vorsitzenden einberufen. Er nimmt die laufenden Geschäfte des Integrationsbeirates wahr und bereitet die Sitzungen des Beirates vor. § 8 Ehrenamt (1) Die Tätigkeit im Integrationsbeirat ist ehrenamtlich. (2) Die Mitglieder des Beirates sind verpflichtet, die Arbeit des Beirates nach besten Kräften zu fördern, insbesondere an den Sitzungen teilzunehmen. Näheres regelt die Geschäftsordnung des Integrationsbeirates. (3) Stellt ein Arbeitgeber ein Mitglied des Integrationsbeirates zur Teilnahme an einer Beiratssitzung von der planmäßig anfallenden Arbeitsleistung unter Fortzahlung der Bezüge 3 frei, erhält dieser auf Antrag von der Stadt Schweinfurt die aufgewendeten Lohnkosten erstattet. § 9 Geschäftsgang (1) Der Integrationsbeirat tritt nach Bedarf, mindestens aber zweimal jährlich, zusammen. Die oder der Vorsitzende lädt zu den Beiratssitzungen, spätestens zehn Tage im Vorfeld, unter Angabe der Tagesordnung in Textform ein. (2) Die Sitzungen des Integrationsbeirates sind öffentlich. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden, wenn Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder berechtigte Ansprüche Einzelner dies erfordern. (3) Die Vorstandssitzungen des Integrationsbeirates sind nicht öffentlich. (4) Zu den nichtöffentlichen Vorstandssitzungen können im Einzelfall durch Beschluss Personen, die dem Vorstand des Integrationsbeirates nicht angehören, hinzugezogen werden, wenn deren Anwesenheit für die Behandlung des jeweiligen Beratungsgegenstandes erforderlich ist. (5) Der Integrationsbeirat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens 1/3 seiner stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. (6) Die Sitzung des Integrationsbeirates wird von der/dem Vorsitzenden, bei ihrer/seiner Verhinderung von einem/r stellvertretenden Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. (7) Jedes stimmberechtigte Mitglied des Integrationsbeirates kann einen Antrag im Integrationsbeirat stellen. (8) Anträge des Integrationsbeirates an den Stadtrat werden in den Stadtratssitzungen gemäß der Geschäftsordnung des Stadtrates, entsprechend der Anträge von Stadtratsmitgliedern, behandelt. (9) Die/der Vorsitzende des Integrationsbeirates der Stadt Schweinfurt stellt auf Einladung des Stadtrates jährlich diesem die Arbeit des vorangegangenen Geschäftsjahres vor. (10)Über den Verlauf aller Sitzungen, Tagungen und Versammlungen ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das von der/dem jeweiligen Sitzungsleiter/in und Protokollführer/in zu unterzeichnen ist. (11)Diskriminierende Äußerungen und Handlungen von Beiratsmitgliedern werden im Sinne der Selbstverpflichtungserklärung des Integrationsbeirates der Stadt Schweinfurt - in einem ersten Schritt mit einer mündlichen Verwarnung durch die Sitzungsleitung im Wege der Ordnungsmaßnahme geahndet. - Im Wiederholungsfall kann der Integrationsbeirat den Ausschluss aus der laufenden - Sitzung beschließen. Bei weiteren diskriminierenden Äußerungen und/oder Handlungen kann der Integrationsbeirat das diskriminierende Mitglied vom Integrationsbeirat ausschließen. 4 (12)Das Nähere regelt die Geschäftsordnung des Integrationsbeirates. § 10 Geschäftsführung (1) Die Geschäftsführung des Integrationsbeirates obliegt der Stabsstelle „gerne daheim in Schweinfurt“. Die Geschäftsführung und die/der Integrationsbeauftragte nehmen an den Sitzungen des Integrationsbeirates beratend teil. (2) Die Stadt Schweinfurt stellt die für die Arbeit des Beirates benötigten Räume zur Verfügung. Der Beirat verfügt eigenverantwortlich über die vom Stadtrat zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel. Deren Verwaltung obliegt der Geschäftsführung. (3) Die Voraussetzungen für die Vergabe von Zuschüssen und sonstigen finanziellen Projektförderungen werden in der Geschäftsordnung des Integrationsbeirates geregelt. § 11 Inkrafttreten (1) Diese Satzung tritt am 01.01.2020 in Kraft. Die Satzung über den Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt vom 28. April 2009 (SWTZ 11.05.2009), geändert durch Satzung vom 22.12.2009 (SWTZ 04.01.2010), geändert durch Satzung vom 22.05.2012 (SWTZ 06.07.2012), geändert durch Satzung vom 16.12.2014 (SWTZ 29.12.2014) wird mit Ablauf des 31.12.2019 aufgehoben. 5
45. 15-11-09_-_Satzung_fuer_den_Integrationsbeirat_-_Entwurf_Neufassung.pdf  
Satzung für den Integrationsbeirat des Landkreises Lindau (Bodensee) Der Kreistag des Landkreises Lindau (Bodensee) erlässt aufgrund des Art. 40 der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern (LKrO) sowie des § 36 Abs. 2 Satz 4 der Geschäftsordnung des Kreistages Lindau folgende Satzung: §1 Integrationsbeirat Der Landkreis Lindau (Bodensee) bildet im Interesse guter menschlicher Beziehungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und den im Landkreis lebenden Menschen mit Migrationshintergrund einen Integrationsbeirat. §2 Aufgaben (1) Der Integrationsbeirat vertritt die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis Lindau (Bodensee). Er verfolgt dabei das Ziel, für ein von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung getragenes Verhältnis aller im Landkreis Lindau (Bodensee) lebenden Bevölkerungsgruppen einzutreten. Insbesondere wirkt er dabei mit, die Lebensverhältnisse von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern und das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben im Landkreis zu fördern. Der Integrationsbeirat berät die Kreisgremien sowie die Landkreisverwaltung in allen Fragen, die Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis betreffen und zum eigenen Wirkungskreis des Landkreises gehören. Dies geschieht durch eigene Anregungen oder durch Stellungnahme auf Anforderung der Kreisgremien oder der Landkreisverwaltung. (2) Der Integrationsbeirat arbeitet ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell. §3 Zusammensetzung (1) Der Integrationsbeirat besteht aus 10 Vertretern von Menschen mit Migrationshintergrund sowie weiteren ständigen Vertretern. (2) Die 10 Beiratsmitglieder mit Migrationshintergrund vertreten jeweils einen der im Anhang zu dieser Satzung definierten 10 Kulturkreise. Nachträgliche Ergänzungen der Länderliste des Anhangs können vom Wahlleiter zum Stichtag der Wahlberechtigung (6 Monate vor dem Wahltag) vorgenommen werden. (3) Weitere ständige Beiratsmitglieder sind je ein Vertreter der im Kreistag des Landkreises Lindau (Bodensee) vertretenen Fraktionen, vier Vertreter derjenigen im Landkreis Lindau (Bodensee) aktiven Verbände und Vereine, die nach ihren satzungsgemäßen Zielen die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fördern, die Geschäftsführung des Integrationsbeirates sowie ein Vertreter des Landratsamtes. (4) Bei Bedarf zieht der Integrationsbeirat themenbezogen Vertreter weiterer relevanter Institutionen und Behörden beratend zu seinen Sitzungen hinzu. (5) Stimmberechtigt sind alle Beiratsmitglieder mit Ausnahme der Geschäftsführung und des Vertreters des Landratsamtes. Entwurf Neufassung vom November 2015 Seite 1 von 3 §4 Bestellung der Beiratsmitglieder (1) Die Beiratsmitglieder mit Migrationshintergrund werden aufgrund einer Wahl nach demokratischen Grundsätzen auf die Dauer einer Wahlzeit von sechs Jahren vom Kreistag bestellt. Die Wahl erfolgt getrennt für die einzelnen Kulturkreise, wobei jeder Wahlberechtigte eine Stimme für jeden Kulturkreis besitzt. Die Wahl wird vom Landratsamt Lindau (Bodensee) durchgeführt. Einzelheiten werden in einer Wahlordnung geregelt. (2) Die weiteren ständigen Beiratsmitglieder werden auf Vorschlag der entsendenden Organisation auf die Dauer einer Wahlzeit von sechs Jahren vom Kreistag bestellt. Ein Widerruf der Bestellung ist jederzeit möglich; er soll insbesondere erfolgen, wenn das Beiratsmitglied nicht mehr bei der vorschlagenden Organisation tätig ist. (3) Für die Mitglieder des Beirats werden keine Stellvertreter bestellt. §5 Geschäftsgang (1) Der Integrationsbeirat tritt jährlich mindestens viermal zu Sitzungen zusammen. Die erste Sitzung einer Wahlzeit wird vom Landrat einberufen und geleitet. Der Integrationsbeirat wählt in dieser Sitzung aus dem Kreis der Beiratsmitglieder mit Migrationshintergrund einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden. Diese leiten die Sitzungen des Integrationsbeirates und vertreten diesen nach außen. (2) Die Sitzungen des Integrationsbeirates sind grundsätzlich öffentlich. Für die Sitzungen kann sich der Beirat eine Geschäftsordnung geben. Soweit hierbei keine Regelungen getroffen sind, gilt die Geschäftsordnung für den Kreistag sinngemäß. Die Ergebnisse der Beratungen des Integrationsbeirates sind in Niederschriften festzuhalten. Die Verhandlungen werden in deutscher Sprache geführt. (3) Zur Förderung der Ziele der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis Lindau (Bodensee) kann der Integrationsbeirat bis zu zwei mal jährlich ein öffentliches Integrationsforum für alle relevanten Gruppierungen und Organisationen veranstalten. §6 Inkrafttreten; Übergangsbestimmungen (1) Die Neufassung der Satzung tritt am Tage nach der amtlichen Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Lindau (Bodensee) in Kraft. Sie entfaltet Wirkung für die am 01.10.2016 beginnende neue Wahlzeit des Integrationsbeirates. (2) Für die noch laufende Wahlzeit des bisherigen Integrationsbeirats gilt die Satzung für den Integrationsbeirat des Landkreises Lindau (Bodensee) in der Fassung vom Dezember 2009 zunächst fort. Sie wird mit Wirkung zum 30.09.2016 außer Kraft gesetzt. Entwurf Neufassung vom November 2015 Seite 2 von 3 Anhang: Liste der im Integrationsbeirat vertretenen Kulturkreise: 1. West- und Nordeuropa einschließlich Nordamerika (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Kanada, Vereinigte Staaten von Amerika) 2. Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Republik Kosovo, Rumänien, Ungarn, Zypern) 3. Osteuropa (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ukraine, Weißrussland, Russische Föderation) 4. Spanien, Portugal und Lateinamerika 5. Italien 6. Griechenland 7. Türkei 8. Naher Osten einschließlich Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Libanon, Syrien) 9. Afrika Subsahara (Angola, Eritrea, Äthiopien, Botsuana, Cote d'Ivoire, Nigeria, Ghana, Kenia, Republik Kongo, Mauritius, Mosambik, Burkina Faso, Guinea, Südafrika, Namibia, Sierra Leone, Sudan, Togo) 10. Asien (Iran, Afghanistan, Myanmar, Sri Lanka, Vietnam, Indien, Indonesien, Japan, Kambodscha, Nepal, Pakistan, Philippinen, Taiwan, Korea, Singapur, Thailand, China, Malaysia, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan, Usbekistan, Australien, Neuseeland, Sonstige Asiatische und Ozeanische Gebiete) Landratsamt Lindau (Bodensee) Lindau (Bodensee), ________________ Elmar Stegmann Landrat Entwurf Neufassung vom November 2015 Seite 3 von 3
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BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 Satzung über den Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg vom 14. Dezember 2017 (Rathaus Journal - Amtsblatt der Stadt Bamberg - vom 22.12.2017 Nr. 26) Inhaltsübersicht §1 Migranten- und Integrationsbeirat §2 Aufgaben und Rechte §3 Pflichten der Mitglieder §4 Zusammensetzung §5 Wahl und Wahlrecht §6 Amtszeit §7 Vorsitz §8 Geschäftsführender Ausschuss §9 Arbeitsausschüsse § 10 Ehrenamt § 11 Geschäftsgang § 12 Haushaltsmittel § 13 Geschäftsführung § 14 In-Kraft-Treten Die Stadt Bamberg erlässt aufgrund des Art. 23 Satz 1 der Gemeindeordnung (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998 (GVBl. S. 796, BayRS 2020-1-1-I), die zuletzt durch Art. 17a Abs. 2 des Gesetzes vom 13. Dezember 2016 (GVBl. S. 335) geändert worden ist folgende Satzung: §1 Migranten- und Integrationsbeirat Die Stadt Bamberg bildet zur Wahrung demokratischer Grundrechte, im Interesse guter menschlicher Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund und zur Förderung der Integration und des gleichberechtigten Zusammenlebens in Bamberg einen Migrantenund Integrationsbeirat. §2 Aufgaben und Rechte (1) Der Migranten- und Integrationsbeirat vertritt die Belange der Bambergerinnen und Bamberger mit Migrationshintergrund gegenüber der Stadt Bamberg und der Öffentlichkeit. Der Beirat berät den Stadtrat und die Stadtverwaltung in allen Fragen, die die in Bamberg lebende Bevölkerung mit Migrationshintergrund allgemein betreffen und die zum eigenen Wirkungskreis der Stadt Bamberg Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 1 BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 gehören. Der Beirat soll darüber hinaus die Verbindung verschiedener Bevölkerungsgruppen mit und ohne Migrationshintergrund fördern. Er kann Veranstaltungen und Projekte durchführen sowie Publikationen herausgeben. Die Möglichkeit zur Kooperation mit anderen Institutionen steht dem Beirat offen. (2) Der Migranten- und Integrationsbeirat kann Anträge an den Stadtrat und die Stadtverwaltung Bamberg stellen, Empfehlungen aussprechen und Stellungnahmen abgeben. Die zuständige Stelle soll Anträge und Empfehlungen des Migranten- und Integrationsbeirates innerhalb einer Frist von 3 Monaten behandeln. (3) Die Dienststellen der Stadtverwaltung haben den Migranten- und Integrationsbeirat möglichst frühzeitig über alle in seinen Aufgabenbereich fallenden Angelegenheiten zu unterrichten, soweit keine Geheimhaltungs- oder Verschwiegenheitspflicht besteht. Zu den Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse, die Angelegenheiten nach Abs. 1 behandeln, kann der Vorsitzende des Migranten- und Integrationsbeirates auf dessen Antrag zugezogen werden und zu den in seinen Aufgabenbereich fallenden Angelegenheiten Stellung nehmen. §3 Pflichten der Mitglieder (1) Die Mitglieder des Migranten- und Integrationsbeirates sind verpflichtet, dessen Arbeit zu unterstützen, insbesondere an dessen Sitzungen teilzunehmen. Sie sind verpflichtet, sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen und sich für ein diskriminierungsfreies Zusammenleben zu engagieren. (2) Auf Antrag des Migranten- und Integrationsbeirates kann der Stadtrat ein Beiratsmitglied abberufen, wenn es a) innerhalb eines Jahres an drei Sitzungen ohne Entschuldigung nicht teilgenommen hat oder b) wiederholt rassistische Positionen und diskriminierende Ideologien vertritt. (3) Ein Mitglied kann sein Amt niederlegen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. §4 Zusammensetzung (1) Dem Migranten- und Integrationsbeirat gehören die Vertreterinnen und Vertreter einzelner ausländischer Staatsangehörigkeiten (Staatsangehörigkeitsgruppen) als Mitglieder an. (2) Die Zahl der Mitglieder richtet sich nach der Zahl der in Bamberg am 1. Januar des jeweiligen Wahljahres mit Hauptwohnsitz gemeldeten ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die einzelnen Staatsangehörigkeitsgruppen entsenden in den Migranten- und Integrationsbeirat: bei 201-800 in Bamberg gemeldeten Staatsangehörigen Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 1 Mitglied 2 BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 bei 801-1500 in Bamberg gemeldeten Staatsangehörigen 2 Mitglieder bei 1501-2200 in Bamberg gemeldeten Staatsangehörigen 3 Mitglieder bei 2201-2900 in Bamberg gemeldeten Staatsangehörigen 4 Mitglieder bei mehr als 2900 in Bamberg gemeldeten Staatsangehörigen 5 Mitglieder. (3) Staatsangehörigkeitsgruppen mit bis zu 200 gemeldeten Staatsangehörigen und Staatenlose, die hiernach keinen Sitz erhalten, werden zu einer Gruppe zusammengefasst. Die Zahl der Mitglieder, die diese Gruppe in den Migranten- und Integrationsbeirat entsendet, richtet sich nach Satz 2. (4) Der Migranten- und Integrationsbeirat kann Verbände, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen bei Bedarf beratend hinzuziehen. §5 Wahl und Wahlrecht Die Mitglieder des Beirates werden getrennt nach Staatsangehörigkeitsgruppen gewählt. Das Nähere regelt die Wahlordnung für den Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg. §6 Amtszeit (1) Die Amtszeit des Migranten- und Integrationsbeirates beträgt sechs Jahre. (2) Das Amt jedes Mitglieds endet mit der Berufung der neuen Mitglieder, sonst durch Niederlegung (§ 3 Abs. 3), Abberufung (§ 3 Abs. 2), Wegzug und Tod. Ein Wechsel der Staatsangehörigkeit bleibt während der Wahlperiode für Mitgliedschaft und Sitzverteilung außer Betracht. §7 Vorsitz (1) Der Migranten- und Integrationsbeirat wählt eine Vorsitzende/einen Vorsitzenden und zwei Stellvertretungen aus dem Kreis der Mitglieder mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. (2) Die/Der Vorsitzende hat die Aufgabe, die Sitzungen des Migranten- und Integrationsbeirates und des geschäftsführenden Ausschusses (§ 8) einzuberufen und zu leiten. Die erste Sitzung wird vom Oberbürgermeister einberufen und bis zur Wahl einer Vorsitzenden/eines Vorsitzenden geleitet. (3) Die/Der Vorsitzende vertritt den Migranten- und Integrationsbeirat nach außen. Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 3 BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 §8 Geschäftsführender Ausschuss (1) Der Geschäftsführende Ausschuss besteht aus dem Vorsitzenden des Beirates, dessen Stellvertretungen, den Sprecherinnen / Sprechern der Arbeitsausschüsse sowie drei weiteren Mitgliedern, die vom Migranten- und Integrationsbeirat mit einfacher Mehrheit gewählt werden. Er ist nur beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. (2) Der Geschäftsführende Ausschuss nimmt die laufenden Geschäfte für den Migranten- und Integrationsbeirat wahr. Er bereitet insbesondere die Sitzungen des Beirates vor. (3) In dringlichen Angelegenheiten kann er an Stelle des Migranten- und Integrationsbeirates handeln. Er kann insbesondere im Rahmen der Aufgaben des Migranten- und Integrationsbeirates Presseerklärungen abgeben, Resolutionen beschließen und in sonstiger Weise gegenüber der Öffentlichkeit Stellung nehmen, wenn eine Einberufung des Migranten- und Integrationsbeirates aus Zeitgründen nicht möglich ist. Der Geschäftsführende Ausschuss informiert den Migranten- und Integrationsbeirat über seine Tätigkeit in der jeweils folgenden Beiratssitzung. (4) Der Migranten- und Integrationsbeirat kann ein Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses aus wichtigem Grund vorzeitig abberufen. Der Antrag auf vorzeitige Abberufung muss von mindestens der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder des Migranten- und Integrationsbeirates gestellt werden; der Abberufungsbeschluss bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln der stimmberechtigten Mitglieder des Migranten- und Integrationsbeirates. §9 Arbeitsausschüsse (1) Der Migranten- und Integrationsbeirat kann durch Beschluss zu bestimmten Themen Arbeitsausschüsse einrichten und auch wieder auflösen. (2) Der Migranten- und Integrationsbeirat wählt aus seiner Mitte für jeden Arbeitsausschuss eine Sprecherin oder einen Sprecher. (3) Die Kompetenzen der Arbeitsausschüsse sowie ihrer Sprecherinnen und Sprecher werden jeweils vom Migranten- und Integrationsbeirat geregelt. § 10 Ehrenamt (1) Die Tätigkeit im Migranten- und Integrationsbeirat ist ehrenamtlich. Es kann eine Aufwandsentschädigung gewährt werden. Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 4 BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 (2) Die gewählten Mitglieder des Beirates werden vom Stadtrat jeweils für die Dauer der Wahlperiode berufen. § 11 Geschäftsgang (1) Die/Der Vorsitzende beruft den Migranten- und Integrationsbeirat nach Bedarf oder auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder, jedoch mindestens zweimal jährlich zu Sitzungen ein. (2) Die Sitzungen sind öffentlich, soweit nicht Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder auf berechtigte Ansprüche einzelner entgegenstehen. Über den Ausschluss der Öffentlichkeit wird in nichtöffentlicher Sitzung beraten und entschieden. (3) Der Migranten- und Integrationsbeirat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. Wird zum zweiten Mal zur Verhandlung über denselben Gegenstand zusammengerufen, ist für die Beschlussfassung die Anwesenheit von mindestens einem Drittel der Beiratsmitglieder ausreichend. Bei der zweiten Einladung muss auf diese Bestimmung hingewiesen werden. Kann auch nach dieser Regelung kein Beschluss gefasst werden, entscheidet der geschäftsführende Ausschuss über den Verhandlungsgegenstand. (4) Der Migranten- und Integrationsbeirat kann sich eine Geschäftsordnung geben. Ergänzend hierzu gelten für den Geschäftsgang die Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern und die Geschäftsordnung für den Stadtrat Bamberg in ihrer jeweils geltenden Fassung entsprechend. (5) Die Verhandlungssprache ist deutsch. § 12 Haushaltsmittel Der Migranten- und Integrationsbeirat verfügt eigenverantwortlich über die von der Stadt Bamberg gewährten Haushaltsmittel. Über deren Verwendung kann die Stadt Bamberg Nachweise verlangen. § 13 Geschäftsführung (1) Die Führung der Geschäfte obliegt der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung der Stellvertretung. (2) Die Stadt Bamberg richtet eine Geschäftsstelle ein. Die Geschäftsstelle arbeitet eng und vertrauensvoll mit der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden und allen Gremien des Beirates zusammen. Sie gewährleistet den ordnungsgemäßen Gang der Geschäfte des Migranten- und Integrationsbeirates und setzt die Entscheidungen des Gremiums um. Die Geschäftsstelle verwaltet die dem Migranten- und Integrationsbeirat von der Stadt Bamberg zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel. Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 5 BAMBERGER STADTRECHT 50.004.1 § 14 In-Kraft-Treten Diese Satzung tritt am 23. Dezember 2017 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung über den Migrantenund Integrationsbeirat der Stadt Bamberg vom 08.08.2006 außer Kraft. Rathaus Journal Nr. 26 vom 22.12.2017 6
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014.00 Ausländer- und Integrationsbeirat Satzung der Stadt Erlangen für den Ausländer- und Integrationsbeirat § 1 Ausländer- und Integrationsbeirat .......................................................................................2 § 2 Aufgaben und Rechte ............................................................................................................2 § 3 Pflichten ..................................................................................................................................2 § 4 Zusammensetzung .................................................................................................................3 § 5 Amtszeit ..................................................................................................................................4 § 6 Vorsitz .....................................................................................................................................4 § 7 Arbeitsgruppen.......................................................................................................................4 § 8 Geschäftsführender Ausschuss ...........................................................................................4 § 9 Ehrenamt .................................................................................................................................5 § 10 Geschäftsführung ................................................................................................................5 § 11 Haushaltsmittel.....................................................................................................................5 § 12 Geschäftsgang .....................................................................................................................5 § 13 Inkrafttreten ..........................................................................................................................5 26.07.2019 1 014.00 Ausländer- und Integrationsbeirat SATZUNG DER STADT ERLANGEN FÜR DEN AUSLÄNDER- UND INTEGRATIONSBEIRAT Vom 10.10.2007 i.d.F. vom 27.06.2019 / In-Kraft-Treten am 26.07.2019 (Die amtlichen Seiten Nr. 21 vom 18.10.2007 und Nr. 15 vom 25.07.2019) Die Stadt Erlangen erlässt aufgrund der Art.23 und 24 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) folgende Satzung: Präambel Zweck des Ausländer- und Integrationsbeirats ist es, die Lebensverhältnisse der ausländischen Bevölkerung und der Personen mit Migrationshintergrund in Erlangen zu verbessern, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Integrationsprozesse zwischen der ausländischen und der deutschen Bevölkerung, sowie der Personen mit Migrationshintergrund zu fördern und zwischen den Kulturen zu vermitteln. § 1 Ausländer- und Integrationsbeirat Die Stadt Erlangen bildet einen von der ausländischen Bevölkerung und dem wahlberechtigten Personenkreis nach § 5 der Wahlordnung direkt gewählten Ausländer- und Integrationsbeirat. § 2 Aufgaben und Rechte (1) Der Ausländer- und Integrationsbeirat hat die Aufgabe, die Interessen der ausländischen Bevölkerung und der Migranten gegenüber der Stadt Erlangen, der Öffentlichkeit und soweit erforderlich auch überörtlich zu vertreten. (2) Der Ausländer- und Integrationsbeirat berät den Stadtrat in allen Fragen, die die ausländische Bevölkerung und die Migranten in Erlangen allgemein betreffen und die in den Wirkungskreis der Stadt Erlangen fallen. Der Ausländer- und Integrationsbeirat kann in allen die ausländische Bevölkerung oder die Migranten allgemein betreffenden Angelegenheiten Empfehlungen abgeben und Anträge stellen. (3) Der Stadtrat, der zuständige und beschließende Ausschuss oder die zuständige Dienststelle haben die Empfehlungen und Anträge des Ausländer- und Integrationsbeirats innerhalb einer Frist von 3 Monaten zu behandeln. (4) Die Dienststellen der Stadtverwaltung haben den Ausländer- und Integrationsbeirat möglichst frühzeitig über alle in seinen Aufgabenbereich fallenden Angelegenheiten zu unterrichten, soweit keine Geheimhaltungs- oder Verschwiegenheitspflicht besteht. § 3 Pflichten (1) Die Mitglieder des Ausländer- und Integrationsbeirats sind verpflichtet, die Arbeit des Beirats nach besten Kräften zu fördern, insbesondere an den Sitzungen des Beirats teilzunehmen. (2) Auf Antrag des Ausländer- und Integrationsbeirats kann der Stadtrat ein Mitglied abberufen, wenn es innerhalb eines Jahres an drei Sitzungen ohne Entschuldigung nicht teilgenommen hat. An die Stelle des abberufenen Mitglieds tritt das folgende Ersatzmitglied. 26.07.2019 2 014.00 Ausländer- und Integrationsbeirat § 4 Zusammensetzung (1) Der Ausländer- und Integrationsbeirat besteht aus stimmberechtigten und aus beratenden Mitgliedern. (2) Als stimmberechtigte Mitglieder gehören dem Ausländer- und Integrationsbeirat Einwohnerinnen und Einwohner der Kontinentengruppen „Europa", „Asien", „Amerika/Australien", „Afrika", sowie die Gruppe „Flüchtlinge“ an. Die Gruppe der „Flüchtlinge“ umfasst alle Einwohnerinnen und Einwohner, die sich in einem Asylverfahren befinden, dieses durchlaufen haben oder die im Rahmen des Familiennachzugs zu solchen Personen nachgekommen sind. (3) Einwohnerinnen und Einwohner mit deutschem Pass und mindestens einem ausländischen Elternteil kandidieren in den Kontinentengruppen der Herkunftsländer ihrer Eltern. Eingebürgerte sowie Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler kandidieren jeweils in den Kontinentengruppen ihrer Herkunftsländer. (4) Die Zahl der einzelnen Mitglieder in den einzelnen Gruppen richtet sich nach der jeweiligen Zahl der in Erlangen mit Hauptwohnsitz gemeldeten ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner (vgl. § 22 Wahlordnung). Jede Gruppe erhält mindestens einen Sitz. Die Gruppen mit 401 2.201 4.001 2.200 bis 6.001 4.000 6.000 8.000 ab 3 Sitze Einwohnerinnen und Einwohner ab 8.001 5 Sitze erhalten 7 Sitze 9 Sitze 11 Sitze Abweichend von Satz 3 erhält die Gruppe der Flüchtlinge 3 Sitze. Europäerinnen und Europäer ohne kommunales Wahlrecht erhalten 50 Prozent der Sitze der Gruppe „Europäer“ plus einen Sitz. Ebenso erhalten ausländische Einwohnerinnen und Einwohner in jeder Kontinentengruppe 50 Prozent der Sitze einer Gruppe plus einen Sitz. Einschränkungen in Bezug auf die Zusammensetzung der Gruppen sind in § 23 der Wahlordnung geregelt. Ein Wechsel der Staatsangehörigkeit sowie die Änderung des Aufenthaltsstatus eines Flüchtlings bleiben während der Wahlperiode für die Mitgliedschaft und Sitzverteilung außer Betracht. (5) Die stimmberechtigten Mitglieder werden in allgemeiner, gleicher und geheimer Wahl für 6 Jahre und getrennt nach den Gruppen „Europa“, „Asien“, „Amerika/Australien“, „Afrika“ und „Flüchtlinge“ gewählt. (6) Der Stadtrat entsendet für die Dauer seiner Amtszeit beratende Mitglieder, ohne Stimmrecht. Die im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Gruppen haben jeweils das Recht, eine Person zu benennen. 26.07.2019 3 014.00 Ausländer- und Integrationsbeirat (7) Als beratende Mitglieder gehören dem Ausländer- und Integrationsbeirat zusätzlich je eine Person der folgenden Institutionen und Organisationen an: a) eine Vertretung des Akademischen Auslandsamtes der Universität Erlangen-Nürnberg b) eine Vertretung der GeWoBau Erlangen GmbH c) eine Vertretung der Ausländerbehörde der Stadtverwaltung d) eine Vertretung der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Stadtverwaltung e) eine Vertretung aus dem städtischen/staatlichen Schulbereich f) eine Vertretung der Polizeiinspektion Erlangen g) eine Vertretung der GGFA AöR, Erlangen h) eine Vertretung der Islamischen Religionsgemeinschaft. Zusätzlich kann der Ausländer- und Integrationsbeirat Institutionen und Vereine, die im Bereich der Integration und Migration tätig sind, auffordern, eine Person in beratender Funktion in den Beirat zu entsenden. Institutionen und Vereine können Vorschläge unterbreiten, über die abzustimmen ist. § 5 Amtszeit Die Amtszeit des Ausländer- und Integrationsbeirats beträgt sechs Jahre. Sie soll jeweils im gleichen Jahr wie die Amtszeit des Stadtrates Erlangen beginnen. § 6 Vorsitz (1) Der Ausländer- und Integrationsbeirat wählt für jeweils drei Jahre die Vorsitzende oder den Vorsitzenden sowie eine erste und zweite Stellvertretung aus dem Kreis der stimmberechtigten Mitglieder mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. (2) Die oder der Vorsitzende hat die Aufgabe, die Sitzungen des Ausländer- und Integrationsbeirats und des geschäftsführenden Ausschusses (§ 8) einzuberufen und zu leiten sowie die Sitzungen des geschäftsführenden Ausschusses vorzubereiten. (3) Die oder der Vorsitzende vertritt den Ausländer- und Integrationsbeirat nach außen. § 7 Arbeitsgruppen Der Ausländer- und Integrationsbeirat kann aus seiner Mitte Arbeitsgruppen bilden. Mitglieder der Arbeitsgruppen können sowohl stimmberechtigte wie beratende Beiratsmitglieder und Externe sein. Jede Arbeitsgruppe bestimmt für jeweils drei Jahre ihre Sprecherin oder ihren Sprecher. Bei Bedarf können Interessierte von außen hinzugezogen werden. § 8 Geschäftsführender Ausschuss (1) Der Geschäftsführende Ausschuss nimmt die laufenden Geschäfte für den Ausländer- und Integrationsbeirat wahr. Er bereitet insbesondere die Sitzungen des Beirats vor. Er kann Presseerklärungen abgeben, Resolutionen beschließen und in sonstiger Weise gegenüber der Öffentlichkeit Stellung nehmen, wenn eine Einberufung des Ausländer- und Integrationsbeirats aus Zeitgründen nicht möglich ist. Er informiert den Ausländer- und Integrationsbeirat über seine Tätigkeiten in der jeweils folgenden Beiratssitzung. (2) Der Geschäftsführende Ausschuss besteht aus der vorsitzenden Person und ihren Stellvertretungen sowie den Sprecherinnen und Sprechern der Arbeitsgruppen. 26.07.2019 4 014.00 Ausländer- und Integrationsbeirat (3) Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden den Ausschlag. (4) Der Geschäftsführende Ausschuss wird von der oder dem Vorsitzenden bei Bedarf einberufen. § 9 Ehrenamt Die Tätigkeit im Ausländer- und Integrationsbeirat ist ehrenamtlich. § 10 Geschäftsführung (1) Die Stadt Erlangen richtet eine Geschäftsstelle für den Ausländer- und Integrationsbeirat ein. (2) Die Geschäftsstelle ist als besonderer Aufgabenbereich dem Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Erlangen angegliedert. Der Geschäftsstelle ist eine eigene Planstelle (Geschäftsführung für den Ausländer- und Integrationsbeirat) zugewiesen. (3) Die Geschäftsführung ist neben der Tätigkeit für den Ausländer- und Integrationsbeirat an der Umsetzung des Integrationsleitbildes der Stadt Erlangen beteiligt. § 11 Haushaltsmittel (1) Der Ausländer- und Integrationsbeirat verfügt eigenverantwortlich über die von der Stadt Erlangen gewährten Haushaltsmittel. (2) Die Verwaltung der Haushaltsmittel obliegt der Geschäftsführung. § 12 Geschäftsgang (1) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende beruft den Ausländer- und Integrationsbeirat nach Bedarf oder auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder, jedoch mindestens zweimal jährlich zu Sitzungen ein. Die erste Sitzung wird von der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister einberufen. (2) Soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, gelten für den Geschäftsgang die Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern und die Geschäftsordnung für den Stadtrat Erlangen in ihrer jeweils geltenden Fassung entsprechend. (3) Die Verhandlungssprache ist deutsch. § 13 Inkrafttreten (1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in den amtlichen Seiten der Stadt Erlangen in Kraft. (2) Gleichzeitig tritt die Satzung der Stadt Erlangen für den Ausländer/innenbeirat vom 03. August 1995 (Amtsblatt Nr. 17 vom 17. August 1995), geändert am 09. Juli 2001 (Die amtlichen Seiten Nr. 15 vom 19. Juli 2001) außer Kraft. 26.07.2019 5
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014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung WAHLORDNUNG FÜR DIE WAHL DES AUSLÄNDER- UND INTEGRATIONSBEIRATS I. Abschnitt Allgemeine Bestimmungen ....................................................................................2 § 1 Demokratische Wahlen ..........................................................................................................2 § 2 Wahlorgane .............................................................................................................................2 § 3 Wahlleitung .............................................................................................................................2 § 4 Entscheidungsgrundsätze ....................................................................................................3 II. Abschnitt Wahlberechtigung und Wählbarkeit .....................................................................3 § 5 Wahlberechtigung ..................................................................................................................3 § 6 Wählbarkeit .............................................................................................................................3 III. Abschnitt Wählerliste .............................................................................................................3 § 7 Anlegung des Wählerverzeichnisses ...................................................................................3 § 8 Änderungen des Wählerverzeichnisses ..............................................................................3 IV. Abschnitt Stimmbezirke, Wahlvorstände .............................................................................4 § 9 Wahlvorstände........................................................................................................................4 V. Abschnitt Wahlvorschläge ......................................................................................................4 § 10 Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen .....................................................4 § 11 Einreichung der Wahlvorschläge .......................................................................................4 § 12 Ungültige Wahlvorschläge ..................................................................................................4 § 13 Stimmzettel ...........................................................................................................................5 § 14 Bekanntmachung der gültigen Wahlvorschläge ...............................................................5 IV. Abschnitt Durchführung der Wahl und Feststellung des Wahlergebnisses ....................5 § 15 Verfahrensgrundsätze .........................................................................................................5 § 16 Persönlichkeitswahl .............................................................................................................5 § 17 Ungültige Stimmzettel .........................................................................................................6 § 18 Ungültige Stimmabgabe ......................................................................................................6 § 19 Zuweisung der Sitze an sich bewerbende Personen .......................................................6 § 20 Ersatzleute ............................................................................................................................6 § 21 Bekanntmachung des Wahlergebnisses ...........................................................................6 VII. Abschnitt Schlussvorschriften .............................................................................................6 § 22 Festlegung der Beiratssitze ................................................................................................6 § 23 Berufung von Beiratsmitgliedern .......................................................................................7 § 24 Beginn der Wahlperiode ......................................................................................................7 § 25 Öffentliche Bekanntmachung .............................................................................................7 § 26 Inkrafttreten ..........................................................................................................................7 26.07.2019 1 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung WAHLORDNUNG FÜR DIE WAHL DES AUSLÄNDER- UND INTEGRATIONSBEIRATS Vom 10.10.2007 i.d.F. vom 27.06.2019 / In-Kraft-Treten am 26.07.2019 (Die amtlichen Seiten Nr. 21 vom 18.10.2007 und Nr. 15 vom 25.07.2019) Die Stadt Erlangen erlässt aufgrund der Art.23 und 24 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) in Verbindung mit § 5 Abs.6 der Satzung der Stadt Erlangen für den Ausländerund Integrationsbeirat folgende Wahlordnung: I. Abschnitt Allgemeine Bestimmungen § 1 Demokratische Wahlen (1) Die stimmberechtigten Mitglieder des Ausländer- und Integrationsbeirats (§ 4 Abs. 2 der Satzung) werden in allgemeiner, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. (2) Den Zeitraum der Briefwahl bestimmt die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister unter Beachtung von § 5 der Satzung der Stadt Erlangen für den Ausländer- und Integrationsbeirat. § 2 Wahlorgane Wahlorgane sind 1. die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister als Wahlleitung (§ 3 Wahlordnung), 2. die Wahlvorstände (§ 9 Wahlordnung). § 3 Wahlleitung (1) Die Wahl wird von der Stadt Erlangen vorbereitet und durchgeführt. (2) Entscheidungen, die der Stadt Erlangen obliegen, trifft die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister als Wahlleitung. Sie oder er kann diese Aufgaben gemäß Art. 39 Abs. 2 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern übertragen. (3) Die Wahlleitung entscheidet: a) über Beschwerden gegen die Wählerliste (§ 7 Wahlordnung), b) nach Einreichung der Wahlvorschläge über deren Gültigkeit und die Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber in den Stimmzetteln. (4) Die Wahlleitung gibt das Wahlergebnis bekannt. 26.07.2019 2 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung § 4 Entscheidungsgrundsätze Soweit diese Wahlordnung Einzelheiten ungeregelt lässt, richten die Wahlorgane ihre Entscheidungen an den Grundsätzen aus, die sich aus dem Geist demokratischer, rechtsstaatlicher Wahlen ergeben. Sie können hierbei auf die bei anderen Wahlen üblichen Grundsätze, insbesondere auf Vorschriften, des Bayer. Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes (GLKrWG) und der Bayer. Gemeinde- und Landkreiswahlordnung (GLKrWO) zurückgreifen. Im Rahmen dieser Prinzipien können sie auch Gesichtspunkte der Zweckmäßigkeit und Praktikabilität berücksichtigen. II. Abschnitt Wahlberechtigung und Wählbarkeit § 5 Wahlberechtigung (1) Wahlberechtigt sind alle ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner, eingebürgerte Personen, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie auf Antrag Einwohnerinnen und Einwohner mit deutschem Pass und mindestens einem ausländischen Elternteil, die spätestens am letzten Tag des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes 1. das 18 Lebensjahr vollendet haben und 2. seit mindestens drei Monaten in Erlangen mit Hauptwohnsitz ununterbrochen gemeldet sind. (2) Formelle Voraussetzung für die Ausübung des Wahlrechts ist die Eintragung ins Wählerverzeichnis. Die Stadt trägt die ihr bekannten Wahlberechtigten von Amts wegen ins Wählerverzeichnis ein. Die übrigen Wahlberechtigten trägt die Stadt auf Antrag ein. Das Vorliegen der Voraussetzungen nach Abs. 1 ist durch Vorlage geeigneter Dokumente mit dem Antrag nachzuweisen. (3) Der Antrag auf Aufnahme in das Wählerverzeichnis ist bis zum 36. Tag vor Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes vor der Wahl zu stellen. § 6 Wählbarkeit Wählbar ist jede nach § 5 wahlberechtigte Person, deren Identität geklärt ist und die zum Zeitpunkt der Einreichung der Wahlvorschläge seit zwei Jahren in Erlangen mit Hauptwohnsitz ununterbrochen gemeldet ist. III. Abschnitt Wählerliste § 7 Anlegung des Wählerverzeichnisses Die Stadt legt bis zum 35. Tag vor Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes (Stichtag) ein Wählerverzeichnis an, in der die Wahlberechtigten mit Zu- und Vornamen, Geburtsdatum und Anschrift eingetragen werden. § 8 Änderungen des Wählerverzeichnisses (1) Die Stadt kann berichtigende Änderungen im Wählerverzeichnis, insbesondere die Eintragung und die Streichung von Personen von Amts wegen oder auf Antrag jederzeit vornehmen. (2) Wahlberechtigte, die vor dem Wahltag von Erlangen wegziehen, werden ohne Benachrichtigung aus dem Wählerverzeichnis gestrichen. 26.07.2019 3 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung IV. Abschnitt Stimmbezirke, Wahlvorstände § 9 Wahlvorstände (1) Für die Auszählung der Briefwahl werden Wahlvorstände gebildet. Ein Wahlvorstand besteht aus der Wahlvorsteherin oder dem Wahlvorsteher, der Stellvertretung, der Schriftführerin oder dem Schriftführer und mindestens zwei beisitzenden Personen. Die beisitzenden Personen sollen Wahlberechtigte sein, die der deutschen Sprache mächtig sind. (2) Die Anzahl der zu bildenden Wahlvorstände richtet sich nach der Zahl der im Wahlzeitraum eingehenden Wahlbriefe. (3) Die Wahlvorstände stellen das Ergebnis fest und übergeben die gesamten Wahlunterlagen zur Feststellung des Endergebnisses der Wahlleitung. V. Abschnitt Wahlvorschläge § 10 Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen Die Stadt gibt spätestens am 81. Tag vor dem Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes die Zahl der aus jeder Gruppe zu Wählenden öffentlich bekannt und fordert dabei zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf. Die Stadt weist in der Aufforderung auf die Vorschriften der §§ 6 und 11 hin. § 11 Einreichung der Wahlvorschläge (1) Die Wahlvorschläge können von allen Wahlberechtigten bis zum 51. Tag vor dem Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes, 16.00 Uhr, bei der Stadt eingereicht werden. Für die Wahlvorschläge sind Formblätter zu verwenden, die von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. (2) Jeder Wahlvorschlag muss in Block- oder Maschinenschrift in lateinischen Buchstaben und deutscher Sprache eine wählbare Person mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum, Beruf, Staatsangehörigkeit und Anschrift angeben. Im Wahlvorschlag selbst oder in einer Anlage muss die Erklärung der sich bewerbenden Person enthalten sein, dass sie der Aufnahme ihrer Daten in den Wahlvorschlag zustimmt. (3) Jede sich bewerbende Person hat dem Wahlvorschlag 1 Lichtbild (Passbild) beizufügen. (4) Jede sich bewerbende Person wird schriftlich über Aufgaben und Pflichten einer Mitgliedschaft im Beirat belehrt und reicht ein Bewerbungsschreiben ein. § 12 Ungültige Wahlvorschläge Wahlvorschläge sind ungültig 1. wenn sie nicht rechtzeitig bei der Stadt eingereicht worden sind; 2. wenn nicht wählbare Personen vorgeschlagen werden; 3. wenn sie nicht die für die Bewerbung vorgeschriebenen Angaben enthalten oder wenn diese nicht lesbar sind; 4. wenn die Zustimmung der sich bewerbenden Person zu ihrer Aufnahme in den Wahlvorschlag fehlt. 26.07.2019 4 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung § 13 Stimmzettel Die Stadt stellt die Stimmzettel her. Die Bewerberinnen und Bewerber werden auf den Stimmzetteln nach Gruppen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. § 14 Bekanntmachung der gültigen Wahlvorschläge (1) Die Stadt gibt spätestens am 21. Tag vor dem Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes die vorgeschlagenen Bewerbungen nach Gruppen in alphabetischer Reihenfolge öffentlich bekannt. (2) Bewerberinnen und Bewerber von Wahlvorschlägen, die nicht auf dem Stimmzettel erscheinen, werden von der Stadt benachrichtigt. IV. Abschnitt Durchführung der Wahl und Feststellung des Wahlergebnisses § 15 Verfahrensgrundsätze (1) Die Wahlberechtigten wählen ausschließlich aufgrund von Wahlscheinen durch Briefwahl. (2) Die Wahlscheine und Briefwahlunterlagen werden bis zum 21. Tag vor Ende des für die Briefwahl vorgesehenen Zeitraumes an die Wahlberechtigten zugestellt. Die Rücksendung der Wahlbriefe erfolgt für die Wahlberechtigten kostenfrei. Alternativ können die Wahlbriefe in den Hausbriefkasten der Stadt Erlangen am Rathaus, Rathausplatz 1, 91052 Erlangen, oder in eine Wahlurne in den dafür festgelegten Anlaufstellen im Stadtgebiet eingeworfen werden. Die Anlaufstellen werden rechtzeitig bekannt gemacht. Die Wahlbriefe müssen spätestens bis zum Ende des letzten Wahltages, 24:00 Uhr, bei der Stadt Erlangen oder bei einer der festgelegten Anlaufstellen eingegangen sein. (3) Eine Wahl entfällt, wenn für eine Gruppe in gültigen Wahlvorschlägen nicht mehr Bewerberinnen oder Bewerber aufgeführt sind, als der Gruppe Sitze im Beirat zustehen. (4) Für das Verfahren bei der Vornahme der Wahlhandlung gelten hilfsweise die einschlägigen Bestimmungen der GLKrWO sinngemäß. § 16 Persönlichkeitswahl (1) Die Wahl erfolgt nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl. (2) Jede wahlberechtigte Person hat so viele Stimmen, wie Sitze im Beirat zu vergeben sind. Entfällt eine Wahl für eine Gruppe, weil in gültigen Wahlvorschlägen nicht mehr Bewerberinnen oder Bewerber aufgeführt sind als der Gruppe Sitze im Beirat zustehen (vgl. § 15 Abs. 3), reduzieren sich die Stimmen um diese Sitze. (3) Die Wählerin oder der Wähler kann Stimmen nur Bewerberinnen oder Bewerbern geben, deren Namen auf dem Stimmzettel aufgeführt sind. Andere Namen dürfen nicht hinzufügt werden. (4) Die Wählerin oder der Wähler vergibt Stimmen durch Kennzeichnung der zu wählenden Person. Dies erfolgt durch Ankreuzen des Feldes vor dem Namen oder eine sonstige Kennzeichnung der gewünschten Person, die jeden Zweifel ausschließt. (5) Die Wählerin oder der Wähler kann einer Bewerberin oder einem Bewerber nicht mehr als eine Stimme geben. 26.07.2019 5 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung § 17 Ungültige Stimmzettel Ungültig sind Stimmzettel 1. die nicht von der Stadt ausgegeben worden sind; 2. die ein äußeres Merkmal im Sinne des § 83 Abs. 1 GLKrWO aufweisen; 3. die ganz durchgestrichen oder ganz durchgerissen sind; 4. die auf der Rückseite beschrieben oder gekennzeichnet sind; 5. die außer der vorgeschriebenen oder zulässigen Kennzeichnung der gewählten Person noch Zusätze enthalten; 6. die einen hinzugefügten Namen enthalten 7. die einen Vorbehalt oder eine Verwahrung gegen zu wählende Personen enthalten. § 18 Ungültige Stimmabgabe Ungültig ist die Stimmabgabe, wenn der Wille der Wählerin oder des Wählers nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln ist. § 19 Zuweisung der Sitze an sich bewerbende Personen (1) Gewählt sind innerhalb jeder Gruppe die Personen mit den höchsten Stimmenzahlen in der Reihenfolge dieser Zahlen, soweit Sitze zu besetzen sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. (2) In der Gruppe „Europa“ werden mindestens 4 Sitze durch Nicht-EU-Mitglieder und mindestens 4 Sitze durch EU-Mitglieder besetzt. (3) In einer Gruppe können zwei Personen desselben Staates gewählt werden. Falls mehr als 1.200 Personen desselben Staates in Erlangen gemeldet sind, können max. drei Personen desselben Staates gewählt werden. (4) In Gruppen mit mehr als 1 Sitz müssen mindestens 2 Staaten, beziehungsweise Herkunftsstaaten vertreten sein. § 20 Ersatzleute Die nicht gewählten Bewerberinnen oder Bewerber sind in der Reihenfolge des § 24 Ersatzleute der Gewählten. § 21 Bekanntmachung des Wahlergebnisses Das Wahlergebnis wird von der Stadt öffentlich bekannt gemacht. VII. Abschnitt Schlussvorschriften § 22 Festlegung der Beiratssitze Die Zahl der Beiratssitze wird nach den vom Bundesverwaltungsamt in Köln zuletzt ermittelten Bevölkerungszahlen festgelegt. 26.07.2019 6 014.10 Ausländer- und Integrationsbeirat/Wahlordnung § 23 Berufung von Beiratsmitgliedern (1) Wahlbewerberinnen oder Wahlbewerber, für die nach § 15 Abs. 3 dieser Wahlordnung eine Wahl entfällt, werden vom Stadtrat in den Beirat berufen. (2) Der Stadtrat kann bis zu vier Mal innerhalb einer Wahlperiode stimmberechtigte Beiratsmitglieder berufen, wenn die satzungsmäßigen Beiratssitze im Wege des Wahlverfahrens nicht besetzt werden beziehungsweise niemand durch das Nachrückverfahren zur Verfügung steht. Die satzungsmäßige Höchstzahl der Beiratssitze darf dabei nicht überschritten werden. Die Herkunft der zu berufenden Person ist insofern unerheblich; das Vorschlagsrecht hierfür hat der geschäftsführende Ausschuss. § 24 Beginn der Wahlperiode Die Wahlperiode des Ausländer- und Integrationsbeirats beginnt mit dem 1. Tag des auf die Wahl folgenden Monats. § 25 Öffentliche Bekanntmachung Öffentliche Bekanntmachungen im Sinne dieser Wahlordnung sind mit dem Anschlag in deutscher Sprache an der Amtstafel im Rathaus bewirkt. Sie werden darüber hinaus in den Amtlichen Seiten der Stadt Erlangen veröffentlicht. § 26 Inkrafttreten (1) Diese Wahlordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in den Amtlichen Seiten der Stadt Erlangen in Kraft. (2) Gleichzeitig tritt die Wahlordnung für die Wahl des Ausländer/innenbeirates vom 03. August 1995 (Amtsblatt Nr. 17 vom 17. August 1995), geändert am 09. Juli 2001 (Die amtlichen Seiten Nr. 15 vom 19. Juli 2001) außer Kraft. 26.07.2019 7
49. Satzung_Migrationsbeirat-Muenchen_2018.pdf  
MigrationsbeiratsS 22 Landeshauptstadt München Stadtrecht Satzung über den Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München vom 16. Oktober 1989 Stadtratsbeschluss: 04.10.1989 Bekanntmachung: 30.10.1989 (MüABl. S. 402) Änderungen: 28.05.1991 (MüABl. S. 131) 19.12.1991 (MüABl. S. 405) 17.03.1992 (MüABl.. S. 92) 08.06.1993 (MüABl. S. 186) 27.02.1995 (MüABl. S. 54) 12.11.1995 (MüABl. S. 282) 27.03.1997 (MüABl S. 97) 26.05.1998 (MüABl S. 213) 27.10.1999 (MüABl. S. 421) 07.04.2000 (MüABl. S. 87) 18.12.2000 (MüABl. S. 528) 04.01.2001 (MüABl. S. 24) 12.12.2001 (MüABl. S. 553) 16.12.2003 (MüABl. S. 505) 13.10.2004 (MüABl. S. 370) 03.02.2010 (MüABl. S. 58) 19.10.2010 (MüABl. S. 269) 08.04.2011 (MüABl. S. 109) 28.04.2016 (MüABl. S. 178) 05.01.2018 (MüABl. S. 4) Die Landeshauptstadt München erlässt aufgrund von Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 26.10.1982 (BayRS 2020-1-1-I), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25.04.1989 (GVBl. S. 104), folgende Satzung: § 1 Funktion und Aufgaben des Migrationsbeirats (1) Der Migrationsbeirat vertritt die Interessen der ausländischen Bevölkerung Münchens. Er fördert die Integration. (2) Er hat die Aufgabe, den ehrenamtlichen Stadtrat und die hauptamtliche Verwaltung der Landeshauptstadt München in allen Fragen, die die ausländische Bevölkerung in München, das Zusammenleben mit Deutschen sowie die Integration und Migration betreffen, durch Anträge, Anfragen, Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen zu beraten. Er wirkt im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten auf die kommunalpolitische Willensbildung ein und fördert die gleichberechtigte politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Partizipation der ausländischen Bevölkerung. § 2 Rechte des Migrationsbeirats (1) Anträge und Empfehlungen, für die der Stadtrat zuständig ist, sind von diesem innerhalb von drei Monaten zu behandeln, soweit ihnen nicht bereits vorher entsprochen worden ist. Wenn sich die endgültige Erledigung länger als acht Wochen hinzieht, sind Zwischenberichte an die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Migrationsbeirats zu erteilen. MigrationsbeiratsS 22 Stand: 05.01.2018 (2) Anträge und Empfehlungen, für die der Oberbürgermeister zuständig ist, sollen von der Verwaltung innerhalb von drei Monaten behandelt werden. Wenn sich die endgültige Erledigung länger als acht Wochen hinzieht, sind Zwischenberichte an die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Migrationsbeirats zu erteilen. (3) Der Migrationsbeirat ist bei allen seinen Aufgabenkreis berührenden Fragen durch den Stadtrat bzw. die Verwaltung rechtzeitig einzuschalten; ihm ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Einer Beschlussvorlage für den Stadtrat ist diese Stellungnahme beizufügen; Abweichungen sind in der Vorlage zu begründen. Wird Vortrag im Stadtrat gewünscht, gilt § 58 der Geschäftsordnung des Stadtrates entsprechend. (4) Für Zwecke des Migrationsbeirats werden Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt, damit er seine Aufgaben satzungsgemäß erfüllen kann. Der Migrationsbeirat erhält im Rahmen des Budgetierungsverfahrens ein Anhörungsrecht bei der vom Direktorium vorzunehmenden Mittelverteilung. (5) Der Migrationsbeirat ist berechtigt, eine eigenständige Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Hierbei wird er insbesondere vom Presse- und Informationsdienst der Stadt beraten und unterstützt. § 2 a Zuschussvergaben (1) Soweit Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, kann der Migrationsbeirat nach Maßgabe von Richtlinien Zuschussvergaben empfehlen. (2) Empfehlungen für die Vergabe von Zuschüssen bis 5.000,-- Euro trifft ein für diesen Zweck zu bildender Ausschuss des Migrationsbeirats (§ 8 Abs. 5), dem durch die Geschäftsordnung zusätzliche Aufgaben übertragen werden können, über 5.000,-- Euro die Vollversammlung. Der Vollversammlung vorbehaltene Zuschussvorgänge sind von dem Ausschuss vorzubehandeln. In Fällen, bei denen das Entscheidungsrecht beim Oberbürgermeister liegt, soll davon nur bei Rechtswidrigkeit, Widerspruch zu gesamtstädtischen Belangen oder Widerspruch zu der Gleichbehandlung der Geschlechter abgewichen werden. § 3 Pflichten des Migrationsbeirats (1) Der Migrationsbeirat hat Vorlagen der Stadtverwaltung, die ihm gemäß § 2 Abs. 3 zur Stellungnahme vorgelegt werden, unverzüglich zu behandeln. (2) Der Migrationsbeirat ist gehalten, Anträge und Anliegen ausländischer und deutscher Organisationen und Einzelpersonen, die an ihn herangetragen werden, innerhalb von drei Monaten zu behandeln und einer Entscheidung zuzuführen. Zwischennachrichten sind zu erteilen, wenn sich die endgültige Entscheidung länger hinzieht. (3) Bei der Behandlung der Anträge und Anliegen nach Abs. 2 wird auf Antrag eine Vertretung der Antragstellerin bzw. des Antragstellers durch Beschluss zugezogen. Sie bzw. er erhält das Wort nach Maßgabe der Geschäftsordnung des Migrationsbeirats. § 4 Besetzung und Amtszeit des Migrationsbeirats (1) Der Migrationsbeirat setzt sich zusammen aus a) 40 gemäß § 6 gewählten stimmberechtigten Mitgliedern, b) sechs beratenden entsandten Mitgliedern gemäß Abs. 3, c) jeweils einem von jeder Stadtratsfraktion entsandten beratenden Mitglied, d) bis zu vier weiteren beratenden Mitgliedern gemäß Abs. 4. Die gewählten stimmberechtigten Mitglieder sollen jeweils zur Hälfte Frauen und Männer sein. (2) Die Sitze für die gewählten stimmberechtigten Mitglieder werden entsprechend dem Verhältnis der Gesamtzahl der auf die einzelnen Wahlvorschläge entfallenden gültigen Stimmen verteilt. Zum Schutz von Minderheiten gehen an die Gruppen Afrika zwei Sitze, an die Gruppe Mittel- und Südamerika zwei Sitze und an die Gruppe Asien (ohne Türkei) 4 Sitze. Können diese nicht besetzt werden, bleiben sie offen. 2 MigrationsbeiratsS 22 Stand: 05.01.2018 (3) Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Münchner Flüchtlingsrat, die Initiativgruppe zur Förderung von ausländischen Kindern, Jugendlichen und Familien, der Kreisjugendring München-Stadt sowie der Seniorenbeirat entsendet jeweils ein beratendes Mitglied. (4) Bis zu vier beratende Mitglieder werden von einer Einrichtung der Erwachsenenbildung und drei in der Migrationsarbeit tätigen Institutionen entsandt. Die Auswahl der Institutionen obliegt dem Migrationsbeirat. (5) Die Amtszeit des Migrationsbeirats beträgt sechs Jahre. Sie beginnt mit der konstituierenden Sitzung des Migrationsbeirats (§ 7 Abs. 1), die spätestens drei Monate nach dem Wahltag, das heißt dem Tag, welcher durch seine Zahl dem Wahltag entspricht, und frühestens nach Ablauf der Amtszeit des bisherigen Migrationsbeirats einzuberufen ist. Nach Ablauf der Amtszeit führt der bisherige Migrationsbeirat die Geschäfte kommissarisch bis zu einem Zeitraum von höchstens zwölf Monaten weiter, wenn die Neukonstituierung aus sachlichen Gründen nicht rechtzeitig erfolgen kann. (6) Gewählte Personen können die Übernahme des Amts ablehnen und Mitglieder das Amt niederlegen; Art. 19 GO findet keine Anwendung. Im Falle des nachträglichen Verlustes der Wählbarkeit endet die Mitgliedschaft im Migrationsbeirat. Für jedes ausscheidende Mitglied rückt ein neues Mitglied in der Reihenfolge der Nachrücker nach. (7) Mitglieder gemäß Abs. 3 und 4 scheiden aus, wenn sie der Organisation nicht mehr angehören, von ihr nicht mehr anerkannt oder sonst aus einem wichtigen Grund von ihr abberufen werden. § 5 Teilnahmepflicht (1) Die stimmberechtigten Mitglieder sind verpflichtet, an allen Sitzungen der Vollversammlung des Migrationsbeirats und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilzunehmen. Das Recht zur Abstimmung in den Ausschüssen steht nur den Ausschussmitgliedern und im Falle ihrer Verhinderung deren Stellvertretung zu. (2) Gegen Mitglieder, die sich ihrer Teilnahmepflicht ohne vorherige genügende Entschuldigung entziehen, kann die Vollversammlung eine Rüge aussprechen. Entschuldigungen sind in der Regel einzeln für jede Sitzung in Textform bei der Geschäftsstelle einzureichen. Nachträgliche Entschuldigungen sind nur zulässig, wenn glaubhaft gemacht wird, dass eine vorherige Mitteilung unzumutbar war. (3) Versäumt ein Mitglied nach zwei ausgesprochenen Rügen innerhalb von einem Jahr seit der letzten Rüge erneut ohne ausreichende Entschuldigung eine Sitzung, so kann die Vollversammlung den Verlust des Amtes aussprechen. § 6 Wahl des Migrationsbeirats (1) Die stimmberechtigten Mitglieder des Migrationsbeirats werden in allgemeiner, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. (2) Die Wahl wird von der Stadt gemäß der Wahlordnung für den Migrationsbeirat durchgeführt. § 7 Vorsitz des Migrationsbeirats (1) Der Migrationsbeirat wählt aus der Mitte der stimmberechtigten Mitglieder einen Vorstand, bestehend aus der Vorsitzenden bzw. dem Vorsitzenden, einer ersten Stellvertretung und einer zweiten Stellvertretung. (2) Die gewählten Vorstände können die Übernahme eines Vorstandsamtes ablehnen oder das Vorstandsamt niederlegen. Die Angabe eines wichtigen Grundes ist nicht erforderlich. (3) Die Mitglieder des Vorstandes können aus wichtigem Grund vorzeitig abberufen werden, wenn der Antrag auf vorzeitige Abberufung von mindestens der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder des Migrationsbeirats gestellt wird. Der Beschluss der Abberufung bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der stimmberechtigten Mitglieder des Migrationsbeirats. (4) Die bzw. der Vorsitzende leitet die Sitzungen des Migrationsbeirats. (5) Soweit der Migrationsbeirat beratende Ausschüsse bildet und für die beratenden Ausschüsse Ausschusssprecherinnen bzw. Ausschusssprecher und deren Stellvertretung wählt, bilden diese 3 MigrationsbeiratsS 22 Stand: 05.01.2018 Ausschusssprecherinnen bzw. Ausschusssprecher sowie die drei Vorstandsmitglieder den Erweiterten Vorstand. Die Ausschusssprecherinnen bzw. Ausschusssprecher werden vor der Besetzung der Ausschüsse durch die Vollversammlung gewählt. (6) Jede Staatsangehörigkeit innerhalb des Erweiterten Vorstandes darf maximal durch zwei Mitglieder vertreten sein. Mitglieder mit deutscher Staatsangehörigkeit werden mit ihrer ausländischen bzw. ehemaligen Staatsangehörigkeit berücksichtigt. Mitglieder mit mehreren (ehemaligen) ausländischen Staatsangehörigkeiten werden mit der (ehemaligen) Staatsangehörigkeit berücksichtigt, unter der die Bewerbung zur Wahl des Migrationsbeirats erfolgte. Diese Festlegung gilt auch für andere Gremien und ist für die gesamte Amtszeit verbindlich. § 8 Geschäftsgang, Geschäftsführung (1) Der Migrationsbeirat beschließt in Sitzungen. Der Geschäftsgang und der Aufgabenvollzug richten sich im Übrigen nach der vom Migrationsbeirat zu beschließenden Geschäftsordnung. Die jeweilige Geschäftsordnung bleibt solange in Kraft, bis vom amtierenden Migrationsbeirat eine neue beschlossen wird. Dies gilt auch nach Ablauf der Amtszeit des amtierenden Migrationsbeirats. (2) Die Vollversammlung des Migrationsbeirats beschließt in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Zeitpunkt und Ort der Sitzungen der Vollversammlung sind unter Angabe der Tagesordnung rechtzeitig bekannt zu machen. Die Sitzungen der Vollversammlung sind öffentlich. Sie sind nicht öffentlich, soweit Rücksichten auf das öffentliche Wohl oder berechtigte Ansprüche Einzelner es erfordern. Über den Ausschluss der Öffentlichkeit wird in nichtöffentlicher Sitzung beraten und entschieden. (3) Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder rechtzeitig geladen und die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. (4) Zu Sitzungen der Vollversammlung zu laden sind darüber hinaus Einrichtungen und Behörden, deren Belange berührt sind. Vertreter der Referate haben an den Sitzungen des Migrationsbeirats teilzunehmen, soweit ihr Aufgabenbereich berührt ist. (5) Der Ausschuss nach § 2 a Abs. 2 Satz 1 besteht aus acht stimmberechtigten Mitgliedern zuzüglich der bzw. dem Vorsitzenden des Migrationsbeirats. Die Sitzverteilung erfolgt paritätisch zwischen Frauen und Männern. Jede Staatsangehörigkeit innerhalb der acht stimmberechtigten Mitglieder darf maximal durch zwei Mitglieder vertreten sein. § 7 Abs. 6 Sätze 2 - 4 gelten entsprechend. Die Mitglieder werden vom Migrationsbeirat aus dessen Mitte gewählt. Gewählt sind diejenigen vier Frauen und Männer, die die meisten abgegebenen gültigen Stimmen erhalten haben und die Wahl annehmen. Sollten nicht ausreichend Staatsangehörigkeiten vertreten sein bzw. können aus anderen Gründen nicht alle Sitze im Ausschuss besetzt werden, so ist die Anzahl der stimmberechtigten Mitglieder entsprechend den vorhandenen Staatsangehörigkeiten bzw. den besetzbaren Sitzen zu reduzieren. (6) Beschlüsse des Migrationsbeirats werden in offener Abstimmung mit Mehrheit der Abstimmenden gefasst. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Die Beschlüsse werden von der Vorsitzenden bzw. dem Vorsitzenden dem Direktorium zugeleitet. (7) Die Geschäftsführung des Migrationsbeirats obliegt der Geschäftsstelle. Die Geschäftsstelle ist Teil der Stadtverwaltung und organisatorisch dem Direktorium zugeordnet. Die Geschäftsstelle gewährleistet den ordnungsgemäßen Gang der Geschäfte des Migrationsbeirats. § 9 Entschädigung (1) Für die Teilnahme an den Vollversammlungen des Migrationsbeirats erhalten die Mitglieder des Migrationsbeirats eine Aufwandsentschädigung (Sitzungsgeld), die in der Höhe der Aufwandsentschädigung von Bezirksausschussmitgliedern für die Teilnahme an Sitzungen des Bezirksausschusses entspricht. Für die Teilnahme an allen weiteren Sitzungen des Migrationsbeirats sowie für die Teilnahme an Besprechungen, zu denen die bzw. der Vorsitzende des Migrationsbeirats oder die Stadtverwaltung einlädt, erhalten die Mitglieder des Migrationsbeirats eine Aufwandsentschädigung, die in der Höhe der Aufwandsentschädigung der Bezirksausschussmitglieder für die Teilnahme an Unterausschusssitzungen entspricht. Die Aufwandsentschädigung nach Satz 2 wird auch gezahlt für die Teilnahme eines Mitglieds des Migrationsbeirats an Sitzungen von Bezirksausschüssen, soweit das Mitglied durch Beschluss der 4 MigrationsbeiratsS 22 Stand: 05.01.2018 Vollversammlung des Migrationsbeirats für die Teilnahme an diesen Sitzungen für zuständig erklärt wurde. Die Aufwandsentschädigung wird für höchstens 48 Sitzungen bzw. Besprechungen pro Jahr und Mitglied gewährt. (2) Der bzw. dem Vorsitzenden des Migrationsbeirats wird neben dem Sitzungsgeld eine monatliche Aufwandsentschädigung von 506,-- Euro, den Stellvertretungen wird neben den Sitzungsgeldern eine monatliche Aufwandsentschädigung von 176,-- Euro gewährt. Die Sprecherinnen bzw. Sprecher der Ausschüsse (Ausschussvorsitzende) erhalten neben dem Sitzungsgeld eine monatliche Aufwandsentschädigung von 77,-- Euro. (3) Arbeiter und Angestellte haben außerdem Anspruch auf Ersatz für den aus Anlass der ehrenamtlichen Tätigkeit entstandenen Verdienstausfall. Die Ersatzleistung darf, wenn sie nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Migrationsbeirats ausbezahlt wird, für nicht mehr als fünf Stunden/Woche gewährt werden; insgesamt (d.h. einschließlich der Sitzungstätigkeit) darf ihr zeitlicher Umfang ein Fünftel der wöchentlichen Normalarbeitszeit nicht übersteigen. Die unumgängliche Notwendigkeit des Arbeits- und Dienstversäumnisses ist bei der Ersatzanforderung nachzuweisen. (4) Die Mitglieder des Migrationsbeirats haben Anspruch auf Entschädigung der Aufwendungen für eine entgeltliche Kinderbetreuung während der Teilnahme an allen Sitzungen und Besprechungen, für die sie eine Entschädigung nach Abs. 1 erhalten. Dies gilt, soweit das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer Behinderung oder aus anderem Grund der Betreuung bedarf und von keinem weiteren Angehörigen des Haushalts betreut werden kann und daher eine Fremdbetreuung gegen Entgelt erforderlich ist. Erstattungsfähig sind die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Kinderbetreuungskosten bis zu einem Höchstbetrag von 12 Euro je Stunde und maximal bis zu 5 Stunden pro Termin. § 10 Inkrafttreten (1) Diese Satzung tritt am 1. Januar 1991 in Kraft. (2) Gleichzeitig tritt die Satzung über den Ausländerbeirat der Landeshauptstadt München vom 25. April 1984 (MüABl. S. 177), zuletzt geändert durch Satzung vom 31. Mai 1989 (MüABl. S. 210), außer Kraft. Der aufgrund dieser Satzung berufene Ausländerbeirat bleibt bis zur Neukonstituierung des gemäß § 5 gewählten Ausländerbeirat im Amt; seine Rechte und Pflichten für diese Übergangszeit richten sich nach der Satzung vom 25. April 1984. 5
50. Vorlagen  
Die Satzungen der Integrationsbeiräte Bayerns sind vielfältig und es gibt nicht die eine Vorlage, die für jeden Beirat passend wäre. Vielmehr gilt es, den spezifischen Bedingungen vor Ort gerecht zu werden. AGABY empfiehlt jedoch, in der Satzung zu berücksichtigen: Ein Integrationsbeirat sollte ein repräsentatives Gremium der migrantischen Bevölkerung der jeweiligen Kommune sein. Es sollten unterschiedliche Gruppen, Nationalitäten und die Vielfalt der Menschen mit Migrationsgeschichte vertreten sein. Ein Integrationsbeirat vertritt die Interessen der Migrant*innen, sie sollten zumindest die Mehrheit der stimmberechtigen Mitglieder stellen. Weitere Informationen im Online-Handbuch in Kapitel 2.4 Die Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns sind durch politische Grundwerte verbunden. Die Positionierung gegen Rassismus und Diskriminierung sollte in der Satzung klar und deutlich festgeschrieben werden. Mehr dazu im „Handbuch gegen Rechts“ (S. 21) Satzung des Migranten- und Integrationsbeirats der Stadt Bamberg Satzung des Ausländer- und Integrationsbeirats der Stadt Erlangen Wahlordnung des Ausländer- und Integrationsbeirats der Stadt Erlangen Satzung der Migrationsbeirats der Stadt München Satzung des Integrationsbeirats Landkreis Lindau Satzung des Integrationsbeirats der Stadt Schweinfurt Integrationskonzept der Stadt Bamberg Integrationskonzept der Stadt Erlangen Integrationskonzept der Stadt Ingolstadt Integrationskonzept der Stadt Nürnberg Satzungen der Ausländer-, Migranten- oder Integrationsbeiräte sind die Grundlage für deren politisches Handeln und Gestalten in der Kommune. Sie wird vom Stadtrat bzw. Kreistag beschlossen und hat in der Kommune Gesetzescharakter. Die Satzung kann um eine separate Wahlordnung ergänzt werden, sofern die Wahlordnung nicht bereits in der Satzung festgehalten ist. Im Unterschied zu Satzung und Wahlordnung ist eine Geschäftsordnung nicht zwingend notwendig, kann die Beiratsarbeit im Alltag aber deutlich erleichtern. Die Satzung enthält im Wesentlichen Bestimmungen über Aufgaben, Rechte und Pflichten, über Struktur und Arbeitsweise sowie über finanzielle und personelle Ausstattung des Beirats. Weitere Informationen finden Sie im Online-Handbuch „Erfolgreich arbeiten im Integrationsbeirat“ in Kapitel 2.3. Die Satzung (sowie die Wahlordnung) sollten regelmäßig überprüft und, wenn notwendig, an die aktuellen Erfordernisse angepasst werden. Integrationskonzepte stellen eine wichtige Grundlage für die integrationspolitischen Aktivitäten und die Rolle des Integrationsbeirats in der Kommune dar. Jede Kommune sollte mit aktiver Beteiligung des Beirats ein integrationspolitisches Gesamtkonzept erarbeiten. Wenn eine Kommune noch kein Integrationskonzept hat, sollte der Beirat als Initiator (über einen Antrag an die Stadtverwaltung) auftreten und seine Expertise im Bereich Integration zur Verfügung stellen. Weiter Informationen sind im „Empfehlungskatalog zur Integrationspolitik und Beiratsarbeit“ zusammengefasst. Zur Orientierung bei einer Neugründung eines Beirates oder einer Satzungsreform ist hier eine Auswahl von Satzungen aufgeführt. Ebenso stellen wir eine Auswahl von Integrationskonzepten zur Verfügung. Die Satzungen der Integrationsbeiräte Bayerns sind vielfältig und es gibt nicht die eine Vorlage, die für jeden Beirat passend wäre. AGABY hat jedoch Empfehlungen. Anträge Anträge sind eines der wichtigsten Instrumente der politischen Arbeit eines Beirats. Deshalb sollte das Antragsrecht auch in der Satzung festgeschrieben sein. Der Antrag eines Ausländer-, Migranten- oder Integrationsbeirats beinhaltet ein kommunales Thema und richtet sich (meist) an den Stadtrat/ den Kreistag. Weitere Informationen und beispielhafte Anträge finden Sie im Online-Handbuch "Erfolgreich arbeiten im Integrationsbeirat" in Kapitel 3.5.
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